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    <title>Berliner Arbeitskreis Film e.V. - Verbände - Infos</title>
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    <description>News, Infos, Berichte aus der Film- und Fernsehbranche vom Berliner Arbeitskreis Film e.V.</description>
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    <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 21:45:05 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Berliner Arbeitskreis Film e.V. - Verbände - Infos - News, Infos, Berichte aus der Film- und Fernsehbranche vom Berliner Arbeitskreis Film e.V.</title>
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    <title>Zickzackkurs beim BKM, dem Kulturstaatsministerium </title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6955-Zickzackkurs-beim-BKM,-dem-Kulturstaatsministerium.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Wolfram Weimer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Kanzleramt, vertritt Deutschland in verschiedenen internationalen Gremien.&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:7373 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;78&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/BKM_Kulturstaatsminister.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bericht von Katharina Dockhorn&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 250 Millionen auf 204, so stellt sich Wolfram Weimer die Zukunft der deutschen Filmförderung im Bund vor. Erst Ende Mai hatte die Bundesregierung die Erhöhung der Etats von DFFF1, DFFF2 und GMPF beschlossen, und ein Gesetz über die Investitionsverpflichtung für Sender und Streamer angekündigt. Da rudert sie schon wieder zurück. Verwunderlich ist dies nicht, was nicht nur dem Sparzwang in allen Ressorts geschuldet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amerikanischen Streamingdienste machten im ersten Quartal das, was Politik und Branche von ihnen fordern. Rund 60 Millionen Euro erhielten sie im ersten Halbjahr 2026 für ihre Serienproduktionen, die sie nach Deutschland holen, oder für deutsche Serien. Damit sind aus dem GMPF schon mehr Mittel abgeflossen als im gesamten Jahr 2025, als rund 52 Millionen Euro ausgegeben wurden. Die Balance zwischen Streamern und Sendern war auch einigermaßen ausgeglichen. In diesem Jahr ist eine eklatante Schieflage zu verzeichnen, denn die Sender profitieren nur von etwas mehr als 10 Millionen Euro Fördergelder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Aus Film- wird Serienförderung&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steamer investieren ausschließlich in Serien – den Passus, der von ihnen auch Investitionen in Kinofilme fordert, haben sie erfolgreich aus der Investitionsverpflichtung rausverhandelt. Und auch im Vergleich zwischen Serien- und Kinofilmförderung zeichnet sich ein eklatantes Missverhältnis ab. Knapp 30 Millionen Euro wurden über den DFFF1 in deutsche Kinofilme aller Genres sowie internationale Koproduktionen investiert. Einen unerklärbaren Einbruch gibt es indes beim DFFF2. Riefen die deutschen Dienstleister 2025 noch rund 56 Millionen Euro für sieben Projekte ab, sind in diesem Jahr aus diesem Topf nicht mal eine Million Euro ausgegeben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand braucht bei dieser Schieflage Prophet zu sein, um zu fürchten, dass sie auch auf das Zuschauerverhalten durchschlägt. Während die durchschnittlichen Budgets deutscher Kinofilme seit zwei Jahren gesunken sind. profitieren die Streamingdienste für ihre Hochglanzprodukte. Hinter der Kamera entstehen durch ihre Investitionen viele gut bezahlte Arbeitsplätze. An der Spitze der Besetzungsliste von Serien wie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Wild Things“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„The Boys from Brazil“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; stehen indes Namen wie Andrew Garfield und Jude Law, oder Matthew Macfadyen, Hugh Laurie und Charlie Hunnam. Einzig Daniel Brühl und August Diehl sind von deutscher Seite bei den Leads, ansonsten muss sich die deutsche Schauspielgarde eher mit Nebenrollen begnügen. Sie müssen sich dann um die Rollen im deutschen Film bewerben, bei dem unter der Hand immer wieder durchklingt, dass die von der Politik geforderten Tarifverträge nur Makulatur sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kürzung trotz geleerter Töpfe&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politik rechnet damit, dass die 250 Millionen Euro in diesem Jahr abfließen. Schon alleine, weil über 40 Millionen von schon im Vorjahr verplant worden sind. Zum Beispiel für einen Film wie Andreas Dresens &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Alte Liebe“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;. Gedreht wurde im Herbst, in die Postproduktion ging es in diesem Jahr. Die FFA als Verwalter der drei Fördertöpfe kann die Gesamtförderung zusagen, da im Bundeshaushalt immer so genannte Verpflichtungserklärungen für kommende Haushaltsjahre angekündigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Kinofilm wird wohl auch 2026 wieder bei rund 60 Millionen Fördergeldern landen – es sei denn, es kommt noch eine Hollywood-Großproduktion mit deutschem Partner. Ob die 250 Millionen wirklich ausgegeben werden können, hängt zum einen an den Dienstleistern, zum anderen an vielen weiteren Serienprojekten. Einige Projekte, die jetzt in einem der drei Töpfe beantragen, werden auch erst im kommenden Jahr einen Teil der Mittel abrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Programmiertes Windhundrennen?&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Erfolgsgeschichte will das BKM kürzen, 204 Millionen plus 60 Millionen Verpflichtungserklärungen für 2028 sind im Etatentwurf 2027 vorgesehen. Es könnte zu einem Windhundrennen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwunderlich ist diese Kürzung durch Wolfram Weimer nicht – und bei der Ursachenforschung muss sich die Branche auch an die eigene Nase fassen. Monika Grütters und Bernd Neumann wurden für jede Million frenetisch gefeiert, die sie beim DFFF oder GMPF draufpackten. Für Wolfram Weimer gab es bei der Lola-Verleihung nur einen kleinen, lauen Applaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kaum Chancen auf Nachbesserungen bei Investitionsverpflichtung&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Lust scheint ebenso gering, an der Investitionsverpflichtung noch Änderungen vorzunehmen. Auch wenn sich seine Beamten in vielen Runden die Forderungen aus der Produzentenschaft anhören. Es wird wohl bei den 8% bleiben, die Sender und Streamer investieren müssen. Und auch bei der jetzt geplanten, nur konsequenten Rechteregelung. Im Gegensatz zum Entwurf von Claudia Roth, planen die Beamten von Weimer ohne die Bundesländer. Bekanntlich hatte sie vorgesehen, dass Deutschland ein Steueranreizmodell bekommt, dass von Bund und Ländern gemeinsam getragen werden sollte. Folglich galten bei der Berechnung der Zeiträume für den Rechterückfall auch die Förderbeträge von Bund und Ländern als Eigenkapital. Jetzt geht es bei DFFF und GMPF nur um Bundesmittel, und im Gesetz über die Investitionsverpflichtung werden folgerichtig nur die Bundesmittel als Eigenkapital angerechnet. Was ein Vorteil für die Empfänger der kulturellen Filmförderung des Bundes ist. Über das FFG generierte Mittel werden dagegen nicht angerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Klage gegen Investitionsverpflichtung in Frankreich&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufregung um das Gesetz könnte sich aber bald in heiße Luft auflösen. Netflix, Disney und andere Streaminganbieter haben in Frankreich gegen die Investitionsverpflichtung Klage eingereicht. Sie argumentieren, dass Quoten für Dokumentarfilme und ähnliches in ihre Programmautonomie eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Argumentation kommt dem Betrachter bekannt vor, auch hier wird dies beklagt, auch hier gibt es Vorschriften, was und in welcher Sprache produziert werden soll. Die Haltung der Verwerter wird von einem Gutachten gestützt, dass der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Masi für Amazon geschrieben hat. Dem BKM liegen die Einwände vor, Ole Püschel versprach in München deren Prüfung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prozesse werden sich wohl über Jahre hinziehen. Sollten die Streamer in Frankreich Erfolg haben, hätte das Konsequenzen für ganz Europa. Die deutschen Produktionsfirmen könnten sich dann vielleicht wünschen, dass sie dem Vorschlag von Wolfram Weimer gefolgt wären, und sie sich mit einer freiwilligen Verpflichtung von Sendern und Streamer angefreundet hätten. Und sie nicht einseitig nur auf ihre SPD-Connection gesetzt hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links: &lt;a href=&quot;https://kulturstaatsminister.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;kulturstaatsminister.de&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;https://www.ffa.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.ffa.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 15:00:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>VdA-Panel beim Filmfest München 2026 </title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6948-VdA-Panel-beim-Filmfest-Muenchen-2026.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;In diesem Jahr dreht sich beim Filmfest München alles um das Thema »Filmbranche unter Druck – bewahren, verändern, neu erfinden« – „Krise oder das neue Normal? – Ende oder Neuanfang?“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:2084 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;434&quot; height=&quot;76&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/VdA_Agenturen_Verband.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater e.V. (VdA) veranstaltet am &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;28. Juni 2026&lt;/font&gt; im Rahmen von Filmfest München eine Podiumsdiskussion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Thema:&lt;/strong&gt; Wie wirkt sich die aktuelle Krise der Filmbranche auf Kreative der Bereiche Schauspiel, Agenturen, Casting und Produktion aus.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck steigt auf allen Seiten: weniger Produktionen, unsichere Jobperspektiven und wachsende Anforderungen prägen den Markt. Gerade Agent:innen sind dabei zentrale Stabilisatoren – sie entwickeln Karrieren, sichern faire Bedingungen und schaffen Orientierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Titel &lt;strong&gt;„Krise oder das neue Normal? – Ende oder Neuanfang?“&lt;/strong&gt; diskutiert der VdA anlässlich von Filmfest München 2026 gemeinsam mit Vertreter:innen aus Casting, Produktion und Schauspiel u.a. diese Fragen: Sind wir am Ende oder ist es ein Neuanfang? Wie wirken sich die Veränderungen ganz konkret auf Arbeitsrealitäten, Entscheidungen und künstlerische Karrieren aus? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Podiumsgäste sind: Casting Director Daniela Tolkien (BVC), Schauspieler Beka Bediana (BFFS, Mitglied des Vorstandes), Carola Studlar (VdA) und Dr. Claudia Thieme (Ausführende Produzentin). Die Moderation übernimmt Annabelle Mandeng, Schauspielerin, Produzentin und Moderatorin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Dem VdA ist es dabei besonders wichtig, Perspektiven aus allen relevanten Bereichen zusammenzubringen – um den Dialog zu verbinden und aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu beleuchten. Umso mehr freuen wir uns, dass es gelungen ist, das Panel interdisziplinär zu besetzen“&lt;/em&gt;, so die VdA-Vorstände Ulrich Meinhard (Vorsitzender), Marcel Fechenbach und Tim Koller. &lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;28. Juni 2026&lt;/font&gt; von &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;17:00 bis 18:30 Uhr&lt;/font&gt; in der Hochschule für Fernsehen und Film (&lt;a href=&quot;https://www.hff-muenchen.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;&lt;strong&gt;HFF&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;) im Rahmen der Filmfest München Industry Days statt. Zugang haben Akkreditierte des Filmfestes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater e.V. (VdA) wurde am 27. März 1998 von 16 Künstleragenturen in Berlin gegründet und vertritt seit mehr als 28 Jahren die Interessen von privaten Künstleragent*innen in den Bereichen Film, Fernsehen und Bühne im deutschsprachigen Raum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktuell 34 Mitgliedsagenturen repräsentieren rund 1.600 Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Autor*innen und weitere Gewerke. Zu den zentralen Anliegen gehören u.a. die Stärkung und Qualitätssicherung des Berufsbilds des Künstleragenten, die Beteiligung an Gesetzgebungsvorhaben sowie film- und medienpolitischen Themen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VdA ist außerordentliches Mitglied der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), Mitglied im Deutschen Medienrat und Gründungsmitglied der Themis Vertrauensstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://verband-der-agenturen.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;verband-der-agenturen.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://jellypress.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Jelly Press&lt;/a&gt; - Agentur für Public Relations &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 23:56:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Buh-Rufe für Wolfram Weimer vorprogrammiert, wenn am 29. Mai der Deutsche Filmpreis verliehen wird</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6920-Buh-Rufe-fuer-Wolfram-Weimer-vorprogrammiert,-wenn-am-29.-Mai-der-Deutsche-Filmpreis-verliehen-wird.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Die Branche ist unzufrieden mit dem Resultat der großen Filmreform, nachdem die Bundesregierung am Mittwoch den Entwurf der Medien-Investitionsverpflichtung beschlossen hat.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;345&quot; height=&quot;194&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/DFFF-Logo-BKM.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wenig Beifall wollte sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer morgen doch abholen, wenn in Berlin die Lolas verliehen werden. Und so hat die Bundesregierung am Mittwoch den Entwurf der Medien-Investitionsverpflichtung beschlossen, die im Wesentlichen den bereits bekannten und hier besprochenen Eckpunkten folgt. Damit fließen auch die 250 Millionen Euro, die im Etat der BKM für die Förderung bereitgestellt sind. Doch statt Jubel in der Branche, brach ein Sturm von Unmut über den Minister herein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit Jahren angekündigte und mit der Branche heiß diskutierte Reform der Filmförderung mit ihren drei Säulen &lt;strong&gt;FFG&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Investitionsverpflichtung&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;DFFF&lt;/strong&gt; bleibt weit unter den Erwartungen zurück. Sie ist zudem Stückwerk, bei dem die einzelnen Rädchen kaum ineinanderpassen, und sich die Effekte aufheben. Statt massenweise Popcorn für Filmhits made in Germany, wie es der Minister ankündigt, wird es wohl eher entsetzte Gesichter in der Branche und unter den Zuschauern geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Millionen können nicht ausgegeben werden&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir mal ein Rechenbeispiel, einfacherweise einen Film mit einer Million Euro Budget. Bis Ende 2024 konnten die Produzenten über den DFFF automatisch 240.000 Euro Förderung erhalten, 260.000 sammelten sie in Europa und bei den regionalen Förderungen ein. Dazu kamen die kulturelle Filmförderung des Bundes, Projekt und Referenzförderung durch die FFA, die die Filmabgabe verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 erhöhte die Bundesregierung ihren Anteil. Nun waren es 300.000 vom DFFF und 200.000 aus anderen Fördertöpfen. Trotzdem gingen die Budgets nicht wie erhofft in die Höhe, sondern sanken. Ab 1. Juli 2026 könnte nun bei einer Verdoppelung der Filmförderung des Bundes theoretisch mit 2 Millionen Budget kalkuliert werden. 600.000 Euro Förderung vom DFFF, 400.000 Euro von den Ländern. Diese Summe ist aber bei den Regionalförderern nicht darstellbar, da ihre Etats mit Ausnahme Hamburgs nicht gestiegen sind. Also zurück auf 260.000, plus 390.000 DFFF. Für das Budget heißt das, 650.000 Euro Förderung, insgesamt 1,3 Millionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Eigenanteil kaum darstellbar&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun muss aber noch der Eigenanteil am Markt dargestellt werden, der sich von 500.00 auf 650.000 Euro erhöht. Doch woher nehmen? Von den bis auf wenige Ausnahmen klammen Verleihern, deren Förderung nicht steigt? Oder den Sendern und Streamern? Hier käme jetzt die Investitionsverpflichtung ins Spiel. Doch Wolfram Weimer oder zumindest seine Beamten kennen den Markt. Bei den Öffentlich-rechtlichen ist der Spardruck groß, da ist wenig zu holen. Pro7/Sat1 bleibt hoffentlich verlässlicher Partner des Mainstream-Kinos. Bleiben RTL und Sky, die Münchner engagieren sich aber bereits bei der Auswertung der VoD-Rechte. Bei beiden ist auch die Gefahr groß, dass sie ihre direkten Leistungen an die Regionalförderer einschränken oder die Zahlungen beenden, wenn sie mehr direkt in die Filme investieren müssen. Was den Spielraum bei den Ländern einschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netflix, Amazon, Apple und Disney investieren kaum ins deutsche Kino, bei HBO und anderen Anbietern ist fraglich, ob sie überhaupt unter das Gesetz fallen. Diese Streamer werden zur Erfüllung der Investitionsverpflichtung aber eher weiter auf beliebte Einzelstücke und Serien setzen, die sie direkt auswerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Was bringt der Rechterückbehalt?