Skip to content

Nachrufe zum Totensonntag 2019

[Vorige Seite...]
Tom Zickler 2. September 2019
Der 55-jährige Filmproduzent Tom Zickler verstarb nach kurzer schwerer Krankheit. Mit ihm verlor die deutsche Filmlandschaft einen der größten Filmproduzenten und leidenschaftlichsten Geschichtenerzähler, der wie kein anderer wusste, wie man Zuschauer begeistert", erklärte Christoph Fisser, Vorstand der Studio Babelsberg AG. Erste Erfahrungen sammelte Tom Zickler während des Studiums als Aufnahmeleiter bei der DEFA in Babelsberg, wo er bis zur Wende angestellt war. Später hatte Zickler mit dem Schauspieler und Regisseur Til Schweiger zahlreiche erfolgreiche Kinofilme produziert, darunter "Knockin' on Heaven's Door" (1997) und "Keinohrhasen" (2007). Aber erst im Jahre 2017 hatte Zickler gemeinsam mit dem Studio Babelsberg die Produktionsfirma »Traumfabrik Babelsberg« gegründet mit dem Ziel, vermehrt deutsche Kinofilme in Babelsberg zu entwickeln und zu produzieren. Als Auftakt entstand daraus der Kinofilm "Traumfabrik", der im Juli 2019 seinen Kinostart hatte.

Peter Lindbergh 3. September 2019
Der deutsche Modefotograf und Filmemacher Peter Lindbergh, der mit bürgerlichen Namen eigentlich Peter Brodbeck hieß und im Ruhrgebiet aufwuchs, verstarb im Alter von 74 Jahren. Er lebte zuletzt in Paris, New York und Arles. Seine Karriere begann Lindbergh als Modefotograf 1978 für die Zeitschrift "Vogue". Er arbeitete mit Modeschöpfern wie Jean-Paul Gaultier und Giorgio Armani. Seine frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen prägten die Modefotografie der kommenden Jahrzehnte. Bei seinen Aufnahmen stand weniger die Mode im Vordergrund, als vielmehr das ungeschminkte Wesen hinter dem Gesicht der meist weiblichen Topmodels. Er porträtierte aber auch zahlreiche Stars aus der Film- und Musikwelt wie Catherine Deneuve und Mick Jagger. Berühmt wurde sein Gruppenfoto der Supermodels Evangelista, Campbell, Patitz, Crawford und Turlington.

Carol Lynley 3. September 2019
Die aus Filmen wie "Die Höllenfahrt der Poseidon" bekannte US-Schauspielerin Carol Lynley verstarb im Alter von 77. Jahren in Los Angeles. Sie sei friedlich im Schlaf verschieden, teilte ihre Tochter Jill Selsman mit. Die Hollywood-Schauspielerin, die eigentlich Carole Ann Jones hieß, konnte auf eine lange Karriere zurückblicken. Schon als Newcomerin brachte ihr eine Rolle im Film "Die Unverstandenen" von 1959 eine Nominierung für einen Golden Globe ein. In dem Drama ging es um eine schwangere Teenagerin, die abtreiben möchte. Auch ein Jahr später wurde sie für ihre Leistung in "Das Herz eines Indianers" für den Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin nominiert. Berühmt wurde sie in den 1960er Jahren vor allem als Missy an der Seite von Rock Hudson und Kirk Douglas in Robert Aldrichs "El Perdido" und durch zwei Filme von Otto Preminger: "Der Kardinal" und "Bunny Lake ist verschwunden". In Deutschland wurde sie zudem als Alleinerbin Annabell in der Grusel-Groteske "Die Katze und der Kanarienvogel" bekannt.

Robert Axelrod 7. September 2019
Der US-Schauspieler Robert Axelrod verstarb im Alter von 70 Jahren in Los Angeles. Axelrod arbeitet Anfang der 70er Jahre zunächst als Gitarrist, bevor er zu Fernsehen und Film wechselte. Im Laufe seiner Karriere verkörperte er mehr als 150 Charaktere. Bekannt war er aber vor allem für seine Synchronarbeit in der TV-Serie "Mighty Morphin Power Rangers". Darin lieh er dem Bösewicht Lord Zedd und dem Monstermacher Finster seine Stimme.

