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Filmplus 19 – Festival für Filmschnitt und Montagekunst 2019

Vergabe der Schnitt Preise 2019 durch Filmplus vom 25.-28. Oktober 2019 in Köln.



Am 25. Oktober 2019 beginnt die neunzehnte Ausgabe von Filmplus, dem Kölner Festival für Filmschnitt und Montagekunst 2019.

Fünfzehnmal Montagekunst: Die Nominierten.

Die Filmplus-Vorjurys haben entschieden! 15 Filme gehen bei der 19. Ausgabe von Filmplus in drei Kategorien in die Wettbewerbe um die Schnitt Preise. Alle Filme werden während des Festivals vom 25. bis 28. Oktober 2019 in Köln gezeigt, anschließend sprechen die jeweils nominierten Editor*innen aus Deutschland und Österreich im Publikumsgespräch über ihre Arbeit.

Folgende Editor*innen wurden ausgewählt:

Je fünf Kinodokumentar-, Spiel- und Kurzfilme aus Deutschland und Österreich wurden für die so genannten “Schnitt Preise” ausgewählt. Die Filme werden im Rahmen des viertägigen Festivals im Kölner Filmforum im Museum Ludwig und im OFF-Broadway in Köln zu sehen sein.

Die Nominierungen für den Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, ermöglicht durch die Film- und Medienstiftung NRW (dotiert mit 7.500 Euro):

• Denys Darahan für “Oray” (R: Mehmet Akif Büyükatalay)
• Jörg Hauschild für “Gundermann” (R: Andreas Dresen)
• Thomas Krause / Halina Daugird für “LOMO – The Language of many others” (R: Julia Langhof)
• Oliver Neumann für “Joy” (R: Sudabeh Mortezai)
• Hansjörg Weißbrich / André Bendocchi-Alves für “Glück ist was für Weicheier” (R: Anca Miruna Lazarescu)


Die Nominierungen für den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm, ermöglicht durch die Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (dotiert mit 7.500 Euro):

• Anne Fabini für “Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats” (R: Talal Derki)
• Gesa Jäger / Louly Seif für “Dreamaway” (R: Marouan Omara / Johanna Domke)
• Niki Mossböck für “Erde” (R: Nikolaus Geyrhalter)
• Anna Pesavento für “Der Stein zum Leben” (R: Katinka Zeuner)
• Gabriele Voss für “Nachlass” (R: Christoph Hübner / Gabriele Voss)


Die Nominierungen für den Tentacle Sync Förderpreis Schnitt, ermöglicht durch Tentacle Sync und das Land NRW (dotiert mit 2.500 Euro):

• Jonas Eisenschmidt / Constanze Wolpers für “Die Experten” (R: Jonas Eisenschmidt / Constanze Wolpers)
• Marie Fontanel für “my own kind” (R: Mirjam Khera)
• Kerstin Honeit für “Panda Moonwalk or Why Meng Meng Walks Backwards” (R: Kerstin Honeit)
• Jessica Rudolph für “Peng!” (R: Jan Maroske)
• Paul Scholten für “Biotop” (R: Paul Scholten)


Die Schnitt Preise werden von zwei unabhängigen und gewerksübergreifend besetzten Jurys ausgewählt und am Montag, den 28. Oktober 2019, im Filmforum Museum Ludwig bei der offiziellen Preisverleihung vergeben. Ergänzt werden die Wettbewerbsbeiträge auch 2019 durch den Ehrenpreis Schnitt, mit dem in diesem Jahr Heidi Handorf gewürdigt wird, einen Themenschwerpunkt sowie durch den International Day.

Die Jury für den Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm:

Jonas Katzenstein (Produzent)
Ingrid Koller (Editorin, Vorjahrespreisträgerin)
Francis Meletzky (Regisseurin)
Gernot Roll (Kameramann und Regisseur)
Petra Zieser (Theater- und Filmschauspielerin)


Die Jury für den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm:

Yana Höhnerbach (Editorin, Vorjahrespreisträgerin)
Imogen Kimmel (Regisseurin und Autorin)
Daniela Praher (Produzentin)
Börres Weiffenbach (Kameramann)
Fritz Wolf (Filmjournalist und Dramaturg)


Beide Jurys entscheiden gemeinsam über die Vergabe des Tentacle Sync Förderpreis Schnitt, Preispatin dieser Auszeichnung ist die Regisseurin Francis Meletzky.

