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Nachrufe zum Totensonntag 2019

An diesem beweglichen Feiertag der evangelischen Kirchen gedenken wir immer am letzten Sonntag vor Advent der Verstorbenen.



Seit 13 Jahren existiert nun unser BAF-Filmtagebuch und seit zehn Jahren erinnern wir immer am Totensonntag an jene Personen aus der Schauspiel-, Film-, Fernseh- und Medienbranche, die von uns gegangen sind. Diese Tradition wollen wir auch 2019 fortsetzen. Die zahlreichen Nachrufe auf verstorbene Prominente erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wurden aber nach bestem Wissen erstellt. Wegen der großen Anzahl an Daten und Informationen, haben wir auch den diesjährigen Eintrag wieder zum Umblättern auf mehreren Seiten aufgeteilt.

Ältere Einträge finden Sie unter dem 21. November 2010, unter dem 20. November 2011, unter dem 25. November 2012, unter dem 24. November 2013, unter dem 23. November 2014 unter dem 22. November 2015, unter dem 20. November 2016, unter dem 26. November 2017 und zuletzt unter dem 25. November 2018.

Am Ende der nachfolgenden Auflistung sind in der erweiterten Ansicht detaillierte Nachrufe zu den Verstorbenen vermerkt.

Sie ruhen in Frieden

Alfred Piffl 6. Januar 2019
William Morgan Sheppard 6. Januar 2019
Horst Stern 17. Januar 2019
Andrew G. Vajna 20. Januar 2019
Dinah Pfaus-Schilffarth 21. Januar 2019
Jonas Mekas 23. Januar 2019
Dušan Makavejev 25. Januar 2019
Michel Legrand 26. Januar 2019
Richard Miller 30. Januar 2019
Ursula Karusseit 1. Februar 2019
Ismo Kallio 2. Februar 2019
Julie Adams 3. Februar 2019
Leonie Ossowski 4. Februar 2019
Václav Vorlíček 5. Februar 2019
Rosamunde Pilcher 6. Februar 2019
Albert Finney 7. Februar 2019
Tomi Ungerer 9. Februar 2019
Jan-Michael Vincent 10. Februar 2019
Bruno Ganz 16. Februar 2019
Karl Lagerfeld 19. Februar 2019
Peter Rüchel 20. Februar 2019
Claude Goretta 20. Februar 2019
Stanley Donen 21. Februar 2019
Brody Stevens 22. Februar 2019
Katherine Helmond 23. Februar 2019
Franziska Pigulla 23. Februar 2019
Lisa Sheridan 25. Februar 2019
André Previn 28. Februar 2019
Werner Schneyder 2. März 2019
Luke Perry 4. März 2019
Barbara Hammer 16. März 2019
Matthias Messner ~ 18. März 2019
Larry Cohen 23. März 2019
Denise DuBarry 23. März 2019
Götz Argus 27. März 2019
Agnès Varda 28. März 2019
Tania Mallet 30. März 2019
Seymour Cassel 7. April 2019
Mya-Lecia Naylor 7. April 2019
Jean-Pierre Beauviala 8. April 2019
Bibi Andersson 14. April 2019
Diego Galán 15. April 2019
Bradley Welsh 17. April 2019
Martin Böttcher 19. April 2019
Stefanie Sherk 20. April 2019
Heidi Hetzer 21. April 2019
Ken Kercheval 21. April 2019
Hannelore Elsner 21. April 2019
Ellen Schwiers 26. April 2019
John Singleton 29. April 2019
Peter Mayhew 30. April 2019
Anémone Bourguignon 30. April 2019
Alvin Sargent 9. Mai 2019
Jean-Claude Brisseau 11. Mai 2019
Peggy Lipton 11. Mai 2019
Doris Day 13. Mai 2019
Isaac Kappy 13. Mai 2019
Tim Conway 14. Mai 2019
Herman Wouk 17. Mai 2019
Judith Kerr 22. Mai 2019
Carmine Caridi 28. Mai 2019
Matthias Zahn 9. Juni 2019
Girish Karnad 10. Juni 2019
Elfriede Ott 12. Juni 2019
Wilhelm Wieben 13. Juni 2019
Franco Zeffirelli 15. Juni 2019
Rolf von Sydow 16. Juni 2019
Gloria Vanderbilt 17. Juni 2019
Peter Matic 20. Juni 2019
Wibke Bruhns 20. Juni 2019
Maximilian Krückl 22. Juni 2019
Stephanie Niznik 23. Juni 2019
Bruno de Keyzer 25. Juni 2019
Max Wright 26. Juni 2019
Lisa Martinek 28. Juni 2019
Borka Pavićević 30. Juni 2019
Lis Verhoeven 2. Juli 2019
David Alexander Groenewold ~ 3. Juli 2019
Pierre Lhomme 5. Juli 2019
João Gilberto 6. Juli 2019
Martin Charnin 6. Juli 2019
Cameron Boyce 6. Juli 2019
Artur Brauner 7. Juli 2019
Charles Levin ~ 8. Juli 2019
Freddie Jones 9. Juli 2019
Rip Torn 9. Juli 2019
Denise Nickerson 10. Juli 2019
Valentina Cortese 10. Juli 2019
Richard Carter 13. Juli 2019
Frieder Burda 14. Juli 2019
Rutger Hauer 19. Juli 2019
Manfred Uhlig 24. Juli 2019
George Hilton 28. Juli 2019
Harold Prince 31. Juli 2019
D.A. Pennebaker 1. August 2019
Jean-Pierre Mocky 8. August 2019
Peter Fonda 16. August 2019
Sybille Simon-Zülch 24. August 2019
Helmut Krauss 26. August 2019
Gero Gandert 29. August 2019
Valerie Harper 30. August 2019
Tom Zickler 2. September 2019
Peter Lindbergh 3. September 2019
Carol Lynley 3. September 2019
Robert Axelrod 7. September 2019
John Wesley 8. September 2019
Michael Schreiner 8. September 2019
Robert Frank 9. September 2019
Andreas Wimberger 11. September 2019
Mardik Martin 11. September 2019
László Rajk Jr. 11. September 2019
Brian Turk 13. September 2019
Peter Fera 13. September 2019
Luigi Colani 16. September 2019
Jessica Jaymes 17. September 2019
Sándor Sára 22. September 2019
Mark Sacharow 28. September 2019
Eric Pleskow 1. Oktober 2019
Bernd Rumpf 1. Oktober 2019
Karel Gott 1. Oktober 2019
Diahann Carroll 4. Oktober 2019
Robert Forster 11. Oktober 2019
Paul Allen 15. Oktober 2019
Billie Zöckler 20. Oktober 2019
Hanni Lévy 23. Oktober 2019
Robert Evans 26. Oktober 2019
John Witherspoon 29. Oktober 2019
Thomas Wilk 31. Oktober 2019
Brian Tarantina 2. November 2019
Nik Powell 7. November 2019
Branko Lustig 14. November 2019
Terry O'Neill 16. November 2019

Nachträge:
Jonathan Miller 27. November 2019
Shelley Morrison 1. Dezember 2019
Jack Burns 1. Dezember 2019
Thomas Elsaesser 4. Dezember 2019
Robert Walker Jr. 5. Dezember 2019
Wolfgang Winkler 7. Dezember 2019
René Auberjonois 8. Dezember 2019
Caroll Spinney 8. Dezember 2019
Danny Aiello 13. Dezember 2019
Gerd Baltus 13. Dezember 2019
Anna Karina 14. Dezember 2019
Claudine Auger 18. Dezember 2019
Manina Ferreira-Erlenbach 23. Dezember 2019
Kushal Punjabi 26. Dezember 2019
Sue Lyon 26. Dezember 2019
Neil Innes 29. Dezember 2019
Jan Fedder 30. Dezember 2019
Harry Kupfer 30. Dezember 2019
Elizabeth Sellars 30. Dezember 2019
Martin West 31. Dezember 2019

Im nachfolgenden Link der erweiterten Ansicht sind detaillierte Nachrufe zu den Verstorbenen vermerkt.

Im Jahre 2019 verstorbene Prominente aus Film und Fernsehen.



Alfred Piffl 6. Januar 2019
Der Firmengründer von P+S Technik in Ottobrunn bei München verstarb überraschend im Alter von 67 Jahren. Bekannt geworden ist die Firma für ihre eigenen anamorphotischen Objektive sowie für ihr zahlreiches Präzisions-Zubehör, das auf Spezial-Drehmaschinen individuell angefertigt werden kann. Alfred Piffl übertrug die Firmenleitung wohl in weiser Voraussicht bereits vor einem Jahr an seine Tochter Anna.

William Morgan Sheppard 6. Januar 2019
Der britische Schauspieler Sheppard wurde in London geboren, wuchs aber in Irland auf. 1956 begab er sich an die Royal Academy of Dramatic Art, wo er 1958 seinen Abschluss machte. Ab 1960 spielte er zwölf Jahre in der Royal Shakespeare Company. Seine erste Filmrolle bekam Sheppard 1962 in dem Film Strongroom. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er bekannt aus Filmen wie "Star Trek". In den letzten Jahren seines Schaffens übernahm er Rollen in den Serien "Doctor Who" und "Mad Men". Sheppard verstarb im Alter von 86 Jahren in Los Angeles.

Horst Stern 17. Januar 2019
Der Umweltschützer und Fernsehjournalist Horst Stern verstarb nach Angaben seines Sohns im Alter von 96 Jahren nahe
Passau. Mit eindrucksvollen, teils drastischen Filmaufnahmen und Kommentaren hatte er schon in den 70er-Jahren in seiner ARD-Sendung "Sterns Stunde" vor einem gedankenlosen Umgang mit der Natur gewarnt und Missstände aufgedeckt. Als Journalist packte strittige Themen wie Tierversuche in der Medizin an. 1975 gründete er unter anderem mit Bernhard Grzimek den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. "Mit Horst Stern haben wir einen der bedeutendsten Dokumentarfilmer des Landes verloren", sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust.

Andrew G. Vajna 20. Januar 2019
Der ungarische Produzent Andrew G. Vajna, verstarb nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Budapest, wie die ungarische Filmförderung NFA mitteilte. In den 80er und 90er Jahren hatte er in den USA erfolgreiche Actionfilme wie "Rambo", "Stirb Langsam" oder "Terminator" mit Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger produziert. Aber auch Filme wie "Basic Instinct", "Total Recall" und "Angel Heart" gingen auf sein Konto. Nach dem Volksaufstand in Ungarn 1956 war er mit seiner Familie ausgewandert und kehrte erst im Jahre 2000 in seine Heimat zurück, um aus Budapest eine Filmhauptstadt zu machen. Als Chef der ungarischen Filmförderung finanzierte er zudem das Holocaust-Drama "Sauls Sohn" des ungarisches Regisseurs Laszlo Nemes mit, das 2015 bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Großen Preis der Jury und 2016 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde.

Dinah Pfaus-Schilffarth 21. Januar 2019
Die ehemalige Darstellerin der ARD-Serie „Verbotene Liebe” ist mit nur 45 Jahren gestorben. Dinah Schilffarth erkrankte erstmals bereits 1997 an Lymphdrüsenkrebs und unterbrach während der Behandlung ihre Karriere. Sie besiegte erfolgreich die Krankheit und kehrte zurück ans Set. Doch der Krebs kam erneut, streute diesmal in der Lunge.

Jonas Mekas 23. Januar 2019
Der litauisch-amerikanische Filmregisseur, Autor und Kurator Jonas Mekas verstarb im Alter von 96 Jahren. Er wurde oft „der Pate des amerikanischen Avantgardekinos“ genannt. Mekas lebte und arbeitete in New York City (USA), wo er auch verstarb. Im Jahre 1944 wurden Mekas und sein jüngerer Bruder Adolfas von den Nazis inhaftiert und für acht Monate in ein Arbeitslager in Elmshorn gesperrt. Aufgrund der sowjetischen Besetzung konnte er nach dem Krieg nicht nach Litauen zurückkehren und galt als heimatlose displaced person. Ende 1949 emigrierten die Brüder in die Vereinigten Staaten, wo Jonas Mekas eine 16-mm-Bolex-Kamera erwarb und begann, Momente aus seinem Leben zu filmen. 1954 gründete er die Zeitschrift Film Culture, die heute als maßgebliche Institution für die Entstehung des US-amerikanischen Autorenfilms gilt. Zudem arbeitete er mit Künstlern wie Andy Warhol, Nico, Yoko Ono, John Lennon, Salvador Dalí und seinem Landsmann George Maciunas zusammen. Bekannt wurde er neben seinen hoch geschätzten Dokumentarfilmen für seine Tagebuchfilme.

Dušan Makavejev 25. Januar 2019
Der im ehemaligen Jugoslawien geborene serbische Filmregisseur Dušan Makavejev verstarb im Alter von 87 Jahren in Belgrad. Makavejev studierte Psychologie und drehte zunächst Dokumentarfilme, ab 1965 Spielfilme, die dem Novi Film zuzurechnen waren. Mit seinen Filmen, die jegliche Ideologie hinterfragten, war er ein Vertreter des Autorenkinos im ehemaligen Jugoslawien und auch international. Mit dem Spielfilm "Unschuld ohne Schutz" (1968) gewann er einen Silbernen Bären bei der Berlinale. Internationales Aufsehen erregte er mit dem Streifen "WR - Mysterien des Organismus" (1970) über die Theorien von Wilhelm Reich, der in Jugoslawien zunächst verboten, in den 1980er Jahren aber wieder zugelassen wurde. Makavejev wanderte in den frühen 1970er Jahren in die USA aus und lehrte an der Harvard University. Als Mitglied der Berlinale Jury setzte er sich 1970 vehement für Michael Verhoevens Vietnam Parabel "O.K" ein, während Jury-Präsident George Stevens den Film zur erneuten Prüfung an die Auswahlkommission zurückgab. Daraufhin wurde das Premierenkino Zoo-Palast von Mitstreitern besetzt. Kurz darauf trat die Jury geschlossen zurück und das Festival fand erstmals ein vorzeitiges Ende.

Michel Legrand 26. Januar 2019
Der französische Komponist und dreifache Oscar-Preisträger Michel Legrand verstarb im Alter von 86 Jahren in Paris. Legrand war einer der größten französischen Musiker und Komponisten und einer der berühmtesten Schöpfer von Filmmusik in der Welt. Die Liebe zur Musik wurde Legrand in die Wiege gelegt: Er war der Sohn eines Orchester-Leiters in Paris. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Musik zu "Die Regenschirme von Cherbourg" (1964). In Agnès Vardas "Cléo de 5 à 7" saß er sogar selbst als wilder Pianist Bob vor der Kamera. Oscars gab es für "Thomas Crown ist nicht zu fassen" (1968), "Sommer '42" (1971) und "Yentl" (1983). Zudem habe Legrand mit Größen wie Ray Charles, Frank Sinatra, Charles Trenet oder der Chansonsängerin Édith Piaf zusammengearbeitet.

Richard „Dick“ Miller 30. Januar 2019
Der US-Schauspieler, der unter anderem durch seine Rollen in „Terminator“ und „Gremlins“ bekannt wurde, verstarb im Alter von 90 Jahren in Los Angeles. Millers Karriere erstreckte sich über 60 Jahre. Er wirkte dabei in Hunderten von Filmen und Fernsehserien mit. In den 50er Jahren traf er den Regisseur Roger Corman (92), mit dem er über zwei Jahrzehnte zusammenarbeitete. Dabei entstanden Filme wie „Das Vermächtnis des Prof. Bondi“ (1959) oder „Kleiner Laden voller Schrecken“ (1960). Im Jahr 2014 erschien eine Dokumentation über Miller mit dem Titel „That Guy Dick Miller“, in der es über das Leben und die Karriere des Schauspielers ging.

Ursula Karusseit 1. Februar 2019
Die in Ostpreußen geborene Schauspielerin Ursula Karusseit verstarb im Alter von 79 Jahren in Berlin. Sie war eine der bekanntesten DEFA-Schauspielerinnen und Bühnenstars in der DDR. Zu DDR-Zeiten spielte sie im TV-Fünfteiler "Wege übers Land" mit. Jahrelang trat sie auch an der Berliner Volksbühne auf. Seit 1998 gehörte Ursula Karusseit zum festen Ensemble der vom MDR produzierten ARD-Fernsehserie "In aller Freundschaft". Bis zum heutigen Tag wurden 841 Folgen von der Serie im Ersten gesendet. Die letzte Folge mit der Schauspielerin (Nr. 847) wurde am 19. März 2019 im Ersten ausgestrahlt.

Ismo Kallio 2. Februar 2019
Der in seinem Heimatland sehr beliebte finnische Theater- und Filmschauspieler Ismo Kallio verstarb nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren, wie das Nationaltheater in Helsinki mitteilte. Kallio sei ein ausdrucksstarker Theaterschauspieler gewesen, der ernste als auch komische Rollen spielen konnte. Wichtig seien ihm immer die Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen gewesen. Der in Turku geborene Kallio hat auch in zahlreichen Film und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Auf der Bühne des finnischen Nationaltheaters hatte er erstmals 1955 gestanden, zuletzt 2013 in Anton Tschechows "Kirschgarten".

Julie Adams 3. Februar 2019
In den 50-ern galt Julie Adams als einer der größten Stars Hollywoods und ihre Beine als die schönsten der Welt. Wie der »Hollywood Reporter« berichtete, verstarb der einstige Star der Universal Studios im Alter von 92 Jahren in Los Angeles. Geboren wurde sie 1926 in Iowa als Betty May Adams. Auf Wunsch des Studios änderte sie später ihren Vornamen. Eine ihrer bekanntesten Rollen spielte Adams 1954 in dem Horror-Klassiker "Der Schrecken vom Amazonas": Als brünette Schönheit schließt sie sich in dem damals in schwarz-weiß gedrehten 3D-Abenteuer einer Expedition an, um dann in einer der bekanntesten Szenen des Films von einem Monster entführt zu werden. In dem Western-Klassiker "Meuterei am Schlangenfluss" spielte sie an der Seite von James Stewart und war mit Rock Hudson in "Gefährliche Brut", einem weiteren Western, zu sehen. 1964 trat sie im Elvis-Presley-Musical "Cowboy-Melodie" auf, spielte in Serien wie "Maverick" und "Bonanza" und war bis in die späten Siebzigerjahre, neben Gastauftritten in Fernsehserien, sporadisch immer wieder in Kinofilmen zu sehen.

Leonie Ossowski 4. Februar 2019
Die Schriftstellerin Leonie Ossowski verstarb im Alter von 93 Jahren in Berlin, teilte der Piper Verlag mit. Zu ihren bekanntesten Werken gehörten der Roman "Stern ohne Himmel" und ihre Schlesien-Trilogie "Weichselkirschen", "Wolfsbeeren" und "Holunderzeit". Ein Bestseller wurde auch der Jugendroman "Die große Flatter", der 1979 mit Richy Müller in der ARD zu sehen war. Anregungen holte sich Ossowski aus dem Leben: Sie war Sozialarbeiterin und Bewährungshelferin und gründete das legendäre Jugendzentrum "Die Kippe".

Václav Vorlíček 5. Februar 2019
Der tschechische Kult-Regisseur des Weihnachtsklassikers "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", Václav Vorlíček, verstarb am im Alter von 88 Jahren in Prag nach einer Krebserkrankung. Er galt als einer der Wegbereiter des tschechoslowakischen Märchenfilms. Auch viele weitere Märchenfilme wie "Der Prinz und der Abendstern" und "Wie man Dornröschen wachküßt" stammen von ihm. In den 1980er Jahren drehte Vorlíček beliebte Fantasy-Kinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand", die im west- und im ostdeutschen Fernsehen zu sehen waren. Für sein Lebenswerk wurde Vorlíček 2017 mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary) ausgezeichnet. Gleich nach dem Studium an der renommierten Filmhochschule FAMU hatte er seine Karriere in den Barrandov-Filmstudios begonnen und 1960 seinen ersten eigenen Kinderfilm gedreht. Viele weitere folgten.

Rosamunde Pilcher 6. Februar 2019
Die britische Bestseller-Autorin Rosamunde Pilcher verstarb mit 94 Jahren an einem Schlaganfall, wie ihr Sohn bekannt gab. Aus ihrer Feder stammen unzählige dramatische Liebesgeschichten, die sie angefangen von "A Secret to Tell" (1955) über "The Shell Seekers" (1988, "Die Muschelsucher") bis in die 2000er Jahre hinein verfasst hat. Das ZDF hat mehr als 100 ihrer Romane und Erzählungen verfilmt. Immer eingebettet in die malerischen Landschaften englischer oder schottischer Küstenregionen.

