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Preisverleihungen: Kurzfilme in Berlin u. Potsdam sowie Kindertiger in Erfurt

»interfilm« Preisträger des 34. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin 2018.

»interfilm« feierte beim 34. Kurzfilmfestival vom 20.-25. November 2018 an 9 Berliner Spielorten 400 Filme aus mehr als 60 Ländern in mehr als 50 Programmen. Hier der Trailer:

Mit 20.000 Besuchern und 700 akkreditierten Gästen aus aller Welt ging das Festival mit spannenden Gewinnerfilmen erfolgreich zu Ende. Es wurden 17 Preise im Wert von 35.000 Euro vergeben.

Der von der Medienboard Berlin-Brandenburg mit 6000,- Euro dotierte Beste Film ging an die Suffkomödie "How it feels to be hungover" von Viktor Hertz aus Schweden. Hier der Teaser:

Sowohl der Preisgewinner Bester Spielfilm - die Flüchtlingstragödie "Dark Chamber" von Otto Banovits (Schweden / Ungarn) über illegale Flüchtlingscamps -, als auch Beste Animation - die Fischparabel "Plankton" von Gustaf Lindstrom (England) - erzielten Punktsiege in Richtung ®Oscar, denn seit dieser Festivalausgabe gehen die Gewinner dieser interfilm-Kategorien direkt ins Rennen um die 90. Nominierung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles 2019. Nachfolgend die beiden Teaser:

"Dark Chamber"

"Plankton"

Alle weiteren Preise und Gewinner auf der »interfilm« Website.

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Einen stolzen Rekord gab es auch beim parallel zu »interfilm« laufendem KUKI-Festival für Kinder und Jugendliche: 9000 begeisterte Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer sorgten regelmäßig für überfüllte Säle.

Im Jugendwettbewerb ab 12 bzw. 14 Jahre wurde "VERMINE" von Jeremie Becquer, Dänemark 2018, zum besten Film gekürt. Hier der Teaser:

Alle KUKi-Preisträger auf der KUKi-Website.

Link: www.interfilm.de

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Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises in Potsdam.

Aus 288 wettbewerbsfähigen Filmeinreichungen hatten die jeweiligen Jurys insgesamt ein Dutzend Filme ausgewählt, die sich Hoffnungen machen konnten, am 28. November 2018 im Waschhaus in Potsdam von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2018 ausgezeichnet zu werden. Allein die Nominierung ist mit einer Prämie in Höhe von bis zu 15.000 Euro versehen, die auf einen möglichen Gewinn in Höhe von bis zu 30.000 Euro angerechnet wird. Der Sonderpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Sämtliche Prämien müssen für die "Herstellung eines Films mit künstlerischem Rang" verwendet werden.

Für den Deutschen Kurzfilmpreis waren 12 Kurzfilme nominiert.

Spielfilm bis zehn Minuten Laufzeit:

"Follower" (Regie: Jonathan Behr)

"Hostel" (Regie: Daniel Popat) *Winner

Spielfilm von mehr als zehn Minuten bis 30 Minuten Laufzeit:

"Das satanische Dickicht - Drei" (Regie: Willy Hans)

"Minden Rendben (Everything Alright)", (Regie: Borbála Nagy)

"Nach dem Fest" (Regie: Hannes Schilling)

"Rå" (Regie: Sophia Bösch / Filmuniversität Babelsberg) *Winner

Hier der Trailer:

Elisabeths Filmkritik zu Rå:

Rå, der Titel, steht für roh, für das Verb herrschen, aber auch in der nordischen Mythologie für einen weiblichen Waldgeist. Linn wird mit dem Wald verschmelzen und aus ihm gestärkt heraustreten. Die Initiation vollzieht sich für sie nicht mit dem Erlegen einen Tieres, sondern aus ihrer inneren Stärke heraus. Dafür braucht es keine Trophäe.

