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35. Kurzfilm Festival Hamburg unter neuer Leitung und neuem Logo

Aus dem Internationalen KurzFilmFestival Hamburg wird das Kurzfilm Festival Hamburg.

Vom 4. bis 10. Juni 2019 findet zum 35. Mal ein großes internationales Kurzfilmfestival statt. Anstelle des IKFF heißt es aber jetzt schlicht Kurzfilm Festival Hamburg.

Hier Trailer II:

Zusammen mit der Kurzfilm Agentur Hamburg, dem Kurzfilm Verleih Hamburg, Kurzfilm Sales Hamburg, dem Kurzfilm Archiv Hamburg und der Kurzfilm Schule Hamburg präsentiert sich Kurzfilm Hamburg, das Kompetenzzentrum für die kurze Form, mit neuem Logo. Ein Schriftzug, in dem gleichberechtigt die unterschiedlichen Abteilungen sichtbar werden.

Neue Wettbewerbsstruktur und das neue Labor der Gegenwart.

Die neue künstlerische Leiterin Maike Mia Höhne, bisher bekannt als Leiterin der Kurzfilmsektion der Berlinale, hat wichtige Veränderungen vorgenommen.

Aus 5 mach 3: "Wir synthetisieren die beiden internationalen Wettbewerbe zu nur noch einem, in dem neben dem Publikumspreis fortan zwei Jurypreise vergeben werden. Und der Hamburger Wettbewerb zieht in den Deutschen Wettbewerb ein. Der thematische Flotte-Dreier-Wettbewerb bleibt unverändert", so Höhne.

Bislang hießen sie Sonderprogramme, ab jetzt nennen wir sie Labor der Gegenwart. In den kuratierten Programmen blicken wir auf innovatives filmisches Erzählen in Deutschland sowie Portugal und im pornografischen Independentfilm. Wir fragen, wie das Filmemachen in einer gelenkten Demokratie wie Russland funktioniert und überprüfen in den Hamburger Positionen hegemoniale Vorstellungen über die Stadt.

Wie im Vorjahr bauen wir in die riesigen Hallen des ehemaligen Paketzentrums in Altona unser Festivalzentrum ein, mit Infocounter, Extrakino, Festivalklub, Open Air und einer Installation im Open Space. Für Letztere konnten wir Bárbara Wagner und Benjamin de Burca gewinnen. Das gefeierte brasilianische Künstlerpaar gestaltete auch den Pavillon ihres Landes für die Biennale in Venedig, die im Mai eröffnet wurde.

In den drei Wettbewerben, dem Labor der Gegenwart, der Nachtschiene in der Post und vielen weiteren Veranstaltungen laufen über 300 Filme aus aller Welt. Aus etwa 4500 Filmeinreichungen wurden jeweils rund 100 Filme pro Wettbewerb aus 40 Ländern ausgewählt. Darüber hinaus darf natürlich das bekannte Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg nicht fehlen, das zum 21. Mal die kleinen Kurzfilmfans begeistern will.

Das Kurzfilm Festival Hamburg in Zahlen und Fakten.

• Über 15.000 Euro Preisgeld wird in den Wettbewerben von Jurys und Publikum vergeben.

• Über 15.000 Zuschauer*innen besuchen rund 100 Programme und Veranstaltungen in sechs verschiedenen Kinos, dem Festivalzentrum und beim Open-Air-Kino.

• Rund 200 Filmschaffende aus über 25 Ländern und weitere 400 Fachbesucher*innen sind beim Festival zu Gast.

• Über 80 Kurzfilme aus mehr als 30 Ländern laufen darüber hinaus beim 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg.

• Mehr als 150 Teammitglieder arbeiten an Vorbereitung und Durchführung des Festivals mit.

Herzstück des Kurzfilm Festivals Hamburg sind drei Wettbewerbe:

• Internationaler Wettbewerb,

• Deutscher Wettbewerb

• Flotter-Dreier-Wettbewerb

Im »Flotten Dreier« werden Beiträge zum Thema „Lost in Translation“ mit maximaler Lauflänge von drei Minuten gezeigt.

Neues Alleinstellungsmerkmal der Wettbewerbe ist die Aufhebung jeglicher Premierenpolitik. Ähnlich wie beim Sundance Festival ist nicht der Status des Films entscheidend, sondern die Haltung der Autor*innen. Als zweitgrößtes Kurzfilmfestival der Bundesrepublik ist es dem Kurzfilm Festival Hamburg wichtig, den großen Bogen durch die jährlichen Produktionen zu schlagen und dem zeitgenössischen Autoren*innenkino eine Bühne zu bieten.

Kurzfilm ist nicht nur ein Wirkungsort für etablierte Künstler*innen, denen das Format die Türen von Galerien und Museen geöffnet hat, sondern auch für viele junge Filmschaffende. Durch die Öffnung der Wettbewerbe wird der Zugang jenen erleichtert, die sich noch fern von Kreisen und Zirkeln bewegen. Diese Haltung spiegelt den Gründungsgeist des Kurzfilm Festivals bis heute wider. Wichtig ist nicht der Teppich, wichtig ist der Zugang für alle.

