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Akkreditierungen zum 9. Kurdischen Filmfestival haben begonnen

BAF e.V. wird Medienpartner beim 9. Kurdischen Filmfestival in Berlin.

Die neunte Ausgabe des Kurdischen Filmfestivals steht schon Anfang des nächsten Monats in Berlin an.

Eine Woche vor Beginn des internationalen Locarno Festivals am Lago Maggiore in der italienischen Schweiz, startet in Berlin vom 1. – 7. August 2019 ein hochinteressantes Filmfestival mit einigen Werken, die zuvor kaum in Deutschland gezeigt wurden, obwohl sie auf bedeutenden internationalen Festivals hohen Statussymbol genießen.

Bereits im März war unser Verband angefragt worden, ob wir bereit wären, Medienpartner des Festivals zu werden. Darauf freuen wir uns. Die Presse- und PR-Arbeit haben allerdings unsere Kollegen von der ZOOM Medienfabrik übernommen. Ihr Chef, Felix Neunzerling, ist schon seit einigen Tagen dabei, auch uns mit Material zum Festival zu versorgen.

Wichtig für eine Akkreditierung ist die rechtzeitige Anmeldung, denn das komplette Festivalprogramm ist bereits online. Die Spielstätten sind diesmal:

● Das Kino Babylon Mitte (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin)

● das Moviemento Kino (Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin)

● und die Ulme 35 (Ulmenallee 35, 14050 Berlin), eine imposante Villa an der Ulmenallee 35, die vor knapp drei Jahren - nach 15 Jahren Leerstand - vom Verein „Interkulturanstalten“ zum neuen Treff für Geflüchtete und alteingesessene Berliner aus Neu-Westend geworden ist, um für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Eschenallee (genannt "ESCHE") einen Ort zu schaffen, der tatsächlich Heimat verkörpert.

Das Programm des KURDISCHEN FILMFESTIVALS berücksichtigt die Diversität der kurdischen Kultur und unterstreicht dabei politische und künstlerische Aspekte. Es setzt sich aus Kurz-, Dokumentar-, und Spielfilmen zusammen, und präsentiert sowohl Werke von Filmschaffenden aus den vier Teilen Kurdistans - Irak, Iran, Türkei, Syrien - und der Diaspora, als auch prägnante Werke europäischer Filmschaffender über Kurden.

Über zwei Filme können wir vorab bereits ausführlicher berichten, da sie zu besonders ausgezeichneten Festivalfilmen gehören, über die wir bereits geschrieben haben. Dazu gehört das 2017 entstandene Spielfilmdebüt "ZAGROS" von Sahim Omar Khalifa aus Belgien, der auf dem Genter Filmfestival im gleichen Jahr als bester Film ausgezeichnet wurde.

Hier der Trailer:

Synopsis:

Als Havin (Halima Ilter), die schwangere Frau des Schafhirten Zagros (Feyyaz Duman), von einigen Dorfbewohnern des Ehebruchs bezichtigt wird, verlässt sie die kurdischen Berge und flieht mit ihrer Tochter zu Verwandten nach Brüssel. Von ihrer Unschuld überzeugt, bricht Zagros mit seiner traditionellen Familie und folgt ihr. In Belgien hofft er auf ein neues Leben mit Frau und Tochter, doch bald schleichen sich Zweifel und Eifersucht in sein Herz.

In Berlin lief der Film bereits schon einmal Anfang April 2019 auf dem 10. ALFILM Festival, wo er uns schwer beeindruckte. Gleiches gilt auch für den Dokumentarfilm "OF FATHERS AND SONS – Die Kinder des Kalifats" von Talal Derki, eine Koproduktion von Deutschland, Syrien und Libanon, die bei der Verleihung des 69. Deutschen Filmpreises am 3. Mai 2019 für den besten Schnitt ausgezeichnet wurde.

Hier der Trailer:

Der Film dringt tief in die Emotionen und in die Psychologie des Krieges in Syrien ein, für deren Befreiungskampf vom Islamischen Staat zahlreiche kurdische Kämpfer ihr Leben ließen. Regisseur Talal Derki hinterfragt in seiner Dokumentation , warum Menschen sich radikalisieren und was sie dazu bewegt, nach den strikten Regeln des sogenannten Islamischen Staates zu leben.

Unsere Kollegin Ulrike Schirm hat am 28. März 2019 in unserem Blog eine ausführliche Filmkritik geschrieben, auf die wir hier gern noch einmal verweisen. Zudem wurde der Film zum Auftakt des diesjährigen Filmfest München mit dem Spezialpreis des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. ausgezeichnet.

Zum Filminhalt:

Regisseur Talal Derki kehrte für den Film, der in diesem Jahr auch für einen Oscar© nominiert wurde, in sein Heimatland zurück. Er gab sich als Anhänger der Salafisten aus und konnte so das Vertrauen einer radikal-islamistischen Familie gewinnen, die ihren jugendlichen Nachwuchs anstatt zum Matheunterricht zum Koranstudium schicken und von ihren Sprösslingen militärische Disziplin beim Kampftraining, anstelle des Fußballtrainings erwarten. So sieht leider der Alltag der Brüder Ayman und Osama aus. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitete Talal Derki ihren Alltag und zeigt einzigartige und emotionale Einblicke in eine sonst hermetisch abgeriegelte Welt.

Neben den bereits erwähnten Kurz-, Dokumentar-, und Spielfilmen gibt es eine extra Sektion für Kinder, die vom 2. - 5. August 2019 am frühen Nachmittag im Moviemento Kino in Berlin-Kreuzberg läuft.

Wir werden in den nächsten Tagen als Medienpartner noch mehrmals vom Festival berichten und hoffen, dass sie nicht nur unsere Artikel verfolgen, sondern auch zum Festival kommen werden, das mit "Girls of the Sun" von Eva Husson am 01.08.2019, um 19.30 Uhr im Kino Babylon eröffnet wird.

Hier der Trailer:

Synopsis:

Eine Kriegsreporterin reist durch den Nahen Osten. Dabei lernt sie eine Widerstandskämpferin kennen. Diese versucht gemeinsam mit anderen Frauen, ein kurdisches Dorf zu befreien. Religiöse Extremisten haben es zuvor eingenommen.

Inspirieren ließ sich die Filmemacherin Eva Husson von ezidischen Frauen, die ihr Schicksal ebenfalls selbst in die Hand nahmen. Sie wurden vom IS entführt, konnten fliehen und unterstützten danach als Kämpferin den Widerstand gegen die Terrormiliz.

Die Schauspielerin Zübeyde Bulut aus dem Cast von "GIRLS OF THE SUN" wird während des Festivals anwesend sein und den Film vorstellen.

Link: www.kurdisches-filmfestival.de

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