Linn, gespielt von Sofia Aspholm, möchte wie ihr Vater Jägerin werden. Die Regisseurin Sophia Bösch, Filmstudentin zuerst in Stockholm und seit 2017 an der Universität Babelsberg Konrad Wolf, stammt aus einer Familie von Jägern. Linn begleitet ihren Vater, sie treffen seine Jagdkollegen. Sie, gerade erst 16 Jahre alt, ist die einzige Frau in der Gruppe. Sie muss sich bewähren und als sie ein Tier mit einem Schuss erlegt, ist sie erst einmal stolz. Die Jagd gehört zu den Traditionen in Skandinavien. Es gibt unumstößliche Regeln, ein Muttertier darf nicht erlegt werden, denn ein Kalb könnte ohne die Mutter nicht überleben. Als sich herausstellt, dass das erlegte Tier noch Muttermilch hat, ist die Scham groß. Die Männer schließen sie aus, wenn ihr denn je eine gleichberechtigte Rolle zugedacht worden ist. Sie beteuert, dass es kein Jungtier gab, aber es muss trotzdem gefunden werden.

Linn macht sich, von den Männern zurückgelassen, alleine auf, nur von dem Hund begleitet. Als die Männer erfolglos zum Sammelplatz zurückkehren, ist sie verschwunden. Nicht einmal über das Walkie Talkie können sie sie finden. Sophia Bösch zeigt nüchtern und eindrucksvoll wie das Mädchen sich auf ihr Können und ihren Instinkt verlässt und daran erstarkt, während die Männer, nun quasi zurückgelassen, selbst in der Gruppe keine Initiative ergreifen, keine Lösung parat haben. Sie vertrauen darauf, dass das Mädchen schon wieder auftaucht, wobei sie sich sehr wohl Sorgen machen. Dem folgen nur keine Taten.

Ein kurzer Tag, in dem sich für Linn vieles ändern wird. Sophia Bösch beschränkt sich auf den eng abgesteckten Rahmen der Jagd, setzt ihre Figuren in die rohe Natur und bringt nach und nach und die Stärken und die Schwächen der Figuren hervor, ohne je über sie zu urteilen.

Elisabeth Nagy

Animationsfilm mit einer Laufzeit bis 30 Minuten:

"Katzentage / Neko no Hi / Cat Days" (Regie: Jon Frickey)

"Räuber & Gendarm" (Regie: Florian Maubach) *Winner

Experimentalfilm mit einer Laufzeit bis 30 Minuten:

"Call of Comfort" (Regie: Brenda Lien) *Winner

"Making Off (Germania Dreamland)" (Regie: Istvan Gyöngyösi)

Dokumentarfilm mit einer Laufzeit bis 30 Minuten:

"Joe Boots" (Regie: Florian Baron)

"The Bitter with the Sweet" (Regie: Ann Sophie Lindström) *Winner

Link: www.deutscher-kurzfilmpreis.de

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KURZ.FILM.TOUR. zu Gast beim KURZFILMTAG

Am 21. Dezember 2018, dem kürzesten Tag des Jahres, ist auch wieder die KURZ.FILM.TOUR. 2018 zu Gast beim KURZFILMTAG. Unter dem Motto Stadt.Land.Fluss gibt es im Rahmen der bundesweiten Kampagne Gelegenheit, Filme der letzten KURZ.FILM.TOUR. 2018 auch abseits der klassischen Abspielstätten noch einmal zu sehen.

Die feierliche Abschlussveranstaltung der KURZ.FILM.TOUR. 2018 findet am 10. Dezember 2018 um 19.30 Uhr traditionell wieder im Kino Arsenal in Berlin statt. Hier werden die großartigen Filme aus dem Jahrgang 2017 gebürtig verabschiedet und mit einer Auswahl der frisch nominierten Filme ins neue Tourneejahr geblickt. Hier der Trailer:

Die nächste KURZ.FILM.TOUR. 2019 mit den gerade ausgezeichneten, aktuellen Preisträgern feiert dagegen erst ihren offiziellen Auftakt im Januar 2019 beim 40. FILMFESTIVAL MAX OPHÜLS PREIS (ffmop) in Saarbrücken.

