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25. Filmfest Emden-Norderney ehrt August Diel

25. Jubiläum des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney



Am 7. Mai 2014 wird die 25. Ausgabe des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney, das vom 7. bis 14. Mai 2014 stattfindet, feierlich eröffnet. Im Jubiläumsjahr 2014 wird das national bedeutsame Publikumsfestival, das durch seine starke britisch-irische Reihe und die aktuellsten Produktionen aus dem nordwesteuropäischen Raum auch international Relevanz besitzt, mit einer großen Eröffnungsgala gefeiert.

Wir freuen uns auf die bevorstehende Jubiläumsausgabe des Filmfestes, das stetig gewachsen ist und mittlerweile eine bedeutende Position in Deutschlands Festivallandschaft einnimmt - und darüber, dass die unverwechselbare ostfriesische Mischung aus anspruchsvollem und unterhaltsamem Kino bei unserem fachkundigen und begeisterungsfähigen Publikum so gut ankommt. Dabei wird die familiäre und herzliche Atmosphäre des Festivals von allen Beteiligten besonders geschätzt“, sagten die Festivalleiter, Silke Santjer und Rolf Eckard, anlässlich des Jubiläums.


Das Festival
Viel hat sich verändert in 25 Jahren und doch ist sich das Internationale Filmfest Emden-Norderney treu geblieben. Das Festival setzt traditionell einen Schwerpunkt auf das nordwesteuropäische Filmschaffen - ohne die Offenheit für Neuerungen zu verlieren. Diesmal wird ein großer Anteil irischer und britischer Filme sowie neue deutsche Produktionen und weitere internationale Produktionen als Premieren zu sehen sein. In seinen Filmwettbewerben lobt das Festival Preisgelder in einer Höhe von 33.500 € aus, überwiegend vergeben vom Publikum. 23 Spiel- und Dokumentarfilme gehen in das Rennen um die fünf Langfilmpreise: den DGB-Filmpreis für den besten gesellschaftlich engagierten Film, den NDR-Filmpreis für den Nachwuchs, den AOK-Filmpreis für gesundheitsbezogene Themen, den Bernhard-Wicki-Preis für den besten Kinofilm und den in diesem Jahr erstmalig vergebenen Creative Energy Preis für besondere Einzelleistungen in einem deutschen Film.

Über 100 Filme aus 29 Ländern wird das Festival im Jubiläumsjahr präsentieren. 54 Langfilme und 52 Kurzfilme werden auf den Leinwänden zu sehen sein, davon 27 als deutsche Erstaufführungen und 7 als Weltpremieren. Über 70 Filmgäste haben sich zum Festival angekündigt und mehr als 22.000 Zuschauer in den Kinos werden erwartet. Anlässlich der 25. Ausgabe wird eine Jubiläumsschrift zum Filmfest erscheinen, die die Entwicklung des Festivals von seiner Gründung 1990 bis heute festhält.

Weltpremieren in der deutschen Reihe
Die deutsche Reihe präsentiert im Jubiläumsjahr des Festivals zahlreiche starke Filme als Erstaufführung. In der als Uraufführung gezeigten ARD-Produktion „Sternstunde ihres Lebens“ etwa wird ein spannendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte erzählt. Iris Berben verkörpert hier die Juristin Elisabeth Selbert, auf die die Aufnahme von Artikel 2 ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘ ins Grundgesetz zurückgeht. Die Dokumentation „Kleine graue Wolke“ widmet sich dem schwierigen Thema Multiple Sklerose. Die Regisseurin hat ihre eigene Konfrontation mit der Diagnose zum Ausgangspunkt genommen und zeigt verschiedene Betroffene in ihrem sehr unterschiedlichen Umgang mit der Krankheit. In „Dyslexie“ muss Philipp, der seine Unfähigkeit zu lesen und zu schreiben sein Leben lang verborgen hat, sich seiner Schwäche stellen, um das Sorgerecht für seine kleine Tochter zu erkämpfen. Mit „Göttliche Funken“ finden auch die emotionalen Wirrungen ihren Platz auf die Leinwand. Als sich bei der geplanten Hochzeit die kurzfristig zur Ehestiftung einspringende Pfarrerin als Jugendliebe des Bräutigams entpuppt, wird nicht nur die Beziehung des Hochzeitspaares auf die Probe gestellt. Auch die langjährige Ehe der Pfarrerin ist weniger gefestigt als es zunächst den Anschein hat. Als Abschlussfilm zeigt das Festival „Deutschland bleiche Mutter“ der Emder Regisseurin Helma Sanders-Brahms in der frisch wiederhergestellten und digital restaurierten Originalfassung aus dem Jahr 1980.

