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Sommer-Edition des Litauischen Kinos in Berlin

Sommer-Edition Litauisches Filmfest: Litauisches Kino Goes Berlin Open Air - Steigerung von Publikumszahlen bei Festival- und Arthouse-Filmen.



Bis zur nächsten Ausgabe des Litauischen Filmfestivals in Berlin ist noch ein paar Monate Zeit, denn die 9. Festivalausgabe findet erst vom 31.10. – 4.11.2019 statt.

Um die Wartezeit zu überbrücken, folgt auch das Litauische Filmfestival anderen Vorbildern, wie der Berlinale oder dem kleineren Achtung Berlin Festival, in den Sommermonaten spezielle Festival-Filme in Open Air Kinos einer größeren Publikumsschaar zu präsentieren.

Während die Berlinale am Kulturforum ihre Zelte aufschlägt und Achtung Berlin das Café am Weinbergsweg sich ausgesucht hat, zieht das Litauische Festival mit einer Sondervorführung von dem starbesetzten Drama "ASHES IN THE SNOW" am 26. Juli 2019 in das beliebte Open-Air Kino »Cassiopeia« in Friedrichshain.

Die Vorstellung im Freiluftkino Insel im Cassiopeia beginnt allerdings erst nach Einbruch der Dunkelheit um 21:30 Uhr.

Das international besetzte Drama "ASHES IN THE SNOW" mit Bel Powley und Lisa Loven Kongsli wird in Anwesenheit von Regisseur Marius A. Markevicius präsentiert. Die Adatption des New York Times-Bestsellers „Between Shades of Gray“ (2011) von Ruta Sepetys erzählt von der Kraft der Liebe und Hoffnung in Litauen während des Zweiten Weltkrieges, nach der gewaltsamen Einverleibung in die UdSSR unter Diktator Stalin.

Der Film lief im Baltic Film Wettbewerb auf dem Tallin Black Nights Film Festival 2018. Hier der Trailer:



Synopsis:
Litauen, 1941. Der Alltag der fünfzehnjährigen Lina (Bel Powley), einer aufstrebenden Künstlerin, besteht aus ersten Dates und der Vorfreude auf einen schönen Sommer. Doch eines Nachts dringt die Sowjetische Geheimpolizei in ihr Haus ein und deportiert Lina, ihre Mutter (Lisa Loven Kongsli) und ihren Bruder nach Sibirien, während ihren Vater die Todesstrafe in einem sowjetischen Gefangenenlager erwartet.

Unter unmenschlichen Bedingungen kämpft Lina furchtlos um ihr Leben und schwört sich - sollte sie selbst überleben - den Tausenden Opfern des Stalin-Regimes mit ihrer Kunst ein Denkmal zu setzen. "ASHES IN THE SNOW" erzählt von der unglaublichen Kraft der Liebe und Hoffnung auf einer langen und erschütternden Reise.


Die Sommer-Edition gibt einen Vorgeschmack auf das kommende Festival. Die gebürtige Litauerin und Festivalleiterin Giedrė Simanauskaitė holt zum neunten Mal mit einer Auswahl an Kurz- und Langfilmen sowie Konzerten und Workshops die Bandbreite litauischer (Film-)Kunst nach Berlin (Acud, Acud Macht Neu, Sputnik).

Die Freiluft-Vorführung findet mit Unterstützung des Lithuanian Culture Institute und Lithuanian Film Center statt.

Freiluftkino Insel im Cassiopeia
(Revaler Str. 99, 10245 Berlin Friedrichshain)
26. Juli 2019 / 21:30 Uhr
Eintritt: 7,50 EUR / 5,50 EUR (BerlinPass)
Info & Tickets: hier

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Um bei Festivalfilmen aus dem Arthouse-Umfeld zu bleiben, wollen wir eine interessante aktuelle Meldung nicht verschweigen.

Im Gegensatz zum Publikumsschwund bei den Blockbustern des Mainstream-Kinos, ist die Zahl der Besucher in den Mitgliederkinos der AG Kino nach Angaben des Verbands im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zehn Prozent angestiegen; der Umsatz hat sich demnach sogar um 11,5 Prozent erhöht. Der Marktanteil der Mitgliederkinos der AG Kino am Gesamtmarkt stieg dabei auf 17,8 Prozent an.

Dazu der AG Kino-Vorsitzende Christian Bräuer: "Die positive Entwicklung zeigt auch, dass die Arthousekinos kraft ihrer lokalen Verwurzelung eine große Anziehungskraft auf das Publikum haben, weil sie ihre Programme mit Leidenschaft gestalten und wissen, wie man die Aufmerksamkeit auf die Filminhalte lenkt."


Sorgen bereitet der AG Kino allerdings die im Vergleich zum Vorjahr erneut um zehn Prozent auf 430 gestiegene Zahl der Filmstarts, wodurch der Aufwand beim Kuratieren der Programme für die Filmkunsttheater steige, denn den meisten Filmen würden Marketingbudgets für das lokale Marketing und Herausbringungsstrategien fehlen.

Daher erneuerte Bräuer im Hinblick auf die Neuausrichtung der Bundesfilmförderung seine Forderung: "Wir brauchen eine Filmförderung aus einem Guss, die ihren Fokus auf Klasse statt Masse legt und sich deutlich stärker als bisher auf Herausbringung sowie lokale Programm- und Marketingarbeit konzentriert. Notwendig ist eine echte Arthouse-Strategie, die die Sichtbarkeit von Film- und Kinokultur nachhaltig stärkt."


Quellen: Noise Film PR | Blickpunkt Film | AG Kino



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