John Wesley 8. September 2019
Der US-amerikanische Schauspieler John Wesley, der in den 90er-Jahren neben Will Smith für die beliebte TV-Serie "Der Prinz von Bel Air" vor der Kamera stand, verstarb im Alter von 72 Jahren an Leukämie im Cedars-Sinai Hospital in Los Angeles. Der schwarze Darsteller wurde im US-Bundesstaat Louisiana geboren und studierte Politikwissenschaft an der Universität von San Diego, Kalifornien. Bis zuletzt hatte er in diversen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt und stand auch als Theaterschauspieler auf der Bühne. In der Serie "Der Prinz von Bel Air" verkörperte er die Rolle des Dr. Hoover.

Michael Schreiner 8. September 2019
Der Münchner Schauspieler, der in Fernsehen zahlreichen "Tatort"-Filmen zu sehen war, verstarb mit 69. Jahren. Auch in den Serien "Die Rosenheim-Cops", "Der Bulle von Tölz", "Für alle Fälle Stefanie" oder "Forsthaus Falkenau" übernahm Schreiner diverse Rollen. Außerdem war er Theaterschauspieler. Zudem war Schreiner als Knecht Xaver von 2007 bis 2015 in der Serie "Dahoam is Dahoam" dabei.

Robert Frank 9. September 2019
Robert Frank, der als Sohn einer jüdischen Familie in Zürich geborene schweizerisch-amerikanische Fotograf, Filmregisseur und Kameramann, galt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem 1958 veröffentlichten Fotobuch "The Americans" revolutionierte Frank die Ästhetik des Fotobuchs. Nach einem Guggenheim-Stipendium Mitte der 50er Jahre hatte er per Auto die USA bereist. Von annähernd 30.000 aufgenommen Schwarzweiß-Aufnahmen, zwischen Ost- und Westküste, zählt es mit seinen 83 ausgewählten Bildern zu den einflussreichsten Fotobänden des 20. Jahrhunderts. Sein subjektiver Ansatz, Leute aufzunehmen, offenbarte eine Dynamik und Wahrhaftigkeit, die der Fotografie bis dahin fremd war. Auffallend oft sehen die Menschen auf Franks Bildern direkt in die Kamera. Nach dem internationalen Erfolg von „The Americans“ verlegte sich Robert Frank aufs Filmemachen. Er schloss sich der New Cinema Group um Peter Bogdanovich und Paul Mekas an und machte experimentelle Filme, in denen sich dokumentarische und fiktive Elemente zunehmend mischten. In den späten 60er Jahren beeinflusste er mit dieser Arbeitsweise eine ganze Reihe avantgardistischer Hippie-Regisseure auf der Suche nach Authentizität. Seit den 70er Jahren lebte er mit seiner zweiten Frau in Kanada. Dort verstarb er im Alter von 94 Jahren. Einen Teil seiner bisher unveröffentlichten Fotos präsentierte die Galerie C|O im Berliner Amerikahaus in einer seit langem geplanten Ausstellung schon wenige Tage nach seinem Tod.

Andreas Wimberger 11. September 2019
Der österreichische Schauspieler Andreas Wimberger starb überraschend im Alter von 60 Jahren. Neun Jahre spielte er in der ARD-Reihe „Um Himmels Willen“ an der Seite von Fritz Wepper. Geboren wurde Wimberger in Salzburg als Sohn einer Schauspielerin und des Komponisten Gerhard Wimberger. Ein erstes Engagement erhielt Wimberger am Stadttheater Basel. Später gastierte er wiederholt bei den Festspielen in Bad Hersfeld und wurde dort mehrfach für seine Leistungen ausgezeichnet. Daneben stand Wimberger auch immer wieder für Film und TV vor der Kamera. So konnte man ihn in Filmen wie "Der Schüler Gerber" oder "Ein riskantes Spiel" sehen, ferner hatte er Gastauftritte in bekannten Serien wie "Der Bulle von Tölz", "Die Rosenheim-Cops" und "SOKO 5113".

Mardik Martin 11. September 2019
Mardik Martin war ein armenischstämmiger amerikanischer Drehbuchautor, der im Iran geboren wurde und im Irak während der britischen Kolonialzeit aufwuchs. Bekannt wurde Martin als Drehbuchautor für Martin Scorsese, an dessen Film "Hexenkessel" er mitwirkte. Mit Paul Schrader erhielt er 1981 für diesen Film eine Nominierung für den Golden Globe Award in der Kategorie Bestes Filmdrehbuch.

