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Von Litauen über Italien bis Lateinamerika - Start von drei Film Festivals in Berlin

8. LITAUISCHES KINO GOES BERLIN - Die ganze Bandbreite litauischer Filmkunst startet heute.

Vom 1. bis 5. November 2018 findet die achte Ausgabe des litauischen Filmfestivals »LITAUISCHES KINO GOES BERLIN« in den drei Spielstätten Sputnik Kino, ACUDKino und ACUD MACHT NEU statt. Präsentiert werden über 50 Kurz- und Langfilme aus Litauen und anderen baltischen Staaten, darunter neue Produktionen sowie Festival-Highlights und Klassiker der Filmgeschichte. Daneben runden ein Konzert des Durchstarters JUNIOR A sowie eine Ausstellung und Workshops das vielseitige Programm ab.

Gerade erst hatten wir von den Nordischen Filmtagen in Lübeck berichtet, deren diesjähriger Schwerpunkt die Baltischen Staaten sind. Ab heute gibt es auch in Berlin die Möglichkeit, fünf Tage lang Filme vom Baltikum zu sehen, deren 100-jährige Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird. Die baltischen Staaten grenzen an Russland, Weißrussland und Polen und haben insgesamt eine Bevölkerung von etwa 6 Millionen Menschen auf einer Fläche von etwa 175.000 km².

Im Vergleich zum Baltikum leben in Deutschland auf 357.000 km², einer mehr als doppelt so großen Fläche, über 82,5 Millionen Einwohner, womit unser Land mit 232 Einwohnern pro km² zu den dicht besiedelten Flächenstaaten zählt.

Doch filmisch ist das Baltikum sehr kreativ, wie viele andere Nord- und Osteuropäische Staaten. Mit insgesamt fünf Lang- und 45 Kurzfilmen ist das Programm des achten litauischen Filmfestivals »LITAUISCHES KINO GOES BERLIN« gut aufgestellt. Zur Präsentation des Film- sowie Rahmenprogramms (Konzert, Ausstellung, Workshops) in den drei Spielstätten Sputnik Kino, ACUDKino und ACUD MACHT NEU werden zahlreiche Filmemacher*innen und Künstler*innen aus Litauen anwesend sein.

Litauische Langfilme: Festival-Perlen und Filmklassiker.

Abendfüllende Filme werden in den beiden Sektionen FESTIVAL PEARLS und RETRO gezeigt. In den FESTIVAL PEARLS laufen drei preisgekrönte Festival-Hits mit jeweils einer Wiederholung, darunter der packende Thriller "BREATHING INTO MARBLE (KVĖPAVIMAS Į MARMURĄ)" von Giedrė Beinoriūtė, die zum Festival anwesend sein wird.

Im Mittelpunkt des Debütfilms, der auf dem A-Filmfestival in Karlsbad (Karlovy Vary) sein Premiere gefeiert hatte, steht eine dreiköpfige Familie, die nach der Adoption eines geheimnisvollen Jungen zu zerbrechen droht. Die Vorführung wird durch die freundliche Zusammenarbeit mit dem FilmFestival Cottbus ermöglicht. Hier der Trailer:

Ebenfalls nach Berlin kommt Eglė Vertelytė, um ihre preisgekrönte Tragikomödie "MIRACLE (STEBUKLAS)" vorzustellen. Seine Weltpremiere feierte MIRCALE im Rahmen des Toronto International Film Festivals (TIFF) 2017 - als erster litauischer Film seit 15 Jahren, der zu dem renommierten Filmfestival eingeladen wurde. Beim litauischen Filmpreis gewann "MIRACLE" gleich vier Silver Cranes (Bester Langfilm, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin und bestes Drehbuch). Hier der Trailer, der Arthouse Tragikomödie, die in ihre lakonischen Art an Kaurismäkis Werke erinnert und auch ohne viele Worte, schon anhand der Bilder überzeugt.

