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Braunschweig Online-Filmfestival zieht positive Bilanz - Berlinale Akkreditierung gestartet

71. Berlinale 2021 soll physisch und teilhybrid stattfinden - während das 34. Filmfestival Braunschweig dagegen nur online stattfand.



Die gegenwärtige Pandemie stellt alle vor außergewöhnliche Herausforderungen. Dennoch ist es der 71. Berlinale (11. - 21. Februar 2021) ein großes Anliegen, das Festival physisch durchzuführen, um auch 2021 für die Filmbranche ein Ort des Austauschs und der Begegnung zu sein. Allerdings soll der European Film Market nur hybrid stattfinden.

In der gestern, 12.11.2020, gestarteten Akkreditierungsphase heißt es, dass die Berlinale für ihre 71. Ausgabe ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept entwickelt. Deshalb wird der Zugang zu Vorstellungen und Veranstaltungen des Festivals und des EFMs nur mit vorab online gebuchten personalisierten Tickets möglich sein.

Die Akkreditierungsgebühr muss zudem vorab bis zum 31. Januar 2021 entrichtet werden.

Link: www.berlinale.de

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Braunschweig Filmfestival zieht positive Bilanz seiner ersten Online-Ausgabe.

Mit fast 14.000 abgerufenen Filmen ziehen die Organisatoren des 34. Internationalen Filmfestivals Braunschweig eine positive Bilanz der ersten Online-Ausgabe.

"Unser gesamtes Festivalteam hat sich über den enormen Publikumszuspruch sehr gefreut!", so Festivaldirektor Andreas Lewin. "Experiment geglückt!", stellten auch die Vorstände Florence Houdin und Thorsten Rinke fest: "Wir haben unglaublich viel positives Feedback bekommen, vor allem auf unseren Social Media Kanälen."


Publikumsfavorit bei den Spielfilmen war "Lunana: A Yak in the Classroom" von Pawo Choying Dorji aus Bhutan.

Hier der Trailer:




Auf dem zweiten Platz folgte der auf wahren Begebenheiten basierende Wirtschaftskrimi "Jagdzeit" von der Schweizer Regisseurin Sabine Boss.

Hier der Trailer:



Den dritten Platz belegte die kanadische Produktion "Antigone" von Sophie Deraspe, eine Adaption der klassischen griechischen Tragödie, welche die gleichnamige Geschichte als Suche einer Frau nach Gerechtigkeit interpretiert, die im Immigranten-Milieu des gegenwärtigen Montreal angesiedelt ist.

Hier der Trailer:



Die am häufigsten abgerufenen Dokumentarfilme waren "Walchensee Forever" von Janna Ji Wonders, "Aalto" von Virpi Suutari und "Atomkraft Forever" von Carsten Rau, der den "Green Horizons Award" für den besten Film zum Thema Nachhaltigkeit gewann.

Im kostenlos angebotenen Kurzfilmprogramm lag "The Tent" von Rebecca Figenschau aus Norwegen vor dem französischen "Hot Dog" von Flore Buban u.a., gefolgt von "Meeting" von Jannis Alexander Kiefer mit der Braunschweigerin Gisa Flake.

Festivaldirektor Lewin betonte, "dass wir in diesem schwierigen Jahr zahlreiche Filmemacher/innen einem breiten Publikum vorstellen und durch unsere Preise und Präsentationen fördern konnten."

Marcus Lenz, der mit "Rivale" den "Heimspiel"-Preis für den besten Film mit Bezug zur Region gewann, sagte in seinem Videostatement, dass die Auszeichnung gerade in Zeiten von Corona wichtig ist, "weil ich eine Art von Feedback brauche und wir das gerade nicht bekommen können, weil wir gerade nicht im Kino sein dürfen, weil wir nicht mit dem Publikum auf den Festivals in Kontakt kommen."


Auch Piotr Domalewski, der mit "I Never Cry" den mit 10.000 Euro dotierten Volkswagen Financial Services Filmpreis gewann, sowie die französische Regisseurin Sarah Suco, die für "The Dazzled" mit dem Publikumspreis "Der Heinrich" für europäische Debüt- und Zweitfilme ausgezeichnet wurde, betonten, wie wichtig die Preise in dieser Pandemiesituation sind, da sie ihnen erlauben, zukünftige Projekte anzugehen.

Charlène Favier, die mit dem mit 5.000 Euro dotierten Frauenfilmpreis "Die TILDA" ausgezeichnet wurde, unterstrich die Bedeutung der Auszeichnung, die jungen Regisseurinnen die dringend benötigte Aufmerksamkeit verschaffe. Weiterer Preisträger war der Schauspieler Tucké Royale, der den mit 3.000 Euro dotierten Braunschweiger Filmpreis für den besten deutschsprachigen Nachwuchsschauspieler gewann.

Das Festival plant, die Vorstellung der Gewinnerfilme im Frühjahr 2021 im Kinosaal mit den Preisträger*innen vor Ort nachzuholen, sobald die Pandemiesituation solche Veranstaltungen wieder zulässt.

Link: www.filmfest-braunschweig.de

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