Der Internationale und der Deutsche Wettbewerb des Kurzfilm Festivals Hamburg sind ein Destillat des zeitgenössischen weltweiten Kurzfilmschaffens. Die Spannbreite der Auswahl umfasst alle Möglichkeiten der filmischen Sprache: hybride Dokumentarfilme, neben essayistischen Experimentalfilmen – Animationen wechseln mit Fiktionen. Der kurze Film vermittelt mit seinen exzentrischen Handschriften eine Idee des Arthouse-Films von morgen. Frei von ökonomischen Zwängen kann sich der kurze Film verhalten, eine Haltung einnehmen, anders als seine Schwester der lange Film: Die kurze Form ist lebendiger Spiegel in der Auseinandersetzung mit der Gegenwart.

Preise, Preisgelder, Jurys.

Seit 2019 ist das Kurzfilm Festival Hamburg Teil des Europäischen Filmpreises. Die Jury des Internationalen Wettbewerbs nominiert einen Kurzfilmkandidaten für die Shortlist. Bei der feierlichen Preisverleihung im Dezember jeden Jahres wird der beste europäische Kurzfilm im Rahmen des Europäischen Filmpreises verliehen.

• Eine fünfköpfige internationale Jury vergibt im Internationalen Wettbewerb den Hamburger Kurzfilmpreis (3000 Euro) und den Deframed Preis (2000 Euro) für einen Film, der auf poetische, formale, analytische und unkonventionelle Art und Weise mit der Wirklichkeit umgeht und dabei zukunftsweisend alle Regeln ignoriert.

• Im Deutschen Wettbewerb vergeben drei Juror*innen einen Preis über 2000 Euro.

• Ein mit 1500 Euro dotierter Publikumspreis wird an einen Kurzfilm aus dem Internationalen oder Deutschen Wettbewerb vergeben.

• Ein mit 1000 Euro dotierter Publikumspreis wird an einen Kurzfilm aus dem Flotten-Dreier-Wettbewerb vergeben.

• Eine zweiköpfige Jury vergibt den ARTE-Kurzfilmpreis, dotiert mit bis zu 6000 € (Preisgeld abhängig von der Lauflänge wegen des Ankaufs durch Arte).

Die Seele = Labor der Gegenwart mit Forum.

Die neu gegründete Sektion "Die Seele" ist das Labor der Gegenwart mit "Forum" (vormals Sonderprogramme) und versteht sich als Reflektionsort zu gesellschaftlichen Fragen. In großzügig angelegten kuratierten Programmreihen legen eingeladene Künstler*innen und Kuratoren*innen Fragen, Verhältnisse oder Kommentare zur Gegenwart vor, die kontrovers, engagiert und zukunftsweisend diskutiert werden. "Das Forum", vertiefte Gesprächsrunden, in denen die Kurator*innen zusammen mit Gästen aus Kunst und Gesellschaft das Thema diskursiv verhandeln, begleitet die Filmprogramme.

Im "Labor der Gegenwart" wirft das Festival einen intensiven Blick auf neue Impulse im filmischen Erzählen in Portugal und Deutschland.

In „Pleasure Rebels: Feminism, Sex & Anarchy“ wird ein Bogen von der Independent-Pornofilmerin Erika Lust über das Pornfilmfestival Berlin bis zum Kübelkind aus den 70er Jahren gespannt: Ein lohnender Ausbruch aus stereotypen Reinraus-Mechaniken und erstarrten Geschlechterrollen, der luzide und anarchisch festgefügte Genregrenzen verwischen lässt.

„There is no movement – Now!“ schaut auf die sowjetische Avantgarde der 80er Jahre, sucht nach aktuellen Experimenten in Russland und fragt nach den Bedingungen für das Filmemachen in einer gelenkten Demokratie.

Die „Hamburger Positionen“ stellen städtepolitische, sozioökonomische, emotionale Fragen an die Stadt und ans Festival – und versuchen, mit aktuellen und historischen Filmen aus Hamburg auf brennende Fragen Antworten zu geben und zu Gespräch und Diskussion anzuspornen.

Und zuletzt spüren die langjährigen Laboranten Hanna Nordholt und Fritz Steingrobe in „Thinking Particles, Noise, Rauschen“ den Klangmodulationen im experimentellen Film nach.

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21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival.

Das Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg, das bereits am 2. Juni 2019 gestartet hat und dafür nur bis zum 9. Juni 2019 stattfindet, ist eines der wenigen Kinder- und Jugendfilmfestivals weltweit, das sich ausschließlich dem Kurzfilm widmet. Mit einem altersgerecht gestaffelten Programm richtet es sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 20 Jahren. Die Kinderprogramme werden der Zielgruppe entsprechend moderiert. Fremdsprachige Kurzfilme werden live auf Deutsch eingesprochen. Die beiden Jugendprogramme "FreiStil" sind deutsch untertitelt. Viele Filmemacher*innen sind anwesend und stehen den Kindern nach den Veranstaltungen Rede und Antwort zu ihren Filmen. Gezeigt werden über 82 Kurzfilme aus mehr als 30 Ländern. Zwei Kinderjurys und eine Jugendjury wählen in den vier Wettbewerben sechs Preisträger aus.

