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Auszeichnungen in London, Paris, Wien, Madrid, Hollywood und der Schweiz

Londoner Filmkritiker mögen Martin McDonagh.

"Three Billboard Outside Ebbing, Missouri" räumte in London ab.

Martin McDonaghs "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" wurde am 28. Januar 2018 bei den London Critics' Circle Awards zum besten Film des Jahres gewählt. Zudem erhielt McDonagh den Preis für das beste Drehbuch und seine Hauptdarstellerin Frances McDormand ging mit dem Preis als beste Schauspielerin nach Hause.

Zum besten Regisseur kürten die Londoner Filmkritiker Sean Baker für "The Florida Project". Hier der Trailer:

Bester Schauspieler wurde Thimothée Chalamet in "Call Me By Your Name". Hier der Original Trailer:

In den Nebendarstellerkategorien gewannen Lesley Manville ("Der seidene Faden") und Hugh Grant ("Paddington 2"). Zur besten britischen/irischen Schauspielerin wählte der Circle Sally Hawkins für "Shape of Water", "Maudie" und "Paddington 2". Daniel Kaluuya gewann als bester britischer/irischer Schauspieler. "Dunkirk" sicherte sich die Trophäe als bester britischer/irischer Film des Jahres. Zum besten fremdsprachigen Film kürte der Verband "Elle" von Paul Verhoeven.

Link: www.criticscircle.org.uk

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Penélope Cruz erhält den Ehren-César.

Bei der Verleihung des französischen Filmpreises César am 2. März 2018 wird Penélope Cruz mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

"Penélope Cruz hat die Fähigkeit, sowohl in internationalen als auch in kleineren Produktionen zu glänzen inszeniert von Ridley Scott, Rob Marshall, Kenneth Branagh, Sergio Castellitto, Fernando Trueba oder Asghar Farhadi, mit dem sie gerade 'Todos Lo Saben', der im Mai in die Kinos kommt, fertiggestellt hat. Ihre Darstellungen sind immer präzise und leidenschaftlich, ganz gleich, wer mit ihr vor der Kamera steht: von Johnny Depp bis Hordi Mollà, von Daniel Day-Lewis bis Judi Dench von Adrien Brody bis Brad Pitt oder Javier Bardem. Ihr erhabener und fesselnder starker Charakter erlaubt ihr, in die Rolle einer jeden Frau zu schlüpfen", begründet Alain Terzian, Präsident der Academy of Cinema Arts and Techniques, die Auszeichung für Penélope Cruz, die zuletzt in "Mord im Orient Express" in den deutschen Kinos zu sehen war.

Am 31. Januar 2018 wurden außerdem die Nominierungen für den französischen Filmpreises César bekannt gegeben, bei denen zwei große Favoriten mit jeweils 12 Nominierungen klar hervorstechen. Es sind dies neben der Romanverfilmung „Au Revoir là-haut“ von Albert Dupontel, das Aids-Drama 120 BPM“ von Robin Campillo über eine Gruppe junger Leute die sich Anfang der 1990er Jahre für HIV-Positive und deren Belange eingesetzt hatten. Der Film wurde auch in Cannes mit dem Großen Preis der Jury geehrt. Hier der Trailer:

In der Kategorie bester Film wurden auch "Barbara", "Le Brio", "Lieber Leben", "Petit paysan" und "Das Leben ist ein Fest" von Eric Toledano und Olivier Nakache nominiert. Letzterer kam insgesamt auf 10 Nominierungen und steht mit den beiden erstgenannten sowie mit Mathieu Almaric ("Barbara"), Julia Ducournau ("Raw"), Hubert Charuel ("Petit paysan") und Michel Hazanavicius ("Le redoutable") auch nochmals in der Kategorie beste Regie.

In der Kategorie des besten Schauspielers wurden neben Albert Dupontel („Au revoir là haut“) und Jean-Pierre Bacri („Das Leben ist ein Fest“) auch Daniel Auteuil („Le Brio“), Swan Arlaud („Petit paysan“), Guillaume Canet („Rock’n'Roll“), Louis Garrel („Le redoutable“) und Reda Kateb („Django – Ein Leben für die Musik“) nominiert.

