Nachrufe zum Totensonntag 2025
[Vorige Seite...]
Dietmar Mössmer 2. Mai 2025
Nach über vierzigjähriger Schauspielkarriere verstarb der aus Tirol stammende österreichische Schauspieler Dietmar Mössmer im Alter von 69 Jahren nach einer längeren Erkrankung. Bereits als Kind litt er an einer schweren Herzerkrankung – die behandelnden Ärzte gaben ihm damals keine hohe Lebenserwartung. Bekannt wurde Mössmer als Gesicht des Sergente Alvise in den „Commissario Brunetti“-Krimis nach den Romanen von Donna Leon. An der Seite von Joachim Król, Uwe Kockisch, Barbara Auer und Julia Jäger spielte er über 19 Jahre hinweg in 26 Episoden den „ungelenken und etwas sinistren Assistenten Alvise“, wie es der ORF in seinem Nachruf formulierte. Seine Rolle stilisierte er zur Kultfigur. Seine große Wandlungsfähigkeit machte ihn zu einem geschätzten Darsteller in zahlreichen deutschen und österreichischen Fernseh- und Hörspielproduktionen. Er war unter anderem in Serien wie „SOKO München“, „Der Alte“, „Polizeiruf 110“, „Tatort“, „Die Rosenheim-Cops“, „Der Bergdoktor“ und „Der Bulle von Tölz“ sowie zuletzt im ARD-Film „Mein Vater, der Esel und ich“ und in einer Folge der ZDF-Erfolgsserie „Frühling“ zu sehen. Mössmer begann seine Karriere in den 1980er- und 1990er-Jahren auf verschiedenen Theaterbühnen. Er war unter anderem festes Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater sowie am Künstlerhaus Wien. Er hinterlässt seine Tochter, die Schauspielerin Daria Trenkwalder, sowie seine Lebensgefährtin, die Autorin Petra Lange.
Helmut Thoma 3. Mai 2025
Der als erster Chef des deutschen Privatsenders RTL bekannt gewordene Medienmanager und Jurist Helmut Thoma verstarb am Tag seines Geburtstags in Wien an Herzversagen, wie seine Familie mitteilte. Er wurde 86 Jahre alt. Thoma hatte 1984 die Direktion des Privatfernsehens von RTLplus in Luxemburg übernommen und wurde 1991 alleiniger RTL-Geschäftsführer. Mit dem RTL-Umzug von Luxemburg nach Köln und dem Einstieg von Bertelsmann begann der Aufstieg des Senders. In rasantem Tempo baute er eine TV-Macht auf und nahm dabei Zuschauer-Magneten wie Thomas Gottschalk, Hans-Joachim Kulenkampff und Karl Dall unter Vertrag, sodass RTL unter dem Österreicher zum erfolgreichsten Privatsender in Deutschland wurde. Kritiker bemängelten Klamauk, Gewalt und Sex im RTL-Programm weshalb Thoma das Informationsangebot verstärkte, um Image-Probleme abzuwenden. 1998 musste er allerdings gegen seinen Willen die RTL-Geschäftsführung aufgeben. Thoma war über Umwege in die Medienbranche gekommen. Der gebürtige Wiener absolvierte in Österreich zunächst eine Molkereilehre, holte dann an einem Abendgymnasium das Abitur nach, studierte anschließend Jura und stieg als Justiziar beim Österreichischen Rundfunk (ORF) ein. Ungeachtet der vielen kritischen Stimmen wurde der RTL-Chef 1989 zum "Medienmann des Jahres" gekürt. 1990 erhielt er die Goldene Kamera, zwei Jahre später den Deutschen Medienpreis.
James Foley 6. Mai 2025
Der in Brooklyn, New York geborene US-amerikanische Regisseur Film- und Video-Regisseur verstarb in Los Angeles im Alter von 71 Jahren an einem Hirntumor. Der Regisseur war bekannt für seine Arbeit an den "Fifty Shades of Grey"-Erotik-Fortsetzungen mit Dakota Johnson und Jamie Dornan sowie durch zahlreiche Musikvideos mit Popikone Madonna wie "Live to Tell", "Papa Don't Preach", "True Blue" und "Dress You Up". Zudem inszenierte er den Film "Who's That Girl" mit Madonna und den Konzertfilm "Madonna Live: The Virgin Tour". Sein Regiedebüt gab Foley 1984 mit der romantischen Komödie "Reckless" mit Aidan Quinn und Daryl Hannah. 1986 folgte der Krimi-Thriller "At Close Range" mit den Star-Schauspielern Sean Penn und Christopher Walken, der beim Berliner Filmfestival für den Goldenen Bären nominiert wurde, nach einem Patt dem Werk "Stammheim" von Reinhard Hauff aber unterlag. Seine größten Erfolge bei Kritikern erzielte Foley jedoch für das 1992 erschienene Drama "Glengarry Glen Ross" mit einem starbesetzten Cast um Al Pacino, Jack Lemmon, Alec Baldwin, Kevin Spacey, Alan Arkin und Ed Harris. Pacino wurde darin für seine Darstellung des Immobilienmaklers Richard "Ricky" Roma für einen Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. Im Fernsehbereich inszenierte er zwölf Episoden der Emmy-prämierten Netflix-Serie "House of Cards", wo er erneut mit Kevin Spacey zusammenarbeitete. Zu seinen weiteren TV-Arbeiten zählten Regiearbeiten für eine Episode der Mysteryserie "Twin Peaks" (1991), eine Folge der Horrorserie "Hannibal" (2013) sowie Episoden von "Wayward Pines" und dem Justizdrama "Billions".
Joe Don Baker 7. Mai 2025
Der in Texas geborene US-amerikanische Schauspieler Joe Don Baker verstarb mit 89 Jahren. International bekannt wurde Baker durch seine Rollen in drei James-Bond-Filmen: Als böser Waffenhändler Brad Whitaker in "Der Hauch des Todes" (1987) sowie später als guter, cleverer CIA-Agent Jack Wade in "Goldeneye – Der Mann, der James Bond war" (1995) und in "Der Morgen stirbt nie" (1997). Erste Erfahrungen als Schauspieler sammelte Baker bereits während seiner Zeit am North Texas State College. 1967 spielte er in „Der Unbeugsame“ mit, 1969 in „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“. Zudem spielte er einen der Söhne von Karl Malden in Blake Edwards’ „Wild Rovers“ (1971). Zwei Jahre später erschien er neben Robert Duvall und Karen Black in „The Outfit“ (1973), um ein Verbrechersyndikat zu zerschlagen. Auch in anderen großen Produktionen wie in "Walking Tall" (1973), "Charley Varrick" (1973), "Mitchell" (1975), "The Natural" (1984) und "Cape Fear" (1991) war er zu sehen. Für seine Rolle in der BBC-Miniserie "Edge of Darkness" (1985) wurde er für den BAFTA TV Award als Bester Schauspieler nominiert. In Tim Burtons Science-Fiction-Klassiker „Mars Attacks!“ trat er 1996 neben seinem Bond-Kollegen Pierce Brosnan auf. Nach seinem Erscheinen in dem Film „Mud – Kein Ausweg“ im Jahr 2012 wurde es ruhig um den texanischen Schauspieler.