&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus dieser Zwickmühle rauszukommen, hatte die Branche eine Idee. Ihr Eigenkapital muss dringend gestärkt werden, und das könnte über den Aufbau eines attraktiven Rechtestocks gehen. Doch bei dieser Idee geht das BKM nicht wie gewünscht mit. Bei Kinofilmen wird es wohl meist beim Rechterückfall nach fünf Jahren bleiben, wie es das FFG vorsieht. Bei den Serien und Einzelstücken der Streamer wird der Zeitraum zwischen drei und sieben Jahren liegen. Die Anzahl der Titel, die sich nach diesen Zeiträumen noch monetarisieren lässt, ist überschaubar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dies zu ändern, könnten die Inhalte in den Fokus rücken. In Cannes war unübersehbar, dass die deutsche Branche wieder einen Trend verschlafen hat. Die großen Stars Hollywoods und des europäischen Kinos drehen mit den renommierten Regisseuren und Filmemacherinnen aus aller Welt. Die Filme verkaufen sich prächtig, „Fjord“ wird in mehr als 50 Territorien laufen. Dabei kann mit Renate Reinsve und Sebastian Stan geworben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Nur alte weiße Männer sprechen über Inhalte&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Dokumentarfilm habe wichtige inhaltliche Veränderungen bei den Zuschauerwünschen verpasst, analysiert Produzent Martin Hagemann in einer Studie für die AG Dok. Gefördert werde das Bewährte, weshalb bei den Filmemachern eine Schere im Kopf entstehe. Bemerkenswert ist dabei, dass Hagemann wie Martin Moszkowicz, über dessen Thesen wir berichteten, seit Jahrzehnten in der Branche sind. Für die Jüngeren gehören sie zu den alten weißen Männern. Wo bleiben aber ihre kreativen Ideen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, da gab und gibt es Dogma. Vor 30 Jahren krempelten Dänemarks Filmemacher und Filmemacherinnen den Markt mit dieser Marketing-Idee um. Ihre Nachfolger meldeten sich 2025 mit dem Konzept zu „Dogma 25“ zurück. Auf den Zug sprangen nur fünf deutsche Filmemacher auf, darunter Nora Fingscheidt, Tom Tykwer und Ilker Catak. Unter anderem wollen sie ihre Drehbücher mit der Hand schreiben, was wohl die KI ausschließen soll. Und auf jegliche Förderung verzichten, die an inhaltliche Bedingungen geknüpft ist. Das sind aber DFFF und FFG berechtigterweise vorhanden. So dass man abwarten darf, was aus dem Schwur wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem drängt sich die Frage auf, wo bleibt das Eigene? Es gab ja mal Zeiten, in denen der deutsche Autorenfilm und die Berliner Schule weltweit in aller Munde waren –weil sie eigene künstlerische Akzente setzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Branche mit konkreten Wünschen&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch kommen wir zurück auf die Reaktionen der Branchenvertreter auf Wolfram Weimer. Sie fordern kräftige Nachbesserungen im Medien-Investitionsgesetz im parlamentarischen Verfahren. Natürlich halten sie die von Weimer vorgesehen 8% auf die hiesigen Umsätze für zu niedrig. Um den Satz ist ein erbitterter, bizarrer Streit entstanden. Weimer argumentiert bei dwdl.de richtig, dass er über dem europäischen Durschnitt läge. Produktionsallianz, Filmakademie, AG Dok und PROG Producers of Germany halten dagegen, dass Deutschland unter dem Durchschnitt läge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz, argumentiert verklausuliert, wie die Firmen die Regeln für den Rechterückfall aufweichen wollen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Öffentliche Fördermittel aus Bund-, Länder- oder internationalen Fördersystemen müssen daher konsequenterweise dem Finanzierungsanteil der Hersteller zugerechnet werden.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang rechnet das BKM nur die steuerfinanzierten Mittel des Bundes dem Eigenanteil der Produzierenden zu. Kämen die anderen Systeme hinzu, würden die Rechte früher an die Firmen zurückfallen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne Binninger, Ko-Vorsitzende der AG DOK, legt den Finger in die Wunde der geplanten Verdoppelung der Einstiegsbudgethürden beim DFFF zum 1. Juli 2026: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Nun ist es vor allem wichtig, das Ineinandergreifen der einzelnen Elemente der Reform klug abzustimmen, um sicherzustellen, dass die Neuerungen allen Gattungen und Budgethöhen der Film- und Streaming/TV-Industrie zugutekommen.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Heisler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Filmakademie, hat sich den Rechterückbehalt vorgenommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Entscheidend wird jetzt sein, dass das Gesetz dort nachgeschärft wird, wo nachhaltige Wertschöpfung entsteht: beim Rechterückbehalt unabhängiger Produzent*innen und bei fairen Investitionsbedingungen.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Und last but not least zielt Tanja Georgieva-Waldhauer, Mitglied des Vorstands von PROG Producers of Germany, auf die Inhalte, formuliert aber zunächst, worum es eigentlich geht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Die inhaber*innengeführten Unternehmen gewährleisten seit Jahrzehnten nachhaltige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit tausenden deutschen Filmschaffenden und Dienstleistern. Sie sichern Arbeitsplätze, stärken dauerhaft den deutschen Mittelstand und tragen mutige Stoffe und gesellschaftlich relevante Themen auf die internationalen Filmfestivals und Märkte. Genau diese unternehmerische und filmische Vielfalt muss gestärkt werden.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Politik zeigt sich zufrieden&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Politik scheint indes zufrieden – von NRWs Medienminister Daniel Liminski bis zu Sven Lehmann. Der grüne Vorsitzende des Kulturausschusses ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er Wolfram Weimer unterstützt. Vielleicht will sich die Partei einfach nur ein wenig die Reform auf die eigene Guthabenliste schreiben. Schließlich wurde sie von Claudia Roth begonnen, die aber ganz anderes im Sinn hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem soll der Entwurf bereits bei der EU-Kommission liegen, von der das Gesetz abgesegnet werden muss. Gravierende Änderungen sind daher nicht mehr zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Katharina Dockhorn&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Der Deutsche Filmpreis wird am Freitag, 29. Mai 2026 verliehen.&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Christian Friedel moderierte Gala wird am selben Abend im Ersten übertragen: ab &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;19:00 Uhr&lt;/font&gt; als Livestream in der ARD Mediathek sowie um &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;22:20 Uhr&lt;/font&gt; im Ersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Filmpreis ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der Deutschen Filmakademie Produktion GmbH. In diesem Jahr ist die ARD Degeto Film für die Ausstrahlung im Ersten und in der ARD Mediathek redaktionell verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://www.deutscher-filmpreis.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.deutscher-filmpreis.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 28 May 2026 22:30:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>VdA besorgt über angekündigte Kürzungen des MDR</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6940-VdA-besorgt-ueber-angekuendigte-Kuerzungen-des-MDR.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Der Verband der Agenturen (VdA) beobachtet die angekündigten Kürzungen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mit großer Sorge. Reformen ja – Abbau von Programmvielfalt und Arbeitsplätzen nein!, sagt auch die Produktionsallianz.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:2084 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;434&quot; height=&quot;76&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/VdA_Agenturen_Verband.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geplante dreijährige Aussetzung neuer Produktionen von &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Tatort“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Polizeiruf 110“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; ist weit mehr als eine einzelne Programmentscheidung. Sie trifft den Produktionsstandort Deutschland in einer ohnehin angespannten Lage der Film- und Fernsehbranche massiv. Betroffen sind Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Autorinnen und Autoren sowie zahlreiche weitere Gewerke vor und hinter der Kamera. Für den VdA ist klar: Hier wird nicht an der Peripherie gespart, sondern im Kern des kulturellen Auftrags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentlich-rechtliche fiktionale Produktionen schaffen Beschäftigung, Sichtbarkeit, regionale Identität und kulturelle Vielfalt. Gerade Formate wie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Tatort“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Polizeiruf 110“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; wurden über Jahrzehnte bewusst als Geschichten aus der Region für die Region entwickelt und produziert. Ihr Wegfall bedeutet deshalb nicht nur weniger Arbeit, sondern auch weniger kulturelle Sichtbarkeit und weniger regionale Perspektiven im gesamtdeutschen Fernsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders problematisch ist dabei, dass der private Produktionsmarkt die entstehenden Lücken derzeit nicht auffangen kann. Weder private Sender noch internationale Streamingplattformen werden kurzfristig jene kulturellen und wirtschaftlichen Strukturen ersetzen können, die durch den Rückzug öffentlich-rechtlicher Produktionen verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in dem Moment, in dem die Branche nach schwierigen Jahren vorsichtig hoffte, der Produktionsstandort Deutschland könne wieder etwas aufatmen, wirkt diese Ankündigung wie ein Schlag ins Gesicht vieler Kreativer. Der öffentlich-rechtliche Auftrag umfasst ausdrücklich auch Kultur und Unterhaltung mit öffentlich-rechtlichem Profil. Fiktionales Erzählen ist deshalb kein verzichtbarer Luxus, sondern Teil dieses Auftrags und Ausdruck kultureller Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VdA fordert daher eine verlässliche Rundfunkfinanzierung auf Grundlage der Empfehlungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), eine Neubewertung der Aussetzung zentraler fiktionaler Formate sowie einen strukturierten Dialog zwischen Politik, Sendern und Branche. Wer heute die fiktionale Produktion schwächt, spart nicht an Unterhaltung. Geschwächt wird ein Teil der kulturellen Identität, der demokratischen Substanz und der Wirtschaftskraft der Regionen und unseres Landes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meinhard (Vorsitzender), Marcel Fechenbach und Tim Koller&lt;br /&gt;
Vorstand des Verbandes der Agenturen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://verband-der-agenturen.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;verband-der-agenturen.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Nikola Mirza (Jelly Press)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:7290 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;192&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Produktionsallianz_der_Produzenten.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mitteldeutsche Rundfunk MDR hat Einschnitte im Programmangebot angekündigt, die u.a. das Aussetzen von Neuproduktionen von &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Tatort Dresden“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Polizeiruf 110“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; für die kommenden drei Jahre bedeuten. Die Produktionsallianz hält dies für eine falsche Entscheidung, die dringend überdacht werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu erklärt die CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz Michelle Müntefering: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Die Produktionsallianz sieht die geplante Aussetzung von Tatort Dresden und Polizeiruf 110 mit Sorge. Denn: Diese Formate sind herausragende Beispiele des öffentlich-rechtlichen Programms, die seit Jahrzehnten nicht nur für kreative Vielfalt, sondern auch für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung in der Region sorgen. Sie bilden dazu Lebensrealitäten ab und stoßen Debatten an. Gerade darin liegt ihre besondere gesellschaftliche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für uns ist klar: Menschen zu erreichen über Kopf und Herz ist Teil des öffentlich-rechtlichen Auftrags, dazu gehören Information wie gute Unterhaltung gleichermaßen auch in Zukunft: Reformfähigkeit ist notwendig – der ÖRR darf dabei aber nicht unter die Räder kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Mitteldeutschland wären die Folgen eines Produktionsstopps zudem erheblich, denn sie bedeuten den Abbau von Produktionsstrukturen und den dauerhaften Verlust tausender Arbeitsplätze. Zahlreiche mittelständische Unternehmen in der Region wären davon betroffen. Die geplante Aussetzung ist auch deswegen die falsche Entscheidung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dominoeffekt auf weitere fiktionale Formate muss verhindert werden. Die Produktionsallianz erwartet, dass diese Entscheidung überdacht wird - und im Gespräch mit den Produzentinnen und Produzenten tragfähige Lösungen entwickelt werden.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://produktionsallianz.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;produktionsallianz.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 19 May 2026 10:04:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Filmförderung: Der große Wurf bleibt aus</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6935-Filmfoerderung-Der-grosse-Wurf-bleibt-aus.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Kulturstaatsminister Wolfram Weimer lässt die Branche in Cannes schmoren.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;345&quot; height=&quot;194&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/DFFF-Logo-BKM.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Katharina Dockhorns Kommentar zur Filmförderung&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rote Teppich im deutschen Pavillon in Cannes ist ausgerollt, der deutsche Film feiert sich auf diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten einmal mehr selbst. Dabei sind die Aussichten für die deutsche Branche düster. Allgemein war erwartet worden, dass sich die Bundesregierung auf Vorschlag von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im Vorfeld ein Signal setzt und das Investitionsverpflichtungsgesetz durchwinkt. Damit wären die 120 Millionen mehr für den DFFF frei, die im Bundeshaushalt für 2026 eingestellt sind. Zudem wäre der Irrweg German Motion Picture Fund passe, der von der EU nie genehmigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Seitenlinie meldet sich indes Altproduzent Martin Moszkowicz, jahrelang CEO der Constantin Film, im „Spiegel“ mit einer Wortmeldung, die klar macht, dass die gegenwärtige Novellierung der Filmgesetzgebung das Wort Reform nicht verdient. Es wird nur Geld umverteilt zu Gunsten der Produzenten und Produzentinnen. Wer deren Produkte sieht oder besser sehen kann, ist nebensächlich. Alte Strukturen aus dem 20. Jahrhundert werden zementiert statt sie insbesondere für den kommerziellen Film zu hinterfragen. Die Produktionsallianz denkt nur an das eigene Auskommen und nicht an den Zuschauer. Über Inhalte spricht niemand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Neues Betriebssystem fürs Kino&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moszkowicz spricht von einem neuen Betriebssystem des Kinos, mit dem die Branche die Aufmerksamkeit des Publikums finden müsse. Als Beispiel nennt er &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Minecraft“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Sqid Game“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, bei denen die Macher gleich ein ganzes Ökosystem um Film, Serie und Game geschaffen haben. Das Mainstream-Kino bleibt dabei das beste Monetarisierungsmittel, wenn es begreift, dass es heute einen Event-Charakter hat. Außerdem beklagt er erneut, was in der Branche seit Jahren ein offenes Geheimnis ist. Die FFA erhebt fleißig Zahlen über den Kinobesuch. Ihre Analyse geht aber nicht wirklich in die Tiefe, weil zu viele Player aus den Ergebnissen in ihrem Marktsegment ein Staatsgeheimnis machen. So melden Verleiher nur Gesamtzahlen, ebenso die Kinos, aber es ist nicht klar, wer, wann und warum ins Kino ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fehlt auch eine Analyse, ob die Digitalisierung der Kinos den gewünschten Effekt gebracht hat, dass das Programmangebot gerade an kleineren Standorten breiter geworden ist. Bei der Masse an Neustarts gehen viele Titel an den Zuschauern in der Fläche vorbei. Dazu kommt eine zunehmend zentralisierte Presse, die gar nicht mehr auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen kann. Influencer sind da kein Ersatz, dort hat nur der Mainstream Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Veraltete Strukturen werden durch Reform zementiert&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbissen kämpft die Branche um ihr bewährtes Fördersystem, zu dem jeder sein Scherflein beitragen soll. Fernsehen und Streamer sollen zahlen, auch wenn sie mit den Produkten nichts anfangen können. Und machen sie das nicht freiwillig, müssen sie vom Gesetzgeber gezwungen werden. Das nennt sich dann Investitionsverpflichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar wurden die neuen Eckpunkte bekannt, mittlerweile machen in der Branche zwei weitere Entwürfe des Gesetzes die Runde. Letzterer enthält zwei Änderungen auf Wunsch des Finanzministeriums. Publik sind sie nicht, weshalb es schon merkwürdig anmutet, wenn sich Produktionsallianz und der Verband technischer Betriebe dazu mit Pressemitteilungen melden, die kein Beobachter einordnen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;1,5 Millionen Kosten bei Einführung der Investitionsverpflichtung&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Hand werden sie weitergereicht. Bleiben wir mal bei den Kosten für das Investitionsverpflichtungsgesetz. Sie schlagen erstmal mit rund 350.000 beim Bund für die Kontrolle und mit gut einer knappen Million Euro für die Bewältigung der Bürokratie in der Branche zu Buche. Der Staat zahlt drauf, und die Produktion wird nochmals teuer – ohne dass der steuerzahlende Zuschauer was davon sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus dem Februar bekannten Eckpunkte sind so geblieben. Streamer und Sender sollen 8% ihres Nettoumsatzes in Deutschland bzw. ihrer Programmkosten in audiovisuelle Werke investieren. Davon sollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;- mindestens 60 Prozent für Investitionen in die Herstellung neuer europäischer audiovisueller Werke aufgewendet werden;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- mindestens 80 Prozent in europäische audiovisuelle Werke investiert werden, die eine deutsche kulturelle Prägung aufweisen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- mindestens 70 Prozent in europäische audiovisuelle Werke investiert werden, die von unabhängigen Filmherstellern erstellt werden.