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Sommerkino mit Open Air Veranstaltungen und Festivals (update)

400 Open Air Kinos zeigen diesen Sommer Filme an frischer Luft.
Sommerzeit - Hitzezeit. Nur wenige denken in diesem Moment daran, sich Abkühlung in einem gut klimatisierten Kino zu holen. Vielmehr möchte man die lauen Sommernächte an der frischen Luft verbringen. Dass dieses Jahr der Sommer bereits so früh einsetzt, haben nicht alle erwartet. Die Betreiber der Open Air Kinos planen ihre Veranstaltungen meist erst einen Monat später.

Bereits letztes Jahr hatten wir alle in Berlin stattfindenden Open Air Kinos recherchiert. Leider ist die Datenbank wegen eines Crashs des Servers beim Provider verloren gegangen. Allzu schlimm ist das jedoch nicht, da jedes Jahr die nicht fest installierten Leinwände wieder woanders aufgestellt werden. Die vor ein paar Jahren mit viel Werbung gestarteten "Sommernächte am Pool" sind wegen eines verregneten Sommers damals buchstäblich baden gegangen und nicht wieder aufgetaucht. Doch auch dieses Jahr gibt es wieder alternativen und man findet sie in nahezu jeder Ecke der Republik.

Etwa 400 Freiluftleinwände laden inzwischen in Parkanlagen, Freibädern, Fußballstadien, Burgen oder auf Marktplätzen zu abwechslungsreichen Programmen ein. Zu den bekanntesten Open Air Kinos bei uns in Berlin gehören das "Sommerkino auf der Museumsinsel" und das "Freiluftkino Friedrichshain".

Was macht die Faszination der genannten und aller anderen Open Air Kinos aus? Neben der frischen Luft und dem Sternenhimmel ist dies natürlich die Filmauswahl. Die Veranstalter setzen meist auf eine Mischung aus Klassikern, Publikumsrennern und filmischen Neuheiten.
Dabei ist das Genrespektrum so vielfältig wie das auf Amphitheatertreppen, Liegestühlen, Bänken oder Wiesen Platz nehmende Publikum. Aber nicht nur cineastische Leckerbissen werden geboten. Einige Veranstalter erweitern ihr filmisches Angebot um Konzerte mit nationalen und internationalen Stars.

Die Dauer der Filmveranstaltungen unter freiem Himmel variiert bei den verschiedenen Veranstaltern stark: Manche Open-Air-Kinos dauern nur wenige Tage, andere dagegen gleich mehrere Monate. Dabei werden die Leinwände entweder für die Spielzeit fest installiert (zum Beispiel im "Freiluftkino Friedrichshain") oder aber wie beim "Sommerkino auf der Museumsinsel" allabendlich aufs Neue aufgeblasen. Letzeres wird dieses Jahr aber wegen Bauarbeiten vor der Alten Nationalgalerie zur Neuen Nationalgalerie am Kulturforum verlegt. Auch die Waldbühne wird 2007 wahrscheinlich nicht dabei sein. Dafür wurde bereits am 1. Mai das Freiluftkino Kreuzberg im Hof des Künstlerhaus Bethanien eröffnet, schreibt das Kinokompendium in seinen aktuellen News.
Eine Übersicht zu etwa 200 Open Air Kinos bietet die Website: www.openairkinos.de.
sowie für Berlin folgende Links:
http://kinokompendium.de/kinosflk.htm
www.museumsinselfestival.info
www.freiluftkino-berlin.de
www.freiluftkino-hasenheide.de
www.freiluftkino-insel.de
www.kinoundkonzerte.de
www.openaircharlottenburg.de
www.freiluftkino-friedrichshagen.de

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Eine weitere Möglichkeit Urlaub, Sonne, Meer und Kultur zu verbinden bietet sich im Juni an der Nordseeküste an. Dort geht Niedersachsens größtes Filmfestival in Emden-Norderney an den Start. Vom (13.6-20.6) werden 19 Spielfilme beim 18. Internationalen Filmfest gezeigt.
Aus 11 Ländern kommen die Filme, die ins Rennen um die drei Langfilmpreise - den Bernhard Wicki Preis, den DGB Filmpreis und den erstmals vergebenen NDR Filmpreis für den Nachwuchs gehen. Um den Ostfriesischen Kurzfilmpreis bewerben sich 9 Filme aus 5 Ländern.

Insgesamt werden an acht Festivaltagen 114 Filme aus 26 Ländern präsentiert. Davon sind 52 Produktionen abendfüllende Langfilme und 62 Kurzfilme. Eine große Anzahl der Filme sind deutsche Premieren, 19 Langfilme und 12 Kurzfilme werden in Emden erstmals zu sehen sein.

Die Organisatoren um die Festivalleiter Rolf Eckard und Silke Santjer erwarten rund 20.000 Zuschauer. Zur Eröffnung zeigt das Festival am 13. Juni den Film "Verstörung – und eine Art von Poesie". Der Film über die Filmlegende Bernhard Wicki wurde realisiert von Elisabeth Wicki-Endriss. Neben der Regisseurin werden Gäste und Wegbegleiter Bernhard Wickis anwesend sein.

