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14. Zurich Filmfestival mit spezieller Auswahl aus San Sebastián

Zürich startet mit Roadmovie und zeigt außerdem eine kleine Auswahl vom SSIFF in San Sabastián.

Das 14. Zurich Filmfestival, das vom 27. September bis 7. Oktober 2018 stattfindet, hat in der kurzen Zeit seines Bestehens einen kometenhaften Start hingelegt. Dank einer Kooperation mit dem internationalen A-Filmfestival in San Sebastián, das derzeit ebenfalls stattfindet, können Kosten für die Anreise und Unterkunft von Stars aus Übersee wieder minimiert werden. Zudem zeigt das Schweizer Filmfestival in Zürich wieder eine kleine Auswahl aus dem aktuellen Programm des spanischen Film Festivals in Donostia San Sebastián (SSIFF).

Eröffnet wird das Zurich Filmfestival mit dem Roadmovie „Green Book“ von Peter Farrelly eröffnet. Bei der Europapremiere des Films ist Farrelly zusammen mit seinem Hauptdarsteller Viggo Mortensen auch anwesend.

„Green Book“ basiert auf der wahren Geschichte einer Freundschaft, die Rasse, Herkunft und die gesellschaftlichen Grenzen in den frühen 60er-Jahren überwinden. In Farrellys bildstark umgesetztem Drama ist auch der Oscar-Gewinner Mahershala Ali („Moonlight“, „Hidden Figures“) zu sehen. Die Geschichte eines schwarzen Musikers aus New York, der sich 1962 von einem weißen Mafia-Handlanger auf eine Konzertreise durch ein zutiefst rassistisches Amerika fahren lässt, wurde bereits auch bei der Weltpremiere des Toronto Film Festival (tiff) euphorisch gefeiert und gilt mit einem Schlag als ernstzunehmender Oscar-Kandidat. Hier der Trailer:

Synopsis:

Tony Lip (Mortensen), ein Türsteher aus der New Yorker Bronx, soll Dr. Don Shirley (Ali), einen brillanten schwarzen Pianisten, auf einer Konzerttournee von Manhattan in die Südstaaten fahren. Dabei muss sich der Fahrer auf das "Green Book" verlassen, ein Handbuch, das die wenigen Restaurants, Bars und Hotels auflistet, die damals für Afroamerikaner sicher und zugänglich waren. Auf ihrer Reise treffen sie auf Rassismus und Gefahren, erfahren aber auch unerwartete Offenheit und Humor – beide sind jedoch gezwungen, ihre gegensätzlichen Überzeugungen aufzugeben.

„Green Book“ startet im Januar 2019 über Ascot Elite Entertainment in den schweizerischen Kinos. In Deutschland bringt eOne den Film am 31. Januar 2019 heraus.

Deutsche Weltpremieren in Zürich.

Sönke Wortmanns Version der französischen Erfolgskomödie "Der Vorname" und Marcus H Rosenmüllers historischer Fußballfilm "Trautmann" feiern in der Sektion »Gala Premieren« im Rahmen des Zurich Film Festival ihre Weltpremieren.

Zudem wird Florian Henckel von Donnersmarcks "Werk ohne Autor", der in Venedig seine Weltpremiere gefeiert hatte, in Zürich ebenso seine Premiere im deutschsprachigen Raum feiern wie Pawel Pawlikowskis "Cold War".

Als Weltpremiere hat das Zurich Film Festival Wayne Roberts' "Richard says Goodbye" mit Hauptdarsteller Johnny Depp eingeladen. Ihre Europremieren feiern außerdem Wash Westmorelands "Colette" und Annabel Jankels "Tell it to the Bees", während Kevin Macdonalds "Whitney" seine Schweizer Premiere feiern wird.

"Wir freuen uns sehr, eine solch prestigeträchtige Premierenliste in unserem Galaprogramm zu präsentieren und preisgekrönte Regisseure und Oscar-Preisträger wie Florian Henckel von Donnersmarck, Kevin Macdonald und Pawel Pawlikowski in Zürich willkommen zu heißen. Die Schauspielgrößen, die bei uns zu Gast sind, sind herausragend: Johnny Depp und Sebastian Koch gehören zu denen, die ihre Galapremieren persönlich präsentieren werden", erklären die Festivalleiter Nadja Schildknecht und Karl Spoerri.

Window: San Sebastián.

