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Art Week 2018 mit 2. Art Berlin Fair 2018 in Tempelhof

Art Week in den Hangars 4+5+6 auf dem Flughafen Tempelhof.

27. September: 16 – 20 Uhr Opening

28. September: 11 – 19 Uhr

29. September: 11 – 19 Uhr

30. September: 11 – 18 Uhr

Rund 120 Galerien aus 21 Ländern bieten der internationalen Kunstwelt einen umfassenden Überblick zeitgenössischer Positionen bis hin zu Werken der klassischen Moderne. Erstmalig findet die Messe Art Berlin Fair in zwei Hangars des stillgelegten Flughafen Tempelhofs statt, der als geschichtsträchtiger, zentral in der Stadt gelegener Ort für vielfältige kulturelle Aktivitäten steht. Ein dritter Hangar wird von der Positions Berlin Art Fair des Galeristen JARMUSCHEK + PARTNER bespielt, da zum Zeitpunkt der diesjährigen Messe leider sowohl die Station Berlin, als die Arena in Treptow leider anderweitig belegt sind.

Obwohl die Idee mehrere Hangars von verschiedene Veranstaltern zu bespielen, für das Publikum Vorteile bietet, alles an einem Ort besichtigen zu können, ist dies laut Aussage der Art Berlin Fair diesmal nur eine Notlösung, da der ursprüngliche Termin, der Mitte September stattfinden sollte, geplatzt war. Die bisherige Art Berlin Contemporary (ABC) suchte einen Partner und fand ihn bei der Art Cologne. Doch bis die Verträge unterschriftsreif waren, verstrich der Termin für die Buchung der Station am Gleisdreieck. Somit musste ein Ausweichtermin und eine andere Location gesucht werden.

Glücklicherweise gelang es den Kulturprojekten Berlin, alle beteiligten Galerien und Museen zusammenzubringen, damit die Art Week nun doch noch - wenn auch etwas später als geplant - gemeinsam stattfinden kann. Allerdings sind die Hangars in Tempelhof nicht im besten Zustand, was seinerzeit schon die zwischenzeitlich gescheiterte Bread & Butter schmerzlich erfahren musste. Weder die Ausstattung noch die Licht und Stromtechnik sind auf dem Stand einer modernen Ausstellungshalle, was zusätzlichen Aufwand und höhere Kosten verursacht.

Dennoch stellen dieses Jahr bei der »Art Berlin Fair« in der Sektion »Galleries« mehr als 90 Galerien neben Highlights der Gegenwartskunst auch Werke der klassischen Moderne in ihrem Programm vor. Eine Besonderheit werden zwei Gemeinschaftsstände sein: 6 brasilianische Galerien, die gemeinsam lateinamerikanische zeitgenössische Kunst nach Berlin bringen und präsentieren, sowie vier Galerien aus Österreich, die auf einem weiteren Gemeinschaftsstand das Medium Skulptur in den Mittelpunkt rücken.

Eine weitere Neuheit in diesem Jahr ist der »Salon«: hier bringt der Kurator Tenzing Barshee Künstler mehrerer Galerien zusammen, die in einem mit *gekennzeichneten Special Project 28 Einzelpräsentationen und eigens kuratierte Projekte präsentieren:

Die Galerien der Art Berlin 2018 sind:

