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Aktuelle Neuheiten auf der photokina Köln 2012

4K-Videoaufzeichnung und spiegellose Systemkameras sind die Top-Themen.



Vom 18. bis 23. September 2012 öffnet die photokina unter dem Motto »World of Imaging« wieder ihre Pforten in Köln, wie wir einleitend bereits hier heute geschrieben haben. Nachfolgend stellen wir deshalb in unserer Rubrik Trends & Technik einige Neuheiten vor, die in der Presse von den Firmen schon vorab bekannt gemacht worden sind und uns erwähnenswert schienen.

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Canon EOS-1D C - erste DSLR mit 4k-Videoaufzeichnung

Für professionelle Kameramänner stellt Canon mit der EOS-1D C eine weitere professionelle Kleinbild-Vollformat DSLR vor, die zwar auch Fotos aufnimmt, sich mit ihrer 4k-Videoaufzeichnung aber vornehmlich für professionelle Filmproduktionen eignet. 4k Video entsprechen mit 4.096 x 2.160 Bildpunkten ungefähr 8,8 Megapixel. Der Sensor selbst löst sogar 18,1 Megapixel auf. Gespeichert werden 24 Bilder pro Sekunde mit Motion-JPEG-Komprimierung. Auch eine unkomprimierte Streamingausgabe im Format YCbCr 4:2:2 ist direkt über die HDMI-Schnittstelle möglich. Bei Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080) ist sogar eine Aufzeichnungsrate bis zu 60p erreichbar.

Die EOS-1D C basiert auf der EOS-1D X, die ebenfalls noch nicht erhältlich ist, aber bereits im Oktober 2011 vorgestellt wurde. Technisch ist die EOS-1D C ihrer Schwester recht ähnlich, unterscheidet sie sich doch hauptsächlich durch die bessere Videofunktion. Beim Fotografieren ermöglicht ihr CMOS-Sensor Bilder im RAW- oder JPEG-Format mit einer Auflösung von 18,1 Megapixel festzuhalten. Weitere Ausstattungsdetails sind ein Dual-Digic-5-Bildprozessor, 61-Punkt-Autofokus mit 41 Kreuzsensoren, LiveView-Funktion und ein 3,2"-Bildschirm mit über einer Million Bildpunkten Auflösung. Serienbilder zeichnet auch die EOS-1D C mit zwölf Bildern pro Sekunde auf, ohne Autofokusnachführung sind es sogar 14 Bilder/s. Gespeichert wird auf CompactFlash-Speicherkarten, für die die EOS gleich mit zwei Steckplätzen aufwarten kann, die jeweils zum schnellen UDMA-7-Standard kompatibel sind. Das robuste Gehäuse besteht aus einer Magnesium-Legierung und ist gegen Spritzwasser geschützt.

Ein weiteres Highlight ist der große Empfindlichkeitsbereich von ISO 50 bis 204.800 im Fotomodus, beim Filmen sind ISO 100 bis 25.600 wählbar. Auch der Dynamikumfang soll laut Canon sehr hoch sein und dem von analogem Videofilmmaterial sehr nahe kommen. Videos werden die eingelegten CF-Speicherkarten aufgezeichnet, bei 4k-Auflösung und 24 Bildern pro Sekunde mit 8-Bit Motion-JPEG-Komprimierung im Quicktime-Format (MOV). Dabei erfolgt ein Crop auf APS-H-Größe, so dass die Pixel nicht skaliert werden müssen. Bei Auflösungen bis hin zu Full-HD stehen Bildwiederholraten von 24, 25, 30, 50 und 60 Bildern/s und auch eine H.264-Komprimierung zur Verfügung. Auf Wunsch kann das Videoformat auf das Super-35-Millimeter-Format zugeschnitten werden, das bei Filmaufzeichnungen üblich ist.

Für das EOS-Bajonett der EOS-1D C stehen über 60 Objektive zur Verfügung, die einen Brennweitenbereich von acht bis 800 Millimeter abdecken und für hohe Auflösungen, also auch 4k-Video, ausgelegt sind. Zum Lieferumfang der Canon EOS-1D C gehört ein Softwarepaket, das mit den verschiedenen Videoformaten der Kamera umgehen kann und diese über den SDI-Port eines PCs praktisch unkomprimiert auf einem externen Monitor ausgeben kann.