László Rajk Jr. 11. September 2019
Der 1949 in Budapest geborene ungarische Architekt, Politiker und Filmdesigner verstarb im Alter von 70 Jahren. Sein Vater war ein ungarischer kommunistischer Politiker, der 1949 nach einem stalinistischen Schauprozess wegen angeblicher Spionage hingerichtet wurde. Mutter und Sohn wurden nach Rumänien deportiert und durften erst 1958 nach Ungarn zurückkehren. Nach der politischen Wende in Ungarn wurde László Rajk Jr. für die Partei 1990 zum Abgeordneten des Ungarischen Parlaments gewählt. Rajk arbeitete aber auch als Architekt, Filmarchitekt und Bühnenbildner und lehrte Filmarchitektur an der Filmhochschule Budapest (Színház- és Filmművészeti Egyetem). 2016 zeichnete er in László Nemes' Holocaust Drama "Son of Soul" für die Filmarchitektur der Nazi Gaskammern verantwortlich. 2018 arbeitete er noch einmal für László Nemes Oscar Beitrag "Sunset" als Filmdesigner.

Brian Turk 13. September 2019
Der im US-Bundesstaat Colorado geborene Schauspieler Brian Turk verstarb nur ein Jahr nach einer Krebsdiagnose an einem Gehirntumor. Er wurde nur 49 Jahre alt und hinterlässt Frau und Kind. Bekannt wurde Turk als Darsteller in Serien wie "Two and a Half Man", Beverly Hills, 90210" und "Emergency Room – Die Notaufnahme" sowie in großen Produktionen wie "Buffy – Im Bann der Dämonen", "Jurassic Park" oder "American Pie 2". Seinen größten Erfolg feierte er allerdings von 2003–2005 als Gabriel in der HBO-TV-Serie "Carnivàl".

Peter Fera 13. September 2019
Der Kameramann und Filmproduzent Peter Fera verstarb im Alter von 83 Jahren in Eckernförde. Noch im Jahr 2018 war Fera zum Ehrenmitglied des Internationalen Naturfilmfestivals »Green Screen« in Eckernförde an der Ostsee ernannt worden. „Seine Kompetenz und Erfahrung als Kameramann und Produzent sowie seine vielfältigen Kontakte zu Naturfilmern und Redaktionen stellte er in den Dienst des Festivals – gekonnt, klug und patent“. So seien die von ihm organisierten Seminare zu einem viel beachteten Forum des Meinungsaustauschs geworden, weit über den reinen Bildungsansatz hinaus. Er habe hochkarätige Teilnehmer und Juroren nach Eckernförde geholt, versiert, qualifiziert und routiniert.

Luigi Colani 16. September 2019
Der in Berlin-Friedenau geborene Star-Designer Luigi Colani, Sohn eines Schweizer Filmarchitekten und einer am Max-Rheinhardt-Theater arbeitenden polnischen Souffleuse, verstarb nach schwerer Krankheit 91-jährig in Karlsruhe. Nach einem abgebrochenen Studium der Bildhauerei und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin studierte er Aerodynamik und Ultraleichtbau an der Sorbonne in Paris und erlernte anschließend das Handwerk des Automobilbauens. Seine Welt sei rund sagte er im vergangenen Jahr kurz vor seinem 90. Geburtstag in Karlsruhe, wo er sich zur Ruhe niedergelassen hatte, während seine Werkstatt sich seit den 60er Jahren in Westfalen befand, wo wir ihn seinerzeit besucht hatten. Er arbeitete außerdem in Italien, Mexiko, den USA, Russland, Japan und China. Riesige Erfolge feierte er mit der legendären Canon T90, die das Design der Marke entscheidend prägte. Auch der sehr kugelrund gezeichnete Kult-Fernseher RFT von Technisat galt als sein Markenzeichen. Aber auch stromlinienförmige Autos und Rennwagen, Möbel, Geschirr, Brillen und Kleidung gehörten zu seinem Metier. Eckiges mochte er dagegen nicht. Insgesamt bezifferte er seine zu Papier gebrachten Ideen auf rund 4000. Vieles davon wurde aber nicht verwirklicht.

