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Mitgliederseite

Mitglieder präsentieren sich! Hier können sich Mitglieder des BAF mit Biografie und Informationen präsentieren. Für weitere Details nehmt bitte Kontakt mit uns auf.

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Im Oktober 2011 feierte Clara Burckner, Geschäftsführerin von BASIS-FILM, dem erfolgreichen Berliner Film- und DVD-Verleih, ihr 40jähriges Firmen-Jubiläum. Nach der Wende expandierte das Unternehmen und am Hackeschen Markt entstand eine neue Niederlassung in Berlins Zentrum. Im mecklenburgischen Neustrelitz wurde sogar eine Kulturfabrik mit Kino, Kneipe, Galerie und Übernachtungsmöglichkeit aufgebaut. Als Mitbegründerin des BAF e.V. im Jahre 1974 ist Clara Burckner weiterhin unserem Verband eng verbunden. Mehr Infos unter: www.basisfilm.de/portal | www.facebook.com/basisfilm sowie unter: www.basiskulturfabrik.de

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BAF Vorstandsmitglied Andreas Bernhardt, Inhaber der Firma "bb Film", folgte 2011 als Dokumentarfilmer den Spuren des großen Wissenschaftlers Alexander von Humboldt bis nach Sibirien. Zwei weitere geplante Reisen auf dem Motorrad durch ferne Länder sollen eine DVD Trilogie ergeben. Doch zunächst besuchte er den nahen Osten im Sommer 2012, um Bilder vom arabischen Frühling einzufangen. Nutzen Sie die Erfahrung von bb Film, die ansonsten auf Videoumsetzung von Bühnenereignissen spezialisiert ist. Seit 2001 produziert die Firma hochwertige Live-Aufzeichnungen der E- und U-Musik für Kauf-DVDs, Imagefilme für Unternehmen und maßgeschneiderte Präsentationen für Bühnen-Künstler und Künstlerinnen aus der internationalen Kulturszene. Mehr Infos unter: www.bbfilm.de | bb-imagefilm | bbfilm adventure

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Hinter Christiane Oehlmann liegen viele Jahre Berufserfahrung als Journalistin, Autorin, Regisseurin, Produzentin, Übersetzerin, Biografin u.v.a. Auch im Vorstand des BAF e.V. war die diplomierte Soziologin eine Zeit lang tätig, bevor Sie sich großstadtmüde erst ein paar Jahre in Italien und nun in Kleinmachnow bei Berlin niederließ, nahe bei ihren Pferden. Beruf ist ein weites Gebiet und wenige wollen im Detail wissen, welcher Film von Christiane Oehlmann wann für wen produziert oder übersetzt worden ist, welcher Artikel in einem Buch oder in einer Zeitung erschienen ist. Wichtig zu wissen ist, dass diese Frau gelernt hat, Fragen zu stellen und Antworten aufzuschreiben. Fragen, die sie berührt haben, weil sie Themen wie Krieg, Verbrechen, Tod und Ungerechtigkeiten aufgriffen. Fragen, auf deren Antworten sie gespannt war, weil sie selbst noch keine gefunden hatte. Fragen, die andere sich gestellt hatten, aber nicht wussten, wo sie Antworten darauf finden konnten. Inzwischen schreibt Christiane Oehlmann die Lebenserinnerungen von Menschen auf, textet vom Liebesbrief über Werbung bis zur Grabrede alles, wofür sie Anhaltspunkte findet und hat selbst in Projekten mit Arbeitslosen eine Plattform, um Sprechen und Schreiben als anzustrebendes Vermögen anzupreisen. Sowohl für die Bildsprache als auch für den Text braucht man Rhythmus und Ästhetik, insofern konnte Christiane Oehlmann dem BAF e.V. auch ohne Film treu bleiben, hilft manchmal bei englischen oder italienischen Übersetzungen aus oder korrigiert auf Anfrage Texte, weil sie das Kritisieren nicht lassen kann. Die Pferde, übrigens, sind eine Sucht, dafür raucht sie nicht mehr. Weitere Infos unter: www.frageundschreibe.de

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Dipl. Kommunikationswirt Gerold Marks, Film- und 3D-Experte, Blogger, Marketing Berater und Trendscouter ist seit 2011 Mitglied im BAF-Vorstand. Auf seiner eigenen Seite Digitale Leinwand, berichtet er seit Anfang 2009 über die neuesten Kinofilme und Entwicklungen aus der stereoskopischen 3D-Welt, über Fortschritte in der Digitalisierung, alternativen Content, filmbasiertes Social Media Marketing, Mobile Services und Transmedia. Seit seinem Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation mit Schwerpunkt Audiovisuelle Kommunikation/Neue Medien an der Universität der Künste Berlin erforscht, konzipiert und realisiert er diverse Projekte in den Bereichen Film und Kino. Darüber hinaus berät er Filmproduktionen und -Verleiher in digitaler Kommunikation.