Wie nachträglich bekannt wurde, wird Canon mit einer EOS 6D eine weitere preiswertere Vollformatkamera spätestens im nächsten Jahr auf den Markt bringen. Sie ist eine Antwort auf Nikons D600 und hat im Gegensatz zur EOS 5D Mark III, die ganz aus Metall besteht, ein schlagfestes Kunststoffgehäuse. Die neue Vollformatkamera soll nur 1.999 Euro kosten.

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Canon EOS C500 4k-Camcorder mit unkomprimierter Ausgabe

Ebenfalls in Entwicklung befindet sich eine Canon Cinema EOS C500, die ebenfalls in 4k aufzeichnen soll und wahlweise mit einem PL- oder EOS-Bajonett ausgestattet ist. Die EOS C500 wird mit RAW-Videoaufzeichnung und 120p Framerate noch professionelleren Ansprüchen gerecht als die EOS-1D C. Im hart umkämpften Videomarkt trifft sie als deutlich preiswertere Variante auf Konkurenten wie Alexa von Arri oder die beiden Red-Modelle Scarlet und Epic.

Der Canon Proficamcorder EOS C500 soll unkomprimiertes 4K-Video (4.096 x 2.160 Pixel) ausgeben können. Das Gerät kann aber auch mit 3.840 x 2.160 Pixeln (Quad-HD), 2K (2048 x 1080) oder Full-HD (1.920 x 1.080) filmen. Bei 2K-Videoaufnahmen arbeitet der Camcorder mit einer 4:4:4-Farbabtastung. Für die 4K- und 2K-Auflösung stehen Bildraten von 1 bis 120p zur Verfügung. Der Camcorder nimmt parallel zur externen Ausgabe das Video mit 50 MBit/s intern auf CF-Karten auf.

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Canon EOS C100 Camcorder für Ein-Mann-Kamerateams

Mit der C100 hat Canon neben der C300 und C500 eine weitere professionelle Full-HD-Videokamera mit auswechselbaren Objektiven vorgestellt. Sie ist für Independent-Filmemacher und Reporter gedacht, die alleine drehen müssen und weniger Geld ausgeben wollen. Sie ist etwas kleiner und nimmt nur in Full-HD auf. In der C100 steckt ein Super-35mm-CMOS-Sensor mit rund 8,3 Megapixeln, der von ISO 320 bis 20.000 arbeiten soll. Die Kamera kann mit den Canon-EF- Objektiven sowie den neuen EF-Cinema-Objektiven genutzt werden.

Die Full-HD-Aufzeichnung erfolgt mit 24 Mbit pro Sekunde mit 4:2:0-Farbabtastung sowie 24, 25 und 30p sowie 50 und 60i im Format AVCHD. Die Daten werden auf SDHC- und SDXC-Karten gespeichert, von denen gleich zwei in die C100 gesteckt werden können. Dadurch kann wahlweise ein Backup erstellt oder die Speicherkapazität beider Karten für längere Aufnahmen zusammengefasst werden. Über die HDMI-Schnittstelle kann das Videosignal auch unkompliziert inklusive Timecode ausgegeben und auf einem externen Speichergerät gesichert werden.

Über eine neue One-Shot-Autofokustaste soll die sofortige Schärfekontrolle möglich sein. Die Funktion "Push Auto Iris" wertet vor der Aufnahme die Belichtung aus und nimmt die notwendigen Anpassungen vor. Zudem gibt es einen automatischen Weißabgleich. Mit den zahlreichen Automatikfunktionen für die Belichtung, Weißabgleich und die Kontrolle der Scharfstellung will Canon die Kameraleute bei der Arbeit entlasten, damit sie sich stärker auf die Motive konzentrieren können. Im nächsten Jahr will Canon per Update sogar die neuen STM-Objektive der digitalen APS-Spiegelreflexkamera EOS 650D mit ihrer kontinuierlichen Fokussierung und Blendenanpassung an der C100 unterstützen.

