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7. Favourites Film Festival Berlin im City Kino Wedding

7. FFF Berlin eröffnet mit "A Good Wife" in Anwesenheit der serbischen Regisseurin und Hauptdarstellerin Mirjana Karanović.

Vom 20. bis 24. September 2017 findet im wunderschönen City Kino Wedding das 7. Favourites Film Festival Berlin statt. Zu sehen gibt es wieder ausgewählte internationale Festivallieblinge, die zuvor bereits einen Publikumspreis gewonnen haben.

Neben der Präsentation von besonderen Festivalfilmen, ist es eines der wichtigsten Ziele des FFF, ein lebendiges Festivalzentrum zu schaffen, wo Besucher mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zusammenkommen und sich über das gemeinsame Kinoerlebnis austauschen. Von Anfang an bietet das Festival deshalb kostenlosen Eintritt für Besucher, die Arbeitslosengeld II beziehen, sich in einem laufenden Asylantragsverfahren befinden oder mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben und kooperiert nun zum zweiten Mal mit Kulturleben Berlin, einem Verein, der Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu kulturellen Veranstaltungen ermöglicht.

Das City Kino Wedding in der Müllerstraße 74 in 13349 Berlin bietet mit seinem imposanten Foyer und dem begrünten Innenhof den idealen Ort für die Schaffung eines einladenden Festivalzentrums. In entspannter und familiärer Atmosphäre können sich die Besucher hier nach dem Kinobesuch über das Gesehene auszutauschen.

An allen Festivaltagen sind die Besucher zudem dazu aufgerufen, sich aktiv an der Wahl ihres Lieblingsfilms zu beteiligen. Während die Filme des Hauptprogramms klassisch auf Stimmzetteln bewertet werden, haben die Zuschauer in einer bunten Kurzfilmnacht die Möglichkeit, ihren kurzen Lieblingsfilm mit Hilfe von Tröten und Ballons zu wählen. Hier wird das Gemeinschaftserlebnis Kino deutlich sichtbar.

Das Programm der Favourite Shorts Night setzt sich in diesem Jahr aus neun Kurzfilmen aus acht Ländern zusammen, darunter zwei Dokumentarfilme, zwei Animationsfilme, drei Spielfilme und erstmals auch zwei Tanzfilme, die auf die anschließende Festivalparty einstimmen.

Unmittelbar vor der Favourite Shorts Night wird auch der Gewinner des 7. Berlin’s Favourite Award verkündet, der am Sonntag um 17:00 Uhr bei Sekt und Kuchen noch einmal gezeigt wird.

Eröffnet wird das siebte FFF Berlin am Mittwoch, den 20. September 2017 um 20:00 Uhr mit der serbisch-bosnisch-kroatischen Koproduktion "Dobra žena / A Good Wife", dem Regiedebüt der serbischen Schauspielerin Mirjana Karanović, die im Film auch in der Hauptrolle glänzt. Der Film war erst einmal in Berlin im Mai bei der zweiten Ausgabe des South European Filmfestivals à Berlin (SEEFF) zu sehen gewesen. Hier der Trailer:

Synopsis:

Milena ist Hausfrau Mitte 50 und führt ein gesetztes Leben in einem gehobenen Belgrader Vorort. Wie alle ihre Freundinnen kümmert sie sich aufopferungsvoll um den Haushalt, ihren Ehemann, den erwachsenen Sohn und die Teenager-Tochter. Zur ältesten Tochter besteht nur sporadischer Kontakt, da der Vater nicht akzeptieren kann, dass sie die Rolle Serbiens im Balkankrieg kritisch sieht. Milenas geordnete Welt gerät ins Wanken, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird und sie fast zeitgleich beim Putzen ein schockierendes Video ihres Mannes entdeckt – zwei Wahrheiten, denen sie sich erst nach und nach zu stellen wagt.

Im weiteren Verlauf verspricht das Festivalprogramm erneut aktuelle, vielschichtige und eindringliche Einblicke in unterschiedlichste Lebensrealitäten starker Figuren: Im Zentrum stehen dabei in diesem Jahr vielschichtige Gesellschaftsdramen.