A Gentil Carioca, Rio de Janeiro / Achenbach Hagemeier, Düsseldorf / Galerie Falko Alexander*, Köln / Alma*, Riga / Rolando Anselmi, Berlin / Art+Text*, Budapest / Piero Atchugarry, Gazón / Balice Hertling, Paris / Bastian, Berlin / Guido W. Baudach, Berlin / Klaus Benden, Köln / Bo Bjerggaard, Kopenhagen / Blain|Southern, Berlin, London / Brutto Gusto, Berlin / Capitain Petzel, Berlin / Luciana Caravello, Rio de Janeiro / carlier | gebauer, Berlin / Charim, Wien / Choi&Lager*, Köln / Clages*, Köln / Conradi, Hamburg, Brüssel / conrads, Düsseldorf / Cosar HMT*, Düsseldorf / Crone, Wien / Dittrich & Schlechtriem, Berlin / Ebensperger*, Berlin, Salzburg / Edition Block, Berlin / Edmond, Berlin / Eigen + Art, Berlin, Leipzig / Emalin*, London / Kai Erdmann, Hamburg / fiebach, minninger, Köln / Filiale (Grässlin, Rüdiger & Webelholz), Frankfurt / Konrad Fischer, Berlin, Düsseldorf / Fortes D’Aloia & Gabriel, São Paulo / Freedman Fitzpatrick, Los Angeles, Paris / M + R Fricke, Berlin / Klaus Gerrit Friese, Berlin / Barbara Gross, München / Karin Guenther*, Hamburg / Michael Haas, Berlin / Reinhard Hauff, Stuttgart / Philipp Haverkampf, Berlin / Jochen Hempel, Berlin, Leipzig / House of Egorn, Berlin / Ikeda, Berlin, New York, Tokyo / Jahn und Jahn, München / Michael Janssen, Berlin / Jo van de Loo, München / Kleindienst*, Leipzig / Klemm's, Berlin / Klosterfelde Edition*, Berlin / KM*, Berlin / König, Berlin, London / Christine König, Wien / Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin / Bernd Kugler, Innsbruck / M. LeBlanc, Chicago / alexander levy, Berlin / Levy, Hamburg / Jörg Maaß Kunsthandel, Berlin / Martinetz*, Köln / Daniel Marzona*, Berlin / Hans Mayer, Düsseldorf / Mario Mazzoli, Berlin / Meyer Riegger, Berlin, Karlsruhe / Mul.ti.plo Espaço Arte, Rio de Janeiro / Tobias Naehring*, Leipzig / Nagel Draxler, Berlin, Köln / Neu, Berlin / neugerriemschneider, Berlin / Nicodim, Bukarest, Los Angeles / Niels Borch Jensen, Berlin, Kopenhagen / Nome*, Berlin / Nordenhake*, Berlin, Stockholm / Georg Nothelfer, Berlin / Alexander Ochs Private, Berlin / Opdahl, Stavanger / Osnova, Moskau / Plan B*, Berlin, Cluj / tanja pol*, München / Polansky, Prag / Berthold Pott, Köln / Produzentengalerie*, Hamburg / Katharina Maria Raab, Berlin / Petra Rinck, Düsseldorf / Roehrs & Boetsch*, Zürich / Nikolaus Ruzicska, Salzburg / Samuelis Baumgarte, Bielefeld / Deborah Schamoni, München / Aurel Scheibler, Berlin / Esther Schipper, Berlin / Rüdiger Schöttle*, München / Michael Schultz, Berlin / Anita Schwartz, Rio de Janeiro / Gabriele Senn, Wien / Setareh, Düsseldorf / Sexauer, Berlin / Slewe, Amsterdam / Société, Berlin / Soy Capitan*, Berlin / Sperling*, München / Sprüth Magers, Berlin, London, Los Angeles / paul stolper, London / Walter Storms, München / Luísa Strina, São Paulo / Studio Picknick, Berlin / Tore Süssbier, Berlin / Tabari Artspace, Dubai / Bene Taschen*, Köln / Elisabeth & Klaus Thoman, Graz, Wien / Barbara Thumm, Berlin / Van Horn, Düsseldorf / Vivid, Rotterdam / Tanja Wagner*, Berlin / Barbara Weiss*, Berlin / Zak | Branicka*, Berlin / Zilberman, Berlin, Istanbul / Zink*, Waldkirchen

Die Art Berlin ist 2017 aus der Art Berlin Contemporary hervorgegangen und wird von der Koelnmesse veranstaltet. Im vergangenen Jahr nahmen 110 Galerien teil, also zehn Galerien weniger. Die Messe findet vom 27. bis 30. September 2018 im Rahmen der Berlin Art Week statt, die nach Terminschwierigkeiten der Art Berlin auf Ende September verschoben wurde. Nachdem die Art Berlin, die die Art Berlin Contemporary im vergangenen Jahr in der "Station" am Gleisdreieck eröffnete, wird die Messe in diesem Jahr erstmalig in zwei Hangars des ehemaligen Flughafen Tempelhof zu sehen sein.

Darüber hinaus nehmen auch die KW Kunstwerke in der Auguststraße, die Neue Nationalgalerie mit ihrem Ausweichquartier im Hamburger Bahnhof sowie die Berlinische Galerie offiziell teil. Letztere präsentiert noch bis zum 15.10.2018 die Fotografin Loredana Nemes (siehe unseren Schnappschuss) sowie Video Art von Nik Nowak ab 4.10.2018 und zur Eröffnung der »Art Week« ab 27.09.2018 mit Julian Carrière den Gasag Kunstpreis.

Junger, nachdenklicher Betrachter der Foto-Ausstellung von Loredana Nemes in der Berlinischen Galerie. (Bild © BAF)

Ganz neu eröffnet die Deutsche Bank ihre bisherige Kunst Halle jetzt im Prinzessinnenpalais neben der deutschen Staatsoper als dreimal so großen PalaisPopulaire, einer Plattform für Kunst, Kultur und Sport – einen Ort für außergewöhnliche Seh- und Hörerlebnisse, spannende Debatten und Events.