Das diesjährige Porträt ist dem Regisseur Sönke Wortmann gewidmet, der nach seinen charmanten und witzigen Komödien zuletzt mit dem Drama „Das Wunder von Bern“ und der WM-Dokumentation „Deutschland - Ein Sommermärchen“ sein besonderes Können auch in anderen Genres bewiesen hat. Der bereits vielfach ausgezeichnete Regisseur wird als Gast des Festivals an den Standorten Norderney und Emden für Diskussionen und Pressegespräche zur Verfügung stehen.

Filmfest Emden Norderney
Internationales Filmfest Emden-Aurich-Norderney
An der Berufsschule 3
26721 Emden
Deutschland
fon +49 4921 9155-31
filmfest@vhs-emden.de
www.filmfest-emden.de

Ausstellungen/Veranstaltungen
• 18. Int. Filmfest Emden-Norderney
13.06.07 - 20.06.07
• 17. Int. Filmfest Emden-Aurich-Norderney
07.06.06 - 14.06.06

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Gleich im Anschluss an das norddeutsche Filmfestival geht es im Süden der Republik mit dem Filmfest in München weiter. Das ist zwar nicht unser Einzugsgebiet doch allemal eine Erwähnung wert. "Ein fliehendes Pferd" von Rainer Kaufmann ist der offizielle Abschlussfilm des 25. Filmfest München, das vom 22.6. bis 30.6. stattfinden wird.

Rainer Kaufmann's Verfilmung des gleichnamigen Romans von Martin Walser wird am 30. Juni in Anwesenheit der Hauptdarsteller Ulrich Noethen, Ulrich Tukur, Katja Riemann und Petra Schmidt-Schaller in München seine Weltpremiere erleben.

Ein fliehendes Pferd erzählt von zwei Paaren, die unfreiwillig einen Urlaub miteinander verbringen. Eine Balance zwischen Beziehungsdrama und Liebesreigen mit einer Besetzung, die Martin Walser ausnehmend gut gefallen soll. Für Rainer Kaufmann ist es zudem eine schöne Erinnerung an den Ort, an dem ihm vor über zehn Jahren der Durchbruch als Regisseur gelang: 1995 gewann er beim Filmfest München für "Stadtgespräch" den Förderpreis Deutscher Film.

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Zu guter letzt sei noch ein Kurzfilmfestival in diesem Sommer erwähnt.

Stark vertreten auf dem internationalen Filmfestival in Potsdam, den "Sehsüchten" war die Filmhochschule Baden-Würtemberg in Ludwigsburg. In unserem Baf Blog vom 12. Mai berichteten wir darüber, dass die Ausbildungsstätte sogar eine Zweigstelle in Berlin hat. Die als besonders ehrgeizig geltende Schule für den Filmnachwuchs veranstaltet deshalb in diesem Jahr auch ein besonders umfangreiches Programm zu ihrem eigenen Festival des kurzen Films, der Kurzfilmbiennale Ludwigsburg.

Über 1000 Filme aus ganz Europa wurden in diesem Jahr für den Wettbewerb der Europäischen Kurzfilmbiennale Ludwigsburg (5.7-9.7.2007) eingereicht. 53 davon konkurrieren nun um das Preisgeld von 52.500 Euro. Damit gehört der Wettbewerb zu den bestausgestatteten Wettbewerben für Kurzfilm in Europa. 45.000 Euro gehen an die besten europäischen und deutschen Kurzfilme, weitere 7.500 Euro werden für besondere Leistungen in den Bereichen Drehbuch, Kamera und Filmmusik vergeben.

Für den Wettbewerb zugelassen sind Filme bis 35 Minuten, deren Macher nicht älter als 35 Jahre sind. Die Wüstenrot Stiftung möchte mit dem europäischen Kurzfilm-Förderpreis den deutschen und europäischen Filmnachwuchs dazu anregen, sich mit realitäts- und gesellschaftsbezogenen Themen auseinander zu setzen. Dass dies in sehr unterhaltsamer Weise geschieht, dafür liefert der diesjährige Wettbewerb einen hervorragenden Beweis. Er enthält auch drei der fünf Filme, die für den Studenten-Oscar nominiert wurden. Der Gewinner des Studenten-Oscars "NimmerMeer", der an der Filmakademie Baden-Württemberg entstand, läuft außer Konkurrenz als Abschlussfilm der Kurzfilmbiennale.

Die Jury 2007 ist hochkarätig besetzt berichtet "Kino-Zeit": Andreas Kilb, einer der herausragenden Filmkritiker in Deutschland, lange Jahre bei der Zeit und heute bei der FAZ tätig, Tudor Giurgiu, Filmemacher, Gründer des Transilvania International Film Festival und Generaldirektor des rumänischen Fernsehens TVR, die Berliner Regisseurin Katinka Feistl (Bin ich sexy?) sowie Christian Denier, Leiter des Kurzfilmfestivals Clermont-Ferrand vergeben in diesem Jahr die Preise.
Quelle www.kinozeit.de


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