„San Sebastián Window“ ist eine Auswahl von vier energetischen Filmen aus Spanien und Lateinamerika, die am diesjährigen San Sebastián Film Festival vertreten sind:

"Belmonte" von Federico Veiroj (Uruguay, Mexiko, Spanien)

"El Amor Menos Pensado / An Unexpected Love" von Juan Vera (Argentinien)

"Sueño Florianópolis / Florianópolis Dream" von Ana Katz (Argentinien, Brasilien, Frankreich)

"El Ángel / The Angel" von Luis Ortega (Argentinien, Spanien)

Hier der Trailer:

Synopsis:

Seine blonden Locken und seine engelsgleichen Gesichtszüge sind trügerisch: Der 17-jährige Carlitos hat seine Fertigkeiten als erfolgreicher Dieb perfektioniert. Bald begibt er sich mit Ramon, seinem neuen „partner in crime“ auf eine wilde Tour von Diebstahl und Überfällen – und auch einen Toten nimmt Carlitos ab und an in Kauf. Von der Polizei gejagt und von der Presse als „Engel des Todes“ betitelt, steuert er bald schnurstracks dem Abgrund entgegen. Das im stilvollen 70er-Vintage-Look inszenierte Drama basiert lose auf der Lebensgeschichte des argentinischen Gangsters Carlos Robledo Puch.

Wettbewerb Internationaler Spielfilm.

Im Wettbewerb „Internationaler Spielfilm“ konkurrieren 14 hochkarätige erste, zweite oder dritte Regiearbeiten um den Hauptpreis des ZFF, das Goldene Auge. Der Gewinnerfilm wird durch eine international zusammengesetzte Jury ermittelt und anlässlich der Award Night am 6. Oktober 2018 gekürt. Die Filmschaffenden sind bei den meisten Vorführungen anwesend.

Auch in dieser Reihe haben wir mit "Shéhérazade" von Jean-Bernard Marlin aus Frankreich ein Werk mit einem Trailer herausgegriffen, das uns fast exemplarisch für die diesjährige Auswahl erscheint und vom Thema her im direkten Vergleich zu Luis Ortegas "El Ángel / The Angel" von stehen könnte:

Synopsis:

Im ärmsten Stadtviertel von Marseille herrscht ein rauer Umgangston. Legal an Geld zu kommen, ist hier nicht so einfach, schon gar nicht für den 17-jährigen Zach, der eben erst aus dem Gefängnis entlassen wurde und von seiner arbeitslosen Mutter keine Hilfe erwarten kann. Auf der Suche nach Zerstreuung begegnet er eines Tages einer selbstbewussten jungen Frau, die ihr Geld auf dem Strassenstrich verdient. Ausgebufft wie er ist, wittert Zach sofort ein Geschäft. Doch zwischen Zach und Shéhérazade bahnt sich etwas an, das seine Geschäftsidee aufs Spiel setzen und das Leben der beiden auf eine völlig neue Bahn lenken könnte. "SHÉHÉRAZADE" ist die Geschichte einer Amour fou vor dem Hintergrund des Gangster-Lebens in den Außenbezirken der französischen Hafenstadt.

Neue Welt Sicht: Italien

Auch im diesjährigen Fokusland Italien steht beim jungen italienischen Filmschaffen einer neuen Generation von Filmemacher*Innen die organisierte Kriminalität im Brennpunkt des Interesses, deren Geschichten nicht zwingend (produktionstechnisch) „grosses“, aber auf jeden Fall grossartiges Kino bedeuten. Wir nehmen den Trailer der "SICILIAN GHOST STORY" von Fabio Grassadonia & Antonio Piazza als Beispiel aus der Reihe »Neue Welt Sicht: Italien«.

Synopsis:

In einem sizilianischen Dorf verschwindet der 13-jährige Giuseppe, dessen Vater gegen die Mafia ausgesagt hat, von einem Tag auf den anderen spurlos. Während das Leben im Dorf schnell wieder seinen gewohnten Lauf nimmt, ist Giuseppes Mitschülerin Luna nicht bereit, dessen Verschwinden zu akzeptieren. Um ihn zu finden, steigt sie hinunter in die dunkle Welt, die ihn verschluckt hat. Mit viel Fantasie und Empathie, zwischen True-Crime-Drama und Märchen balancierend, greift SICILIAN GHOST STORY eine medial breit diskutierte Gräueltat der organisierten Kriminalität auf, die Italien in den 1990er Jahren erschütterte.

ZFF Masters.

Neben den Filmreihen bieten das ZFF zahlreiche weitere Veranstaltungen wie moderierte Gespräche mit Filmschaffenden und thematische Diskussionsrunden mit Donald Sutherland, Florian Henckel von Donnersmarck, Julian Schnabel, Wim Wenders, Natalie Dormer sowie eine Ausstellung an. Diese sind für alle Interessierten öffentlich zugänglich.

Link: zff.com/de

Quellen: ZFF | Blickpunkt:Film

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