Albert Finney 7. Februar 2019
Der britische Schauspieler und Produzent Albert Finney zählt seit den 60er Jahren Schauspieler zu den profiliertesten Charakterdarstellern des vereinigten Königreiches, sowohl auf der Bühne als auch im Kino. Schon in frühen Jahren spielte er zahlreiche Shakespeare-Stücke auf Londons Theaterbühnen. Im Kino feierte er den Durchbruch als «angry young man» in "Saturday Night and Sunday Morning" (1960). Dank seiner Vielseitigkeit schaffte Finney auch den Sprung ins amerikanische Kino. Er spielte unter anderem für die Coen Brothers in "Millers Crossing" (1990) und für Steven Soderbergh – einen bärbeissigen Anwalt in "Erin Brockovich" (2000), wofür er eine Oscarnominierung erhielt. Seine bekanntesten Filme waren "Samstagnacht bis Sonntagmorgen" und "Tom Jones - Zwischen Bett und Galgen". Seinen letzten Auftritt hatte der Brite als Wildhüter im James-Bond-Film «Skyfall» (2012). Nach einer Krebserkrankung verstarb Finney im Alter von 82 Jahren.

Tomi Ungerer 9. Februar 2019
Der international bekannte, französische Zeichner und Buchillustrator Tomi Ungerer verstarb im Alter von 87 Jahren im Haus seiner Tochter in Irland. Der in Straßburg geborene Ungerer hatte sich unter anderem als Autor und Illustrator von Kinderbüchern einen Namen gemacht. Außerdem schuf er scharfzüngige Bilderbücher für Erwachsene. Auch mit Plakatkunst und erotischen Zeichnungen fand Ungerer Anerkennung. Nach dem Umzug nach Colmar und einem Abstecher zur Fremdenlegion wanderte er 1956 nach New York aus. Dort bekam er seinen ersten Preis für sein Kinderbuch "The Mellops go flying". Mitte der 60er Jahre schockierte Ungerer mit den Cartoonbänden "Geheimes Skizzenbuch" und "The Party". Seit 1976 lebte Ungerer mit seiner zweiten Frau und den drei Kindern abwechselnd in Cork (Irland) und Straßburg. Dort gibt es seit 2007 ein nach ihm benanntes Museum. Er veröffentlichte mehr als 140 Bücher, die in 28 Sprachen übersetzt wurden. Ungerers bekannteste Kinderbücher waren "Die drei Räuber" (1961, verfilmt 2007 als Animation), "Sechs kleine Schweine" (1962), "Der Mondmann" (1966, verfilmt 2007 als Spielfilm von Fritz Böhm und 2012 erneut als Animation), "Der Bauer und der Esel" (1971), "Der Zauberlehrling" (1971). Ungerer wurde 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz (1.Klasse) ausgezeichnet. 1998 bekam er den Hans-Christian-Andersen-Preis und 2008 Le Prix de l'Academie de Berlin.

Jan-Michael Vincent 10. Februar 2019
Obwohl der US-Schauspieler Jan-Michael Vincent bereits seit den 60er Jahren für TV-Serien wie "Lassie" und "Bonanza" vor der Kamera stand und auch in Spielfilmen an der Seite von Stars wie John Wayne ("Die Unbesiegten"), Charles Bronson ("Kalter Hauch"), Burt Reynolds („Hopper”) und Kim Basinger („Defiance”) mitwirkte, gelang ihm der Durchbruch erst in den 80er Jahren als Hubschrauberpilot in der TV-Serie "Airwolf". Dort avancierte er nicht nur als TV-Actionheld, sondern auch als gefragtes Sexsymbol. Mit 200.000 Dollar pro Episode (was rund 178.000 Euro entspricht) war er damals der höchstbezahlte Schauspieler in Hollywood. Doch mit Erfolg und Ruhm konnte der in Denver geborene Darsteller nicht umgehen. Er griff zu Drogen und Alkohol, wurde wegen Trunkenheit am Steuer mehrfach verhaftet und rutschte so schnell wie er nach oben kam, die Karriereleiter wieder hinunter. Nach mehreren Schicksalsschlägen starb der einstige Kultstar im Alter von 74 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat North Carolina.

Bruno Ganz 16. Februar 2019
Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz verstarb im Alter von 77 Jahren in Zurich an Darmkrebs. Der Schauspieler spielte in zahlreichen Filmen und Theaterinszenierungen. In Deutschland erlangte er unter anderem durch seine Rolle als Adolf Hitler in "Der Untergang" große Bekanntheit. Im Jahre 1996 wurde Ganz mit dem Iffland-Ring geehrt, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Bühnenkünstler im deutschsprachigen Theater. Begonnen hatte Ganz seine Karriere 1964 als Schauspieler am Bremer Theater am Goetheplatz, von 1970 an gehörte er zum Ensemble der Berliner Schaubühne. Ab Mitte der 1970er-Jahre übernahm Ganz auch regelmäßig Filmrollen, etwa in Wim Wenders' "Der Himmel über Berlin". Insgesamt drehte er mehr als 80 Filme. Ganz spielte häufig politische Rollen. 2017 etwa verkörperte er in der Verfilmung des Eugen-Ruge-Romans "In Zeiten des abnehmenden Lichts" einen fast 90-jährigen DDR-Funktionär. Seinen letzten Bühnenauftritt hatte Bruno Ganz 2012 in Paris in Luc Bondys Inszenierung "Homecoming", seine letzte Filmrolle in Lars von Triers "The House That Jack Built", der 2018 in die deutschen Kinos kam. Den Tod hat Bruno Ganz oft gespielt. Auf der Bühne in klassischen Dramen ebenso wie vor der Filmkamera. "In Sterberollen lernt man, dass es einem nicht hilft, sich auf den eigenen Tod vorzubereiten", sagte er einst im Interview der »Zeit«.

Karl Lagerfeld 19. Februar 2019
Der Modeschöpfer Karl Otto Lagerfeld verstarb nach mehrwöchiger Krankheit im Alter von angeblich 85 Jahren in Paris. Um sein genaues Geburtsdatum hatte er immer ein Geheimnis gemacht. Seine Laufbahn begann der in Hamburg geborene Modedesigner, Fotograf, Stylist und Kostümbildner in der französischen Modewelt Mitte der 1950er-Jahre in Paris, wo er bei Balmain, Patou, Chloé und anderen Modefirmen beschäftigt war. Seit 1965 war er als Damenmode-Designer bei Fendi in Rom unter Vertrag. Mode unter seinem eigenen Namen kreiert Lagerfeld für Damen und Herren mit Unterbrechungen seit 1974. Seit 1983 fungiert er als Kreativdirektor bei dem französischen Modehaus Chanel, schickte die schönsten Models über die Laufstege, darunter ab 1990 seine Muse, die Schauspielerin Claudia Schiffer, und war für alle Haute Couture-, Prêt-à-Porter- und Accessoires-Kollektionen des Unternehmens verantwortlich. Auch dessen Revival in den 1980er-Jahren und anschließender Aufstieg zu einem internationalen Milliardenkonzern wird zu großen Teilen Lagerfeld zugeschrieben. Auf der Pariser Fashion Week Ende Januar 2019 zeigte Lagerfeld zwar seine Chanel-Kollektion, war aber selbst nicht anwesend, sodass sich Modefans schon um seine Gesundheit gesorgt hatten. Nach dem Tod von Modeschöpfer Yves Saint-Laurent (*1936-†2008) war Karl Lagerfeld der letzte noch verbliebene Modezar. Zukünftig wird Virginie Viard, seit 30 Jahren eine enge Mitarbeiterin des Verstorbenen, die Kollektionen der französischen Kultmarke designen.

Peter Rüchel 20. Februar 2019
Der Berliner Musikjournalist, der beim Sender Freies Berlin (SFB) anfing und später beim WDR Leiter einer Jugendsendung wurde, verstarb im Alter von 81 Jahren in Leverkusen. Zusammen mit Regisseur Christian Wagner startete er 1976 den WDR "Rockpalast", bei dem er neben etablierten Größen auch zukünftigen Weltstars frühzeitig ein Forum gab. Darunter waren Bands wie U2 im Jahre 1981 und R.E.M. 1985. Die erste reguläre Rocknacht gab es bereits 1977, die als sechsstündige Eurovision live übertragen wurde. In den folgenden Jahren waren Auftritte von The Who, The Police, Patty Smith oder Mother's Fines unvergessliche Meilensteine des "Rockplastes".

Claude Goretta 20. Februar 2019
Der Schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent Claude Goretta, der mit dem Film "Die Spitzenklöpplerin" der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert zum internationalen Durchbruch verhalf, verstarb im Alter von 89 Jahren in seinem Heimatort Genf. Goretta war zunächst durch Dokumentarfilme bekannt geworden. 1957 beobachtete er das nächtliche Treiben am Londoner Piccadilly Circus. Der 20-minütige Kurzfilm wurde ausgezeichnet und bedeutete den Start von Gorettas Karriere. Mit "L'Invitation" gewann er 1973 den Jury-Preis beim Festival in Cannes.

Stanley Donen 21. Februar 2019
Der mit Hollywood-Musicals wie "Singin' in the Rain" berühmt gewordene US-Filmemacher Stanley Donen verstarb im Alter von 94 Jahren in Manhattan, New York an Herzversagen. Donen galt als einer der großen Vertreter von Hollywoods "goldener Ära" von den 1930ern bis in die späten 50er Jahre. Er arbeitete mit Gene Kelly, Frank Sinatra, Fred Astaire, Cary Grant und Audrey Hepburn zusammen. Donen wurde nie für einen Oscar nominiert, die Filmakademie überreichte ihm schließlich 1998 eine Trophäe für sein Lebenswerk. Auch vom Film Festival in Venedig erhielt er 2004 einen Goldenen Löwen. Als Tänzer war der in South Carolina geborene Stanley Donen schon als 17-jähriger Jugendlicher an den New Yorker Broadway gekommen, wo er 1941 erstmals mit Gene Kelly auf der Bühne stand. Zusammen inszenierten sie das Filmmusical "On the Town", mit Kelly und Frank Sinatra. Es folgte der Musical-Hit "Singin' in the Rain" mit Kelly und Debbie Reynolds. Donen feierte weitere Erfolge mit "Funny Face" mit Audrey Hepburn und Fred Astaire und der Komödie "Indiskret", in der Ingrid Bergman und Cary Grant die Hauptrollen spielten. Für "Charade" holte er Hepburn und Grant, für "Arabeske" Sophia Loren und Gregory Peck.

Brody Stevens 22. Februar 2019
Bekannt wurde der US-Schauspieler Brody Stevens vor allem aufgrund seiner Rollen in "Hangover" und "Hangover 2". Außerdem kreierte er mit seinem Freund und Kollegen Zach Galifianakis (49) die Comedy-Central-Serie "Brody Stevens: Enjoy It!", die von 2013 bis 2014 im US-Fernsehen lief. In den letzten Jahren wurde es immer ruhiger um Stevens. Zuletzt hatte er 2018 eine Sprechrolle in der erfolgreichen Zeichentrickserie "American Dad!" von Seth MacFarlane. Wie US-Medien berichten, beging der "Hangover"-Star im Alter von 48 Jahren Selbstmord. Er soll seit längerem unter schweren psychischen Problemen gelitten haben.

Katherine Helmond 23. Februar 2019
Die US-Schauspielerin und Golden-Globe-Gewinnerin Katherine Helmond ist an Komplikationen im Zuge ihrer Alzheimer-Erkrankung in ihrem Haus in Los Angeles verstorben. Sie wurde 89 Jahre alt. Helmond ist vor allem durch Rollen in beliebten amerikanischen Comedy-Serien bekannt. Der Durchbruch gelang Helmond erst mit rund 50 Jahren. Sie war sieben Mal für einen Emmy nominiert. Für ihre Rolle als Jessica Tate in "Soap" wurde sie 1981 mit einem Golden Globe geehrt, 1989 gewann sie einen weiteren für "Wer ist hier der Boss?".

Franziska Pigulla 23. Februar 2019
Franziska Pigulla war eine in Neuss bei Düsseldorf geborene deutsche Schauspielerin, Nachrichtensprecherin und Synchronsprecherin. Sie wurde bekannt als deutsche Stimme von Gillian Anderson und Demi Moore. Darüber hinaus sprach sie Hörbücher ein. Sie verstarb in Berlin im Alter von nur 54 Jahren.

Lisa Sheridan 25. Februar 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin Lisa Sheridan verstarb mit nur 44 Jahren in New Orleans an den Folgen eines chronischen Alkoholismus. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Sheridan 1997 in der Sitcom "Eine starke Familie". Zwischen 1998 und 1999 spielte sie eine größere Nebenrolle in der zeitlich kurz nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelten Westernserie Legacy, die Serie wurde trotz guter Kritiken aufgrund von schlechten Zuschauerzahlen abgesetzt. Zwischen 2000 und 2001 war Sheridan in der kurzlebigen Science-Fiction-/Mystery-Serie "FreakyLinks" in einer Hauptrolle zu sehen. Es folgten Gastauftritte in verschiedenen Fernsehserien wie "Practice - Die Anwälte", "Las Vegas", "Monk", "The Mentalist", "CSI: Miami" und "CSI: NY", bevor die Schauspielerin 2005 erneut eine Serienhauptrolle bekam: In der Science-Fiction-Serie "Invasion" spielte sie die Journalistin Larkin Groves. Zuletzt war sie nur noch in Gastrollen zu sehen.

André Previn 28. Februar 2019
Der mit vier Oscars gekrönte Filmkomponist André George Previn ist im Alter von 89 Jahren in New York verstorben. Seine ersten beiden Academy Awards gewann der ausgebildete Jazz Pianist für "Gigi" und "Porgy und Bess" in den Jahren 1958 bzw. 1959. Die Oscars drei und vier folgten für "Das Mädchen Irma La Douce" und "My Fair Lady" in den Jahre 1963 bzw. 1964. Später in seiner Karriere verabschiedete sich Previn aus dem Filmbereich und dirigierte Weltklasseorchester wie das London Symphony Orchestra oder das Los Angeles Philharmonic. Der 1929 in Berlin geborene André Previn ließ die Grenzen zwischen Jazz, Pop und klassischer Musik verschmelzen. Der begnadete Jazz-Pianist begleitete auch Doris Day und Anne Sophie Mutter am Klavier.

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mit Werner Schneyder, der am 2. März 2019 verstarb.

Werner Schneyder 2. März 2019
Der österreichische Autor, Schauspieler, Kabarettist und Sportmoderator verstarb im Alter von 82 Jahren in Wien. Er wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Schneyder war in Deutschland vor allem für seine Zusammenarbeit mit der Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt († 2013) bekannt geworden. Acht Jahre lang trat er von 1974 mit dem Mitbegründer der Münchner Lach- und Schießgesellschaft auf. Nach der Trennung kamen sie noch einmal 1985 für ein Gastspiel in der damals zur DDR gehörendenden Stadt Leipzig zusammen. Schneider, der auch als Sportmoderator fürs ZDF tätig war und eine Zeitlang das "Aktuelle Sportstudio" präsentierte, trat als Comedian 2008 noch einmal in einem Comeback-Programm auf. Zudem führte er Regie am Theater und trat als Bühnenschauspieler in Erscheinung. 2017 verabschiedete er sich wirklich von seinem Publikum.

Luke Perry 4. März 2019
Luke Perry, Bad Boy der einst beliebten Serie „Beverly Hill 90210", und Teenager-Schwarm in den 90er Jahren, verstarb nach einen schweren Schlaganfall im Alter von nur 52 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles. Nachdem die Serie im Jahr 2000 abgesetzt wurde, konnte Perry nie wieder an den einstigen Ruhm anknüpfen und hielt er sich immer wieder mit kleinen Rollen über Wasser. Zuletzt stand er in der TV-Serie „Riverdale“ als Vater der jugendlichen Hauptfigur vor der Kamera. In einer für dieses Jahr geplanten Neuauflage der ehemaligen Kult-Serie durch den US-Sender FOX sollte er jedoch ab und zu wieder dabei sein.

Barbara Hammer 16. März 2019
Die in Hollywood geborene US-Queerfilm-Pionierin Barbara Hammer verstarb im Alter von 79 Jahren an Eierstockkrebs. Nach ihrer Schulzeit studierte sie an der University of California in Los Angeles Psychologie und anschließend englische Literatur und Filmwissenschaften. Nach dem Scheitern einer Ehe hatte Hammer ihr Coming-out und lebte offen lesbisch in Kalifornien. Für ihren Kurzfilm "A Horse Is Not a Metaphor" erhielt sie 2009 den Teddy Award auf der Berlinale. Der Blick auf weibliche Körper, die Beschäftigung mit queerem Begehren und der experimentelle, spielerische Umgang mit dem Bildmaterial prägte 1974 schon eines ihrer Anfangswerke "Dyketactics", das von einigen Zuschauer*innen jedoch als pornografisch missverstanden wurde. In ihrem ersten langen Dokumentarfilm-Essay "Nitrate Kisses" (1992) versucht sie der heterosexuellen Erzählkultur etwas entgegenzusetzen und verbindet in einem Bilderrausch homosexuelle Subkultur der Dreißiger, Vierziger und Fünfziger mit der queeren Gegenwart.

Matthias Messner ~ 18. März 2019
Seit dem 18.03.2019, fehlte von dem gebürtigen Südtiroler Matthias Messner jede Spur. Erst drei Tage später wurde der 42-jährige Schauspieler bei einer privaten Suchaktion im niederösterreichischen Wald von Freunden in einer Art Zelt tot aufgefunden. Messner studierte Schauspiel am Franz Schubert Konservatorium in Wien. Neben dem Theater arbeitete er auch für das Fernsehen. So stand er unter anderem bei der ZDF-Erfolgsserie "Rosenheim Cops" oder bei "Just Married" vor der Kamera. Nähere Umstände zur Todesursache wurden nicht bekannt.

Larry Cohen 23. März 2019
Einer der verwegensten Filmemacher, der Regisseur und Drehbuchautor Larry Cohen verstarb in Los Angeles im Kreise seiner Lieben im Alter von 77 Jahren. Cohen verdiente seine ersten Meriten als TV-Schreiber und war unter anderem an den Drehbüchern zur Kultserie "Dr. Kimble auf der Flucht" (1963 bis 1967) beteiligt. Ab den 1970-ern machte er sich auch im Kino einen Namen: Mit dem Blaxploitation-Film "Der Pate von Harlem" (1973) und dem Kult-Horror-Streifen "Die Wiege des Bösen" (1974) wurde er als Regisseur berühmt. In den 1980er Jahren arbeitete Larry Cohen häufig mit dem Schauspieler Michael Moriarty zusammen - so beispielsweise in "American Monster" und "The Stuff" - und inszenierte 1989 den letzten Film mit Bette Davis, "Tanz der Hexen". In den 1990er Jahren folgten Filme wie "Ambulance" und "Original Gangstas", bevor sich Larry Cohen fast ganz aufs Schreiben von Drehbüchern konzentrierte. So schrieb er u.a. das Drehbuch zu "Nicht auflegen!" mit Colin Farrell, der weltweit knapp 100 Mio. Dollar einspielte, und "Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben" mit Kim Basinger, Jason Statham und William H Macy in den Hauptrollen.

Denise DuBarry 23. März 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin Denise DuBarry verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit mit nur 63 Jahren an einer seltenen Pilzinfektion in einem Krankenhaus in Los Angeles. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde die Schauspielerin in den Siebziger und Achtziger Jahren für ihre Rolle in "Drei Engel für Charlie", einer TV-Kultserie um die Polizistinnen Jill, Sabrina und Kelly, die im Auftrag eines mysteriösen Millionärs knifflige Fälle lösen mussten. Mit 18 Jahren stand Denise DuBarry das erste Mal vor der Kamera, nachdem sie Schauspielunterricht bei Milton Katselas und Charles E. Conrad genommen hatte. Später spielte Denise DuBarry auch in "Love Boat" mit. Mitte der Neunziger Jahre hängte sie ihre Schauspielkarriere allerdings an den Nagel, um sich anderen Projekten zu widmen.