Margot Friedländer 9. Mai 2025
Im Alter von 103 Jahren verstarb die überlebende Jüdin des Holocaust, Margot Friedländer, in Berlin, in der Stadt in die sie nach Jahrzehnten als Emigrantin in New York im hohen Alter nach Deutschland zurückgekehrt war. 1921 wurde sie in Berlin als Anni Margot Bendheim geboren. Bekanntgemacht wurde ihr Tod live im ZDF-Fernsehstream durch den russischen Pianisten und politischen Aktivisten Igor Levit, der eigentlich während der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2025 den Musikpreis der Deutsche Filmakademie im Theater am Potsdamer Platz, der auch als Berlinale Palast bekannt geworden ist, verkünden wollte. Ein Jahr zuvor stand Friedländer noch selbst im Alter von stolzen 102 Jahren auf der Bühne des 74. Deutschen Filmpreises, um einen Appell für gesellschaftliches Miteinander zu verkünden. Die Berliner Ehrenbürgerin und Trägerin des Bundeverdienstkreuzes am Bande engagierte sich unermüdlich gegen das Vergessen, besonders die junge Generation lag ihr am Herzen. Ihre Geschichte wurde 2005 durch die Dokumentarfilme "Don’t Call It Heimweh" (2004) und "Ich bin! Margot Friedländer" (2023) sowie durch ihre Memoiren bekannt. Einen Tag vor ihrem Tod, dem 80. Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkrieges, sprach sie noch mit fasst ersterbender Stimme: "bleibt menschlich!". Wer ihr zuhörte in ihrem geradezu biblischen Alter, der konnte spüren, wie sehr diese zarte, energische Frau darunter litt, dass Judenhass, Krieg, Verfolgung wieder zunehmen in unserer Welt.
Carl Hegemann 9. Mai 2025
Der in Paderborn geborene Theaterschaffende, Autor und Hochschullehrer, der in Berlin lebte und zuletzt selbst auf der Bühne bei den Münchner Kammerspielen stand sowie als Chefdramaturg am Berliner Ensemble (1996/97), an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (1992–1995, 1998–2006 und 2015–2017), bei den Bayreuther Festspielen (2004–2007 und 2011–2014) und zugleich auch als Dramaturg am Thalia Theater Hamburg tätig war, verstarb im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt. 1979 promovierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main in Philosophie, Gesellschafts- und Literaturwissenschaften. Als Professor unterrichtete er Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig sowie an Universitäten in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Wien und Zürich. Legendär war jedoch seine Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief und Frank Castorf, für die er Filmabende in der Berliner Volksbühne veranstaltete.
Robert Benton 11. Mai 2025
Der dreifache Oscar-Preisträger Robert Benton verstarb im Alter von 92 Jahren in seiner Wohnung in Manhattan, New York. Bekannt wurde er als Regisseur und Drehbuchautor von Klassikern wie „Kramer gegen Kramer“. Für das Drama über die emotionalen Auswirkungen einer Scheidung gewann er zwei Oscars für den besten Film sowie für die Schauspieler Dustin Hoffman und Meryl Streep. Ihr gemeinsamer Filmsohn Justin Henry, damals sieben Jahre alt, erhielt eine Oscar-Nominierung. Robert Benton selbst war ebenfalls für einen Academy Award nominiert, unter anderem 1968 für "Bonnie und Clyde" mit Warren Beatty und Faye Dunaway, wo er für das Skript mitverantwortlich zeichnete. Ein weiterer Oscar folgte für das Drehbuch von „Ein Platz im Herzen“. Auch beim Film "Superman" von 1978 mit Christopher Reeve in der Hauptrolle war Robert Benton einer der Drehbuchautoren. Als Regisseur arbeitete er ab Anfang der 1970er Jahre und inszenierte neben "Kramer gegen Kramer" unter anderem auch "Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich" mit Paul Newman. Für den Film "Im Zwielicht" von 1998 standen neben Paul Newman auch Susan Sarandon, Reese Witherspoon und Gene Hackman vor der Kamera, der gerade zweieinhalb Wochen zuvor verstorben war. Zuletzt inszenierte Robert Benton "Der menschliche Makel" (2003) mit Anthony Hopkins und Nicole Kidman und "Zauber der Liebe" (2007) mit Morgan Freeman und Radha Mitchell. In seiner langen Karriere arbeitete er mit zahlreichen Hollywood-Größen zusammen.
Giovanni Arvaneh 14. Mai 2025
Der deutsche Schauspielstar Giovanni Arvaneh, der als Sohn eines iranischen Vaters und einer italienischen Mutter in München geboren wurde, verstarb im Alter von 61 Jahren an den Folgen seiner langjährigen Nierenkrebserkrankung. Arvaneh, der von 1987 bis 1990 an der Neuen Münchner Schauspielschule studiert hatte, spielte von 1994 bis 2010 mit Unterbrechungen die Rolle des Sülo Özgentürk in der ARD-Serie "Marienhof", die von 1992 bis 2011 ausgestrahlt wurde. Er übernahm auch Rollen in Serien wie "Unser Charly", "SOKO 5113" oder "St. Angela". 2011 drehte er in Istanbul den mehrfach preisgekrönten Spielfilm "Zenne Dancer" und lernte im Anschluss die türkische Sprache. Danach drehte er weitere Fernsehfilme und Serien in der Türkei. 2013 eröffnete er mit einigen Kollegen seine Firma »Home of Coaching« in Berlin, mit Filialen in Frankfurt und Düsseldorf. Zudem gehörte Arvaneh in der Zeit um 2013 zum Ensemble des Theaters der Altmark in der Hansestadt Stendal in Sachsen-Anhalt. Im Februar 2021 outete er sich öffentlich als homosexuell im Rahmen der Initiative "actout" und machte zwei Jahre später auch seine Krebserkrankung öffentlich.
Charles Strouse 15. Mai 2025
Der US-amerikanische Komponist und Liedtexter Charles Louis Strouse, Absolvent der Eastman School of Music, verstarb im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in New York. Er komponierte zahlreiche Musicals und schrieb die Musik zu mehreren Filmen darunter auch für den Filmklassiker „Bonnie und Clyde“ sowie zu "Die Nacht, als Minsky aufflog". Zudem gewann er drei Tony Awards: 1961 für das Musical "Bye Bye Birdie", 1970 für "Applause" und 1977 für den Broadway-Hit "Annie" mit den Songs „Tomorrow“ und „It“s a Hard Knock Life“ über ein Waisenkind. Seine Karriere erstreckte sich über sieben Jahrzehnte in denen er auch Werke wie "Golden Boy" und "Charlie & Algernon" schrieb. Im Jahr 1985 wurde Strouse in die »Songwriters Hall of Fame« aufgenommen. Strouse war mit der Regisseurin und Choreographin Barbara Siman verheiratet, die 2023 verstarb. Gemeinsam hatten sie vier gemeinsame Kinder sowie acht Enkelkinder.
