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Gewinner der 68. Berlinale 2018

Der Goldene Bär der Berlinale geht an: "Touch Me Not"

Einige Gewinner der 68. Berlinale (15.-25.02.2018), wie z.B. die Preise der Independent Jurys, wurden schon vorab bekannt gegeben. Auch die Kinderfilmjury gab ihre Entscheidungen bereits am Freitag bekannt, weshalb wir einige Auszeichnungen in unserer Bearbeitung voranstellen.

Heiner-Carow-Preis für "Styx"

Der Film "Styx" von Regisseur Wolfgang Fischer, der ist bei der Berlinale schon am Freitag mit dem Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet worden. Die DEFA-Stiftung erklärte, mit "Styx" sei ein besonders beeindruckender Film gelungen. Tief berührend und mit dem meisterlichen Spiel der beiden Protagonisten stelle er elementarste Fragen der menschlichen Existenz. In dem Film, der in der Sektion Panorama lief, wird eine Ärztin (Susanne Wolff) bei einem Segeltörn plötzlich mit dem Schicksal kenternder Flüchtlinge konfrontiert. Sie funkt vergeblich um Hilfe und steht bald vor der Entscheidung, selbst etwas zu tun. Hier der Teaser:

Bereits gestern hatten wir die nominierten Filme des Amnesty-International-Filmpreises aufgeführt und als Update den Gewinner benannt. Der Preis ging an "Zentralflughafen THF", deren Hanger in Berlin-Tempelhof vorübergehend als Flüchtlingscamp umfunktioniert worden waren. Hier der Trailer dazu kann bei uns nicht eingebunden, aber bei Lupa Film und auf Vimeo angesehen werden.

Zwei Teddy Awards für Brasilien.

Großer Gewinner der »Teddy Awards« ist Brasilien. Die Regisseure von dort konnten zwei der vier Hauptpreise in Empfang nehmen. Der "Teddy Award" gilt als weltweit einziger queerer Filmpreis, der auf einem renommierten Festival vergeben wird. Die Auszeichnung wird traditionell am Vorabend der Verleihung des Goldenen Bären vergeben.

Wie die siebenköpfige internationale Jury mitteilte, ging der »Teddy Award« für den besten Spielfilm an "Tinta Bruta" der brasilianischen Regisseure Marco Reolon und Filipe Matzembacher. Den Preis der Jury erhielt Evangelia Kranioti für "Obscuro Barroco" über feiernde Transvestiten beim Karneval in Rio.

DER TEDDY für den besten Dokumentarfilm ging an 

"Bixa Travesty (Tranny Fag)" von Claudia Priscilla & Kiko Goifam.

Der TEDDY für den besten Kurzfilm ging an "Three Centimetres (Generation)" von Lara Zeidan.

Teddy Newcomer-Preis: "Retablo" von Alvaro Delgado-Aparicio L.

Generation Preise des Deutsche Kinderhilfswerks

Der »Große Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus« für den Besten Kinderfilm ging an "Sekala Niskala ("The Seen and Unseen")" von Kamila Andini, wie das Deutsche Kinderhilfswerk mitteilte, der Partner und Preisstifter dieses Wettbewerbs. Den Preis der Jury von Generation 14Plus erhielt "Fortuna" von Germinal Roaux über ein kleines schwarzes verschüchtertes Flüchtlingskind aus Afrika, das in einem Kloster in den Alpen Zuflucht sucht. Mit dem Schauspieler Bruno Ganz als Priester.

Die Kinderjury vergab den Gläsernen Bären für den Besten Film an "Les rois mongols (Hand auf’s Herz)" von Luc Picard, Kanada.

Eine Lobende Erwähnung gab es für "Supa Modo" von Likarion Wainaina, Deutschland / Kenia.

Der Gläserne Bär für den Besten Kurzfilm ging an "A Field Guide to Being a 12-Year-Old Girl (Handbuch einer 12-Jährigen)"

Lobende Erwähnung für "Snijeg za Vodu (Schnee für Wasser)" von Christopher Villiers, Bosnien und Herzegowina / Großbritannien.

Darsteller-Bären an Brun und Bajon.

Die paraguayische Schauspielerin Ana Brun hat bei der 68. Berlinale den Silbernen Bären als beste Darstellerin gewonnen. Die 68-Jährige spielt in dem Drama "Die Erbinnen (Las herederas)" um ein alterndes Frauenpaar die Hauptrolle. Sowohl für Brun als auch für Regisseur Marcelo Martinessi war es das Spielfilmdebüt.

Der Silberne Bär für den besten Darsteller ging an den 23-jährigen Anthony Bajon. Der Franzose spielt in Cedric Kahns "Das Gebet (La Prière)" einen jungen Drogenabhängigen, der mit Hilfe des Glaubens von der Sucht loskommen will. Der hochgehandelte Franz Rogowski ging leer aus.

Kurzfilmpreis an Werk aus Israel.