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Unterquoten wie in Frankreich für Kinofilme, wie sie Claudia Roth einst auch vorgeschlagen hatte, sind nicht vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Lobby der Produzenten unzufrieden mit Entwurf&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktionsallianz fordert indes höhere Quoten, sie will den Rahmen ausschöpfen, den die EU gelassen hat. Danach können die Länder bis zu 25% gehen. Diesen Rahmen hat ein Land ausgeschöpft. Deutschland liegt im Mittelfeld. Höher sind die Quoten in Frankreich und Italien, in Dänemark ungefähr gleich, in Spanien und den anderen Ländern darunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbissen kämpfen die Produktionsunternehmen um den Rechterückbehalt, am liebsten hätte sie bei Titeln, die Sender oder Streamer komplett bezahlt haben, die Rechte schnell zurück. Diesen Ansatz hatte Claudia Roth zunächst übernommen, war aber bereits zurückgerudert. Nun ist folgende Regel angedacht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;- bei einem Eigenanteil des Herstellers von unter neun Prozent der Gesamtherstellungskosten sofern der Hersteller die wesentlichen Rechte einbringt, die dem Werk zugrunde liegen, maximal für sieben Jahre,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bei einem Eigenanteil des Herstellers von neun Prozent bis zu 30 Prozent der Gesamtherstellungskosten maximal für sieben Jahre,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bei einem Eigenanteil des Herstellers von über 30 Prozent bis zu 50 Prozent der Ge-samtproduktionskosten maximal für fünf Jahre und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bei einem Eigenanteil des Herstellers von über 50 Prozent der Gesamtproduktionskosten maximal für drei Jahre.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Als Eigenanteil zählen auch die steuerfinanzierten Bundesmitteln gewährte Förderung, was die Filmabgabe ausschließt, die „Spot“ dazurechnete. Alle Kinofilme, die mit 50% Steuergeldern aus verschiedenen Quellen plus dem im DFFF geforderten Eigenanteil der Unternehmen erstellt werden, dürften daher bei drei Jahren landen. Was zumindest bei einigen Titel auf wenig Gegenliebe der Verwerter treffen dürfte, die im Home-Entertainment-Bereich weiter auswerten wollen. Auf der anderen Seite sind diese Zeiträume für die Produktionsallianz zu lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Neue Geschäftsmodelle in Gefahr?&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist fraglich, ob es nicht auch neue Geschäftsmodelle killt. Seit „Babylon Berlin“ finanzieren Pay- TV und öffentlich-rechtliche Sender gemeinsam. Mehrmals wanderten Serien nach der Ausstrahlung bei ARD oder ZDF nicht in deren Mediatheken, sondern bei Streamern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweifel kann das Gesetz sogar kontraproduktiv für die Produktion in Deutschland sein, die mit der Förderung des DFFF im Land gehalten werden sollen. Mit seinen potentiell international attraktiven Titeln könnten alle Verwerter, die schon heute mehr als 8% ihres Umsatzes in Deutschland ausgeben, weiter einen großen Bogen um Deutschland machen und auf Tschechien und Ungarn setzen, die keine Investitionsverpflichtung kennen. Auch die neuen Richtlinien des DFFF mit einer Obergrenze von 25 Millionen pro Titel macht es ihnen ebenso wie Hollywoods Studioproduktionen leicht, Deutschland die kalte Schulter zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamten Reformen wirken, als seien sie nicht bis zum Ende gedacht. Es ist nicht zu erwarten, dass die 250 Millionen in den Etats von DFFF und GMPF in diesem Jahr ausgegeben werden, da auch die Budgets weiter sinken. Die einzigen, die sich freuen, sind die Kinos. Wenn zehn Millionen am Jahresende übrigbleiben, geht das Geld an sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wenigstens das Gesicht wahren&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cannes muss die Branche beim Verhandeln und Champagnerschlürfen indes gute Miene zum bösen Spiel machen. Da Gesetzentwurf und Richtlinie noch nicht verabschiedet sind, ja offiziell nicht mal bekannt sind, kann sie nur mit der Hoffnung auf Besserung werben. Und hat immer im Hinterkopf, besser wird es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wenig hat sie sich diesen Stau auch selbst mit ihrer peinlichen Show auf dem Produzententag am Tag der Berlinale-Eröffnung zuzuschreiben. Niemand stellt einen Minister so bloß, wie es die Branche an diesem Donnerstag getan hat. Peinlich war auch der Empfang für Ole Püschel, dem wichtigsten Mann im BKM für die Gesetzgebung, auf einer Branchenveranstaltung in Berlin behandelt wurde. Denn das BKM sitzt letztlich am längeren Hebel. Das mag man für kleinlich und nicht sachorientiert halten. Aber jeder weiß doch unter der Hand, wer wirklich im Hintergrund an ihnen vorbei die Fäden bei dieser Gesetzgebung zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 14 May 2026 22:56:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://baf-berlin.de/blog/archives/6935-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>DFFF-Richtlinien-Entwurf mit gravierendem Geburtsfehler</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6931-DFFF-Richtlinien-Entwurf-mit-gravierendem-Geburtsfehler.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht erneut in der Kritik. Sogar der Deutsche Kulturrat schreibt heute, dass man nach einem Jahr seiner Amtszeit noch nicht erkennen kann, was sein kulturpolitisches Projekt ist.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;345&quot; height=&quot;194&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/DFFF-Logo-BKM.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aktueller Bericht von Katharina Dockhorn zur Filmförderung.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Stell dir vor, in Staat will 120 Millionen in die Produktion investieren und damit Arbeitsplätze sichern, aber keiner greift richtig zu. Weil das gleiche Land Richtlinien aufstellt, die den Standort im internationalen Wettbewerb nicht grundlegend attraktiver machen. Auf diesen Nenner lässt sich der Entwurf für die Richtlinienänderung von DFFF1, DFFF2 und GMPF bringen, der jetzt an die betroffenen Verbände verschickt wurde.&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Die Höchstförderung pro Projekt bleibt bei 25 Millionen Euro.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei bekannten Säulen der wirtschaftlichen Filmförderung werden neu gegliedert. Künftig werden sie unter einem Dach zusammengefasst, wobei im &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://kulturstaatsminister.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;BKM&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; drei Richtlinien für die automatische Förderung für Kinofilme, die VFX-Produktion sowie alle Produkte für TV und VoD entworfen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Säulen bleibt es dabei, dass die Förderung in der Höhe von 30% der anrechnungsfähigen Produktionskosten gewährt wird, bei 25 Millionen Euro je Projekt ist Schluss. Diese Summe gilt seit mehr als 20 Jahren, als würde es keine Inflation geben. Diese geringe Summe lockt, und dies ist mittlerweile eine Binsenweisheit, Hollywoods Produzenten mit ihren hochbudgetierten Filmen weder hinter dem Ofen noch aus Ungarn oder Tschechien weg – zum Nachteil von Studio Babelsberg und anderen Playern. Sie werden weiter nur preiswertere Produktionen oder Teile des Drehs nach Germany locken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Erhöhte Eingangsschwellen könnten zu Budgeterhöhungen führen&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Budgets ist eine Tendenz nach oben im unteren Bereich zu erwarten. Niemand wird mit 1,8 Millionen für ein Spielfilmprojekt kalkulieren, wenn die Förderung erst bei zwei Millionen einsetzt. Abzuwarten bleibt, ob dieser Effekt auch auf dem Gesamtmarkt eintreten wird. Nach Anhebung der Förderquote von 24 auf 30% im Januar 2025 waren die Budgets zunächst gesunken. Die Nachfrage, ob sich dieser Trend, wie von der FFA erwartet, umgekehrt hat, blieb von ihr auf Nachfrage unbeantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Blick gilt nun den neuen Regeln für den Kinofilm. Hier werden die Eingangsschwellen verdoppelt, ab der es überhaupt Förderung gibt. Die Gesamtherstellungskosten eines Spielfilms müssen künftig mindestens 2 Millionen Euro betragen, wovon die deutschen Herstellungskostenbei mindestens 40 Prozent oder acht Millionen Euro liegen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Animationsfilmen steigt die Schwelle auf mindestens 3 Millionen Euro, wovon die deutschen Herstellungskosten mindestens 25 Prozent oder 5 Millionen Euro betragen müssen. Verdoppelt wird auch bei den Dokumentarfilmen, der Einstieg soll bei mindestens 400.000 Euro liegen, wovon die deutschen Herstellungskosten mindestens 25 Prozent oder 2 Millionen Euro betragen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Animationsfilm im Nachwuchs außen vor&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausnahmen gelten für den Talentfilm getauften Nachwuchs, der im Denken des BKM keinen Animationsfilm realisiert – obwohl an den Ausbildungsstätten jährlich viele gute animierte Kurzfilme entstehen, bei denen sich der Betrachter wünscht, dass die Regisseure und Regisseurinnen zum Langfilm wechseln können. In dieser Kategorie liegen die Schwellen für Spielfilme bei mindestens 1 Million Euro und für Dokumentarfilme bei mindestens 200.000 Euro. Last but not least, für einen Film, der in den Genuss der jurybasierten kulturellen Filmförderung des Bundes gekommen ist, müssen die Kosten für die DFFF-Förderung für Spielfilme mindestens 1,5 Millionen Euro, für Animationsfilmen mindestens 2,5 Millionen Euro und für Dokumentarfilme mindestens 300.000 Euro betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Finanzierungsanteil muss mindestens 20 Prozent der Gesamtherstellungskosten oder mindestens 5 Millionen Euro betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angepasst werden dann auch die Regeln für die Kinoauswertung, wobei es bei der geforderten Mindestanzahl von 20 Kopien bzw. 10 Kopien bliebt. Letzteres gilt, wenn die Förderhöhe 480.000 Euro nicht übersteigt, zuvor war es gut ein Drittel weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Länder ziehen bei Budgeterhöhungen der Filmförderung nicht mit&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spannende Frage folgt nun, wie schon mehrfach in diesem Blog erwähnt. Wie bekommen die Produzenten ihr Budget zusammen – denn in jedem deutschen Kinofilm stecken 50% Förderquote. Die Länder müssten ihre Förderungen adäquat zum Bund erhöhen. Aber nur Hamburg hat die Moin Filmförderung 2025 mit fünf Millionen Euro mehr ausgestattet. Ansonsten blieben die Beträge gleich, in einigen Ländern wurde sogar gekürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Dienstleister mit erweiterten Regelungen&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Dienstleistern ändert sich weniger. Die Gesamtherstellungskosten eines Films müssen weiterhin mindestens 20 Mio. Euro betragen, auf den deutschen Antragsteller müssen mindestens 8 Mio. Euro entfallen. Bei den Animationsfilmen wird präzisiert, hier werden künftig mindestens 15 Millionen Euro Herstellungskosten gefordert. Der deutsche Anteil bleibt bei mindestens 2 Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Serien wurden die Regelungen präzisiert. Um von der Förderung zu profitieren, müssen die Kosten bei einer fiktionalen Serie mindestens 50.000 Euro pro Minute und insgesamt mindestens 12 Millionen Euro pro Staffel betragen. Hiervon müssen die deutschen Hersteller des Projekts mindestens 8 Millionen Euro tragen. Die Gesamtherstellungskosten einer Animationsserie oder animierten Serie müssen mindestens 14.000 Euro pro Minute und dabei insgesamt mindestens 8 Millionen Euro pro Staffel betragen, wobei die deutschen Unternehmen mindestens 2 Millionen Euro ausgeben müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Teil der Richtlinien fehlt ein Passus, wie hoch der deutsche Finanzierungsanteil sein muss, um in den Genuss der Förderung zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Hohe Hürden für Spielfilme im TV und bei Streamern&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last but not least wurde die Förderung für Fernseh- und VoD-Filme und Serien in die DFFF-Systematik eingepasst und präzisiert, was vor allem im Kontext mit der geplanten Investitionsverpflichtung wichtig ist. Die Gesamtherstellungskosten eines Spielfilms müssen mindestens 12 Millionen Euro betragen, wovon die deutschen Herstellungskosten mindestens 40 Prozent oder acht Millionen Euro betragen müssen. Bei Animationsfilmen sind es mindestens 12 Millionen Euro, wovon die deutschen Kosten mindestens 25 Prozent oder 5 Millionen Euro hoch sein müssen. Für Dokumentarfilme wird die Schwelle bei mindestens 5 Millionen Euro gesetzt, wovon die deutschen Herstellungskosten mindestens 25 Prozent oder 2 Millionen Euro betragen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fiktionalen Serien sollen es analog mindestens 30.000 Euro pro Minute bei mindestens 7 Millionen Euro sein, wovon das deutsche Unternehmen Kosten von 40 Prozent oder 10 Millionen Euro als deutsche Herstellungskosten stemmen müsste. Im Animationsbereich sind es mindestens 10.000 Euro pro Minute und mindestens 6 Millionen Euro betragen, es sind wieder 40 Prozent und diesmal zehn Millionen Euro deutsche Herstellungskosten. Im dokumentarischen Bereich werden mindestens 9.000 Euro pro Minute gefordert, wobei in Deutschland mindestens 40 Prozent oder 3 Millionen Euro anfallen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;Klare Grenzen für reine Fernsehproduktionen&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Finanzierungsanteil muss für TV-oder/und VoD-Projekte mindestens 20 Prozent der Gesamtherstellungskosten oder mindestens 7 Millionen Euro betragen. Wobei eingeschränkt wird, dass der Finanzierungsanteil eines oder mehrerer öffentlich-rechtlicher Fernsehveranstalter oder eines Tochterunternehmens nicht mehr als 50 Prozent betragen darf, was den Mitnahmeeffekt reiner TV-Produktionen ausschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf ging jetzt an die Verbände zur Stellungnahme. An kleinen Stellschrauben wird vielleicht noch gedreht. Die Gretchenfrage aber bleibt. In jeder der drei Säulen gilt eine Höchstfördersumme von 25 Millionen je Projekt. Somit ist zu befürchten, dass ein Teil der 120 Millionen mehr stehen bleibt, die Wolfram Weimer den Filmschaffenden versprochen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://kulturstaatsminister.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;kulturstaatsminister.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 05 May 2026 15:43:00 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Neues Arsenal als Berliner Kiezkino eröffnet</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6929-Neues-Arsenal-als-Berliner-Kiezkino-eroeffnet.html</link>
            <category>Neuigkeiten</category>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Das ehemalige Kino Arsenal am Potsdamer Platz, das sich einst die Freunde der Deutschen Kinemathek gewünscht hatten, gibt es nicht mehr.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1398 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;337&quot; height=&quot;87&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Kino_Arsenal.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Kinos Arsenal ist noch geblieben, aber die Eröffnung der neuen Spielstätte im Wedding beim &lt;a href=&quot;https://www.silent-green.net/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Silent Green Kulturquartier&lt;/a&gt; fand erst am heutigen Sonntag, den &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;3. Mai 2026&lt;/font&gt; um &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;18:00 Uhr&lt;/font&gt;, fast anderthalb Jahre nach der Schließung am Potsdamer Platz, statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Längst haben die ursprünglichen Unterstützer des Instituts für Film und Videokunst e.V., besser bekannt unter dem Namen &lt;strong&gt;Kino Arsenal&lt;/strong&gt;, die auch das &lt;strong&gt;Forum&lt;/strong&gt; des Jungen Films als eigenständige Sektion der Berlinale seit 50 Jahren betreiben, das ehemalige Sony Center am Potsdamer Platz verlassen. Dazu gehörten die &lt;a href=&quot;https://www.dffb.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Deutsche Film und Fernsehakademie Berlin&lt;/a&gt; (Dffb), die nach Köpenick ausweichen musste sowie die &lt;a href=&quot;https://www.deutsche-kinemathek.de&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Deutsche Kinemathek | Museum für Film und Fernsehen&lt;/a&gt;, die als 10-jährige Interims-Lösung, in das E-Werk an der Leipziger Straße gezogen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue &lt;a href=&quot;https://www.arsenal-berlin.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Kino ARSENAL&lt;/a&gt; befindet sich in der Westhalle an der Rückseite des Silent Green Ensembles im einstiegen Trauersaals des ehemaligen Krematoriums mit einem eigenen Eingang in der Plantagenstraße 30, während der Vordereingang zu den anderen Silent Green Gebäuden mit dem Kuppelsaal und der unterirdischen Betonhalle in der Gerichtstraße 53 liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch sind erstmals Kino, Festivalarbeit, Distribution und Archiv sowie der Arsenal Campus an einem Ort vereint, denn auch Berlinale Forum und Forum Expanded werden vom Silent Green aus betreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filmtechnik sowie die neu bezogenen Sitze sind ebenfalls mit umgezogen und wiederverwertet worden. Wie bisher können erneut alle analogen und digitalen Bildformate gezeigt werden. Kompliziert wurde der Umbau in ein modernes Kino dennoch, weil der Trauersaal mit seiner rundbogenartigen Decke einen komplizierten Hall erzeugte. Für Konzerte wäre der Hall sogar erwünscht. Im Kino dagegen, mit modernem Dolby Surround-Lautsprechersystem, darf der Ton keinen Nachhall haben. Die Lösung sind an der Decke montierte Mikrofone, die einen unerwünschten Hall erkennen und somit Signale zum Gegensteuern an die Lautsprecher weitergeben können. Ein ähnliches Verhalten kennt man - simpel ausgedrückt -  von modernen Hörgeräten mit künstlicher Intelligenz (AI-Technik). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die akustische Ausstattung macht es sogar möglich, dass ebenso alle Tonformate – bis hin zu Dolby Atmos – exzellent wiedergegeben werden können, aber auch Stummfilmbegleitung und Wortbeiträge von Gästen und aus dem Publikum gut zur Geltung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wehe wenn die Technik ausfällt und nur noch die Front-Lautsprecher funktionieren. Dann wird die Verständigung wegen des Nachhalls auf den hinteren Plätzen schwierig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit hat die Wiedereröffnung des Kinos ARSENAL am neuen Ort, trotz der 63 Jahre Kinoerfahrung im Rücken, etwas von (Neu-)Anfang inklusive Aufbruchstimmung mit Neulandbetretung. In der Nachbarschaft hat man sich mit kostenlosen Testvorführungen zwar bereits bekannt gemacht, doch ob das internationale Publikum den weiten Weg in den Wedding folgt, bleibt ungewiss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise muss man sich neu erfinden und das Programm um ein kommunales Nachbarschafts-Kiezcinema erweitern. Diesen Weg hat das nur 500 Meter entfernt in der Lindower Straße liegende &lt;a href=&quot;https://sinematranstopia.com/de&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;SİNEMA TRANSTOPIA&lt;/a&gt;, das ursprünglich als Pop-Up Kino am Alexanderplatz gegründet worden war, bereits erfolgreich beschritten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Kino ein Ort des Erinnerns ist, passt vielleicht die alte Aussegnungshalle, in der sich noch bis 2001 die Hinterbliebenen von ihren Verstorbenen verabschieden konnten, ganz gut für ein Kino dieser besonderen Art, das nach knapp 25 Jahren am unwirtlichen Potsdamer Platz nun einen Neuanfang wagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2015 befindet sich im Silent Green bereits das Filmarchiv des Arsenals, das über 10.000 Filmkopien beherbergt. Zum neuen Kino ARSENAL, dem Herzstück des Filminstituts, sind zumindest die Wege der Filmrollen und digitalen Kopien kürzer geworden. Nur die direkte Partnerschaft mit der Kinemathek, der Filmhochschule Dffb und der Berlinale, haben sich erledigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin sind mit der Eröffnung am neuen Standort die Zukunftspläne des Arsenals erfüllt worden, sagt Milena Gregor, Leiterin des Kinos und Tochter von Erika &amp;amp; Ulrich Gregor, dem bekannten Filmhistoriker und ehemaligem Leiter des FORUMS der Berlinale. Doch die Signale der drastischen Kultur-Sparmaßnahmen des Senats, sind weiterhin besorgniserregend, zumal auch der Bundes-Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der das Geld für das Arsenal verwaltet, in die gleiche Kerbe schlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die künstlerischen Leiterinnen Stefanie Schulte Strathaus und Birgit Kohler fanden den Umzug zum Silent Green Kulturquartier dennoch gut. Im Keller unter dem Kinosaal befindet sich jetzt  das Papierarchiv, das bis 1963 in die Gründerjahre des damaligen Vereins der Freunde der Deutschen Kinemathek zurückreicht. Ein Glücksfall war auch die Zustimmung zum Umbau des Galeristen Patrick Ebensperger, der dafür seine Ausstellungsräume hergab, die sich seit 2013 in der Westhalle befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Neu-Eröffnung besann man sich auf eine Blick in das hauseigene Filmgeschichtsprogramm mit künstlerischen Anfängen einer Reihe von Filmemache­r*in­nen und ihrer fulminanten, überraschenden, risikofreudigen, Stil-suchenden oder -prägenden abendfüllenden Erstlingswerke. Die bewährt diverse Auswahl der Magical History Tour quer durch unterschiedliche Epochen, Stilrichtungen und Regionen stellte „kanonisierte“ neben (wieder) zu entdeckende Debüts, allesamt Frühwerke, die bis heute nachhallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://www.arsenal-berlin.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.arsenal-berlin.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 03 May 2026 22:01:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Die Politik und die Berlinale 2026</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6902-Die-Politik-und-die-Berlinale-2026.html</link>
            <category>Film &amp; TV-Kritik</category>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Politische Diskussionen schon beim Auftakt und ein Eklat bei der Preisverleihung brachten Berlinale-Chefin Tricia Tuttle zunächst in Erklärungsnot - doch nach viel Zuspruch will sie weitermachen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:2039 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;218&quot; height=&quot;129&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Berlinale_logo_gr.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Bericht von Regina Roland&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu Beginn der Berlinale wurde Wim Wenders bei der Pressekonferenz der Jury aufgefordert, sich zum Gazakrieg zu positionieren. Mit seiner Aussage, dass sich Filmemacher besser aus der Politik heraushalten sollten, um ein Gegengewicht zur Politik zu bilden, entfachte er einen Entrüstungssturm in den sozialen Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die indische Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy war empört und sagte ihre Teilnahme am Festival ab. Es gab einen offenen Brief internationaler Filmschaffender, darunter Tilda Swindon und Javier Bardem, die das Festival aufforderten, sich zur Lage im Gazastreifen zu positionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider wurde Wenders Statement in den sozialen Netzwerken verkürzt wiedergegeben und aus dem Zusammenhang gerissen. Wenders sagte nämlich weiter auf der Pressekonferenz: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Das Kino hat die unglaubliche Kraft, Mitgefühl und Empathie zu wecken. Die Nachrichten tun das nicht, die Politik tut das nicht. Aber Filme tun das.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Tricia Tuttle versuchte zu schlichten und stellte sich hinter Wim Wenders und die Jury. Sie konstatierte, auf dem Festival sei der Ruf nach freier Meinungsäußerung laut geworden und der finde statt. Künstler seien frei, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung so auszuüben, wie sie es selbst entscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Die Abschlussgala – kritische Momente bei der Preisverleihung&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erfahrungen der letzten Jahren, insbesondere 2024, hatten sich alle Verantwortlichen der Berlinale auf eine mögliche Krisensituation bei der Preisverleihungsgala vorbereitet und versucht, einem Eklat vorzubeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderatorin Desiree Nosbush forderte auf der Gala zu einem respektvollen Umgang miteinander auf. Sie betonte mehrmals, dass persönliche Haltungen nicht die Haltung der Berlinale wiedergeben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wim Wenders appellierte in seiner Rede an die Versöhnung zwischen &lt;em&gt;„den weit ausholenden und in vielen Facetten malenden Kinoerzählenden und jenen, die ihre Botschaften in sozialen Medien oft verkürzt und zugespitzt verbreiten“&lt;/em&gt;. Die Sprache des Kinos und des Internets sei verschieden, sie sollten sich aber als Verbündete betrachten und nicht als Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tricia Tuttle schließlich forderte alle Filmschaffenden auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Lasst uns die Komplexität umarmen“ und stellte klar „die Berlinale ist kein Raum für Stille“.&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Damit manifestierte sie einmal mehr, wie wichtig ihr ein freier und ungehinderter Meinungsaustausch ist. &lt;em&gt;„Wenn wir nicht miteinander sprechen, wer weiß was dann passiert“&lt;/em&gt;, mahnte die Festivaldirektorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch drohte die Preisverleihung zu kippen, als der in Deutschland lebende syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib auf die Bühne kam. Alkhatib wurde für das beste Spielfilm-Debüt der Sektion »Perspectives« ausgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;CHRONCLES FROM THE SIEGE&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; hat er einen eindrucksvollen Episodenfilm geschaffen, der aufwühlende, aber teils sogar humorvolle Momente und Geschichten einer Belagerung der palästinensischen Bevölkerung in einem nicht näher bezeichneten Kriegsgebiet zeigt. Gedreht wurde hauptsächlich in Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Dankesrede äußert Regisseur Alkhatib zunächst den Wunsch, dass es auch in einem freien Palästina irgendwann wieder ein Filmfestival geben solle, in dem zuerst über Politik und dann über Kunst, zuerst über Menschen und dann über Künstler gesprochen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Weniger versöhnlich fügte er an, dass &lt;em&gt;„Palästina sich an alle erinnern wird, die gegen uns standen“&lt;/em&gt; und warf der deutschen Regierung eine Mitschuld am Völkermord in Gaza vor.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin verließ der einzige Vertreter der Bundesregierung, Bundesumweltminister Carsten Schneider, SPD, die Veranstaltung und ließ verlauten, er halte diese Aussage für nicht akzeptabel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Die Folgen&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Tage nach Ende des Festivals, am &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;26. Februar 2026&lt;/font&gt;, berief Kulturstaatsminister Wolfram Weimar eine Aufsichtsratssitzung des KBB, (Kulturveranstaltungen des Bundes Gmbh) ein, um über die Zukunft der Berlinale zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Medien wurde bald gemutmaßt, dass Tuttle als Intendantin entlassen werden solle, aber auch, dass die Festivalchefin selbst ihre Zukunft bei der Berlinale in Frage gestellt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzung am Donnerstag ging ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. Sie werde in den nächsten Tagen fortgesetzt, sagte ein Sprecher des Kulturstaatsministers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tuttle, die seit 2025 die Berlinale leitet, wird vorgeworfen, sich nicht angemessen gegen Israelkritik und antisemitische Aussagen von Teilnehmenden auf der Berlinale positioniert zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Proteste und Widerspruch&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Widerspruch folgte prompt, hunderte von Filmschaffenden protestierten in einem offenen Brief gegen die mögliche Abberufung von Tricia Tuttle, darunter Regisseur Tom Tykwer, Schauspielerin Iris Berben, Tilda Swinton und der frühere Jurypräsident Todd Haynes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Wenn in einer außerordentlichen Sitzung über die Zukunft der Festivalleitung entschieden wird, steht mehr auf dem Spiel als eine Personalfrage“&lt;/em&gt;, hieß es. &lt;em&gt;“Es geht um den Umgang mit künstlerischer Freiheit und institutioneller Unabhängigkeit.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Die Filmschaffenden protestierten gegen eine mögliche Absetzung der Festivalchefin und verwahrten sich gegen einen Einschnitt in die Kunstfreiheit und die Autonomie kultureller Institutionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Genau das ist der Kern eines unabhängigen Filmfestivals, künstlerische Ausdrucksformen zu präsentieren, Debatten zu ermöglichen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
İlker Çatak, der Gewinner des goldenen Bären, ließ verlauten, dass er nie wieder einen seiner Filme auf der Berlinale zeigen werde, wenn die Antisemitismus-Debatte Konsequenzen für Tricia Tuttle haben würde. Damit steht er sicher nicht allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesverband Regie und die Europäische Filmakademie stehen ebenfalls hinter Tricia Tuttle und betonen, &lt;em&gt;„dass die Berlinale unter ihrer Führung die Rolle als wichtiges internationales Festival weiter festigen konnte.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunderte von Filmschaffenden solidarisieren sich mit der Intendantin der Berlinale. Auch der deutsche Kulturrat appelliert an Kulturstaatsminister Weimar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ein offener Brief wurde von mehr als 700 Künstlern unterschrieben, darunter auch israelischen Filmschaffenden. Sie warnen &lt;em&gt;„vor einer Einschränkung der Kunst-und Meinungsfreiheit.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäftsführer Olaf Zimmermannn fordert Kulturstaatsminister Weimar auf, &lt;em&gt;„die Unabhängigkeit der Berlinale vor staatlichen Eingriffen zu sichern“&lt;/em&gt;. Gleichzeitig distanziert sich Zimmermann von den Äußerungen des palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib, er äußert aber auch, diese seien allerdings von der grundsätzlich gesicherten Meinungsfreiheit gedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mögliche Entlassung Tuttles würde das Ende der Berlinale auf viele Jahre hinaus bedeuten, so die Meinung vieler Filmschaffenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorerst bleibt die Festivaldirektorin im Amt. Sollte sich Tricia Tuttle entscheiden, aufzuhören, wäre der Ruf der Internationalen Filmfestspiele Berlin nachhaltig geschädigt. Wie die meisten Medien-und Filmschaffen habe ich die große Hoffnung, dass Tricia Tuttle bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am deutlichsten benennt der offene Brief der Filmschaffenden zur Zukunft der Berlinale worum es geht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Ein internationales Filmfestival ist kein diplomatisches Protokoll, sondern ein schützenswerter Ort unserer Demokratie. Seine Stärke liegt darin, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und vielfältige Stimmen sichtbar zu machen… Wenn aus einzelnen Wortmeldungen oder symbolischen Deutungen personelle Konsequenzen abgeleitet werden, entsteht ein problematisches Signal: Kulturinstitutionen geraten unter politischen Erwartungsdruck.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Regina Roland, &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;26. Februar 2026&lt;/font&gt; (&lt;a href=&quot;https://filmkritik-regina-roland.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;filmkritik-regina-roland.de&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Berlin &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;3. März 2026&lt;/font&gt; - Berlinale-Chefin will weitermachen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle will laut dpa im Amt bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&quot;Ich bin sehr stolz auf mein Team und das Festival und möchte die gemeinsam begonnene Arbeit in vollem Vertrauen und mit ins­titutioneller Unabhängigkeit fortset­zen&quot;&lt;/em&gt;, sagte Tuttle der Deutschen Presse-Agentur.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich stand im Raum, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer Tuttle entlassen will oder sie aufgibt. Auslöser waren Äußerungen zum Nahost-Konflikt von Filmschaffenden während des Festivals. Danach bekam sie viel Zuspruch aus der Kulturszene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die breite Resonanz von Filmschaffenden habe auch unterstrichen, dass es in der Debatte nicht um eine einzelne Preisverleihung, eine Festivalwoche oder eine Person gehe. Sondern um das allgemeine Prinzip, dass kulturelle Einrichtungen darauf vertrauen können müssten, innerhalb demokratischer und rechtlicher Rahmenbedingungen agieren zu können.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Am morgigen Mittwoch den, &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;4. März 2026&lt;/font&gt;, ist eine weitere Aufsichtsratssitzung der Berlinale Träger-Gesellschaft mit der Berlinale Intendantin Tricia Tuttle geplant, bei dem es um einen Austausch über die zukünftige Zusammenarbeit sowie um die künftige Ausrichtung von Deutschlands größtem Filmfest mit neuen Vorgaben gehen soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geplant sind demnach ein &quot;beratendes Forum&quot; sowie ein Verhaltenskodex („Code of conduct“) für alle Kulturveranstaltungen des Bundes.  Was das genau bedeutet und wie die Berlinale diese Empfehlungen umsetzt, ist offen. Im Kern geht es um das heikle Thema Freiheit der Kunst. Oder anders gesagt: Wie weit darf der Staat Einfluss nehmen auf diese mit Steuergeld geförderte Kulturinstitution? Zum Kodex gehört allerdings auch ein für alle Teilnehmer geltendes Antisemitismus-Tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Der Berlinale-Intendantin wird offensichtlich vom BKM ein Maulkorb mit strenger Zensur verpasst, der sich sowohl auf die Freiheit der Filmauswahl als auch auf die Zusammensetzung der Jury oder bei „verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen“ sogar auf die Preisverleihung auswirken kann.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
