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Filmfest Cologne und Filmkunstmesse Leipzig finden statt - Filmmesse Köln jedoch nicht

Unterschiedliche Gefahreneinschätzung zur Corona-Krise zwischen Film-Festivals und Film-Messen.


Das diesjährige Film Festival Cologne wird in seinem 30. Jubiläumsjahr vom 1. bis 8. Oktober 2020 stattfinden. Gezeigt werden herausragende internationale Film- und Fernsehproduktionen.

Bereits seit Juli werden in Kölner Kinos Festival-Highlights der vergangenen 29 Jahre gezeigt.

Zum Festivalabschluss werden am 8. Oktober 2020 die Cologne Awards verliehen. 2019 ging der Filmpreis Köln an den dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn. Den International Actors Award erhielt der Schauspieler August Diehl.

Als einer der ersten großen Kulturevents nach dem Corona-Stopp wird das Film Festival Cologne in seinem 30. Jubiläumsjahr unter den geltenden Auflagen und Beschränkungen wieder die weltweit wichtigsten Trends und herausragenden Arbeiten audiovisuellen Erzählens präsentieren.

Das Jubiläum feiert Köln schon seit Juli und weiter bis September mit seinem JUBILÄUMS-SOMMER in den Kölner Kinos sowie als OPEN AIR-KINO in Odonien. Beim Sommerkino zwischen riesigen Stahlskulpturen präsentiert das Film Festival Cologne auch in diesem Jahr eine Auswahl der Höhepunkte des letzten Festivaljahrgangs auf dem Odonien-Gelände. Erleben Sie großes Weltkino, Kritikerlieblinge und zukünftige Kultfilme in Kölns spektakulärstem Biergarten.

Die monatliche WILD AT HEART-Reihe wird ebenfalls bis Oktober fortgesetzt.

Um die Gesundheit aller Festivalbesucher*innen zu schützen und ihnen einen möglichst angenehmen Aufenthalt beim Film Festival Cologne zu ermöglichen, wurde ein strenges Hygiene- und Abstandskonzept auf Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung erarbeitet.

TICKETS
Noch bis 8. September 2020 können Sie sich hier Ihren Festivalpass für das Film Festival Cologne 2020 zum limitierten Early Bird-Preis sichern!

Mit dem Festivalpass erhältst du je nach Kategorie fünf oder zehn Einzeltickets für die Screenings des Film Festival Cologne 2020, solange Einzeltickets verfügbar sind. Ein 10er Festivalpass kostet €55 (statt €80), ein 5er Festivalpass nur €30 (statt €40).

Link: filmfestival.cologne | #ffcgn

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Filmmesse Köln 2020 abgesagt

Die Filmmesse im Cinedom Köln kann wegen der Corona-Auflagen dagegen 2020 nicht stattfinden.

Wie die Organisatoren der Filmmesse in Köln mitteilten, musste die zuletzt für den 1. bis 4. September 2020 geplante Veranstaltung in diesem Jahr nach intensiven Gesprächen mit der Stadt Köln, Kinobetreibern und Filmverleihern abgesagt werden. Ursprünglich sollte sie sogar vom 4. bis 6. August 2020 stattfinden.

Die Filmmesse Köln ist eine brancheninterne Veranstaltung, ausgerichtet auf Fachbesucher aus den Sparten Kino, Filmverleih sowie Dienstleistung. Neben 17 Verleiher-Präsentationen stellen sich diverse Dienstleister der Kinobranche auf.

"Insbesondere die Planungsunsicherheit hinsichtlich des verfügbaren Contents und die nur schwer zu erfüllenden Auflagen hinsichtlich eines Infektionsrisikos haben zu dieser Entscheidung geführt", heißt es dazu.

"Wir wollten unbedingt dazu beitragen, dass die Branche einen Anschub für Q4 und das Weihnachtsgeschäft erhält. Die Filmmesse wäre hierzu eine gute Gelegenheit gewesen um den Markt anzuschieben. Die komplizierten Umstände und die fehlende Planungssicherheit hinsichtlich des Filmmaterials bei den Kolleg*innen der Filmverleiher haben uns dazu bewogen, es jetzt so zu entscheiden", drückt MMmedia-Geschäftsführer Martin Molgedey sein Bedauern, aber auch Verständnis für die Situation der Partner aus.

"Insbesondere bedanken möchten wir uns bei der Stadt Köln, den Kolleg*innen vom Cinedom und den Sponsoren für die große Unterstützung".


Der Termin für die Filmmesse im kommenden Jahr steht unterdessen fest: Sie wird vom 17. - 19. August 2021 im Cinedom Köln stattfinden. Es gibt keine Alternative für eine Absage. Lassen Sie uns nach vorne blicken!