Natürlich werden weitere private Galerien und Projekträume zur Art Week 2018 neue Ausstellungen in ihren jeweiligen Räumen zeigen. Zu einem kulturellen Highlight hat sich u.a. die Potsdamer Straße mit dem Mercator Höfen entwickelt. In der ehemaligen Tagespiegel Druckerei hat sich die Londoner Galerie Blain|Southern niedergelassen und präsentiert dort ab 29. September 2018 Ali Banisadr mit "The World Upside Down". Die Galerie, die für großflächige Kunst steht, wird aber auch bei der »Art Berlin Fair« im Flughafen Tempelhof mit neuen Werken des Filmemachers Wim Wenders präsent sein.

Weitere 11 Berliner Privatsammlungen geben exklusive Einblicke in ihre Sammlungen für die Besucher der Berlin Art Week:

Die EAM Collection von Elke und Arno Morenz konzentriert sich auf die frühen Werke der Begründer des Lettrismus. Zur Berlin Art Week zeigt die EAM Collection die Ausstellung „Goodbye, Mr. Chaplin“.

Die Julia Stoschek Collection Berlin legt den Fokus auf zeitbasierte Medienkunst. Während der Berlin Art Week ist mit „A Series of Utterly Improbable, Yet Extraordinary Renditions“ die erste Ausstellung des US-amerikanischen Filmemachers, Kameramanns und Künstlers Arthur Jafa in Deutschland zu sehen. Zusätzlich werden in der Julia Stoschek Collection im Rahmen der von den KW Institute for Contemporary Art initiierten „KW Production Series“ Filmarbeiten der Künstler Jamie Crewe und Beatrice Gibson gezeigt.

Die öffentliche Vermittlung von Kunst bildet den Schwerpunkt der Kienzle Art Foundation. Ihr Kern ist die Kunstsammlung von Jochen Kienzle, die internationale Positionen von den 1960er bis heute umfasst.

Die Kunstsaele Berlin, die 2010 als private Initiative der Sammlerin Geraldine Michalke, dem Sammler Stephan Oehmen, dem Galeristen Alexander Hahn, dem Künstler Michael Müller sowie der Kuratorin Ellen Blumenstein gegründet wurde, wird zur Berlin Art Week die Gruppenausstellung „Abenteuer Freundschaft“ mit Werken aus den Beständen der Sammlung Bergmeier zu sehen sein.

Der seit 2016 bestehende Salon Berlin des Baden-Badener Museums Frieder Burda spannt im Kontext der #MeToo-Debatte spannt einen Bogen von William N. Copley, einem Vorläufer der Pop Art, bis hin zu Werken der südafrikanischen Videokünstlerin Candice Breitz.

Nur wenige Meter vom Kurfürstendamm entfernt liegt der Salon Dahlmann, der mit dem Thema „Ich bin ein Riss ich will durch Wände gehen“ das Verhältnisses von Kunst zum Raum behandelt. Außerdem reflektiert die zweite Ausstellung „High Rider“ der finnischen Künstlerin Aurora Reinhard, Themen wie Gender und Sexualität.

Die Sammlung Boros empfängt zur Berlin Art Week Besucher ausnahmsweise ohne Voranmeldung in einem umgebauten Bunker in Berlin-Mitte.

Im Zentrum der privaten Sammlung von Ivo Wessel stehen zwei frühe 4-Kanal-Videoarbeiten von Julian Rosefeldt.

Die SØR Rusche Sammlung Oelde/ Berlin bietet ähnlich der Sammlung Ivo Wessels einen seltenen „Wohnzimmer“-Einblick in eine private Berliner Kunstsammlung des Textilunternehmers Thomas Rusche, der anfangs vor allem Druckgrafiken und Zeichnungen sammelte.

In der Feuerle Collection werden internationale zeitgenössische Künstlerpositionen kaiserlich-chinesischen Möbeln und frühen Khmer-Skulpturen gegenübergestellt.

Die Wurlitzer Pied à Terre Collection zeigt zur Berlin Art Week mit „AUFBRUCH. Meisterschüler von Gregor Hildebrandt“ eine Sonderausstellung im eigenen Showroom.

Der Martin-Gropius-Bau präsentiert mit »Crashing« von Lee Bul, die erste Einzelausstellung von einer der bedeutendsten koreanischen Künstler*innen.

Im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin wird in der historischen Halle eine Mehrkanal-Videoinstallation der polnischen Künstlerin Agnieszka Polska gezeigt, die im Herbst 2017 den 9. Preis der Nationalgalerie verliehen bekam.

Der Umbau vom Haus am Waldsee ist leider nicht rechtzeitig fertig geworden, sodass die Wiedereröffnung erst im November stattfinden wird.

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ART WEEK Berlin 2018

Links: www.artberlinfair.com | www.berlinartweek.de | positions.de

Flughafen Tempelhof

Hangar 4+5+6

Tempelhofer Damm 45

12101 Berlin

U6 Paradestraße

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