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CES- Consumer Electronic Show in Las Vegas 2013

Eine der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik findet wieder in Las Vegas statt.



Wie in jedem Jahr beginnt auch in diesem Jahr die Messesaison wieder Anfang Januar in Las Vegas. Vom 8.-11. Januar 2013 zeigt die CES, eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik, ihre Neuheiten, um die schwächelnde US-Wirtschaft anzukurbeln.

Natürlich sind wieder ein paar spektakuläre Ankündigungen vorab durchgesickert. Ob die angekündigten Produkte wirklich gezeigt werden und auch bald käuflich zu erwerben sind, bleibt einen Tag vor Messebeginn noch offen. Nach Europa kommen die neuen Produkte zumeist nicht so schnell, sondern werden erst im Herbst auf der IFA dem deutschen Publikum vorgestellt. Vor allem die asiatischen Hersteller sind durch die Globalisierung so übermächtig geworden, dass Neuigkeiten von deutschen Herstellern leider kaum noch eine Rolle spielen.

Laser-TV von LG
Noch im Jahre 1993 präsentierte die Schneider AG auf der Internationalen Funkausstellung den ersten eigenen Prototypen eines Laser-TV-Gerätes, das in Zusammenarbeit mit Daimler-Benz und der Jenoptik AG entwickelt worden war. Doch die Firma ging pleite. Dafür entwickelten andere Firmen das System zu Markreife weiter. Seit 2009 verkauft Mitsubishi ein eigenes, abgewandeltes Laser-TV-Gerät auf Rückprojektionsbasis, das allerdings nicht in Europa vertrieben wird. Die großen, teils klobigen Rückprojektionsgeräte haben sich bei uns im Privatbereich nicht durchgesetzt.

Einen anderen Weg kündigt nun der koreanische TV-Hersteller LG für die CES an. Nach dem überwältigenden Interesse, das die supergroßen Ultra-HD-Flachbildschirme verschiedener Hersteller beim IFA-Publikum 2012 hinterlassen haben, sollen zukünftige Geräte jetzt leichter, flacher und hoffentlich preiswerter werden. Mit der aufregend brillanten OLED-Technik ist man zurzeit allerdings noch an finanzielle Grenzen gestoßen. Nur kleinere bis mittlere Größen sind preiswerter zu produzieren. Ab Februar will LG sein lang angekündigtes erstes 55 Zoll OLED-Display in Korea für umgerechnet 7.800 Euro verkaufen. Bei größeren Bildschirmdiagonalen ist der Ausschuss offensichtlich noch zu hoch. Abhilfe könnte ein kleiner Beamer auf Laserbasis schaffen. Das helle Laserlicht lässt sich sogar auf eine fast schwarze Spezialleinwand werfen, die wie ein großer Flachbildschirm aussieht und dank des dunklen Hintergrundes die schwärzesten Filmbilder projizieren kann, die je eine Leinwand gesehen hat. Nicht einmal der Raum muss dazu abgedunkelt werden, was sicherlich ein nicht zu unterschätzender Kaufvorteil wäre, wenn tagsüber in hellen Wohnzimmern ferngesehen werden soll. Mit nur 50 cm Projektionsabstand kann angeblich ein bis zu 2,50 großes (=100 Zoll), hell strahlendes Bild auf die schwarze Leinwand geworfen werden. Um dunkle oder schwarze Flächen zu erzeugen, wird punktuell einfach weniger Licht benötigt, was sich zudem stromsparend auswirkt. Das System soll die Full-HD-Auflösung von 1080p erreichen.

4K Geräte dominieren auf der CES
Konkurrent Samsung hat dagegen ein 85-Zoll Ultra HDTV Gerät auf LED-Basis angekündigt, das mehr als 8 Millionen Pixel darstellen kann und somit die vierfache Auflösung von Full-HD erreicht. Dabei stellt Samsung nicht technische Details, sondern innovatives Design in den Vordergrund. Auch andere Hersteller wollen mit neuen 4K Geräten aufwarten. Außerdem will Samsung für einige seiner bisher verkauften TV-Geräte erstmals Upgrade-Platinen mit Speichererweiterungen vorstellen, die herkömmliche Flachbildfernseher in Smart-TVs verwandeln. Für die Konkurrenz sind solche Maßnahmen ein Dorn im Auge, sodass LG seinen koreanischen Mitbewerber Samsung wegen Nutzung zahlreicher OLED-Patente zurzeit verklagt, um der Einführung neuer Samsung-Techniken einen Riegel vorzuschieben. Samsung streitet die Nutzung fremder Patente natürlich ab, denn die eigene Technik weist angeblich Unterschiede auf, die man sich selber hat patentieren lassen. Deshalb wurde auch der Streit zwischen Apple und Samsung vorübergehend beendet. Die Firmen einigten sich, gewisse Produkte einer strittigen Produktreihe nicht mehr weiter im Heimatland des jeweiligen Herstellers zu verkaufen. Bei den schnellen Produktzyklen ist diese Vereinbarung natürlich nur Augenwischerei.