Um den César der besten Schauspielerin konkurrieren Jeanne Balibar („Barbara“), Juliette Binoche („Meine schöne innere Sonne“), Emmanuelle Devos („Numéro Une“), Marina Foïs („L’atelier“), Charlotte Gainsbourg („La promesse de l’aube“), Karin Viard („Die Neiderin“) und Doria Tillier („Madame“).

Link: www.academie-cinema.org

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"Die beste aller Welten" wurde beim österreichischen Filmpreis fünf Mal ausgezeichnet.

Adrian Goigingers autobiografisches Drama "Die beste aller Welten" um einen Jungen, der bei seiner drogensüchtigen Mutter aufwächst, war mit fünf Auszeichnungen der große Gewinner bei der Verleihung der Österreichischen Filmpreise im niederösterreichischen Grafenegg.

Goiginger, der auch schon den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsregisseur erhalten hatte, wurde von der in Wien ansässigen österreichischen Filmakademie für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film selbst sowie seine Hauptdarstellerin Verena Altenberger, ebenfalls Nachwuchspreisträgerin beim Bayerischen Filmpreis, und Nebendarsteller Lukas Miko einen Österreichischen Filmpreis. Wir hatten den Film Ende September 2017 besprochen. Hier nochmals ein Trailer:

Vier Auszeichnungen gingen an Barbara Alberts "Licht". Maresi Riegner wurde darin als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet, Christine A. Maier für die beste Kamera, Veronika Albert für das beste Kostüm und Helene Lang für die beste Maske. Der Film wurde zudem von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden mit dem Prädikat »besonders wertvoll« ausgezeichnet, wie wir gestern berichteten.

Den Österreichischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller erhielt Lars Eidinger für seine Rolle in Chris Kraus' "Die Blumen von gestern".

Link: www.oesterreichische-filmakademie.at

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Amerikanische Regiegilde DGA vergab ihre Preise.

Auch die amerikanische Regiegilde DGA hatte am 11. Januar 2018 ihre Nominierungen für die 70. Jubiläumsverleihung bekannt gegeben und dieses Wochenende nun auch die Gewinner verkündet, die wir sogleich farbig markierten. Für die beste Regieleistung eines Kinofilms war neben Golden-Globe-Gewinner Guillermo del Toro für "Shape of Water", der zum besten Spielfilmregisseur ernannt wurde (*Winner), mit Greta Gerwig für "Lady Bird" auch eine Frau für den DGA Award nominiert worden.

Weitere Nominierungen waren an Christopher Nolan für sein Kriegsdrama "Dunkirk", Martin McDonagh für seine Regieleistung bei "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" sowie Jordan Peele für "Get Out" gegangen.

Nicht nominiert wurden hingegen Steven Spielberg mit "Die Verlegerin" und Ridley Scott für "Alles Geld der Welt", die beide immerhin bei den Globes vorgeschlagen worden waren.

Christopher Nolan war der einzige der Runde, der bereits mehrere DGA-Nominierungen verbuchen kann: Er war bereits für "Memento", "The Dark Knight" und "Inception" nominiert gewesen.

Jordan Peele gewann mit "Get Out" den wichtigen Preis in der Kategorie bestes Regiedebüt (*Winner). Hier er Trailer:

Er konkurrierte mit Geremy Jasper für "Patti Cake$", William Oldroyd für "Lady Macbeth", Taylor Sheridan für "Wind River" sowie Aaron Sorkin für "Molly's Game".

