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L.A. Film Critics Association wählte »Call Me by Your Name« zum besten Film

Nach ersten Preisentscheidungen in New York folgten die Filmkritiker in Los Angeles mit ihren Auszeichnungen zur Oscar Saison 2017.

Für manch seltsame Entscheidungen sind die Filmkritiker in Los Angeles bereits bekannt. Mit ihrer diesjährigen Auswahl liegen sie aber durchaus konform mit den Nominierungen der Independent Spirit Awards und den Auszeichnungen der Gotham Awards, denn Luca Guadagninos Oscar nominierter Streifen "Call Me by Your Name" wurde auch in L.A. von den Filmkritikern auf das oberste Treppchen gehievt und zum besten Film des Jahres gekürt. Der Regisseur wurde zudem gemeinsam mit Guillermo Del Toros "Shape of Water" zum besten Regisseur ernannt.

Sogar der renommierte US-Filmverband National Board Of Review (NBR) oder die New Yorker Filmkritiker (NYFCC) hatten dieses außergewöhnliche, homoerotische Werk in ihrem Portfolio, wenn auch nicht an erster Stelle, wie wir am 2. Dezember 2017 schrieben. Allerdings haben sowohl die New Yorker Kritiker als auch ihre Kollegen aus Los Angeles den jungen Darsteller Timothée Chalamet aus "Call Me by Your Name" zum besten Schauspieler erkoren.

Der Film feierte seine Weltpremiere im Januar 2017 in Sundance und wurde danach auf der Berlinale im Panorama gezeigt, wo er stürmischen Applaus erhielt. Hier nochmals der Trailer:

Auf dem zweiten Platz landete bei der L.A. Film Critics Association (LAFCA) das "The Florida Project" mit einem grandiosen Willem Dafoe als umtriebiger Hausmeister eines heruntergekommenen Motels, der sogar eine junge zahlungsunfähige Mutter vor dem Rauswurf schützt. Dafür bekam er eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller. Das Werk feierte übrigens seine Berlin Premiere vorletzte Woche auf dem Weltfilmfestival »Around the World in 14 Films« im Kino der Kulturbrauerei. Offiziell in die Kinos kommt der Film von Regisseur Sean Baker jedoch erst im Frühjahr 2018. Hier der Trailer:

Auf dem zweiten Platz der besten Schauspieler landete James Franco für seine Leistung in "The Disaster Artist". Als beste Schauspielerin wurde Sally Hawkins für "Shape of Water" gekürt, während der zweite Platz an Frances McDormand für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" ging.

Als beste Nebendarstellerin wurde Laurie Metcalf für "Lady Bird" gefeiert; der zweite Platz ging an Mary J. Blige für "Mudbound" sowie an Sam Rockwell für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri", dessen Trailer wir nicht vorenthalten wollen und inzwischen sogar in der deutschen Fassung zeigen können.

Das beste Drehbuch stammt von Jordan Peele für "Get Out", gefolgt von Martin McDonagh für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri". Als bester Kameramann wurde Dan Laustsen für "Shape of Water" geehrt, gefolgt von Roger Deakins für "Blade Runner 2049". Die beste Musik stammt von Johnny Greenwood für "Der seidene Faden", gefolgt von Alexandre Desplat für "Shape of Water". Für den besten Schnitt wurde Lee Smith für "Dunkirk" geehrt, der zweite Platz ging an Tatiana S. Riegel für "I, Tonya". Und das beste Szenenbild stammt von Dennis Gassner für "Blade Runner 2049", gefolgt von Paul D. Austerberry für das Fantasy-Movie "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers". Der Film hatte den Goldenen Löwen, den Hauptpreis der Internationalen Filmfestspielen Venedig 2017, erhalten und kommt am 15. Februar 2018 in die deutschen Kinos. Hier der neue deutsche Trailer:

Die Oscar®-nominierte Sally Hawkins spielt die Hauptrolle in Guillermo del Toros märchenhafter, poetischer Liebesgeschichte.

Als beste fremdsprachige Filme wurden ex aequo "120 Battements Par Minute" aus Frankreich und "Loveless" aus Russland geehrt. Letzterer wird aller Voraussicht nach leider nicht in unsere Kino kommen, obwohl er auf dem Filmfest München im Sommer ausgezeichnet worden war. Auch wir waren vorletzte Woche von Andrey Zvyagintsevs russischem Meisterwerk tief beeindruckt, der das Festival »Around the World in 14 Films« in Berlin eröffnet hatte.

Bester Animationsfilm ist "The Breadwinner", gefolgt von "Coco - Lebendiger als das Leben!", den wir am Sonntag, 3. Dezember 2017, in unserer Rubrik Filmkritik besprochen hatten.

Link: www.lafca.net

Quellen: LAFCA | Blickpunkt:Film

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