Tablets und Smartphones mit High-Resolution Auflösung
Nach dem schwachen Start von Windows 8 versucht Microsoft mit zahlreichen Partner, das Ruder doch noch rumzuwerfen und kündigt weitere Neuheiten an, um eine drohende Misere abzuwenden. Mit jeder neuen Version von Windows stiegen bisher die Absätze von PCs - nur diesmal nicht. Eine Fülle an neuen Laptops, Desktops, Hybrids, and Convertible PCs sollen deshalb von möglichen Nutzerproblemen und dem fehlenden Startbutton ablenken. Tatsächlich macht es aber bei Büroanwendungen einfach keinen Sinn, alles automatisch im Fullscreen-Modus des Metro-Designs zu starten, wenn Optionen wie die der Druckereinstellungen bei PDFs im Vollformat nicht mehr angezeigt werden.

Nicht so sehr in der Kritik steht dagegen das Windows Phone 8. Leider gibt es außer Nokia und HTC zurzeit keinen weiteren Windows Phone Hersteller. Samsung hat zwar ein Gerät angekündigt aber das Produkt bisher noch nicht freigegeben. Große Hoffnung setzt Nokia allerdings in ein eigenes Tablet mit Microsoft Betriebssystem. Das Besondere an dem 10-Zoll Lumia-Tablet soll das Schutzcover sein, das nicht nur vor Außeneinwirkung schützt, sondern eine Batterie enthält, die zusätzliche Akkulaufzeit bietet.

Auch von Google wird Neues erwartet. Der Konkurrent will zusammen mit seiner Tochterfirma Motorola ein neues Smartphone auf den Markt bringen und werkelt auch an einem eigenen Tablet. In der Vergangenheit hatte Google unter der Marke Nexus Android-Smartphones von den Herstellern HTC, Samsung, Asus und LG verkauft. Doch die Mitbewerber setzen zum großen Teil wieder auf Windows Systeme, was Google Pläne durchkreuzt. Dabei gibt es für Google nur ein erklärtes Ziel: Der Konzern will mit preiswerteren und simpleren Anwendungen all jene Microsoft-Office-Nutzer für sich gewinnen, die die erweiterten Funktionen der komplexen Bürosoftware nicht benötigen. Mit LG und Sony hat Google zudem neue Partner gewonnen, die dessen Google TV-Geräte vermarkten.

Immer mehr Systemkameras spiegellos.
Ebenfalls scheinen sich in der Fotobranche Umwälzungen anzubahnen. Die DSLRs sind wohl bald am Ende. Immer mehr Hersteller von Systemkameras setzen auf spiegellose Systeme. Canon kündigt nach der EOS-M ein weiteres Modell an; diesmal mit elektronischem Sucher. Auch Olympus hat einen Nachfolger der E-5 Spiegelreflexkamera avisiert, die ebenfalls keinen Schwingspiegel mehr aufweisen wird und sich durch neue Objektive mit schnellem Autofokus auszeichnet. Die Möglichkeit, ältere Objektive weiter zu nutzen, soll durch einen Adapter mit intergriertem Autofokus geben sein. Ob die Modelle Modelle schon rechtzeitig zur CES fertig werden, bleibt ungewiss. Sogar soll das Übertragen der Bilder auf den Computer einfacher werden. Toshiba wird auf der CES eine SDHC-Karte vorstellen, die mit integriertem Wi-Fi Modul ausgestattet ist. Über eine geringe Distanz lassen sich damit Fotos und Videos mit bis zu 560 Mbit pro Sekunde übertragen. Der Benutzer spart sich so das mühsame Entnehmen von Speicherkarten aus Kameras und Camcordern.

Neue Spielekonsolen in diesem Jahr?
Noch gibt es keine offizielle Ankündigung. Doch die Nachfolger der bekannten Konsolen Xbox von Microsoft und PS3 von Sony stehen in den Startlöchern. Die Spieleentwickler sind bereits vorbereitet und basteln an entsprechenden Software Produkten. Wann die Einführung kommt, bleibt unklar - vermutlich aber schon vor der Spielemesse E3 im Juni 2013, eventuell Anfang Januar 2013 auf der CES in Las Vegas oder Ende März 2013 auf der GDC in San Francisco. Die neue Xbox soll über eine Art Kinect 2.0 und endlich auch über ein Blu-ray-Laufwerk verfügen. Beim Sony Nachfolger rechnet man mit einer Integration von Google-TV in die Konsole, was durchaus Sinn macht, um vorhandene TV-Geräte dadurch mit Internet-TV aufzurüsten. In die Sony-Konsole soll außerdem vom Start weg eine Weiterentwicklung von Move integriert sein. Darüber hinaus soll es möglicherweise einen neu gestalteten Controller geben.

Link: www.cesweb.org
Quellen: Spiegel | Golem | ZDnet | Cnet

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