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9. XPOSED - International Queer Film Festival Berlin

Vier volle Tage Schwules bzw. Queeres auf der Leinwand.



Für seine 9. Ausgabe hat XPOSED einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Das internationale queere Filmfestival wird zwischen dem 29. Mai und 1. Juni 2014 zum ersten Mal über vier Tage hinweg stattfinden!

Bereits im letzten Jahr hatten wir am 29. Mai 2013 das damals noch etwas kleinere Filmfestival ausführlich vorgestellt. Diesmal also gibt es sich schon selbstbewusster. Und wieder findet es in einem Monat statt, der bereits Mitte Juni mit Europas größtem schwul-/ lesbischen Stadtfest am Nollendorfplatz und dem Christopher Street Day (CSD) eine Woche später, am 21.06.2014, nicht nur Deutschlands Gay Community in die Hauptstadt locken wird.

Der Berliner CSD-Verein hatte kürzlich mit einer geplanten Namensänderung in „Stonewall” ziemlichen Streit in der Szene entfacht. Nun wird auf den neuen Claim während der Parade verzichtet. „Die Namensdebatte hat die Inhalte völlig überdeckt”, räumte Simon Zobel vom CSD-Verein ein. Sein Kollege Reinhard Thole sagte: „Wir haben an das Konzept und die Idee geglaubt.” Nun soll am „best CSD ever” gearbeitet werden.

Den Auftakt des queeren Monats macht also die Filmkultur und widmet sich zum 9. Mal Fragen zu den Themen Identität, Geschlecht und Sexualität; dem politischen Aspekt des menschlichen Körpers, des Privaten und deren filmischer Repräsentation.

Die Entscheidung das Festival um einen Tag zu verlängern ermöglichte vor allem mehr Freiheit bei der Zusammenstellung des Programms: So zeigt das Festival in seinem Programmfokus erstmals Filme aus den gesamten nordischen Ländern. Von Island über Finnland, Norwegen und Schweden bis nach Dänemark hat sich reichlich Material gefunden, um nun Ende Mai auf das Berliner Publikum losgelassen zu werden. Darüber hinaus erweiterte sich auch das Rahmenprogramm in diesem Jahr: Neben den populären deutschen und internationalen Kurzfilmprogrammen wird es in der Lounge des Kreuzberger Kinos Moviemento auch zwei Filmtalks mit internationalen Gästen geben. Nicht zuletzt wartet das Festival auch mit einer eigenen Auszeichnung auf: gleich in drei Kategorien wird in diesem Jahr der »LOLLY Award« von einer internationalen Jury vergeben – den vierten »LOLLY Award« Gewinner kürt allein das Publikum.

Am Freitagabend wird's laut. Mit zwei Musikdokus startet das Festival ins Wochenende. Thematisch hinterfragt XPOSED mit einer eklektischen Auswahl zahlreicher Filme vor allem normative Perspektiven. Von der klassischen Coming-of-Age Geschichte bis zum explizit experimentellen Film eine weitreichende Auswahl an Inhalten und Formen aus dem hohen Norden. Die diesjährige Hommage ist der schwedischen Filmpionierin Gunvor Nelson gewidmet.

Der Sonntag wird um eine Auswahl zahlreicher Kurzfilme ergänzt. Ihre oftmals humorvollen Arbeiten verweigern sich jeglicher logischen Erzählform und werfen einen kritischen Blick auf stereotype Geschlechterrollen. Berauschende Bilder, die uns fröhlich, verwirrt und erleuchtet zurücklassen. Am Sonntagabend wird das Festival dann mit der Berlin-Premiere von Yann Gonzalez' „Les rencontres d'après minuit“ zu Ende gehen. In der französischen Komödie bereiten sich ein junges Paar und ihr lüsternes Hausmädchen Udo kurz vor Mitternacht auf eine Orgie vor. Als Gäste werden das Flittchen, der Star, der Hengst und der Teenager erwartet.

Einen Vorgeschmack auf das Filmfestival, dessen Partner das 1984 gegründete Berliner Magazin Siegessäule ist, bietet der Trailer:



Link: www.xposedfilmfestival.com
Spielstätten:
Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin
Südblock Admiralstraße 1-2, 10999 Berlin

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