Link: film-messe-koeln.de

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20. Filmkunstmesse Leipzig als Gradmesser für die Überlebenskraft der Branche.

Rund 60 Filme von 35 Verleihfirmen sind im Jubiläumsjahr beim fünftägigen Premierenfestival vom 14. - 18. September 2020 auf der Filmkunstmesse Leipzig zu Gast. Hier der Trailer:



Die Filmkunstmesse Leipzig ist eine, seit 2001 jährlich in Leipzig stattfindende, fünftägige Messe rund um das Thema Film. Die Messe wird von der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. veranstaltet und richtet sich vorrangig an Kinobetreiber, Verleiher und Fachleute aus der Arthouse-Branche. Einmal im Jahr werden von Montag bis Freitag Filme – weit vor dem Start im deutschen Kino – gezeigt und in Diskussionen deren Potential und mögliche Marketingstrategien diskutiert. Außerdem finden Seminare und Workshops zu aktuellen Themen im Bereich der Filmkunst statt.

„Mit der Filmkunstmesse wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Kinomarkt anzukurbeln“, so der Vorsitzende Christian Bräuer. "Die Herausforderungen für alle Marktteilnehmer sind derzeit immens. Hier soll die Filmkunstmesse die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch geben, wie wir den Herausforderungen begegnen. Genau so wie Filmfestivals lebt auch die Filmkunstmesse von der persönlichen Begegnung. Und auch wenn die Herausforderungen der Corona-Pandemie für die Branche natürlich ein zentrales Thema sein wird, ist es auch Zeit, dass wir wieder stärker über Filme reden und gemeinsam darüber nachdenken, wie wir diese am Besten unserem Publikum vermitteln!"


Das Seminar- und Workshopangebot der Filmkunstmesse befasst sich in Expert*innenpanels mit der Lage des Filmmarktes, unterstützt Kinobetreiber*innen bei der täglichen Arbeit und bereitet sie auf zukünftige Herausforderungen vor, stellt die Projekte des AG Kino - Gilde vor und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Bereiche "Junges Kino" und "Diversität".

Zwei hochkarätige Panels ordnen die Situation politisch und international ein:

Am Dienstag, den 15. September 2020 um 14:30 Uhr gibt es die erste Paneldiskussion:

„Kollaps oder Chance: Welche Weichen müssen jetzt für den Film und das Kino in Deutschland für die Zeit mit und nach Corona gestellt werden?“


Ein Zurück zum „business as usual“ scheint nur schwer vorstellbar. Zu groß sind die Verwerfungen der letzten Monate. Wie soll es jetzt weitergehen mit der FFA, dem FFG und den Förderprogrammen? Wieviel Geld steht zur Verfügung und wofür wird es gebraucht?

Diskutanten:
Peter Dinges, Vorstand der FFA
Gitta Connemann, stv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Michael Kölmel, Geschäftsführer Weltkino
Lena Schömann, Produzentin (angefragt)
Katja Nicodemus, Journalistin, DIE ZEIT (angefragt)

Am Mittwoch, den 16. September 2020 wird - so wie es augenblicklich aussieht, die Kulturstaatsministerin Monika Grütters nach Leipzig kommen. Es wird eine Diskussionsrunde geben zum Thema Neustart der Filmindustrie:

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie national und international aus? Wie kann der Markt wiederbelebt werden?


Daniela Elstner, Geschäftsführerin Unifrance, Benjamina Mirnik-Voiges, Geschäftsführerin eone, Carlo Chatrian, Direktor der Berlinale sprechen mit Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino dazu.

Danach um 18:30 Uhr gibt es noch eine Öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel Fokus Vielfalt:

Das Gesellschaftsbild im Film – Deutschland hat viele Gesichter. Aber sind die auch im Kino zu sehen?


Dort werden Belinde Ruth Stieve (Schauspielerin; Sprecherin; EWA European Women's Audiovisual Network), Burhan Qurbani (Regisseur, Drehbuchautor - Berlin Aklexanderplatz), Cornelia Grünberg (Regisseurin, Drehbuchautorin; Vorständin Bundesverband Regie;), Prof. Dr. Elizabeth Prommer (Kommunikations- und Medienforscherin; Institut für Medienforschung der Universität Rostock;), Faraz Shariat (Regisseur; Drehbuchautor), Tatjana Turanskyj (writer-director-producer; berufene Professorin für Film HfG Offenbach; Pro Quote Film / Gründungs- und Vorstandsmitglied (2014-2020)) mit Hatice Akyün (Journalistin, Autorin) diskutieren.