Jessica Jaymes 17. September 2019
Der US-Star Jessica Jaymes, die eigentlich mit richtigem Namen Jessica Michael Redding hieß, wurde leblos von einem Freund in ihrer Wohnung im kalifornischen San Fernando Valley aufgefunden. Neben ihr wurde zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente gefunden. Der Erotik- und Porno-Star wurde nur 43 Jahre alt. Nach einer Laufbahn als Grundschullehrerin wurde sie im Jahre 2004 das erste Vertragsmodel des US-amerikanischen Männermagazins "Hustler". Insgesamt spielte sie in über 200 Erotikfilmen mit. Jaymes war aber auch in anderen Genres als Schauspielerin tätig. So übernahm sie eine Nebenrolle in der TV-Serie "Weeds" und trat in der Reality-TV-Show "Celebrity Rehab" auf.

Sándor Sára 22. September 2019
Sándor Sára war ein ungarischer Filmschaffender und Medienmanager. Er verstarb im Alter von 85 Jahren in Budapest. Sára erwarb 1957 einen Abschluss als Kameramann an der Budapester Schauspiel- und Filmhochschule. Er wirkte an Filmen der ungarischen „Neuen Welle“ der 1960er-Jahre mit und er war auch als Regisseur tätig. In den 1980er-Jahren arbeitete er als Dokumentarfilmer. Unter seinem Vorsitz beim ungarischen TV-Satellitensender Duna TV wurde dieser 1999 mit dem UNESCO-Preis für den besten Kultur-Fernsehsender ausgezeichnet. Neben seinen vielseitigen Verpflichtungen ist Sára auch als künstlerischer Fotograf mit Ausstellungen hervorgetreten.

Mark Sacharow 28. September 2019
Der russische Film- und Theaterregisseur sowie Drehbuchautor Mark Anatoljewitsch Sacharow verstarb nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren. Bis zuletzt war er künstlerischer Leiter am Lenkom-Theater in Moskau. In vier Jahrzehnten habe er mehr als 40 Aufführungen auf die Bühne gebracht. Sacharow führte darüber hinaus bei vielen Filmen Regie - etwa "Zwölf Stühle" von 1976 und "Genau jener Münchhausen" von 1979. Sie seien Klassiker des sowjetischen Kinos. 2018 bekam Sacharow dafür den Titel "Held der Arbeit" verliehen. Außerdem drehte er mehr als 20 Fernsehsendungen.

Eric Pleskow 1. Oktober 2019
Der an vielen Welterfolgen beteiligte US-Filmproduzent Eric Pleskow, Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, verstarb im Alter von 95 Jahren in Westport, Conneticut. Der gebürtige Österreicher, der in seiner Karriere 14 Oscars und zehn Golden Globes einheimste, war zudem Präsident und Schutzpatron der Viennale in Wien sowie ehemaliger Präsident der Filmproduktionsgesellschaften United Artists und Orion Pictures. Pleskow war 1939 mit seinen Eltern auf der Flucht vor den Nazis in letzter Sekunde über Frankreich, Belgien und Holland in die USA ausgewandert. Nach Kriegsende kam er als Filmoffizier der amerikanischen Militärregierung nach Deutschland. In den USA war er später als Filmproduzent an vielen Kinoerfolgen beteiligt, unter anderem an den Oscar-prämierten Filmen „Amadeus“, „Der mit dem Wolf tanzt“, „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Rocky“ und „Das Schweigen der Lämmer“.

Bernd Rumpf 1. Oktober 2019
„Harry Potter“-Fans kennen ihnen als die Stimme von Prof. Severus Snape: Bernd Rumpf, der neben Alan Rickman unter anderem auch Liam Neeson seine Stimme lieh ist tot. Er gehörte zu den vielen Stimmen, die uns in den vergangenen 30 Jahren im Fernsehen und im Kino immer und immer wieder begegneten. Denn der Synchronsprecher war in über 700 Filmen und Serien zu hören. Regelmäßig synchronisierte er zudem auch Alfred Molina und lieh daneben immer wieder Ciarán Hinds (zuletzt in „Red Sparrow“) seine Stimme. Auch bei Auftritten von Ted Danson in den diversen Serien des „C.S.I.“-Franchise war die Stimme von Rumpf zuhören.

