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Die Preisträger des 25. SCHLINGEL KinderFilmFestivals 2020

Der SCHLINGEL ist ein Film Festival für KINDER UND JUNGES PUBLIKUM in Chemnitz.



Der Schlingel in Chemnitz legt seine Betonung auf Film um sich vom Goldenen Spatzen, dem Kindermedien- und Fernsehfestival in Erfurt deutlicher abzugrenzen, denn beide Festivals fanden diesmal im Herbst statt.

Trotz der Corona-Krise konnte sich weder das Festival über die Begeisterung der Kinder, noch das CineStar Kino über die erstaunlich große Zuschauermenge beklagen.

Während man derzeit im Chemnitzer Kino nur noch ca. 10% der sonst üblichen Publikumsanzahl verzeichnet, konnte man am letzten Wochenende geradezu von einem Besucherstrom sprechen, deren Zuschauer am Publikumstag bestimmt nicht ganz einfache und zudem fremdsprachige Filme sehen wollten.

Da zeigt sich mal wieder, dass die von den Verleihern in Corona-Zeiten zurückgehaltenen Filme, darunter auch viele Blockbuster, offensichtlich ein kulturelles Vakuum bei den Kinogängern hinterlassen haben. Die wiederum erfreuten sich umso mehr an außergewöhnlichen Filmen, die sie sonst nirgends zu sehen bekommen und deswegen nun dankbar ins Kino liefen.

"Der Schlingel in Chemnitz hat gerade bewiesen, es geht vor Ort, sogar mit Kindern, mit einem klugen Rezept. Festivals müssen verortet bleiben, sonst werden sie zu Special Events für Branche, Kritik und Filmfans. Gerade für Kinder dürfen Festivals nicht ins Netz abwandern", so der Kommentar auf Twitter von unserer Kollegin Katharina Dockhorn, die vor Ort war.


Gezeigt wurde unter anderem die deutsche Erstaufführung des russischen Films "Schwesterchen", der in Zeiten des Kampfes gegen die Nazis spielt und einen sechsjährigen zeigt, der sehnsüchtig auf die Rückkehr seines Vaters aus dem Krieg hofft. Immerhin gewann das Werk unter der Regie von Alexander Galibin den großen Preis der Stadt Chemnitz.

Hier der Trailer:



Der Hauptpreis der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) ging an den australischen Film "MOON ROCK FÜR MONDAY" von Kurt Martin über ein junges Mädchen, das unheilbar krank ist.

Hier der Trailer:



Auch wenn man nur die beiden Trailer sieht, spürt man sofort große Emotionen, die diese Filme ausstrahlen und nicht nur Kindergemüter bewegen. Schade, dass nicht mehr Filme dieser Art nach Deutschland gelangen. Auf internationalen Festivals, wie bei Sundance in den USA sind solche Werke immer wieder zu sehen, aber kaum ein deutscher Verleih traut sich, solche Filme einzukaufen.

Schade, dann das der Bedarf vorhanden ist und das Publikum das seltene Angebot dankbar annimmt, zeigen nicht nur Festivals wieder der Schlingel, sondern Film Festivals im Allgemeinen immer wieder, denn es gibt genügend Cineasten, die immer mehr solcher Filme gerne sehen würden.

Auch der dritte Preis, der Europäische Kinderfilmpreis der sächsischen Kunstministerin ging an einen Film aus dem Ausland. Diesmal an das Nachbarland Polen für "ÄRGER HOCH DREI" von Marta Karwowska.

Hier der Trailer des Jugendfilms, der uns leider nicht untertitelt vorliegt.



Bei der feierlichen Einweihung eines restaurierten Bildes platzt eine Bombe im Nationalmuseum von Poznań und zerstört das wertvolle Gemälde von Claude Monet. Doch schnell wird herausgefunden, dass es sich um eine Fälschung handelte und drei Kinder wollen auf eigne Faust ermitteln, wer dahinter steckt, denn weder Polizei noch Behörden sind an einer Aufklärung interessiert.


Der Diamant-Preis für den besten Kinderdarsteller ging an LEOPOLD PALLUA + ROSA ZANT in dem österreichischen Drama "EIN BISSCHEN BLEIBEN WIR NOCH" von Arash T. Riahi.

