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25. Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg 2019

Jubiläums Festival des JF*BB mit noch größerem Angebot.

Zum 25-jährigen Jubiläum präsentiert sich das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) vom 08.09. - 17.09.2019 noch größer und vielfältiger als je zuvor, mit mehr Filmen und mehr Gästen.

Dazu erscheint die Sonderpublikation „Celebration!“ mit 24 Beiträgen internationaler Filmwissenschaftler, Filmjournalisten und Kulturschaffender inklusive zahlreicher Fotos, die 25 bunte und spannende Festivaljahre dokumentiert.

Auch die diesjährige Ausgabe des JFBB reflektiert die Vielfalt, Komplexität und Vitalität jüdischen Lebens weltweit und die Filme aus Israel erzählen Geschichten, die Einblick in die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit des Landes geben.

1995 startet das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) mit acht Filmen und schloss eine Lücke in der kulturellen Landschaft der Region Berlin und Brandenburg. 25 Jahre später ist es mit mehr als 40 Filmen eine der renommiertesten jüdischen Kulturveranstaltungen in Deutschland. Mit Filmen über jüdisches Leben hierzulande, in Israel und aller Welt werden Stereotype und Vorurteile ausgehebelt und der jüdischen Kultur eine diskursive Plattform gegeben. Eine Erfolgsgeschichte, die vor allem der Gründerin und Festivaldirektorin Nicola Galliner zu verdanken ist, die das Festival liebevoll „ihr zweites Kind“ nennt.

Das JFBB blickt auf jüdische Lebensrealitäten und provoziert überraschende Einsichten und nuancierte Zugänge. Zur 25. Ausgabe lassen Wegbegleiter*innen das Festival Revue passieren. Filmwissenschaftler*innen und ­kritiker*innen befassen sich mit einzelnen Filmen und ihrem Beitrag zu einer allgemeinen Filmgeschichte, sie untersuchen vielfältige Aspekte jüdischen Filmschaffens und ihr Mitwirken am Kino der Gegenwart. Denn auch nach 25 Jahren bleibt die Frage aktuell, die schon bei der Gründung des Festivals im Raum stand: Was macht einen Film jüdisch?

Eröffnung mit Musikfilm in Potsdam.

Eröffnet wird das Festival am 08. September 2019 um 19:00 Uhr im Hans-Otto-Theater Potsdam, Schiffbauergasse 11, mit dem das berührenden Drama "Crescendo #makemusicnotwar" über ein israelisch-palästinensisches Jugendorchester, das seine Weltpremiere auf dem Filmfest München 2019 feierte und seinen offiziellen Kinostart erst am 16. Januar 2020 hat.

Hier der Trailer:

Regisseur Dror Zahavi hatte sich mit „Alles für meinen Vater“ bereits einen großen Bekanntheitsgrad erworben. In seinem neuen Werk spielt die Hauptrolle des Dirigenten Peter Simonischek, bekannt aus „Toni Erdmann“. In weiteren Rollen sind Bibiana Beglau, Daniel Donskoy, Sabrina Amali, Mehdi Meskar und Götz Otto zu sehen.

Synopsis:

Auf inspirierende Weise erzählt Dror Zahavis Spielfilm CRESCENDO von jugendlichen Musikern aus Palästina und Israel, die in einem gemeinsamen Konzert ein Zeichen für ein friedliches Miteinander setzen sollen. Eduard Sporck ist ein berühmter Dirigent, der an einer Frankfurter Hochschule unterrichtet. Nun soll er ein Konzert vorbereiten, welches Jugendliche sowohl aus Palästina als auch aus Israel bestreiten. Das Konzert soll aktuelle Friedensverhandlungen zwischen beiden Ländern begleiten und ein Zeichen gegen den Hass setzen, der schon so lange vorherrscht. Eduard zweifelt. Nicht nur, weil er weiß, dass es nicht einfach wird, beide Seiten zusammenzubringen. Sondern auch, weil er eine schwierige Geschichte in sich trägt. Und doch weiß er, dass es die Musik ist, die sich gegen alle Grenzen stellt.

CRESCENDO von Dror Zahavi ist ein Film über die Kraft der Musik, die Menschen miteinander verbinden kann. Die Last der Geschichte, die sowohl Jugendliche aus Palästina als auch aus Israel immer mit sich tragen, stellt der Film in vielen Gruppendiskussionen dar. Hierbei werden alle Seiten, alle Meinungen gehört, doch es wird auch in Frage gestellt, ob ein Projekt wie ein gemeinsames Konzert überhaupt Probleme einer solchen Tragweite lösen kann. Durch viele kleine Einzelgeschichten und einem überzeugend agierenden jungen Ensemble werden viele Facetten der Auseinandersetzung und des Austauschs gezeigt.

Peter Simonischek ist als Eduard Sporck genau die richtige Autoritätsperson, die durch eine eigene berührende Geschichte den jungen Menschen den Weg weisen kann, um sich einer friedlichen Zukunft zu öffnen. Die wunderschöne gemeinsam erarbeitete Musik setzt den Rahmen der Geschichte, als Zuschauer wird man zu einem Teil der Gruppe, die miteinander streitet, diskutiert, musiziert und lacht. Und so setzt der Film ein mutiges, wichtiges und inspirierendes Zeichen über sein eigentliches Thema hinaus: Dass Grenzen dazu da sind, überwunden zu werden. Durch Zuhören, Reden und Aufeinander zugehen – und natürlich die Kraft der Musik.

Schauspieler Peter Simonischek, Bibiana Beglau und Daniel Donskoy, Regisseur Dror Zahavi und Produzentin Alice Brauner von der CCC Filmkunst werden beim Festival zu Gast sein.

14 Spielstätten und eine Hommage.

Das umfangreiche Programm in 14 Spielstätten ist auf der Webseite des Festivals einsehbar. Besonders erwähnenswert ist eine Hommage an den kürzlich im Alter von mehr als 100 Jahren verstorbenen, legendären Filmproduzenten Artur "Atze" Brauner im EVA-Kino Berlin-Wilmersdorf. Gezeigt wird mit "MORITURI" am 09. September 2019 um 18:00 Uhr der zweite Film von Artur Brauner (1918–2019) und einer der ersten Filme, die sich in der Nachkriegszeit mit dem Holocaust auseinandersetzten.

Hier der Trailer:

Die Spanne des Programms reicht von überdrehten Comedys über Dokus bis hin zu Kriegsdramen.

Link: www.jfbb.de

Quellen: JFBB | SteinbrennerMüller Kommunikation

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