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Medienboard: Studie zu Film- und TV-Produktionen

Berlin-Brandenburg Filmstandort Nr. 1 in Deutschland



Die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, kurz "das Medienboard" genannt, ein staatliches Unternehmen für Filmförderung und Standortmarketing der deutschen Bundesländer Berlin und Brandenburg, verzeichnet ganz aktuell einen Rekord bei Förderanträgen im Bereich Innovative Audiovisuelle Inhalte. Mit 42 eingereichten Förderanträgen und einem beantragten Fördervolumen von knapp 2,3 Millionen Euro sind die Antragszahlen für die erste Fördersitzung des Jahres so hoch wie noch nie.

Vor dem Hintergrund der International Games Week Berlin, die vom 8.–13. April 2014 in der Hauptstadt stattfindet, will das Medienboard die Wirtschaftskraft für den Bereich Games, Apps und crossmediale Projekte mit einem Jahresbudget von einer Million Euro stärken und weiter ausbauen.

Darüber hinaus hat das Medienboard bei der renommierten, unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young eine Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden wie der Film- und Fernsehstandort Berlin-Brandenburg im Vergleich zu den altbekannten Film, TV und Medienstandorten München, Hamburg und Köln abschneidet.

Mit der Wiedervereinigung war auch der 100-jährige, ehemalige alte UFA Film-Standort Babelsberg (später DEFA) ganz nah an die neue Bundeshauptstadt gerückt. Den alten Westberliner Film- und TV-Firmen hat die neue Konkurrenz jedoch nicht geschadet. Ganz im Gegenteil - erst dadurch wurde die Hauptstadtregion salonfähig und für international agierende Filmfirmen interessant. Nie zuvor wurde mehr in Berlin und Brandenburg produziert, wie jetzt.

Dass der Film- und Fernsehstandort Berlin-Brandenburgdeutschlandweit an der Spitze rangiert, war eigentlich fast anzunehmen. Mit dem Ergebnis der vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young vorgestellten Studie "Film- und Fernsehproduktion in Berlin-Brandenburg - Untersuchung des Standorts im regionalen Vergleich" wurde die Vermutung untermauert. Im Auftrag der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), der Investitionsbank Berlin (IBB), dem Branchennetzwerk media.connect brandenburg und der Medienförderung Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH wurde die Entwicklung im Film- und Fernsehbereich am Standort Berlin-Brandenburg in den letzten zehn Jahren untersucht.

Deutschlandweit Spitze bei Kino-Produktionsminuten.
Verglichen mit anderen großen Medienstandorten liegt die Hauptstadtregion mit 3.800 Kino-Produktionsminuten jährlich deutschlandweit an erster Stelle. Die anderen Bundesländer folgen mit deutlichem Abstand. Auch bei Kino- und TV-Film-Produktionsminuten gesamt liegt die Hauptstadtregion mit 6.832 Minuten vorne. Hier arbeitende Produzenten bewerten die Hauptstadtregion gleichauf mit München als insgesamt besten Produktionsstandort.

"Die Studie zeigt in harten Fakten, was wir in Berlin tagtäglich mit Dreharbeiten, Filmpremieren und der Berlinale auch hautnah erleben können: Wir haben eine sich rasant entwickelnde Film- und TV-Wirtschaft auf höchstem internationalem Niveau. Dass wir deutschlandweit mit den hier produzierten Kino- und TV-Minuten an erster Stelle stehen, ist das hervorragende Ergebnis von harter Arbeit. Wir sehen aber auch, dass gerade im TV-Bereich trotz vieler Erfolge auch noch Potential liegt. Hier werden wir mit den Wirtschaft- und Medienförderprogrammen, Netzwerken und Stadtmarketing weiter Überzeugungsarbeit leisten. Denn Berlin hat alles, was einen weltweit wettbewerbsfähigen Medienstandort ausmacht", so Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin.


Großes Potential im Fernsehbereich.
Potential zeigt sich in den Umsätzen der Film- und TV-Wirtschaft. Trotz hoher Produktionszahlen und dem im Vergleich größtem Wachstum rangiert Berlin-Brandenburg hier hinter Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg/Schleswig-Holstein. Im TV-Bereich weist Berlin-Brandenburg eine gute Entwicklung auf, aber auch hier ist noch Raum nach oben: Bei den Fernsehfilm-Minuten liegt die Hauptstadtregion auf Platz zwei nach Nordrhein-Westfalen. Die Content-Produktion ist eine wesentliche Stärke des Standortes, was Qualität, Quantität und Vielfalt der Formate betrifft. Positiv ist dabei die Veränderung vom klassischen TV-Geschäft hin zu interaktiven und multimedialen Angeboten. Hier hat Berlin als digitale Gründerhauptstadt stark aufgeholt und große Entwicklungsmöglichkeiten.

"Im Fernsehbereich mussten wir in den letzten 10 Jahren auch Rückschläge hinnehmen. Der Wegzug von Sat1 war schmerzlich, hat aber letztlich nicht die befürchtete Negativspirale gebracht. Obwohl die größten deutschen Sender nicht hier am Standort sind, hat Berlin eine zukunftsweisende Stärke in den Wachstumsbereichen Crossmediale Projekte, Video-on-Demand, Interaktives wie Social TV,... Das alles sind Themen, bei denen Berlin als digitale Gründerhochburg und Kreativhauptstadt punktet", sagte Elmar Giglinger, Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg auf der Pressekonferenz im Hause von Ernst & Young in der Berliner Friedrichstraße.