Sonderprogramm toons ’n’ tunes.

Die Idee ist so alt wie das Kino selbst. Bereits vor 120 Jahren spielte der Pianist vor der Leinwand sitzend die Musik zu den stummen Kurzfilmen im Kino. Als der Tonfilm ab den 30er Jahren den Stummfilm ersetzte, verschwand damit auch die Kunst der Stummfilmvertonung. Mit „toons ’n’ tunes“ lässt Mo&Friese in Kooperation mit KinderKinder e.V. diese vergessene Kunstform wieder aufleben. Cartoonfilme aus den 20er Jahren und kurze eigens produzierte Clips werden live musikalisch zum Leben erweckt mit bunten Klängen von Schlagzeug, Bassklarinette, Flöten, Saxofon, Marimba und vielen Geräuschen.

Sonderprogramm Regenbogen.

Teenie sein ist schön und aufregend, kann aber auch enorm anstrengend sein. Denn das Teenagerleben ist oft eine Kette emotionaler und identitätsbedingter Krisen, die eigentlich immer in Weltuntergängen enden. Und das ist überhaupt kein Wunder, denn Teenies müssen sich mit so vielen Veränderungen, neuen Umständen und unerwarteten Beziehungsgeflechten auseinandersetzen.

Wie will ich sein? Was finde ich cool? Wen mag ich? Was denken meine Freund*innen über mich? Was passiert, wenn mich die erste Annäherung überfordert? Oder meine Zuneigung unerfüllt bleibt? Noch aufregender wird das Ganze, wenn Teenies Grenzen überschreiten. Wenn Adrián merkt, dass er auf Jungs steht. Wenn Natalia lieber Dario heißen möchte. Oder wenn Emile feststellt, dass sie in zwei Jungs gleichzeitig verliebt ist.

Mo&Friese zeigt mit elf Kurzfilmen in zwei Programmen leise, laute, fröhliche und berührende Geschichten über Liebe, Freundschaft, Geschlechtsidentität und Sexualität für Teenies ab 12 und Jugendliche ab 14 Jahren. Die beiden Programme werden von Expert*innen begleitet, sodass die Filme gemeinsam besprochen und diskutiert werden können. Die beiden Programme werden zusammen mit den Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg präsentiert!

Wettbewerbe beim Mo&Friese KinderKurzFilmFestival.

• Mo-Preis (1250 Euro): Programme ab 4 und ab 6 Jahren

• Friese-Preis (1250 Euro): Programme ab 9 und ab 12 Jahren

• Freischwimmer-Preis (1000 Euro): Programme ab 14 Jahren

• GIB MIR FÜNF!-Wettbewerb (3 Preise, insgesamt 600 Euro)

Klasse, reserviert!

Im Programm „Grenzenlos“ zeigt Mo&Friese eine kunterbunte Mischung von Kurzfilmen (ab 5 Jahren), die ohne oder mit wenig Sprache auskommen. Dies ist auch gerade für Kinder interessant, die selbst erst vor Kurzem hier angekommen sind. Zu diesem und auch allen anderen Programmen lädt Mo&Friese über die Spendenaktion Klasse, reserviert!

Kinder aus Flüchtlingsunterkünften und Internationalen Vorbereitungsklassen sowie Regelklassen, die sich den Besuch sonst nicht leisten könnten, ins Kino ein. Mit einer Spende von 100 Euro kann jeder mitmachen und einer ganzen Gruppe bzw. Klasse ein einmaliges Festivalerlebnis ermöglichen.

Festivalreporter*innen gesucht.

Mo&Friese sucht noch filmbegeisterte Nachwuchsjournalist*innen, die vom 3. bis 10. Juni 2019 über das Festival berichten. Mitmachen kann auch, wer keinen Film gedreht hat. Alle Filmkritiker*innen, die frei oder für Schülerzeitungen und -radios schreiben, bekommen exklusive Presseausweise, mit denen sie überall hautnah dabei sein können und die Chance haben, Filmemacher*innen kennen zu lernen, Interviews zu führen und spannende Hintergrundinformationen zu sammeln.

Bewerbung per E-Mail an kinder@shortfilm.com

Kurzfilm Festival Hamburg: 2019

35. Kurzfilm Festival Hamburg, 4. - 10. Juni 2019

21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg, 2. - 9. Juni 2019

Links: festival.shortfilm.com | moundfriese.shortfilm.com

Kurzfilm Agentur Hamburg e.V.

Friedensallee 7

22765 Hamburg

Tel.: +49 40 39 10 63-27

Fax: +49 40 39 10 63-20

Web: www.shortfilm.com

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