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50 Jahre Sehsüchte! 2021

Die Jubiläumsausgabe des Sehsüchte Festivals der Studierenden an der Filmuniversität Babelsberg findet online und offline statt.



Vom 21. bis 25. Juli 2021 geht Sehsüchte in die feurige 50. Runde!

Mit dem diesjährigen Motto ignite soll die Flamme als Logo und Leitmotiv zur Jubiläumsausgabe wieder in den Vordergrund gestellt werden. Denn am Anfang eines jeden Films steht eine Idee, ein Funke der entflammt und sich in dem Licht ergießt, welches durch den Projektor auf die Leinwand geworfen wird. Sehsüchte gibt diesem Feuer seit fünfzig Jahren ein Zuhause, um die kreativen Flammen zu entzünden, Debatten zu entfachen und die Filme erstrahlen zu lassen.

Bedingt durch die Umstände der COVID-19-Pandemie wird Sehsüchte auch 2021 als Hybridfestival online und offline stattfinden. Leider ist das Sehsüchte-Team mit Pressemitteilungen diesmal sehr spärlich umgegangen. Die Ankündigung der Verschiebung des Festivals von seinem angestammten Termin im April auf Juli 2021 fand bereits im Januar statt. Aktuellen Infos dazu gibt es allerdings nur auf der Webseite der Sehsüchte, wo auch Tickets für die Vorführungen bestellt werden können.

Die Entscheidung, das Festival zu verschieben, ist den Studierenden der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF nicht leichtgefallen. Das Sehsüchte-Team hofft jedoch, dass sich mit dem jetzigen neuen Termin im Juli die Chancen für ein Hybridfestival erhöhen, sodass filmbegeisterte Menschen vor Ort sowie Online die Website der Sehsüchte zur Information ausgiebig besuchen.

Natürlich wird es für die Gäste nicht nur ein schönes, sondern durch ein umfangreiches Hygienekonzept auch ein sicheres Festival geben, dessen Eröffnung am Mittwoch, den 21. Juli 2021 um 18:30 Uhr endlich wieder für geladene Gäste im Foyer der Filmuniversität Babelsberg stattfindet.

Physische Vorführungen von teilnehmenden Filmen fürs Publikum finden nach langer Zeit auch wieder in den Thalia Programmkinos Potsdam sowie im Kino des Filmmuseums Potsdam statt.

Insgesamt wurden 1075 Filme aus 65 Ländern zum diesjährigen Motto IGNITE für die 50. Ausgabe eingereicht. In verschiedenen Wettbewerbskategorien werden dieses Jahr 10 Preise und zwei Auszeichnungen durch neun Jurys vergeben.

Um einen umfassenden Rückblick auf 50 Jahre Sehsüchte zu geben, haben Katharina Kauth und Cansin Kuyuköy vom History Team in hochschulinternen Archiven gewühlt sowie ehemalige Sehsüchtler:innen ausfindig gemacht und interviewt. Sie haben sich auf die Spur des Festivals begeben, um die Anfänge aufzuarbeiten und sich dabei durch 36 Programmhefte und 184 Pressedokumente gelesen. Die Ergebnisse sollen in einer digitalen und analogen Ausstellung das vergangene halbe Jahrhundert widerspiegeln.

Ihren Ursprung hat Sehsüchte im Frühjahr 1972 mit den sogenannten FDJ-Studententagen der Hochschule für Film und Fernsehen. Damals in Form einer mehrtägigen Leistungsschau, präsentierten Studierende, die Mitglieder der FDJ (Freie Deutsche Jugend) waren, hochschulinterne Filmprojekte, Übungen und wissenschaftliche Arbeiten.

1977 öffnete die HFF erstmals ihre Tore für eine Delegation von Filmschulen des sowjetischen Auslandes, die ihre eigenen Projekte auf den Studententagen vorstellten. Knapp 10 Jahre später, kurz vor dem Mauerfall, waren erstmals auch westdeutsche Filmhochschulen vertreten. Mit der Wende wurde die FDJ aus dem Namen gestrichen – die Studententage hießen von nun an “Internationale Studententage”: Dabei wurde der Wunsch nach einem wachsenden Festival groß. Anfang der 1990er waren zahlreiche westeuropäische Länder vertreten, darunter: England, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Österreich. Trotz eines international breit aufgestellten Programms kamen 1992 kaum Gäste zu den Studententagen – für die Organisator:innen eine Katastrophe.

1993 und 1994 entschied man sich, die Studententage nicht mehr an der HFF zu veranstalten, sondern in das bereits bestehende Potsdamer Filmfest zu integrieren. Doch auch hier blieben die Kinos dünn besucht und das Studierendenfilmfestival stand kurz vor dem Aus. 1995 kam dann der Neubeginn – unter neuer Führung und unter neuem Namen: Sehsüchte! Drei Studierende des 93/94 neu eingeführten Masterstudiengangs AV-Medienwissenschaft entschieden sich, die Veranstaltung an der HFF neu aufleben zu lassen.

Seitdem entwickelte sich das Festival zum größten Studierendenfilmfestival Europas, das eine Sonderrolle in der Festivallandschaft einnimmt. Dem weltweiten Filmnachwuchs wird eine Plattform geboten, um seine Werke zu präsentieren und mit einem breiten Publikum sowie der Branche in Kontakt zu treten. 2002 kommt ein Logo dazu: die Flamme, die das Festival seither in verschiedenen Variationen begleitet. Von nun an werden neue Sektionen geboren, wieder verworfen oder weiterentwickelt. Das Rahmenprogramm bietet jährlich neue Höhepunkte zur Festivalwoche sowie prominente Gäste, Jurymitglieder und Filmschaffende: Steigende Besucher:innenzahlen generieren dem Festival internationale Aufmerksamkeit.

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die älteste Filmhochschule Deutschlands, fungiert dabei seit vielen Jahren als Festivalstandort und Mutterschiff; eben nicht nur als Bildungsstätte für die eigenen kreativen Köpfe, sondern als inklusives Forum für Studierende aus aller Welt. Der Einbezug von Sehsüchte in den Hochschulkontext und die enge Vernetzung zwischen Filmstudierenden und Branche, Förder:innen, Künstler: innen und Wissenschaftler:innen ist bis heute einzigartig.

Tickets für das gesamte Filmprogramm (online & vor Ort) bekommst du hier. Du hast die Wahl zwischen Einzelkarten, Tageskarten und dem Festivalpass, mit dem du vor Ort, jeden Tag, die Filmvorführungen besuchen kannst. Das gesamte Programm findest du in der Programmübersicht.

Einen ersten Vorgeschmack auf das kommende Programm, bietet der diesjährige Sehsüchte-Trailer!



Link: sehsuechte.de

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