In den abnehmbaren Handgriff ist ein Stereomikrofon eingebaut. Die Kamera nimmt in Dolby Digital AC3 oder 16-Bit Linear PCM Audio mit 48 kHz auf. In das Gehäuse sind zwei XLR-Eingänge integriert. Das 8,8 Zentimeter (3,5 Zoll) große dreh- und schwenkbare LC-Display mit 922.000 Bildpunkten befindet sich auf der Rückseite der Kamera, die ab Ende November 2012 zu einem Preis von rund 6.725 Euro erhältlich sein soll.

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Canon G1 X und EOS M - Zweitkameras für Profis

Die erfolgreiche G-Serie von Canon, die bis zur Power Shot G14 reicht, wurde schon im Frühsommer um das Semi-Profi-Modell G1 X erweitert.

Die Canon G1 X ersetzt jedoch nicht die G14, sondern wird vornehmlich in ausgesuchten Läden für ca. 800 Euro angeboten, die auch das Canon-Profi-Segment abdecken. Durch den wesentlich größeren APS Sensor, im Gegensatz zu den bei Kompaktkameras sonst üblichen 1"-Zoll-Sensor, wird eine Qualitätssteigerung der Aufnahmen erreicht, wodurch auch Profis von der Messucherkamera als kleine Zweitkamera zu begeistern sind. Der voll mit dem EOS-System kompatible Blitzschuh unterstreicht die Professionalität des Modells. Die Blogseite photorumors.com deutet an, dass auf der Photokina neben der G1 X zusätzlich ein Nachfolger der G14 vorgestellt wird, der Power Shot G15 heißt und mit rund 580 Euro, deutlch preiswerter ist als die Canon G1 X. Trotz des lichtstarken Objektivs (f/1,8-f/2,8) ist der nur 1/1,7-Zoll große Sensor der Canon G15 und das nicht mehr klappbare Display ihr größter Nachteil.

Darüber hinaus erfahren auch die einfacheren Power Shot Kameras eine Modellpflege. Ohne Blitzschuh, ohne Sucher und nur mit kleinen 1"-Zoll Sensor werden mit diesen noch preiswerteren Modellen hauptsächlich Amateure angesprochen. Preislich ambitioniert ist dagegen Canons neueste Errungenschaft, die EOS M für ca. 700 Euro. Es handelt sich um Canons erste spiegellose kompakte 18-Megapixel-Systemkamera mit einer neuen Generation von Wechselobjektiven. Das neue Bajonett ist jedoch über Adapter zu allen bisherigen Canon EF-S Objektiven kompatibel und somit uneingeschränkt nutzbar. Als einziger Hersteller schaffte es Canon eine neue Kamerageneration zu kreieren, ohne dass die Automatikfunktionen bei den bisherigen Objektive verloren geht. Mit den neuen kleineren Objektiven, die allerdings nur an das EOS M-System passen, ist der neue Winzling ideal zum Reisen geeignet. Der Trend zu spiegellosen Systemen beruht auf seiner geräuscharmen Auslösung, sodass quasi unbemerkt Fotos geschossen werden können, wie der Trailer zeigt. Darüber hinaus können mit dem Modell HD-Filme im MOV-Video-Format H.264 aufgenommen werden.



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Panasonic-DigitalkameraLumix GH3 soll mit OLED-Sucher kommen

Inzwischen sind auch die technischen Spezifikationen der neuen Systemkamera Panasonic Lumix GH3 durchgesickert. Als Nachfolger der Micro-Four-Thirds-Kamera Panasonic Lumix GH2, einer speziell auf Video ausgelegten Variante der erfolgreichen G-Modellreihe von Panasonic, soll die Kamera als erstes Modell in ihrem Segment mit einem OLED-Sucher ausgestattet sein. Auch die Videoaufnahme in Full-HD mit 30 oder 25p mit einer maximalen Bitrate von 50 MBit pro Sekunde dürfte unter Videoamateuren für Aufsehen sorgen. Der Vorgänger konnte nur mit 50i und einer maximalen Bitrate von 24 MBit/s Video aufzeichnen.

