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Nachrufe zum Totensonntag 2019

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Werner Schneyder 2. März 2019
Der österreichische Autor, Schauspieler, Kabarettist und Sportmoderator verstarb im Alter von 82 Jahren in Wien. Er wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Schneyder war in Deutschland vor allem für seine Zusammenarbeit mit der Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt († 2013) bekannt geworden. Acht Jahre lang trat er von 1974 mit dem Mitbegründer der Münchner Lach- und Schießgesellschaft auf. Nach der Trennung kamen sie noch einmal 1985 für ein Gastspiel in der damals zur DDR gehörendenden Stadt Leipzig zusammen. Schneider, der auch als Sportmoderator fürs ZDF tätig war und eine Zeitlang das "Aktuelle Sportstudio" präsentierte, trat als Comedian 2008 noch einmal in einem Comeback-Programm auf. Zudem führte er Regie am Theater und trat als Bühnenschauspieler in Erscheinung. 2017 verabschiedete er sich wirklich von seinem Publikum.

Luke Perry 4. März 2019
Luke Perry, Bad Boy der einst beliebten Serie „Beverly Hill 90210", und Teenager-Schwarm in den 90er Jahren, verstarb nach einen schweren Schlaganfall im Alter von nur 52 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles. Nachdem die Serie im Jahr 2000 abgesetzt wurde, konnte Perry nie wieder an den einstigen Ruhm anknüpfen und hielt er sich immer wieder mit kleinen Rollen über Wasser. Zuletzt stand er in der TV-Serie „Riverdale“ als Vater der jugendlichen Hauptfigur vor der Kamera. In einer für dieses Jahr geplanten Neuauflage der ehemaligen Kult-Serie durch den US-Sender FOX sollte er jedoch ab und zu wieder dabei sein.

Barbara Hammer 16. März 2019
Die in Hollywood geborene US-Queerfilm-Pionierin Barbara Hammer verstarb im Alter von 79 Jahren an Eierstockkrebs. Nach ihrer Schulzeit studierte sie an der University of California in Los Angeles Psychologie und anschließend englische Literatur und Filmwissenschaften. Nach dem Scheitern einer Ehe hatte Hammer ihr Coming-out und lebte offen lesbisch in Kalifornien. Für ihren Kurzfilm "A Horse Is Not a Metaphor" erhielt sie 2009 den Teddy Award auf der Berlinale. Der Blick auf weibliche Körper, die Beschäftigung mit queerem Begehren und der experimentelle, spielerische Umgang mit dem Bildmaterial prägte 1974 schon eines ihrer Anfangswerke "Dyketactics", das von einigen Zuschauer*innen jedoch als pornografisch missverstanden wurde. In ihrem ersten langen Dokumentarfilm-Essay "Nitrate Kisses" (1992) versucht sie der heterosexuellen Erzählkultur etwas entgegenzusetzen und verbindet in einem Bilderrausch homosexuelle Subkultur der Dreißiger, Vierziger und Fünfziger mit der queeren Gegenwart.

Matthias Messner ~ 18. März 2019
Seit dem 18.03.2019, fehlte von dem gebürtigen Südtiroler Matthias Messner jede Spur. Erst drei Tage später wurde der 42-jährige Schauspieler bei einer privaten Suchaktion im niederösterreichischen Wald von Freunden in einer Art Zelt tot aufgefunden. Messner studierte Schauspiel am Franz Schubert Konservatorium in Wien. Neben dem Theater arbeitete er auch für das Fernsehen. So stand er unter anderem bei der ZDF-Erfolgsserie "Rosenheim Cops" oder bei "Just Married" vor der Kamera. Nähere Umstände zur Todesursache wurden nicht bekannt.