Filmplus Akademie:

Die Filmplus Akademie und eine International Masterclass finden wie im vergangenen Jahr noch vor der offiziellen Eröffnung, am Freitag, den 25. Oktober 2019 ganztägig in Köln als kompaktes Weiterbildungsangebot statt mit sechs halbtägigen Workshops und einer ganztägigen International Masterclass.

Der Schwerpunkt der Workshops liegt auf der Verbesserung im Verständnis benachbarter Gewerke füreinander, der Stärkung von Kommunikation und Selbst-Bewusstsein im Montageprozess und vor allem im dramaturgischen Fokus, dem Storytelling.

Inhaltlich geht es um die Dramaturgie von Literaturadaption und Mini-Serie, um Sounddesign und Filmmusik, um Schnittberatung und die Emotionen beim Schneiden – eine bunte Palette bei ebenso kompetenten wie renommierten Dozent*innen direkt aus der Berufspraxis.

Eröffnung in Anwesenheit der Ehrenpreisträgerin.

Am Montag, den 25. Oktober 2019, startet FILMplus um 20:00 Uhr im Filmforum NRW des Museum Ludwig mit dem Eröffnungsfilm "Stammheim - Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht" von Reinhard Hauff in Anwesenheit der Ehrenpreisträgerin Heidi Handorf, die 1986 für den Filmschnitt verantwortlich zeichnete.

Hier der Trailer:



Synopsis:
1972 werden die RAF-Terroristen Andreas Baader und Jan-Carl Raspe gefangengenommen. Wenig später fasst die Polizei auch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Nach Jahren der Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis von Stammheim beginnt im Mai 1975 der Prozess. Das Urteil heißt 1977 lebenslänglich für alle. Ulrike Meinhof ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot - sie hatte sich kurz vorher in ihrer Zelle erhängt.


Mehr als 85 Filme für Kino und Fernsehen hat Heidi Handorf durch ihre Montage mitgestaltet. Das Filmplus Festival zeichnet die Editorin für ihr Lebenswerk im Oktober mit dem »Ehrenpreis Schnitt« und einer Hommage aus.

Die in München lebende Filmeditorin montierte u.a. sechs Produktionen für Reinhard Hauff sowie weitere Filme für Regisseure wie Edgar Reitz, Herbert Achternbusch, Bernhard Sinkel, Matti Geschonneck und Oliver Storz.

Das Festival zeigt mit „Stammheim“, der im Erscheinungsjahr 1986 den Goldenen Bären bei der Berlinale gewann, eine ihrer herausragendsten Montageleistungen. Der Spielfilm basiert auf den Gerichtsprotokollen aus dem RAF-Prozess und wird wesentlich von seinem temporeichen Schnitt bestimmt, der die aggressive Stimmung bei den hitzigen Wortgefechten der Baader-Meinhof-Gruppe mit den Richtern greifbar macht.

Auch einen Teil der legendären Serie „Heimat“ (1984), die Heidi Handorf in zweieinhalbjähriger Arbeit für Regisseur Edgar Reitz schuf, wird im Rahmen der Hommage gezeigt. Die 11-teilige Produktion, die die Geschichte des fiktiven Hunsrückdorfs Schabbach und ihrer Bewohner über drei Generationen erzählt, gehört insbesondere wegen ihrer epischen Erzählstruktur zu den Meilensteinen der deutschen Fernsehgeschichte.

Heidi Handorf begann in den frühen 1970ern in München als Schnittassistentin und arbeitete mit einigen der renommiertesten Filmeditor*innen der Zeit zusammen: Darunter Peter Przygodda, Inez Regnier, Beate Mainka-Jellinghaus und Jane Seitz, mit der sie 1974 an „Die Verrohung des Franz Blum“ arbeitete. Es war die erste Zusammenarbeit mit Regisseur Reinhard Hauff, mit dem sie eine besonders nachhaltige, kreative Zusammenarbeit verbindet. Nach zwei Filmen für Herbert Achternbusch begann Handorf Anfang der 1980er Jahre mit dem Hunsrück-Projekt von Edgar Reitz, aus dem ein Dokumentarfilm und die Serie „Heimat“ entstand. Dem Fernsehen blieb Heidi Handorf auch danach neben ihrer Kinoarbeit treu und montierte zahlreiche Fernsehfilme, insbesondere für Matti Geschonneck und Oliver Storz. Für ihre Arbeit wurde sie dreimal für den Deutschen Kamerapreis nominiert (Kategorie: Bester Schnitt).