Nach Informationen des Blogs Photorumors.com wird die Systemkamera Panasonic Lumix GH3 mit einem 16-Megapixel-Sensor im Micro-4/3-Format auf den Markt kommen und mit einem WLAN-Modul ausgestattet sein, über das nicht nur Bilder schnurlos weitergegeben, sondern die Kamera auch über ein Android- und iOS-Gerät ferngesteuert werden kann. Ein externer Mikroeingang kann bei Bedarf das eingebaute Stereomikrofon ersetzen. Als Option soll es auch einen XLR-Anschluss für Profimikrofone geben. In die Videodaten soll die Lumix GH3 sogar einen Timecode schreiben können, heißt es bei Photorumors. Im Fotomodus sollen bis zu sechs Serienbilder pro Sekunde geschossen werden können, wobei ihr Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 12.800 reichen wird. Hier als Update der Produkttrailer.



Neben einem OLED-Touchscreen mit 610.000 Bildpunkten soll auch ein verbesserter elektronischer OLED-Sucher mit 1,74 Millionen Bildpunkten eingebaut sein. Beim Vorgänger erreichte der elektronische LCD-Sucher nur eine Auflösung von 1,53 Megapixeln.

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Preisgünstiger Panasonic Profi-Camcorder.

Noch sind Camcorder mit kleinerem 1/4,7 Zoll Sensor nicht ausgestorben, denn im Dokubereich und Industriefilmbereich ist eine größere Tiefenschärfe oft erforderlich. Panasonic will deshalb im Oktober mit dem AG-AC90 einen neuen Henkelcamcorder mit 3MOS Bildsensor und 12fachem optischen Zoom auf den Markt bringen. Die AVCCAM ist zudem mit ca. 1.800 Euro recht preisgünstig. Die Kamera ähnelt der HDC-Z 10000, kommt aber ganz offensichtlich ohne deren 3D-Aufnahme-Funktion auf den Markt. Als Aufnahme-Modi sind 1080/50p, 50i, 25p und 576/50i für den europäischen Markt vorgesehen. Das Modell kann aber auch in 1080/60p, 60i, 30p, 24p und 480/60i für den US-Markt aufnehmen. Sogar Fotos lassen sich mit 3 Megapixel auch während der Video-Aufnahme schießen.

Um dem Profianspruch zu genügen sind zwei XLR-Audioeingänge verbaut. Weiter befindet sich am Camcorder ein HDMI- sowie ein AV Multi-Ausgang sowie eine USB-Buchse. Aufgezeichnet wird auf einem Dual SD-Kartenslot für SD, SDHC und SDXC, wobei sich auch simultan eine Backup-Aufnahme aufspielen lässt. Das 12fache Zoomobjektiv arbeitet mit einer kürzesten Brennweite von 29,8mm (umgerechnet auf 35mm-Vollformat). An Bord ist auch ein um 270 Grad schwenkbarer 8,9 Zentimeter großer (3,5 Zoll) LC-Display mit Touch-Panel. Einziger Wermutstropfen: Ein manuell schaltbarer Graufilter fehlt offensichtlich, sodass man notgedrungen zu aufschraubaren Vorfiltern greifen muss.

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Panasonic AG-HPX600 - neue AVC-Ultra-Kamera.

Im Jahre 2013 will Panasonic das professionelle AVC-Ultra-Verfahren einführen, bei denen die Camcorder auf die neuen micro-P2-Speicherkarten aufzeichnen können. Für einige jetzt erschienene Camcorder soll es später ein Update geben. Alle zukünftigen Optionen können aber nicht bei jedem Modell freigeschaltet werden. Trotz der kleinen Baugröße sollen die micro-P2-Speicherkarten einen hohen Daten-Transferrate bieten und alle P2-Bildraten, Formate und Codecs unterstützen. Darunter auch neue Compressionsverfahren. Passend zu den Karten wird es einen neuen P2-Kartenadapter geben, womit sich die neuen Speichermedien, sowie SD-Karten der Klasse 10 an bisherigen Camcordermodellen mit P2-Slots betreiben lassen.