Götz Argus 27. März 2019
Der deutsche Theater- und TV-Schauspieler Götz Argus verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 57 Jahren in seinem Haus im Odenwald. Argus wurde in Greiz in Thüringen geboren. Nach seiner Schauspielausbildung in Leipzig arbeitete er u.a. an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Stuttgart und war von 2011-2017 Ensemblemitglied am Residenztheater München. Sporadisch war Götz Argus auch im Kino und Fernsehen zu sehen. So trat er 1995 in dem Kinofilm "Der Sandmann" neben Götz George auf. Im Fernsehen spielte er in Heinrich Breloers Doku-Drama "Speer und er" sowie 2014 in der RTL-Serie "Der Knastarzt".

Agnès Varda 28. März 2019
Die in Brüssel geborene französische Filmemacherin Agnès Varda verstarb im Alter von 90 Jahren in Paris an den Folgen einer Krebserkrankung. Noch im Februar 2019 hatte die Vertreterin der "Nouvelle vague" ihren autobiographischen Dokumentarfilm "Varda par Agnes" persönlich auf der 69. Berlinale vorgestellt. Zuvor überreichte ihr der scheidenden Festivalleiter Dieter Kosslick die Berlinale-Kamera als besondere Ausszeichnung. Varda drehte seit den 60er Jahren mehr als 50 Filme, darunter "Das Glück" von 1965, und "Vogelfrei" von 1985, für den sie als erste Frau den Goldenen Löwen der Filmfestspiele in Venedig erhielt. Unter zahlreichen weiteren Filmpreisen war 2001 der Ehren-César, 2014 folgte der Europäische Filmpreis und 2017 der Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk.

Tania Mallet 30. März 2019
Von ihrer Cousine Helen Mirren wurde Tania Mallet einst als "unglaublich schön und gütig" bezeichnet. In den 1950er und 1960er Jahren machte sie als Model Karriere. Auf dem Zenit ihrer Karriere verdiente sie wöchentlich 2000 Pfund Sterling. Bekannt ist die Britin aber vor allem als Bond-Girl Tilly Masterson, die 1964 in "James Bond 007 - Goldfinger" neben Sean Connery zu sehen war. Nach dem Ausflug in die Schauspielwelt entschied sich Mallet, in das für sie offenbar lukrativere Model-Business zurückzukehren. Nun verstarb sie im Alter von 77 Jahren.

Seymour Cassel 7. April 2019
Der in Detroit geborene US-amerikanische Schauspieler Seymour Cassel, der 1969 für seine Leistungen in John Cassavetes Filmdrama "Gesichter" für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert gewesen war und den National Society of Film Critics Award gewann, verstarb im Alter von 84 Jahren an Alzheimer in Los Angeles. Überwiegend kennt ihn der jüngere Kinogänger aus unzähligen Nebenrollen amerikanischer Großproduktionen. Er ist der Chauffeur Robert Redfords in „Eine unmoralisches Angebot“, er ist der schmierige Hochstapler in „2 Millionen Dollar Trinkgeld“. Es sind kleine Rollen, doch sein Spiel sticht heraus ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. Er ist der Ganove, der Steve Buscemi in „In the Soup“ das Geld für einen Film geben will und der Mentor und Freund des jungen Mannes wird, der dem eher unschlüssigen Frischling den Weg zeigt. So spielt Cassel in vielen unabhängigen Filmproduktionen mit, die durch seine Teilnahme eine besondere Qualität erlangen. Er ist Seymour Moskowitz in „Minnie und Moskowitz“, die Rolle in John Cassavetes Film, die ihm wohl am meisten auf den Leib geschrieben worden ist. Für Peter Sehrs Dreh zu dem Film "Obession" kam Seymour Cassel im Sommer 1996 nach Berlin. Bereits als Kind lernte er im Schlepptau seiner Mutter, einer Komödiantin am Zirkus, die Welt des Theaters kennen. Seine Ausbildung erhielt er am American Theater Wing in New York und am Actors Studio.

Mya-Lecia Naylor 7. April 2019
Der britische Kinderstar Mya-Lecia Naylor verstarb im Alter von 16 Jahren. Die Sängerin und Schauspielerin war in den CBBC-Shows "Millie Inbetween" und "Almost Never" zu sehen. Mit Tom Hanks (62) und Halle Berry (52) spielte Mya-Lecia Naylor auch in dem Film "Cloud Atlas" (2012). Sie sei ein sehr beliebtes Mitglied der BBC-Kinderfamilie gewesen und eine "enorm talentierte Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin", heißt es in einem Statement. Die Todesursache ist unbekannt.

Jean-Pierre Beauviala 8. April 2019
Jean Pierre Beauviala, der Gründer des Kameraherstellers Aaton, verstarb im Alter von 81 Jahren. Über ein halbes Jahrhundert spielte Beauviala als technologischer Visionär, Designer und Erfinder eine Schlüsselrolle in der Kinotechnologie. Seine Tätigkeit resultierte in über 50 Patenten in der Film-, Video- und Audiotechnik. 1937 in Alès geboren, studierte Beauviala in den 1960er Jahren studierte Elektronik an der Universität von Grenoble, wo er anschließend im selben Fach unterrichtete. 1967 entwickelte er den ersten quarzgesteuerten Motor, der den synchronen Betrieb von Kameras und Tonaufnahmegeräten ohne Kabelverbindung erlaubte. Seine Erfindung stellte er dem Kamerahersteller Eclair vor, der Beauvialas Erfindung umgehend patentieren ließ und ihn einstellte. Bereits ein Jahr später folgte das nächste Patent zur Belichtung des Timecodes auf den Film mit Hilfe von Leuchtdioden. Nachdem Eclair seine Fertigung nach Großbritannien verlegte, verließ Beauviala das Unternehmen und gründete die Firma Aaton, wo er in der Folge die Aaton 7-Kamera entwickelte, die 1974 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Diese 16-mm-Kamera zeichnete sich besonders durch ihr innovatives und ergonomisches Design sowie den integrierten Video-Assist aus. Besonders bei Dokumentarfilmern war die Aaton 7 als “die Katze auf der Schulter” extrem beliebt. 2002 erhielt Jean-Pierre Beauviala den Eastman Kodak Gold Medal Award der Society of Motion Picture and Television Engineers für seine innovativen technischen Beiträge. Bis zuletzt arbeitete er an neuen Produkten wie etwa der ultraleichten Kamera Libellule.

Bibi Andersson 14. April 2019
Die durch ihre Zusammenarbeit mit Regisseur Ingmar Bergman berühmt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 83 Jahren in Stockholm. Bibi Andersson studierte von 1954 bis 1956 Schauspiel an der Gösta Terserus Theaterschule und der legendären Schauspielschule des Königlichen Dramatischen Theaters in Stockholm. Zur Zusammenarbeit mit Ingmar Bergman kam es zum ersten Mal 1951 im Alter von 15 Jahren bei einem Werbespot. 1956 wurde sie Mitglied von Bergmans Theaterensemble in Malmö und ein Jahr später spielte sie größere Rollen in seinen Klassikern wie „Wilde Erdbeeren“, „Das siebente Siegel“ (beide 1957) und „Persona“ (1966). Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in „Schlafwagenabteil“ des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den Silbernen Bären der Berlinale. Bis zu einem Schlaganfall im Jahre 2009 drehte sie noch weiter Filme.

Diego Galán 15. April 2019
Der Filmkritiker und Autor Diego Galán, langjähriger Leiter des Filmfestivals in San Sebastián, ist nach Angaben der Academia Espanola de Cine in seinem Haus in Madrid im Alter von 72 Jahren verstorben. Er machte das Festival von 1986 bis 1989 und von 1995 bis 2000 zum wichtigsten Filmevent des spanischsprachigen Teils der Welt. Wegen des von ihm 1986 initiierten Donostia-Awards für das Lebenswerk, den zuerst Gregory Peck und in den Folgejahren u.a. Glenn Ford und Bette Davis erhielten, wird dem Filmfestival auch heute weltweite Beachtung zuteil.

Bradley Welsh 17. April 2019
Der britische Schauspieler Bradley Welsh, bekannt als Gangsterboss in "T2 Trainspotting" (2017), einem Sequel das auf dem Irvine-Welsh-Roman "Porno" basiert, ist im schottichen Edinburgh von Unbekannten in der Nähe seines Wohnhauses erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, sei er am selben Abend noch an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Der 42-Jährige war früher ein erfolgreicher Boxer gewesen und hatte sich in Sozialprojekten in Edinburgh engagiert. "Danke, dass du mich zu einem besseren Menschen gemacht hast", twitterte "Trainspotting"-Autor Irvine Welsh. Im deutschsprachigen Raum war Bradley Welsh auch durch seine Hauptrolle als Detective Sergeant Ronnie Brooks aus der Serie "Law & Order: UK" bekannt.

Martin Böttcher 19. April 2019
Er war einer der ganz Großen der deutschen Unterhaltungs-, Fernseh- und Filmmusik. Nun verstarb der in Berlin geborene Filmkomponist Martin Böttcher im Alter von 91 Jahren, wie seine Tochter Betsy dem BR gegenüber bestätigte. Böttcher wurde vor allem durch die Melodien zu den Winnetou-Filmen bekannt. Insgesamt untermalte Böttcher zehn Karl-May-Filme musikalisch. Damit wurde er zu einem der erfolgreichsten Filmkomponisten Deutschlands. Das "Old-Shatterhand"-Thema stand Anfang der 1960er-Jahre sogar in den Charts. Es wurde mehr als 100.000 Mal verkauft. Zuvor hatte er auch die "Die Halbstarken" (1956) mit Horst Buchholz und Heinz Rühmanns "Pater Brown"-Filme vertont. Später komponierte er auch für Fernsehserien wie "Forsthaus Falkenau" und "Pfarrer Braun". Insgesamt schrieb er die Musik zu mehr als 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen. Dafür erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Der Musiker war der Urenkel eines Weimarer Hofkapellmeisters, der seit einem Sturz als Kind auf einem Ohr nichts mehr hörte. Seine musikalische Heimat war der Jazz. Nach dem Krieg konnte er seine professionelle musikalische Laufbahn als Rhythmus-Gitarrist im Tanz- und Unterhaltungsorchester des Nordwestdeutschen Rundfunks ausüben.

Stefanie Sherk 20. April 2019
Die kanadische Schauspielerin Stefanie Sherk dürfte den meisten aus der Liebeskomödie „Valentinstag“ bekannt sein. Auch als Model hatte sie sich einen Namen gemacht und wirkte auch in Demián Bichirs Produktionen „Refugio“ sowie „Un Cuento de Circo & A Love Song“ mit. Auf der Foto & Videoplattform »Instagram« verkündete ihr Mann, der Oscar-nominierte Schauspieler und Filmemacher Demián Bichir (55), die traurige Botschaft vom überraschenden Tod seiner Frau im Alter von nur 37 Jahren.

Heidi Hetzer 21. April 2019
Die Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer wurde am Ostersonntag tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Todesursache ist noch unbekannt. Sie wurde 81 Jahre alt. Die Weltenbummlerin war erst kürzlich war von einer Südafrika-Reise zurückgekehrt und plante für November bereits ihre nächste Afrika-Reise mit einem Opel Oldtimer bei der sie sich stets von der Kamera begleiten lies. Die ersten drei NDR-Dokumentationen von ihrer Reise nach Australien waren auch in der ARD-Mediathek unter dem Titel "Heidi Hetzer fährt um die Welt" zu sehen gewesen. Von 1969 bis 2012 leitete sie den von ihrem Vater gegründeten Opel-Autohandel in Berlin-Charlottenburg.

Ken Kercheval 21. April 2019
Ken Kercheval war ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als Cliff Barnes in der Fernsehserie Dallas bekannt wurde. Der Darsteller, der in allen 14 "Dallas"-Staffeln J.R. Ewings Gegenspieler verkörperte, verstarb im Alter von 83 Jahren in der Kleinstadt Clinton im US-Bundesstaat Indiana, wo er 1935 auch aufgewachsen war. Seine Schauspielkarriere begann in den 1960er Jahren am Broadway.

Hannelore Elsner 21. April 2019
Am Osterwochenende verstarb nach kurzer schwerer Krankheit überraschend Hannelore Elsner im Alter von 76 Jahren. In einer Münchener Klinik sei sie einem Krebsleiden erlegen. Hannelore Elsner, die große deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin hielt ihre Brustkrebserkrankung jahrelang geheim. Nur Sohn Dominik sowie sein Vater, der Filmregisseur Dieter Wedel, und wenige Freunde waren eingeweiht. Die Ärzte im Münchner Isarklinikum hatten ihr gesagt, dass es nach fünf Jahren schwerer Chemotherapie keine Chance mehr auf Besserung gibt. In ihren letzten Mo­naten waren auch Ma­gen und andere Orga­ne vom Krebs befallen, weshalb sie ihren Appetit verlor und immer dünner wurde. Unter der Regie von Edgar Reitz und István Szabó war sie über Jahrzehnte eine der bekanntesten Charakterdarstellerinnen Deutschlands. Sie spielte in ihrer 60-jährigen Karriere in über 220 Film- und Fernsehproduktionen mit und war auch eine profilierte Theaterschauspielerin. Hannelore Elsner hat die deutsche Kino- und Fernsehwelt geprägt wie keine andere, als Charakterdarstellerin und Komödiantin. Geboren wurde sie im bayerischen Burghausen nahe der österreichischen Grenze. Schon mit 17 Jahren begann ihre Schauspielkarriere. An der Seite von Freddy Quinn gab sie 1959 in "Freddy unter fremden Sternen" ihr Filmdebüt. Von 1994 bis 2006 verkörperte sie in der ARD-Fernsehkrimiserie „Die Kommissarin“ die Kriminalhauptkommissarin Lea Sommer in insgesamt 66 Folgen. Die Rolle der suizidgefährdeten Schriftstellerin Hanna Flanders in Oskar Roehlers Spielfilm „Die Unberührbare“ brachte ihr im Jahr 2000 den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Kritikerpreis und den Bayerischen Filmpreis ein. Zuletzt war Hannelore Elsner im Film „Kirschblüten und Dämonen“ von Doris Dörrie zu sehen, der im März 2019 in die Kinos kam, der Fortsetzung von Doris Dörries' "Kirschblüten – Hanami" aus dem Jahre 2008, in dem sie ebenfalls die Hauptrolle spielte. Seit Mitte März 2019 liefen mit ihr in München und Umgebung Dreharbeiten zu der ARD-Tragikomödie „Lang lebe die Königin“ (AT). Darin spielt sie die Mutter einer erfolgreichen Moderatorin bei einem Verkaufssender. Hannelore Elsner arbeitete auch als Synchronsprecherin und lieh unter anderen Liza Minnelli und Fanny Ardant ihre Stimme. 1997 wurde Hannelore Elsner der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen, 2006 erhielt sie den Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk. Mit dem Regisseur Dieter Wedel hatte sie übrigens in zweiter Ehe einen Sohn.

Ellen Schwiers 26. April 2019
Die Schauspielerin Ellen Schwiers ist verstarb mit 88 Jahren nach langer schwerer Krankheit in ihrem Haus am Starnberger See. 2015 hatte die aus einer Schauspielerfamilie stammende Schwiers nach 70 Jahren Abschied von der Bühne genommen. Zuletzt hatte sie an der Seite ihres Bruders Holger Schwiers und ihrer Tochter Katerina Jacob in dem Stück "Altweiberfrühling" in der Komödie im Bayerischen Hof in München auf der Bühne gestanden. Zudem hatte sie seit 1947 in über 60 Filmen und 200 TV-Produktionen mitgewirkt. Einer ihrer ersten Erfolge war der Nachkriegsklassiker "08/15" an der Seite von joachim Fuchsberger. Es folgten "Der rote Schal" oder "Das Erbe von Björndal". Noch 2017 stand sie für die ZDF-Reihe "Die Spezialisten" vor der Kamera. 2013 gewann sie den Deutschen Schauspielpreis. Im März sorgte ihr Wunsch nach Sterbehilfe für öffentliche Aufmerksamkeit.

John Singleton 29. April 2019
Mit dem Teenager-Drama "Boyz n the Hood" über Ganggewalt in Los Angeles wurde der US-amerikanische Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent John Singleton zu einem Wegbereiter des neuen afroamerikanischen Kinos, dem New Black Cinema. Der dunkelhäutige Regisseur war erst 22 Jahre alt und frisch von der Filmschule, als er das Teenager-Drama mit Schauspielern wie Angela Bassett, Laurence Fishburne, Cuba Gooding Jr. und dem Rapper Ice Cube drehte. 1991 sorgte sein Kinodebüt für Furore. Als bisher jüngster Regisseur wurde er selbst für einen Oscar nominiert. Mit Samuel L. Jackson drehte er im Jahre 2000 ein Remake von "Shaft", der Ikone des Blaxploitation-Kinos der Siebziger, und mit Mark Wahlberg den Thriller "Vier Brüder" (2005). Ein geschicktes Gespür für Montage und Timing zeigte er auch 2011 in dem Actionfilm "Abduction - Atemlos". Am 17. April erlitt er einen Schlaganfall und wurde bewusstlos im Alter von 51 Jahren in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert. Nachdem er aus dem Koma nicht mehr erwachte, entschloss sich die Familie die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden.

Peter Mayhew 30. April 2019
Der britische Schauspieler Peter Mayhew, der über einen Zeitraum von über 40 Jahren als Darsteller des Wookies Chewbacca in den Star-Wars-Filmen bekannt wurde, verstarb mit 74 Jahren in seiner Wahlheimat Texas. Der mehr als 2,20 Meter große Hüne steckte in fünf Episoden von George Lucas' "Star Wars" im Kostüm des Zotteltiers, so dass sein Gesicht nie zu sehen war. Aufgrund seiner Größe hatte er aber zahlreiche Probleme mit seinem Skelett und wirkte aus gesundheitlichen Gründen beim Star-Wars-Nachfolger, "Die letzten Jedi", nur noch als Berater für den finnischen Schauspieler Joonas Suotamo mit. Im letzten Jahr musste sich der sanfte Riese nach der Erneuerung von Kniegelenken auch einem Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen, von der er sich wohl nicht mehr richtig erholen konnte.

Anémone Bourguignon 30. April 2019
Anémone, geboren 1950 als Anne Bourguignon in Paris war eine französische Schauspielerin. Sie starb am 30. April 2019 in Poitiers, im Alter von 68 Jahren nach langer Krankheit. In circa 40 Berufsjahren spielte Anémone ungefähr 80 Rollen vor der Kamera, zum Beispiel in der Verwechslungskomödie "C’est pas moi... c’est l’autre!" (2004) von Alain Zaloum. 1988 gewann sie den César in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für die Familiengeschichte "Am großen Weg".

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mit Alvin Sargent , der am 9. Mai 2019 verstarb.

Alvin Sargent 9. Mai 2019
Der in Philadelphia geborene Alvin Sargent war ein US-amerikanischer Drehbuchautor. In den 1960er Jahren verfasste er diverse Drehbücher für Episoden der Serien "Ben Casey", "Naked City", "Route 66" und Alfred Hitchcock "Presents". Seine ersten größeren Projekte waren "Der Sheriff" von John Frankenheimer (1970) und "Paper Moon" von Peter Bogdanovich (1973). Für Letzteren wurde er von der Writers Guild of America ausgezeichnet. Einen ersten Oscar erhielt für 1978 für seine Arbeit am Drehbuch von "Julia". 1980 wurde ihm erneut der Oscar für Robert Redfords Regiedebüt "Eine ganz normale Familie verliehen".

Jean-Claude Brisseau 11. Mai 2019
Der preisgekrönte französische Regisseur und Drehbuchautor Jean-Claude Brisseau verstarb im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit in einem Pariser Krankenhaus. Brisseaus filmisches Schaffen war von Vorwürfen sexueller Übergriffe überschattet worden. Er sorgte mit Erotik-Filmen wie "Heimliche Spiele" für Aufsehen - und arbeitete mit der sehr jungen Vanessa Paradis zusammen. In seinen Filmen hatte der umstrittene Brisseau häufig sexuelle Obsessionen umgesetzt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben "Céline" das Drama "Noce Blanche" ("Weiße Hochzeit"). Der Film aus dem Jahr 1989 mit Vanessa Paradis handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einem Lehrer und seiner minderjährigen Schülerin. Mehr als 1,8 Millionen Menschen sahen sich den Streifen in den Kinos an. In dem Film hatte Vanessa Paradis ihren ersten großen Auftritt. Im Jahre 2012 gewann der Regisseur für "La fille de nulle part" (Das Mädchen von Nirgendwo) auf dem Filmfestival von Locarno den Goldenen Leoparden. Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Frau und eines alten Mannes.

