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Vom Untertitel bis zum Titeldesign (Update)

Berliner Firmen sind sowohl im Titeldesign wie auch beim Subtitling führend.



Die Deutschen lieben synchronisierte Filme, ganz im Gegensatz zum übrigen Europa, wo meist die Originalversion mit Untertiteln gezeigt wird. Doch bei internationalen Filmfestspielen kann auf Untertitel nicht verzichtet werden. Mit der Berlinale hat unsere Stadt einen der wichtigsten Abnehmer auf diesem Gebiet und mit Titelbild eine der großen Firmen der Branche, die sich auf Untertitelung in Français|Español|English|Deutsch|Català|Ελληνικά| Português|Polski|Italiano|Galego spezialisiert haben. Die Firma hat mit diversen Untertitelungen kürzlich das mit uns kooperierende Kiezkieken Filmfestival unterstützt und war eine Zeit lang auch bei uns im BAF durch Mitglieder vertreten. Doch in der hart umkämpften Branche bleibt nichts, wie es einmal war und die Ansprechpartner wechseln leider immer wieder in den Firmen.

Grund genug für uns Veränderungen in der Filmbranche einmal nachzugehen und zu sehen, was es Neues gibt. Die Kreativbranche der Stadt ist so vielfältig wie die Namen der Firmen. Das trifft auch auf das Titeldesign zu. Egal ob Imagefilm, Musikvideo, Werbefilm oder Kinospot: bereits bei der Planung eines Films sollte der Titel-Designer von Anfang an mit einbezogen werden. Zu glauben es wäre einfach einen Titel nachträglich auf das Bild zu setzen der irrt. Ein Gesamtkunstwerk muss genau entworfen und abgestimmt werden.

Der aufwendig gestaltete Filmvorspann wird heute nicht mehr nur bei amerikanischen Serien oder Kinofilmen eingesetzt. Auch bei Imagefilmen, interaktiven Anwendungen oder Präsentationen gehört er zum guten Stil. »Video Killed the Radio Star« sangen die Buggles Ende der 70er Jahre, als der Videoclip das Radio als Leitmedium für jugendliches Musikhören allmählich ablöste. Seitdem haben sich die Sehgewohnheiten radikal geändert. Die Schnittfolgen sind kürzer geworden, angeblich wirken sie dadurch moderner. Kryptische Buchstabenketten lösten brave Schriftzeichen ab und vor allem die Filmtitel, die bis dato immer zum Anfang eines Films eingeblendet worden waren, konnten nun - endlich losgelöst - ein Eigenleben im Film entfalten und dadurch zu einem gestalterischen Element werden. Oft besteht das Intro eines Films aus schnell geschnittenen Filmsequenzen in Verbindung mit grafischen sowie typografischen Elementen, zu dessen Ende eine Logo-Animation folgt. Einmal erstellt kann das Intro vielfältig eingesetzt werden und erhöht die Wiedererkennung eines Unternehmens.

Beim Spielfilm und insbesondere beim Arthouse Film gelten allerdings andere Regeln. Deshalb sollten die Titelgestalter frühzeitig in die Filmprojekte mit einbezogen werden, um jedem Werk eine eigne Note verpassen zu können, denn ein Film ist erst mit seinem Titeldesign vollendet. Dabei soll der Titel soll buchstäblich Teil des Films werden und fester Bestandteil des Filmschaffens sein. Die aus der Stummfilm Ära bekannten Anzeigetafeln wurden leider auch noch viele Jahre später in abgewandelter Form oft als Rolltitel beibehalten und jedem Film vorangestellt. Inzwischen wirken sie jedoch altmodisch und haben sich glücklicherweise unter ästhetischen Gesichtspunkten zu einem bewahrenswerten, eigenständigen Kommunikationsmittel entwickelt, das mitunter einen ganzen Film prägt.



Bereits Anfang des Jahres Jahr hatten wir auf eine Ausstellung in den Kunstwerken (KW) in der Auguststraße in Berlin-Mitte aufmerksam gemacht. Dort wurden im Februar weltbekannte Filmvorspanne und herausragendes Titeldesign gezeigt. Damals machten wir auch auf die kleine aber feine Firma "untitled Design" aufmerksam, deren aktuelle Projekte jetzt auch bei Facebook abzurufen sind. In den letzten Wochen wurde der Titel für "Horst Schlämmer - Isch kandidiere" realisiert. Außerdem wurde der Titel zum Film "Parkour" gestaltet, der letzten Monat den Kodak-Preis bei den Hofer Filmtagen gewonnen hat und am 19.11.09 kam "This is love" von Matthias Glasner ins Kino, ein weiteres Projekt vom Team "untitled-design".

Saskia Rüter der kreative Kopf von Untitled, blickt bereits auf ca. 10 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet zurück. Zusammen mit Sarah Nock gestalten die beiden jungen Damen Vor- und Abspann eines Films sowie Filmplakate und weitere Print- und Onlineprodukte, die der Vermarktung des Mediums dienen. Ihr Ziel ist es die inhaltliche und emotionale Essenz des Films in einer intelligenten visuellen Kampagne aufzubereiten und zu verwirklichen. Dabei besteht ihr Ansatz darin ein einheitliches Erscheinungsbild für einen Film zu schaffen, vom Plakat bis hin zum letzten Credit im Abspann. So führt uns heute eine herausragende Titelsequenz in die Geschichte eines Films ein, indem sie auf den inhaltlichen und emotionalen Charakter verstärkt eingeht und dies auch im Schriftzug auf dem Filmplakat widerspiegelt. Das Plakat soll den Betrachter fesseln und in Vorfreude versetzen. Nur durch Eigensinn, Mut, Originalität und die Liebe zum Detail entstehen Artwork- und Titelarbeiten, die aus der Masse heraus stechen und sich auch im internationalen Vergleich behaupten, ja sogar absetzen können.

(Update)
Neue Adresse


untitled-design
Saskia Rüter
Käthe-Niederkirchner-Str. 10
10407 Berlin-Prenzlauer Berg
Fon: 030 / 373 07 900
Fax: 030 / 373 06 076
Mail: contact@untitled-design.eu
Web: www.untitled-design.eu

Einen besonderen Punkt in der Filmnachbearbeitung stellt die Erstellung visueller Effekte dar. Hier können durch Integration von 3D Modellen dem Realfilm durch Austausch von Filmhintergründen (Mattepainting) oder durch die Arbeit mit Bluescreen, realistische Effekte beigefügt werden. Darauf haben sich gleich mehrere Firmen in Berlin spezialisiert, von denen wir hier zwei weitere auflisten:

Links:
www.m-box.de
www.originalversionz.de
www.titelbild.de

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