Der Goldene Bär für den besten Kurzfilm der 68. Berlinale geht an den israelischen Beitrag "The Men Behind The Wall" von Ines Moldavsky. Den Silbernen Bären für den besten Kurzfilm erhielt "Imfura" von Samuel Ishimwe.

"Solar Walk" von Reka Bucsi bekam den mit 20.000 Euro dotierten »Audi« Short Film Award.

Darüber hinaus ging der Europäischen Kurzfilmpreis 2018 an den Berliner Ulu Braun für seinen "Burkina Brandenburg Komplex".

GWFF zeichnet »Best First Feature Award« aus.

Der Preis der GWFF - Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH für den besten Feature Film geht an "Touch me not" von Adina Pintilie.

Goldener Bär für "Touch Me Not".

Der radikale rumänische Experimentalfilm "Touch Me Not" hat bei der 68. Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen. Regisseurin Adina Pintilie erforscht in ihrem semidokumentarischen Film die Spielarten und Grenzen menschlicher Sexualität.

Während des Festivals hatte das Werk die Kritiker gespalten. Als Präsident der Jury hatte sich Regisseur Tom Tykwer "wilde und sperrige" Filme gewünscht.

Den Großen Preis der Jury holte Malgorzata Szumowska. Die polnische Regisseurin hatte ihre Gesellschaftsparabel

"Gesicht" ("Twarz") vorgestellt.

Animationsfilm "Isle of Dogs", gefördert vom Medienboard und koproduziert von Studio Babelsberg wurde mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet. Der Berliner Bühnenbildner Simon Weisse hat für "Isle of Dogs" etliche der Miniatur-Sets gebaut.

Silberner Bär - Alfred-Bauer-Preis ging an ""Die Erbinnen - Las herederas" von Marcelo Martinessi.

Silberner Bär für das beste Drehbuch: Manuel Alcala und Alonso Ruizpalacios für "Museo" von Alonso Ruizpalacios.

Silberner Bär für eine herausragende künstlerische Leistung: Elena Okopnaya für Kostüm und Produktionsdesign in dem russischen Film "Dovlatov" von Alexey German Jr.

Weitere Medienboard geförderte Filme ausgezeichnet.

Die unabhängigen Jurys haben weitere Medienboard-geförderte Filme ausgezeichnet: Die zarte Liebesgeschichte "In den Gängen" von Thomas Stuber gewann den Preis der Ökumenischen Jury für einen Film aus dem Wettbewerb sowie den Gilde Filmpreis. Das Drama "Styx" von Wolfgang Fischer bekam den Preis der Ökumenischen Jury für einen Film aus dem Panorama und das Label European Cinemas.

CALIGARI-Filmpreis des Forums.

Der Caligari-Filmpreis des Forums ging an "La casa lobo" von Cristobal Leon und Joaquin Cocina.

Die Tagesspiegel-Leserjury wählte im Forum mit "L'empire de la perfection" von Julien Faraut eine Doku über die Eitelkeit des Tennisspieler John McEnroe in den 80er Jahren aus.

Panorama Publikums-Preis.

Die Panorama Publikums-Preise 2018, die erst im Laufe des Sonntags bekanntgeben wurden, gehen an "Profile" von Timur Bekmambetov und "The Silence of Others" von Almudena Carracedo und Robert Bahar.

Noch mehr Preise.

Friedensfilmpreis: "The Silence of Others" von Almudena Carracedo und Robert Bahar.

Kompass-Perspektive-Preis: "Überall, wo wir sind" von Veronika Kaserer.

Kompagnon-Förderpreis Berlinale Talents: "When a Farm Goes Aflame, the Flakes Fly Home to Bear the Tale" von Jide Tom Akinleminu.

Perspektive Deutsches Kino 2017: "Blutsauger" von Julian Radlmaier.

Arte International Preis: "The War Has Ended" von Hagar Ben Asher.

Eurimages Ko-Produktions-Förderpreis: "The War Has Ended" von Hagar Ben Asher.

GWFF-Preis - Bester Erstlingsfilm: "Touch Me Not" von Adina Pintilie.

Glashütte Original Dokumentarfilmpreis: "Waldheims Walzer" von Ruth Beckermann.

Preise der Ökumenischen Jury

Wettbewerb: "In den Gängen" von Thomas Stuber

Panorama: "Styx" von Wolfgang Fischer

Forum: "Teatro de Guerra" von Lola Arias

Preise der FIPRESCI-Jury

Wettbewerb: "Las herederas" von Marcelo Martinessi

Panorama: "River's Edge" von Isao Yukisada

Forum: "An Elephant Sitting Still" von Hu Bo

Gilde-Filmpreis

"In den Gängen" von Thomas Stuber

CICAE Art Preis

Panorama: "Tinta Bruta" von Marcio Reolon und Fulipe Matzembacher

Forum: "Teatro de Guerra" von Lola Arias

VFF Talentpreis

Produzentin Jing Wang (China) für "Tropical Memories" von Shipei Wen

Link: www.berlinale.de

Quellen: Berlinale | Medienboard | ARD

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