Elisabeth Orth 17. Mai 2025
Die österreichische Kammerschauspielerin Elisabeth Orth, bürgerlich Elisabeth Hörbiger, Absolventin des Wiener Max-Reinhardt-Seminars und ältestes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters sowie Film- und Fernsehdarstellerin und Hörspielsprecherin, verstarb im Alter von 89 Jahren in ihrem Geburtsort Wien. Sie ist die Tochter des bekannten Schauspiel-Ehepaars Attila Hörbiger und Paula Wessely. Um nicht mit dem aus der NS-Vergangenheit belasteten Namen Hörbiger Karriere zu machen, nahm sie, nach einem Volontariat als Cutterin bei der Wien-Film, den Familiennamen ihrer Großmutter mütterlicherseits an. Erste Engagements hatte Orth am Wiener Volkstheater sowie am Münchner Residenztheater und 1964 bei den Bad Hersfelder Festspielen. Am Wiener Burgtheater debütierte sie 1965 als Luise in Schillers "Kabale und Liebe". Ab 1968 wurde sie dort zum dauerhaften Ensemblemitglied sowie regelmäßiger Gast bei den Salzburger Festspielen. Neben zahlreichen Theaterrollen, darunter von 1995 bis 1999 ein Engagement an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, war Elisabeth Orth zwischen 1958 und 2022 auch in über 50 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Unter anderem 2009 in Urs Odermatts Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks "Mein Kampf" mit Götz George und Tom Schilling als jungem Adolf Hitler. 2015 erhielt sie den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie »Beste Schauspielerin« und 2022 für das Lebenswerk. Orth war die ältere Schwester von Filmstar Christiane Hörbiger und dreimal verheiratet. Aus der letzten Ehe ging ihr Sohn Cornelius Obonya hervor, der ebenfalls Schauspieler wurde und von bei den Salzburger Festspielen von 2013 bis 2016 den "Jedermann" spielte.
Kathleen Hughes 19. Mai 2025
Die in Hollywood geborene US-amerikanische Schauspielerin Kathleen Hughes (geboren als Elizabeth Margaret von Gerkan) verstarb im Alter von 96 Jahren. Sie trat erstmals während des Goldenen Zeitalters Hollywoods auf und wurde mit ihrem legendären Schrei für den ersten 3D-Streifen "Gefahr aus dem Weltall" und dem dazu passenden ikonischen Werbefoto in den 1950ern zur Kultfigur des Science-Fiction-Kinos. Kathleen Hughes arbeitete als Vertragsschauspielerin erst bei Fox, dann bei Universal. Für den Film "For Men Only" (1952) hatte sie sich ihre dunklen Haare blond gefärbt. Ihr Look ähnelte damit fortan dem von Marilyn Monroe (1926-1962). Sie spielte auch im Abenteuerfilm "Die goldene Klinge" (1953) und in "Drei böse Schwestern" (1956). In den 1960er und 1970er Jahren wechselte Hughes erfolgreich zum Fernsehen. Sie war in Serien wie "The Ghost and Mrs. Muir" oder "Bracken’s World" zu sehen und trat unter anderem in beliebten Shows wie "Mission: Impossible" oder "M.A.S.H." auf. Die Schauspielerin war 59 Jahre lang mit 2014 verstorbenen Drehbuchautor und Produzent Stanley Rubin verheiratet, mit dem sie vier Kinder bekam.
Karl-Ulrich Meves 20. Mai 2025
Der Schauspieler Karl-Ulrich Meves verstarb mit stolzen 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg. Bekannt wurde er als Hörspiel-Sprecher der blauen Zottelfigur "Grobi" in der Fernsehsendung Sesamstraße mit der mehrere Kindergenerationen aufwuchsen und vermutlich sofort die raue Stimme von Meves mit dem Zotteltier assoziierten. Der Hamburger war seit den ersten Folgen in Deutschland 1973 mit dabei und wurde erst nach drei Jahrzehnten abgelöst. Meves stand auch als klassischer Schauspieler oft vor Kameras und auf Theaterbühnen, er spielte in mehr als 115 Produktionen mit - von „Sonderdezernat K1“ bis zum „Tatort“. In der Loriot-Komödie „Pappa ante portas“ war er ein Lebensmittelhändler.
Sebastião Salgado 23. Mai 2025
Der weltweit bekannte brasilianische Fotograf, Fotoreporter und Umweltaktivist Sebastião Salgado verstarb im Alter von 81 Jahren in seiner gewählten Heimatstadt Paris. Salgado sei ein "großer Zeuge der menschlichen Verfassung und des Zustands des Planeten" gewesen, würdigte die französische Akademie der Schönen Künste sein Schaffen. Der Fotograf, der auch die französische Staatsbürgerschaft besaß, wurde mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern weltberühmt. Salgado studierte von 1963-67 an der Universität von São Paulo Wirtschaftswissenschaft. Nach ersten Foto-Aufnahmen mit der Leica seiner Frau, der Pianistin Lélia Deluiz Wanick, begeisterte ihn das Fotografieren so sehr, dass er sich 1973 als Fotojournalist selbständig machte und in ausgewählten Langzeitprojekten vor allem das Leben der Menschen aus der sogenannten Dritten Welt dokumentierte, wofür er 1979 in die angesehene Agentur Magnum Photos aufgenommen wurde. Der Filmregisseur Wim Wenders porträtierte ihn im Jahr 2014 in dem für den Oscar nominierten Dokumentarfilm "Das Salz der Erde". Salgado war als Umweltaktivist ein ausgesprochener Gegner des rechtsradikalen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der den Amazonas Regenwald für die Landwirtschaftsindustrie und den Bergbau geöffnet hatte. Der Ausnahme-Fotograf gründete daraufhin selbst eine Umweltschutzorganisation namens »Instituto Terra«, um die Abholzung der Wälder in seinem Heimat-Bundesstaat Minas Gerais zu stoppen. Für seine Arbeit und sein Engagement erhielt er viele Auszeichnungen, unter anderem 2019 als erster Fotograf und Dokumentarfilmer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Marcel Ophüls 24. Mai 2025
Der in Frankfurt am Main geborene Oscar-prämierter Filmregisseur und Dokumentarfilmer verstarb im hohen Alter von 97 Jahren in seiner Wahlheimat Südfrankreich. Als Sohn des bekannten deutsch-jüdischen Regisseurs Max Ophüls musste er im Kindealter zweimal vor den Nazis fliehen. Mit dieser einprägenden Erfahrung widmete er sich später in seiner Filmkarriere der Auseinandersetzung mit Kriegsgräueln und Konflikten auf der ganzen Welt. Ophüls absolvierte die High School und das College in Los Angeles und diente 1946 in einer Theatereinheit der US-Armee in Japan. Die Familie zog 1950 wieder nach Frankreich, wo Marcel Ophüls an der Sorbonne in Paris studierte sowie als Assistent seines Vaters und der Filmemacher John Huston, Julien Duvivier und Anatole Litvak arbeitete. Unter Anleitung von François Truffaut inszenierte Ophüls 1962 einen Teil seines Films "Liebe mit zwanzig" sowie 1964 den Kriminalfilm "Heißes Pflaster" mit Jeanne Moreau und Jean-Paul Belmondo. Ab Mitte der 1960er-Jahre machte sich Ophüls vor allem als Dokumentarfilmer einen Namen und drehte 1967 die Doku "Hundert Jahre ohne Krieg - Das Münchner Abkommen von 1938". 1969 reichte er seinen viereinhalb Stunden langen Streifen "Das Haus nebenan – Chronik einer französischen Stadt im Kriege" beim staatlichen französischen Fernsehsender ein, der das Ausmaß der französischen Kollaboration mit den Nazis enthüllte. Der Sender weigerte sich jedoch, die Auftragsarbeit auszustrahlen. Der Film wurde in Frankreich sogar verboten, jedoch 1972 bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin in voller Länge gezeigt. Für sein Meisterwerk "Hôtel Terminus: Zeit und Leben des Klaus Barbie" über den auch als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordenen Nazi-Kriegsverbrecher erhielt Ophüls 1989 einen Oscar für den besten Dokumentarfilm. 1990 folgte der Dokumentarfilm "Novembertage" über den Mauerfall in Berlin für den er Film-Ausschnitte von Fernsehberichten verwendete. Die Menschen, die darin sein Interesse weckten, suchte er nach langer Recherche in ihrer eigenen Umgebung auf und sprach mit ihnen darüber, was sie damals und in der Zwischenzeit erlebt hatten. Gleichzeitig befragte er Politiker und Schriftsteller, wie sie die Umbrüche wahrnahmen und später interpretierten. Marcel Ophüls drehte noch bis ins hohe Alter Filme. Seine letzten Jahre verbrachte der Regisseur in Südfrankreich. 2015 nahm er bei der 65. Berlinale die Auszeichnung "Berlinale Kamera" entgegen.