Larry Cohen 23. März 2019
Einer der verwegensten Filmemacher, der Regisseur und Drehbuchautor Larry Cohen verstarb in Los Angeles im Kreise seiner Lieben im Alter von 77 Jahren. Cohen verdiente seine ersten Meriten als TV-Schreiber und war unter anderem an den Drehbüchern zur Kultserie "Dr. Kimble auf der Flucht" (1963 bis 1967) beteiligt. Ab den 1970-ern machte er sich auch im Kino einen Namen: Mit dem Blaxploitation-Film "Der Pate von Harlem" (1973) und dem Kult-Horror-Streifen "Die Wiege des Bösen" (1974) wurde er als Regisseur berühmt. In den 1980er Jahren arbeitete Larry Cohen häufig mit dem Schauspieler Michael Moriarty zusammen - so beispielsweise in "American Monster" und "The Stuff" - und inszenierte 1989 den letzten Film mit Bette Davis, "Tanz der Hexen". In den 1990er Jahren folgten Filme wie "Ambulance" und "Original Gangstas", bevor sich Larry Cohen fast ganz aufs Schreiben von Drehbüchern konzentrierte. So schrieb er u.a. das Drehbuch zu "Nicht auflegen!" mit Colin Farrell, der weltweit knapp 100 Mio. Dollar einspielte, und "Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben" mit Kim Basinger, Jason Statham und William H Macy in den Hauptrollen.

Denise DuBarry 23. März 2019
Die US-amerikanische Schauspielerin Denise DuBarry verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit mit nur 63 Jahren an einer seltenen Pilzinfektion in einem Krankenhaus in Los Angeles. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde die Schauspielerin in den Siebziger und Achtziger Jahren für ihre Rolle in "Drei Engel für Charlie", einer TV-Kultserie um die Polizistinnen Jill, Sabrina und Kelly, die im Auftrag eines mysteriösen Millionärs knifflige Fälle lösen mussten. Mit 18 Jahren stand Denise DuBarry das erste Mal vor der Kamera, nachdem sie Schauspielunterricht bei Milton Katselas und Charles E. Conrad genommen hatte. Später spielte Denise DuBarry auch in "Love Boat" mit. Mitte der Neunziger Jahre hängte sie ihre Schauspielkarriere allerdings an den Nagel, um sich anderen Projekten zu widmen.

Götz Argus 27. März 2019
Der deutsche Theater- und TV-Schauspieler Götz Argus verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 57 Jahren in seinem Haus im Odenwald. Argus wurde in Greiz in Thüringen geboren. Nach seiner Schauspielausbildung in Leipzig arbeitete er u.a. an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Stuttgart und war von 2011-2017 Ensemblemitglied am Residenztheater München. Sporadisch war Götz Argus auch im Kino und Fernsehen zu sehen. So trat er 1995 in dem Kinofilm "Der Sandmann" neben Götz George auf. Im Fernsehen spielte er in Heinrich Breloers Doku-Drama "Speer und er" sowie 2014 in der RTL-Serie "Der Knastarzt".

Agnès Varda 28. März 2019
Die in Brüssel geborene französische Filmemacherin Agnès Varda verstarb im Alter von 90 Jahren in Paris an den Folgen einer Krebserkrankung. Noch im Februar 2019 hatte die Vertreterin der "Nouvelle vague" ihren autobiographischen Dokumentarfilm "Varda par Agnes" persönlich auf der 69. Berlinale vorgestellt. Zuvor überreichte ihr der scheidenden Festivalleiter Dieter Kosslick die Berlinale-Kamera als besondere Ausszeichnung. Varda drehte seit den 60er Jahren mehr als 50 Filme, darunter "Das Glück" von 1965, und "Vogelfrei" von 1985, für den sie als erste Frau den Goldenen Löwen der Filmfestspiele in Venedig erhielt. Unter zahlreichen weiteren Filmpreisen war 2001 der Ehren-César, 2014 folgte der Europäische Filmpreis und 2017 der Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk.

Tania Mallet 30. März 2019
Von ihrer Cousine Helen Mirren wurde Tania Mallet einst als "unglaublich schön und gütig" bezeichnet. In den 1950er und 1960er Jahren machte sie als Model Karriere. Auf dem Zenit ihrer Karriere verdiente sie wöchentlich 2000 Pfund Sterling. Bekannt ist die Britin aber vor allem als Bond-Girl Tilly Masterson, die 1964 in "James Bond 007 - Goldfinger" neben Sean Connery zu sehen war. Nach dem Ausflug in die Schauspielwelt entschied sich Mallet, in das für sie offenbar lukrativere Model-Business zurückzukehren. Nun verstarb sie im Alter von 77 Jahren.

