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5. Berlin Music Week 2014 fast zeitgleich zur IFA

Conference, Live Events, Networking, Show Cases | 3.-7. September 2014.



Kurz vor Beginn der Funkausstellung, der IFA - Consumer Electronics Unlimited, die vom 5.-10. September 2014 auch mit zahlreichen Music-Events im Sommergarten unter dem Berliner Funkturm aufwartet, zieht bereits ab dem 3. September 2014 die fünfte Berlin Music Week ebenfalls viele internationale Gäste, Musiker sowie unzählige Bands an die Spree und in den Postbahnhof nach Berlin-Friedrichshain.

Unter vielen Anderen kommt mit der norwegischen, fünfköpfigen Gruppe »Highasakite« und der am Trondheimer Jazz Konservatorium ausgebildeten Sängerin Ingrid Helene Håvik, eine der interessantesten Pop-Bands Skandinaviens in die Hauptstadt, um im Rahmen der Berlin Music Week ihr Erfolgsalbum "Silent Treatment" vorzustellen.

Zusammen mit den Partnern der WORD! Konferenz, der VUT Indie Days sowie der Festivals First We Take The Streets, First We Take Berlin und natürlich des Berlin Festivals und last but not least des New Music Awards freuen sich die Kulturprojekte Berlins bis zum 7. September 2014 ein exklusives, großartiges Programm zum Networken und Feiern anbieten zu können.

Heute Abend, den 30. August 2014 fällt ab 21:00 Uhr die Vorentscheidung für den 3. Music Award um die besten Nachwuchsbands und Solokünstler bei einem Live-Battle im Magnet Club, Falckensteinstraße 48 in 10997 Berlin bei freiem Eintritt. Zur Eröffnung der Berlin Music Week treten dann am 3. September 2014 die drei Finalisten im Postbahnhof gegeneinander an. Hier die Teilnehmer der Battlerunde I.



Etwas erstaunt war man allerdings, als ein überraschender Ortswechsel des im Rahmen der Berlin Music Week stattfindenden Berlin-Festivals plötzlich verkündet wurde. Auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof sowie in mehreren Hangars sollten vom 5.-7. September 2014 wieder Partys für 20.000 Besucher stattfinden. Da Tempelhof aber sogar Platz für 60.000 Musikfans bietet, so viele Karten jedoch wohl nicht verkauft werden konnten, beschloss man in die Arena nach Berlin-Treptow umzuziehen. Hier noch ein Wahlwerbespot des Berlin Festivals, gedreht auf dem Flugfeld in Tempelhof.



Tatsächlich ist aber noch ein ganz anderer Grund ausschlaggebend. Nach Bürgerprotesten gegen eine Bebauung auf der frei gebliebenen, aber nicht mehr zum Fliegen benutzen Fläche im Herzen der Berliner City, fürchtete man mögliche Klagen wegen Lärmbelästigung durch Musikveranstaltungen. Die Auflagen der Behörden müssen deshalb strikt eingehalten werden. Eine große Veranstaltung mit Lärm nach 22:00 Uhr wird nun nicht mehr geduldet. In Berlin beginnen die Partynächte bekanntermaßen jedoch vornehmlich erst nach Mitternacht. Dann erst füllen sich die Clubs und Diskotheken. Konzerte, die bereits am Nachmittag beginnen, sind eher gering besucht, oder werden nur von Teenies aufgesucht, die noch keine 16 Jahre sind. Doch damit ist nicht genug Umsatz zu machen. So entschloss man sich das Berlin Festival näher an die Location der Berlin Music Week in Friedrichshain zur rücken, die u.a. im Postbahnhof am Ostbahnhof stattfindet sowie kostenlos auf den umliegenden Straßen an der East Side Gallery. Und schräg gegenüber liegt - ebenfalls an der Spree - das Veranstaltungsgelände der Arena mit dem Badeschiff, der Hoppetosse, dem Glashaus und weiteren Party Locations.

Dort ist man nicht an zeitliche Auflagen gebunden und die Konzerte können tagsüber oder bei Bedarf auch nachts stattfinden, denn manche Stars halten sich nicht an Regeln und lassen ihre Fans auch schon mal 1-2 Stunden warten, bevor sie letztendlich die Bühne betreten. Eines wird aber dabei dennoch klar. In Berlin gibt es offensichtlich kein Interesse mehr Großveranstaltungen zu protegieren, wie seinerzeit die Love Parade. In den 90er Jahren versammelten sich auf dem Ku'damm und später auf der Straße des 17. Juni immerhin fast eine Million Fans. Die Zeiten von Großveranstaltungen sind zwar nicht vorbei, aber in Berlin fehlt ein geeigneter großer Platz, auf dem auch noch bis Mitternacht lautstark gefeiert werden kann.