Bereits im April hatte Panasonic auf der NAB in den USA den neuen AG-HPX600 AVC-Ultra-Camcorder gezeigt, der in 10-Bit, 4:2:2 AVC-Intra direkt auf die neuen micro-P2-Speicherkarten aufzeichnen kann. Der damals gezeigte Prototyp soll jetzt in seiner finalen Fassung ab der Photokina für 16.422 Euro zu haben sein. Die AG-HPX600 wiegt weniger als 3,2 Kilogramm und kommt mit einem 2/3 Zoll MOS Sensor, für Full-HD- und SD-Videoaufnahme. Die Kamera unterstützt AVC-Intra100/50-, DVCPRO HD-, DVCPRO50-, DVCPRO und DV-Aufzeichung. Die Bildwiederholrate lässt sich zwischen 50 und 59,94 Hertz umschalten. Zum Speichern gibt es zwei P2-Karten- sowie einen SD-Karten-Slot. Die AG-HPX600 bietet zudem kabellose Verbindungsoptionen mit Wi-Fi-Unterstützung. Ferner beinhaltet sie eine USB-Schnittstelle und setzt auf Gigabit Ethernet-Unterstützung. Der Proficamcorder bietet natürlich ein Bajonett für Wechseloptiken, wobei die Kamera je nach Linse eine Abbildungsfehler-Korrektur vornehmen kann.

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Sony stellt Kompaktkamera mit Vollformatsensor vor.

Zu den Neuerungen, die Sony zur Photokina vorstellt, soll die Kompaktkamera DSC-RX1 mit einem Vollformatsensor und einem Zeiss-Objektiv gehören, womit Sony erstmals Leica im oberen Segment direkt herausfordert. Der Sensor misst 35,8 x 23,9 mm und ist damit mehr als doppelt so groß wie der einer Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor. Gegenüber dem 1-Zoll-Sensor der Kompaktkamera DSC-RX100 ist er etwa sieben Mal größer. Ihr CMOS-Chip aus der Exmor-Serie, der auch in der neuen digitalen Vollformat-Spiegelreflexkamera (DSLR) A99 steckt, soll eine Auflösung von 24,3 Megapixeln erzielen. Der Sensor soll RAW-Bilder mit einer Farbtiefe von 14 Bit aufnehmen. Der Empfindlichkeitsbereich reicht von ISO 50 bis 102.400. Die Kamera soll fünf Bilder pro Sekunde aufnehmen, außerdem Videos in Full-HD mit 50p/60p oder 25p/24p im AVCHD 2.0-Format aufzeichnen können.

Das Gehäuse im Retro-Design besteht aus Magnesium und soll mit einem fest eingauten 35-Millimeter-Objektiv mit Anfangsblende 2 von Zeiss ausgestattet sein. Einen Sucher soll die Kamera standardmäßig nicht haben - der Fotograf ist auf das 3-Zoll-Display angewiesen. Allerdings soll Sony einen elektronischen und einen optischen Sucher als Zubehör anbieten. Der elektronische Sucher FDA-EV1MK ermöglicht die blendfreie Kontrolle der Kameraeinstellungen und des Motivs. Der Preis für die Kamera werde bei 2.800 US-Dollar bzw. 3.100 Euro liegen.

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NEX-Sony-Camcorder favorisiert APS-Sensorgröße.

Ab Oktober will Sony seinen neuen professionellen Camcorder NEX-EA50EH für umgerechnet 3.650 Euro auf den Markt bringen. Das in vielen Sony Modellen bereits erfolgreich eingeführte E-Mount Bajonett für das NEX-System wird beim neuen NXCAM-Camcorder um ein neu entwickeltes Motor-Power-Zoomobjektiv SEL18200PZ (18-200 mm) ergänzt, das sich durch eine konstante Zoomgeschwindigkeit und einen gleichmäßigen, langsamen Zoom auszeichnet, der sich mit manuellen Zoomobjektiven nur schwer realisieren lässt. Der großformatige Exmor™ APS-C HD CMOS-Sensor bietet kreative Gestaltungsfreiheit bei der Aufnahme von Full HD-Filmen und qualitativ hochwertigen Standbildern mit einer Auflösung von 16 Megapixeln. Im Gegensatz zu teuereren Vollformat-Sensoren ereicht man mit der APS-C-Sensorgröße eine gute Balance zwischen Tiefenschärfe und gestalterischer Tiefenunschärfe.