Auslö­ser der Debatte um Berlinale-Chefin Tricia Tuttle war ihr Um­gang mit israelfeindlichen Äußerungen auf dem Filmfestival. Die politische, aktivistische Thematik habe die künstlerische und die objektive Leistung der Berlinale angeblich komplett überlagert, was zukünftig unterbunden werden soll, indem vergebene Preise auch wieder aberkannt oder zurückgezogen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstes Beispiel nach dem Streit um nachträglich verhängte Kunstwerke auf der DOCUMENTA 15 erleben wir gerade erneut bei der Aberkennung des Deutschen Buchhand­lungspreises von drei Buchläden durch den parteilosen Kulturstaatsminister Wolfram Weimar, der kein Preisgeld für sogenannte Staatsfeinde mit einer anderen politischen Gesinnung als die Seinige bereitstellen will. Auch in Zukunft wolle er bei allen Kulturpreisen des Bundes so verfahren, womit letztlich auch die Berlinale von seinem Wohlwollen abhängig wäre. Alle drei Buchläden waren bereits in den Vorjahren anstandslos von seinen Vorgängerinnen Monika Grütters (CDU) und Claudia Roth (Grüne) ausgezeichnet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weimar beharrt dagegen auf die Streichung von der Nominier­tenliste wegen angeblichen Extremismusverdachts, den er jedoch im Einzelnen nicht begründet. Die linken Buchläden wollen sich deshalb juristisch zur Wehr setzen und Klagen gegen den Beauftragten der Bundesregie­rung für Kultur und Medien erheben, da der ihrer Meinung nach ungerechtfertigte Eingriff in eine Entscheidung einer unabhängigen Jury erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;big&gt;&lt;font color=&quot;red&quot;&gt;NACHTRAG&lt;/font&gt;:&lt;/big&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;10. März 2026&lt;/font&gt; verkündete Weimar laut dpa, die für den &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;19. März 2026&lt;/font&gt; im Rahmen der Leipziger Buchmesse geplante Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises komplett abzusagen, denn eine angemessene Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger sei unter diesen aufgeladenen Umständen &lt;em&gt;„kaum noch möglich“&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Preisgeld in Höhe von 7.000 - 25.000 € solle demnach aber nicht ganz entfallen, sondern an die nicht gesperrten nominierten Teilnehmer ohne Würdigung bei der Buchmesse in Leipzig direkt überwiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Dass der Deutsche Kulturrat in einer Resolution dazu aufrufen muss, die Kunstfreiheit zu achten und die Unabhängigkeit von Jurys zu garantieren, ist ein deutliches Alarmzeichen“&lt;/em&gt;, so Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich widerfährt der Berlinale im nächsten Jahr nicht ein ähnliches Debakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W.F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 21:24:00 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Durchbruch bei der Filmförderung  </title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6892-Durchbruch-bei-der-Filmfoerderung.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Trotz Befürchtung, dass US-Präsident Donald Trump auf eine Investitionsverpflichtung für amerikanische Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ mit Gegenmaßnahmen antworten könnte, hat sich SPD-Finanzminister Lars Klingbeil gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weiner durchsetzen können.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:89 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;78&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/FFA_logo.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt; Bericht von Katharina Dockhorn mit teils exklusiven Infos.&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investitionsverpflichtung für Strea­ming-Portale und TV-Sender als dritter Baustein der großen Filmförderreform wurde am &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;5. Februar 2026&lt;/font&gt; endlich auf den Weg gebracht. Damit werden auch jene mit Sperrvermerk belegten 120 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt freigegeben, die für eine verlässliche wirtschaftliche Filmförderung an eine Einigung gebunden waren. Obwohl der Vorschlag bislang weder den Koalitionsausschuss, noch den Bundestag passiert hat, soll dies noch bis Ostern geschehen.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Statt einer freiwilligen Investitionsverpflichtung, wie sie Wolfram Weimer favorisierte, kommt nun doch ein Gesetz. Damit hat sich die SPD um ihren Strippenzieher Björn Böhning durchgesetzt und alle deutlichen Warnungen der deutschen Botschaft in Washington ignoriert. Das BKM versucht diesen Kompromiss zumindest gesichtswahrend zu formulieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Die Kombination aus freiwilligen Investitionszusagen als Teil individuell auszuhandelnder Branchenvereinbarungen mit Rechteregelungen einerseits und einer gesetzlich vorgegebenen Basisinvestitionsquote für Streamer und Sender in Deutschland andererseits ermöglicht größtmögliche wirtschaftliche Spielräume und sichert Investitionen am Standort Deutschland,“&lt;/em&gt; heißt es in der Pressemitteilung.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Sprachquote mit Öffnungsklausel&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ und klassische TV-Sender wie ARD, ZDF, RTL, ProSieben etc. sollen gesetzlich verpflichtet werden, 8% ihres Vorjahresumsatzes in die deutsche Produktion zu investieren. Wobei nicht ganz klar ist, was als Einnahmen zählt. Auch die Werbung bei den Streamern, oder die Entgelte bei den privaten Sendern, die Antennennutzer für deren Empfang bezahlen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesetzgeber gibt genaue Regeln vor, was mit dem Geld passieren soll. 60 % der Investitionen müssen in europäische audiovisuelle Werke fließen, das fordert das EU-Recht. 80 % sollen an original deutschsprachige Werke gehen, alternativ wie beim Deutschen Filmförderfonds (&lt;strong&gt;DFFF&lt;/strong&gt;) an audiovisuelle Werke mit deutscher kultureller Prägung nach Kulturtest. Hiervon kann über Branchenvereinbarungen abgewichen werden, wenn die Anbieter mindestens 12% ihrer Einnahmen auf dem deutschen Markt reinvestieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70 % des Geldes soll in Serien und Filme von unabhängigen Produzenten / Produzentinnen gesteckt werden, was vor allem die Töchter öffentlich-rechtlicher Sender ausschließen soll. Bei der Kinoquote bleibt das Eckpunktepapier der Einigung dagegen bislang nebulös. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Überlegungen gibt es in dem Positionspapier zur Investitionsverpflichtung, das der Redaktion vorliegt, auch zu einer eventuellen Kinoquote. Wobei die Bundesregierung vor allem auf ein Anreizmodell setzt. Jeder Euro, den die Nutzer in Kinofilme stecken, soll bei der Abrechnung 1,50 Euro wert sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Rechterückbehalt stärkt Produzenten&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Rechterückbehalt fällt das Papier beinahe wieder auf den von Claudia Roth im Februar 2024 vorgelegten Entwurf zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;345&quot; height=&quot;194&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/DFFF-Logo-BKM.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
Die transparente und faire Rechteteilung soll sich an den Finanzierungsanteilen orientieren, wobei die staatliche Förderung als Eigenmittel der Produzenten zählt. Bei deren Finanzierunganteil von 0 - 30 % vergeben sie die Rechte für max. 7 Jahre – also auch bei reinen Auftragsproduktionen. Bei 30 % - 50 % Eigenanteil erhalten sie die Rechte nach max. 5 Jahre zurück –  das gilt für alle automatisch von &lt;strong&gt;GMPF&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;DFFF&lt;/strong&gt; geförderten Serien und Filme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Finanzierungsanteil von über 50 % erhalten die Produzenten die Rechte bereits nach max. 3 Jahre zurück, was wohl beinahe alle deutschen Kinofilme betrifft. Bei besonders erfolgreichen Projekten werden die finanzierenden Sender oder Streamer künftig den Teufel tun, und dies auf die Quote anrechnen lassen. Unternehmen wie Netflix weisen explizit Zahlen für Deutschland bisher nicht aus. Somit würden schon etwas mehr als 100 Millionen Euro ausreichen, um alle Anforderung zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Rund 25 Euro Förderung je Kinokarte&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 120 Millionen werden weiter zur hohen Staatsverschuldung unter einer Regierung beitragen, die angetreten war, keine Schulden zu machen. Zunächst einmal erhöht sich die Förderung pro Kinokarte. 17 Millionen Zuschauer lockten deutsche Filme 2024 ins Kino, bei 450 Millionen Förderung. In diese Summe fallen auch die Unterstützung von Games und Serien. Aber selbst bei 350 Millionen Euro Kinofilmförderung wird schon jetzt jede Karte mit mehr als 20 Euro subventioniert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Budgets werden weiter steigen, wenn Produktion wie gewünscht zurück nach Deutschland zurückkehren. Und damit bei Kinofilmen und Serien die Förderquote. Es bleibt abzuwarten, ob die Erhöhung der Förderung auch den gleichen Effekt haben wird wie bei der Einführung des &lt;strong&gt;DFFF&lt;/strong&gt;, als der Anteil der Investoren an der Budgetierung sank.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Länderförderung steigt nicht im gleichen Maß&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein differenzierterer Blick ist nötig, wie und ob das Geld überhaupt ausgegeben werden kann. Die Budgets deutscher Kinofilme können nicht signifikant steigen – sie sind bis auf wenige Ausnahmen zu 50% gefördert. Die automatische Bundesförderung liegt bei 30%, der Rest kommt von den Ländern. Und von denen gibt es – mit Ausnahme von Hamburg, das gerade das Budget der Moin! Filmförderung erhöht hat – keine Signale, die Mittel für die Filmförderung aufzustocken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für diese Situation gab es mal einen Mittelweg, der gerade bei &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Hagen“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; grandios scheiterte. Die Älteren erinnern sich auch noch mit Grauen an Dutzende Amphibienfilme nach Einführung des DFFF. Aber Serien könnten die großen Nutznießer der Reform werden. Angefangen davon, dass die zweite Staffel von &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Oderbruch“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; inhaltlich nicht nach Spanien umziehen müsste, sondern mit höherem Budget auch in Brandenburg hätte gedreht werden können. Andererseits ist zu fragen, welche Produktionen zum Beispiel RTL/Sky anrechnen lassen kann. Eine Serie wie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Rote Bänder“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; ist dort seit Jahren nicht entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist da noch die Hoffnung auf Hollywood. Für das Studio Babelsberg oder der neuen Firma von Henning Molfenter wird die Akquise jetzt vielleicht leichter. Andererseits bewegen sie sich in einem umkämpften Markt. Die Regierungen in Budapest und Prag werden nicht tatenlos zusehen, wie ihnen Deutschland die lukrativen Hollywood-Projekte abwirbt. Wenn ihre niedrigeren Arbeitskosten nicht mehr punkten, werden sie im Zweifel bei der automatischen Förderquote nachbessern – die tschechische Regierung hat sie zum Beispiel zum 1. Januar 2025 von 20 auf 25% erhöht und konterte damit, weil Deutschland die Förderquote vom &lt;strong&gt;DFFF&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;GMPF&lt;/strong&gt; von 24 auf 30% Förderquote angehoben hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Rechtliche Fragen werden von Sendern geprüft&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einigung stürzt die Branche weiterhin in rechtliche Unwägbarkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;So kritisiert der Privatmedien-Verband &lt;a href=&quot;https://vau.net/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Vaunet&lt;/a&gt; laut &lt;a href=&quot;https://www.turi2.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;turi.de&lt;/a&gt; die gesetzliche Investitionsverpflichtung als &lt;em&gt;&quot;herbe Enttäuschung für die Medienbranche&quot;&lt;/em&gt;. Die Entscheidung lasse &lt;em&gt;&quot;viele Fragen nach rechtlicher Zulässigkeit und Marktkonformität offen&quot;&lt;/em&gt;.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
In eine ähnliche Kerbe schlägt laut „&lt;a href=&quot;https://www.dwdl.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;dwdl.de&lt;/a&gt;“ der MDR für die ARD. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&quot;Es sei fraglich&quot;&lt;/em&gt;, ob der skizzierte Vorschlag &lt;em&gt;&quot;den bekannten rechtlichen Bedenken standhält&quot;&lt;/em&gt;. Man habe immer betont, dass eine Investitionsverpflichtung &lt;em&gt;&quot;die Programmautonomie, die Vertragsfreiheit und die redaktionelle Angebotsgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht unzulässig beschränken&quot;&lt;/em&gt; dürfe. Nicht zuletzt bleibt die Frage, ob der Bund das überhaupt darf, denn bisher bestimmen die Bundesländer die Regeln für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des IT-Verbands &lt;a href=&quot;https://www.bitkom.org/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Bitkom&lt;/a&gt;, bemängelt laut &lt;a href=&quot;https://www.turi2.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;turi.de&lt;/a&gt;, der Kompromiss berücksichtige  &lt;em&gt;„einseitig die Produzenten und lässt die Belange der Videodiensteanbieter weitgehend außen vor&quot;&lt;/em&gt;. Die Regelung sich durch höhere Investitionen von Produktionsauflagen &lt;em&gt;„freizukaufen&quot;&lt;/em&gt;, sei &lt;em&gt;&quot;ein systematischer Fehlanreiz und bremst Investitionen&quot;&lt;/em&gt;. Bitkom hoffe, dass der Bundestag &lt;em&gt;&quot;im weiteren Verfahren nachsteuert&quot;&lt;/em&gt;.&lt;/blockquote&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das letzte Wort hat leider, wieder einmal Trump&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Wort könnte leider nicht in Berlin liegen, sondern dem Herrn im Weißen Haus vorbehalten sein. Wenn US-Präsident Donald Trump wie zuletzt im vergangenen Mai auffällt, dass die Jobs rund um Hollywood verloren gehen, oder sich die Besitzer der amerikanischen Dienste bei ihm mit Bauchschmerzen im Magen melden, könnte er sich das Gesetz ansehen und erneut mit Vergeltungszöllen drohen. Und das träfe wahrscheinlich nicht nur Deutschland. Es könnte alle EU-Länder treffen, die die Richtlinie bislang umgesetzt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 07 Feb 2026 20:18:00 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>FILMFÖRDERUNG: Investitionsverpflichtung in der Warteschleife</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6890-FILMFOERDERUNG-Investitionsverpflichtung-in-der-Warteschleife.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Nach unverbindlichen Zusagen im letzten Jahr steht die Investitionsverpflichtung bei der Filmförderung auch 2026 weiter in der Warteschleife.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:89 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;78&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/FFA_logo.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Gesetz oder freiwillig, das ist jetzt die Frage&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Rabanus und der SPD platzte am &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;24. Januar 2026&lt;/font&gt; der Kragen. Es sei nicht hilfreich, dass Details aus den laufenden Koalitionsverhandlungen zur Einführung einer Investitionsverpflichtung ständig durchgestochen würden. Doch die Kritik an Teilnehmern der Verhandlungen und die Medienschelte greifen zu kurz – der Grundkonflikt zwischen CDU/CSU und SPD ist spätestens seit der Sitzung des Kulturausschusses des Bundestags am &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;16. Januar 2026&lt;/font&gt; zu leugnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetz oder freiwillig, auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Streit bringen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer favorisiert bekanntlich eine Selbstverpflichtung von Sendern und Streamern in Deutschland, wie wir bereits am &lt;a href=&quot;https://www.baf-berlin.de/blog/archives/6875-Take-the-money-and-Run.html&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;10. Dezember 2025&lt;/a&gt; berichteten. Die SPD dagegen beharrt im Einklang mit Grünen und Linken auf einer gesetzlichen Verpflichtung. Nicht zuletzt, weil es der Koalitionsvertrag so vorsehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kein Selbständiger in diesem Land hat eine Auftragsgarantie&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Seite hat gute Argumente, wobei die Filmbranche, wie in zahlreichen Stellungnahmen nachzulesen und zuletzt auf der Medienboard Jahresauftakts-Veranstaltung &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://www.skwschwarz.de/news/lets-get-started-2026&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;„Let`s get Started“&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; in Berlin sichtbar, auf eine gesetzliche Regelung pocht. Sie beschwört gar den Untergang des deutschen Films, falls es nicht dazu komme. Sie will Auftrags- oder anders Abnahmegarantien für ihre Produkte – egal wie die aussehen. Hierzu fällt vielen Selbständigen in diesem Land nur ein, Augen auf bei der Berufswahl. Vom Handwerker über die Hebamme und den Shopbetreiber an der Ecke bis zum Großunternehmer, Arzt, Rechtsanwalt oder Filmkritiker – jeder muss mit Qualität punkten, sein Produkt am Markt platzieren und Qualität liefern. Sonst kann er oder sie sich einen anderen Job suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist insbesondere der deutsche Kinomarkt schon jetzt übervoll, oft mit Produkten, die unter der Wahrnehmungsschwelle bleiben, weil eine adäquate materielle Unterstützung vom Marketing bis zur ordentlichen Archivierung nicht vorgesehen ist. Mehr Krimis bei ARD und ZDF braucht auch kein Mensch. Und die Streamer bieten regelmäßig hochkarätige Filme und Serien made in Germany - so wie im Februar &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Unfamiliar“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; auf Netflix, für den sogar im BND-Gebäude in Berlin gedreht wurde, oder &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„Banksters“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; auf HBO, das über Amazon Prime buchbar ist. Dies spricht für den Ansatz von Wolfram Weimer. Was er bislang aus den Verhandlungen herausgeholt hat, ist eine Bewahrung des Status Quo. Die Nutzer verpflichten sich, ihre Investitionen zu verstetigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Italien und Frankreich nicht mit deutschem Markt vergleichbar&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Modell hat zudem einen entscheidenden Vorteil. Sie holt die Investitionen zurück nach Deutschland. Bei einer gesetzlichen Verpflichtung könnte das Geld aus der Investitionsverpflichtung weiterhin in ganz Europa ausgegeben werden. Weimers Gegner von Grünen und Linken halten dagegen, dass es auch in anderen Ländern geklappt habe und führen Frankreich oder Italien an, wo die gesetzliche Investitionsverpflichtung bei 20 bzw. 16% liegt. Ganz grundsätzlich sind die Märkte in Deutschland und Frankreich nicht vergleichbar, die Franzosen waren ihrer Heimat treu haben nie so viel im Ausland gedreht wie die deutschen Produzenten. Zudem sind ihre Filme ein Verkaufsschlager weltweit. Italiens Regierungschefin Georgia Meloni ist dagegen von sehr viel höheren Sätzen zurückgerudert, die ihre Vorgängerregierung einführen wollte. Dort entsprechen die 16% dem Status Quo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David Schliesing für Fraktion der Linken forderte im Kulturausschuss des Bundestags, eine Investitionspflicht von 20%, die fünf Milliarden Euro in den deutschen Film fließen lasse. Mit ihrem Vorstoß brachte die Partei Martin Rabanus in die Zwickmühle, sich zu positionieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&quot;Ich glaube, wir brauchen die gesetzliche Grundlage, um die nötige Transparenz und Verlässlichkeit zu schaffen, um dann auch wirklich einen Impuls zu setzen&quot;&lt;/em&gt;, erklärte der Sozialdemokrat laut &lt;em&gt;„Das Parlament“&lt;/em&gt; im Kulturausschuss zum Antrag der Linken.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Alles auf Anfang mit der SPD-Connection&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Hand ist zu hören, dass die Partei sogar alles wieder auf Anfang setzen und beinahe vollständig zu dem Entwurf im Sinne der Produktionswirtschaft zurückwolle, den Claudia Roth im Februar 2024 vorgelegt hatte. 20-25% Investitionsverpflichtung oder Kinosubquote – was in mühevollen Verhandlungen aller Beteiligten 2024 abgeräumt wurde, soll als Maximalforderung wieder aufgetaucht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dahinter steht, ahnen alle. Michelle Müntefering, jahrelang SPD-Bundestagsabgeordnete und jetzt Geschäftsführerin der &lt;a href=&quot;https://produktionsallianz.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Produktionsallianz&lt;/a&gt;. Und es fällt immer wieder der Name ihres Vorgängers Björn Böhning, heute Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Seine Drähte waren in der vergangenen Legislaturperiode wohl kurz zu Claudia Roths oberstem Beamten mit rotem Parteibuch. Heute funktionieren sie wohl zu seinem langjährigen Bekannten, Finanzminister Lars Klingbeil. Aus seinem Ministerium kommen nun die Einwände gegen die Pläne von Wolfram Weimer und das Pochen auf einer gesetzlichen Regelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Angekündigte Einigung vor der Berlinale unwahrscheinlich&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist eine Einigung dringend notwendig, eine baldige Entscheidung im Koalitionsausschuss war auch von Ole Püschel aus dem BKM bei der Veranstaltung &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://www.skwschwarz.de/news/lets-get-started-2026&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;„Let`s get Started“&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; angedeutet worden. Noch vor der Berlinale, so hoffte er, werde die freiwillige Selbstverpflichtung verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur mit einer wie auch immer gearteten Einigung können die versprochenen zusätzlichen 120 Millionen aus dem Bundeshalt für die Filmwirtschaft fließen. Danach sieht es im Moment nicht aus. Eher nach einem Vertagen. Der Kulturausschuss reist kommende Woche nach Los Angeles. Wolfram Weimer hält sich bedeckt und zurück. Und an dieser Stelle setzt Rabanus Kritik ein. Denn alle müssen ja wieder gesichtswahrend aus der Sache rauskommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Merz wird sich vor Weimer stellen, aber kein Machtwort sprechen&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Koalitionsstreit oder Bruch wird keiner wegen des deutschen Films riskieren, kaum ein Wähler hätte dafür Verständnis. Dazu ist das Image des deutschen Films zu schlecht und die Industrie viel zu klein. Andererseits wird Bundeskanzler Friedrich Merz seinen ohnehin schon angeschlagenen Kulturstaatsminister nicht im Regen stehen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird auch wegen des deutschen Films kein Machtwort sprechen, so wie es einst Angela Merkel tat, als sie ihren Justizminister Heiko Maas düpierte und seinen Gesetzentwurf zum Urheberrecht, der von allen Kreativen als bahnbrechend gefeiert worden war, einkassierte. Klingbeil ist aber nicht irgendein Minister, er ist auch Vizekanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;130 Millionen Förderung bleiben&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der deutsche Film. Wird weitermachen wie bisher. 130 Millionen DFFF und GMPF sind auch in diesem Jahr auszugeben. Vielleicht sei auch allen die Worte von Martin Mosckowicz ans Herz gelegt. In dieser Woche sagte er, knappe Budgets seien manchmal gar nicht so schlecht, weil sie kreative Ideen einforderten. Wobei auch er grundsätzlich für ein Gesetz plädiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 31 Jan 2026 21:26:00 +0100</pubDate>