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Geschäftsführer Michael Bohnstengel betrieb seine Firma MegaVision Videoproduktion GmbH seit 1986 am Bundesplatz neben dem Bundesplatzkino in Berlin und hat sich auf Industriefilm, Präsentationen, Schulungsfilm und Wirtschaftsfilm spezialisiert. Besonderer Schwerpunkt sind Auftragsarbeiten für den ADAC Automobilclub und als passionierter Hobby-Slalomfahrer seine Videodokumentationen zu den jährlichen Rallye-Erlebnissen und Oldtimerfahrten rund um Berlin. Bis zum Tode von Rainer Werner Fassbinder im Jahre 1982 fungierte Michael Bohnstengel als dessen erster Aufnahmeleiter und bei einigen Filmen auch als rechte Hand des großen Regisseurs. Deshalb kennt er sich sehr genau aus im professionellen Filmhandwerk und in der Filmwirtschaft, um seine langjährigen Kunden stets zufriedenstellend bedienen zu können. Ende 2015 musste Michael Bohnstengel Berlin leider verlassen und auch den Berliner Firmensitz aufgeben, um sich in westdeutschen Selsingen zwischen Bremen und Hamburg neuen lukrativeren Aufgaben zu widmen. Über seine Funkrufnummer wird er aber für den BAF sowie für seine langjährigen Kunden weiterhin erreichbar sein. Mehr Infos unter: www.visionberlin.de

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BAF-Blog Chefredakteur Wolf Friedel war seit April 2006 - mit Start des BAF-Blogs - eingetragenes Mitglied der Media Professionals von MediaCityBerlin. (Deren Webseite wird allerdings mittlerweile nicht mehr supported). 1950 geboren in Berlin. 1983 Diplom an der Fachhochschule Dortmund für Wirtschaft und Gestaltung in Foto-Film Design unter Adolf Winkelmann, Harald Mante und Pan Walther.

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"Erst fünfzehn und schon arbeitslos" Dokumentarfilm, 16mm, s/w 30 min. 1978 Regie: Barbara Wozniak & Wolf Friedel; Musik: Kollektiv VK, Dortmund; Produktion: Fachhochschule Dortmund; Verleih: UNIDOC; Filmfestspiele Oberhausen und Krakau siehe www.filmportal.de

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"Sportfest Heide" Dokumentarfilm 16mm, Farbe, 20min, 1981 Lehrfilm für die Auszubildenden der Hoechst AG Frankfurt Kamera und Schnitt

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„Show Paradox“ ZDF 1982 Film über das "Tempodrom" Berlin mit Nina Hagen u. Romy Haag; Regie: Frank Ripploh Aufnahmeassistenz: Wolf Friedel

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Dokumentarfilm, 16mm Farbe, 1983 "Das letzte Fest" über den Abriß der Wilmersdorfer Schrebergärten; Idee, Buch, Regie: Wolf Friedel; Kamera: Hans-Joachim Herbig; Schnitt: Verena Neumann; Produktion: Fachhochschule Dortmund; Verleih: Kommunale Galerie Berlin-Wilmersdorf

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1984-2002 Cutter und Kameramann bei SFB, Hoechst AG Frankfurt, Trickfilmatelier Hesse, PK-Berlin, Media Port, Spiegel TV, Rias TV und Deutsche Welle sowie dem ZDF

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2003-2004 Online Redakteur bei Tadoro Servolutions GmbH 2005-2006 Personalvermittler von Medienberufen beim Arbeitsamt 2007-2009 PR-Berater bei Zühlke, Scholz & Partner, Agentur für Kommunikation. Ab 2004 freier Marketing Berater für den Webauftritt des Berliner Arbeitskreis Film e.V. (BAF). Seit 2011 Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des BAF e.V. sowie seit April 2006 Chefredakteur des Berliner Film-Blogs (BAF-Blog). Mehr Infos unter: BAF Kontakt | Mail: baf-berlin@web.de

