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Viele Preise beim Jubiläumsfest Emden-Norderney

Große Preisverleihungsgala des 25. Filmfestes Emden-Norderney.



Um nicht in Kollision mit dem Beginn des Festivals in Cannes zu kommen, wurden die Preise des Jubiläumsfilmfestes Emden-Norderney bereits am ersten Sonntag des acht Tage andauernden Jubiläumsfilmfestivals vergeben. Unter den Drehbuch-Preisträgern waren auch drei Berliner Autoren. Einige Fachbesucher machten sich zwar anschließend schon auf dem Heimweg, um evtl. nach Cannes weiter zu ziehen, doch für die einheimischen Besucher schließt das Festival erst heute, 14. Mai 2014 - dem Eröffnungstag von Cannes, mit weiteren Vorführungen und einer große Party ab.

Doppelsieg beim Bernhard Wicki Preis.
Mit mehr als 600 Gästen war die große Preisverleihungsgala des Internationalen Filmfests Emden-Norderney komplett ausverkauft. Bei der Veranstaltung wurden sieben Filmpreise und der Emder Schauspielpreis vergeben, insgesamt lobt das Festival Preisgelder in Höhe von 55.500 Euro aus. Dabei entschied über sechs Filmpreise das Publikum, den Gewinner des neuen Creative Energy Award kürte eine Jury.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Gewinnerfilme des Bernhard Wicki Preises ging unentschieden aus. Beide Filme konnten zu gleichen Teilen die Gunst des Publikums gewinnen. Damit teilen sich erstmalig zwei Filme den Hauptpreis des Filmfests Emden-Norderney.

Nominiert für den Hauptpreis des Festivals, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis, waren 14 Filme aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Serbien und den USA.

Der Preis ging ex aequo an:
Marina“ von Stijn Coninx (B/I 2013), den wir schon am 4. Mai 2014 zur Eröffnung des Festivals vorgestellt und eingebunden hatten und an
Monsieur Claude und seine Töchter” („Qu'est-ce qu'on a fait au bon dieu?”) von Philippe de Chauveron (F 2014). Hier der Trailer:



DGB Filmpreis.
Für den Publikumspreis für einen Film, der sich in besonderer Weise mit sozial bedeutsamen Themen auseinandersetzt, waren vier Filme nominiert. Die Produktionen, die ins Rennen um den mit 7.000 Euro dotierten Publikumspreis gingen, griffen dabei ganz unterschiedliche gesellschaftlich relevante Themen auf, wie die gesetzliche Gleichberechtigung von Mann und Frau, Finanz- und Wirtschaftsintrigen oder das Leben Jugendlicher in einem von Armut geprägten sozialem Umfeld.

Der Preis ging an:
Sternstunde ihres Lebens“ von Erica von Moeller (D 2014) und des von uns schon mehrfach erwähnten Camino Filmverleihs, der sich vornehmlich riskanten Filmen des Programmkinos widmet. Hier der Trailer:



NDR Filmpreis für den Nachwuchs.
Der mit 5.000 Euro dotierte NDR Filmpreis für den Nachwuchs zeichnet die Regie für einen deutschen Erst- oder Zweitspielfilm aus. Aus drei nominierten Filmen wählte das Publikum den Preisträger aus.
Der Preis ging an: „Bocksprünge“ von Eckhard Preuß (D 2013), der in Saarbrücken beim Max-Ophüls-Preis seine Weltpremiere hatte.

AOK-Filmpreis.
Der AOK-Filmpreis zeichnet die Regie eines Wettbewerbsfilms aus, der das Thema Gesundheit kreativ aufgreift. Das Publikum entschied, wer den mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbundene Auszeichnung mit nach Hause nehmen durfte.
Der Preis ging an: „The Optimists“ („Optimistene“) von Gunhild Westhagen (N/S 2013).

Creative Energy Preis.
Erstmalig in diesem Jahr wurde der mit 5.000 Euro dotierte Creative Energy Preis für eine herausragende Einzelleistung im Zuge der Produktion eines programmfüllenden Spielfilms von den Stadtwerke Emden vergeben. Die unabhängige Fachjury wählte den Preisträger aus vier von der Festivalleitung nominierten Filmen.
Der Preis ging zu gleichen Teilen an:
Stefan Weigl (Drehbuchautor) & Milena Maitz (Produzentin) von „Zeit der Kannibalen“.

Jurybegründung:
Die Grundlage der Magie des Extrem-Kammerspiels „Zeit der Kannibalen“, quasi der genetische Code, ist das kreative Miteinander von Drehbuch und Produktion. Die gegenseitige Verzahnung dieser beiden Gewerke ist die kreative Energie, die diesen Film ermöglicht und ästhetisch beflügelt hat. Deshalb geht der Creative Energy Award an die Produzentin Milena Maitz und den Drehbuchautor Stefan Weigl.