Peggy Lipton 11. Mai 2019
Die US-Schauspielerin Peggy Lipton verstarb im Alter von 72 Jahren an Krebs. Zunächst war Lipton als Model aktiv, später wurde sie vor allem durch die Rolle der Norma Jennings in David Lynchs Kultserie "Twin Peaks" als Schauspielerin bekannt. Dort spielte sie die Besitzerin des "Double R Diner". Zuvor hatte sie in den 1960er Jahren bereits in der TV-Serie "The Mod Squad" (deutsch: Twen-Police) mitgespielt. Von 1974 bis 1990 war Lipton mit dem Musikproduzenten Quincy Jones verheiratet. Die gemeinsamen Töchter Rashida und Kidada sind auch Schauspielerinnen.

Doris Day 13. Mai 2019
Die Hollywoodlegende Doris Day verstarb mit 97 Jahren im Kreise enger Freunde an einer Lungenentzündung. Zuvor erfreute sie sich noch bester Gesundheit. Day war in den 1950er und 60er Jahren besonders prominent und zählte zu den populärsten Schauspielerinnen Hollywoods, vor allem an der Seite ihres Filmpartners Rock Hudson kam sie zu großen Erfolgen. Für den Liebesfilm "Bettgeflüster" wurde Day für einen Oscar nominiert. Die männlichen Stars standen Schlange, um mit der blonden Schönheit zu drehen: Cary Grant, Frank Sinatra und gleich dreimal Rock Hudson, etwa in "Ein Pyjama für zwei" von 1961. Entdeckt wurde sie zuerst als Sängerin. Zur Schauspielerei kam sie durch "Casablanca"-Regisseur Michael Curtiz. Nach einem Vorsprechen riet er ihr, sie solle bloß keinen Schauspielunterricht nehmen - und gab ihr 1948 in die "Zaubernächte in Rio" die Rolle einer Sängerin. Bekannt ist aber vor allem ihr "Que sera, sera" aus Hitchcocks "Der Mann, der zuviel wusste." Später trat Day vor allem in Komödien als brave Hausfrau auf, obwohl sie den Typus hasste. In 39 Kinofilmen spielte sie zwischen 1948 und 1968 das begehrenswerte, jugendlich-unschuldige Wesen - eine Art Anti-Marilyn, das nur mit Trauring zu haben war. Für die Generation Petticoat verkörperte sie die moderne Frau, später galt dies aber eher als abschreckendes Beispiel. Der Frauentyp, den sie so lang geprägt hatte, galt als altbacken, langweilig und überholt. Ihre Filmkarriere beendete sie bereits 1968 mit Mitte 40. Sie wollte ihrer Ehe den Vortritt geben. Doch die endet im Desaster. Nachdem ihr dritter Mann starb, stellte sie fest, dass er ihr Vermögen verspekuliert hatte. Sie holte sich einen Teil vor Gericht zurück. Dann heiratete Day noch einmal - und ließ sich 1981 nochmals scheiden.

Isaac Kappy 13. Mai 2019
Der 42-jährige US-Schauspieler Isaac Kappy war in Filmen wie „Thor“ und „Terminator“ zu sehen und landete vergangenes Jahr vor allem in den Schlagzeilen, weil er Paris Jackson beleidigt haben soll. Nun soll er Selbstmord begangen haben, indem er sich von einer Brücke in Arizona gestürzt hat. Er fiel auf eine Straße und wurde von einem Lastwagen erfasst. Umstehende sollen versucht haben, ihn an seinem Vorhaben zu hindern - doch vergeblich. In einer Abschiedsbotschaft auf Instagram postete er, dass er oft kein guter Mensch war. „Ich habe Menschen für Geld ausgenutzt. Ich habe viele Menschen und deren Vertrauen betrogen. Ich habe Drogen verkauft. Ich habe Schulden. Ich habe meinen Körper mit Zigaretten, Drogen und Alkohol missbraucht. Ich habe Leute, die mich lieben, ausgenutzt, darunter meine Familie.“

Tim Conway 14. Mai 2019
Der Schauspieler und Komiker Tim Conway, den das deutsche TV-Publikum vor allem aus der Serie "Eine schrecklich nette Familie" kannte, verstarb in Los Angeles nach vorangegangener, schwerer Krankheit. Er wurde 85 Jahre alt. In der Sitcom mit dem fiktiven Schuhverkäufer 'Al Bundy' mimte er Peggy Bundys Vater Ephraim. Große Erfolge feierte Conway in den Sechziger- und Siebzigerjahren in der TV-Sendung „The Carol Burnett Show“ – an der Seite der Hauptdarsteller Harvey Korman (1927-2008) und Carol Burnett (86). Für seine Rolle erhielt er insgesamt drei Emmys.

Herman Wouk 17. Mai 2019
Der Autor Herman Wouk verstarb nach Angaben seiner Agentin im stolzen Alter von 103 Jahren in seinem Haus in Palm
Springs in den USA. 10 Tage später wäre er 104 Jahre alt geworden. Wouk hatte 1952 den Pulitzerpreis für "Die Caine war ihr Schicksal" über eine Meuterei auf einem US-Kriegsschiff erhalten. Der Roman wurde 1954 mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle verfilmt. Auch die Romane "Der Feuersturm" und "Der Krieg" spielten im Zweiten Weltkrieg. Sie waren die Grundlagen für Miniserien mit Robert Mitchum. Wouk stammte aus einer russisch-jüdischen Familie und wuchs 1915 in New York City auf.

Judith Kerr 22. Mai 2019
Ihre Kinder- und Jugendbücher machten die in Berlin geborene Autorin jüdischer Abstammung weltberühmt. Im Alter von 95 Jahren verstarb Judith Kerr in ihrem Haus in London, wohin sie mit ihrer Familie aus dem Nazi-Deutschland geflohen war. In ihren Büchern beschreibt sie das Leben in der Emigration. Am bekanntesten ist darunter: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", das in diesem Jahr von Caroline Link verfilmt wurde und noch im Dezember 2019 in den Kinos starten soll. Weniger dem Schreiben als dem Zeichnen galt Judiths erste Liebe, weshalb sie sich in London an der Central School of Arts and Crafts zum Studium einschrieb. Zusammen mit ihrem Bruder gründete sie später aus den Tantiemen der posthum erschienenen Bücher des Vaters die Alfred-Kerr-Stiftung, die eine Woche vor ihrem Tod den Kerr-Darstellerpreis beim Berliner Theatertreffen verliehen hat. Gern wäre sie selbst gekommen, aber nachdem man einen Darmkrebs bei ihr festgestellt hatte, fühlte sie sich zu schlapp für die anstrengende Reise in ihre Heimatstadt Berlin.

Carmine Caridi 28. Mai 2019
Der Schauspieler Carmine Caridi verstarb im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles. Bekannt wurde der US-Amerikaner vor allem durch den Film "Der Pate II", in dem er Carmine Rosato spielte. Auch in der Fortsetzung von "Der Pate Teil III" war er wieder dabei, diesmal jedoch verkörperte er Albert Volpe. 2004 war der Star durch einem Skandal um Raubkopien im Internet in die Schlagzeilen geraten, infolgedessen er von der Oscar-Akademie als erstes Mitglied rausgeworfen wurde. Caridi hatte Filmbänder weitergegeben, die ihm für die Oscar-Bewertung zugeschickt worden waren. Diese waren dann im Internet als Raubkopien aufgetaucht.

Matthias Zahn 9. Juni 2019
Matthias Zahn, der CEO der Fast Multimedia AG und innovativer Hardware-Entwickler verstarb 61jährig. In den 90er Jahren war Fast Multimedia mit Produkten wie Screen Machine, Video Machine und Blue einer der Pioniere in der Videoverarbeitung mit dem Computer. Große unternehmerische Erfolge konnte Zahn mit Hardlocks/Dongles realisieren, dann kam als bedeutende, wichtige Station der Bereich Multimedia, später konzentrierte er sich stärker auf den Bereich Storage. Zuletzt leitete Matthias Zahn mit Fast LTA ein Unternehmen, das Konzepte für die sichere Langzeitspeicherung von Daten auf Festplatten in die Realität umgesetzt hat.

Girish Karnad 10. Juni 2019
Der indische Dramatiker, Schauspieler, Regisseur und Aktivist Girish Karnad verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 81 Jahren in seinem Haus in Bangalore, Indien. Karnad, der einen Masterabschluss in Politikwissenschaft, Philosophie und Wirtschaft hatte, war eine angesehene Persönlichkeit aus dem Theaterwesen. Er arbeitete hauptsächlich im Kino von Südindien und Bollywood. Seine Karriere begann Karnad als Schauspieler. Bekannt wurde er aber vor allem als Autor von Theaterstücken, die als prägnante Gesellschaftskommentare zu verstehen sind und die der furchtlose Aktivist, der sich gegen religiösen Fundamentalismus und für Meinungsfreiheit aussprach, auf Kannada verfasste, einer im südlichen Indien verbreiteten Sprache. Viele seiner mit Preisen ausgezeichneten Stücke wurden ins Englische übersetzt.

Elfriede Ott 12. Juni 2019
Die österreichische Schauspielerin und Kabarettistin Elfriede Ott verstarb einen Tag nach ihrem 94. Geburtstag in ihrer Heimatstadt Wien. Fast 70 Jahre lang stand Elfriede Ott auf der Bühne, sie galt in Österreich als eine der beliebtesten und vielseitigsten Schauspielerinnen. Ott war beim Wiener Theater in der Josefstadt Ehrenmitglied und seit 2009 Doyenne, d.h. älteste Dekanin des Theaters. Mit 19 Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne und debütierte 1944 am Wiener Burgtheater. 14 Jahre später fand sie ihre künstlerische Heimat im Theater in der Josefstadt, wo sie am 9. Januar 2011 nach 70 Jahren Bühnenerfahrung im Alter von 85 Jahren zum letzten Mal zu sehen war. 60 Jahre lang spielte sie Soloprogramme und ebenso lange TV-Rollen.

Wilhelm Wieben 13. Juni 2019
Wilhelm Wieben war Journalist, Fernsehmoderator, Schauspieler, Autor und von 1973 bis 1998 Sprecher der ARD-Tagesschau. Wieben absolvierte eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin mit kleineren Rollen am Theater. Danach arbeitete er als Rundfunksprecher beim Sender Freies Berlin. 1966 wechselte er in der Tagesschau-Redaktion nach Hamburg. Dennoch blieb er auch dem Schauspiel verbunden, indem er immer wieder kleinere und größere Rollen übernahm oder als Synchronsprecher arbeitete. Seine Homosexualität hielt er stets diskret, verneinte sie aber auch nicht als ihn Inge Meisel 1995 outete. Wieben wurde 84 Jahre alt. Er verstarb in Hamburg.

Franco Zeffirelli 15. Juni 2019
Der in Florenz geborene italienische Regisseur Franco Zeffirelli ist im Alter von 96 Jahren nach Aussage seines Sohnes friedlich am Mittag in Rom eingeschlafen. Zefferelli, der Kunst und Architektur an der Universität Florenz studiert hat, wurde als Filmregisseur vor allem mit zwei Shakespeare-Verfilmungen bekannt: 1967 inszenierte er "Der Widerspenstigen Zähmung" mit Elizabeth Taylor und Richard Burton, ein Jahr später "Romeo und Julia". Für letzteren erhielt er eine Oscar-Nominierung. Darüber hinaus galt Zeffirelli als bedeutender Bühnenregisseur für Opern, bei denen er ebenfalls für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich zeichnete. Den Anstoß für die Laufbahn bei Theater und Film hatte der 1976 verstorbene berühmte italienische Regisseur Lucino Visconti gegeben, der ihn nach dem Zweiten Weltkrieg zu seinem Assistenten machte. Zunächst war Zefferelli jedoch als Bühnenbildner bekannt geworden. Gemeinsam mit dem spanischen Maler Salvadore Dalí schuf er Kulissen für eine Shakespeare-Inszenierung. 1953 führte er dann erstmals an der Mailänder Scala Regie. Zeit seines Lebens arbeitete der eigenwillige, radikale Künstler immer mit den Großen seines Fachs, von Riccardo Muti über John Sutherland bis Luciano Pavarotti. Auch im Alter gelang ihm noch Überraschendes. So konnte er weibliche Superstars wie Cher, Maggie Smith oder Judi Dench verpflichten. 1999 inszenierte er "Tee mit Mussolini" und 2002 erregte er mit "Callas Forever" Aufsehen, weil er darauf bestand, dass der Film mit Fanny Adant, nicht beim Internationalen Film Festival von Venedig gezeigt werden dürfte.

Rolf von Sydow 16. Juni 2019
Der Regisseur Rolf von Sydow ist laut Aussage seiner Frau Susanne kurz vor seinem 95 Geburtstag sanft eingeschlafen. Der bis dato in Berlin lebende Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Autor galt als Grandseigneur unter den deutschen Unterhaltungsregisseuren, vom „Tatort“ bis zu den legendären „Durbridge“-Krimis. Mehr als 130 Film- und Fernsehproduktionen, Theaterinszenierungen, Kabarettprogramme und Hörspiele umfassten sein Lebenswerk. Besonders wichtig waren in seiner Karriere die Straßenfeger – Krimis nach den Büchern des Briten Francis Durbridge, darunter „Das Messer“ mit Hardy Krüger von 1971. Darüber hinaus fesselten ihn Verfilmungen der Liebesromane von Rosamunde Pilcher von 1994 bis 2002. Sein Vater entstammte dem alten brandenburgischen Adelsgeschlecht Sydow, seine Mutter war nach nationalsozialistischer Definition „Halbjüdin“. Deshalb konnte er nach dem Abitur im Jahre 1942 seinen Kindheitswunsch, Offizier oder Diplomat zu werden, nicht in die Tat umsetzen. Er diente jedoch unerkannt bis 1944 als Panzerfahrer in der Wehrmacht, wurde mehrfach verwundet und mit hohen Orden ausgezeichnet.

Gloria Vanderbilt 17. Juni 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin, Malerin, Designerin und Autorin Gloria Laura Vanderbilt, verstarb im hohen Alter von 95 Jahren in ihrer Heimatstadt New York City. Schon als Kind wurde sie zur Millionärin. Ihr Ur-Ur-Großvater Cornelius Vanderbilt (1794-1877) war der Patriarch und Gründer eines millionenschweren Dampfschiff- und Eisenbahn-Imperiums. Sie selber war Malerin und Designerin, vor allem für Mode. Berühmt war Vanderbilt für ihre Liebschaften mit Männern wie Marlon Brando und Frank Sinatra. Sie war viermal verheiratet. Unter anderen von 1956–1963 mit dem französischen Filmregisseur Sidney Lumet (1924–2011). Sie hatte aber auch Beziehungen zu Howard Hughes (1905–1976) und Gordon Parks (1912–2006). Im Jahre 2016 erschien auf dem Sunset Filmfestival in Park City die Dokumentation "Nothing Left Unsaid Doesn't Say Enough" von Liz Garbus in der Gloria Vanderbilt zusammen mit ihrem Sohn Anderson Cooper Stellung zu ihrem Leben und dem Erbe des legendären Vanderbilt-Imperiums nahm.

Peter Matic 20. Juni 2019
Der österreichische Schauspieler und Synchronsprecher verstarb im Alter von 82 Jahren wie das Wiener Burgtheater mitteilte. Der 1937 in Wien geborene Matic war nach einer privaten Schauspielausbildung viele Jahre am Theater an der Josefstadt eine feste Größe. Es folgten Engagements in Basel und an den Münchner Kammerspielen, bis er ans Berliner Schillertheater wechselte. Dort war er 22 Jahre lang tätig. Außerdem wurde er als Synchronsprecher des Schauspielers Ben Kingsley
("Gandhi", "Schindlers Liste") bekannt. Auch im stolzen Alter von 82 Jahren war der Österreicher noch als Schauspieler tätig. Bei den im Sommer 2019 beginnenden Festspielen im niederösterreichischen Ort Reichenau hätte Peter Matic eine Rolle übernehmen sollen.

Wibke Bruhns 20. Juni 2019
Sie war die erste Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen und eine der Grand Dames im deutschen Journalismus. Am 12. Mai 1971 trat Wibke Bruhns erstmals für die "heute"-Nachrichten in ZDF vor die Kamera. In ihrer langen journalistischen Karriere wandelte sie mit großer Sicherheit zwischen den Medienwelten, zwischen Print, Fernsehen und Hörfunk. 14 Jahre lang war sie beim "Stern" als Reporterin beschäftigt. Danach war sie für den WDR tätig, dann verantwortete sie die Filmredaktion bei Arte und wechselte schließlich 1995 zum ORB in Potsdam. Zuletzt lebte sie in Berlin und verstarb hier im Alter von 80 Jahren.

Maximilian Krückl 22. Juni 2019
Der Schauspieler Maximilian Krückl ist tot. Der 52-Jährige hinterlässt eine Ehefrau und zwei Töchter. Er spielte in Fernsehserien mit wie "Wildbach", "SOKO Kitzbühel" und "Forsthaus Falkenau". Auch in der ARD-Krimi-reihe "Polizeiruf 110" trat er auf. Vor mehreren Jahren hatte Krückl begonnen, sich eigene Geschichten auszudenken und Drehbücher für Filme und TV-Serien zu schreiben. Sozial engagierte er sich im Kampf gegen Erbschleicher.

Stephanie Niznik 23. Juni 2019
Die US-Schauspielerin Stephanie Niznik verstarb mit 52 Jahren. Bekannt war sie vor allem für ihre Rolle aus der US-amerikanischen Fernsehserie "Everwood", in der sie die „Nina Feeney“ spielte. Die Serie lief vier Staffeln lang von 2002 bis 2006. Stephanie Niznik absolvierte die Duke University in North Carolina. Sie debütierte 1994 in der Komödie "Insel der geheimen Wünsche", in der sie neben Dan Aykroyd und Hector Elizondo zu sehen war. Im Horrorfilm "Spiders II: Breeding Ground" spielte sie die Hauptrolle „Alexandra“. In "Das große Inferno" spielte sie die „Erika“. Die Todesursache wurde bisher nicht bekannt.

Bruno de Keyzer 25. Juni 2019
Im Alter von 69 Jahren verstarb der französische Kameramann Bruno de Keyzer. Er arbeitete zunächst als Kameraassistent bei Sven Nykvist. Als Chefkameramann war er anfänglich in Frankreich, bald auch bei internationalen Produktionen tätig. Für "Ein Sonntag auf dem Lande" erhielt er 1986 den César für die beste Kamera. 2011 wurde er Chevalier des Ordre des Arts et des Lettres.

Max Wright 26. Juni 2019
Der US--amerikanische Schauspieler George Edward Maxwell Wright wurde bekannt durch die Rolle des William „Willie“ Tanner aus der Fernsehserie Alf. Dort spielte er den braven Familienvater, der oft mit dem unangepassten Außerirdischen Alf in Konflikt gerät, ihn aber dennoch in seinem Haus versteckt. Wright spielte auch in Filmen wie "Hinter dem Rampenlicht" (1979), "Reds - Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit" (1981) und "Soul Man" (1986). 1998 wurde er für seine Rolle in Anton Chekhovs Stück "Ivanov" für einen Tony-Award in der Kategorie "Bester Schauspieler" nominiert. Wright verstarb im Alter von 75 Jahren zu Hause im kalifornischen Hermosa Beach in der Nähe von Los Angeles. Seit den 1990er Jahren kämpfte er vergeblich gegen eine Krebserkrankung.

Lisa Martinek 28. Juni 2019
Die deutsche Schauspielerin Lisa Martinek, die zuletzt in Berlin und München wohnte und drei Kinder hinterlässt, verstarb völlig überraschend während eines Aufenthaltes in Italien im Alter von nur 47 Jahren. Sie erlitt einen Herzstillstand beim Tauchen in der Adria. Martinek erhielt ihre Schauspielausbildung von 1993 bis 1997 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Während dieser Zeit spielte sie bereits am Hamburger Thalia Theater und arbeitete sowohl in Fernseh- als auch Kinoproduktionen mit. Von 1997 bis 2001 war sie im Festengagement am Schauspielhaus Leipzig. Danach war sie als Gast beim Schauspiel Frankfurt und am Deutschen Theater in Berlin engagiert. Ihre erste TV-Rolle hatte Martinek in der fünfteiligen TV-Filmreihe "Schulz & Schulz" 1991. Von 2006 bis 2012 spielte Martinek in der ZDF-Krimireihe "Das Duo" die Kommissarin Clara Hertz. Zuletzt wirkte sie neben zahlreichen TV-Produktionen auch in einem „Tatort“ aus München mit. Nach ihrer ersten Ehe mit Krystian Martinek behielt dessen Nachnamen auch nach ihrer zweiten Eheschließung mit Giulio Ricciarelli weiterhin als Künstlernamen bei.