Synopsis:

Es ist 1992. Während sich Litauen vom Kommunismus zum Kapitalismus wandelt, befindet sich Irena mit ihrer kleinen kollektiven Schweinefarm in einer Notlage. Sie kämpft verzweifelt, um die Farm und ihre Arbeitnehmer über Wasser zu halten, als ein attraktiver Amerikaner ankommt und ihr verspricht, das angeschlagene Unternehmen zu retten. Dabei stellt er nicht nur Irenas Familienleben, sondern die ganze Routine im Dorf auf den Kopf. Als Irena seinem Charme erliegt, erkennt sie, dass seine Absichten nicht ganz unschuldig sein können...

Der dritte Langfilm in den FESTIVAL PEARLS ist Arūnas Matelis' Dokumentarfilm "WONDERFUL LOSERS: A DIFFERENT WORLD (NUOSTABIEJI LŪZERIAI)", den der Film-Komponist Alberto R. Lucendo präsentieren wird.

Ein Film über Radrennen und seine Schattenseiten. Hier der Trailer:

Synopsis:

Regisseur Arūnas Matelis begleitet über einen Zeitraum von sieben Jahren die Radrennsportler beim „Giro d’Italia“, die niemals ein Rennen gewinnen, aber dennoch unabdingbar für den Sieg ihres Kapitäns sind.

Mit zwei Filmklassikern in der RETROSPEKTIVE geht das Festival auf filmgeschichtliche Spurensuche: Raimundas Banionis’ "CHILDREN FROM THE HOTEL “AMERICA” (VAIKAI IŠ “AMERIKOS” VIEŠBUČIO)" von 1991 spürt der Jugend im sowjetisch besetzten Litauen der 70er Jahre nach. Eine Gruppe Jugendlicher versucht heimlich ihre Begeisterung für Rock 'n' Roll-Musik und den Hippie-Spirit von Woodstock auszuleben - und gerät dabei in den Fokus des KGB.

Mit "FLIGHT OVER THE ATLANTIC (SKRYDIS PER ATLANTĄ)" präsentiert das Festival einen der berühmtesten Filme der litauischen Kinogeschichte. Ausnahmeregisseur Raimondas Vabalas (1937–2001) inszeniert den legendären Versuch der beiden litauischen Piloten Steponas Darius und Stasys Girėnas, 1933 den Atlantik nonstop zu überqueren. Wild entschlossen und unerschrocken begeben sich die beiden auf den gefährlichen, 37-stündigen Flug von New York nach Kaunas, um endlich ihr Heimatland wieder zu sehen. Hier ein Teaser:

Kurzfilme aus Litauen, Estland und Lettland.

21 aktuelle litauische Kurzfilmproduktionen buhlen in den vier Programmen der SHORT FILM COMPETITION um die Publikumsgunst. Darunter "BY THE POOL (PIRTIS)" von Laurynas Bareiša, der ein tragische Ereignis auf einer Party von Jugendlichen subtil in Szene setzt. Der Film feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Venedig 2017 und läuft im Eröffnungsprogramm am 1. November 2018.

Ein weiterer Kurzfilm im Wettbewerbsprogramm ist "THE MOTHER’S DAY (MOTINOS DIENA)", in dem der bevorstehende Muttertag für den 16-jährigen Nerka anders als sonst verlaufen wird. Regisseurin Kamilė Milašiūtės stellt ihren Film beim Festival persönlich vor. Ebenfalls anwesend sein wird die Regisseurin Saulė Bliuvaitė. Ihr Film "YANA" handelt von einer gleichnamigen, jungen Frau, die mit den unbequemen Konsequenzen eines leichtsinnigen Akts zu kämpfen hat.

In "SNAKE (GYVATĖ)" von Titas Laucius, stellt eine Schlange in der Wohnung ein junges Paar diese vor eine Zerreißprobe. Eine große Belastung liegt auch auf der Familie des 14-jährigen Igoris im Sci-Fi-Drama "THE LAST DAY (PASKUTINĖ DIENA)" von Klaudija Matvejevaitė. Eine App sagt alle Todestage voraus, auch den geliebter Familienmitglieder.

