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Ophüls-Festival ehrt Michael Ballhaus & Oskar Roehler

"Robin Hood" eröffnet Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken.



Das Filmfestival Max Ophüls Preis wird mit "Robin Hood", Martin Schreiers erstem Film in Spielfilmlänge, eröffnet. Schreier kehrt damit nach drei Jahren nach Saarbrücken zurück, nachdem er 2010 mit "The Night Father Christmas Died" im Wettbewerb für mittellange Filme dort vertreten war.

Im Rahmen des Festivals, das vom 21. bis 27. Januar 2013 in Saarbrücken stattfindet, werden insgesamt 156 Filme gezeigt, 62 davon im viergeteilten Wettbewerb (Langfilm, mittellanger Film, Kurzfilm, Dokumentarfilm), in dem 13 mit insgesamt 103.500 Euro dotierte Preise vergeben werden. Über die Gewinner im Langfilm-Wettbewerb entscheidet eine aus der Casterin Suse Marquardt, den Schauspielern Ina Weisse und André Hennicke, Schauspieler, Autor und Regisseur Markus Schleinzer und dem Filmkritiker Peter Claus bestehende Jury.

Ehrengäste sind Oskar Roehler und Michael Ballhaus.

Als Ehrengast hat das Festival Oskar Roehler eingeladen; fünf seiner Filme werden in Saarbrücken präsentiert. Mit „Silvester Countdown“ (1997), „Die Unberührbare“ (2000), „Agnes und seine Brüder“ (2004), „Lulu & Jim“ (2009) und „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ (2010) präsentiert das Festival dabei einen Ausschnitt seines Schaffens.

Außerdem verleiht das Filmfestival Max Ophüls Preis in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film. Im Rahmen der Eröffnung des 34. Festivals wird diese Ehrung dem renommierten Kameramann Michael Ballhaus zuteil. Der renommierte Kameramann ist unter anderem seit vielen Jahren als Dozent an verschiedenen Film- und Fernsehhochschulen tätig und hat zur Unterstützung von Studierenden der Fachrichtung Kamera die Michael-Ballhaus-Stiftung ins Leben gerufen.

Gabriella Bandel und Philipp Bräuer, künstlerische Leiter des Filmfestival Max Ophüls Preis, erklären die Wahl mit den Worten: "Michael Ballhaus leistet dem jungen Film seit Jahrzehnten als Dozent, Mentor und Förderer mit seinem unermüdlichem Engagement einen unschätzbaren Dienst und lässt junge 'Directors of Photography' an seinem Wissen und seiner internationalen Erfahrung teilhaben, was keine Selbstverständlichkeit ist. Sein leidenschaftlicher Einsatz für den Kameranachwuchs hat schließlich in der Gründung der Michael-Ballhaus-Stiftung eine institutionelle Form gefunden. Es ist uns eine große Ehre, ihm den Ehrenpreis für seine Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film zu überreichen."



Flimmer.de ist neuer Partner vom Max Ophüls Preis.

Die erst im letzten Jahr ins Leben gerufene Trailer-Online-Plattform Flimmer.de (Betreiber sind u. a. Roland Emmerich und Marco Kreutzpainter) ist neuer Partner des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Passend zu der neuen Kooperation erweitert die Plattform ihr Angebot auch um die Kategorie „Junger Deutscher Film“.

Auf Flimmer werden Filmtrailer von vielversprechenden jungen Produktionen genauso prominent dargestellt, wie Kinostarts mit millionenschweren Marketingbudgets. Gestartet wird die Kategorie mit dem Film „Berg Fidel“ von Hella Wenders. In dem Film geht es um die Grundschule Berg Fidel in Münster, die das Konzept der Inklusion und Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf vertritt. David, Jakob, Lucas und Anita besuchen die Schule und werden drei Jahre lang von der Dokumentarfilmerin in ihrem Schulalltag begleitet. Ohne den Einbezug von Erwachsenen erzählen die Kinder, was sie bewegt und wie es ist, wenn ganz verschiedene Kinder zusammen eine Gemeinschaftsschule besuchen. Der Dokumentarfilm startete am 13. September 2012 deutschlandweit in den Kinos.