Seymour Cassel 7. April 2019
Der in Detroit geborene US-amerikanische Schauspieler Seymour Cassel, der 1969 für seine Leistungen in John Cassavetes Filmdrama "Gesichter" für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert gewesen war und den National Society of Film Critics Award gewann, verstarb im Alter von 84 Jahren an Alzheimer in Los Angeles. Überwiegend kennt ihn der jüngere Kinogänger aus unzähligen Nebenrollen amerikanischer Großproduktionen. Er ist der Chauffeur Robert Redfords in „Eine unmoralisches Angebot“, er ist der schmierige Hochstapler in „2 Millionen Dollar Trinkgeld“. Es sind kleine Rollen, doch sein Spiel sticht heraus ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. Er ist der Ganove, der Steve Buscemi in „In the Soup“ das Geld für einen Film geben will und der Mentor und Freund des jungen Mannes wird, der dem eher unschlüssigen Frischling den Weg zeigt. So spielt Cassel in vielen unabhängigen Filmproduktionen mit, die durch seine Teilnahme eine besondere Qualität erlangen. Er ist Seymour Moskowitz in „Minnie und Moskowitz“, die Rolle in John Cassavetes Film, die ihm wohl am meisten auf den Leib geschrieben worden ist. Für Peter Sehrs Dreh zu dem Film "Obession" kam Seymour Cassel im Sommer 1996 nach Berlin. Bereits als Kind lernte er im Schlepptau seiner Mutter, einer Komödiantin am Zirkus, die Welt des Theaters kennen. Seine Ausbildung erhielt er am American Theater Wing in New York und am Actors Studio.

Mya-Lecia Naylor 7. April 2019
Der britische Kinderstar Mya-Lecia Naylor verstarb im Alter von 16 Jahren. Die Sängerin und Schauspielerin war in den CBBC-Shows "Millie Inbetween" und "Almost Never" zu sehen. Mit Tom Hanks (62) und Halle Berry (52) spielte Mya-Lecia Naylor auch in dem Film "Cloud Atlas" (2012). Sie sei ein sehr beliebtes Mitglied der BBC-Kinderfamilie gewesen und eine "enorm talentierte Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin", heißt es in einem Statement. Die Todesursache ist unbekannt.

Jean-Pierre Beauviala 8. April 2019
Jean Pierre Beauviala, der Gründer des Kameraherstellers Aaton, verstarb im Alter von 81 Jahren. Über ein halbes Jahrhundert spielte Beauviala als technologischer Visionär, Designer und Erfinder eine Schlüsselrolle in der Kinotechnologie. Seine Tätigkeit resultierte in über 50 Patenten in der Film-, Video- und Audiotechnik. 1937 in Alès geboren, studierte Beauviala in den 1960er Jahren studierte Elektronik an der Universität von Grenoble, wo er anschließend im selben Fach unterrichtete. 1967 entwickelte er den ersten quarzgesteuerten Motor, der den synchronen Betrieb von Kameras und Tonaufnahmegeräten ohne Kabelverbindung erlaubte. Seine Erfindung stellte er dem Kamerahersteller Eclair vor, der Beauvialas Erfindung umgehend patentieren ließ und ihn einstellte. Bereits ein Jahr später folgte das nächste Patent zur Belichtung des Timecodes auf den Film mit Hilfe von Leuchtdioden. Nachdem Eclair seine Fertigung nach Großbritannien verlegte, verließ Beauviala das Unternehmen und gründete die Firma Aaton, wo er in der Folge die Aaton 7-Kamera entwickelte, die 1974 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Diese 16-mm-Kamera zeichnete sich besonders durch ihr innovatives und ergonomisches Design sowie den integrierten Video-Assist aus. Besonders bei Dokumentarfilmern war die Aaton 7 als “die Katze auf der Schulter” extrem beliebt. 2002 erhielt Jean-Pierre Beauviala den Eastman Kodak Gold Medal Award der Society of Motion Picture and Television Engineers für seine innovativen technischen Beiträge. Bis zuletzt arbeitete er an neuen Produkten wie etwa der ultraleichten Kamera Libellule.