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    <title>Take the money and Run</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6875-Take-the-money-and-Run.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Kommentar von Katharina Dockhorn zu den von uns &lt;a href=&quot;https://www.baf-berlin.de/blog/archives/6874-Mogelpackung-statt-Milliardendeal-Netflix-uebernimmt-Warner-Bros.-Paramount-ueberbietet.html&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;gestern&lt;/a&gt; dargelegten Investitions-Zahlen des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:7373 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;78&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/BKM_Kulturstaatsminister.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Take the money and Run&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Nenner lässt sich das Papier bringen, mit dem Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die deutsche Filmbranche zukunftsfest aufstellen will. Wie seit Sommer bekannt, präferiert er statt eines Steuersparmodell eine Weiterführung von DFFF und GMPF. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;345&quot; height=&quot;194&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/DFFF-Logo-BKM.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deren Aufstockung verknüpfte er mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung von Streamern und Sendern, in Deutschland zu investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun vorliegende Umsetzungskonzept, das Weimers Chef Friedrich Merz am morgigen Donnerstag, den &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;11. Dezember 2025&lt;/font&gt; im Kabinett vorstellen will und verteidigen muss, sieht freiwillige Zusagen der großen Contentnutzer aus dem deutschen Markt vor. Als letzte Player hatten auch die Gremien der ARD dem Kompromiss zugestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Unverbindliche Zusagen für mehr als 15 Milliarden Euro&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verpflichtungen sind rechtlich unverbindlich, und unter dem Strich stehen dort oft die Summen, die derzeit ausgegeben werden. Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen 2026 bis 2030 6,5 Mrd. Euro in Fiktionales stecken, bislang zahlt alleine die ARD 900 Millionen im Jahr. Die privaten Sender wollen mit 7 Milliarden dabei sein, hier läuft es dann wohl auch auf ein Nullsummenspiel hinaus. So hat RTL gerade angekündigt, im traditionellen TV Angebot einen zweistelligen Millionenbetrag einzusparen, mindestens 600 Arbeitsplätze fallen weg. Das Geld wandert zu RTL+ - unklar ist, wie viele Menschen dann dort in Lohn und Brot stehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streamingdienste verpflichten sich zu Investitionen im Wert von 1,83 Milliarden Euro und kommen vergleichsweise billig weg – eine gesetzliche Investitionsverpflichtung von 15% auf den in Deutschland anfallenden Umsatz, wie zuletzt von Claudia Roth angedacht, würde 2,18 Milliarden bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Lenkungsfunktion über Richtlinien von DFFF und GMPF&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbunden ist dies alles mit der Hoffnung, dass das Geld in Deutschland ausgegeben wird. Verbindlich will dies keiner zusagen, womit sich der Blick zumindest für den Teilbereich Kino und Serie auf die Höhe und die Förderrichtlinien von DFFF und GMPF richten muss, die zum &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;1. Juli 2026&lt;/font&gt; überarbeitet werden sollen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Förderbedingungen gelockert werden. Wer an die Fördertöpfe will, muss das Geld in Deutschland ausgeben. Wer dagegen die Kosten alleine oder mit anderen privaten Investoren trägt und auf deutsche Fördergelder ganz oder teilweise verzichtet, kann weiter frei entscheiden, wohin er in Europa mit seiner Produktion oder Teilen davon geht. Dies wäre auch bei einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung nicht anders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Effekt des Modells wird wohl sein, dass alle Nutzer höhere Budgets auf Kosten der Steuerzahler für geförderte Serien und Filme bewilligen, damit in Deutschland gearbeitet werden kann. Denn die Förderkassen sind dann üppig gefüllt. Knapp 600 Millionen Fördergelder wären im Markt, was bei einer Quote von meist 50% öffentlicher Förderung pro Projekt ungefähr einem Produktionsvolumen von mindestens einer bis zu knapp zwei Milliarden Euro entspricht. Bei drei Milliarden Euro Zusagen in der Investitionsverpflichtung zählen wohl dann auch Entertainment-Formate, Seifenopern und ähnliche Formate mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Zahl der verwirklichten Projekte wird wohl steigen, ohne dass irgendjemand bei den Geldgebern fragt, wer die sehen will und ohne Kinoförderung sehen kann. Erschreckenderweise ist die künstlerische Qualität für den Kulturstaatsminister bedeutungslos, das kleine Wörtchen Kultur taucht im fünfseitigen Papier nicht auf. Es geht ihm ausschließlich um Wirtschaft und Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Knackpunkt bleibt Verzicht auf Steueranreizmodell&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Winde verweht scheinen dagegen die Hoffnungen, dass die große Filmförderreform in Deutschland erneut das große Geld aus Hollywood anzieht, das besonders hohe Regionaleffekte erzielt. Bis zu sechs Euro auf einen Fördereuro geben internationale Großproduktionen in Deutschland aus. Doch DFFF und GMPF sind im Vergleich zu den Steueranreizmodellen in Ländern wie Ungarn, Tschechien oder Malta nicht konkurrenzfähig, wo die Steuerrabatte höher ausfallen und/oder die Kosten niedriger sind. Sie werden weiterhin auch ein Magnet für deutsche Produzenten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30% Steuerrabatt sind in einem Hochlohnland wie Deutschland angesichts der Konkurrenz zu wenig. Es liegt also nicht nur an der mangelnden Planbarkeit bei einer freiwilligen Investitionsverpflichtung, sondern eher auf dem politischen Beharren auf dem DFFF-und GMPF-Modell, deren Etat jedes Jahr vom Bundestag bewilligt werden muss, dass die deutsche Filmbranche in der Krise ist, wie jetzt Produktionsallianz und andere Lobbyverbände beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Rechterückbehalt abgeschwächt&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer höheren Quote könnte auch DFFF und GMPF konkurrenzfähig sein. Nach seiner Einführung hat der DFFF zehn Jahre gut funktioniert, in Babelsberg gaben sich die Stars die Klinke in die Hand. Damals waren die Förderbedingungen in Deutschland top und zogen Talente an, doch längt haben andere Länder weltweit nachgezogen. Den Zug hat Deutschland verpasst, nicht zuletzt, weil die deutschen Produzenten allzu lange Kulturstaatsminister und Ministerinnen mit Standing Ovations feierten, wenn sie ein paar Milliönchen mehr in die Fördertöpfe steckten. Nachhaltige Reformen forderten sie viel zu spät ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbände sind wohl auch unzufrieden, weil ihr Lieblingsanliegen, der Rechterückbehalt, im Gesetzgebungsprozess deutlich abgeschwächt wurde. Zur Erinnerung, der erste Entwurf zur Investitionsverpflichtung von Claudia Roth sah vor, dass selbst bei 100prozentigen Auftragsproduktionen die Rechte zurück an die Produktionsunternehmen gehen sollten. In den Selbstverpflichtungen bleibt es hingegen bei der alten Regel. Die Rechteverteilung richtet sich nach dem Finanzierungsanteil und Risiko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Mangelnde Transparenz und keine Strafen&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kotrollieren soll die Selbstverpflichtungen die FFA, die zu Stillschweigen verpflichtet ist. Transparenz gibt es nicht, da beugt sich Wolfram Weimer dem Willen der Zahler. Unbekannt ist auch, ob und welche Strafen drohen, wenn die Verpflichtung nicht eingehalten wird. Zur Mitte der Legislaturperiode soll das Konstrukt zudem evaluiert werden – daran kann kein Mensch glauben. Vor Mitte 2027 wird es noch keine verlässlichen Auswertungen geben, und nach einem Jahr wäre ein Urteil wohl zu früh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend ist nun, ob Finanzminister Lars Klingbeil die Vorlage von Weimer akzeptiert. In seinem Haus sitzt allerdings sein alter Spezi Björn Böhning als Staatssekretär. Er ist zwar offiziell nicht für den Film zuständig, Klingbeil dürfte aber vielleicht trotzdem seinen Rat suchen. Und Böhning steht aus seinem Engagement bei der Produktionsallianz im Wort, den Rechterückbehalt durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Weimer darf nicht nochmals beschädigt werden&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings rechnet niemand damit, dass das Vorhaben scheitert. Mit seinem Auftritt in der ARD ist der ohnehin schon politisch angeschlagene Wolfram Weimer so weit vorgeprescht, dass der Kanzler eine weitere Beschädigung des Mannes im Zweifel mit seiner Entscheidungsmacht verhindern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz aller verständlichen Bedenken sollte die deutsche Filmbranche sich vorerst mit dem Modell zufriedengeben. Schließlich sind 250 Millionen Film- und Serienförderung beinahe eine Verdoppelung der bisherigen Etats. Die Maßnahme sichert viele Arbeitsplätze in der Branche, denn das Geld muss hier ausgegeben werden. Und es muss erstmal sinnvoll ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;font color=&quot;red&quot;&gt;NACHTRAG:&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Vorstellung des von Wolfram Weimer geplanten Konzeptes wurde am Donnerstag im Koalitionsausschuss von der Tagesordnung ebenso zurückgezogen wie das Gebäudeenergiegesetz, dessen Novelle im Volksmund als &lt;em&gt;&quot;Heizungsgesetz&quot;&lt;/em&gt; bekannt geworden ist und eigentlich abgeschafft werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es klingt fast wie eine Satire, dass Letzteres vielmehr ohne Änderungen in &lt;em&gt;&quot;Gebäudemodernisierungsgesetz&quot;&lt;/em&gt; umbenannt werden soll, was quasi einem Etikettenschwindel gleichkäme, während beim vom Kulturstaatsminister vorgeschlagenen Papier zur Filmförderung offensichtlich größere Bedenken bestanden, sodass es am Donnerstag im Bundestag gar nicht erst erörtert wurde, erklärte uns unsere Kollegin Katharina Dockhorn am Freitag, den &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;12. Dezember 2025&lt;/font&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-----------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;font color=&quot;red&quot;&gt;&lt;big&gt;PS:&lt;/big&gt;&lt;/font&gt; (post scriptum)&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als geflügeltes Wort bekannt gewordene Ausspruch &lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;TAKE THE MONEY AND RUN&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt; ist nicht nur ein bekannter Titel von Woody Allens Mockumentary-Verfilmung aus dem Jahre 1969 über das Leben und die Zeit des unfähigen Bankräubers Virgil Starkwell im San Quentin State Prison von San Francisco, sondern jüngst auch der Titel des beim DOK Leipzig Festival präsentierten Dokumentarfilms von Ole Junckers über den dänischen Konzept-Künstler Jens Haaning, der eine mit 70.000 € bereits bezahlte Auftragsarbeit nicht ausführte, sondern stattdessen drei eingepackte leere Leinwände abgab und weglief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelgebend ist das Wort auch im gleichnamigen Lied und Songtext der Steve Miller Band, das 1976 auf dem Album &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Fly like an Eagle&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; erschien ist, sowie in einer neuen sechsteiligen True-Crime-Serie des ZDF, die auf wahren Begebenheiten beruht und den Aufstieg und Fall der &lt;em&gt;&quot;Kryptoqueen&quot;&lt;/em&gt; Dr. Ruja Ignatova zeigt, eine der größten Finanzbetrügerinnen aller Zeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laut Katharina Dockhorn sehenswerte sechsteilige ZDF-Serie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://presseportal.zdf.de/trailer/trailer/take-the-money-and-run-1&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;&quot;Take the Money and Run&quot;&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; feiert allerdings erst Anfang 2026 ihre Premiere. Wie das ZDF mitteilte, steht die Produktion von Pyjama Pictures ab Montag, den &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;5. Januar 2026&lt;/font&gt; im Streaming-Portal des Senders zur Verfügung. Geplant ist darüber hinaus auch eine lineare Ausstrahlung bei ZDFneo ab dem &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;11. Januar 2026&lt;/font&gt; jeweils sonntags um &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;20:15 Uhr&lt;/font&gt; in Doppelfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hauptrolle als Dr. Ruja Ignatova ist Nilam Farooq (&lt;strong&gt;&lt;em&gt;„jerks.“, „8 Zeugen“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;) zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Synopsis:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 gründete Dr. Ruja Ignatova (Farooq) mit &lt;em&gt;„OneCoin“&lt;/em&gt; eine neue Kryptowährung, die recht schnell ein wachsendes Imperium in der weltweiten Finanzwelt wird. Drei Jahre später macht sie sich mit einem zweistelligen Milliardenbetrag veruntreuten Geldes aus dem Staub, nachdem sie zahllose Investoren betrogen hatte. Zurück bleibt ihr Geschäftspartner Sebastian Greenwood (Charlie Petersson) ebenso wie ihr wichtigster Geldwäscher Gilbert Armenta (Mads Korsgaard), die beide verhaftet werden, nachdem der gigantische Betrug aufflog. Das FBI, Europol und das BKA heften sich unerbittlich an Rujas Fersen – doch dann verliert sich ihre Spur im Nirgendwo. Bis heute bleibt die meistgesuchte Frau der Welt verschwunden.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Dec 2025 19:44:00 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Mogelpackung statt Milliardendeal | Netflix übernimmt Warner Bros. | Paramount überbietet </title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6874-Mogelpackung-statt-Milliardendeal-Netflix-uebernimmt-Warner-Bros.-Paramount-ueberbietet.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Mogelpackung statt Milliardendeal: Was die vorgelegten Zahlen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wirklich zeigen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:7290 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;192&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Produktionsallianz_der_Produzenten.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;11. Dezember 2025&lt;/font&gt; geht es im Koalitionsausschuss um die Frage der Investitionen von Sendern und Streamern, mit dem der BKM für seinen Weg der &lt;em&gt;„Selbstverpflichtung“&lt;/em&gt; wirbt. Von insgesamt (knapp) 15,5 Mrd. Euro, die für fünf Jahre an rechtlich unverbindlichen Absichtserklärungen im Raum stehen sollen, kämen demnach 1,83 Mrd. Euro aus dem VoD-Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Der &lt;strong&gt;B&lt;/strong&gt;eauftragte der Bundesregierung für &lt;strong&gt;K&lt;/strong&gt;ultur und &lt;strong&gt;M&lt;/strong&gt;edien Dr. Wolfram Weimer kündigte an, in den kommenden fünf Jahren würden &lt;em&gt;„Summen in Milliardenhöhe von den weltweiten Konzernen in die deutsche Filmproduktion fließen“&lt;/em&gt;.