In der Kategorie Documentary gewann Matthew Heineman den begehrten Preis für seine Doku "City of Ghosts" (*Winner). Es ist die Geschichte einer neuen Form der Kriegsführung durch anonyme Aktivisten, die sich zusammentaten, als ihr Heimatland 2014 von ISIS-Terroristen übernommen wurde. Die mutigen Bürger und Journalisten riskierten ihr Leben, um Video- Foto und geschriebene Beweise für die Gräueltaten des islamischen Staats an die Öffentlichkeit zu bringen. Hier der Trailer:

Die Preisverleihung der 70. DGA Awards fand am 3. Februar 2018 im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills statt. Neben den Spielfilmen wurden auch Serien, Dokus, TV-Filme und Werbefilme ausgezeichnet.

Link: www.dga.org

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Mit sieben Nominierungen ging das Adoleszenz-Drama „Blue my Mind“ von Lisa Brühlmann als großer Sieger der Nacht der Nominationen zum Schweizer Filmpreis hervor, die im Rahmen der 53. Solothurner Filmtage bekanntgegeben wurden. Der Film hatte zuvor schon den Regiepreis beim Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken erhalten. (Wir berichteten am 29. Januar 2018). Jetzt können wir den Trailer nachliefern:

Marcel Gislers Fußballerfilm „Mario“ erhielt vier Nominierungen, Greg Zglinskis Beziehungsdrama „Tiere“ drei.

Die Schweizer Filmpreise werden am 23. März 2018 im Rahmen einer Gala in Zürich Oerlikon vergeben und sind mit insgesamt 442.500 Schweizer Franken (rund 380.000 Euro) dotiert.

Link: www.schweizerfilmpreis.ch

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Nachtrag:

Der zusammen mit der Berliner One Two Films koproduzierte Film "The Bookshop - Der Buchladen der Florence Green" von Isabel Coixet, der seine internationale Premiere erst auf der kommenden Berlinale feiert, wurde am Wochenende in Madrid bei den Goya Awards der spanischen Filmakademie als bester Film des Jahres geehrt und schlug damit "Giant", der dafür aber in insgesamt zehn Kategorien die meisten Trophäen des Abends einsammelte.

Die 57-jährige spanische Filmregisseurin und Drehbuchautorin Coixet holte sich für das in baskischer Sprache gedrehten Film die Auszeichnung auch für die beste Regie sowie für das beste adaptierte Drehbuch. Der Film mit Emily Mortimer und Bill Nighy in den Hauptrollen beruht auf dem Roman «The Bookshop» der Britin Penelope Fitzgerald aus dem Jahr 1978. Hier der Trailer:

"Giant" (Original title: "Handia") von Aitor Arregi und Jon Garaño, der im letzten Jahr auf dem Internationalen Film Festival von San Sebastián mit dem Special Preis der Jury ausgezeichnet worden war, sahnte etliche Preise in den technischen Kategorien wie u.a. Kamera, Schnitt oder Spezialeffekte ab. Aber auch in den Kategorien bestes Originaldrehbuch, beste Filmmusik oder bestes Kostüm wurde der Film gefeiert. Hier der Trailer:

"The Square" holte sich die Auszeichnung als bester europäischer Film und setzte sich damit gegen Maren Ades ebenfalls nominierten "Toni Erdmann" durch.

Alle Preisträger unter: www.academiadecine.com

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Mit elf Auszeichnungen war "Coco - Lebendiger als das Leben!" der große Abräumer bei der Verleihung der Annie Awards am vergangenen Samstag in Los Angeles. Der 19. abendfüllende Pixar-Film wurde als bester Film, Lee Unkrich und Adrian Molina für die beste Regie, Molina und Matthew Aldrich für das beste Drehbuch, John Chun Chiu Lee als bester Produzent sowie Shaun Galinak, Dave Hale, Jason Johnston, Carl Kaphan und Keith Daniel Klohn für die besten Effekte ausgezeichnet. Hier der Trailer:

Unsere Kritik zu der Disney/Pixar Produktion finden Sie unter dem 3. Dezember 2017.

Alle Annie-Award-Gewinner unter: www.annieawards.org

Quellen: filmecho | Blickpunkt:Film | Académie des Arts et Techniques du Cinema | Directors Guild of America | Augsburger Allgemeine

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