Bibi Andersson 14. April 2019
Die durch ihre Zusammenarbeit mit Regisseur Ingmar Bergman berühmt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 83 Jahren in Stockholm. Bibi Andersson studierte von 1954 bis 1956 Schauspiel an der Gösta Terserus Theaterschule und der legendären Schauspielschule des Königlichen Dramatischen Theaters in Stockholm. Zur Zusammenarbeit mit Ingmar Bergman kam es zum ersten Mal 1951 im Alter von 15 Jahren bei einem Werbespot. 1956 wurde sie Mitglied von Bergmans Theaterensemble in Malmö und ein Jahr später spielte sie größere Rollen in seinen Klassikern wie „Wilde Erdbeeren“, „Das siebente Siegel“ (beide 1957) und „Persona“ (1966). Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in „Schlafwagenabteil“ des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den Silbernen Bären der Berlinale. Bis zu einem Schlaganfall im Jahre 2009 drehte sie noch weiter Filme.

Diego Galán 15. April 2019
Der Filmkritiker und Autor Diego Galán, langjähriger Leiter des Filmfestivals in San Sebastián, ist nach Angaben der Academia Espanola de Cine in seinem Haus in Madrid im Alter von 72 Jahren verstorben. Er machte das Festival von 1986 bis 1989 und von 1995 bis 2000 zum wichtigsten Filmevent des spanischsprachigen Teils der Welt. Wegen des von ihm 1986 initiierten Donostia-Awards für das Lebenswerk, den zuerst Gregory Peck und in den Folgejahren u.a. Glenn Ford und Bette Davis erhielten, wird dem Filmfestival auch heute weltweite Beachtung zuteil.

Bradley Welsh 17. April 2019
Der britische Schauspieler Bradley Welsh, bekannt als Gangsterboss in "T2 Trainspotting" (2017), einem Sequel das auf dem Irvine-Welsh-Roman "Porno" basiert, ist im schottichen Edinburgh von Unbekannten in der Nähe seines Wohnhauses erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, sei er am selben Abend noch an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Der 42-Jährige war früher ein erfolgreicher Boxer gewesen und hatte sich in Sozialprojekten in Edinburgh engagiert. "Danke, dass du mich zu einem besseren Menschen gemacht hast", twitterte "Trainspotting"-Autor Irvine Welsh. Im deutschsprachigen Raum war Bradley Welsh auch durch seine Hauptrolle als Detective Sergeant Ronnie Brooks aus der Serie "Law & Order: UK" bekannt.

Martin Böttcher 19. April 2019
Er war einer der ganz Großen der deutschen Unterhaltungs-, Fernseh- und Filmmusik. Nun verstarb der in Berlin geborene Filmkomponist Martin Böttcher im Alter von 91 Jahren, wie seine Tochter Betsy dem BR gegenüber bestätigte. Böttcher wurde vor allem durch die Melodien zu den Winnetou-Filmen bekannt. Insgesamt untermalte Böttcher zehn Karl-May-Filme musikalisch. Damit wurde er zu einem der erfolgreichsten Filmkomponisten Deutschlands. Das "Old-Shatterhand"-Thema stand Anfang der 1960er-Jahre sogar in den Charts. Es wurde mehr als 100.000 Mal verkauft. Zuvor hatte er auch die "Die Halbstarken" (1956) mit Horst Buchholz und Heinz Rühmanns "Pater Brown"-Filme vertont. Später komponierte er auch für Fernsehserien wie "Forsthaus Falkenau" und "Pfarrer Braun". Insgesamt schrieb er die Musik zu mehr als 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen. Dafür erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Der Musiker war der Urenkel eines Weimarer Hofkapellmeisters, der seit einem Sturz als Kind auf einem Ohr nichts mehr hörte. Seine musikalische Heimat war der Jazz. Nach dem Krieg konnte er seine professionelle musikalische Laufbahn als Rhythmus-Gitarrist im Tanz- und Unterhaltungsorchester des Nordwestdeutschen Rundfunks ausüben.