Presley Chweneyagae 27. Mai 2025
Der aus dem Film "Tsotsi: Ein Junge aus dem Getto" bekannt gewordene schwarze südafrikanische Schauspieler Presley Chweneyagae verstarb im Alter von 40 Jahren. "Tsotsi" war 2006 mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet worden. Mit seiner Darstellung eines jungen Autodiebs wurde der Schauspieler international bekannt. Chweneyagae war auch Autor und Regisseur und verfasste mit Paul Grootboom das gefeierte Bühnenstück "Relativity".
Per Nørgård 28. Mai 2025
Der dänische Komponist Per Nørgård verstarb im Alter von 92 Jahren in Kopenhagen. Nørgård gilt in Dänemark als der größte Komponist seit Carl Nielsen (1865-1931). Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den deutschen Ernst von Siemens Musikpreis. Er hat rund 400 Werke komponiert, darunter acht Symphonien, sechs Opern, Chorwerke sowie Filmmusik. Unter anderem schrieb er die Musik zu dem 1988 mit einem Oscar ausgezeichneten dänischen Film "Babettes Fest" (Originaltitel: "Babettes gästebud"). Nørgård gilt auch als Erfinder der sogenannten Unendlichkeitsreihe - eine mathematische Kompositionsmethode, in der kleine melodische Einheiten in den großen melodischen Einheiten vollständig enthalten sind.
George E. Smith 28. Mai 2025
Der in New York City geborene US-amerikanischer Wissenschaftler und angewandte Physiker George Elwood Smith verstarb in New Jersey im Alter von 95 Jahren. Smith erfand 1969 zusammen mit seinem Kollegen Willard S. Boyle das Charge-Coupled Device. Die Entwicklung dieses CCD-Sensors, der in Kameras, Weltraumteleskopen, Scannern und vielen anderen bildgebenden Verfahren eingesetzt wird, revolutionierte die elektronische Kameratechnik. Dafür wurden die beiden Wissenschaftler im Jahr 2009 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Alf Clausen 29. Mai 2025
Der in Minneapolis, Minnesota geborene US-amerikanischer Komponist von Fernsehserien verstarb mit 84 Jahren in Los Angeles, Kalifornien. Alf Clausen war zuletzt an Parkinson erkrankt. Fast 30 Jahre klang komponierte Clausen die Musik für "Die Simpsons" und schrieb ebenso den Soundtrack zum Album "Songs in the Key of Springfield", welches viele der musikalischen Nummern aus der Serie der Simpsons zusammenstellt. Seine orchestralen Arrangements wurden zu einem Markenzeichen der Serie. Auch für Serien wie "Alf" und "Das Model und der Schnüffler" schrieb er die Musik.
Loretta Swit 30. Mai 2025
Die in New Jersey als Tochter polnischer Immigranten geborene US-amerikanische Schauspielerin Loretta Swit verstarb mit 87 Jahren in ihrer Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan. Gegen den Willen ihrer Eltern studierte sie Schauspiel an der American Academy of Dramatic Arts in Manhattan und war zunächst als Theaterschauspielerin ab 1975 am Broadway erfolgreich. Daneben spielte sie unter anderem in Fernsehserien wie "Hawaii Fünf-Null" oder "Mannix". Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in der Erfolgsserie M*A*S*H, in der sie in den 1980er Jahren in den 11 Staffeln der Serie 240 Auftritte als Major Margaret „Hotlips“ Houlihan hatte und zur Ikone wurde. 1986 spielte sie in einer Hauptrolle der schwarzen Kino-Komödie "Die Bombe fliegt" (Whoops Apocalypse) die US-amerikanische Präsidentin. Swit war im Laufe ihrer Karriere für insgesamt zehn Emmys nominiert. Sie gewann zwei der Fernsehpreise. Die Schauspielerin war in vielen Theateraufführungen und in über 25 Filmen zu sehen.
Ulrich Häusler 30. Mai 2025
Der in Travemünde bei Lübeck geborene Unternehmer, Kunstförderer und Schriftsteller Ulrich Häusler verstarb im Alter von 76 Jahren in Berlin. Ausgehend von seinem Künstlerzirkel rund um die Butte de Montmartre scharte Ulrich Häusler seit Dezember 2006 internationale deutschsprachige Kreative und Kulturinteressierte aus ganz Paris um sich und förderte Künstler u.a. der Pathé-Filmstudios und der bekannten Filmhochschule La fémis. Seine Intention: Art und Business zusammen zu bringen und dabei ganz nonchalant über Gott und die Welt zu philosophieren. Seit 2010 lebte Ulrich Häusler in Berlin und hatte den Schwerpunkt seines Schaffens mit der von ihm gegründete Künstlervereinigung „Les MontmARTrois en Europe“ auch hierhin verlagert. Antreffen konnte man ihn häufig bei Livemusik im Yorkschlösschen. Mit der von ihm gegründeten IVQS-Stiftung setzte er sich außerdem gegen Altersarmut bei Schauspielern ein. Die 2015 gegründete Institution & Interessenvertretung für deutschsprachige qualifizierte Schauspielerinnen und Schauspieler will eine Stimme sein gegenüber Theaterbetreibern, Produzenten, den öffentlich rechtlichen Anstalten sowie der Politik und streitet für faire Gagen, die den Leistungen der Künstler entsprechen.
++++++++++++++
Weiter geht's auf Seite sechs
mit Jonathan Joss, der am 1. Juni 2025 verstarb.