Karel Gott 1. Oktober 2019
Der tschechische Schlagersänger und Komponist mit der „goldenen Stimme aus Prag“ verstarb ebenda an Leukämie im Alter von 80 Jahren. Fünf Jahre zuvor glaubte er seinen Lyphdrüsenkrebs mit Chemotherapie besiegt zu haben. Der begnadete Sänger Karel Gott Jr. wurde 1939 kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs in Pilsen geboren. 1958 begann seine Karriere mit Auftritten in Prager Tanzcafés. Erste Schallplattenaufnahmen machte er 1960 auf Englisch, bald danach mit Unterstützung des deutschen Musikers, Komponisten und Musikproduzenten Ralph Siegel auch auf deutsch bei Polydor in Hamburg. So wurde u.a. 1966 die Titelmusik von David Leans Film "Dr. Schiwago" von ihm gesungen. Dazu erfolgten zahlreiche Auftritte in Las Vegas (USA). Ermöglicht wurde sein freizügiges Reisen in den Westen auch durch den Prager Frühling unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968. Nach der gewaltsamen Niederschlagung des Aufstandes durch Truppen des Warschauer Paktes kooperierte Gott mit dem früheren kommunistischen Regime, um weiterhin als Aushängeschild des Sozialismus zu Veranstaltungen in den Westen reisen zu dürfen. Richtig bekannt wurde er dadurch auch bei jüngeren Publikum ab 1970 durch die japanische Verfilmung von "Biene Maja", für die er den Titelsong der deutschsprachigen Version einspielte. In dieser Zeit trat er aber auch in der DDR auf und war 1976 Star bei der Eröffnung des Palastes der Republik in Ost-Berlin. Bei der staatlichen Plattengesellschaft Amiga folgten danach insgesamt sieben Alben. Nach dem Fall der Mauer war Karel Gott auch wieder häufiger im Westen bei Auftritten im TV zu hören, obwohl er eigentlich lieber Schauspieler geworden wäre. Das war ihm aber nur bei Märchenfilmen in seinem Heimatland vergönnt. Karel Gott galt lange Zeit als eingefleischter Junggeselle, denn er hatte zwei uneheliche Töchter. 2008 heiratete er jedoch in Las Vegas die 37 Jahre jüngere tschechische Moderatorin Ivana mit der er zwei weitere Kinder bekam.

Diahann Carroll 4. Oktober 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin Diahann Carroll erlag 84-jährig in L. A. den Folgen einer Krebserkrankung, wie ihre Tochter Susan Kay mitteilte. Sie wuchs in Harlem auf und war bereits im Jugendalter als Model tätig. Als Schauspielerin konnte sie sich mit Otto Premingers Filmen "Carmen Jones" (1954) und "Porgy und Bess" (1959) als schwarze Schauspielerin etablieren. In ihrer langen Karriere gewann Carroll einen Tony Award für ihre Rolle in dem Musical "No Strings". Für den Auftritt in dem Film "Claudine" war sie für einen Oscar als beste weibliche Hauptrolle nominiert. In der Serie "Julia" von 1968 bis 1971 war sie die erste schwarze Frau, die im US-TV nicht eine stereotype Dienerrolle bediente. Freunde von Serienklassikern kennen sie zudem aus dem "Denver Clan".

Robert Forster 11. Oktober 2019
Der US-amerikanische Schauspieler Robert Forster, der u.a. in der Erfolgsserie "Breaking Bad" mitspielte, verstarb im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Hirntumors in Los Angeles. Forster war für seine Rolle in Quentin Tarantinos Film "Jackie Brown" (1997) für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Sein Todestag fiel mit der Veröffentlichung des "Breaking Bad"-Films "El Camino" zusammen. Darin ist er an der Seite von Hauptdarsteller Bryan Cranston noch einmal zu sehen.

Paul Allen 15. Oktober 2019
Der Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der lange Zeit auch Vorsitzender der US-Unternehmens war, verstarb im Alter von 65 Jahren nach Komplikationen im Zusammenhang mit einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung. 1975 hatte er zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates den Softwarekonzern Microsoft gründet, dessen wichtigste Ideen anfänglich von ihm kamen. Schon 1982 diagnostizierten Ärzte bei ihm Lymphdrüsenkrebs, in dessen Folge er sehr dünnhäutig wurde, sich mit zudem mit dem späteren Microsoft-Chef Steve Ballmer überwarf, dessen Sprunghaftigkeit er nicht ausstehen konnte, und deshalb das Unternehmen verlies, um sich als Kunstsammler und Teambesitzer im nordamerikanischen Profisport zu betätigen.

Billie Zöckler 20. Oktober 2019
Bekannt wurde Billie Zöckler 1984 als Mimi Schrillmann in der Satire "Im Himmel ist die Hölle los". Es folgten weitere Rollen, so in der Münchner Kult-Serie "Kir Royal" als Sekretärin Edda Pfaff. Sie erhielt dafür den Förderpreis der Stadt München für Darstellende Künste. Auch bei Rosenheim Cops war sie ein Star. Nun verstarb die in Celle geborene Schauspielerin nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren.