Stefanie Sherk 20. April 2019
Die kanadische Schauspielerin Stefanie Sherk dürfte den meisten aus der Liebeskomödie „Valentinstag“ bekannt sein. Auch als Model hatte sie sich einen Namen gemacht und wirkte auch in Demián Bichirs Produktionen „Refugio“ sowie „Un Cuento de Circo & A Love Song“ mit. Auf der Foto & Videoplattform »Instagram« verkündete ihr Mann, der Oscar-nominierte Schauspieler und Filmemacher Demián Bichir (55), die traurige Botschaft vom überraschenden Tod seiner Frau im Alter von nur 37 Jahren.

Heidi Hetzer 21. April 2019
Die Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer wurde am Ostersonntag tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Todesursache ist noch unbekannt. Sie wurde 81 Jahre alt. Die Weltenbummlerin war erst kürzlich war von einer Südafrika-Reise zurückgekehrt und plante für November bereits ihre nächste Afrika-Reise mit einem Opel Oldtimer bei der sie sich stets von der Kamera begleiten lies. Die ersten drei NDR-Dokumentationen von ihrer Reise nach Australien waren auch in der ARD-Mediathek unter dem Titel "Heidi Hetzer fährt um die Welt" zu sehen gewesen. Von 1969 bis 2012 leitete sie den von ihrem Vater gegründeten Opel-Autohandel in Berlin-Charlottenburg.

Ken Kercheval 21. April 2019
Ken Kercheval war ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als Cliff Barnes in der Fernsehserie Dallas bekannt wurde. Der Darsteller, der in allen 14 "Dallas"-Staffeln J.R. Ewings Gegenspieler verkörperte, verstarb im Alter von 83 Jahren in der Kleinstadt Clinton im US-Bundesstaat Indiana, wo er 1935 auch aufgewachsen war. Seine Schauspielkarriere begann in den 1960er Jahren am Broadway.

Hannelore Elsner 21. April 2019
Am Osterwochenende verstarb nach kurzer schwerer Krankheit überraschend Hannelore Elsner im Alter von 76 Jahren. In einer Münchener Klinik sei sie einem Krebsleiden erlegen. Hannelore Elsner, die große deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin hielt ihre Brustkrebserkrankung jahrelang geheim. Nur Sohn Dominik sowie sein Vater, der Filmregisseur Dieter Wedel, und wenige Freunde waren eingeweiht. Die Ärzte im Münchner Isarklinikum hatten ihr gesagt, dass es nach fünf Jahren schwerer Chemotherapie keine Chance mehr auf Besserung gibt. In ihren letzten Mo­naten waren auch Ma­gen und andere Orga­ne vom Krebs befallen, weshalb sie ihren Appetit verlor und immer dünner wurde. Unter der Regie von Edgar Reitz und István Szabó war sie über Jahrzehnte eine der bekanntesten Charakterdarstellerinnen Deutschlands. Sie spielte in ihrer 60-jährigen Karriere in über 220 Film- und Fernsehproduktionen mit und war auch eine profilierte Theaterschauspielerin. Hannelore Elsner hat die deutsche Kino- und Fernsehwelt geprägt wie keine andere, als Charakterdarstellerin und Komödiantin. Geboren wurde sie im bayerischen Burghausen nahe der österreichischen Grenze. Schon mit 17 Jahren begann ihre Schauspielkarriere. An der Seite von Freddy Quinn gab sie 1959 in "Freddy unter fremden Sternen" ihr Filmdebüt. Von 1994 bis 2006 verkörperte sie in der ARD-Fernsehkrimiserie „Die Kommissarin“ die Kriminalhauptkommissarin Lea Sommer in insgesamt 66 Folgen. Die Rolle der suizidgefährdeten Schriftstellerin Hanna Flanders in Oskar Roehlers Spielfilm „Die Unberührbare“ brachte ihr im Jahr 2000 den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Kritikerpreis und den Bayerischen Filmpreis ein. Zuletzt war Hannelore Elsner im Film „Kirschblüten und Dämonen“ von Doris Dörrie zu sehen, der im März 2019 in die Kinos kam, der Fortsetzung von Doris Dörries' "Kirschblüten – Hanami" aus dem Jahre 2008, in dem sie ebenfalls die Hauptrolle spielte. Seit Mitte März 2019 liefen mit ihr in München und Umgebung Dreharbeiten zu der ARD-Tragikomödie „Lang lebe die Königin“ (AT). Darin spielt sie die Mutter einer erfolgreichen Moderatorin bei einem Verkaufssender. Hannelore Elsner arbeitete auch als Synchronsprecherin und lieh unter anderen Liza Minnelli und Fanny Ardant ihre Stimme. 1997 wurde Hannelore Elsner der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen, 2006 erhielt sie den Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk. Mit dem Regisseur Dieter Wedel hatte sie übrigens in zweiter Ehe einen Sohn.