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Langjährige & ehemalige Mitglieder

Stand 1994 zum 20-jährigen Jubiläum

ROBERT VAN ACKEREN • MICHAEL ALEXANDER • HEDY ALTSCHILLER • ALFRED BEHRENS • MICHAEL BOEHME • ARPAD BONDY • HANS-HENNING BORGELT • DAGMAR BRENDECKE • BRIGITTE BRUCH • AYSE BUCHARA • DIETMAR BUCHMANN • NORBERT BUNGE • CLARA BURCKNER • FRANK BURCKNER • MARY CARROLL • REZA DABUI • GABRIELE DEGENER • HORST EDLER • KATE EHRMANN • LUTZ EISHOLZ • BARBARA ETZ • MARGIT FRANK • WOLF FRIEDEL • UWE FRIEßNER • CHRISTOPH FRITZE • RAFAEL FUSTER-PARDO • MICHAEL VON GALEN • DJAMSCHID GANDJINE • ULI GELLERMANN • EZRA GERHARDT • HANS-JOACHIM GLAUERT • RENATE GORGEN • CAROLINE GOLDIE • ERIKA GREGOR • ULRICH GREGOR • WOLF GREMM • HERMANN GREUEL • DETLEF GUMM • ULRIKE HAGER • MARCUS HEROLD • KLAUS HOFMANN • ALEXANDER VON HOHENTHAL • HARTMUT JAHN • CHRISTIANE KEPPLER • ANGELIKA KETTELHACK • DIETER KIRSTEN • MARTIN KOERBER • ANNETTE KOSCHMIEDER • CARL-FRIEDRICH KOSCHNIK • SOPHIE KOTANYI • CARSTEN KRUGER • ROLF KÜLZ • THOMAS KUFUS • JOACHIM KUNZENDORF • MICHAEL LAUX • ANTONIA LERCH • Y-SA-LO • STEFAN LUKSCHY • JEANINE MEERAPFEL • ULRICH MEIER • KLAUS MIKOLEIT • MEHRANGIS MONTAZAMI-DABUI • JORG MOSERMETIUS • MICHAEL MUSCHNER • THORSTEN NATER • RENE PERRAUDIN • FRITZ POPPENBERG • ROSA VON PRAUNHEIM • HARRY PUHLMANN • SIGRID REICHERT-PURRATH • HELGA REIDEMEISTER • MONIKA REIF-VIZIER • MICHAELA ROTHMUND • OTTOKAR RUNZE • ACHIM E. RUPPEL • HELMA SANDERS-BRAHMS • INES SCHAAF • ANNA SCHLICHTING • HARTMANN SCHMIGE • EBERHARD SENF • RAPHAEL SOCHA • MICHAEL STRICKER • JOHANNES G. SUREK • BENNO TRAUTMANN • HANS-GEORG ULLRICH • KARIN VIESEL • WALTHER VÖGELE • KLAUS VOLKENBORN • BETTINA WILHELM • EVA WILL • SYBILLE WINDT • MANFRED WOLLANDT • WULL-DUK YU • CHRISTIAN ZIEWER • KLAUS ZIMMERMANN.

Zu den Gründungsmitgliedern und jenen, die von der ersten Stunde an dabei waren, gehörten:
Robert von Ackeren, Eugen Alexandrow(*), Michael Boehme, Clara Burckner, Frank Burckner(*), Rolf Liccini (geb. Deppe*), Wolf Gremm(*), Angelika Kettelhack, Rolf Külz, Ursula Ludwig(*), Marianne Lüdcke(*), Ulrike Ottinger, Manfred Salzgeber(*), Helma Sanders-Brahms(*), Ulrich Schamoni(*), Michael Strauven, Rudolf Thome, Klaus Volkenborn(*), Regina Ziegler und viele andere.
(*verstorben /Stand 2015).