Weitere 25 Kurzfilme aus Litauen, Estland und Lettland laufen in zwei Programmen: In den BALTIC MIDNIGHT SHORTS geht es auch schon mal härter zu, während die BALTIC KIDS ANIMATIONS sich mit dialogfreien Animationen an die kleinen Gäste richtet.

Rahmenprogramm: Virtual Reality & Ausstellung.

Ein weiteres Highlight im Programm ist der Workshop WRITING BETTER STORIES IN THE AGE OF VIRTUAL REALITY mit Bartosh Polonski. Im Anschluss an den Workshop über erfolgreiches Storytelling von interaktiven Inhalten, haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, zwei VR-Produktionen zu erleben: CODE OF FREEDOM über den Vilniusser Blutsonntag von 1991 lässt die Zuschauer*innen in die Perspektive eines Journalisten eintauchen, der die Ereignisse filmt. Das interaktive Sci-Fi-Drama CAMILE spielt in der Welt der Datengewinnungs-Technologie, die plötzlich außer Kontrolle gerät.

Die Ausstellung BEHIND THE SCENES zeigt mit Hilfe von Making-of-Fotos die Entstehung der drei FESTIVAL PEARLS: MIRACLE, BREATHING IN MARBLE und WONDERFUL LOSERS. Trotz ihrer Unterschiede in Bezug auf Handlung, Inhalt und Visualisierung spiegeln alle drei Filme die neuesten Traditionen und Tendenzen des litauischen Kinos wider, von kommunalen und zwischenmenschliche Dilemmata bis zu gesellschaftspolitischen und psychologischen Themen.

Links: ltkinogoesberlin.de | www.acud.de | www.sputnik-kino.com

Quelle: NOISE Film PR

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5. Italian Film Festival Berlin

Zum fünften Mal findet das Italian Film Festival Berlin statt, das einen kleinen Ableger des Tuscia Film Fest in Italian darstellt und dessen Hauptprogramm sich mit mehreren noch nicht in Deutschland, oder noch nicht in Berlin gezeigten Filmen vorstellt.

Zwar werden an fünf Tagen vom 7. - 11. November 2018 nur fünf neue, im letzten Jahr produzierte Filme präsentiert, doch mit einer ergänzenden Hommage, die das Festival jedes Jahr einem großen Protagonisten des italienischen Kinos widmet und einem umfangreichen Rahmenprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin entstanden ist, kann man durchaus von einem sehenswerten Film Festival sprechen, das zudem im schönen Ambiente des CineStar in der Berliner Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg stattfindet.

Zu den illustren Gästen der fünften Edition des Italian Film Festival Berlin gehören Terence Hill, Antonio Albanese, Frank Matano, Paola Cortellesi und Riccardo Milani.

Auf dem Programm stehen Filmvorführungen, Filmgespräche und zwei Special-Events: als Eröffnung das Konzert der Band Almamegretta am Mittwoch, den 7. November 2018 im Frannz Club an der Kulturbrauerei und am Sonntag, den 11. November 2018 als Abschlussveranstaltung die Vorführung der - von der Fondazione Centro Sperimentale di Cinematografia Cineteca Nazionale di Roma - restaurierten Filmkopie von Bernardo Bertoluccis 1972 gedrehtem "Last Tango in Paris". Hier der Trailer.

Folgende fünf Filme gehen ins Rennen um den von der Italienischen Zentrale für Tourismus gestifteten Publikumspreis: "Il mio nome è Thomas" von Terence Hill, "Euforia" von Valeria Golino, "Contromano" von Antonio Albanese, "Troppa Grazia" von Gianni Zanasi und "Come un gatto in tangenziale" von Riccardo Milani.