Ostfriesischer Kurzfilmpreis der VGH Niedersachsen.
Der Gewinner des „Kamera Ottifanten“, einer von Otto Waalkes entworfenen Trophäe, sowie eines Preisgeldes von 2.500 Euro wurden aus 12 Filmen durch das Publikum ermittelt. Der zweitplatzierte Film erhält eine Prämie von 1.000 Euro, der drittplatzierte 500 Euro. Am Wettbewerb nahmen Produktionen aus Großbritannien, Finnland, Deutschland, Irland und den Niederlanden teil.

• 1. Preis (Euro 2.500 + Kamera-Ottifant)
Pony Place“ von Joost Reijmers, NL 2013
• 2. Preis (Euro 1.000)
Rúbaí“ von Louise Ní Fhiannachta, IRE 2013
• 3. Preis (Euro 500)
Are You Albert“ von Dan Hodgson, UK 2013

Engelke Kurzfilmpreis der Sparkasse Emden.
Der Gewinner des mit 2.500 Euro dotierten Engelke Kurzfilmpreises wurde von jungen Zuschauern aus den sechs nominierten Filmen ermittelt.
Der Preis ging an: „Das Gewehr“ von Florian Ross (D 2014).

Emder Schauspielpreis.
Das Filmfest Emden-Norderney zeichnet nicht nur einzelne Filme, sondern auch herausragende schauspielerische Leistungen aus. Seit 2011 vergibt es den Emder Schauspielpreis. Der national und internationale erfolgreiche Schauspieler August Diehl ist in diesem Jahr Empfänger der Auszeichnung.

In der Laudatio wurde der renommierte Film- und Theaterschauspieler gewürdigt: „Viele Schauspieler träumen davon, unserem Preisträger ist er gelungen - ein Einstand nach Maß. Erster Film, erste Hauptrolle, erster Erfolg und erster Filmpreis. Der Film hieß ‚23 - Nichts ist so wie es scheint‘. Danach war August Diehl in aller Munde, konnte sich seine Rollen aussuchen – auf der Leinwand und im Theater. Es sind meist Außenseiter, die August Diehl so wunderbar verkörpert. Und es sind die komplexen Rollen, die ihn reizen. In den Gesten eher zurückgenommen spielt sich Diehl bei all seinen Rollen förmlich die Seele aus dem Leib. Und ist immer auch für eine Überraschung gut, den Festlegungen sind seine Sache nicht.“

Emder Drehbuchpreis 2014.
Der Gewinner des zum 10. Mal vergebenen, renommierten Emder Drehbuchpreis wurde aus 69 anonym eingereichten Büchern von der durch das Grimme-Institut berufenen Jury ausgewählt. Der Preisträger ist Piotr J. Lewandowski mit „Jonathan“ und wurde bereits am 9. Mai 2014, bei einer feierlichen Preisverleihung im VHS-Forum Emden gekürt. Der Preisträger erhielt 10.000 Euro, die zweckgebunden an die Realisation neuer Projekte sind.

Im Mittelpunkt des Drehbuchs steht Jonathan, der versucht, die aufopferungsvolle Pflege seines Vaters, die Betreuung schwer integrierbarer Jugendlicher und den Versuch, seine zerstrittene Familie zusammenzuhalten, zu leisten und sich dabei selbst manchmal ein Ventil in Gewaltausbrüchen sucht. Als sein sterbender Vater ihm von seiner verdrängten Homosexualität erzählt, stellt Jonathan seine gesamte Identität existentiell in Frage: Ist er ein Zufallsprodukt oder ein heterosexueller Ausrutscher?

Auch die beiden weiteren Nominierten Max Eipp und Mark Monheim (beide Berlin) mit dem Drama „Alles Isy" sowie Mark Monheim, Berlin und Martin Rehbock, München mit der Komödie „Lucky Luusen" erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Sonderpreis: Ein Schreibtisch am Meer.
Gegenstand des ungewöhnlichen Sonderpreises, der bereits am 10. Mai 2014 im Rahmen des Dünentalks im Kurtheater Norderney vergeben wurde, ist ein einwöchiger Aufenthalt im Konzepthotel Inselloft zur Arbeit an neuen Projekten.
Der Preis ging an: Sathyan Ramesh, Drehbuchautor von „Göttliche Funken“.

Link: www.filmfest-emden.de
Quellen: rische & co pr | filmecho

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