[...Nächste Seite]
Dietmar Mössmer 2. Mai 2025
Nach über vierzigjähriger Schauspielkarriere verstarb der aus Tirol stammende österreichische Schauspieler Dietmar Mössmer im Alter von 69 Jahren nach einer längeren Erkrankung. Bereits als Kind litt er an einer schweren Herzerkrankung – die behandelnden Ärzte gaben ihm damals keine hohe Lebenserwartung. Bekannt wurde Mössmer als Gesicht des Sergente Alvise in den „Commissario Brunetti“-Krimis nach den Romanen von Donna Leon. An der Seite von Joachim Król, Uwe Kockisch, Barbara Auer und Julia Jäger spielte er über 19 Jahre hinweg in 26 Episoden den „ungelenken und etwas sinistren Assistenten Alvise“, wie es der ORF in seinem Nachruf formulierte. Seine Rolle stilisierte er zur Kultfigur. Seine große Wandlungsfähigkeit machte ihn zu einem geschätzten Darsteller in zahlreichen deutschen und österreichischen Fernseh- und Hörspielproduktionen. Er war unter anderem in Serien wie „SOKO München“, „Der Alte“, „Polizeiruf 110“, „Tatort“, „Die Rosenheim-Cops“, „Der Bergdoktor“ und „Der Bulle von Tölz“ sowie zuletzt im ARD-Film „Mein Vater, der Esel und ich“ und in einer Folge der ZDF-Erfolgsserie „Frühling“ zu sehen. Mössmer begann seine Karriere in den 1980er- und 1990er-Jahren auf verschiedenen Theaterbühnen. Er war unter anderem festes Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater sowie am Künstlerhaus Wien. Er hinterlässt seine Tochter, die Schauspielerin Daria Trenkwalder, sowie seine Lebensgefährtin, die Autorin Petra Lange.
Helmut Thoma 3. Mai 2025
Der als erster Chef des deutschen Privatsenders RTL bekannt gewordene Medienmanager und Jurist Helmut Thoma verstarb am Tag seines Geburtstags in Wien an Herzversagen, wie seine Familie mitteilte. Er wurde 86 Jahre alt. Thoma hatte 1984 die Direktion des Privatfernsehens von RTLplus in Luxemburg übernommen und wurde 1991 alleiniger RTL-Geschäftsführer. Mit dem RTL-Umzug von Luxemburg nach Köln und dem Einstieg von Bertelsmann begann der Aufstieg des Senders. In rasantem Tempo baute er eine TV-Macht auf und nahm dabei Zuschauer-Magneten wie Thomas Gottschalk, Hans-Joachim Kulenkampff und Karl Dall unter Vertrag, sodass RTL unter dem Österreicher zum erfolgreichsten Privatsender in Deutschland wurde. Kritiker bemängelten Klamauk, Gewalt und Sex im RTL-Programm weshalb Thoma das Informationsangebot verstärkte, um Image-Probleme abzuwenden. 1998 musste er allerdings gegen seinen Willen die RTL-Geschäftsführung aufgeben. Thoma war über Umwege in die Medienbranche gekommen. Der gebürtige Wiener absolvierte in Österreich zunächst eine Molkereilehre, holte dann an einem Abendgymnasium das Abitur nach, studierte anschließend Jura und stieg als Justiziar beim Österreichischen Rundfunk (ORF) ein. Ungeachtet der vielen kritischen Stimmen wurde der RTL-Chef 1989 zum "Medienmann des Jahres" gekürt. 1990 erhielt er die Goldene Kamera, zwei Jahre später den Deutschen Medienpreis.
James Foley 6. Mai 2025
Der in Brooklyn, New York geborene US-amerikanische Regisseur Film- und Video-Regisseur verstarb in Los Angeles im Alter von 71 Jahren an einem Hirntumor. Der Regisseur war bekannt für seine Arbeit an den "Fifty Shades of Grey"-Erotik-Fortsetzungen mit Dakota Johnson und Jamie Dornan sowie durch zahlreiche Musikvideos mit Popikone Madonna wie "Live to Tell", "Papa Don't Preach", "True Blue" und "Dress You Up". Zudem inszenierte er den Film "Who's That Girl" mit Madonna und den Konzertfilm "Madonna Live: The Virgin Tour". Sein Regiedebüt gab Foley 1984 mit der romantischen Komödie "Reckless" mit Aidan Quinn und Daryl Hannah. 1986 folgte der Krimi-Thriller "At Close Range" mit den Star-Schauspielern Sean Penn und Christopher Walken, der beim Berliner Filmfestival für den Goldenen Bären nominiert wurde, nach einem Patt dem Werk "Stammheim" von Reinhard Hauff aber unterlag. Seine größten Erfolge bei Kritikern erzielte Foley jedoch für das 1992 erschienene Drama "Glengarry Glen Ross" mit einem starbesetzten Cast um Al Pacino, Jack Lemmon, Alec Baldwin, Kevin Spacey, Alan Arkin und Ed Harris. Pacino wurde darin für seine Darstellung des Immobilienmaklers Richard "Ricky" Roma für einen Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. Im Fernsehbereich inszenierte er zwölf Episoden der Emmy-prämierten Netflix-Serie "House of Cards", wo er erneut mit Kevin Spacey zusammenarbeitete. Zu seinen weiteren TV-Arbeiten zählten Regiearbeiten für eine Episode der Mysteryserie "Twin Peaks" (1991), eine Folge der Horrorserie "Hannibal" (2013) sowie Episoden von "Wayward Pines" und dem Justizdrama "Billions".
Joe Don Baker 7. Mai 2025
Der in Texas geborene US-amerikanische Schauspieler Joe Don Baker verstarb mit 89 Jahren. International bekannt wurde Baker durch seine Rollen in drei James-Bond-Filmen: Als böser Waffenhändler Brad Whitaker in "Der Hauch des Todes" (1987) sowie später als guter, cleverer CIA-Agent Jack Wade in "Goldeneye – Der Mann, der James Bond war" (1995) und in "Der Morgen stirbt nie" (1997). Erste Erfahrungen als Schauspieler sammelte Baker bereits während seiner Zeit am North Texas State College. 1967 spielte er in „Der Unbeugsame“ mit, 1969 in „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“. Zudem spielte er einen der Söhne von Karl Malden in Blake Edwards’ „Wild Rovers“ (1971). Zwei Jahre später erschien er neben Robert Duvall und Karen Black in „The Outfit“ (1973), um ein Verbrechersyndikat zu zerschlagen. Auch in anderen großen Produktionen wie in "Walking Tall" (1973), "Charley Varrick" (1973), "Mitchell" (1975), "The Natural" (1984) und "Cape Fear" (1991) war er zu sehen. Für seine Rolle in der BBC-Miniserie "Edge of Darkness" (1985) wurde er für den BAFTA TV Award als Bester Schauspieler nominiert. In Tim Burtons Science-Fiction-Klassiker „Mars Attacks!“ trat er 1996 neben seinem Bond-Kollegen Pierce Brosnan auf. Nach seinem Erscheinen in dem Film „Mud – Kein Ausweg“ im Jahr 2012 wurde es ruhig um den texanischen Schauspieler.
