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Etwas weniger Filme diesmal in Toronto beim TIFF 2017

Die 42. Ausgabe des Toronto International Film Festival startet schon vor der Verkündung der Preise von Venedig.

Das Toronto International Film Festival ist ein zehntägiges Filmfestival ohne Wettbewerb, das seit 1976 im kanadischen Toronto stattfindet. Es wird diesmal vom 7.-17. September 2017 veranstaltet und folgt jedes Jahr unmittelbar auf die Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Sitz und Veranstaltungsort ist der Festival Tower, ein neues Gebäude in der Adelaide Street West 299, das auch unter dem Namen Bell Lightbox bekannt ist.

Hier der Rückblick auf 2016

Pierce Brosnan macht in Toronto eine Abgesang aufs Kino.

Nach Meinung des ehemaligen Bond Darstellers, der die Welt in „Der Morgen stirbt nie“ als Edelspion vor einem größenwahnsinnigen Medienmogul bewahrte, wollen die Menschen zu Hause in ihrer Villa auf einem wunderschönen Flachbildschirm ihre Stars sehen. Deshalb freut er sich eine 10-stündige Serie über Texas drehen zu dürfen, die im Fernsehen und nicht in Kino erscheinen wird.

Hier sein Statement:

Fürs Kino gedacht ist dagegen "THE LITTLE HOURS", der schon in Sundance zu sehen war, nun aber beim TIFF groß herauskommen soll. Das Movie nimmt die Ansichten über das Klosterleben ironisch aufs Korn. Hier der Trailer, der der Kirche gar nicht gefallen dürfte.

Cameron Bailey, der künstlerischer Leiter des Toronto International Film Festival, hat für die diesjährige 42. Ausgabe des Festivals zwei Sektionen aus dem Programm genommen: Zum einen »Vanguard«, in der Arthouse- und Genrefilme gezeigt worden waren, und zum anderen »City to City«, eine Plattform für Filmemacher aus einer bestimmten Stadt. Die Zahl der Filme, die auf dem Festival gezeigt werden, wird sich im Vergleich zur 2016er Ausgabe somit um 20 Prozent reduzieren.

"Als wir den Erfolg des Festivals in den vergangenen vier Jahrzehnten immer mehr ausgebaut haben, sahen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, gleichzeitig eine großzügige Auswahl an Filmen für mehr als 400.000 Festivalbesucher zu treffen und dennoch die Auswahlkriterien nicht aus dem Blick zu verlieren. 2017 wollen wir eine erfrischendere, straffer ausgewählte Festivalausgabe präsentieren", erklärte Cameron Bailey.

Gleichzeitig präsentiert das Festival zwei neue Sektionsleiter. Kiva Reardon, Programmerin beim Miami International Film Festival, wird die Sektion für Filme aus Afrika und dem Nahen Osten leiten, Peter Kuplowsky die Sektion Midnight Madness.

Insgesamt verteilt sich das Programm des Toronto International Filmfestival in diesem Jahr auf 14 Sektionen.

Wim Wenders' "Submergence" läuft als Weltpremiere in Toronto.

Während das älteste A-Festival der Welt derzeit in Venedig langsam zu Ende geht, kündigt man beim TIFF in Toronto schon stolz weitere Premieren für Kanada an. Daraus ist auch abzulesen, ob diese Filme bereits zwischen dem 30. August und 9. September 2017 in Venedig laufen oder möglicherweise auch vom 1.- 4. September 2017 beim US-Festival in Telluride, Colorado gezeigt wurden. Allerdings sind mindestens 25 Filme des TIFF exklusive Weltpremieren, darunter "Submergence" von Wim Wenders.

Submergence ist ein romantischer Thriller von Wim Wenders, der auf dem gleichnamigen Roman von J.M. Ledgards basiert und als »Special Presentation« in Toronto gezeigt wird. Die Hauptrollen übernahmen James McAvoy und Alicia Vikander. Der Film wurde ab Ende März 2016 in Europa und Afrika inszeniert.

Neben Wenders werden in dieser Reihe als Weltpremieren "The Children Act" von Richard Eyre, "The Current War" von Alfonso Gomez-Rejon mit Benedict Cumberbatch und Michael Shannon, "Disobedience" von Sebastián Lelio, "The Guardians" von Xavier Beauvois und "Plonger" von Mélanie Laurent gezeigt.

Dazu kommen der Venedig-Eröffnungsfilm "Downsizing" von Alexander Payne sowie "Suburbicon" von George Clooney mit Matt Damon und Julianne Moore, "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" von Martin McDonagh, "The Shape of Water" von Guillermo Del Toro und "mother!" von Darren Aronofsky mit Jennifer Lawrence.

Außerdem wurden der von uns so gelobte Sundance-Hit "Call Me By Your Name" von Luca Guadagnino, Goldene-Palme-Gewinner "The Square" und "120 Battements par Minute", Gewinner des Großen Preises in Cannes, geladen. Zudem läuft die Netflix-Produktion "First They Killed My Father" von Angelina Jolie und "Lady Bird" von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan eröffnet die Reihe der »Specials«.