Borka Pavićević 30. Juni 2019
Die 1947 in Montenegro geborene Regisseurin und Dramaturgin Borka Pavićević verstarb mit 72 Jahren im serbischen Belgrad. Dort hat sie bis zum Schluss unter anderem am Belgrader Theater Atelje 212 für das BITEF Festival und das Belgrader Drama Theater gearbeitet. 1994 gründete Pavićević, die sich auch als Friedensaktivistin betätigte, in Belgrad das Zentrum für kulturelle Dekontamination, das sich gegen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzt.

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mit Lis Verhoeven, die am 2. Juli 2019 verstarb.

Lis Verhoeven 2. Juli 2019
Die Schauspielerin und Theaterregisseurin Lis Verhoeven, Schwester von Filmregisseur Michael Verhoeven, verstarb in ihrer Heimatstadt Frankfurt am Main an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 88 Jahren. Die Wahlberlinerin spielte unter anderem an den Münchner Kammerspielen sowie an den Schauspielhäusern in Frankfurt und Hamburg. Als Regisseurin inszenierte sie etwa am Alten Schauspielhaus in Stuttgart und am Volkstheater Wien. Von 1994 bis 2000 war sie zudem Intendantin der Kreuzgangspiele Feuchtwangen. Auch fürs Fernsehen stand Verhoeven vor der Kamera, für Serien wie "Derrick", "Der Bulle von Tölz" und "Schwarzwaldklinik". Geboren wurde sie 1931 als Tochter der Schauspielerin Doris Kiesow und des Regisseurs Paul Verhoeven. Kurze Zeit war Lis Verhoeven mit dem Schauspieler Mario Adorf verheiratet. 1963 wurde ihre Tochter Stella Maria Adorf geboren, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet.

David Alexander Groenewold ~ 3. Juli 2019
Der Filmproduzent David Alexander Groenewold verstarb Anfang Juli im Alter von 46 Jahren in Berlin an den Folgen eines Schlaganfalls, den er 2015 erlitten hatte. Zudem sei eine Autoimmunkrankheit entdeckt worden. Nähere Angaben zu Zeitpunkt oder Ursache wurden nicht genannt. Bekannt wurde Groenewold als Produzent von Filmen wie der Komödie „Der Wixxer“ (2004), „Elementarteilchen“ (2006) oder „Die Welle“ (2008). Seinen letzten Film "Zettl" produzierte er 2012. Michael "Bully" Herbig spielte damals darin die Hauptrolle. Groenewold, der Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der London School of Economics studierte, war ein Freund des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Groenewolds Vater, ein Steuerberater, war ebenfalls im Filmgeschäft tätig. Er finanzierte etwa den Film „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1975).

Pierre Lhomme 5. Juli 2019
Der französische Kameramann Pierre Lhomme verstarb mit 89 Jahren in Arles. Seine Ausbildung als Kameramann erhielt er während seines in Deutschland abgeleisteten Wehrdienstes. Als Assistent von u.a. Claude Renoir und Henri Alekan war er an zahlreichen Produktionen beteiligt, bis er im Jahr 1960 erstmals als Chefkameramann tätig war. Im Laufe seiner Karriere wurde Lhomme für unterschiedliche Filmprojekte engagiert und stand sowohl bei reinen Unterhaltungsfilmen als auch künstlerisch anspruchsvollen Werken hinter der Kamera. Nach mehreren Nominierungen für den César in der Kategorie Beste Kamera erhielt er den Filmpreis im Jahre 1989 für "Camille Claudel" und erneut 1991 für "Cyrano von Bergerac".

João Gilberto 6. Juli 2019
Der weltberühmte brasilianische Musiker Joao Gilberto ist im Alter von 88 Jahren in Rio de Janeiro gestorben. Der brasilianische Gitarrist, Sänger und Komponist gilt neben Antônio Carlos Jobim als Vater der Bossa Nova. Er feierte Erfolge auch in Nordamerika, Japan und in Deutschland. Auf seiner Debüt-LP "Chega de Saudade" waren neben dem Titelsong auch andere Lieder wie "Bim Bom" und "Desafinado", die zu Standards in aller Welt wurden. Mit seiner Interpretation von "The Girl from Ipanema" machte er die moderne Mischung aus Samba und Jazz auf der ganzen Welt berühmt. Für sein Werk wurde Gilberto mit zwei Grammy-Awards ausgezeichnet, sechsmal war er nominiert. Zuletzt lebte er krank und verschuldet in seiner Wohnung in Rio. Ein Dokumentarfilm von Georges Gachot, der im Herbst 2018 auf dem 33. unabhängigen Filmfest Osnabrück seine Premiere feierte, versuchte den Musiker in seinem Versteck ausfindig zu machen, scheiterte letztendlich aber daran, den alten Mann noch einmal vor die Kamera zu bekommen.

Martin Charnin 6. Juli 2019
Der US-Theaterregisseur und Lyriker Martin Charnin verstarb im Alter von 84 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts in
einem Krankenhaus im US-Bundesstaat New York. Charnin schrieb die Gesangstexte zu Dutzenden Bühnenproduktionen, darunter "Mata Hari" (1931 verfilmt von George Fitzmaurice mit Greta Garbo) und "Two by Two". Er führte häufig auch Regie. Sein größter Erfolg war das Musical "Annie" (1977) mit den Songs "Tomorrow" und "It's a Hard Knock Life". Die Original-Produktion über das Waisenkind wurde am Broadway mehr als 2300 Mal
aufgeführt und gewann 7 Tony-Trophäen.

Cameron Boyce 6. Juli 2019
Der mit nur 20 Jahren bisher jüngste Darsteller aus unserer Liste, der in diesem Jahr verstarb, ist der sommersprossige US-amerikanische Schauspieler Cameron Boyce, bekannt aus der Disney-Serie "Jessie". Der Tod sei als Folge eines epileptischen Anfalls eingetreten, hieß es beim US-Sender ABC News, was einen Monat später auch vom Gesundheitsamt bestätigt wurde. Boyce gab sein Debüt mit neun Jahren im Horrorfilm "Mirrors". Er spielte in "Kindsköpfe" und "Kindsköpfe 2" neben Adam Sandler. Bekannt wurde er vor allem als Luke Ross in der Disney-Serie "Jessie", die zwischen 2011 und 2015 in den USA gezeigt wurde.

Artur Brauner 7. Juli 2019
Der Filmproduzent Artur Brauner verstarb im stolzen Alter von 100 Jahren in Berlin. Der 1918 in Lodz in Polen geborene Brauner arbeitete mit Stars wie Romy Schneider, O.W.Fischer und Heinz Rühmann zusammen und verhalf dem deutschen Nachkriegsfilm zu Ruhm. "Atze", wie ihn seine Freund nannten, verantwortete mehr als 700 Kinofilme darunter zahlreihe Karl-May-Verfilmungen u.a. mit Pierre Brice als "Winnetou" und Lex Barker als "Old Shatterhand" sowie TV-Produktionen, oft auch seichter Natur, war Dauergast im Gesellschaftsleben des Films. Als Holocaust-Überlebender kämpfte er aber auch gegen das Vergessen, brachte Filme wie "Hitlerjunge Salmon" oder "Babij Jar" in die Kinos. Den Holocaust überlebte er, indem er sich in Wäldern versteckte. 49 seiner Verwandten wurden dagegen in Ghettos und Lagern von den Nazis umgebracht. 1946 gründete Brauner die Firma CCC-Film in Berlin. Er war Deutschlands wichtigster Produzent in den 50er Jahren, als das bundesdeutsche Publikum, noch ausgelaugt von den Nachkriegsjahren, sich ein paar schöne Stunden machen wollte. Dabei versorgte er es auch mit seichter Unterhaltung. Doch schon in seinem zweiten Film, "Morituri" (1947/48), verarbeitete Brauner eigene Erlebnisse, und es begann seine Beschäftigung mit der NS-Diktatur. In Berlin-Spandau baute er eine der modernsten und größten europäischen Atelieranlagen auf, die zeitweilig über 500 Mitarbeiter beschäftigten. Er war in allen Genres zu Hause, die einigermaßen Erfolg in den Kinos versprachen. Dabei vertraute er auf die "großen Namen" kassenkräftiger Stars und auf Drehbücher, die auf Boulevardstücken und Schwänken basierten. Brauner ging mit den Trends, ob es nun Musicals, "Problemfilme", Karl-May-Verfilmungen oder Wallace-Krimis waren. Seine Lieblingsprojekte in den 50er und 60er Jahren waren Literaturadaptionen und Neuverfilmungen klassischer Kinostoffe aus der Vorkriegszeit. Dahinter steckte nicht nur das Kalkül, mit dem Remake eines Kassenknüllers noch einmal Profit zu machen. Brauner wollte vielmehr an eine Filmtradition anknüpfen, die dem deutschen Film einmal Weltgeltung verschafft hatte. 1958 verfilmte Brauner den "Tiger von Eschnapur" noch einmal und 1966 "Die Nibelungen". Doch Brauner wagte auch Neues: Mit der von Robert Siodmak inszenierten Hauptmann-Adaption "Die Ratten" (1955) gelang ihm eines der wenigen Meisterwerke des Adenauer-Kinos, ein düsterer Film mit expressiven Bildern. Gerade in den letzten Jahrzehnten, als er nicht mehr Filme wie am Fließband herstellte, widmete er sich wieder vermehrt der Aufarbeitung der NS-Zeit mit Filmen wie "Sie sind frei, Dr.Korzak" (1973), "Die weiße Rose" (1982), "Bittere Ernte" (1985), "Hitlerjunge Salomon" (1989), "Babij Jar - Das vergessene Verbrechen" (2003).

Charles Levin ~ 8. Juli 2019
Der 70-jährige US-Hollywood-Schauspieler Charles Levin wurde seit dem 8. Juli 2019 von seinem Sohn vermisst. Erst am 15. Juli wurden laut "CNN" im amerikanischen Bundesstaat Oregon Leichenteile in der Nähe seines stark beschädigten Auto entdeckt, die "mit hoher Wahrscheinlichkeit" von dem Leinwandstar stammen. Das Fahrzeug wurde in einer abgelegenen, fast unpassierbaren Straße gefunden - Charles Levins Hund namens Boo Bear lag tot im Fahrzeug. Charles Levin war in Filmen wie "This Is Spinal Tap" oder "The Golden Child" zu sehen und hatte darüber hinaus Auftritte in der Kult-Serie "Seinfeld" sowie in der Sitcom "Harrys wundersames Strafgericht" (im Original "Night Court").

Freddie Jones 9. Juli 2019
Frederick „Freddie“ Charles Jones war ein britischer Schauspieler, abonniert auf verschlagene und verluderte, bullige und schurkisch-schlitzohrige, charakterlose Typen. Nun verstarb dieser Darsteller, der sich mit seiner unglaublichen Präsenz in die Köpfe der Zuschauer eingebrannt hat, mit 91 Jahren. Besonders in den 1980er Jahren und 1990er Jahren sorgte der Brite für Aufsehen, als er in den David Lynch Kult-Filmen "Elephant Man", "Dune" und "Wild at Heart" mitwirkte. Neben seinen Rollen in den Lynch-Kultfilmen war Freddie Jones außerdem noch in den Horror-Kultfilmen "Dracula braucht frisches Blut" und "Frankenstein sucht ein neues Opfer" zu sehen. Außerdem wirkte er in Fellinis „Schiff der Träume“ und „Krull“ mit. Zuletzt war er als Stammgast in der britischen TV-Serie „Emmerdale Farm“ zu sehen.

Rip Torn 9. Juli 2019
Der in Temple, Texas als Elmore Rual Torn Jr. geborene US-amerikanische Filmschauspieler verstarb mit 88 Jahren in seinem Haus in Lakeville, Connecticut. Rip Torn gehörte zu den ganz Großen: Der Emmy-Gewinner war für die Sitcom "Die Larry Sanders Show" und als "Agent Z" in den ersten drei "Men in Black"-Science-Fiction-Komödien mit den Hauptdarstellern Will Smith (50) und Tommy Lee Jones (72) bekannt geworden. Für seine Rolle in dem Drama "Cross Creek" (1983) wurde Torn immerhin für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Torns Karriere begann in den 50er Jahren als gefragtes Charaktergesicht, u.a. im Spielerdrama "Cincinnati Kid" sowie der Bibelverfilmung "König der Könige". Später feierte er auch am Broadway Erfolge.

Denise Nickerson 10. Juli 2019
Abschied von einem ehemaligen Kinderstar: Die in New York geborenen US-Schauspielerin Denise Nickerson, die 1971 als kleines 13-jähriges Mädchen für den Film "Willy Wonka und die Schokoladenfabrik" in die Rolle der Violet Beauregarde schlüpfte und berühmt wurde, verstarb mit nur 62 Jahren in einem Krankenhaus in Aurora im US-Bundesstaat Colorado, nachdem ihre Familie beschlossen hatte, die lebenserhaltenden Maschinen abzustellen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Schauspielerin einen Schlaganfall erlitten, von dem sie sich nicht mehr vollständig erholen konnte.

Valentina Cortese 10. Juli 2019
Sie drehte mit Federico Fellini, für ihre Rolle in François Truffauts "Die amerikanische Nacht" erhielt sie sogar eine Oscarnominierung. Im Alter von 96 Jahren verstarb die italienische Schauspielerin Valentina Cortese in ihrer Geburtsstadt Mailand. Cortese begann ihre Karriere in den Vierzigerjahren und war in zahlreichen italienischen, französischen und britischen Filmen zu sehen. Für Fellini stand sie in "Julia und die Geister" (1965) vor der Kamera. Ihr Auftritt in Roberto Rossellinis neorealistischem Meisterwerk "Rom, offene Stadt" (1945) führte sie aber auch nach Hollywood. Zu ihren Filmpartnern zählten dort James Stewart, Humphrey Bogart und Ava Gardner. Neben ihren Filmrollen spielte Cortese in Italien auch Theater. Auf dem Filmfestival in Venedig 2017 feierte eine Dokumentation über das Leben Corteses Premiere. Ihr schlichter Titel: "Diva!".

Richard Carter 13. Juli 2019
Der in Sydney geborene australische Schauspieler Richard Carter verstarb mit 65 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Er war vor allem für seine Rollen in TV-Serien bekannt. So spielte er in "Wildside" (1997 bis 1998), in "White Collar Blue" (2002 bis 2003) und in "Rake" (2010 bis 2014). Zuletzt verkörperte er den Herzog in dem Drama "Der große Gatsby" (2013) und den "Bullet Farmer" in dem Endzeitfilm "Mad Max: Fury Road" von 2015. Außerdem war er als Synchronsprecher tätig, etwa in den beiden Teilen des Animationshits "Happy Feet".

Frieder Burda 14. Juli 2019
Der deutsche Kunstsammler und Ehrenbürger von Baden-Baden, Frieder Burda verstarb 83-jährig im Kreise seiner Familie. Er hatte das nötige Kleingeld sowie ein Gespür für Kunst und Künstler. Damit wurde er zu einem der renommiertesten Kunstsammler und sein Museum zu einem Besuchermagnet in Baden-Baden. Die Karriere vom zweitgeborenen Sohn des Verlegerehepaars Franz und Aenne Burda war nicht vorhersehbar, denn zunächst absolvierte er eine Drucker- und Verlagslehre und später eine Ausbildung als Kaufmann im Konzern. Ende der 60er-Jahre begann er erfolgreich Kunst zu sammeln, während sein jüngerer Bruder Hubert Burda den Druck- und Verlagsbereich des Vaters übernahm. Mit dem 3.500 DM teuren Bild von Lucio Fontana legte Frieder Burda 1968 den Grundstein für seine Sammlung. Ab Mitte der 80er-Jahre konzentrierte er sich auf die Werke von Gerhard Richter und Sigmar Polke. Der Dokumentarfilm "Gerhard Richter - Painting" von Corinna Belz widmete sich 2011 dem Lebenswerk von Gerhard Richter, einem der international bedeutendsten Maler unserer Zeit. Der Künstler gewährte der Filmemacherin einen exklusiven Einblick in sein Atelier und in einen sehr persönlichen Schaffensprozess. 2018 brachte auch Oskar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck mit "Werk ohne Autor" einen Spielfilm über den Akademieschüler Gerhard Richter in die Kinos. Neben der mehr als 500 Werke umfassenden Sammlung moderner und zeitgenössischer Werke sammelte Frieder Burda später expressionistische Gemälde von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner oder August Macke sowie von Pablo Picasso, die in den letzten Lebensjahren des Spaniers entstanden waren. «Die Kunst hat mich glücklich gemacht», sagte der Sammler einmal.

Rutger Hauer 19. Juli 2019
Der niederländische Filmstar Rutger Hauer ist nach kurzer Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben. Er gilt als einer der berühmtesten niederländischen Filmschauspieler mit einer großen Karriere in Hollywood. International war sein größter Erfolg "Blade Runner" (1982). In dem Kultfilm spielte er den "Replikant" Roy Batty als Widersacher Harrison Fords. Mit seinen stahlblauen Augen, scharf geschnittenen Gesichtszügen, kantigem Kinn und blondem Haar verkörperte er den idealen Bösewicht. Aber auch als Held konnte er überzeugen. Für seine Rolle im Film "Flucht aus Sobibor" war er 1988 als bester Nebendarsteller mit einem Golden Globe ausgezeichnet worden. Hauer spielte ferner einen Terroristen in "Nachtfalken" ("Nighthawks") mit Sylvester Stallone und einen ehemaligen Chef von Wayne Enterprises in "Batman Begins". Zudem wirkte er bei dem Fantasyfilm "Ladyhawke" von 1985 mit.

Manfred Uhlig 24. Juli 2019
Der Schauspieler, Kabarettist, Entertainer und Moderator Manfred Uhlig verstarb im Alter von 91 Jahren in seiner Heimatstadt Leipzig. Fast 25 Jahre hatte er auf dem Radiosender DDR I die erfolgreiche Sendung "Alte Liebe rostet nicht" moderiert, in der er bis 2002 in rund 289 Folgen auf unterhaltsame Weise Städte porträtiert hatte. 2017 erhielt Uhlig noch die Goldene Ehrenhenne für sein Lebenswerk. Die Karriere des Komikers begann 1956 beim Leipziger Kabarett "Pfeffermühle", wo er unter anderem mit anderen bekannten Szenegrößen wie Helga Hahnemann oder Ellen Tiedtke auf der Bühne gestanden hatte. Viele Jahre später moderierte er im Fernsehen gemeinsam mit Horst Köbbert und Lutz Stückrath als Trio "Die drei Dialektiker" mehrere Folgen der berühmten Samstagabend-Sendung "Ein Kessel Buntes" im Ersten der ARD.

George Hilton 28. Juli 2019
Der aus Italowestern bekannte Schauspieler George Hilton verstarb im Alter von 85 Jahren in einer Klinik in Rom. Geboren wurde Hilton, der eigentlich Jorge Hill Acosta y Lara hieß, 1934 in Montevideo in Uruguay. Seine erste Rolle in einem Italowestern spielte der Südamerikaner an der Seite von Franco Nero in "Django - Sein Gesangbuch war der Colt" (1966). Weitere "Django"-Filme folgten. Zuletzt arbeitete Hilton meist für das italienische Fernsehen.

Harold Prince 31. Juli 2019
Der vielfach ausgezeichnete Broadway-Produzent Harold "Hal" Prince, der Erfolgsstücke wie "West Side Story", "Evita" oder "Phantom der Oper" auf die Bühne brachte, verstarb im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit in Island. Prince hat 21 Tonys gewonnen, mehr als jeder andere in der Geschichte der Theaterpreise. Als Regisseur gelang ihm 1966 mit Fred Ebbs Musical "Cabaret" der Durchbruch. Alle vier genannten Stücke wurden später auch auf der Leinwand Welterfolge.