Eröffnungsfilm „Marina
Eröffnet wird das Filmfest mit dem Film „Marina“ des belgischen Regisseurs Stijn Coninx. 1992 war Coninx mit seinem Film „Daens“ für einen Oscar nominiert. Sein neuester Film schildert das Leben des Schlagerstars Rocco Salvatore, der mit seinem Hit Marina die Charts stürmte. Basierend auf den Erinnerungen Salvatores zeichnet „Marina“ seinen ungewöhnlichen Weg aus den schwierigen Verhältnissen eines italienischen Einwandererkindes in Belgien zum erfolgreichen Musiker. Eindrucksvoll erzählt wird dabei auch eine herzerwärmende Vater-Sohn Beziehung. Hier der Trailer:



Portrait Maggie Smith
Der Schauspielerin Maggie Smith widmet das Filmfest in diesem Jahr ein Portrait. Fünf Filme der mehrfach oscar-, grammy- und emmyprämierten Darstellerin werden im Rahmen des Filmfestes gezeigt. Maggie Smith ist eine der international gefragtesten Film- und auch Bühnendarstellerinnen. Sie hat in weit über 50 Filmen – häufig in der Rolle der exzentrischen Frau - mitgewirkt und verkörpert mit ihrer herausragenden darstellerischen Leistung quer durch alle Genres Filmgeschichte aus fünf Jahrzehnten. Im Rahmen des Portraits werden unter anderem „Gosford Park“ von Robert Altman, Dustin Hoffmans Regiearbeit „Quartett“, die Komödie „Best Exotic Marigold Hotel“ sowie „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zu sehen sein.

Emder Drehbuchpreis wird 10
Auch der Emder Drehbuchpreis feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Er wird 2014 zum 10. Mal verliehen. Der Preis ist einer der renommiertesten Drehbuchpreise Deutschlands und mit 12.000 € Preisgeld hoch dotiert. Der traditionell durch das Grimme Institut berufenen Jury gehören in diesem Jahr auch Schauspieler Martin Brambach (u.a. „Barfuß bis zum Hals“, „Oh Boy“, diverse Tatorte) und Regisseurin Buket Alakuş (u.a. „Eine andere Liga“, „Finnischer Tango“) an. Unter dem Vorsitz von Dr. Ulrich Spies (Leiter des Referates Grimme-Preis beim Grimme Institut) werden zudem Beate Langmaack (Drehbuchautorin) und Dr. Torsten Körner (Journalist) als Mitglieder der Jury aus den 69 eingesandten Drehbüchern den Preisträger auswählen.

August Diehl wird mit Emder Schauspielpreis 2014 ausgezeichnet.
Das Internationale Filmfest Emden-Norderney zeichnet im Jubiläumsjahr 2014 August Diehl mit dem Emder Schauspielpreis aus. Den Preis für herausragende schauspielerische Leistungen wird der Künstler am 11. Mai 2014 bei der feierlichen Preisverleihungsgala persönlich entgegennehmen. Mit der Auszeichnung ist neben einem Preisgeld in Höhe von 5.000 € eine Portraitreihe verbunden, in deren Rahmen fünf Filme von August Diehl gezeigt werden.

Nach seiner Ausbildung an der Ernst Busch Schauspielschule Berlin gelang August Diehl gleich mit seiner ersten Filmrolle des Karl Koch in dem Thriller „23 – Nichts ist so wie es scheint“ von Hans-Christian Schmid (1998) der Durchbruch. Für seine Leistung wurde er mit dem Deutschen Schauspielpreis als bester Darsteller ausgezeichnet. Seitdem wirkte August Diehl in zahlreichen weiteren Kinofilmen mit und erlangte durch seine Rollen in Tarantinos „Inglourious Basterds“ (2009) oder neben Angelina Jolie in „Salt“ (2010) auch international Bekanntheit. Auch auf deutschen Bühnen wirkte August Diehl in zahlreichen Inszenierungen mit. Aktuell ist er Ensemblemitglied am Burgtheater Wien.

Die Filme der Hommage-Reihe des Festivals hat August Diehl selbst ausgewählt. Gezeigt werden natürlich der erste große Erfolg „23 – Nichts ist so, wie es scheint“, außerdem das vielfach auch internationale ausgezeichnete Drama „Was nützt die Liebe in Gedanken“ (Regie: Achim von Borries, 2004), „Dr. Alemán“ (Regie: Tom Schreiber, 2008), Lars Kraume´s Zukunftsvision „Die kommenden Tage“ (2010) sowie das beeindruckende Stasi-Melodram „Wir wollten aufs Meer“ (Regie: Toke Constantin Hebbeln, 2012). Darüber hinaus zeigt das Festival den in Ostfriesland gedrehten Kurzfilm „Wattläufer“ des aus Emden stammenden Regisseurs Dennis Jacobsen.

Bei einzelnen Vorstellungen am Festivalwochenende wird August Diehl persönlich im Kino dem Publikum Rede und Antwort stehen, und beim traditionellen »Filmtee« am Samstagnachmittag wird er im Gespräch mit Jenni Zylka und dem Publikum bei einer typisch ostfriesischen Teezeremonie aus seiner künstlerischen Laufbahn erzählen.

Seit 2011 zeichnet das Internationale Filmfest Emden-Norderney mit dem »Emder Schauspielpreis« herausragende deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler aus. In den letzten Jahren ging der Preis an Armin Rohde (2013), Katharina Thalbach (2012) und Martina Gedeck (2011).

Marcus Dirks, Geschäftsführer der Dirks Group, der den Preis spendet, sagt: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit dem Emder Schauspielpreis ein weiteres attraktives Element im Festivalprogramm fest zu etablieren. Die Resonanz auf diese besondere Ehrung herausragender schauspielerischer Leistungen ist außerordentlich positiv, wir unterstützen sie auch gern weiterhin.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.filmfest-emden.de und www.facebook.com/filmfestemden.
Quellen: rische & co pr | Blickpunkt:Film

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