Hervorragende Produktionsbedingungen.
Am Standort gibt es hoch qualifiziertes Personal (mit Bestnote 1,6 durch die Produzenten ausgezeichnet), das auch internationale Großproduktionen "hollywoodreif" durchführen kann. Dazu kommt eine sehr gute technische Infrastruktur und mit Studio Babelsberg der größte Studiokomplex Europas. In den Bereichen Animation, VFX und Special Effects arbeiten die Filmemacher in der Hauptstadtregion auf höchstem internationalem Niveau. Das Preis-Leistungs-Verhältnis (Miete, Löhne, Lebenshaltung) ist insgesamt sehr gut. Die Nähe zu Entscheidern und (Politik-)Prominenz wirkt anziehend. Die deutsche Hauptstadt hat eine attraktive, inspirierende Kreativszene, die nicht nur national, sondern auch international ausstrahlt.

Der sogenannte Hauptstadt-Sog manifestiert sich auch in den Antragszahlen der regionalen Filmförderer: Berlin-Brandenburg liegt hier mit 400 Anträgen und 108 geförderten Projekten im Jahr 2012 an erster Stelle. Die meisten international ausgezeichneten Filme entstehen in der Hauptstadtregion, z.B. "Das weiße Band", "Liebe", "Inglourious Basterds", "Der Vorleser", "Cloud Atlas".

"Die Film- und TV Studie bestätigt, dass sich die Hauptstadtregion kontinuierlich zum Filmstandort Nr.1 in Deutschland entwickelt hat. Hier wird am meisten und am erfolgreichsten Kinofilm produziert. Aber Film ist nicht nur schön, sondern sorgt auch für positive volkswirtschaftliche Effekte durch Beauftragung von Zulieferern und viele Beschäftigte. Außerdem verbreiten Filme ein attraktives Image und ziehen Touristen an", ergänzt Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin des Medienboards Berlin-Brandenburg.


Volkswirtschaftlicher Effekt der Film- und TV-Branche über eine Milliarde Euro.
Film und Fernsehen sind ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Hauptstadtregion, der auch andere Wirtschaftszweige mit unterstützt, so das Ergebnis der Studie. Dienstleister, Handwerk, Hotels, Gaststätten, Autovermietungen. Allein die Medienboard-Förderung erzeugt einen Regionaleffekt von 381% (beispielhaft für das Jahr 2012), das heißt, dass im Schnitt jeder Förder-Euro einen rund vierfachen Umsatz in der Region auslöst. Die Brutto-Wertschöpfung in der Film- und TV-Branche betrug zuletzt 703 Mio. Euro (= durch die direkte Beschäftigung von Mitarbeitern, Miete von Studios, Beauftragung von Dienstleistern etc.). Der volkswirtschaftliche Gesamteffekt lässt sich skizzieren, indem man Zulieferer (255 Mio. Euro), Beschäftigte (143 Mio. Euro) und Tourismus-Effekte (134 Mio. Euro) hinzurechnet. Insgesamt beläuft er sich damit über eine Milliarde Euro. Auch die Berlinale, das größte Publikumsfilmfestival der Welt, zählt als Wirtschaftsfaktor: Festivalgäste und Ticketverkäufe bringen Umsatz - außerdem ist das 10-tägige Festival mit 3.800 akkreditierten Journalisten hervorragende Imagewerbung.

"Berlin verdankt seinen Aufstieg zu den Top-3-Reisezielen in Europa zu einem wesentlichen Teil der Filmindustrie. Der Aufenthalt vieler Stars während der Dreharbeiten und dass Berlin so oft als Kulisse für große internationale Filmproduktionen dient, verstärkt anschließend millionenfach das Interesse an unserer authentischen Metropole." Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin

"Hier in der Region ist die Film- und TV-Branche allgegenwärtig. Der Medienstandort, so attraktiv er heute ist, beruht auf den Leistungen und Erfolgen der Unternehmen. Die Dynamik und das Engagement sind für uns als Medien-Netzwerk tagtäglich Anreiz, die Unternehmen zu unterstützen, uns weiter für das Wachstum der Branche einzusetzen und immer wieder Gelegenheiten für den fachlichen und persönlichen Austausch zu schaffen." Andrea Peters, Geschäftsführerin media.connect brandenburg


MEDIA CONVENTION Berlin ersetzt die Medienwoche.
Um die Kräfte noch stärker zu bündeln, findet am 6. und 7. Mai 2014 zum ersten Mal in der STATION Berlin am Gleis Dreieck die neue MEDIA CONVENTION Berlin statt. Der neue Medienkongress findet gleichzeitig mit der Re:publica und während der Berlin Web Week statt und ersetzt die medienwoche@ifa, die zuvor jährlich während der Berliner Funkausstellung (ifa) veranstaltet wurde.

Quellen: ots - News aktuell | Medienboard Berlin-Brandenburg

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