D.A. Pennebaker 1. August 2019
Der berühmte US-amerikanische Dokumentarfilmer D.A. Pennebaker verstarb im Alter von 94 Jahren in seinem Haus auf Long Island. 2013 war Pennebaker mit einem Ehrenoscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Pennebaker zählte in den 1960er Jahren zu den Pionieren des "Direct Cinema", denen es um Authentizität und die Darstellung von Alltag ging und die oft mit Handkamera filmten. Er beschäftigte sich vorrangig mit Themen der Rock- und Popmusik. So porträtierte er in "Dont Look Back" (1967) den Musiker Bob Dylan auf dessen Großbritannien-Tournee im Jahr 1965. Der Konzertfilm "Monterey Pop" spiegelte das legendäre Festival im kalifornischen Monterey im Jahr 1967 wider, auf dem unter anderem Janis Joplin und Jimi Hendrix auftraten. In dem Dokumentarfilm "The War Room" befasste sich Pennebaker mit dem US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf von Bill Clinton im Jahr 1992.

Jean-Pierre Mocky 8. August 2019
Der französische Filmregisseur und Schauspieler Jean-Pierre Mocky, der in Nizza als Sohn polnischer Einwanderer geboren wurde, verstarb laut Aussage seines Schwiegersohns im Alter von 90 Jahren zu Hause. Mocky begann seine Filmkarriere als Schauspieler, später führte er Regie und inszenierte als Vertreter des anarchischen Films schwarzhumorige Farcen in den 70er Jahren. Dabei provozierte er mit seinen satirischen Filmkomödien immer wieder die französische Öffentlichkeit, insbesondere die Kirche wie z.B. beim Filmplakat zu seinem Film "Il gèle en Enfer - Es friert in der Hölle", das die Abbildung eines kindlichen Engels mit erigiertem Glied zeigt. Nach den anarchischen Phasen waren seit Ende der 80er Jahre zahlreiche weitere Berühmtheiten des französischen Films in Arbeiten von Jean-Pierre Mocky zu erleben, u. a. Charles Aznavour, Jeanne Moreau, Stéphane Audran, Claude Jade, Jane Birkin und Michael Lonsdale. Sein Schaffen als Darsteller umfasst mehr als 85 Film- und Fernsehproduktionen, als Regisseur trat er annähernd 80 Mal in Erscheinung. Eines seiner bekanntesten Werke ist "Agent Trouble" (1987) mit Catherine Deneuve.

Peter Fonda 16. August 2019
Der amerikanische Schauspieler Peter Fonda, der durch den Kult-Film "Easy Rider" berühmt wurde, verstarb in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen von Lungenkrebs. Der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda (1905-1982) und der jüngere Bruder von Schauspielerin Jane Fonda wurde 79 Jahre alt. Der 1969 gedrehte Film "Easy Rider" machte Kinogeschichte. Peter Fonda als bekiffter Motorradfreak "Captain America", der auf seiner Chopper zusammen mit Dennis Hopper und Jack Nicholson im Drogenrausch durch die USA zieht, wurde sogar zum Idol der Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywoods. Der dazugehörige Hit "Born to be wild" gehört noch heute zum musikalischen Repertoire jeder gut geführten Rocker-Kneipe. Fonda erhielt als Drehbuchautor eine Oscar-Nominierung. Als Regisseur machte sich Fonda mit Produktionen wie "Der weite Ritt" (1970) und dem Science-Fiction-Film "Expedition in die Zukunft" (1973) einen Namen.

Sybille Simon-Zülch 24. August 2019
Die Fernsehkritikerin und Publizistin Sybille Simon-Zülch, die seit 1978 Hörfunk- sowie Film- und Fernsehkritiken für das evangelische Branchenblatt »epd-medien« schrieb, verstarb 74-jährig in Bremen. Neben weiteren zeitweiligen Kritiken für die »Frankfurter Rundschau«, die »Süddeutsche Zeitung« und das »Hamburger Abendblatt«, hatte sie eine wöchentliche Fernsehkolumne in der »Stuttgarter Zeitung«. Im Jahre 2000 erhielt sie gemeinsam mit fritz Wolf den Bert-Donnepp-Preis, den deutschen Preis für Medienpublizistik.

Helmut Krauss 26. August 2019
Der Schauspieler und Kabarettist Helmut Krauss verstarb im Alter von 78 Jahren. Krauss wurde bekannt mit seiner Rolle in der
Kindersendung "Löwenzahn" - dort spielte er den immer etwas grummeligen Nachbarn Hermann Paschulke - von 1981 bis
2005 an der Seite von Peter Lustig, der 2016 starb. Danach wirkte er in nahezu 60 weiteren Folgen mit Hauptdarsteller Guido Hammesfahr in der Sendung mit. Daneben wirkte Krauss auch als Synchronsprecher in Filmen mit und lieh Prominenten wie
Marlon Brando und Samuel L. Jackson seine Stimme. Für "Löwenzahn"-Dreharbeiten stand Helmut Krauss zuletzt im Juni 2019 vor der Kamera.

Gero Gandert 29. August 2019
Der Filmhistoriker Gero Gandert verstarb 90-jährig in Berlin. Seine Stimme war nie laut, aber sein "Handbuch der zeitgenössischen Kritik" über das Jahr 1929, für das er 25 Jahre investiert hat, bis es 1993 erschien, gilt als die am intensivsten recherchierte 900-Seiten Publikation mit allen Namen und Filmtiteln der damaligen Zeit. Dafür reiste er in die USA, hielt Vorträge an Universitäten und legte in Los Angeles den Grundstein für das Exil-Archiv der Deutschen Kinemathek. Große Namen wie Paul Kohner, Fritz Lang, Billy Wilder, Erich Pommer oder Wilhelm Dieterle vertrauten ihm einzelne Stücke an oder vereinbarten sogar mit ihm die Übernahme ihres gesamten Archivs durch die Kinemathek. Der in Görlitz geborene Gandert war dennoch kein Filmarchivar sondern als freier Mitarbeiter der Kinemathek beschäftigt sowie auch Kritiker und Berater der einstigen "Filmbühne am Steinplatz" in Berlin.

Valerie Harper 30. August 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin Valerie Harper verstarb in L.A. im Alter von 80 Jahren an den Folgen eines bereits 2013 festgestellten Hirntumors. Berühmt wurde Harper vor allem ab dem Jahr 1970 durch ihre Rolle der Rhoda Morgenstern in den beiden CBS-Sitcoms "Mary Tyler Moore". Im Laufe ihrer Karriere gewann sie vier Emmys und einen Golden Globe. Seit Mitte der 1950er Jahre war sie an 70 Film- und Fernsehproduktionen beteiligt.

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mit Tom Zickler, der am 2. September 2019 verstarb.

Tom Zickler 2. September 2019
Der 55-jährige Filmproduzent Tom Zickler verstarb nach kurzer schwerer Krankheit. Mit ihm verlor die deutsche Filmlandschaft einen der größten Filmproduzenten und leidenschaftlichsten Geschichtenerzähler, der wie kein anderer wusste, wie man Zuschauer begeistert", erklärte Christoph Fisser, Vorstand der Studio Babelsberg AG. Erste Erfahrungen sammelte Tom Zickler während des Studiums als Aufnahmeleiter bei der DEFA in Babelsberg, wo er bis zur Wende angestellt war. Später hatte Zickler mit dem Schauspieler und Regisseur Til Schweiger zahlreiche erfolgreiche Kinofilme produziert, darunter "Knockin' on Heaven's Door" (1997) und "Keinohrhasen" (2007). Aber erst im Jahre 2017 hatte Zickler gemeinsam mit dem Studio Babelsberg die Produktionsfirma »Traumfabrik Babelsberg« gegründet mit dem Ziel, vermehrt deutsche Kinofilme in Babelsberg zu entwickeln und zu produzieren. Als Auftakt entstand daraus der Kinofilm "Traumfabrik", der im Juli 2019 seinen Kinostart hatte.

Peter Lindbergh 3. September 2019
Der deutsche Modefotograf und Filmemacher Peter Lindbergh, der mit bürgerlichen Namen eigentlich Peter Brodbeck hieß und im Ruhrgebiet aufwuchs, verstarb im Alter von 74 Jahren. Er lebte zuletzt in Paris, New York und Arles. Seine Karriere begann Lindbergh als Modefotograf 1978 für die Zeitschrift "Vogue". Er arbeitete mit Modeschöpfern wie Jean-Paul Gaultier und Giorgio Armani. Seine frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen prägten die Modefotografie der kommenden Jahrzehnte. Bei seinen Aufnahmen stand weniger die Mode im Vordergrund, als vielmehr das ungeschminkte Wesen hinter dem Gesicht der meist weiblichen Topmodels. Er porträtierte aber auch zahlreiche Stars aus der Film- und Musikwelt wie Catherine Deneuve und Mick Jagger. Berühmt wurde sein Gruppenfoto der Supermodels Evangelista, Campbell, Patitz, Crawford und Turlington.

Carol Lynley 3. September 2019
Die aus Filmen wie "Die Höllenfahrt der Poseidon" bekannte US-Schauspielerin Carol Lynley verstarb im Alter von 77. Jahren in Los Angeles. Sie sei friedlich im Schlaf verschieden, teilte ihre Tochter Jill Selsman mit. Die Hollywood-Schauspielerin, die eigentlich Carole Ann Jones hieß, konnte auf eine lange Karriere zurückblicken. Schon als Newcomerin brachte ihr eine Rolle im Film "Die Unverstandenen" von 1959 eine Nominierung für einen Golden Globe ein. In dem Drama ging es um eine schwangere Teenagerin, die abtreiben möchte. Auch ein Jahr später wurde sie für ihre Leistung in "Das Herz eines Indianers" für den Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin nominiert. Berühmt wurde sie in den 1960er Jahren vor allem als Missy an der Seite von Rock Hudson und Kirk Douglas in Robert Aldrichs "El Perdido" und durch zwei Filme von Otto Preminger: "Der Kardinal" und "Bunny Lake ist verschwunden". In Deutschland wurde sie zudem als Alleinerbin Annabell in der Grusel-Groteske "Die Katze und der Kanarienvogel" bekannt.

Robert Axelrod 7. September 2019
Der US-Schauspieler Robert Axelrod verstarb im Alter von 70 Jahren in Los Angeles. Axelrod arbeitet Anfang der 70er Jahre zunächst als Gitarrist, bevor er zu Fernsehen und Film wechselte. Im Laufe seiner Karriere verkörperte er mehr als 150 Charaktere. Bekannt war er aber vor allem für seine Synchronarbeit in der TV-Serie "Mighty Morphin Power Rangers". Darin lieh er dem Bösewicht Lord Zedd und dem Monstermacher Finster seine Stimme.

John Wesley 8. September 2019
Der US-amerikanische Schauspieler John Wesley, der in den 90er-Jahren neben Will Smith für die beliebte TV-Serie "Der Prinz von Bel Air" vor der Kamera stand, verstarb im Alter von 72 Jahren an Leukämie im Cedars-Sinai Hospital in Los Angeles. Der schwarze Darsteller wurde im US-Bundesstaat Louisiana geboren und studierte Politikwissenschaft an der Universität von San Diego, Kalifornien. Bis zuletzt hatte er in diversen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt und stand auch als Theaterschauspieler auf der Bühne. In der Serie "Der Prinz von Bel Air" verkörperte er die Rolle des Dr. Hoover.

Michael Schreiner 8. September 2019
Der Münchner Schauspieler, der in Fernsehen zahlreichen "Tatort"-Filmen zu sehen war, verstarb mit 69. Jahren. Auch in den Serien "Die Rosenheim-Cops", "Der Bulle von Tölz", "Für alle Fälle Stefanie" oder "Forsthaus Falkenau" übernahm Schreiner diverse Rollen. Außerdem war er Theaterschauspieler. Zudem war Schreiner als Knecht Xaver von 2007 bis 2015 in der Serie "Dahoam is Dahoam" dabei.

Robert Frank 9. September 2019
Robert Frank, der als Sohn einer jüdischen Familie in Zürich geborene schweizerisch-amerikanische Fotograf, Filmregisseur und Kameramann, galt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem 1958 veröffentlichten Fotobuch "The Americans" revolutionierte Frank die Ästhetik des Fotobuchs. Nach einem Guggenheim-Stipendium Mitte der 50er Jahre hatte er per Auto die USA bereist. Von annähernd 30.000 aufgenommen Schwarzweiß-Aufnahmen, zwischen Ost- und Westküste, zählt es mit seinen 83 ausgewählten Bildern zu den einflussreichsten Fotobänden des 20. Jahrhunderts. Sein subjektiver Ansatz, Leute aufzunehmen, offenbarte eine Dynamik und Wahrhaftigkeit, die der Fotografie bis dahin fremd war. Auffallend oft sehen die Menschen auf Franks Bildern direkt in die Kamera. Nach dem internationalen Erfolg von „The Americans“ verlegte sich Robert Frank aufs Filmemachen. Er schloss sich der New Cinema Group um Peter Bogdanovich und Paul Mekas an und machte experimentelle Filme, in denen sich dokumentarische und fiktive Elemente zunehmend mischten. In den späten 60er Jahren beeinflusste er mit dieser Arbeitsweise eine ganze Reihe avantgardistischer Hippie-Regisseure auf der Suche nach Authentizität. Seit den 70er Jahren lebte er mit seiner zweiten Frau in Kanada. Dort verstarb er im Alter von 94 Jahren. Einen Teil seiner bisher unveröffentlichten Fotos präsentierte die Galerie C|O im Berliner Amerikahaus in einer seit langem geplanten Ausstellung schon wenige Tage nach seinem Tod.

Andreas Wimberger 11. September 2019
Der österreichische Schauspieler Andreas Wimberger starb überraschend im Alter von 60 Jahren. Neun Jahre spielte er in der ARD-Reihe „Um Himmels Willen“ an der Seite von Fritz Wepper. Geboren wurde Wimberger in Salzburg als Sohn einer Schauspielerin und des Komponisten Gerhard Wimberger. Ein erstes Engagement erhielt Wimberger am Stadttheater Basel. Später gastierte er wiederholt bei den Festspielen in Bad Hersfeld und wurde dort mehrfach für seine Leistungen ausgezeichnet. Daneben stand Wimberger auch immer wieder für Film und TV vor der Kamera. So konnte man ihn in Filmen wie "Der Schüler Gerber" oder "Ein riskantes Spiel" sehen, ferner hatte er Gastauftritte in bekannten Serien wie "Der Bulle von Tölz", "Die Rosenheim-Cops" und "SOKO 5113".

Mardik Martin 11. September 2019
Mardik Martin war ein armenischstämmiger amerikanischer Drehbuchautor, der im Iran geboren wurde und im Irak während der britischen Kolonialzeit aufwuchs. Bekannt wurde Martin als Drehbuchautor für Martin Scorsese, an dessen Film "Hexenkessel" er mitwirkte. Mit Paul Schrader erhielt er 1981 für diesen Film eine Nominierung für den Golden Globe Award in der Kategorie Bestes Filmdrehbuch.

László Rajk Jr. 11. September 2019
Der 1949 in Budapest geborene ungarische Architekt, Politiker und Filmdesigner verstarb im Alter von 70 Jahren. Sein Vater war ein ungarischer kommunistischer Politiker, der 1949 nach einem stalinistischen Schauprozess wegen angeblicher Spionage hingerichtet wurde. Mutter und Sohn wurden nach Rumänien deportiert und durften erst 1958 nach Ungarn zurückkehren. Nach der politischen Wende in Ungarn wurde László Rajk Jr. für die Partei 1990 zum Abgeordneten des Ungarischen Parlaments gewählt. Rajk arbeitete aber auch als Architekt, Filmarchitekt und Bühnenbildner und lehrte Filmarchitektur an der Filmhochschule Budapest (Színház- és Filmművészeti Egyetem). 2016 zeichnete er in László Nemes' Holocaust Drama "Son of Soul" für die Filmarchitektur der Nazi Gaskammern verantwortlich. 2018 arbeitete er noch einmal für László Nemes Oscar Beitrag "Sunset" als Filmdesigner.

Brian Turk 13. September 2019
Der im US-Bundesstaat Colorado geborene Schauspieler Brian Turk verstarb nur ein Jahr nach einer Krebsdiagnose an einem Gehirntumor. Er wurde nur 49 Jahre alt und hinterlässt Frau und Kind. Bekannt wurde Turk als Darsteller in Serien wie "Two and a Half Man", Beverly Hills, 90210" und "Emergency Room – Die Notaufnahme" sowie in großen Produktionen wie "Buffy – Im Bann der Dämonen", "Jurassic Park" oder "American Pie 2". Seinen größten Erfolg feierte er allerdings von 2003–2005 als Gabriel in der HBO-TV-Serie "Carnivàl".

Peter Fera 13. September 2019
Der Kameramann und Filmproduzent Peter Fera verstarb im Alter von 83 Jahren in Eckernförde. Noch im Jahr 2018 war Fera zum Ehrenmitglied des Internationalen Naturfilmfestivals »Green Screen« in Eckernförde an der Ostsee ernannt worden. „Seine Kompetenz und Erfahrung als Kameramann und Produzent sowie seine vielfältigen Kontakte zu Naturfilmern und Redaktionen stellte er in den Dienst des Festivals – gekonnt, klug und patent“. So seien die von ihm organisierten Seminare zu einem viel beachteten Forum des Meinungsaustauschs geworden, weit über den reinen Bildungsansatz hinaus. Er habe hochkarätige Teilnehmer und Juroren nach Eckernförde geholt, versiert, qualifiziert und routiniert.

Luigi Colani 16. September 2019
Der in Berlin-Friedenau geborene Star-Designer Luigi Colani, Sohn eines Schweizer Filmarchitekten und einer am Max-Rheinhardt-Theater arbeitenden polnischen Souffleuse, verstarb nach schwerer Krankheit 91-jährig in Karlsruhe. Nach einem abgebrochenen Studium der Bildhauerei und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin studierte er Aerodynamik und Ultraleichtbau an der Sorbonne in Paris und erlernte anschließend das Handwerk des Automobilbauens. Seine Welt sei rund sagte er im vergangenen Jahr kurz vor seinem 90. Geburtstag in Karlsruhe, wo er sich zur Ruhe niedergelassen hatte, während seine Werkstatt sich seit den 60er Jahren in Westfalen befand, wo wir ihn seinerzeit besucht hatten. Er arbeitete außerdem in Italien, Mexiko, den USA, Russland, Japan und China. Riesige Erfolge feierte er mit der legendären Canon T90, die das Design der Marke entscheidend prägte. Auch der sehr kugelrund gezeichnete Kult-Fernseher RFT von Technisat galt als sein Markenzeichen. Aber auch stromlinienförmige Autos und Rennwagen, Möbel, Geschirr, Brillen und Kleidung gehörten zu seinem Metier. Eckiges mochte er dagegen nicht. Insgesamt bezifferte er seine zu Papier gebrachten Ideen auf rund 4000. Vieles davon wurde aber nicht verwirklicht.

Jessica Jaymes 17. September 2019
Der US-Star Jessica Jaymes, die eigentlich mit richtigem Namen Jessica Michael Redding hieß, wurde leblos von einem Freund in ihrer Wohnung im kalifornischen San Fernando Valley aufgefunden. Neben ihr wurde zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente gefunden. Der Erotik- und Porno-Star wurde nur 43 Jahre alt. Nach einer Laufbahn als Grundschullehrerin wurde sie im Jahre 2004 das erste Vertragsmodel des US-amerikanischen Männermagazins "Hustler". Insgesamt spielte sie in über 200 Erotikfilmen mit. Jaymes war aber auch in anderen Genres als Schauspielerin tätig. So übernahm sie eine Nebenrolle in der TV-Serie "Weeds" und trat in der Reality-TV-Show "Celebrity Rehab" auf.

Sándor Sára 22. September 2019
Sándor Sára war ein ungarischer Filmschaffender und Medienmanager. Er verstarb im Alter von 85 Jahren in Budapest. Sára erwarb 1957 einen Abschluss als Kameramann an der Budapester Schauspiel- und Filmhochschule. Er wirkte an Filmen der ungarischen „Neuen Welle“ der 1960er-Jahre mit und er war auch als Regisseur tätig. In den 1980er-Jahren arbeitete er als Dokumentarfilmer. Unter seinem Vorsitz beim ungarischen TV-Satellitensender Duna TV wurde dieser 1999 mit dem UNESCO-Preis für den besten Kultur-Fernsehsender ausgezeichnet. Neben seinen vielseitigen Verpflichtungen ist Sára auch als künstlerischer Fotograf mit Ausstellungen hervorgetreten.