Links: kurzfilmtournee.de | kurzfilmtag.com | ffmop.de

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„Amelie rennt“ gewann Kindertiger 2018

Die drei Drehbücher zu den Filmen „Amelie rennt“ von Natja Brunckhorst, „Die kleine Hexe“ von Matthias Pacht sowie „Wendy 2 – Freundschaft für immer“ von Carolin Hecht konkurrierten in diesem Jahr um den Drehbuchpreis Kindertiger.

Eine fünfköpfige Kinderjury – drei Mädchen und zwei Jungen im Alter von neun bis zwölf Jahren, die sich beim Kinderkanal (KiKA) für diese Aufgabe beworben haben – wählte das Gewinnerdrehbuch: "AMELIE RENNT". Hier der Trailer.

In ihrer Begründung heißt es: „In unserem Gewinnerdrehbuch sind alle Figuren echt und handeln glaubwürdig. Das Thema ist sehr originell und hat uns wirklich berührt. So sehr, dass wir beim Lesen gehofft haben, dass die Geschichte nie aufhört, weil sie so spannend ist.“

Der Film "AMELIE RENNT" unter der Regie von Tobias Wiemann (Deutschland, Italien) kam mit den Darstellern Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann u.a. am 21. September 2017 in die deutschen Kinos.

Synopsis:

Die 13-jährige Amelie (Mia Kasalo) leidet an Asthma. Die in Berlin aufgewachsene Schülerin neigt zur Sturheit und Aufmüpfigkeit. Sie ist wenig begeistert, als sie nach einem schweren Asthmaanfall von ihren Eltern aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und in eine auf Fälle wie ihren spezialisierte Klinik in Südtirol verfrachtet wird. Amelie hat keine Lust, Vorschriften zu befolgen. Statt sich also dort helfen zu lassen, nimmt sie Reißaus. In den Bergen trifft die misstrauische Amelie auf einen mysteriösen 15-Jährigen mit dem Namen Bart (Samuel Girardi), der ihr Vertrauen gewinnt, als er ihr das Leben rettet. Gemeinsam brechen sie schließlich auf eine Reise zu einem sagenumwobenen Berggipfel auf, wo der Legende nach jede Krankheit geheilt werden kann – auch Asthma.

Die feierliche Preisverleihung fand am 21. November 2018 zusammen mit der Eröffnung des 7. Kongress der Vision Kino in Erfurt statt. Die Filme, die aus den nominierten Drehbüchern entstanden sind, wurden an diesem Tag ebenfalls im Rahmen der SchulKinoWoche Thüringen vorgeführt.

Frank Völkert, stellvertretender Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA), überreichte der glücklichen Autorin das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro.

Zum Kindertiger konnten Drehbücher eingereicht werden, die als Vorlage für einen bereits verfilmten Kinderfilm dienten, der in den vergangenen zwölf Monaten im Kino aufgeführt wurde. Die Nominierung ist mit 5.000 Euro dotiert, die Autorin bzw. der Autor des besten Drehbuchs erhält zusätzlich 15.000 Euro für die Entwicklung eines neuen Kinder- oder Jugendfilm-Drehbuchs. Die Gelder stellt die Filmförderungsanstalt (FFA) zur Verfügung, die den Preis zusammen mit Vision Kino und dem Kinderkanal bereits 2008 ins Leben gerufen hatte.

Über die Nominierungen entschieden KiKA-Redakteur Carsten Schulte, die Geschäftsleiterin des Kuratoriums junger deutscher Film Anna Schoeppe, Geolino-Chefredakteur Martin Verg sowie die Geschäftsführerin von VISION KINO Sarah Duve.

Weitere Informationen zum Drehbuchpreis Kindertiger finden Sie unter: www.visionkino.de.

Quellen: ots by dpa | filmecho | noise film pr | interfilm | LimeLight PR

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