Die zahlreichen NEX-Objektiven bieten an diesem Camcorder sogar einen Autofokus, eine kontinuierlich verstellbare Blende und eine Bildstabilisierung durch Optical Steady Shot™ mit Active Mode. Darüber hinaus lassen sich mit Adaptern auch zahllose andere Objektive von Canon, Nikon, Leica, Zeiss und Sonys Alpha-Kameras montieren, die dann aber ihre Autofokusfunktion verlieren. Der NEX-EA50EH kann im Format AVCHD 2.0 mit 50p, 25p, 50i oder mit 60p, 30p, 24p und 60i samt Timecode aufzeichnen.

Wie wir nachträglich direkt von der Messe erfuhren, ist sogar der Mittelformat-Hersteller Hasselblad eine Kooperation mit Sony eingegangen, um im nächsten Jahr erstmals mit einem eigenen Modell für die APS-Sensorgröße aufzuwarten. Das Hasselblad Hochpreismodell zu ca. 5.000 Euro wird ebenfalls mit dem Sony E-Mount-Bajonett für die NEX-Objektive ausgestattet sein.

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Pentax Q10 Miniatur-Systemkamera mit Wechselobjektiven.

Ähnlich wie bei dem oben beschriebenen Canon M-System kommt mit der Pentax Q10 kommt das Nachfolgemodell einer neuen Systemkamera von Pentax auf den Markt, die optisch eigentlich wie eine sehr kleine Kompaktkamera wirkt, aber mit auswechselbaren Objektiven den Erfordernissen angepasst werden kann. Dabei ist sie kaum größer als eine Zigarettenschachtel.

Die Pentax Q10 ist eine verbesserte Version der im vergangenen Jahr vorgestellten Pentax Q. Die mit einem winzigen Sensor im Format 1/2,3 Zoll ausgerüstete Kamera nimmt nach wie vor 12,4 Megapixel auf. Üblich sind solche Sensoren sonst in Kompaktkameras und nicht in Systemkameras, weshalb sich ein Crop-Faktor von etwa 5,5 ergibt. So wird ein Objektiv mit einer realen Brennweite von 300 mm an den Q-Modellen zu einem Super-Tele mit 1.650 mm Brennweite. Durch den kleineren Sensor unterscheidet sie sich aber von dem Canon M-System, das einen fast an das APS-Format reichenden Sensor besitzt, wodurch Gehäuse und Objektive bei Canon aber auch etwas größer und teurer ausfallen.

Die Lichtempfindlichkeit der kleinen Pentax Q10 reicht von 100 bis 6.400. Der Sensor ist beweglich gelagert, so dass Verwackler reduziert werden und der Einsatz eines Bildstabilisators im Objektiv vermieden wird. Zusätzlich zum integrieten Blitz ist die Kamera mit einem Blitzschuh für Pentax-Systemblitzgeräte aus dem DSLR-Bereich ausgestattet worden. Die Fokussierung erfolgt über eine Kontrasterkennung mit 25 Punkten. Dadurch kann die Kamera schneller scharf stellen als der Vorgänger und sogar Serienaufnahmen sind mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde als JPEG möglich. Die Kamera nimmt aber auch Rohdaten auf und filmt in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde im Format MPEG-4 AVC/H.264. Die Bildkontrolle kann aber nur über ein 3 Zoll (7,62 cm) großes Display mit 460.000 Bildpunkten erfolgen, denn einen optischen oder elektronischen Sucher gibt es hier genausowenig wie bei der Canon EOS M.

Da die Pentax Q ein neues Bajonett besitzt, musste der Hersteller neue Objektive entwickeln. Für die Q10 und die Pentax Q hat Pentax mit dem "06 Telefoto Zoom" ein neues Modell mit einem Brennweitenumfang von 83-249 mm (KB) vorgestellt, das eine durchgängige Lichtstärke von f/2,8 aufweisen soll. Pentax bietet damit insgesamt sechs Objektive für das Q-System an. Über einen Q-Adapter können außerdem Objektive mit K-Bajonett der bisherigen Pentax DSLRs angeschlossen werden. Im Gegensatz zur Canon-Adapter-Lösung muss beim Einsatz der Pentax K-Objektiven am Pentax Q-System allerdings manuell scharf gestellt werden. Eine Folge der Miniaturisierung.