Mark Sacharow 28. September 2019
Der russische Film- und Theaterregisseur sowie Drehbuchautor Mark Anatoljewitsch Sacharow verstarb nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren. Bis zuletzt war er künstlerischer Leiter am Lenkom-Theater in Moskau. In vier Jahrzehnten habe er mehr als 40 Aufführungen auf die Bühne gebracht. Sacharow führte darüber hinaus bei vielen Filmen Regie - etwa "Zwölf Stühle" von 1976 und "Genau jener Münchhausen" von 1979. Sie seien Klassiker des sowjetischen Kinos. 2018 bekam Sacharow dafür den Titel "Held der Arbeit" verliehen. Außerdem drehte er mehr als 20 Fernsehsendungen.

Eric Pleskow 1. Oktober 2019
Der an vielen Welterfolgen beteiligte US-Filmproduzent Eric Pleskow, Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, verstarb im Alter von 95 Jahren in Westport, Conneticut. Der gebürtige Österreicher, der in seiner Karriere 14 Oscars und zehn Golden Globes einheimste, war zudem Präsident und Schutzpatron der Viennale in Wien sowie ehemaliger Präsident der Filmproduktionsgesellschaften United Artists und Orion Pictures. Pleskow war 1939 mit seinen Eltern auf der Flucht vor den Nazis in letzter Sekunde über Frankreich, Belgien und Holland in die USA ausgewandert. Nach Kriegsende kam er als Filmoffizier der amerikanischen Militärregierung nach Deutschland. In den USA war er später als Filmproduzent an vielen Kinoerfolgen beteiligt, unter anderem an den Oscar-prämierten Filmen „Amadeus“, „Der mit dem Wolf tanzt“, „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Rocky“ und „Das Schweigen der Lämmer“.

Bernd Rumpf 1. Oktober 2019
„Harry Potter“-Fans kennen ihnen als die Stimme von Prof. Severus Snape: Bernd Rumpf, der neben Alan Rickman unter anderem auch Liam Neeson seine Stimme lieh ist tot. Er gehörte zu den vielen Stimmen, die uns in den vergangenen 30 Jahren im Fernsehen und im Kino immer und immer wieder begegneten. Denn der Synchronsprecher war in über 700 Filmen und Serien zu hören. Regelmäßig synchronisierte er zudem auch Alfred Molina und lieh daneben immer wieder Ciarán Hinds (zuletzt in „Red Sparrow“) seine Stimme. Auch bei Auftritten von Ted Danson in den diversen Serien des „C.S.I.“-Franchise war die Stimme von Rumpf zuhören.

Karel Gott 1. Oktober 2019
Der tschechische Schlagersänger und Komponist mit der „goldenen Stimme aus Prag“ verstarb ebenda an Leukämie im Alter von 80 Jahren. Fünf Jahre zuvor glaubte er seinen Lyphdrüsenkrebs mit Chemotherapie besiegt zu haben. Der begnadete Sänger Karel Gott Jr. wurde 1939 kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs in Pilsen geboren. 1958 begann seine Karriere mit Auftritten in Prager Tanzcafés. Erste Schallplattenaufnahmen machte er 1960 auf Englisch, bald danach mit Unterstützung des deutschen Musikers, Komponisten und Musikproduzenten Ralph Siegel auch auf deutsch bei Polydor in Hamburg. So wurde u.a. 1966 die Titelmusik von David Leans Film "Dr. Schiwago" von ihm gesungen. Dazu erfolgten zahlreiche Auftritte in Las Vegas (USA). Ermöglicht wurde sein freizügiges Reisen in den Westen auch durch den Prager Frühling unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968. Nach der gewaltsamen Niederschlagung des Aufstandes durch Truppen des Warschauer Paktes kooperierte Gott mit dem früheren kommunistischen Regime, um weiterhin als Aushängeschild des Sozialismus zu Veranstaltungen in den Westen reisen zu dürfen. Richtig bekannt wurde er dadurch auch bei jüngeren Publikum ab 1970 durch die japanische Verfilmung von "Biene Maja", für die er den Titelsong der deutschsprachigen Version einspielte. In dieser Zeit trat er aber auch in der DDR auf und war 1976 Star bei der Eröffnung des Palastes der Republik in Ost-Berlin. Bei der staatlichen Plattengesellschaft Amiga folgten danach insgesamt sieben Alben. Nach dem Fall der Mauer war Karel Gott auch wieder häufiger im Westen bei Auftritten im TV zu hören, obwohl er eigentlich lieber Schauspieler geworden wäre. Das war ihm aber nur bei Märchenfilmen in seinem Heimatland vergönnt. Karel Gott galt lange Zeit als eingefleischter Junggeselle, denn er hatte zwei uneheliche Töchter. 2008 heiratete er jedoch in Las Vegas die 37 Jahre jüngere tschechische Moderatorin Ivana mit der er zwei weitere Kinder bekam.

Diahann Carroll 4. Oktober 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin Diahann Carroll erlag 84-jährig in L. A. den Folgen einer Krebserkrankung, wie ihre Tochter Susan Kay mitteilte. Sie wuchs in Harlem auf und war bereits im Jugendalter als Model tätig. Als Schauspielerin konnte sie sich mit Otto Premingers Filmen "Carmen Jones" (1954) und "Porgy und Bess" (1959) als schwarze Schauspielerin etablieren. In ihrer langen Karriere gewann Carroll einen Tony Award für ihre Rolle in dem Musical "No Strings". Für den Auftritt in dem Film "Claudine" war sie für einen Oscar als beste weibliche Hauptrolle nominiert. In der Serie "Julia" von 1968 bis 1971 war sie die erste schwarze Frau, die im US-TV nicht eine stereotype Dienerrolle bediente. Freunde von Serienklassikern kennen sie zudem aus dem "Denver Clan".

Robert Forster 11. Oktober 2019
Der US-amerikanische Schauspieler Robert Forster, der u.a. in der Erfolgsserie "Breaking Bad" mitspielte, verstarb im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Hirntumors in Los Angeles. Forster war für seine Rolle in Quentin Tarantinos Film "Jackie Brown" (1997) für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Sein Todestag fiel mit der Veröffentlichung des "Breaking Bad"-Films "El Camino" zusammen. Darin ist er an der Seite von Hauptdarsteller Bryan Cranston noch einmal zu sehen.

Paul Allen 15. Oktober 2019
Der Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der lange Zeit auch Vorsitzender der US-Unternehmens war, verstarb im Alter von 65 Jahren nach Komplikationen im Zusammenhang mit einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung. 1975 hatte er zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates den Softwarekonzern Microsoft gründet, dessen wichtigste Ideen anfänglich von ihm kamen. Schon 1982 diagnostizierten Ärzte bei ihm Lymphdrüsenkrebs, in dessen Folge er sehr dünnhäutig wurde, sich mit zudem mit dem späteren Microsoft-Chef Steve Ballmer überwarf, dessen Sprunghaftigkeit er nicht ausstehen konnte, und deshalb das Unternehmen verlies, um sich als Kunstsammler und Teambesitzer im nordamerikanischen Profisport zu betätigen.

Billie Zöckler 20. Oktober 2019
Bekannt wurde Billie Zöckler 1984 als Mimi Schrillmann in der Satire "Im Himmel ist die Hölle los". Es folgten weitere Rollen, so in der Münchner Kult-Serie "Kir Royal" als Sekretärin Edda Pfaff. Sie erhielt dafür den Förderpreis der Stadt München für Darstellende Künste. Auch bei Rosenheim Cops war sie ein Star. Nun verstarb die in Celle geborene Schauspielerin nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren.

Hanni Lévy 23. Oktober 2019
Die 1924 in Berlin als Hanni Weißenberg geborene Holocaust Überlebende verstarb mit 95 Jahren in Paris. Als Zeitzeugin der Gräueltaten des Nationalsozialismus ist ihre Geschichte Teil des Films "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben" von Filmregisseur Claus Räfle. In Räfles Film von 2017 geht es um das Schicksal von Holocaust-Überlebenden, die sich vor den Nazis verstecken konnten. Levys Rettung war fast ein Wunder. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wandte sie sich die alleinstehende 16-Jährige hilfesuchend an die Kartenabreißerin eines Berliner Kinos, deren Sohn sie zufällig kennengelernt hatte. Mit gebleichtem Haar und neuer Identität konnte sie bei dieser Familie unerkannt untertauchen. Im September 2019 wurde Levy der Berliner Landesorden zuerkannt.

Robert Evans 26. Oktober 2019
Der in New York geborene US-amerikanische Filmproduzent, Schauspieler und Moderator Robert Evans, ursprünglich Robert J. Shapera, Spitzname 'The Kid', verstarb im Alter von 89 Jahren in Beverly Hills. In den 1960er und 1970er Jahren zählte er zu den erfolgreichsten Filmproduzenten. Er war als Vizepräsident der US-amerikanischen Filmproduktionsgesellschaft Paramount Pictures an Filmklassikern wie "Rosemaries Baby", "Love Story", "Der Pate" und "Chinatown" beteiligt. Zuvor war Robert Evans kurz als Schauspieler tätig. Insgesamt siebenmal war Evans verheiratet und wurde ebenso häufig geschieden. Keine seiner Ehen hielt länger als vier Jahre. Liaisons mit Grace Kelly (1929-1982) und Joan Collins (86) wurden ihm ebenfalls nachgesagt.

John Witherspoon 29. Oktober 2019
Der US-Schauspieler und Komiker John Witherspoon verstarb völlig überraschend im Alter von 77 Jahren in Kalifornien. Er galt als Legende in Hollywoods Unterhaltungsindustrie. Seine Karriere begann er als Stand-up-Komiker in den 1960ern. Bekannt wurde er vor allem für seine Rollen in "Hollywood Shuffle", "House Party", "Boomerang" und durch seine Rolle als Ice Cubes mürrischer Vater in der Komödie "Friday" und den beiden "Friday"-Sequels sowie durch die WB-Sitcom "The Wayans Bros." in den 1990er-Jahren.

Thomas Wilk 31. Oktober 2019
Der Berliner Trickfilmer sowie enger Freund, Förderer und Partner des Filmfestes Emden & Norderney verstarb im Alter von 62 Jahren. Der Darsteller, Kameramann und Cutter entwickelte in seinem Berliner Trickstudio nicht nur die ersten Emder Festivaltrailer, sondern war auch Titelgestalter des großartigen Berlinale Trailers. 1983 hatte Thomas Wilk sein Trickfilmatelier gegründet, das nun von Sascha Wilk als trickWILK GmbH in Berlin und im niedersächsischen Lachendorf fortgeführt wird. Zeichentrickfilme, Werbespots, Trailer und Animationen für medizinische und politische Informationsfilme sowie Vor- und Abspanntitel für hunderte von Filmen waren der Anfang. Heute liegt der Schwerpunkt auch auf DCP Mastering und Restaurierung von Filmen sowie die Erstellung von Zwischentiteln für alte Stummfilme wie "Metropolis".

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mit Brian Tarantina, der am 2. November 2019 verstarb.

Brian Tarantina 2. November 2019
Die Meldung zum Tod von Brian Tarantina, dem US-amerikanischen Schauspieler mit irischen und italienischen Vorfahren, hatten wir zunächst übersehen. Wir haben sie dennoch nicht unter den Nachträgen einsortiert, denn der Hollywood-Star war nach der Behandlung einer Herzerkrankung noch vor dem Totensonntag überraschend verstorben. Die Spekulationen um einen Infarkt stellten sich aber als falsch heraus. Aus dem offiziellen Autopsie-Bericht geht hervor, dass der Schauspieler an einer versehentlichen Drogenüberdosis starb. In seinem Blut sei eine tödliche Mischung aus Fentanyl, Heroin, Valium und Kokain gefunden worden. Der 60-Jährige war von seiner Nichte Anfang November leblos in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden worden. Die Ermittler stufen den Tod jedoch nicht als Selbstmord, sondern als Unfall ein. Tarantina bekam seine erste Rolle im Film "Cotton Club" von Francis Ford Coppola. Weitere Engagements in Filmen wie "Carlito’s Way" oder "Donnie Brasco" folgten. Daneben spiele er kleinere Rollen in Serien wie "Miami Vice", "Emergency Room – Die Notaufnahme", "Law & Order" und "Gilmore Girls". Er war in mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Meist spielte Tarantina eher düstere und sozial schwache Figuren. Zuletzt war er 2019 in "The Kitchen – Queens of Crime" zu sehen sowie in der erfolgreichen Amazon-Prime-Serie "The Marvelous Mrs Maisel. Darin verkörperte er Jackie, den Barkeeper im Comedyclub "Gaslight".

Nik Powell 7. November 2019
Der 1950 in London geborene englische Filmproducer, Nik Powell, verstarb mit 69 Jahren in Oxford. Bekannt wurde er als Producer von "The Crying Game" (1992), "Brimstone: Erlöse uns von dem Bösen" (2016) and "Spy Games - Agenten der Nacht".

Branko Lustig 14. November 2019
Der kroatische Filmproduzent und Schauspieler Branko Lustig verstarb im Alter von 87 Jahren in Zagreb, wohin er vor zehn Jahren aus Los Angeles zurückgekehrt war. Der Holocaust-Überlebende, der einer jüdischen Familie entstammt, war als Kind während des Zweiten Weltkriegs in den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen interniert. Im Alter von zwölf Jahren wurde er aus dem Konzentrationslager Auschwitz befreit und arbeitete mehr als 50 Jahre lang im Filmgeschäft, u.a. als Produzent für Steven Spielberg. Für "Schindlers Liste" wurde Lustig ebenso mit einem Oscar ausgezeichnet wie für "Gladiator", einen von sechs Filmen, die er für Regisseur Ridley Scott produziert hatte.

Terry O'Neill 16. November 2019
Im Alter von 81 Jahren verstarb nach langer Krankheit der britische Fotograf Terry O'Neill. In den 60er Jahren galt O'Neill, der
vier Jahre lang mit der Schauspielerin Faye Dunaway verheiratet war, als Chronist der "Swinging Sixties" in London. Damals, so sagte er, waren intime Bilder noch möglich. Berühmt wurde er in dieser Zeit auch mit Aufnahmen der Beatles und der Rolling Stones. Er porträtierte aber auch Schauspieler wie Michael Caine, Sean Connery, Audrey Hepburn, Elizabeth Taylor und Brigitte Bardot. 2019 wurde er mit dem Orden "Commander of the British Empire" geehrt.

NACHTRÄGE:

Jonathan Miller 27. November 2019
Sir Jonathan Wolfe Miller, Träger des Order of the British Empire, war britischer Theater- und Opernregisseur sowie Autor. Obwohl er nur einige wenige Opern gesehen hatte und nicht in der Lage war Noten zu lesen, begann er nach einem Studium der Medizin und Neuropsychologie in den 1970er Jahren selbst Regie zu führen und galt zuletzt als einer der führenden Opernregisseure weltweit. Nun verstarb der Star der satirischen Revue "Beyond the Fringe" im Alter von 85 Jahren an Alzheimer. Miller galt als eine der wichtigsten künstlerischen Persönlichkeiten Großbritanniens. In seiner mehrere Jahrzehnte umspannenden Karriere war er in Theater, Fernsehen und in der Oper zu sehen. Einige der wichtigsten britischen Institutionen der Kunst und Kultur würdigten Miller für sein Schaffen, darunter die Royal Opera. 1982 inszenierte er die Oper Rigoletto als Mafia-Stück, angesiedelt in Little Italy der 1950er Jahre. Er arbeitete am Royal National Theatre in London und am Old Vic Theatre, ebenfalls in London. Im britischen und amerikanischen Fernsehen war er auch als Moderator bekannt.

Shelley Morrison 1. Dezember 2019
Die US--amerikanische Schauspielerin Shelley Morrison verstarb im Alter von 83 Jahren in Los Angeles an Herzversagen. Morrison, eigentlich Rachel Mitrani, kam 1936 als Tochter spanischstämmiger Juden in New York City zur Welt. Ihr Vater Maurice verstarb 1946, nur wenige Monate nachdem die Familie nach Los Angeles, Kalifornien gezogen war. Am bekanntesten war Morrison für ihre Rolle als salvadorianisches Hausmädchen Rosario Salazar in der US-Comedy-Serie "Will and Grace", die sie von 1999 bis 2006 spielte. Nach einem Schauspielstudium am Los Angeles City College gelang es ihr, mit ersten Nebenrollen in Filmen wie "Scheidung auf amerikanisch" (1967) und "Zärtlich schnappt die Falle zu" (1968) auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem war sie seit den 1960ern Gastdarstellerin in Dutzenden Fernsehserien wie "Rauchende Colts" oder "Die Partridge Familie" und erschien in Filmen neben den Schauspielern Gregory Peck, Anthony Quinn und Salma Hayek.

Jack Burns 1. Dezember 2019
Der schottische Kinderstar Jack Burns verstarb überraschend im Alter von 14 Jahren im Elternhaus in Greenock. Jack Burns spielte 2016 in der erfolgreichen Netflix-Serie "One of Us" mit und war zudem in mehreren BBC-Produktionen wie „Plain Sight” zu sehen. Er ist der Bruder des Schauspielers Rory Burns, der in der Serie "Outlanders" mitwirkte; dort trat auch Jack bereits 2014 als Tänzer auf. Der 14-Jährige machte neben seiner Karriere als Darsteller eine Ausbildung zum Balletttänzer bei der Elite Academy of Dance in Greenrock und beim Royal Conservatoire in Glasgow. Burns arbeitete außerdem als Model und spielte Rugby und Football.

Thomas Elsaesser 4. Dezember 2019
Der renommierte Filmwissenschaftler, Regisseur und Professor Thomas Elsaesser verstarb mit 75 Jahren in Peking, wo er eine Gastprofessur innehatte. Aus einem in England absolvierten Studium der Literaturwissenschaft wandte sich der gebürtige Berliner mehr und mehr dem Kino zu, wurde zum Chronisten und Deuter der Arbeit von Regisseuren wie Douglas Sirk und Rainer Werner Fassbinder. An der »University of Sussex« begründete er die "Brighton Film Review", die ab 1971 unter dem Namen "Monogram" in London erschien. 1973, mit gerade dreißig Jahren, legte er mit „Tales of Sound and Fury“ einen langen Aufsatz zum amerikanischen Melodram der 1950er Jahre vor, der zugleich eines der Forschungsfelder begründete, mit dem sich die Filmwissenschaft als Fach zu etablieren vermochte. Zusammen mit dem ebenfalls nach England ausgewanderten, aber damals noch unbekannten deutschen Schriftsteller und späteren Literaturwissenschaftler W.G. Sebald († 2001), veranstaltete er in den 70er Jahren an der University of East Anglia zahlreiche Seminare, unter anderem zu Alfred Hitchcock und Fritz Lang. 1991 rief er an der Universität von Amsterdam die Abteilung für Film- und Fernsehwissenschaften ins Leben, deren Leitung er bis 2000 inne hatte. 2009 erschien von ihm zuletzt die große Studie "Hollywood heute". Darin befasste er sich mit bekannten Filmen der jüngeren Vergangenheit, darunter auch "Memento" und "Das Schweigen der Lämmer" und betrachtete sie als Symptome einer komplexen Wirklichkeit; also als das genaue Gegenteil von Realitätsflucht, obwohl Hollywood-Produktionen jahrzehntelang in deutschen akademischen Zirkeln als Verblödungsmaschine dargestellt wurden, die es nicht wert waren, sich damit wissenschaftlich zu befassen. Ruhelos wie er war, debütierte Elsaesser 2017 schließlich noch als Regisseur: In "Die Sonneninsel" montierte er Amateurfilmaufnahmen seines Vaters Martin Elsaesser, der als Architekt bekannt geworden war, und erforschte filmisch seine Familiengeschichte.

Robert Walker Jr. 5. Dezember 2019
Der US-Schauspieler Robert Walker Jr., der in den 60er Jahren in der TV-Serie "Raumschiff Enterprise" mitspielte, verstarb mit 79 Jahren in Malibu. In der "Star Trek"-Episode "Charlie X" von 1966 spielte er einen rebellischen Jugendlichen, der als einziger ein Shuttle-Unglück überlebt und sich jahrelang allein auf dem Planeten Thasus durchschlägt, bevor Captain Kirk und seine Crew ihn retten. Walker ist der Sohn des Schauspielerehepaares Jennifer Jones und Robert Walker, die sich trennten, als ihr Sohn drei Jahre alt war. Durch eine Heirat seiner Mutter wurde Walker junior später der Stiefsohn des Filmproduzenten David O. Selznick. Er besuchte die renommierte Lawrenceville School nahe Princeton und studierte Anfang der 1960er-Jahre Schauspiel am Actors Studio in New York. Walker versuchte sich unabhängig von seinen berühmten Eltern einen eigenen Ruf als Schauspieler aufzubauen, was ihm allerdings nur teilweise gelang, da er seinem bereits 1951 verstorbenen Vater auch äußerlich sehr ähnlich wirkte. Robert Walker Jr. hatte in zahlreichen weiteren bekannten Filmen und Serien mitgespielt, darunter "Bonanza", "Dallas", "Route 66", "Drei Engel für Charlie", "Columbo" und "Easy Rider".