Andere Städte haben diesbezüglich Berlin den Rang abgelaufen und sich den Ruf für zuverlässige Großveranstaltungen erworben. Zum Beispiel der OlgaPark in Oberhausen mit Ruhr in Love. Oder das Festival Nature One auf der Raketenbasis Pydna im Hunsrück. Auch Ferropolis - Die Stadt aus Eisen in Sachsen-Anhalt lockt jährlich tausende Partybegeisterte an.

Dennoch; zählt man alle Music Events zur Berlin Music Week und zur Ifa zusammen, so kommt man sicherlich auf weitaus mehr Musiker und deren Fans, die sich in dieser Woche in Berlin zur Music Week treffen, als bei den genannten Events an anderen Orten. Als weitere Überraschung treten am 4. und 5. September 2014 vor der O2-World und entlang der East Side Gallery zwischen Postbahnhof und Arena zahlreiche Lokalmatadoren kostenlos auf. Damit kann die Berlin Musik Week erfolgreich das Erbe der verblichenen PopKomm antreten und jedes Jahr wieder zig tausende Besucher der Branche und der Fans versammeln. Zudem gibt es spannende Konferenzen und interessante Teilnehmer zum Networken. Das trifft insbesondere auf unsere Filmbranche zu, die weniger an Partys, als vielmehr an Kontakten zu den Profis der Musikszene interessiert ist, denn ohne Musik funktioniert kaum ein Film.

Zudem werden in diesem Jahr auf der VUT WORD Konferenz im Postbahnhof nicht nur Wirtschaftsthemen oder rechtliche Themen wie das Urheberrecht diskutiert, sondern auch gesellschaftspolitische Themen wie beispielsweise Diversität in der Musikwirtschaft oder auch Pop, Politik und Haltung.

Links : www.berlin-music-week.de | www.berlinfestival.de | b2c.ifa-berlin.de
Quellen: Musikmarkt | Tagesspiegel | Kulturprojekte Berlin | dpa

Weitere Infos zum Programm der VUT WORD-Konferenz in unserer erweiterten Ansicht.




Mehr Infos zu den Panels der WORD-Konferenz

"Label 3.0"
Termin: Donnerstag, 4. September, von 15 bis 16 Uhr

Das Panel beschäftigt sich mit der aktuellen Rolle eines unabhängigen Labels. "Wie funktioniert Künstleraufbau und welche neuen Modelle gibt es? Wie gehen Labels mit neuen Marktteilnehmern um? Was sind aktuelle Herausforderungen? Und nicht zuletzt: Woher kommt denn bloß das liebe Geld?", lauten einige der Fragen, die gestellt werden. Am Panel teil nehmen Andreas Gutjahr (Our Label records/Knowtheirname), Thorsten Lütz (Karaoke Kalk), Petra Husemann Renner (Motor Music) sowie Fritz Krings (Peripherique). Die Moderation übernimmt Jörg Heidemann, stellvertretender Geschäftsführer des VUT.

"Legal Update 2014 – Urheberrecht, Quo Vadis?"
Termin: Donnerstag, 4. September, von 14 bis 15 Uhr

Der Ruf nach einer Reform des Urheberrechts ist groß und "nach Jahren des Beobachtens aus der Deckung scheint der Gesetzgeber aufgewacht zu sein", heißt es in der VUT-Mitteilung. Zuletzt habe der Europäische Gerichtshof eine Reihe wegweisender Urteile gesprochen. Es diskutieren Charlie Phillips (Worldwide Independent Network), Heiko Wiese (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.), Judith Steinbrecher (BITKOM e.V.) und Dr. Kai Alexander Welp (GEMA). Reinher Karl (Beiler Karl Platzbecker & Partner/VUT) übernimmt die Moderation

"Pop + Politik = Haltung?"
Termin: Freitag, 5. September, von 16:30 bis 17:15 Uhr

Gregor Samsa (Sounds of Subterrania), Sokee (Springstoff) und Panel-Host Milena Fessmann (radioeins) "werden neben anderen interessanten Gästen darüber debattieren, welche politische Haltung Künstler_innen vertreten und ob dies förderlich oder hinderlich ist", so die offizielle Beschreibung des VUT. Weitere Fragen, die aufgeworfen werden, sind: "Brauchen wir heute noch politische Texte und was können sie auslösen? Gibt es heute noch Jugendbewegungen? Ist Hip-Hop die letzte Jugendbewegung?"

"Revolution Girl Style Now! (Bikini Kill) – How To Achieve Diversity In The Music Business"
Termin: Donnerstag, 4. September, von 16:15 bis 17 Uhr

Im von Sonja Eismann (Missy Magazine) moderierten Panel geht es um die Vielfalt in der Musikindustrie. Welche Rolle hat die Frau, welche Auswirkungen hat es auf kulturelle Vielfalt, wenn die Mehrheit der Künstler weiß und männlich ist und einen Uni-Abschluss besitzt? Antworten auf diese Fragen suchen Helienne Lindvall (The Guardian), Janine Wülker (finetunes), Planningtorock (Künstlerin) und Thom Cummings (SoundCloud).


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