Als Nachwuchsfilmer hat man es nicht immer ganz einfach. Von der ursprünglichen Idee über die Finanzierung bis zu einem fertigen Film vergehen oftmals Jahre. Umso bedrückender, wenn der eigene Film dann aufgrund von Länge oder Format nicht einmal wahrgenommen wird. Flimmer.de startet aus diesem Grund eine breite Promotion für den jungen Deutschen Film und belohnt den User fortan auch für seine Aufmerksamkeit beim Anschauen von Trailern vielversprechender Nachwuchsproduktionen. Die Auswahl der Trailer erfolgt in Zusammenarbeit mit dem renommierten Filmfestival Max Ophüls Preis, das als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Filmnachwuchs gilt. Die von den Zuschauern auf der Plattform gewonnenen Punkte können u.a. in Kinokarten eingetauscht werden.

Mitgründer Marco Kreuzpaintner: „Es gibt wenig Orte, an denen sich die Auswertung von kommerziellen Filmen und Nachwuchsprojekten sinnvoll miteinander mischt. Mit der neuen Sektion möchten wir ein breites Publikum für die Filme von jungen Regisseurinnen und Regisseuren begeistern. Das sind Filme, die sich normalerweise keine kostspieligen Promotionmaßnahmen leisten können.“

Und so funktioniert Flimmer.de auch auf Facebook: Eingebettet in ein unterhaltsames Trailerquiz wird dem Nutzer am Ende eines jeden Filmtrailers eine Frage zum Inhalt gestellt. Beantwortet der User diese richtig, so werden ihm bis zu 10 Cent auf seinem virtuellen Konto gutgeschrieben. Hat er dann über die Zeit hinaus ausreichend Guthaben gesammelt, so kann er dieses in Kinotickets, DVDs oder Video-On-Demand-Abrufe eintauschen. Auch Spenden ist möglich. Seit dem Launch von Flimmer.de am 16. August 2012 hat das Portal bereits viele zehntausende aktive User angezogen. Im BAF-Blog vom 26. November 2012 hatten wir schon ausführlich über die Plattform Flimmer.de sowie ihr österreichisches Gegenstück Flimmit.com berichtet, das als junges Startup Unternehmen darüber hinaus ein Internet-Streaming-Projekt wie kein anderes ist.


Die Tournee des Deutscher Kurzfilmpreises beginnt in Saarbrücken.

Auch der Kurzfilm kommt beim Max Ophüls Preis nicht zu kurz. Im Rahmen des Festivals wird eine Auswahl von sieben Kurzfilmen ihre Premiere am 22. Januar 2013 feiern. Es sind Preisträger und Nominierte des Deutschen Kurzfilmpreises 2012, die ihre Kinotournee durch Deutschland auf dem Festival in Saarbrücken starten.

Im Programm sind die Kurzfilmpreis-Gewinner "Heimkommen" (Regie: Micah Magee), "Feiertage" (Christin Freitag, Hanna Mayser), "The Centrifuge Brain Project" (Till Nowak), "Ich fahre mit dem Fahrrad in einer halben Stunde an den Rand der Atmosphäre" (Michel Klöfkorn) und die nominierten Filme "Olgastraße 18" (Liv Scharbatke, Jörg Rambaum), "Zu Hause" (Nenad Mikalački) und "House" (Ahmad Saleh).

Das gesamte Kurzfilmprogramm der Kinotournee Deutscher Kurzfilmpreis umfasst 13 Filme, die nach der Premiere auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis ab März bundesweit in den Kinos zu sehen sein werden. Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für kurze Filme in Deutschland und wird vergeben von Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

Weitere Informationen zum Max Ophüls Preis unter: www.max-ophuels-preis.de
Quellen: Blickpunkt:Film | Filmecho | Flimmer

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