Hanni Lévy 23. Oktober 2019
Die 1924 in Berlin als Hanni Weißenberg geborene Holocaust Überlebende verstarb mit 95 Jahren in Paris. Als Zeitzeugin der Gräueltaten des Nationalsozialismus ist ihre Geschichte Teil des Films "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben" von Filmregisseur Claus Räfle. In Räfles Film von 2017 geht es um das Schicksal von Holocaust-Überlebenden, die sich vor den Nazis verstecken konnten. Levys Rettung war fast ein Wunder. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wandte sie sich die alleinstehende 16-Jährige hilfesuchend an die Kartenabreißerin eines Berliner Kinos, deren Sohn sie zufällig kennengelernt hatte. Mit gebleichtem Haar und neuer Identität konnte sie bei dieser Familie unerkannt untertauchen. Im September 2019 wurde Levy der Berliner Landesorden zuerkannt.

Robert Evans 26. Oktober 2019
Der in New York geborene US-amerikanische Filmproduzent, Schauspieler und Moderator Robert Evans, ursprünglich Robert J. Shapera, Spitzname 'The Kid', verstarb im Alter von 89 Jahren in Beverly Hills. In den 1960er und 1970er Jahren zählte er zu den erfolgreichsten Filmproduzenten. Er war als Vizepräsident der US-amerikanischen Filmproduktionsgesellschaft Paramount Pictures an Filmklassikern wie "Rosemaries Baby", "Love Story", "Der Pate" und "Chinatown" beteiligt. Zuvor war Robert Evans kurz als Schauspieler tätig. Insgesamt siebenmal war Evans verheiratet und wurde ebenso häufig geschieden. Keine seiner Ehen hielt länger als vier Jahre. Liaisons mit Grace Kelly (1929-1982) und Joan Collins (86) wurden ihm ebenfalls nachgesagt.

John Witherspoon 29. Oktober 2019
Der US-Schauspieler und Komiker John Witherspoon verstarb völlig überraschend im Alter von 77 Jahren in Kalifornien. Er galt als Legende in Hollywoods Unterhaltungsindustrie. Seine Karriere begann er als Stand-up-Komiker in den 1960ern. Bekannt wurde er vor allem für seine Rollen in "Hollywood Shuffle", "House Party", "Boomerang" und durch seine Rolle als Ice Cubes mürrischer Vater in der Komödie "Friday" und den beiden "Friday"-Sequels sowie durch die WB-Sitcom "The Wayans Bros." in den 1990er-Jahren.

Thomas Wilk 31. Oktober 2019
Der Berliner Trickfilmer sowie enger Freund, Förderer und Partner des Filmfestes Emden & Norderney verstarb im Alter von 62 Jahren. Der Darsteller, Kameramann und Cutter entwickelte in seinem Berliner Trickstudio nicht nur die ersten Emder Festivaltrailer, sondern war auch Titelgestalter des großartigen Berlinale Trailers. 1983 hatte Thomas Wilk sein Trickfilmatelier gegründet, das nun von Sascha Wilk als trickWILK GmbH in Berlin und im niedersächsischen Lachendorf fortgeführt wird. Zeichentrickfilme, Werbespots, Trailer und Animationen für medizinische und politische Informationsfilme sowie Vor- und Abspanntitel für hunderte von Filmen waren der Anfang. Heute liegt der Schwerpunkt auch auf DCP Mastering und Restaurierung von Filmen sowie die Erstellung von Zwischentiteln für alte Stummfilme wie "Metropolis".

Weiter geht's auf Seite sechs
mit Brian Tarantina, der am 2. November 2019 verstarb.
[...Nächste Seite]
Seiten: Vorige Seite | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | Nächste Seite | Alle

Anzeige

Trackbacks

Berliner Arbeitskreis Film e.V. am : Nachrufe zum Totensonntag 2019

Vorschau anzeigen
An diesem beweglichen Feiertag der evangelischen Kirchen gedenken wir immer am letzten Sonntag vor Advent der Verstorbenen. Seit 13 Jahren existiert nun unser BAF-Filmtagebuch und seit zehn Jahren erinnern wir immer am Totensonntag an jene Personen

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!