Die Bekanntgabe und Ehrung aller Preisträger*innen erfolgt im Rahmen unserer Preisverleihung am Montag, den 28. Oktober 2019, um 20:00 Uhr im Filmforum NRW. Musikalisch wird die Abschlussveranstaltung durch die Indie-Folk-Band „Stereo Naked“ begleitet.

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Das Ungewisse hörbar machen:
bvft Screening und Werkstattgespräch zu „Chris the Swiss“ bei Filmplus 19

Beim diesjährigen Filmplus Festival in Köln zeigt die Berufsvereinigung Filmton (bvft) eine außergewöhnlich spannende Doku mit hohem Animationsfilmanteil. Im anschließenden Werkstattgespräch wird Sounddesigner und Mischtonmeister Markus Krohn über seine Arbeit am Dokumentarfilm „Chris the Swiss“ berichten.

Persönliche Filmbilder aus dem Familienfundus, historische Archivaufnahmen, über einen langen Zeitraum aufgenommene Originaltöne und Animationssequenzen, die den Horror des Krieges spürbar machen - diese Elemente bilden das Ausgangsmaterial für diesen Dokumentarfilm. Welche Konsequenzen sich daraus für die Tongestaltung ergeben und wie man aus so unterschiedlichem Quellmaterial eine einheitliche, einfühlsame Filmtonästhetik in Dolby Atmos schaffen kann, das sind die Themen, um die es beim diesjährigen Screening und Werkstattgespräch der Berufsvereinigung Filmton gehen wird.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Anfang der 90er Jahre, die Jugoslawienkriege haben begonnen. Am 7. Januar 1992 wird in Kroatien ein junger Schweizer Journalist in der Uniform einer internationalen Söldnergruppe tot aufgefunden. 20 Jahre später spürt die Schweizer Filmemacherin Anja Kofmel dem Tod ihres Cousins nach. Was war geschehen? Was bewog den jungen Reporter, seine Neutralität aufzugeben? Und wie kam er schließlich zu Tode? Ihre persönliche Sicht wird in animierten Sequenzen erzählt, durch reale Szenen und umfangreiches Archivmaterial wird die journalistische Seite der Geschichte dokumentiert.


Mit „Chris the Swiss“ (CH/HR/FI/DE 2018, 90 Min.) ist Anja Kofmel ein vielfach international ausgezeichneter Dokumentarfilm gelungen. Neben dem Gewinn des diesjährigen Schweizer Filmpreises in den Kategorien Bester Dokumentarfilm, Bester Schnitt und Beste Filmmusik war er 2018 mehrfach in Cannes sowie bei den Emile Awards - dort für Best Sound Design in a Feature Film Production - nominiert.

bvft Screening und Werkstattgespräch zu „Chris the Swiss“
Vorführung am Montag, 28.10.2019 um 13:30 Uhr
Werkstattgespräch um 15:30 Uhr
Ort: OFF Broadway Kino, Zülpicher Str. 24, 50674 Köln
Moderation: Dietmar Kraus (Filmplus)
Gast: Markus Krohn (Sounddesigner und Mischtonmeister)

Bei dem Werkstattgespräch, das direkt nach der Vorführung des Films stattfindet, wird der Herstellungsprozess der Filmtonspur ausführlich erläutert und das Tonkonzept erklärt. Zur Veranschaulichung werden einzelne Elemente des Sounddesigns vorgespielt. Im Anschluss gibt es ein Q&A, bei dem Publikumsfragen beantwortet werden.

Weitere Informationen zum Film unter:
Link: www.christheswiss.net

Über die bvft:
Die Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft) ist ein im Jahr 2003 gegründeter Verein der die Belange der professionellen Filmtonschaffenden in Deutschland vertritt. Sie setzt sich für die Wertschätzung des Filmtons gegenüber Fernsehsendern, der Filmwirtschaft und in der Öffentlichkeit ein und ist Kommunikations- und Expertenplattform für technische, kreative und rechtliche Themen. Zu den regelmäßigen Aktivitäten der bvft gehören Veranstaltungen auf Filmfestivals, Jour-Fixe-Abende zu aktuellen Themen und die jährliche Herausgabe des bvft Filmton Guides.

Links: www.filmplus.de | www.bvft.de/verein
Quellen: rische & co pr | Filmplus | Kameramann

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