Überhaupt liegt ein Schwerpunkt der diesjährigen Toronto Auswahl auf Filmen von weiblichen Filmemacherinnen. Darüber hinaus gibt es auffällig viele Produktionen zu Sportthemen wie beispielsweise "Battle of the Sexes" von Jonathan Dayton und Valerie Faris mit Steve Carell und Emma Stone. Eröffnet wird das Festival zudem mit dem Tennis-Biopic "Borg vs. McEnroe" des Dänen Janus Metz. Die Geschichte über eine der großartigsten Rivalitäten in der Welt des Sports zeigt Shia LaBeouf und Sverrir Gudnason in den Rollen der Tennislegenden John McEnroe beziehungsweise Björn Borg. Gezeigt wird außerdem "I, Tonya", eine Weltpremiere von Craig Gillespie mit Margot Robbie als Tonya Harding, einer ehemaligen US-amerikanischen Eiskunstläuferin.

Bei den »Gala Presentations« sind als Weltpremieren zu sehen sind "Breathe" von Andy Serkis mit Andrew Garfield und Claire Foy, "The Catcher Was a Spy" von Ben Lewin mit Paul Rudd, "Churchill - Die dunkelste Stunde" von Joe Wright mit Gary Oldman als Churchill, "Kings" von Deniz Gamze Ergüven, "Zwischen zwei Leben - The Mountain Between Us" von Hany Abu-Assad mit Kate Winslet und Idris Elba, "Stronger" von David Gordon Green mit Jake Gyllenhaal, "Woman Walks Ahead" von Susanna White mit Jessica Chastain und als . Abschlussfilm läuft "C'est la vie", der neue Film der "Ziemlich beste Freunde"-Macher Olivier Nakache und Eric Toledano. Darüber hinaus ist ein US-Remake von "Ziemlich beste Freunde" mit Bryan Cranston und Kevin Hart von Neil Burger angekündigt.

In der Sektion »Platform« ist die vom FFF-Bayern geförderte internationale Koproduktion "Euphoria" der schwedischen Regisseurin Lisa Langseth als Weltpremiere zu sehen. Das Drama erzählt von zwei unterschiedlichen Schwestern: Während die eine die Mutter pflegte, kümmerte die andere sich ausschließlich um ihr eigenes Leben. Nach dem Tod der Mutter beginnen sie eine Reise, die zur emotionalen Abrechnung wird. Die Hauptrollen spielen Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander und die ebenfalls preisgekrönten Stars Eva Green und Charlotte Rampling. Euphoria ist eine Koproduktion zwischen B-Reel Features Film Stockholm, Vikarious Production Ltd. London und Dancing Camel Films München in Zusammenarbeit mit Wild Bunch Germany und Dorian Media Limited. Als ausführende Produzenten fungieren u.a. Patrik Andersson (B-Reel) und Christine Ruppert (Dancing Camel Films). Gedreht wurde in München und im Schloßpark von Dennenlohe in Unterschwaningen/ Mittelfranken.

Nach Angaben von German Films werden in Toronto insgesamt 41 deutsche (Ko-)Produktionen zu sehen sein. Darunter sind Ilian Matevs "3/4" (deutscher Koproduzent: Sutor Kolonko Filmproduktion), Govinda Van Maeles "Gutland" (deutscher Koproduzent: Propellerfilm), Rungano Nyonis "I am not a Witch" (deutscher Koproduzent: unafilm), Marleen Jonkmans "The Lady from Holland" (deutscher Koproduzent: Leitwolf TV- und Filmproduktion) und Alireza Khatamis "Los Versos des Olvido" (deutscher Koproduzent: Endorphine Production).

Mit dem Familien-Portrait "Sommerhäuser - The Garden", dem Langfilmdebüt von Sonja Maria Kröner, ist in der Sektion »Discovery« sogar eine rein deutsche Produktion vertreten. Es ist die im Jahrhundertsommer 1976 spielende Geschichte über eine Familie, die Sommer für Sommer in ihrem Gemeinschaftsgarten verbringt und nach dem Tod der Mutter auseinanderzubrechen beginnt, sodass allmählich die Abgründe zwischen den einzelnen Familienmitgliedern ans Tageslicht kommen. Der Film feierte beim Filmfest München seine Weltpremiere und wurde mit dem Förderpreis deutsches Kino für die beste Regie und die beste Produktion ausgezeichnet. Hier der Trailer:

Australien steuert in dieser Sektion das Regiedebüt von Stephen McCallum bei. In seinem Werk "1%" geht es um Bruderschaft, Loyalität und Verrat in der gewalttätigen Subkultur krimineller Motorradgangs, die immer wieder eine ungemeine Faszination auf Filmemacher ausüben. Der Teaser über die Welt der "Outlaws" sagt mehr aus als viele Worte.

Bis zum 17. September 2017 werden in Toronto 340 Filme präsentiert, davon insgesamt 140 Weltpremieren. Deutschland ist mit seiner bisher größten Auswahl aus 42 Filmen und Koproduktionen vertreten.

Link: www.tiff.net

Quellen: TIFF | Blickpunkt:Film | German Films | Life PR | 3sat

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