Am Abend ist noch ein Roundtable-Pressegespräch mit dem Vorstand der AG Kino geplant.

Das Filmprogramm der Filmkunstmesse:

Das Filmprogramm der Filmkunstmesse Leipzig bietet für Fachbesucher*Innen wieder einen weitgehenden Überblick über das Arthouse-Angebot und die Highlights der kommenden Monate:

Eröffnungsfilm ist Julia von Heinz‘ "UND MORGEN DIE GANZE WELT" (Alamode), der unmittelbar zuvor im Wettbewerb von Venedig seine Premiere feiert. Ebenfalls frisch aus Venedig kommt Uberto Pasolinis "NOWHERE SPECIAL" (Piffl Medien).

"FRÜHLING IN PARIS" (MFA+) von Suzanne Lindon war Bestandteil der offiziellen Auswahl von Cannes 2020 und wird auf den Festivals von Toronto und San Sebastian laufen. Die Komödie "DIE DIGITAL NAIVEN – DAS INTERNET VERGISST DICH NIE" (X Verleih) von Benoît Delépine und Gustave Kervern, wurde auf der Berlinale 2020 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Auf dem Programm stehen zudem Viggo Mortensens Regiedebüt "FALLING" (Prokino) und neue Arbeiten von Thomas Vinterberg ("ANOTHER ROUND" (AT), Weltkino), Johannes Naber ("CURVEBALL – WIR MACHEN DIE WAHRHEIT", Filmwelt), Sönke Wortmann ("CONTRA", Constantin), Icíar Bollaín ("ROSAS WEDDING", Piffl Medien), Tate Taylor ("BREAKING NEWS IN YUBA COUNTY", Constantin) und Oliver Rihs ("BIS WIR TOT SIND ODER FREI", Port au Prince). Gespannt sein darf man auch auf Marcus H. Rosenmüllers Verfilmung der Karikaturen von Manfred Deix in "ROTZBUB" (Pandora).

Im Jahr 2020 ist die Filmkunstmesse mehr denn je auch ein Ort für Entdeckungen. Kandidaten für den Arthouse-Geheimtipp der nächsten Monate könnten die lakonische Hamburger Komödie "COUP" (R: Sven O. Hill, Salto Film) sein, Andrew Ahns freundlicher Nachbarschaftsfilm "DRIVEWAYS" (Tobis) oder Arash T. Riahis sensibles Familiendrama "EIN BISSCHEN BLEIBEN WIR NOCH" (Film Kino Text). Jerry Rothwells berührender "THE REASON I JUMP" (DCM) erzählt von der Welt junger Menschen mit Autismus und erhielt auf dem diesjährigen Sundance Festival den Publikumspreis für den besten Dokfilm. Fernanda Valadez‘ kompromissloses Debüt "WAS GESCHAH MIT BUS 670?" (MFA+) wurde in Sundance mit dem Publikumspreis und dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Nicht zu vernachlässigen auch der Dokumentarfilm: Mit "GUNDA" (Berlinale Encounters, Filmwelt) ist Victor Kossakovskys Schwarzweiß-Porträt eines Hausschweins zu sehen, in "YOUTH UNSTOPPABLE" (AT) (bjf e.V.) filmte die kanadische Aktivistin Slater Jewell-Kemker die Jugendbewegung gegen den Klimawandel über 11 Jahre lang aus einer Innenperspektive – sie selbst ist bei Drehbeginn 15 Jahre alt, und in "WOMAN" (mindjazz) montieren Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand die Stimmen tausender Frauen zu einem beeindruckenden Monolog. In "LOST IN FACE" (CineGlobal) von Valentin Riedl begegnen wir Carlotta, die nicht einmal die Gesichter der eigenen Familie erkennt, und im kontroversen "GEFANGEN IM NETZ" (R: Barbora Chalupová, Vít Klusák, Filmwelt) geben sich zehn junge Schauspielerinnen im Internet als 12-jährige Mädchen aus und nehmen Kontakt zu Männern auf.

Kurzfilme: SHORT TIGER
In Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm und der FFA werden die fünf Gewinnerfilme des Short Tiger Awards jeweils vor einem Film im öffentlichen Programm gezeigt. Die Filme sind maximal fünf Minuten lang und sollen so in ihrem „natürlichen Element“ als Vorfilm zu erleben sein.

Eine Übersicht über alle Filme der Filmkunstmesse zum Download finden Sie hier.

Link: filmkunstmesse.de
Quellen: SteinbrennerMüller Kommunikation | MMmedia | Filmfest Cologne

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