Wolfgang Winkler 7. Dezember 2019
Der genaue Todestag wurde nicht bekannt gegeben, nur dass der Intendant des Neuen Theaters in Halle am Samstag den, 7.12.2019, den Tod des Schauspielers Wolfgang Winkler am Abend verkündete. Der "Polizeiruf 110"-Star starb im Alter von 76 Jahren nach einem Krebsleiden. Der in Görlitz geborene Winkler konnte auf eine lange Karriere als Schauspieler zurückblicken - die allerdings kurvenreich und steinig verlief. Erst der Polizeiruf machte ihn ab 1996 berühmt. Nach einer Ausbildung zum Lokführer bewarb er sich an der Filmhochschule Babelsberg als Schauspielstudent. Mit nur 21 Jahren bekam Winkler seine erste tragende Rolle von Regisseur Kurt Maetzig angeboten. Doch die Freude währte nicht lange, die Kulturbürokraten der SED verboten Maetzigs Film "Das Kaninchen bin ich". Auch sein Wunsch in Berlin Fuss zu fassen, wurde ihm verwehrt. Nach einer Zwischenstation im Theater in Halle, gelang ihm erst in der Nachwendezeit mit 50 Jahren der Sprung in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden als Staatsschauspieler. Ab 1995 ging aber die Karriere weiter bergauf beim Fernsehen und bald darauf in der Rolle des Kommissar Schneider im Polizeiruf 110, für den er insgesamt 50 Folgen drehte. Aus der Popularität daraus erwuchs eine neue Hauptrolle. Von 2015-2019 spielte Winkler in den "Rentnercops" einen aus dem Ruhestand zurückgeholten Kommissar mit leicht ironischem Unterton.

René Auberjonois 8. Dezember 2019
Der aus französisch-schweizerischer Abstammung in New York geborene Schauspieler René Auberjonois verstarb im Alter von 79 Jahren in seinem Haus in Los Angeles an einer Lungenkrebserkrankung. Das Schauspiel erlernte Auberjonois an der Carnegie-Mellon-Universität in Pennsylvania. Noch vor seiner Schauspielkarriere trat er bereits im Alter von sechs Jahren in Paris bei einem Musical auf und konnte nach mehreren weiteren Musicals einen Tony Award gewinnen, einen der wichtigsten Preise für Darsteller in Musicals und Theaterstücken. Später war er als Charakterdarsteller in gleich mehreren goldenen Ären in Film und Fernsehen aktiv - von der der Theaterwelt der 1960er Jahre bis zur Kino-Renaissance der 70er sowie der ersten Blütezeit der TV-Serien in den 80ern und 90ern. Seinen ersten Auftritt in einem Spielfilm hatte er 1970 in "MASH" unter der Regie von Robert Altman. Nach mehreren Nebenrollen in weiteren Spielfilmen und US-Fernsehproduktionen wie Benson trat er Anfang der 1990er Jahre erstmals kurz als Colonel in einer Star-Trek-Produktion auf. Von 1993 bis 1999 verkörperte er die weithin bekannte Rolle des Formwandlers Odo in der Serie "Star Trek: Deep Space Nine". In den 2000ern übernahm der Schauspieler in der Anwaltsserie Boston Legal den Part des Paul Lewiston, zwischen 2010 und 2014 trat er zudem in der Serie Warehouse 13 auf.

Caroll Spinney 8. Dezember 2019
Caroll Edwin Spinney, auch bekannt als Carroll Spinney oder Ed Spinney, war ein US-amerikanischer Puppenspieler. Er spielte seit 1969 die Figuren des griesgrämigen Oscar aus der Mülltonne und des gelben Vogels Bibo (im Original Big Bird) in der US-amerikanischen Kindersendung Sesamstraße von Jim Henson. Der 85-Jährige habe schon länger an der Bewegungsstörung Dystonie gelitten, hieß es.

Danny Aiello 13. Dezember 2019
Der US-amerikanische Schauspieler Danny Aiello, der in Filmen wie "Der Pate 2", "Mondsüchtig" und "Do the right thing" mitspielte, verstarb nach kurzer Krankheit im Alter von 86 Jahren in New Jersey. Der gebürtige New Yorker war in den 80er Jahren durch zahlreiche Nebenrollen bekannt geworden. An der Seite von Cher spielte er in "Mondsüchtig" mit, unter der Regie von Sergio Leone in "Es war einmal in Amerika", für Woody Allen stand er in "The Purple Rose of Cairo" vor der Kamera. Eine Oscar-Nominierung holte Aiello mit seiner Nebenrolle in Spike Lees "Do the right thing" (1989).

Gerd Baltus 13. Dezember 2019
Der Theater und TV-Schauspieler Gerd Baltus verstarb im Alter von 87 Jahren in Hamburg. Baltus zählte zu den bekanntesten Fernsehgesichtern Deutschlands. Er war unter anderem in der ARD-Krimireihe "Tatort" und den ZDF-Serien "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte", "Das Traumschiff" und "Unser Lehrer Dr. Specht" zu sehen. Baltus wurde in Bremen geboren und hatte nach einem abgebrochenen Jura-Studium sein Debüt 1953 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Der hochgewachsene Mime galt als einer der meistbeschäftigten Darsteller im deutschen Fernsehen, wo er vor allem mit rollen von verklemmten und schwierigen Sonderlingen oder Psychopathen besetzt wurde. Für seinen Leutnant Beckerath in der Verfilmung der Thomas-Mann-Novelle "Wälsungenblut" erhielt er 1965 den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Am Anfang seiner Schauspielkarriere stand allerdings das Theater mit Gastspielen in Bonn, München und Salzburg. Erst Mitte der 1970er Jahre konzentrierte er sich aufs Fernsehen. Seinen letzten Auftritt hatte er 2013 in der Sat-1-Serie "Danni Lowinski". Dafür trat sein Sohn Philipp Baltus als Schauspieler und Sprecher in die Fußstapfen des Vaters.

Anna Karina 14. Dezember 2019
Die französische Filmschauspielerin Anna Karina verstarb im Alter von 79 Jahren in Paris an den Folgen eines Krebsleidens. Die aus Dänemark stammende Schauspielerin galt als das schönste Gesicht in den wilden 1960er Jahren und hat insgesamt sieben Filme mit Regisseurs Jean-Luc Godard gedreht, mit dem sie einige Jahre auch verheiratet war. Das Paar schrieb Filmgeschichte in der Nouvelle Vague Periode mit "Elf Uhr nachts" und "Eine Frau ist eine Frau". Für letzteren wurde sie auf der Berlinale 1961 mit dem Silbernen Bären als beste Schauspielerin ausgezeichnet. 1962 folgte "Vivre sa vie" (Die Geschichte der Nana S.) in der sie eine Prostituierte spielte. In dem 1965 gedrehten Spielfilm "Pierrot le fou" präsentiert sie sich zusammen mit Jean-Paul Belmondo als linkes Revoluzzer-Paar, das aus der bürgerlichen Gesellschaft ausbrechen will und mit Sprengstoff und Terror agiert. Nach der Trennung von Godard spielte sie 1966 in Jaques Rivettes "La religieuse" eine Nonne. Im Jahr darauf ist sie in der Visconti Verfilmung des Albert Camus Romans "Der Fremde" zu sehen. Karina arbeitete aber auch mit Volker Schlöndorff 1969 in "Michael Kohlhaas" zusammen und lies sich von Rainer Werner Fassbinder 1976 für das "Chinesische Roulette" engagieren. Zuvor hatte sie 1973 ihr Regiedebüt in dem Film "Vivre ensemble" gegeben und trat auch als Sängerin mit Chansons von Sierge Gainsbourg auf.

Claudine Auger 18. Dezember 2019
Die französische Schauspielerin Claudine Auger verstarb eine Woche vor Weihnachten in Paris im Alter von 78 Jahren. In den 60er Jahren spielte sie mit Sean Connery das Bond-Girl in dem James-Bond-Film "Thunderball" (dt. Feuerball). Auger wurde in Paris geboren, wo sie auch aufwuchs und das St. Joan of Arc College und später das Schauspiel-Konservatorium besuchte. Im Alter von 17 Jahren gewann sie 1958 den Titel der Miss World France und war Zweitplatzierte beim Miss-World-Wettbewerb. In ersten kleineren Rollen war Auger etwa 1958 in dem Film "Christine" mit Romy Schneider und Alain Delon zu sehen. Jean Cocteau besetzte sie 1959 für ihre erste Nebenrolle. In "The Testament of Orpheus" spielte sie eine Ballerina. Internationale Bekanntheit erlangte sie jedoch erst 1965 mit ihrer Rolle als Dominique "Domino" Derval in "Feuerball", der auf den Bahamas gedreht wurde und daher viel Gelegenheit für Bikini-Szenen bot. Die Rolle war ursprünglich als Italienerin Dominetta Palazzi angelegt und sollte von Luciana Paluzzi gespielt werden, die dann jedoch den Part des „bösen Bondgirls“ übernahm.

Manina Ferreira-Erlenbach 23. Dezember 2019
Die deutsche TV-Moderatorin Manina Ferreira-Erlenbach, die seit 1993 beim Rundfunk Berlin Brandenburg als rbb-Reporterin für die "Abendschau" gearbeitet hatte und von 2001 bis 2015 die News bei "Brandenburg aktuell" und "rbb aktuell" verlas, wurde von Rettungskräften tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Am frühen Morgen hatte eine Nachbarin bei ihr an der Wohnungstür geläutet, da der Hund permanent bellte. Da zudem in der Wohnung Licht brannte, wurde die Tür von der Feuerwehr aufgebrochen. Wie n-tv berichtete und von Andy Moor, dem Chefredakteur des Berliner Sonntagsblatts bestätigt wurde, der mit der TV-Journalistin näher bekannt war, soll die 54-Jährige an Herzversagen gestorben sein. Aus Krankheitsgründen war sie beim RBB schon länger ausgeschieden.

Kushal Punjabi 26. Dezember 2019
Und wieder wählte ein junger Filmstar den Freitod wegen psychischer Probleme mit Suizidgedanken. Filme wie "Mut zur Entscheidung – Lakshya", "Kaal – Das Geheimnis des Dschungels" und "Salaam-e-Ishq", in dem Kushal Punjabi (†42) an der Seite von Priyanka Chopra (37) spielte, machten den Schauspieler zum gefeierten Bollywood-Star. Kurz nach Weihnachten mussten die Fans nun Abschied von der Filmikone nehmen. Wie verschiedene indische Medien berichten, verstarb der 42-Jährige nun völlig überraschend am zweiten Weihnachtsfeiertag. Kushal Punjabi wurde am Freitag, den 27. Dezember gegen 2 Uhr morgens von seinen Eltern in seinem Zuhause in Mumbai leblos aufgefunden. Sie hatten nach ihrem Sohn geschaut, als dieser nicht auf Anrufe reagierte. Laut der Zeitung "The Times of india" wurde ein Abschiedsbrief sichergestellt. Kushal Punjabi hinterließ neben seinen Eltern und seinen Schwestern auch Ehefrau Audrey Dolhen und seinen dreijährigen Sohn Kian.

Sue Lyon 26. Dezember 2019
Am zweiten Weihnachtsfeiertag verstarb die US-amerikanische Schauspielerin Sue Lyon im Alter von 73 Jahren in Los Angeles. 1962 im Alter von 14 Jahren lieh sie unter der Regie von Stanley Kubrick der Titelfigur „Lolita“ ihr Gesicht. Es war ihre vermutlich größte Filmrolle, obwohl sie sis zum Ende ihrer Karriere 1980 in Hollywood noch in diversen Filmen und Fernsehproduktionen mitwirkte. Der in Schwarzweiß produzierte Klassiker "Lolita" entstand noch vor Kubricks Meilensteinen wie „2001: Odyssee im Weltraum“ oder „Shining“. Bereits mit der auf dem gleichnamigen Roman von Vladimir Nabokov basierenden „Lolita“ bewies der 1999 verstorbene Ausnahmekünstler jedoch schon damals Mut für ungewöhnliche Themen. Im Mittelpunkt des schwarzhumorigen Dramas steht nämlich ein pädophiles Begehren: Ein erwachsener Literaturprofessor (James Mason) verliebt sich unsterblich in die 12-jährige Lolita und heiratet nur deshalb dessen Mutter. Für ihre außergewöhnliche wie ambivalente Rolle erhielt Sue Lyon sogar einen Golden Globe. Auch ihre zweite Rolle war die der Dolores "Lolita" Haze sehr ähnlich. In "Die Nacht des Leguan" von 1964 spielte sie einen nymphomanischen Teenager. Sie verführte in dieser Rolle einen einstigen Geistlichen, der von Richard Burton gespielten wurde. Auch in John Fords letztem Kinofilm "Sieben Frauen" spielte sie eine für die damalige Zeit gewagte Figur. Neben ihren schauspielerischen Leistungen sorgte die Künstlerin vor allem auch mit ihrem Privatleben für Aufmerksamkeit. So war sie zum Beispiel fünf Mal verheiratet. Die erste Ehe ging sie mit dem Drehbuchautoren Hampton Fancher ein. Er war der Co-Drehbuchautor von "Blade Runner". Die Ehe war allerdings nur von kurzer Dauer. Ihr dritter Ehemann musste 1974 sogar wegen Mordes ins Gefängnis. Die fünfte Ehe hielt nach einer Pause von 10 Jahren von 1985 bis 2002 am längsten.

Neil Innes 29. Dezember 2019
Der englische Musiker und Komponist Neil Innes verstarb völlig unerwartet nur 20 Tage nach seinem 75. Geburtstag. Innes hatte seine ersten Erfolge mit einer Klamauk-Gruppe namens Bonzo Dog Doo-Dah. Die Band landete 1968 mit "I'm the Urban Spaceman" auf Platz fünf der britischen Charts. Zweitweise galt Innes als siebtes Mitglied der Comedy-Truppe »Monty Python's Flying Circus«. So schrieb er unter anderem die Songs für den Film "Ritter der Kokosnuss" (1975) in dem er auch kleinere Rollen spielte, ebenso wie in "Das Leben des Brian" (1979).

Jan Fedder 30. Dezember 2019
Der Schauspieler Jan Fedder erlag im Alter von 64 Jahren einem Krebsleiden. Fedder wuchs als Sohn eines Kneipenbesitzers in St.Pauli auf. Seine erste größere Rolle hatte er in dem Film "Das Boot" (1980). Fedder spielte zudem in unzähligen TV-Serien. Seine Paraderolle war der Polizist Dirk Matthies im ARD-Dauerbrenner "Großstadtrevier". Auch als Synchronsprecher war Fedder tätig. Zudem machte er zwei Schallplatten mit den "Big Balls". 2006 erhielt der Hamburger Jung mit der markanten Stimme den Deutschen Filmpreis für den NDR-Film "Der Mann im Strom".

Harry Kupfer 30. Dezember 2019
Auch wenn der legendäre Opern-Regisseur Harry Kupfer, der nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren in Berlin verstarb, absolut nichts mit Film zu tun hatte, so wurden zumindest einige seiner Aufführungen im TV übertragen oder auf DVD gebannt worden. Kupfer war 21 Jahre lang Chefregisseur der Komischen Oper Berlin gewesen. Vor allem mit seinen Inszenierungen bei den Wagner-Festspielen feierte er große Erfolge, brachte 1978 in Bayreuth den "Fliegenden Holländer" auf die Bühne und zehn Jahre später den "Ring des Nibelungen". Kupfer inszenierte zudem die zehn wichtigsten Opern von Richard Wagner an der Berliner Staatsoper. Zuletzt arbeitete er in Dresden und Sydney. Der am 12. August 1935 in Berlin geborene Kupfer war ein Schüler von Regie-Meister Walter Felsenstein, einem österreichischen Regisseur, der 1947 die Komische Oper Berlin begründete und bis 1975 deren Intendant war. Im Alter von 23 Jahren gab Kupfer sein Debüt mit Antonin Dvoraks "Rusalka" in Halle. Nach verschiedenen Engagements, darunter als Staatsoperndirektor in Dresden, zog es ihn 1981 wieder nach Ost-Berlin und an die Komische Oper. Dort blieb er 21 Jahre. 1978 erhielt Kupfer eine Einladung nach Bayreuth. Seine psychoanalytisch gefärbte Version des "Fliegenden Holländers" löste bei den Wagnerianern gemischte Reaktionen aus. Zehn Jahre später brachte er dort mit dem Dirigenten Daniel Barenboim den "Ring des Nibelungen" auf die Bühne. Die Inszenierung galt als "Jahrhundert-Ereignis". Die Figuren bewegten sich in Betonbunkern, Kläranlagen und Trümmern von Glaspalästen. "Menschen mit ihren Konflikten, Problemen und Widersprüchen gehören auf die Opernbühne", sagte der Regisseur einst. Er fühlte sich besonders der Moderne verpflichtet, brachte Werke junger oder nicht so bekannter Komponisten heraus, brillierte mit Interpretationen von Werken wie Aribert Reimanns "Lear". Im vereinigten Deutschland blieb Kupfer einer der stilprägenden Opernmacher. Seine Inszenierungen von Hans Pfitzners "Palestrina" in Frankfurt oder der "Lustigen Witwe" in Hamburg fanden große Beachtung, und auch seine Ausflüge in die Welt des Musicals wurden gefeiert. Fast bis zuletzt stand Kupfer auf der Probebühne. Noch in seiner umjubelten Inszenierung von Giuseppe Verdis "Macbeth" an der Berliner Staatsoper holte ihn Daniel Barenboim im Juni 2018 auf die Bühne.

Elizabeth Sellars 30. Dezember 2019
Die britische Film- und Theaterschauspielerin Elizabeth Sellars, die an der Seite von Humphrey Bogart, Ava Gardner, Marlon Brando und Peter O'Toole spielte, verstarb im Alter von 96 Jahren in ihrem Zuhause in Paris. Sellars wandte sich bereits in jungen Jahren dem Theater zu und studierte an der traditionsreichen Londoner Schauspielschule Royal Academy of Dramatic Art. Im Alter von 15 Jahren stand Elizabeth Sellars zum ersten Mal auf der großen Bühne, bevor sie 1949 zum Film wechselte. Zu sehen war sie unter anderem im IRA-Thriller "Die Bombe im U-Bahnschacht" (1952), "Die barfüßige Gräfin" (USA/Italien 1954), "Desirée" (1954), "König der Schauspieler" (1955), "55 Tage In Peking" (1963) und "Der Fluch der Mumie" (Großbritannien 1967). Ihren letzten Auftritt hatte sie 1990 in "Ein Phantom in Monte Carlo".

Martin West 31. Dezember 2019
Der US-amerikanische Schauspieler Martin West verstarb im Alter von 82 Jahren am Silvester, wie seine Familie in einem Nachruf in der "New York Times" bekanntgab. In den 1960er-Jahren wurde West durch das Drama "Freckles" und die Teenie-Komödie "Mollymauk, der Wunderknabe" bekannt. Alfred Hitchcock holte ihn für "Familiengrab" vor die Kamera, John Carpenter für den Thriller "Assault - Anschlag bei Nacht". West trat auch in TV-Serien wie "Dallas", "Bonanza" und "Rauchende Colts" auf. In "General Hospital" spielte er von 1966 bis 1975 den Arzt Dr. Phil Brewer.

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Quellen: Filmecho | Tagesspiegel | 3sat | dpa | Blickpunkt:Film | ARD-Text | Wikipedia | SZ | T-Online | Focus | Spiegel | Die Zeit | FAZ | Berliner Zeitung | Süddeutsche Zeitung | Deutschland today | RP-Online | u.a.

Eine umfassende Übersicht von weiteren verstorbenen Persönlichkeiten listet Wikipedia unter dem Eintrag Nekrolog 2019 auf.




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