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Grüße zum 40-jährigen Jubiläum Stand Januar 2014

1974 – das war ein Jahr, nachdem Ziegler Film angefangen hat. Gründerzeit. Ich erinnere mich nicht mehr an alles. Aber ich weiß, dass es im BAF um Aufbruch ging. Wir wollten was verändern, am liebsten alles. Und noch lieber jetzt gleich. Daran hat sich eigentlich nichts geändert. Doch die vierzig Jahre sind nicht spurlos an uns vorübergegangen. Wir sehen die Dinge kühler, cooler, kälter. Man sagt dann auch gern: realistischer. Wir sind in die Jahre gekommen. Wir haben Erfahrungen gesammelt. Wir steigen nicht mehr in jede Hose, die man uns hinhält. Aber sind wir deshalb weniger engagiert? Haben wir deshalb weniger Interesse an guten Filmen, kurzen und langen, analogen und digitalen. Bemühen wir uns nicht immer noch um einen Rahmen, in dem das Bild seinen Platz finden kann? Ich wünsche denen, die den BAF heute bestimmen, dass sie den Spirit der Gründung aufnehmen. Es bleibt noch viel Luft nach oben.
Prof. Regina Ziegler

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Der Geist des Films ist frei und unkorrumpierbar. Und wo zwei in seinem Namen zusammenkommen, wird er unter euch sein. Deshalb wird es DEN BAF, EINEN BAF immer geben. 40 Jahre sind erst der Anfang. Für die kommenden wünsche ich von Herzen und aus Überzeugung Mut, Leidenschaft und Unerschütterbarkeit. Erfolg muss ich nicht mehr wünschen, der kommt dann von allein.
[WOP] Wolf Otto Pfeiffer (alias Wolfgang Pfeiffer)

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Der BAF war in den siebziger und achtziger Jahren eine Institution für die Filmleute in der Bundesrepublik. Es war der Filmverband nicht nur in West Berlin, sondern auch deutschlandweit, in dem sich Filmleute engagieren und vertreten lassen konnten. Über zwei Jahrzehnte durfte ich im Vorstand diesen Verein mitgestalten. In den letzten zwanzig Jahren ist in allen Kultur- und Kunstbereichen wie in der gesamten Gesellschaft alles unübersichtlicher geworden. Auch Künstler/innen sind noch mehr als ehedem zu Einzelkämpfern geworden. Es braucht mehr denn je das solidarische Miteinander aller künstlerisch Aktiven. Für die Filmkünstler/innen stellt der BAF weiterhin ein Forum zur Vertretung ihrer Interessen dar. Da ich mich inzwischen zurück zu meinen Wurzeln in der bildenden Kunst bewegt habe, bin ich beim BAF in den Hintergrund getreten. Ich wünsche dem BAF eine neue erfolgreiche Zukunft in der Filmlandschaft von ganzem Herzen.
Rolf Külz-Mackenzie

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Auch wenn ich mich nicht engagieren kann, ist der BAF für mich nach wie vor ein ZUHAUSE. Ich wünsche noch viele gesunde und gute Jahre!
Herzlich, Jeanine Meerapfel

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Erinnerung an die BAF-Zeiten vor 40 Jahren
von Angelika Kettelhack

Damals als das Fernsehen noch von Ampex oder Zwei-Zoll sendete, als das Ausgangsmaterial, ein 16mm-Film, erst noch in der Kopieranstalt entwickelt werden musste, ehe er als Original Umkehrfilm (ohne Arbeitskopie) am Schneidetisch zerschnitten werden musste und dann Einstellung für Einstellung neu zusammengeklebt wurde, damals als man einen Schnitt, wenn er falsch war, nicht mehr um ein paar ‚Frames‘ verlängern konnte (weil die Einstellung an den Klebestellen dann hoppelte), als man also nur noch mehr kürzen oder eine andere Bilder-Sequenz dazwischensetzen konnte, damals als man die ausgemusterten Filmstreifen mit ihren Perforationslöschern noch einzeln an den „Galgen“ (eine Holzkonstruktion mit einem Nagelbrett) hängte, damit die Filmstreifen sich schonend in ihrer ganzen Länge in einem mit Samt ausgekleideten Korb ergießen konnten, da wurde der BAF, der BERLINER ARBEITSKREIS FILM gegründet. Wir, Andreas Kettelhack („Der Weg des Hans Monn“) und Angelika Kettelhack („Safi Fay, die erste schwarzafrikanische Filmemacherin“) waren dabei. Damals hieß es: „Im BAF haben sich Regisseure, Autoren, Kameraleute und Produzenten zusammengeschlossen, deren gemeinsames Ziel es ist: 1.) die Situation des deutschen Films zu überdenken und Denkanstöße nach außen zu tragen, und 2.) die spezifische Situation der B e r l i n e r Filmschaffenden zu analysieren und gemeinsame Interessen anzumelden“. Etwas später als Ursula Ludwig(*) Ulrich Schamoni(*) Christian Ziewer, Robert van Ackeren und ich im Vorstand waren, verkündeten wir stolz: Das wichtigste Ergebnis unserer Arbeit sehen wir darin, dass die totale Vereinzelung vieler Filmschaffender Berlins durchbrochen wurde … Der Erfolg unserer filmpolitischen Arbeit zeigte sich 1978 als Filme von BAF-Mitgliedern nach Paris und London zur jeweils Großen Kunstausstellung: „Berlin – Paris“ und „The seventies need the twenties“ eingeladen wurden. Damals konnte der BAF noch mit vielen großen Namen aufwarten. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben den bereits erwähnten Vorstandsmitgliedern u. a.: Eugen Alexandrow(*), Michael Böhme, Clara Burckner, Frank Burckner(*), Rolf Liccini (geb. Deppe*), Wolf Gremm(*), Andreas Kettelhack, Angelika Kettelhack, Marianne Lüdcke(*), Michael Strauven, Rudolf Thome, Klaus Volkenborn(*), Regina Ziegler und viele andere der ersten Stunde. (*verstorben). Und damals, um noch etwas Persönliches hinzuzufügen, kaufte ich mir einen ersten Anrufbeantworter – in den 70ern etwa so groß wie eine drittel Waschmaschine – um neben dem Babybaden und Haushalt, zu dem monatelang auch ein afrikanischer Asylbewerber gehörte, auf die vielen BAF-Anfragen zu reagieren, wenn ich dazu mal die Zeit fand. Über das jetzt ebenfalls vierzigjährige damalige Baby gab es später bei einer „Berlinale“ auch mal einen Film von mir: „Jonas und der aufrechte Gang“.