Margot Friedländer 9. Mai 2025
Im Alter von 103 Jahren verstarb die überlebende Jüdin des Holocaust, Margot Friedländer, in Berlin, in der Stadt in die sie nach Jahrzehnten als Emigrantin in New York im hohen Alter nach Deutschland zurückgekehrt war. 1921 wurde sie in Berlin als Anni Margot Bendheim geboren. Bekanntgemacht wurde ihr Tod live im ZDF-Fernsehstream durch den russischen Pianisten und politischen Aktivisten Igor Levit, der eigentlich während der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2025 den Musikpreis der Deutsche Filmakademie im Theater am Potsdamer Platz, der auch als Berlinale Palast bekannt geworden ist, verkünden wollte. Ein Jahr zuvor stand Friedländer noch selbst im Alter von stolzen 102 Jahren auf der Bühne des 74. Deutschen Filmpreises, um einen Appell für gesellschaftliches Miteinander zu verkünden. Die Berliner Ehrenbürgerin und Trägerin des Bundeverdienstkreuzes am Bande engagierte sich unermüdlich gegen das Vergessen, besonders die junge Generation lag ihr am Herzen. Ihre Geschichte wurde 2005 durch die Dokumentarfilme "Don’t Call It Heimweh" (2004) und "Ich bin! Margot Friedländer" (2023) sowie durch ihre Memoiren bekannt. Einen Tag vor ihrem Tod, dem 80. Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkrieges, sprach sie noch mit fasst ersterbender Stimme: "bleibt menschlich!". Wer ihr zuhörte in ihrem geradezu biblischen Alter, der konnte spüren, wie sehr diese zarte, energische Frau darunter litt, dass Judenhass, Krieg, Verfolgung wieder zunehmen in unserer Welt.
Carl Hegemann 9. Mai 2025
Der in Paderborn geborene Theaterschaffende, Autor und Hochschullehrer, der in Berlin lebte und zuletzt selbst auf der Bühne bei den Münchner Kammerspielen stand sowie als Chefdramaturg am Berliner Ensemble (1996/97), an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (1992–1995, 1998–2006 und 2015–2017), bei den Bayreuther Festspielen (2004–2007 und 2011–2014) und zugleich auch als Dramaturg am Thalia Theater Hamburg tätig war, verstarb im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt. 1979 promovierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main in Philosophie, Gesellschafts- und Literaturwissenschaften. Als Professor unterrichtete er Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig sowie an Universitäten in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Wien und Zürich. Legendär war jedoch seine Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief und Frank Castorf, für die er Filmabende in der Berliner Volksbühne veranstaltete.
Robert Benton 11. Mai 2025
Der dreifache Oscar-Preisträger Robert Benton verstarb im Alter von 92 Jahren in seiner Wohnung in Manhattan, New York. Bekannt wurde er als Regisseur und Drehbuchautor von Klassikern wie „Kramer gegen Kramer“. Für das Drama über die emotionalen Auswirkungen einer Scheidung gewann er zwei Oscars für den besten Film sowie für die Schauspieler Dustin Hoffman und Meryl Streep. Ihr gemeinsamer Filmsohn Justin Henry, damals sieben Jahre alt, erhielt eine Oscar-Nominierung. Robert Benton selbst war ebenfalls für einen Academy Award nominiert, unter anderem 1968 für "Bonnie und Clyde" mit Warren Beatty und Faye Dunaway, wo er für das Skript mitverantwortlich zeichnete. Ein weiterer Oscar folgte für das Drehbuch von „Ein Platz im Herzen“. Auch beim Film "Superman" von 1978 mit Christopher Reeve in der Hauptrolle war Robert Benton einer der Drehbuchautoren. Als Regisseur arbeitete er ab Anfang der 1970er Jahre und inszenierte neben "Kramer gegen Kramer" unter anderem auch "Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich" mit Paul Newman. Für den Film "Im Zwielicht" von 1998 standen neben Paul Newman auch Susan Sarandon, Reese Witherspoon und Gene Hackman vor der Kamera, der gerade zweieinhalb Wochen zuvor verstorben war. Zuletzt inszenierte Robert Benton "Der menschliche Makel" (2003) mit Anthony Hopkins und Nicole Kidman und "Zauber der Liebe" (2007) mit Morgan Freeman und Radha Mitchell. In seiner langen Karriere arbeitete er mit zahlreichen Hollywood-Größen zusammen.
Giovanni Arvaneh 14. Mai 2025
Der deutsche Schauspielstar Giovanni Arvaneh, der als Sohn eines iranischen Vaters und einer italienischen Mutter in München geboren wurde, verstarb im Alter von 61 Jahren an den Folgen seiner langjährigen Nierenkrebserkrankung. Arvaneh, der von 1987 bis 1990 an der Neuen Münchner Schauspielschule studiert hatte, spielte von 1994 bis 2010 mit Unterbrechungen die Rolle des Sülo Özgentürk in der ARD-Serie "Marienhof", die von 1992 bis 2011 ausgestrahlt wurde. Er übernahm auch Rollen in Serien wie "Unser Charly", "SOKO 5113" oder "St. Angela". 2011 drehte er in Istanbul den mehrfach preisgekrönten Spielfilm "Zenne Dancer" und lernte im Anschluss die türkische Sprache. Danach drehte er weitere Fernsehfilme und Serien in der Türkei. 2013 eröffnete er mit einigen Kollegen seine Firma »Home of Coaching« in Berlin, mit Filialen in Frankfurt und Düsseldorf. Zudem gehörte Arvaneh in der Zeit um 2013 zum Ensemble des Theaters der Altmark in der Hansestadt Stendal in Sachsen-Anhalt. Im Februar 2021 outete er sich öffentlich als homosexuell im Rahmen der Initiative "actout" und machte zwei Jahre später auch seine Krebserkrankung öffentlich.
Charles Strouse 15. Mai 2025
Der US-amerikanische Komponist und Liedtexter Charles Louis Strouse, Absolvent der Eastman School of Music, verstarb im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in New York. Er komponierte zahlreiche Musicals und schrieb die Musik zu mehreren Filmen darunter auch für den Filmklassiker „Bonnie und Clyde“ sowie zu "Die Nacht, als Minsky aufflog". Zudem gewann er drei Tony Awards: 1961 für das Musical "Bye Bye Birdie", 1970 für "Applause" und 1977 für den Broadway-Hit "Annie" mit den Songs „Tomorrow“ und „It“s a Hard Knock Life“ über ein Waisenkind. Seine Karriere erstreckte sich über sieben Jahrzehnte in denen er auch Werke wie "Golden Boy" und "Charlie & Algernon" schrieb. Im Jahr 1985 wurde Strouse in die »Songwriters Hall of Fame« aufgenommen. Strouse war mit der Regisseurin und Choreographin Barbara Siman verheiratet, die 2023 verstarb. Gemeinsam hatten sie vier gemeinsame Kinder sowie acht Enkelkinder.