&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein internes BKM-Papier, das der Produktionsallianz seit dem &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;7. Dezember 2025&lt;/font&gt; vorliegt, zeigt jedoch, dass Selbstverpflichtungen ein Irrweg sind. Die Produktionsallianz setzt in einem eigenen Papier diese Zahlen in den Kontext der maßgeblichen Branchenstatistiken und -studien. (PwC, Goldmedia, Ampere Analysis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu erklärt die CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz Michelle Müntefering:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Unsere in dieser Woche veröffentlichte Herbstumfrage zeigt in aller Klarheit die schwierige Lage vieler Produktionsunternehmen in Deutschland. Ein genauer Blick auf die Zahlen fällt daher ernüchternd aus. Denn klar wird: Die von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer angekündigten „Investitionsmilliarden“ entpuppen sich als Mogelpackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „freiwillige Selbstverpflichtung“ von Amazon, Netflix &amp;amp; Co. soll in den kommenden 5 Jahren lediglich 1,83 Mrd. Euro an Investitionen nach Deutschland bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ARD und ZDF investierten im Jahr 2024 bereits 1,75 Mrd. Euro, dazu kamen die privaten Sender mit 1,78 Mrd. Euro. Auf 5 Jahre gerechnet liegen allein die gesamten Investitionen der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender in Deutschland bei 8,9 Mrd. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Investitionsverpflichtung in Höhe von 15% auf die in Deutschland erwirtschafteten Umsätze würde insbesondere wegen der hohen Wachstumsraten des Streamingmarktes im gleichen Zeitraum bis zu 3,88 Mrd. Euro bedeuten. Die angekündigten 1,83 Mrd. Euro (2026–2030) der internationalen Streamer sind also wenig überzeugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit lautet: Mit freiwilligen Selbstverpflichtungen wird nicht einmal die Hälfte der Investitionen mobilisiert, die mit einer gesetzlichen Investitionspflicht möglich wären. Zudem sind diese freiwilligen Zusagen äußerst intransparent – es ist weder klar, welche Investitionen genau darunterfallen, noch, wie deren Einhaltung kontrolliert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen unabsehbare Entwicklungen der internationalen Player, das zeigt gerade wieder die Übernahme durch Netflix von Warner. Wenn sie also lediglich den heutigen Stand der Dinge abbildet, wird jegliche freiwillige Verpflichtung schnell obsolet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest steht: So wird der Koalitionsvertrag nicht erfüllt und der Filmstandort nicht gestärkt. Im Gegenteil. Deutschland wird ohne eine gesetzliche Regelung im internationalen Wettbewerb weiter abgehängt. Wir fordern weiterhin die Einführung einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung. Nur sie schafft Transparenz, Planungssicherheit und Vertrauen in den Filmstandort Deutschland.”&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zum &lt;a href=&quot;https://produktionsallianz.de/wp-content/uploads/2025/12/Mogelpackung-statt-Miliardenimpuls.pdf&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Download&lt;/a&gt; vorliegende Grafik der Produktionsallianz zeigt die Mogelpackung auf einen Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://produktionsallianz.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;produktionsallianz.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
++++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:2084 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;434&quot; height=&quot;76&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/VdA_Agenturen_Verband.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;VdA-Statement: Die „Selbstverpflichtung“ von BKM und Branche setzt die Zukunft kreativer Berufe aufs Spiel.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Der Verband der Agenturen (VdA) äußert sich ebenfalls mit großer Sorge zur vom Beauftragten für Kultur und Medien angekündigten Selbstverpflichtung von Sendern und Streamingdiensten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nun präsentierte Lösung nimmt für sich in Anspruch, Investitionen in Milliardenhöhe auszulösen, bleibt aber ohne jede rechtliche Verbindlichkeit und gefährdet damit den Film und Produktionsstandort Deutschland sowie insbesondere die kreative Infrastruktur und künstlerische Beschäftigungssituation unserer Klientinnen und Klienten. Die aktuelle Ankündigung erzeugt lediglich den Eindruck eines großen Impulses, ohne tatsächlich verbindliche Mittel zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit fehlt jegliche Planungssicherheit. Ohne verbindliche Regeln wird die deutsche Film- und Serienproduktion weiter ins Ausland verlagert, sodass inländische Wertschöpfung verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Agenturen bedeutet dies erhebliche Risiken: Weniger heimische Produktion führt zu weniger Arbeitsmöglichkeiten, zu stärkerem Wettbewerb um einzelne Rollen und zu weiterer struktureller Unterfinanzierung kreativer Arbeit. Schauspielerinnen und Schauspieler, Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren sowie Regieteams verlieren Planungssicherheit. Die notwendige Nachwuchsförderung droht auszutrocknen. Talente werden gezwungen, ihre berufliche Zukunft in anderen Märkten zu suchen. Rechte an deutschen Inhalten drohen dauerhaft den Besitzer zu wechseln und die kreative Stimme Deutschlands verstummt im globalen Wettbewerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VdA fordert die Bundesregierung und alle Beteiligten auf, die Verhandlungen nicht als abgeschlossen zu betrachten. Deutschland braucht ein verlässliches, modernes und international konkurrenzfähiges System der Investitionspflicht für audiovisuelle Inhalte. Es braucht klare Regeln für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und echte Wertschöpfung im Inland. Nur so kann die deutsche Agentur und Produktionslandschaft überleben und eine düstere Zukunft abwenden, in der der Standort nachhaltig geschwächt wird und kulturelle Vielfalt verloren geht.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://verband-der-agenturen.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;verband-der-agenturen.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
++++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6700 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;382&quot; height=&quot;80&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Crew_United.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auch Crew United, das Netzwerk der Filmbranche, widmet sich dem BKM-Thema sowie der Übernahme von Warner Bros. durch Netflix.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien geht Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen) – bekanntermaßen ein ausgesprochener Kritiker des BKM – mit den nun gemachten Ankündigungen hart ins Gericht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Diese angekündigten Investitionen in den Filmstandort Deutschland sind eine große Luftnummer. Ein Großteil der genannten Summen war ohnehin geplant und wird wohl kaum dazu führen, dass mehr Filme in Deutschland produziert werden. Zudem schaffen die freiwilligen Absichtserklärungen keinerlei Verbindlichkeit. Sie bieten weder Planungssicherheit noch sorgen sie dafür, dass dauerhaft mehr Investitionen nach Deutschland fließen. Wolfram Weimer sind anscheinend Schlagzeilen mal wieder wichtiger als substanzielle und nachhaltige Fortschritte“&lt;/em&gt;, so Lehmann.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berechnungen umfassen laut dem Papier Netflix, Amazon Prime, Disney, RTL+, ProSiebenSat.1, Sky und Apple, Zahlen für Paramount+ lagen demzufolge nicht vor. Auch die Summe von 6,5 Mrd. Euro, die von den öffentlich-rechtlichen Sendern kommen soll, basiert derzeit nur auf einer Annahme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist die jetzt im Raum stehende Summe von aufgerundeten 15,5 Mrd. Euro zumindest insofern Augenwischerei, als es von Anfang an primär um Investitionen der Streamer ging, deren Absichtserklärungen sich auf deutlich unter zwei Milliarden belaufen. Tatsache ist, dass der BKM im Gesprächsprozess natürlich keinerlei Vorgaben hinsichtlich der lokalen Verortung der Ausgaben in Deutschland machen konnte, weil Selbstverpflichtungen europarechtlich ebensowenig zulässig gewesen wären, wie eine entsprechende Passage in einem deutschen Gesetzestext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;center&gt;&lt;strong&gt;Crew United befasst sich darüber hinaus mit der Übernahme von Warner Bros. durch Netflix, wie am Wochenende gemeldet wurde.&lt;/strong&gt;&lt;/center&gt;&lt;/font&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am Freitag hatte Netflix ein Angebot für Warner Bros. Studio- und Streaminggeschäft in Höhe von rund 83 Milliarden Dollar abgegeben. Damit würde der Streamingpionier die Kontrolle über eines der wertvollsten Film- und Fernseharchive Hollywoods erlangen, zu dem etwa die Rechte an „Harry Potter“ gehören. Bei Netflix sieht man den Deal offenbar schon in trockenen Tüchern, obwohl der Deal erst binnen der nächsten eineinhalb Jahre über die Bühne gehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hat auch der Unterhaltungskonzern Paramount mit einem Gegenangebot angekündigt, den in Hollywood gegründeten Medienkonzern komplett für über 108 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Eine Kaufvereinbarung zwischen Paramount und Warner Bros gibt es jedoch nicht, vielmehr handelt es sich um den Versuch einer feindlichen Übernahme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;red&quot;&gt;&lt;strong&gt;MÖGLICHE FOLGEN DER NETFLIXÜBERNAHME VON WARNER&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;center&gt;FÜR DIE DEUTSCHE FILMBRANCHE&lt;br /&gt;
Weniger Aufträge für unabhängige Produzent*innen&lt;br /&gt;
Noch stärkerer Preisdruck auf Budgets &amp;amp; Gagen&lt;br /&gt;
Weniger Risiko, weniger Experimente&lt;br /&gt;
Mehr Buyouts, weniger faire Beteiligungen&lt;br /&gt;
Stärkerer Fokus auf globale Mainstream-Stoffe &lt;br /&gt;
 statt lokale Vielfalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FÜR DIE STREAMINGLANDSCHAFT IN DEUTSCHLAND&lt;br /&gt;
Markt kippt Richtung Oligopol&lt;br /&gt;
Warner-Inhalte exklusiv bei Netflix&lt;br /&gt;
Abos werden teurer&lt;br /&gt;
Weniger echte Alternativen&lt;br /&gt;
Algorithmen statt Redaktionen bestimmen Inhalte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FÜR DAS KINO&lt;br /&gt;
Kürzere Kinoauswertungen&lt;br /&gt;
Mittelgroße Filme verlieren ihr Geschäftsmodell&lt;br /&gt;
Kino wird reines Event-Medium&lt;br /&gt;
Weitere Kinoschließungen wahrscheinlich&lt;br /&gt;
Blockbuster überleben – der Rest wird verdrängt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FÜR ZUSCHAUER*INNEN&lt;br /&gt;
Preissteigerungen sehr wahrscheinlich&lt;br /&gt;
Weniger Vielfalt, mehr Franchise-Ware&lt;br /&gt;
Serien werden schneller abgesetzt&lt;br /&gt;
Mehr Datensammlung &amp;amp; Werbetargeting&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SYSTEMISCHE RISIKEN&lt;br /&gt;
Extreme Marktkonzentration&lt;br /&gt;
Kreative Verarmung durch Renditelogik&lt;br /&gt;
Politischer &amp;amp; kartellrechtlicher Sprengstoff&lt;br /&gt;
Globale Plattform verdrängt nationale Filmkultur&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://www.crew-united.com/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.crew-united.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 09 Dec 2025 00:01:00 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>OSCAR-Bewerbungen für den Internationalen Spielfilm | Golden-Globes-Nominierungen</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6817-OSCAR-Bewerbungen-fuer-den-Internationalen-Spielfilm-Golden-Globes-Nominierungen.html</link>
            <category>Auszeichnungen</category>
            <category>Neuigkeiten</category>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Im März 2026 werden die Oscars verliehen. 86 Länder können sich Hoffnung auf den Auslandspreis machen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1130 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;71&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Oscar_Academy.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auslands-Oscar: 86 Filme im Rennen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filmbeiträge aus 86 Ländern bewerben sich für den sogenannten Auslands-Oscar, der auch nicht mehr &lt;em&gt;&quot;Bester fremdsprachiger Film&quot;&lt;/em&gt; heißen darf, weil man sich an dem Wort &lt;em&gt;&quot;fremd&quot;&lt;/em&gt; gestört hat, sondern nun in der Kategorie &quot;International Feature Film&quot; eingeordnet ist, wie die Oscar-Akademie in Los Angeles mitteilte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&quot;Wir glauben, dass &#039;Internationaler Spielfilm&#039; diese Kategorie besser repräsentiert und eine positive und inklusive Sicht eröffnet auf das Filmemachen und auf Film als Kunst und universelle Erfahrung&quot;&lt;/em&gt;, so die Academy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem sind derzeit keine Regeländerungen in Bezug auf Filme von Streaminganbietern wie Netflix vorgesehen. &lt;em&gt;&quot;Wir werden die tief greifenden Veränderungen in der Filmindustrie weiter verfolgen&quot;&lt;/em&gt;, so Academy-Präsident John Bailey, &lt;em&gt;&quot;und mit unseren Mitgliedern weiter über dieses Thema diskutieren.&quot;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland ist für die &lt;strong&gt;98.&lt;/strong&gt; Oscar-Verleihung im kommenden März mit dem Drama &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;In die Sonne schauen&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Mascha Schilinski vertreten. German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, hat den Beitrag der Berliner Regisseurin  ausgewählt. Er handelt von vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben. Es geht unter anderem um häusliche Gewalt, verdrängte Sehnsüchte und vererbte Traumata.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier der &lt;a href=&quot;https://youtu.be/EkFiPOQ8M08&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;Trailer&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/EkFiPOQ8M08&quot; title=&quot;In die Sonne schauen - Trailer&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit haben die vier anderen deutschen Mittbewerber der Vorauswahl leider das Nachsehen. Eine unabhängige Fachjury hatte neben Mascha Schilinskis ausgewählten Film folgende Werke nominiert: &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Amrum&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Fatih Akin, die von Sandra Maischberger produzierte Doku &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Riefenstahl&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; sowie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Cranko&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Joachim Lang und der Antikriegsfilm &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Tiger&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Dennis Gansel.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich bewirbt sich mit &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Ein ein­facher Unfall&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; des iranischen Regis­seurs Jafar Panahi, Norwegen mit dem Familiendrama &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Sentimental Value&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, das wir gerade &lt;a href=&quot;https://www.baf-berlin.de/blog/archives/6873-Joachim-Triers-Sentimental-Value-eroeffnete-Weltkinofestival.html&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;gestern&lt;/a&gt; besprochen haben, Spanien ist mit dem verstörenden Techno-Roadmovie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Sirât&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; vertreten, Brasilien mit dem korrupten Polizei-Thriller &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;The Secret Agent&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; und die Schweiz schickt die taffe Krankenschwester-&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Heldin&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; mit Leonie Benesch ins Rennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt aber nicht, dass die favorisierten Werke es auf die Shortlist oder sogar unter die Oscar-Nominierten schaffen, denn die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wählt aus allen Bewerbungen nur 15 Filme für eine «Shortlist» aus, die am 16. Dezember 2025 bekannt gegeben werden soll. Daraus werden dann am 22. Januar 2026 fünf Filme für die Endrunde nominiert. Die 98. Oscarverleihung findet am 15. März 2026 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vorigen Januar hatte es für Deutschland der Politthriller &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Die Saat des heiligen Feigenbaums&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; des Iraners Mohammad Rasoulof in die Oscar-Endrunde geschafft. Die Trophäe als bester internationaler Film ging am Ende an das brasilianische Drama &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Für immer hier&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Walter Salles. 2023 holte die deutsche Literaturverfilmung &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Im Westen nichts Neues&quot;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Regisseur Edward Berger vier Oscars, darunter in der Sparte Internationaler Film. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://www.oscars.org/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.oscars.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
++++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6627 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;370&quot; height=&quot;113&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Medienboard-Logo-neu.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;11 Golden-Globes-Nominierungen für die MBB-geförderten Filme&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin / Potsdam, den &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;08. Dezember 2025&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit insgesamt 8 Nominierungen geht SENTIMENTAL VALUE von Joachim Trier, produziert von den Berliner Komplizen Janine Jackowski und Jonas Dornbach, ins Rennen um die Golden Globes. Kleber Mendonça Filhos von der Berliner Produktionsfirma One Two Films koproduzierter Film THE SECRET AGENT ist insgesamt 3 Mal nominiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Sarah Duve-Schmid, MBB-Geschäftsführerin: &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;Wir freuen uns und gratulieren den MBB-geförderten Filmen SENTIMENTAL VALUE und THE SECRET AGENT und ihren Teams und Produzent:innen zu großartigen 11 Golden-Globes-Nominierungen. Beide Filme sind weltweite Festivalerfolge, die für großes internationales Kino aus der Hauptstadtregion stehen.&quot;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://www.medienboard.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.medienboard.de&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++++++++++++++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:7111 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;355&quot; height=&quot;196&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Golden_Globes_neu.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Thomas Andersons gefeierter Action-Thriller &lt;strong&gt;&lt;em&gt;„One Battle After Another“&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; führt mit neun Nominierungen die Liste der Filmnominierten bei den Golden Globes 2026 an, darunter „Bester Film – Musical oder Komödie“ sowie „Bester Regisseur“ und „Bestes Drehbuch“ für Anderson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Film – Drama&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankenstein&lt;br /&gt;