Dieses Jahr gilt die Hommage und Retrospektive dem Schauspieler Terence Hill. Sie wird direkt im Anschluss an das Festival vom 14. November bis zum 16. Dezember 2018 in drei Berliner Kinos laufen: Il Kino in Neukölln, Bundesplatz Kino in Schöneberg, Lichtblick Kino im Prenzlauer Berg. Dabei werden dem deutschen Publikum fünf Filmtitel des großen Schauspielers und Regisseurs jeweils im Wochenrhythmus gezeigt.

Link: www.italianfilmfestivalberlin.com

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5. Ausgabe des Latin American Film Festival in Berlin.

Wie von uns bereits am 23. Oktober 2018 erstmals berichtet, zeigt sich nach einjähriger Pause »LAKINO« abermals als Raum für Reflexionen über die sozialen und politischen Realitäten Lateinamerikas und lädt ein zu einer kinematographischen Reise in die stets geheimnisvolle Welt Lateinamerikas.

In seiner ebenfalls 5. Ausgabe präsentiert das Latin American Film Festival in Berlin eine Woche lang eine Auswahl von 14 Spiel- und Dokumentarfilmen des spanisch- und portugiesischsprachigen Kinos, die bereits auf zahlreichen hochkarätigen Festivals auf der ganzen Welt gezeigt wurden.

Diese beeindruckenden neuen Produktionen aus ganz Lateinamerika führen uns in die Sierra und die großen Städte acht verschiedener Länder des Kontinents und zeigen die gesamte Bandbreite von Stilen, Techniken und Herangehensweisen mit denen lateinamerikanische Filmemacher heute arbeiten. Einige dieser Regisseure sind erst kürzlich auf der Bühne der internationalen Festivalszene in Erscheinung getreten, haben jedoch für ihre Filme schon zahlreiche Auszeichnungen und hervorragende Kritiken erhalten.

Das Festival findet vom 07.-15. November 2018 im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz statt. Zum Auftakt spielt am 07. November 2018um 20:00 Uhr die Berliner Band Prostibulo Suicida.

Der Eröffnungsfilm “El Motoarrebatador” lief erstmalig in Cannes in der Quinzaine-Reihe. Augustín Toscano (Drehbuch und Regie) zeigt uns eine eindrucksvolle Geschichte aus Tucumán, Argentinien. Hier der Trailer:

FILMS & EVENTS: 5. Latin American Film Festival Berlin.

FICTION | FIKTION

El Motoarrebatador. Agustin Toscano, Argentina 2018

Cabros de Mierda. Gonzalo Justiniano, Chile 2018

Winaypacha. Oscar Catacora, Peru 2018

Cómprame un Revólver, Julio Hernández Cordón, Mexico 2018

Dry Martina, Che Sandoval, Chile | Argentina 2018

Tiempo de Lluvia. Itandehui Jansen, Mexico 2018

Sal. William Vega, Colombia 2018

DOCUMENTARY | DOKUMENTARFILM

Señorita Maria, La Falda de la Montaña. Rubén Mendoza, Colombia 2017

O Proceso. Dir. Maria Augusta Ramos, Brasil 2018

Ejercicios de Memoria. Paz Encina, Paraguay 2017

Fullhachede. Carolina Navas & Catalina Torres, Colombia 2018

Yo No me Llamo Ruben Blades. Abner Benaim, Panama 2018

PANORAMA

Petra. Jaime Rosales. Spain 2018

La Isla de los Pingüinos. Guille Sohrens, Chile 2017

MUSIC | MUSIK

Mon Laferte. Chile

El Coro Qom Chelalaapi. Argentina

Prostibulo Suicida, Berlin

Film Festival Deputamadre Party

All films in original language with english subtitles

Das Festival endet am 11. November 2018 mit einem Konzert mit Mon Laferte!, dem Gesangsstar of Latin American Indie Pop.

Lakino Berlin

Tickets & Info: www.lakino.com | babylonberlin.eu

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