Elisabeth Orth 17. Mai 2025
Die österreichische Kammerschauspielerin Elisabeth Orth, bürgerlich Elisabeth Hörbiger, Absolventin des Wiener Max-Reinhardt-Seminars und ältestes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters sowie Film- und Fernsehdarstellerin und Hörspielsprecherin, verstarb im Alter von 89 Jahren in ihrem Geburtsort Wien. Sie ist die Tochter des bekannten Schauspiel-Ehepaars Attila Hörbiger und Paula Wessely. Um nicht mit dem aus der NS-Vergangenheit belasteten Namen Hörbiger Karriere zu machen, nahm sie, nach einem Volontariat als Cutterin bei der Wien-Film, den Familiennamen ihrer Großmutter mütterlicherseits an. Erste Engagements hatte Orth am Wiener Volkstheater sowie am Münchner Residenztheater und 1964 bei den Bad Hersfelder Festspielen. Am Wiener Burgtheater debütierte sie 1965 als Luise in Schillers "Kabale und Liebe". Ab 1968 wurde sie dort zum dauerhaften Ensemblemitglied sowie regelmäßiger Gast bei den Salzburger Festspielen. Neben zahlreichen Theaterrollen, darunter von 1995 bis 1999 ein Engagement an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, war Elisabeth Orth zwischen 1958 und 2022 auch in über 50 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Unter anderem 2009 in Urs Odermatts Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks "Mein Kampf" mit Götz George und Tom Schilling als jungem Adolf Hitler. 2015 erhielt sie den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie »Beste Schauspielerin« und 2022 für das Lebenswerk. Orth war die ältere Schwester von Filmstar Christiane Hörbiger und dreimal verheiratet. Aus der letzten Ehe ging ihr Sohn Cornelius Obonya hervor, der ebenfalls Schauspieler wurde und von bei den Salzburger Festspielen von 2013 bis 2016 den "Jedermann" spielte.
Kathleen Hughes 19. Mai 2025
Die in Hollywood geborene US-amerikanische Schauspielerin Kathleen Hughes (geboren als Elizabeth Margaret von Gerkan) verstarb im Alter von 96 Jahren. Sie trat erstmals während des Goldenen Zeitalters Hollywoods auf und wurde mit ihrem legendären Schrei für den ersten 3D-Streifen "Gefahr aus dem Weltall" und dem dazu passenden ikonischen Werbefoto in den 1950ern zur Kultfigur des Science-Fiction-Kinos. Kathleen Hughes arbeitete als Vertragsschauspielerin erst bei Fox, dann bei Universal. Für den Film "For Men Only" (1952) hatte sie sich ihre dunklen Haare blond gefärbt. Ihr Look ähnelte damit fortan dem von Marilyn Monroe (1926-1962). Sie spielte auch im Abenteuerfilm "Die goldene Klinge" (1953) und in "Drei böse Schwestern" (1956). In den 1960er und 1970er Jahren wechselte Hughes erfolgreich zum Fernsehen. Sie war in Serien wie "The Ghost and Mrs. Muir" oder "Bracken’s World" zu sehen und trat unter anderem in beliebten Shows wie "Mission: Impossible" oder "M.A.S.H." auf. Die Schauspielerin war 59 Jahre lang mit 2014 verstorbenen Drehbuchautor und Produzent Stanley Rubin verheiratet, mit dem sie vier Kinder bekam.
Karl-Ulrich Meves 20. Mai 2025
Der Schauspieler Karl-Ulrich Meves verstarb mit stolzen 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg. Bekannt wurde er als Hörspiel-Sprecher der blauen Zottelfigur "Grobi" in der Fernsehsendung Sesamstraße mit der mehrere Kindergenerationen aufwuchsen und vermutlich sofort die raue Stimme von Meves mit dem Zotteltier assoziierten. Der Hamburger war seit den ersten Folgen in Deutschland 1973 mit dabei und wurde erst nach drei Jahrzehnten abgelöst. Meves stand auch als klassischer Schauspieler oft vor Kameras und auf Theaterbühnen, er spielte in mehr als 115 Produktionen mit - von „Sonderdezernat K1“ bis zum „Tatort“. In der Loriot-Komödie „Pappa ante portas“ war er ein Lebensmittelhändler.
Sebastião Salgado 23. Mai 2025
Der weltweit bekannte brasilianische Fotograf, Fotoreporter und Umweltaktivist Sebastião Salgado verstarb im Alter von 81 Jahren in seiner gewählten Heimatstadt Paris. Salgado sei ein "großer Zeuge der menschlichen Verfassung und des Zustands des Planeten" gewesen, würdigte die französische Akademie der Schönen Künste sein Schaffen. Der Fotograf, der auch die französische Staatsbürgerschaft besaß, wurde mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern weltberühmt. Salgado studierte von 1963-67 an der Universität von São Paulo Wirtschaftswissenschaft. Nach ersten Foto-Aufnahmen mit der Leica seiner Frau, der Pianistin Lélia Deluiz Wanick, begeisterte ihn das Fotografieren so sehr, dass er sich 1973 als Fotojournalist selbständig machte und in ausgewählten Langzeitprojekten vor allem das Leben der Menschen aus der sogenannten Dritten Welt dokumentierte, wofür er 1979 in die angesehene Agentur Magnum Photos aufgenommen wurde. Der Filmregisseur Wim Wenders porträtierte ihn im Jahr 2014 in dem für den Oscar nominierten Dokumentarfilm "Das Salz der Erde". Salgado war als Umweltaktivist ein ausgesprochener Gegner des rechtsradikalen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der den Amazonas Regenwald für die Landwirtschaftsindustrie und den Bergbau geöffnet hatte. Der Ausnahme-Fotograf gründete daraufhin selbst eine Umweltschutzorganisation namens »Instituto Terra«, um die Abholzung der Wälder in seinem Heimat-Bundesstaat Minas Gerais zu stoppen. Für seine Arbeit und sein Engagement erhielt er viele Auszeichnungen, unter anderem 2019 als erster Fotograf und Dokumentarfilmer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Marcel Ophüls 24. Mai 2025
Der in Frankfurt am Main geborene Oscar-prämierter Filmregisseur und Dokumentarfilmer verstarb im hohen Alter von 97 Jahren in seiner Wahlheimat Südfrankreich. Als Sohn des bekannten deutsch-jüdischen Regisseurs Max Ophüls musste er im Kindealter zweimal vor den Nazis fliehen. Mit dieser einprägenden Erfahrung widmete er sich später in seiner Filmkarriere der Auseinandersetzung mit Kriegsgräueln und Konflikten auf der ganzen Welt. Ophüls absolvierte die High School und das College in Los Angeles und diente 1946 in einer Theatereinheit der US-Armee in Japan. Die Familie zog 1950 wieder nach Frankreich, wo Marcel Ophüls an der Sorbonne in Paris studierte sowie als Assistent seines Vaters und der Filmemacher John Huston, Julien Duvivier und Anatole Litvak arbeitete. Unter Anleitung von François Truffaut inszenierte Ophüls 1962 einen Teil seines Films "Liebe mit zwanzig" sowie 1964 den Kriminalfilm "Heißes Pflaster" mit Jeanne Moreau und Jean-Paul Belmondo. Ab Mitte der 1960er-Jahre machte sich Ophüls vor allem als Dokumentarfilmer einen Namen und drehte 1967 die Doku "Hundert Jahre ohne Krieg - Das Münchner Abkommen von 1938". 1969 reichte er seinen viereinhalb Stunden langen Streifen "Das Haus nebenan – Chronik einer französischen Stadt im Kriege" beim staatlichen französischen Fernsehsender ein, der das Ausmaß der französischen Kollaboration mit den Nazis enthüllte. Der Sender weigerte sich jedoch, die Auftragsarbeit auszustrahlen. Der Film wurde in Frankreich sogar verboten, jedoch 1972 bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin in voller Länge gezeigt. Für sein Meisterwerk "Hôtel Terminus: Zeit und Leben des Klaus Barbie" über den auch als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordenen Nazi-Kriegsverbrecher erhielt Ophüls 1989 einen Oscar für den besten Dokumentarfilm. 1990 folgte der Dokumentarfilm "Novembertage" über den Mauerfall in Berlin für den er Film-Ausschnitte von Fernsehberichten verwendete. Die Menschen, die darin sein Interesse weckten, suchte er nach langer Recherche in ihrer eigenen Umgebung auf und sprach mit ihnen darüber, was sie damals und in der Zwischenzeit erlebt hatten. Gleichzeitig befragte er Politiker und Schriftsteller, wie sie die Umbrüche wahrnahmen und später interpretierten. Marcel Ophüls drehte noch bis ins hohe Alter Filme. Seine letzten Jahre verbrachte der Regisseur in Südfrankreich. 2015 nahm er bei der 65. Berlinale die Auszeichnung "Berlinale Kamera" entgegen.