Hier der Trailer um zwei tschetschenische Flüchtlingskinder, die nach sechs Jahren erfolgreicher Wiener Einbürgerung, plötzlich wieder abgeschoben werden sollen.



Der Sonderpreis des MDR ging an den norwegischen Film "DER SOMMER, IN DEM WIR ALLEIN WAREN" von Silja Salomonsen & Arild Østin Ommundsen.

Hier der Trailer:



Zwei Kinder im Alter von fünf und neun Jahren sind plötzlich auf sich allein gestellt und müssen abseits der Zivilisation Hilfe für den Vater holen, der schwer verletzt ist.


Der Kinder- und Jugendfilmpreis des Goethe-Instituts ging an "INTO THE BEAT" von Stefan Westerwelle aus Deutschland.

Hier der Trailer:



Die Ballett-Tänzerin Katya Orlow, die sich bei der New York Ballet Academy bewerben wollte, gerät in einen schweren Gewissenskonflikt, als sie magisch von einer Gruppe von Street-Tänzern angezogen wird.


Förderpreis der DEFA-Stiftung ging an "NOTHING MORE PERFECT" von Teresa Hoerl aus Deutschland.

Hier der Trailer des Dramas, das schon auf zahlreichen anderen Festivals lief.



Die 15-Jährige Maya hat Suizid-Gedanken, die auf einer Reise nach Prag plötzlich zu einer realen Bedrohung werden.


Preis der Kinderjury ab 10 Jahre ging an den lustigen niederländischen Film "DIE PIRATEN VON NEBENAN" von Pim van Hoeve.

Hier der Trailer, der keiner weiteren Worte bedarf:



Der Preis der Juniorjury ging an die Welturaufführung des ab 12 Jahren freigegebenen polnischen Jugendfilms "DIE SCHWARZE MÜHLE" (Czarny Mlyn | The Black Mill) von Mariusz Palej, zu dem leider noch kein Trailer vorliegt.

Weitere Preise sind nachfolgend aufgelistet.

Preis der Jugendjury (ab 15 Jahre)
DAS VERSPRECHEN VON PISA
Niederlande, Belgien | 2020 | Regie: Norbert ter Hall

Animationsfilmpreis
CALAMITY, MARTHA JANE CANNARYS KINDHEIT
Frankreich | 2020 | Regie: Remi Chayé

Club of Festivals Children
MEZQUITES HERZ
Mexiko | 2019 | Regie: Ana Laura Calderón

Club of Festivals Junior
DER CLUB DER HÄSSLICHEN KINDER
Niederlande | 2019 | Regie: Jonathan Elbers

Club of Festivals Jugend
LOLA UND DAS MEER
Belgien, Frankreich | 2019 | Regie: Laurent Micheli

Preis der Europäischen Kinderfimvereinigung ECFA
SCHWESTERCHEN
Russland | 2019 | Regie: Alexander Galibin

Preis der FIPRESCI-Jury
MOON ROCK FÜR MONDAY
Australien | 2020 | Regie: Kurt Martin

Preis der Ökumenischen Jury
DIE REISE DES PRINZEN
Frankreich | 2020 | Regie: Jean-François Laguinie, Xavier Picard

Publikumspreis
SOUNDTRACK TO SIXTEEN
UK | 2020 | Regie: Hillary Shakespeare

Publikumspreis Filmpalast Astoria Zwickau
DIE FANTASTISCHE REISE VON MARGOT UND MARGUERITE
Frankreich | 2019 | Regie: Pierre Coré

Kurzfilmpreis Spielfilm National
AN ANNA
Deutschland | 2020 | Regie: Denise Riedmayr

Kurzfilmpreis Spielfilm International
PUSSY BOO
Frankreich | 2020 | Regie: Remi Parisse

Kurzfilmpreis Animation National
LEICHT GENOMMEN SCHWER GEFALLEN
Deutschland | 2020 | Regie: Matisse Gonzalez

Kurzfilmpreis Animation International
WARMER STERN
Russland | 2020 | Regie: Anna Kuzina

Die 25. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL zog vom 13. bis 17. Oktober 2020 insgesamt 13.000 Besucher in die Kinos – und das zu diesen besonderen Zeiten. Die Hauptpreise gingen nach Polen, Belgien und Deutschland. 263 Filme aus 40 Ländern wurden gezeigt.

Link: ff-schlingel.de/preistraeger2020

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