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Photokina - World of Imaging - 175 Jahre Fotografie

Nur alle zwei Jahre findet die weltgrößte Fotomesse statt.



Die Photokina, die weltgrößte Ausstellung der Fotobranche ist mehr als eine Messe. Mehrere Ausstellungen in Köln und zahlreiche Auszeichnungen für beste Fotografie ergänzen die neuen Produktvorstellungen der Photokina, die heute eröffnet und vom 16.-21. September 2014 nicht nur Fotoapparate zeigt, sondern alles um The World of Imaging.

Auch die IFA in Berlin fand früher nur alle zwei Jahre statt, sodass es keine Überschneidungen mit der Präsentation von Neuheiten in Köln gab. Viele Besucher der IFA haben deshalb in diesem Jahr die Firma Canon und einige andere Hersteller von Videokameras und Fotoapparaten vergeblich auf der Funkausstellung gesucht. Doch ein Messestand benötigt nicht nur ausreichende Vorbereitungen, sondern ist auch teuer. In Zeiten rückläufiger Absatzmärkte versuchen die Firmen zu sparen und überlegen sehr genau wo der Messeauftritt am effektivsten ist. Es ist mittlerweile ein knallharter Verdrängungswettbewerb geworden. Wie in der Handy-Branche wird um jeden verkauften Fotoapparat gekämpft.

Insbesondere die schrumpfenden Absätze der kleinen Modellreihen bereiten den Herstellern Sorgen. Inzwischen sind die Smartphones so leistungsfähig geworden, dass Sony auf der IFA eine eigene Reihe an Vorsatzlinsen für seine Handys - bis hin zu langen Brennweiten - präsentierte, sodass der Anwender sogar auf spiegellose Systemkameras zugunsten der Smartphones verzichten mag.

Wir als Profis teilen zwar nicht ganz diese Auffassung, dass es praktisch wäre, ohne Sucherokular im Sonnenlicht vernünftige Fotos schießen zu können, doch eine im Film- oder Fotoapparat eingebaute SIM-Card mit Wähltastatur hat bisher ansonsten noch kein Kamerahersteller vorgestellt. Natürlich gibt es bereits Kameras, mit eingebauter WiFi-Schnittstelle, doch für die Übertragung in die Cloud oder direkt in die Redaktion ist dann immer noch ein Laptop mit Telefonanschluss nötig. Schneller geht es offensichtlich nach Meinung von Sony mit einem All-In-One-Gerät. Mehrere Objektive müssen dabei dennoch mitgeschleppt werden.



Deshalb wird auch die Prosumer Reihe mehrerer Hersteller immer ausgereifter deren Zoomobjektive vom Weitwinkel bis manchmal in den extremen Telebereich reicht. Canon hatte kürzlich erst die PowerShot G1 X Mark II vorgestellt, die deutlich mehr als die bisherigen fingernagelgroßen Sensoren bietet und mit einer fast an das APS-Format heranreichenden Qualität überzeugt. Doch ob das Gerücht wahr wird, dass Canon sich an das lukrative hochpreisige Mittelformat heranwagt, wird erst die Messe zeigen.

Nikon Vollformat-DSLR mit Klappdisplay
Nur von Nikon weiß man, dass die Firma erstmals eine Vollformat-DSLR mit Klappdisplay vorstellt. Leider wird man es bei der Nikon D750 nur nach oben oder unten schwenken können. Panasonic und Canon hatten diesbezüglich bereits schon seit etlichen Jahren mehrere Modelle im Programm, bei denen sich - wie bei einer kleinen Videokamera - das Display auch seitlich herausklappen lässt. Hier der Trailer:



Dafür ist das Gehäuse der Nikon gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Es besteht aus einer Magnesiumlegierung und Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff und ist somit relativ leicht. Für die Profis gibt es als optionales Zubehör einen Batteriegriff. Neu ist auch der Sensor, der eine Auflösung von 24 Megapixel bietet. Der Empfindlichkeitsbereich reicht von ISO 100 bis ISO 12.800 und kann auf ISO 50 bis ISO 51.200 erweitert werden. Für die Bildverarbeitung hat die D750 einen Expeed4-Prozessor, der auch in der D810 und in dem Spitzenmodell D4s steckt. Die Kamera nimmt bis zu 6,5 Bilder pro Sekunde auf. Gespeichert werden die Fotos auf SD-Karten (SD, SDHC, SDXC). Die Nikon D750 hat den gleichen Autofokus wie die D810 mit 51 Sensoren, davon 15 Kreuzsensoren. Das System hat eine Empfindlichkeit von minus 3 Blendenstufen - das soll Aufnahmen auch in dunkler Umgebung ermöglichen. Wird auf der DSLR eine Kombination von Objektiv und 2-fach-Telekonvertern mit Blende f/8 eingesetzt, arbeiten noch 11 der 51 Messfelder.

Wie bei modernen DSLRs üblich nimmt die D750 auch HD-Videos (1.080p) mit einer Bildrate von bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Während der Aufnahme kann die Blende verändert werden. Zur Tonaufzeichnung verfügt die DSLR über ein eingebautes Stereomikrofon, es gibt einen Eingang für ein externes Mikrofon. Um Bilder direkt von der Kamera auf ein Mobilgerät herunterladen zu können gibt es eine App für Android und für iOS. Die Windows Phones werden derzeit noch nicht unterstützt. Das Gehäuse allein soll 2.150 Euro kosten. Die Kamera gibt es zudem im Kit mit einem 24-85-mm-Zoomobjektiv (1:3,5-4,5G ED) für 2.700 Euro oder mit einem D750 Kit mit AF-S NIKKOR 24-120-mm-Zoomobjektiv (1:4G ED) für 2.800 Euro.