Presley Chweneyagae 27. Mai 2025
Der aus dem Film "Tsotsi: Ein Junge aus dem Getto" bekannt gewordene schwarze südafrikanische Schauspieler Presley Chweneyagae verstarb im Alter von 40 Jahren. "Tsotsi" war 2006 mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet worden. Mit seiner Darstellung eines jungen Autodiebs wurde der Schauspieler international bekannt. Chweneyagae war auch Autor und Regisseur und verfasste mit Paul Grootboom das gefeierte Bühnenstück "Relativity".
Per Nørgård 28. Mai 2025
Der dänische Komponist Per Nørgård verstarb im Alter von 92 Jahren in Kopenhagen. Nørgård gilt in Dänemark als der größte Komponist seit Carl Nielsen (1865-1931). Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den deutschen Ernst von Siemens Musikpreis. Er hat rund 400 Werke komponiert, darunter acht Symphonien, sechs Opern, Chorwerke sowie Filmmusik. Unter anderem schrieb er die Musik zu dem 1988 mit einem Oscar ausgezeichneten dänischen Film "Babettes Fest" (Originaltitel: "Babettes gästebud"). Nørgård gilt auch als Erfinder der sogenannten Unendlichkeitsreihe - eine mathematische Kompositionsmethode, in der kleine melodische Einheiten in den großen melodischen Einheiten vollständig enthalten sind.
George E. Smith 28. Mai 2025
Der in New York City geborene US-amerikanischer Wissenschaftler und angewandte Physiker George Elwood Smith verstarb in New Jersey im Alter von 95 Jahren. Smith erfand 1969 zusammen mit seinem Kollegen Willard S. Boyle das Charge-Coupled Device. Die Entwicklung dieses CCD-Sensors, der in Kameras, Weltraumteleskopen, Scannern und vielen anderen bildgebenden Verfahren eingesetzt wird, revolutionierte die elektronische Kameratechnik. Dafür wurden die beiden Wissenschaftler im Jahr 2009 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Alf Clausen 29. Mai 2025
Der in Minneapolis, Minnesota geborene US-amerikanischer Komponist von Fernsehserien verstarb mit 84 Jahren in Los Angeles, Kalifornien. Alf Clausen war zuletzt an Parkinson erkrankt. Fast 30 Jahre klang komponierte Clausen die Musik für "Die Simpsons" und schrieb ebenso den Soundtrack zum Album "Songs in the Key of Springfield", welches viele der musikalischen Nummern aus der Serie der Simpsons zusammenstellt. Seine orchestralen Arrangements wurden zu einem Markenzeichen der Serie. Auch für Serien wie "Alf" und "Das Model und der Schnüffler" schrieb er die Musik.
Loretta Swit 30. Mai 2025
Die in New Jersey als Tochter polnischer Immigranten geborene US-amerikanische Schauspielerin Loretta Swit verstarb mit 87 Jahren in ihrer Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan. Gegen den Willen ihrer Eltern studierte sie Schauspiel an der American Academy of Dramatic Arts in Manhattan und war zunächst als Theaterschauspielerin ab 1975 am Broadway erfolgreich. Daneben spielte sie unter anderem in Fernsehserien wie "Hawaii Fünf-Null" oder "Mannix". Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in der Erfolgsserie M*A*S*H, in der sie in den 1980er Jahren in den 11 Staffeln der Serie 240 Auftritte als Major Margaret „Hotlips“ Houlihan hatte und zur Ikone wurde. 1986 spielte sie in einer Hauptrolle der schwarzen Kino-Komödie "Die Bombe fliegt" (Whoops Apocalypse) die US-amerikanische Präsidentin. Swit war im Laufe ihrer Karriere für insgesamt zehn Emmys nominiert. Sie gewann zwei der Fernsehpreise. Die Schauspielerin war in vielen Theateraufführungen und in über 25 Filmen zu sehen.
Ulrich Häusler 30. Mai 2025
Der in Travemünde bei Lübeck geborene Unternehmer, Kunstförderer und Schriftsteller Ulrich Häusler verstarb im Alter von 76 Jahren in Berlin. Ausgehend von seinem Künstlerzirkel rund um die Butte de Montmartre scharte Ulrich Häusler seit Dezember 2006 internationale deutschsprachige Kreative und Kulturinteressierte aus ganz Paris um sich und förderte Künstler u.a. der Pathé-Filmstudios und der bekannten Filmhochschule La fémis. Seine Intention: Art und Business zusammen zu bringen und dabei ganz nonchalant über Gott und die Welt zu philosophieren. Seit 2010 lebte Ulrich Häusler in Berlin und hatte den Schwerpunkt seines Schaffens mit der von ihm gegründete Künstlervereinigung „Les MontmARTrois en Europe“ auch hierhin verlagert. Antreffen konnte man ihn häufig bei Livemusik im Yorkschlösschen. Mit der von ihm gegründeten IVQS-Stiftung setzte er sich außerdem gegen Altersarmut bei Schauspielern ein. Die 2015 gegründete Institution & Interessenvertretung für deutschsprachige qualifizierte Schauspielerinnen und Schauspieler will eine Stimme sein gegenüber Theaterbetreibern, Produzenten, den öffentlich rechtlichen Anstalten sowie der Politik und streitet für faire Gagen, die den Leistungen der Künstler entsprechen.
++++++++++++++
Weiter geht's auf Seite sechs
mit Jonathan Joss, der am 1. Juni 2025 verstarb.
[...Nächste Seite]
Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt