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Akademie gegen Umbenennung der Filmschule "Konrad Wolf"


Die Hochschule der Künste hat es vorgemacht und sich von der HDK zur UDK, der Universität der Künste gewandelt. Gleiches hat offensichtlich die
Filmhochschule "Konrad Wolf" in Babelsberg vor. Damit wäre sie Deutschlands erste Filmuniversität.

Einhergehend mit der Umwandlung der HFF (Hochschule für Film und Fernsehen) in eine Universität, werden aber auch Überlegungen angestellt, den eingeprägten Namen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg zu ändern. Bei der Herbsttagung der Mitglieder der Akademie der Künste in Berlin kam dies am Wochenende zur Sprache, wie die Berliner Morgenpost in Ihrer Berichterstattung heute meldet. Die Mitglieder der Akademie der Künste, zu denen auch einige BAF Mitglieder gehören oder gehörten, waren strikt dagegen, den angestammten Namen aufzugeben. Die Idee eine Universität für Film zu gründen war dabei nicht das strittige Thema. Vielmehr wurde ein eindeutiges Bekenntnis zum Namen Konrad Wolf abgegeben und in Zweifel gezogen, ob es richtig sei, die Ehre, die der Filmhochschule zu teil wurde - den Namen Konrad Wolfs zu tragen - so einfach aufzugeben.

Die Filmhochschule war erst 1985 nach dem großen Regisseur benannt worden. Zu Wolfs Filmen gehören unter anderem "Der geteilte Himmel", "Goya", "Mama, ich lebe" und der autobiografische Film "Ich war neunzehn". Dem Namensgeber sollte Respekt gezollt werden, betonte Akademie-Präsident Klaus Staeck. Immerhin wird in seinem Namen jedes Jahr ein Preis verliehen. Der HFF-Präsident Dieter Wiedemann hielt dagegen und sagte, dass der Name der HFF in Potsdam-Babelsberg in den letzten Jahren immer mehr in den Hintergrund gerrückt sei, denn die heutige Studenten-Generation würden mit anderen Regisseuren aufwachsen.

Konrad Wolf wurde als Sohn des jüdischen und kommunistischen Arztes und Schriftstellers Friedrich Wolf am 20. Oktober 1925 im schwäbischen Hächingen geboren. 1965 wurde Konrad Wolf Präsident der Deutschen Akademie der Künste der DDR, während sein älterer Bruder Markus ("Mischa") Wolf viele Jahre lang für den außenpolitischen Nachrichtendienst des Stasi-Ministeriums in hohen Positionen tätig war. Am 7. März 1982 starb Konrad Wolf in Berlin. Zwei Jahre zuvor wurde er noch auf der Berlinale für "Solo Sunny" - einer DEFA Produktion Babelsberg aus dem Jahr 1980 - mit dem silbernen Bären ausgezeichnet.

Die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg ist die einzige Kunsthochschule des Landes Brandenburg und die älteste und größte von fünf Medienhochschulen in Deutschland. Übrigens feiert die HFF am
10. November 2007 von 10:00-16:00 Uhr einen "Tag der offenen Tür" und jedermann ist willkommen.

HFF Potsdam-Babelsberg "Konrad Wolf"
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam-Babelsberg
Tel.: 0331 / 62 02 - 0

info@hff-potsdam.de
www.hff-potsdam.de

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