Der zugleich mitreißende und differenzierte Spielfilm "Layla M." der niederländischen Regisseurin Mijke de Jong erzählt von der inneren und äußeren Reise einer jungen Muslima mit marokkanischen Wurzeln. Layla, die mit ihrer Familie in Amsterdam lebt, begegnet alltäglichen Diskriminierungen laut und kämpferisch. Ihre schrittweise Radikalisierung wird durch ihren leidenschaftlichen Gerechtigkeitssinn angetrieben und die Suche der jungen Frau nach einem Ort für ihre Ideale wird ebenso erschütternd wie plausibel erzählt. Hier der Trailer:

Die ghanaisch-US-amerikanische Koproduktion "Nakom" erzählt von der schwierigen Entscheidung eines jungen Mannes, der zwischen seinem selbstbestimmten Leben in der Stadt und familiären Verpflichtungen hin- und hergerissen ist. Er ermöglicht zugleich eindrückliche Innenansichten des traditionellen Lebens in dem ghanaischen Dorf Nakom, in das der Medizinstudent Iddrisu nach Jahren in der Stadt zurückkehrt als er vom Unfalltod seinen Vaters erfährt. Hier der Trailer:

In der Tragikkomödie "Slava / Glory" prallen zwei Seiten der tief gespaltenen bulgarischen Gesellschaft aufeinander. Ein einfacher Schienenarbeiter findet auf seinem Kontrollgang über die Gleise einen Sack voll Geld, das er jedoch nicht behält, sondern der Polizei übergibt. Daraufhin gerät er in die PR-Maschinerie des Verkehrsministeriums, die ihn in einem offiziellen Festakt als Held inszeniert, um von schweren Korruptionsvorwürfen gegenüber dem Minister abzulenken. Hier der Trailer:

Am Donnerstag, den 21. September 2017 ist die in Nazaret geborene palästinensische Schauspielerin und Regisseurin Hiam Abbass zur Präsentation von "Insyriated" zu Gast beim Favourites Film Festival, um in einem Podiumsgespräch im Anschluss an die Vorführung die Fragen des Publikums zu beantworten.

In dem aufrüttelnden, erstmals in Berlin auf der Berlinale im Panorama gezeigten Spielfilm "Insyriated" von Philippe Van Leeuw, den Abbass beim Favourites Film Festival vorstellt, erlebt der Zuschauer 24 Stunden im Leben einer syrischen Familie, die ihre Wohnung mitten im zerbombten Damaskus systematisch gegen Angriffe von außen verrammelt hat. Hier der Trailer:

In seiner Eindringlichkeit, Aktualität und Unmittelbarkeit entspricht der Film dem Wunsch der beiden Festivalmacherinnen, besondere Filme zu präsentieren, die aktuelle Themen verhandeln, nachdenklich machen und berühren. Im Rahmen eines kuratierten Festivalprogramms finden diese Filme, die sich im regulären Kinoprogramm oft schwer durchsetzen können, ein interessiertes Publikum.

Links: www.favouritesfilmfestival.de | fffberlin.de

Der Dokumentarfilm "Starless Dreams" (R: Mehrdad Oskouei) begleitet Mädchen, die in einer „Besserungs- und Erziehungsanstalt“ für junge Kriminelle im Iran inhaftiert sind.

Besondere Spannung verspricht die niederländisch-schwedisch-bulgarische Koproduktion "The Paradise Suite" in der Regisseur Joost van Ginkel) die Schicksale von sechs Figuren zu einem tief bewegenden Panorama des heutigen Europas verwebt. Hier der Trailer:

Synopsis:

Knotenpunkt von "The Paradise Suite" ist Amsterdam, wohin die Charaktere des Films aus den unterschiedlichsten Gründen migriert sind: Die junge Bulgarin Jenya ist voller Hoffnung auf eine Model-Karriere hierher gekommen. Der zehnjährige Lukas aus Schweden vermisst seine als Violinistin gefeierte Mutter, während sein Vater, Star-Dirigent am Amsterdamer Konzerthaus, ihn mit erbarmungslosen Klavierstunden quält. Yaya ist aus Burkina Faso migriert und arbeitet illegal in einem Rosengewächshaus. Getrieben von ihrer Vergangenheit sucht die bosnische Ärztin Seka nach Vergeltung, während Ivica aus Serbien seine menschenverachtende Brutalität hinter einem gespenstischen Deckmantel väterlicher Fürsorge verbirgt. Das herausragende Schauspielerensemble verleiht den ineinander verwobenen Geschichten eine bezwingende Eindringlichkeit.

Link: www.favouritesfilmfestival.de

City Kino Wedding

Müllerstraße 74

13349 Berlin

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