Die Pentax Q10 soll ab Oktober 2012 erhältlich sein. Der Preis soll zusammen mit dem Objektiv 2,8-4,5/27,5-83 mm (KB) bei rund 500 Euro liegen.

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Blackmagic Design stellt 2,5K-Kamera für unter 3.000 US-Dollar vor.

Die Firma Blackmagic Design sorgt im Profi-Video-Sektor seit geraumer Zeit für Furore wegen äußerst vielseitigen aber zugleich preisgünstigen Kameramodellen. Inzwischen hat Blackmagic Design ein zweites Modell seiner Cinema Camera vorgestellt, die wiederum 2,5K-Videos in einem unkomprimierten Rohdatenformat aufnimmt, aber mit einem Objektivanschluss für Micro-Four-Thirds ausgestattet ist. Somit lassen sich zahlreiche Objektive von Panasonic oder Olympus an dem Modell verwenden.

Die Kamera kann die Videos in den Formaten CinemaDNG RAW, Apple Prores und Avid DNxHD verarbeiten und verfügt über eine eingebaute SSD zum Speichern der umfangreichen Daten. Die Objektive müssen jedoch manuell eingestellt werden - einen Autofokus unterstützt die Blackmagic Cinema Camera nicht. Der Sensor soll einen Dynamikumfang von 13 Blenden aufweisen. Neben 2,5K-Videos können auch Aufnahmen in 1080p mit Bildraten von 23,98, 24, 25, 29,97 und 30 eingestellt werden. Im Lieferumfang befindet sich mit Davinci Resolve eine Farbkorrekturrsoftware.

Die bisherige Blackmagic Cinema Camera, die mit Canons EF-Objektiven betrieben werden kann, wird mit dem Kürzel EF erweitert, um den Kunden eine Differenzierung zu ermöglichen. Über den 5 Zoll großen Touchscreen können Metadaten eingegeben und die Kameraeinstellungen vorgenommen werden.

Das Kameragehäuse misst 166,2 x 113,5 x 126,5 mm und wiegt 1,7 kg. Die Cinema Camera ist mit einem HD-SDI-Ausgang sowie einem analogen Tonein- und -ausgang ausgerüstet. Auch ein 4-Kanal-SDI-Audioausgang (48 kHz und 24 Bit) ist vorhanden. Für den Anschluss an den Rechner wurde ein Thunderbolt-Port integriert. Ein Mikrofon sowie ein Lautsprecher sind ebenfalls eingebaut.

Die Blackmagic Cinema Camera MFT soll ab Dezember für rund 3.000 US-Dollar erhältlich sein.

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Zahlreiches Zubehör für Kino, Film und Foto.

Die Messe ist zugleich eine Plattform für Ausstatter und Zubehörindustrie. Vom Kinosessel bis zum Beleuchtungsequipment ist alles vertreten. Wir picken nur ein Beispiel aus den Neuheiten heraus.

Die Firma Transcend bietet jetzt SDXC-Speicherkarte mit 128 GByte Kapazität an. Das würde zum Beispiel genügend Speicherplatz für 32 Stunden stark komprimierte Full-HD-Videos (9 MBit/s H.264 AVC) bieten. Die Transcend-Speicherkarte der der Geschwindigkeitsklasse SD 3.0 Class 10 können mit 16 MByte/s beschrieben werden. Beim Lesen erreichen sie sogar eine Geschwindigkeit von 22 MByte pro Sekunde. Die Transcend-Speicherkarte kostet rund 170 US-Dollar. Für rund 80 US-Dollar wird auch ein SDXC-Modell mit 64 GByte und den gleichen Leistungsdaten angeboten.

Sollten wider erwarten einmal Daten auf einer Speicherkarte verloren gehen bzw. nicht mehr lesbar sein, so lassen sich mit Programmen wie www.SDCardRecovery.de Dateien von SD Karten wiederherstellen. Auch für andere Formate gibt es entsprechende Programme.

Photokina Köln
18. bis 23. September 2012
Link: www.photokina.de
Quellen: digitalkamera.de | golem | Videoaktiv | sowie technische Details und Produktfotos von den erwähnten Firmen.


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