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Glänzende Gewinner in Saarbrücken und Sundance

"Der Glanz des Tages" erstrahlt in Saarbrücken.



Zwei der wichtigsten Filmpreise der Filmfestspiele in Saarbrücken gingen am Wochenende nach Österreich. Wie bereits in unserem Vorbericht vom 21. Januar 2013 angedeutet, wird alljährlich im Januar die neue Filmfestspielsaison im Saarland mit dem Max-Ophüls-Preis eingeläutet. Seit 1980 werden im Rahmen des gleichnamigen Festivals die Preise ausschließlich an den deutschsprachigen Filmnachwuchs verliehen.

In diesem Jahr wurde am Sonntag, den 27. Januar 2013, das österreichische Drama "Der Glanz des Tages" von Tizza Covi und Rainer Frimmel mit dem Hauptpreis des Festivals ausgezeichnet.

Nach Ansicht der Jury beleuchtet das Werk "gewichtige gesellschaftliche Fragen auf poetische wie oft auch tragikomische Weise".

Auch der Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin ging nach Österreich, an Katharina Mücksteins Drama "Talea". Darüber hinaus wurde Bettina Blümners Drama "Scherbenpark" mit zwei Preisen wurde bedacht: Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer erhielt den Preis als beste Nachwuchsdarstellerin, Katharina Kress wurde mit dem Fritz-Raff-Drehbuchpreis ausgezeichnet.

"Katharina Kress gelingt es eindrucksvoll, die herausfordernde Aufgabe einer eigenständigen Romanadaption zu bewältigen. Den respektlos frechen Ton der Ich-Erzählerin des Romans überträgt sie kongenial in ihr Drehbuch und schafft so eine anrührende und lebendige Filmfigur, die man lange nicht vergessen wird", lobte die Jury.

Als bester Nachwuchsdarsteller wurde Max Mauff für seine Rolle in Carsten Ludwigs Thriller "In der Überzahl" prämiert. Der Film erzählt, wie ein jugendlicher Amokläufer (Max Mauff) einen dänischen Geschäftsmann (Ulrich Thomsen) in dessen Auto entführt und von dem folgenden Psychoduell auf Leben und Tod - auf endlosen Landstraßen, mit Anhaltern, Pinkelpausen und immer neuen Machtspielen.

In der Jurybegründung heißt es: "In Carsten Ludwigs Film lässt Max Mauff den Amokläufer mit erschreckender Selbstverständlichkeit als fast normalen Jugendlichen erscheinen, mit dem man beinahe Mitleid bekommt, obwohl er Ungeheuerliches verbrochen hat. Sein glücksseliges Lächeln aus dem Seitenfenster lässt einen frösteln. Ein Bild, das man nicht vergisst."

Das Publikum vergab beim 34. Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken seine Preise an Arne Ahrens Komödie "Meine Beschneidung" (Kategorie Kurzfilm ), Nathan Nills "Stufe Drei" (Kategorie Mittellanger Film ) und Aron Lehmanns Drama "Kohlhaas oder Die Verhältnismäßigkeit der Mittel" (Kategorie Langfilm ), dessen Trailer wir hier eingebunden haben.



Nach Angaben der Festivalorganisatoren lag die Zahl der Besucher mit rund 42.000 auf Vorjahresniveau. In den Kinosälen des Festivals wurden 33269 Karten verkauft, womit man um 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert lag.

"Wir sind begeistert von dem ungebrochen hohen Zuspruch, den der junge deutschsprachige Film bei uns erfährt. Die jungen Filmemacher bekommen in Saarbrücken die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Wir hatten sieben intensive Festivaltage mit einer unübertroffenen Atmosphäre, mit bezaubernden Gästen und einem leidenschaftlichen Publikum", erklärten die künstlerischen Leiter des Festivals, Gabriella Bandel und Philipp Bräuer.

Alle Preisträger unter www.max-ophuels-preis.de



Der Sender 3sat bringt am Mittwoch, den 30. Januar 2013 ab 22:25 Uhr einen ausführlichen Bericht vom Festival Max-Ophüls-Preis. Eine Woche später, ab Dienstag, den 5. Februar 2013 überträgt 3sat die Eröffnungsgala der Berlinale mit Anke Engelke live und exklusiv. Außerdem gibt es bis zum 17. Februar 2013 täglich Berichte und Interviews am Roten Teppich der Internationalen Filmfestspiele in Berlin sowie und die Bärenverleihung zum Ende des Festivals. Zwei Filmreihen zum Jurypräsidenten Wong Kar-wai sowie zur "Filmstadt Berlin" werden die aktuelle Berichterstattung des Senders über Stars und Filme flankieren.



Drei Preise an deutsche Produktionen in Sundance.

Auch beim 29. Sundance Filmfestival in Park City (Utah), das ebenfalls am Sonntag, den 27. Januar 2013, zu Ende ging, waren Filmemacher aus Deutschland erfolgreich. Wie wir in unserem Vorbericht vom 17. Januar 2013 erwähnt hatten, waren insgesamt vier deutsche Produktionen beim bedeutendsten internationalen Filmfestival des Independent Films vertreten. Drei davon konnten sich erfolgreich behaupten.

Tinatin Gurchiani von der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ erhielt für die deutsch-georgische Dokumentation „Maschine, die alles verschwinden lässt“ einen Regiepreis. Der mit deutscher Beteiligung gedrehte Spielfilm „Circles“ gewann den Sonderpreis der Sundance-Jury für Dramen aus aller Welt. Und die Darmstädterin Eva Weber bekam für „Let the Northern Lights Erase Your Name“ einen mit 10.000 Dollar dotierten Förderpreis.

Gewinner des Großen Preises der U.S. Jury in der Kategorie Spielfilm wurde "Fruitvale" von Ryan Coogler. Gewinner des U.S. Dokumentarfilmpreises wurde "Blood Brother" von Steve Hoover.

Sundance gilt als weltweit bedeutendstes Filmfest für Produktionen, die unabhängig von Hollywood gedreht werden.
Link: www.sundance.org/festival

Quellen: Blickpunkt:Film | Tagesspiegel | dpa | ots - news aktuell

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