Panasonic macht 4K-Videos
Anfang des Jahres hatte Panasonic seine Lumix GH4 vorgestellt, die speziell auf Video getrimmt ist. Wie der Konkurrent Olympus, die beide Bildsensoren im Four-Thirds-Format anbieten und auch das gleiche Bajonett benutzen, bietet Panasonic mit der GH4 nicht nur eine schnelle Fotokamera mit guter Bildqualität, sondern darüber hinaus erstmals 4k-Videoqualität in einer Systemkamera an. Auch wenn die Kamera nicht ganz billig ist, so unterbietet die GH4 immerhin jede andere Videokamera mit 4K-Auflösung um Längen im Preis und richtet sich an Filmemacher mit geringem Budget, die dennoch den sogenannten Filmlook der größeren Sensoren Sensoren nicht missen wollen.

Kein Konkurrent kann derzeit auf diesem Gebiet mithalten. Sony nicht, Olympus ohnehin nicht. Und Canon, bislang die Marke, die am ehesten mit Videoproduktionen aus Fotokameras verbunden wird, muss sich warm anziehen. Denn in zahlreichen Tests schneidet die GH4 von Panasonic heute schon deutlich besser ab als die deutlich teurere Canon EOS 5d MarkIII, die noch dazu deutlich größer ist.

Mit Beginn der Photokina wird Panasonic mit der LX100 sogar eine Kompaktkamera im Prosumer-Bereich präsentieren, die 4k-hochauflösendes Video mit dem Micro-Four-Thirds-Sensor aufzeichnen kann. Das lichtstarke 24mm DC Vario Summilux Festobjektiv ist von Leica. Außerdem steht angeblich eine Weiterentwicklung der kleinen GM1 an, einer Micro-Four-Thirds-Kamera im Kompaktformat mit Wechselobjektiven. Die neue GM5 soll eine elektronischen Sucher und Bildstabilisierung über den Sensor bekommen. Der eingebaute Bildstabilisator macht die EM1 quasi zu einer Steadycam, auch wenn die kleinen leichten Objektive keinen eingebauten Bildstabilisator vorweisen.

Panasonic LUMIX CM1

Der Clou ist aber die LUMIX CM1, die das Beste aus zwei Welten bietet. Die Premium-Kompaktkamera mit Android Smartphone-Funktionen ist fast so dünn wie ein aktuelles Handy und liefert dank riesigem 1-Zoll-Hochempfindlichkeits-Sensor und Leica Optik exzellente Bilder sogar bei wenig Licht. Hinzu kommen manuelle Einstellmöglichkeiten, Szenen-Modi, 4K/Full HD Video und vieles mehr.

Einzigartige Fotoausstellungen auf dem ganzen Messegelände.
Die vielen Fotoausstellungen auf der Photokina schlagen auch in diesem Jahr einen beeindruckenden Bogen von Fotodokumentationen und Fotodesign, bis hin zum Fotojournalismus und der Fotokunst. Unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums steht beispielsweise der Internationale Naturfoto-Wettbewerb „Glanzlichter“, der seit 1999 ausgeschrieben wird und einer der größten und renommiertesten deutschen Naturfoto-Wettbewerbe ist.

Im Rahmen der Photokina präsentiert auch National Geographic Deutschland eine Auswahl der besten Fotografien aus der 125-jährigen Geschichte des legendären Magazins. Die Ausstellung, bestehend aus 55 außergewöhnlichen Bildern, spiegelt die wichtigsten Expeditionen und Reportagen des Magazins der National Geographic Society wider – von der Gründung im Jahr 1888 bis heute.

Das International Photographic Council (IPC) präsentiert mit „We the Peoples” erneut eine UN-Fotoausstellung gemeinsam mit dem Department of Public Information der Vereinten Nationen.

Unter dem Titel „Kinder. Die Gegenwart der Zukunft“ zeigt UNICEF Deutschland und das Magazin ‚Geo‘ die besten Fotos und Reportagen aus dem internationalen Wettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ 2012 und 2013 aufgenommen von 25 Fotografen aus 16 Nationen.

Die Bilderausstellung „A Fallen Angel“ der Japan Camera Industry Institute Ausstellung zeigt Fotos aus dem Erstlingswerk des berühmten Japanischen Fotografen Yoshihiro Tatsuki, die er im Alter von 27 Jahren aufgenommen hat. Die Werke begeistern noch heute durch ihre einzigartige Ästhetik und Bildsprache.

Superlative sind angesagt, wenn es um Europas größten Fotowettbewerb "Blende" geht. Seit nunmehr fast 40 Jahren demonstriert „Blende“ mit seinen Bildern die pure Leidenschaft und Hingebungskraft der teilnehmenden Amateurfotografen.

Ein Bildermeer aus über 40.000 Fotografien - von den Anfängen der Fotografie bis heute - präsentiert sich den photokina-Besuchern unter dem Motto „175 Years of PhotoMoments“ mit der Gemeinschaftsaktion „Der größte Photoglobus der Welt“ auf nahezu 500 Quadratmetern in der Passage 4/5.

Link: www.photokina.de
Quellen: Zoom | FTV | Welt | Golem | Netzwelt | Panasonic

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