Hamnet&lt;br /&gt;
Ein einfacher Unfall&lt;br /&gt;
The Secret Agent&lt;br /&gt;
Sentimental Value&lt;br /&gt;
Blood &amp;amp; Sinners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Film – Musical oder Komödie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blue Moon&lt;br /&gt;
Bugonia&lt;br /&gt;
Marty Supreme&lt;br /&gt;
No Other Choice&lt;br /&gt;
Nouvelle Vague&lt;br /&gt;
One Battle After Another&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beste Darstellerin – Drama&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jessie Buckley (Hamnet)&lt;br /&gt;
Jennifer Lawrence (Die My Love)&lt;br /&gt;
Renate Reinsve (Sentimental Value)&lt;br /&gt;
Julia Roberts (After the Hunt)&lt;br /&gt;
Tessa Thompson (Hedda)&lt;br /&gt;
Eva Victor (Sorry, Baby)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Darsteller – Drama&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joel Edgerton (Train Dreams)&lt;br /&gt;
Oscar Isaac (Frankenstein)&lt;br /&gt;
Dwayne Johnson (The Smashing Machine)&lt;br /&gt;
Michael B. Jordan (Blood &amp;amp; Sinners)&lt;br /&gt;
Wagner Moura (The Secret Agent)&lt;br /&gt;
Jeremy Allen White (Springsteen: Deliver Me From Nowhere)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beste Darstellerin – Musical oder Komödie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rose Byrne (If I Had Legs I’d Kick You)&lt;br /&gt;
Cynthia Erivo (Wicked: Teil 2)&lt;br /&gt;
Kate Hudson (Song Sung Blue)&lt;br /&gt;
Chase Infiniti (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
Amanda Seyfried (The Testament of Ann Lee)&lt;br /&gt;
Emma Stone (Bugonia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Darsteller – Musical oder Komödie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timothée Chalamet (Marty Supreme)&lt;br /&gt;
George Clooney (Jay Kelly)&lt;br /&gt;
Leonardo DiCaprio (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
Ethan Hawke (Blue Moon)&lt;br /&gt;
Lee Byung-hun (No Other Choice)&lt;br /&gt;
Jesse Plemons (Bugonia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beste Nebendarstellerin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emily Blunt (The Smashing Machine)&lt;br /&gt;
Elle Fanning (Sentimental Value)&lt;br /&gt;
Ariana Grande (Wicked: Teil 2)&lt;br /&gt;
Inga Ibsdotter Lilleaas (Sentimental Value)&lt;br /&gt;
Amy Madigan (Weapons)&lt;br /&gt;
Teyana Taylor (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Nebendarsteller&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benicio del Toro (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
Jacob Elordi (Frankenstein)&lt;br /&gt;
Paul Mescal (Hamnet)&lt;br /&gt;
Sean Penn (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
Adam Sandler (Jay Kelly)&lt;br /&gt;
Stellan Skarsgård (Sentimental Value)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Film – Nicht-englischsprachig&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein einfacher Unfall&lt;br /&gt;
No Other Choice&lt;br /&gt;
The Secret Agent&lt;br /&gt;
Sentimental Value&lt;br /&gt;
Sirat&lt;br /&gt;
Die Stimme von Hind Rajab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beste Regie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Thomas Anderson (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
Ryan Coogler (Blood &amp;amp; Sinners)&lt;br /&gt;
Guillermo del Toro (Frankenstein)&lt;br /&gt;
Jafar Panahi (Ein einfacher Unfall)&lt;br /&gt;
Joachim Trier (Sentimental Value)&lt;br /&gt;
Chloé Zhao (Hamnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bestes Drehbuch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Thomas Anderson (One Battle After Another)&lt;br /&gt;
Ronald Bronstein und Joshua Safdie (Marty Supreme)&lt;br /&gt;
Ryan Coogler (Blood &amp;amp; Sinners)&lt;br /&gt;
Jafar Panahi (Ein einfacher Unfall)&lt;br /&gt;
Eskil Vogt und Joachim Trier (Sentimental Value)&lt;br /&gt;
Chloé Zhao und Maggie O’Farrell (Hamnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Film – Animiert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arco&lt;br /&gt;
Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Infinity Castle&lt;br /&gt;
Elio&lt;br /&gt;
KPop Demon Hunters&lt;br /&gt;
Little Amélie or the Character of Rain&lt;br /&gt;
Zoomania 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beste Musik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankenstein&lt;br /&gt;
Blood &amp;amp; Sinners&lt;br /&gt;
One Battle After Another&lt;br /&gt;
Hamnet&lt;br /&gt;
F1: Der Film&lt;br /&gt;
Sirat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bester Song&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dream as One“ (Avatar 3: Fire and Ash)&lt;br /&gt;
„Golde“ (KPop Demon Hunters)&lt;br /&gt;
„I Lied to You“ (Blood &amp;amp; Sinners)&lt;br /&gt;
„No Place Like Home“ (Wicked: Teil 2)&lt;br /&gt;
„The Girl in the Bubble“ (Wicked: Teil 2)&lt;br /&gt;
„Train Dreams“ (Train Dreams)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Infos zu den nominierten Serien gibt es auf der Website der Golden Globes. Die Preisverleihung findet am &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;11. Januar 2026&lt;/font&gt; in Los Angeles statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;https://goldenglobes.com/nominations/2026&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;goldenglobes.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Dec 2025 00:08:00 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Junge Leute braucht die Berlinale</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6872-Junge-Leute-braucht-die-Berlinale.html</link>
            <category>Filmfestivals</category>
            <category>Neuigkeiten</category>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Nach Londoner Vorbild umwirbt Berlinale Leiterin Tricia Tuttle die nächste Generation von Kinoliebhabern.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:2039 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;218&quot; height=&quot;129&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Berlinale_logo_gr.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berlinale 2026 wirft ihre Schatten voraus. Während der Kinostartplan zu Spekulationen über mögliche deutsche Wettbewerbsbeiträge und Gala-Premieren einlädt, zeichnen sich einige organisatorische Veränderungen ab. Das Festival muss mit zwei Millionen Euro weniger aus dem Bundeshaushalt auskommen. Trotzdem will Tricia Tuttle weiter auf die jungen Zuschauer zugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihrem ersten Berlinale Jahrgang 2025 zog Berlinale Leiterin Tricia Tuttle heute in Berlin eine positive Bilanz. Berlin sei nach wie vor das größte Publikumsfestival der Welt. 340.972 Tickets wurden für die 947 Screenings von 243 Filmen verkauft, das ist ein neuer Rekord. Insgesamt verzeichnete das Event 455.742 Kinobesucher, die restlichen Karten gingen an die 17.134 Akkreditierten aus dem Fachpublikum und vom EFM sowie an 2429 berichtende Journalisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Vorstellungen im eWerk und im Arsenal&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der endgültigen Schließung des Arsenals wollte das Forum ins Silent Green umziehen, doch dort wird das noch im Bau befindliche Kino erst im April 2026 eröffnen. Das Forum wird daher mit einem Teil des Programms ins Cinema Paris ausweichen. Das alte Kino Arsenal am Potsdamer Platz wird reaktiviert, allerdings nur für Vorstellungen für Akkreditierte und nicht für das Publikum. Die Retrospektive zeigt ihr Programm künftig im neuen Standort der Kinemathek im eWerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Augenmerk legt Tricia Tuttle auf das junge cinephile Publikum. Die Instagram-Präsenz des Festivals wurde ausgebaut, der im vergangenen neu gestarteten TicToc-Kanal der Berlinale hatte innerhalb weniger Tage bereits mehr als 60.000 Follower. Das Pilotprojekt mit einem Special-Badge für Zuschauer zwischen 14 und 25 für den Besuch der Vorstellungen des Generationen-Programms ist offenbar so gut angenommen worden, dass das Angebot nicht nur verstetigt wird. Dazu kommt ein Kartenkontingent für den ermäßigten Preis von sechs Euro je Karte für viele Vorstellungen aus dem Gesamtprogramm für die jungen Leute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem bewährten Talent Campus wird es im kommenden Festivaljahrgang ein weiteres Angebot für den Filmnachwuchs geben. Innerhalb des Marktes organisiert die Berlinale an einem Tag ein Filmschool Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;Stabile Partnerschaften bei den Sponsoren&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tricia Tuttle leistet sich dies, obwohl sie wohl sparen muss. Der Zuschuss aus dem Etat von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bleibt bei 10,9 Millionen Euro. Er wird nicht wie seine Vorgängerin Claudia Roth zwei Millionen Euro draufpacken. Ob Berlin wieder einen Zuschuss von einer Million Euro gibt, war am Vormittag über die Pressestelle der Berlinale noch nicht zu erfahren. Dort wird auch beruhigt. Die Sponsoring- und Werbepartner der Berlinale seien ihr trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds treu geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NACHTRAG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat heute im Laufe des Tages den Doppelhaushalt 2026/27 beschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Er sieht tatsächlich einen Zuschuss von einer Million Euro vom Land Berlin an die Berlinale vor.&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
In den kommenden Tagen soll der Etat vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Dockhorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 05 Dec 2025 18:40:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://baf-berlin.de/blog/archives/6872-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Erneuter Appell der deutschen Filmbranche für eine Investitionsverpflichtung</title>
    <link>https://baf-berlin.de/blog/archives/6840-Erneuter-Appell-der-deutschen-Filmbranche-fuer-eine-Investitionsverpflichtung.html</link>
            <category>Verbände - Infos</category>
    
    <comments>https://baf-berlin.de/blog/archives/6840-Erneuter-Appell-der-deutschen-Filmbranche-fuer-eine-Investitionsverpflichtung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://baf-berlin.de/blog/wfwcomment.php?cid=6840</wfw:comment>

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    <author>nospam@example.com (Filmfan)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Deutschlands Filmfinanzierung lebt von der Mischung aus staatlicher und privater Finanzierung. Doch die Umsetzung des zentralen filmpolitischen Instruments einer belastbaren und wirkungsvollen Investitionsverpflichtung ist akut bedroht. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:7290 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;192&quot;  src=&quot;https://baf-berlin.de/blog//uploads/Produktionsallianz_der_Produzenten.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem oben aufgeführten Appell richteten sich am &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;23. September 2025&lt;/font&gt; zahlreiche prominente Filmschaffende an den aktuellen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (&lt;a href=&quot;https://kulturstaatsminister.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;BKM&lt;/a&gt;), Staatsminister Dr. Wolfram Weimer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel des Appells ist es, dass die deutsche Produktionswirtschaft nicht zur verlängerten Werkbank amerikanischer Plattformen wird. Herr Dr. Weimer, schaffen Sie das Level Playing Field, auf dem unsere heimischen Produktionen in einen fairen Wettbewerb treten können und das Potenzial unserer Branche sichtbar wird, heißt es sinngemäß in dem offenen Brief weiter.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland war einst Vorreiter: Mit dem Filmförderungsgesetz der 1960er Jahre wurde ein Modell geschaffen, das Vielfalt, Innovation und eine starke Kreativwirtschaft ermöglicht hat. Bis heute ist die Branchenabgabe ein unverzichtbares Fundament unserer Filmfinanzierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell ziehen internationale Streamingdienste jedoch immer größere Werbegelder und Gewinne aus dem deutschen Markt ab – ohne hier substanziell zu investieren. Das muss sich ändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investitionsverpflichtung steht zu Recht im Koalitionsvertrag: Sie ist das Instrument, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, Wertschöpfung im Land zu halten und kreative Exzellenz an den Standort zu binden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Produktionsbranche ist stark: Talente und Stars strahlen weltweit, deutsche Filme, Serien und Formate laufen auf renommierten Festivals und werden international verkauft. Doch die Rahmenbedingungen sind im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarländern schwieriger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Grund wird in Deutschland immer weniger produziert, während die Produktionswirtschaft in anderen Ländern nachhaltig floriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich hat gezeigt, wie es geht: Mit einem Investitionsverpflichtungsgesetz stärkte es 2021 seine Branche und sicherte Wachstum. Auch in anderen europäischen Ländern wie Italien gibt es derlei Verpflichtungen in Form eines Gesetzes. Und auch in unserem Nachbarland Österreich ist eine Umsetzung vorgesehen. Deutschland hingegen diskutiert und verliert Zeit, während Produktionen ins Ausland abwandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;center&gt;&lt;font color=&quot;#800000&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;big&gt;Deutsche Filmbranche steht geschlossen hinter der Investitionsverpflichtung&lt;/big&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;/center&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, &lt;font color=&quot;#FF8040&quot;&gt;24. September 2025&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung die Vollendung der Filmreform zugesagt. Damit dieses Versprechen eingelöst werden kann, ist die Investitionsverpflichtung mit Rechterückbehalt entscheidend – sie ist das zentrale filmpolitische Instrument für die Zukunft der Filmwirtschaft. Eine Investitionsverpflichtung verpflichtet Streamingdienste und Sender dazu, einen festen Anteil ihrer in Deutschland erzielten Umsätze wieder in hiesige Produktionen zu investieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Appell macht deutlich: Die deutsche Film- und Fernsehbranche steht geschlossen hinter diesem Ziel. Denn die Investitionsverpflichtung hält Wertschöpfung im Land, stärkt kreative Vielfalt, sichert Arbeitsplätze und verschafft der Branche faire Chancen im internationalen Wettbewerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist nicht der Moment für weitere Verzögerungen. Der Filmstandort Deutschland braucht ein klares Signal. Das Investitionsverpflichtungsgesetz muss zügig auf den Weg gebracht werden, heißt es einen Tag später in einer Meldung der Produktionsallianz, den auch die AG Dok, die Deutsche Filmakademie und die Vereinigung unabhängiger Produzenten mittrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit der Film in Deutschland mutig, originell und international relevant bleibt, braucht es auch den politischen Mut zu Reformen und ein stabiles Fördersystem, das Qualität und Vielfalt fördert. Deswegen ist es Zeit, dass nach der Reform des FFG jetzt auch Steueranreize und die Investitionsverpflichtung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, &lt;font color=&quot;#648DD4&quot;&gt;30. Juli 2025&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Erhöhung von bislang 133 Mio. Euro (2025) auf insgesamt 250 Mio. Euro wurden die Fördermittel des Bundes (DFFF I, II und GMPF) nahezu verdoppelt. Damit legte die Bundesregierung bereits in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit die Basis für eine neue, attraktive Produktionsförderung sowie wirksame, effiziente und verlässliche Lösungen zur Vollendung der Filmreform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, muss ein Anreizsystem jedoch mit einer wirkungsvollen Investitionsverpflichtung einhergehen, damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Filmstandort Deutschland entstehen. Die deutliche und mittelfristige Anhebung der bestehenden Anreizförderung auf Zuschussbasis bringt erst dem Produktionsstandort Deutschland den dringend benötigten finanziellen Rahmen und langfristige Planungssicherheit zurück. Das ist ein wichtiges Signal zur nachhaltigen Stärkung der deutschen Filmwirtschaft im internationalen Wettbewerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Blick darauf, dass die Filmförderreform parteiübergreifend als kommunizierende Röhren konzipiert wurde, ist die gleichzeitige Einführung der Investitionsverpflichtung mit Rechterückbehalt und Anreizen für Investitionen in Kino- und Talentfilme konsequent. Es ist nur fair, wenn ein Teil des Umsatzes, den große Streamingunternehmen in Deutschland generieren, in unabhängige deutsche Kinospielfilme und Serien investiert werden muss. So wird Deutschland wieder Filmland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links: &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;a href=&quot;https://produktionsallianz.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;produktionsallianz.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.agdok.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.agdok.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.deutsche-filmakademie.de/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.deutsche-filmakademie.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.prog.film/&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;www.prog.film&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste der 27 prominenten Filmemacher*innen, welche den Appell unterschrieben haben, finden sie &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://produktionsallianz.de/wp-content/uploads/2025/09/Appell-deutscher-Filmschaffender_Entscheidung-jetzt-fuer-die-Investitionsverpflichtung_mit-Unterschriften_September-2025_.pdf&quot;target=&quot;_blank&quot; &gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 28 Sep 2025 00:04:00 +0200</pubDate>
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