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Neue Datenschutzrichtlinien machen Bloggern das Leben schwer

Datenschutz nach FACEBOOK-Skandal erforderte Änderungen auf unserer Webseite.

Die Wettervorhersage verspricht für heute und für das Wochenende zwar einen blauen Himmel über Berlin, doch durch die betrogenen Facebook-User verdüstert sich zugleich der Himmel wieder.

Bei dem vor zwei Wochen offen gelegten Datenmissbrauch durch die Firma Cambridge Analytica wurden offensichtlich mehr Facebook-Nutzer*innen ausgespäht, als bisher bekannt. Nicht 50 Millionen, sondern bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzer sollen betroffen sein, wie gestern bekannt wurde.

Das Facebook-Netzwerk kündigte zwar weitere Datenschutzänderungen an, doch laut Betreiber Marc Zuckerberg können Jahre vergehen, bis alle Änderungen wirksam werden. Als Sofortmaßnahme wurden neun kleinere Veränderungen angekündigt, um künftig die Daten der Nutzer besser abzusichern.

"Wir glauben, dass diese Änderungen die Privatsphäre der Nutzer besser schützen können", sagte der Chief Technology Officer Mike Schroepfer.

Bereits am Dienstag, den 3. April 2018, gab Zuckerberg der Nachrichtenagentur Reuters ein exklusives Interview, in dem er auf die bevorstehenden Änderungen im Zuge der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einging. Facebook arbeite demnach "an einer Fassung des Gesetzes, die weltweit funktioniert" und mit der Teile der DSGVO auch für Facebooks Dienste außerhalb der EU gelten sollen.

Genau diese neuen Datenschutzrichtlinien machen Webseitenbetreibern derzeit das Leben schwer, denn die neuen Verordnungen der EU gelten ab 25. Mai 2018 auch für kleinere Webseiten, wie die von Bloggern oder Vereinen. Während man auf europäischen Ebene bei den Urheberrechtsänderungen für die Film- und Medienbranche nicht zu Potte kommt, werden wir derzeit mit neuen Forderungen überschüttet, um den Datenschutz unserer Webseitenbesucher, zu gewährleisten.

Dazu gehört u.a. die teilweise Deaktivierung des sogenannten "Like-Button" für Facebook.

Mit Hilfe eines neuen Plug-Inns, das unser Webmaster extra erst für unser Blogsystem herunterladen und installieren musste, kann nun jeder User selber entscheiden, ob er den Facebook-Like-Button aktivieren möchte, oder nicht. Für ein "Like" müssen demnach ab sofort zwei Clicks ausgeführt werden, um einen Artikel auf der Website zu mögen.

Der Button »F Empfehlen« ist deshalb zunächst ausgegraut, um nicht aus Versehen darauf zu Clicken. Erst nach einem bewussten Anklicken des kleinen Schalters daneben, ist in einem zweiten Schritt das bekannte "dunkelblau" des "Gefällt mir" Logos von Facebook zu sehen, das nunmehr dem Leser zum Anklicken und "Liken" des Artikels zu Verfügung steht. Zudem wird erst ab diesem Moment angezeigt, wie viele andere Nutzer sich ebenfalls für ein "Like" entschieden haben.

Ähnlich wie bei den unbeliebten Cookies könnte nämlich jedes ungewollte Clicken zu möglichen Nutzererhebungen missbraucht werden, indem die IP-Adresse des vom Anwender genutzten Computers womöglich gespeichert wird, um ggf. für statistische Zwecke auslesen zu können. Wir haben dies zwar nicht vor und sehen uns dazu auch nicht in der Lage, dies anzuwenden, doch die europäischen Datenschutzlinien unterscheiden nicht zwischen kleinen und großen Webseitenbetreibern. Künftig werden wahrscheinlich noch weitere Vorschriften folgen.

Immerhin machen sich 61% der Internetnutzer in Deutschland Sorgen, dass ihre persönlichen Daten missbraucht werden könnten oder bereits missbraucht wurden. 12% gaben an, Facebook seitdem weniger zu nutzen. 59 Prozent der Internetnutzer in Deutschland geben an, dass sie kein Facebook-Konto besitzen und auf anderen Wegen mit Freunden und Geschäftspartnern kommunizieren.

Nur 27% der deutschen Internetuser sagen, dass sie Facebook genauso nutzen wie vor Bekanntwerden des Datenskandals.

Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap für den ARD DeutschlandTrend.

Quellen: ARD Text | Zeit online | MSN

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