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Meine Begegnung mit dem BAF
von Wolf Friedel

Als ich 1983 mein Abschlussdiplom in Foto- & Film-Design bei dem damals noch jungen Dozenten Adolf Winkelmann, Regisseur von „Jede Menge Kohle“, an der Fachhochschule Dortmund machte, war mir bereits klar, dass ich nach fast 10 Jahren Aufenthalt im Ruhrgebiet in meine Heimatstadt Berlin zurückkehren wollte. Zwar hatte ich ein lukratives Angebot von der Höchst AG in Frankfurt bekommen, doch nach einem Jahr Zwischenstation im Film- und Fernsehstudio des einst zweitgrößten Chemiekonzerns, war mir die stets stinkende Luft der qualmenden Schornsteine nicht gut bekommen, sodass ich auch Frankfurt/Main den Rücken kehrte. Auf die tollen Zeiten bei den Oberhausener Kurzfilmtagen blicke ich ein wenig wehmütig zurück. Immerhin wurde dort mein erster Film auf der großen Leinwand gezeigt und nicht nur eine Einladung zum Filmfestival nach Krakau in Polen, sondern auch ein Verleihangebot der Unidoc Film & Video GmbH folgte. In Berlin kannte ich nach so langer Abstinenz niemanden in der Filmbranche. Mein Weg führte mich deshalb über den SFB zu einem Trickfilmatelier in der Oberlandstraße, welches für das damals schräg gegenüberliegende ZDF Grafikanimationen zu aktuellen Themen zulieferte. Um meinen zweiten Film im Verleih unterbringen zu können, wurde ich auf Basis-Film aufmerksam, die den Berliner Arbeitskreis Film e.V. (BAF) 10 Jahre zuvor mitbegründeten. Der Film sollte natürlich auf der Berlinale laufen und zumindest auf dem Filmmarkt zu sehen sein. Zugang zu den Akkreditierungen hatte damals die BuFi (Bundesvereinigung des deutschen Films), die vom BAF mitbegründet worden war. Mein Aufnahmeantrag im BAF wurde sofort angenommen. Fortan konnte ich in den 80er und 90er Jahren spannenden, filmpolitischen Diskussionen des BAF im Hinterstübchen des griechischen Restaurants Terzo Mondo in der Grolmannstraße beiwohnen. Inhaber ist immer noch der Schauspieler Kostas Papanastasiou, welcher in der Serie Lindenstraße von 1985 bis 1996 ebenfalls einen griechischen Wirt verkörperte. Bis heute blieb ich dem BAF treu und freue mich, dass sowohl unser Online-Auftritt wie auch das BAF-Blog, unser Tagebuch der Berliner Filmbranche, bundesweit und sogar international Anklang finden, um dem Verband einen Sinn und vielleicht auch eine Zukunft zu geben.

Geschrieben von Filmfan | am