Ellen Schwiers 26. April 2019
Die Schauspielerin Ellen Schwiers ist verstarb mit 88 Jahren nach langer schwerer Krankheit in ihrem Haus am Starnberger See. 2015 hatte die aus einer Schauspielerfamilie stammende Schwiers nach 70 Jahren Abschied von der Bühne genommen. Zuletzt hatte sie an der Seite ihres Bruders Holger Schwiers und ihrer Tochter Katerina Jacob in dem Stück "Altweiberfrühling" in der Komödie im Bayerischen Hof in München auf der Bühne gestanden. Zudem hatte sie seit 1947 in über 60 Filmen und 200 TV-Produktionen mitgewirkt. Einer ihrer ersten Erfolge war der Nachkriegsklassiker "08/15" an der Seite von joachim Fuchsberger. Es folgten "Der rote Schal" oder "Das Erbe von Björndal". Noch 2017 stand sie für die ZDF-Reihe "Die Spezialisten" vor der Kamera. 2013 gewann sie den Deutschen Schauspielpreis. Im März sorgte ihr Wunsch nach Sterbehilfe für öffentliche Aufmerksamkeit.

John Singleton 29. April 2019
Mit dem Teenager-Drama "Boyz n the Hood" über Ganggewalt in Los Angeles wurde der US-amerikanische Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent John Singleton zu einem Wegbereiter des neuen afroamerikanischen Kinos, dem New Black Cinema. Der dunkelhäutige Regisseur war erst 22 Jahre alt und frisch von der Filmschule, als er das Teenager-Drama mit Schauspielern wie Angela Bassett, Laurence Fishburne, Cuba Gooding Jr. und dem Rapper Ice Cube drehte. 1991 sorgte sein Kinodebüt für Furore. Als bisher jüngster Regisseur wurde er selbst für einen Oscar nominiert. Mit Samuel L. Jackson drehte er im Jahre 2000 ein Remake von "Shaft", der Ikone des Blaxploitation-Kinos der Siebziger, und mit Mark Wahlberg den Thriller "Vier Brüder" (2005). Ein geschicktes Gespür für Montage und Timing zeigte er auch 2011 in dem Actionfilm "Abduction - Atemlos". Am 17. April erlitt er einen Schlaganfall und wurde bewusstlos im Alter von 51 Jahren in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert. Nachdem er aus dem Koma nicht mehr erwachte, entschloss sich die Familie die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden.

Peter Mayhew 30. April 2019
Der britische Schauspieler Peter Mayhew, der über einen Zeitraum von über 40 Jahren als Darsteller des Wookies Chewbacca in den Star-Wars-Filmen bekannt wurde, verstarb mit 74 Jahren in seiner Wahlheimat Texas. Der mehr als 2,20 Meter große Hüne steckte in fünf Episoden von George Lucas' "Star Wars" im Kostüm des Zotteltiers, so dass sein Gesicht nie zu sehen war. Aufgrund seiner Größe hatte er aber zahlreiche Probleme mit seinem Skelett und wirkte aus gesundheitlichen Gründen beim Star-Wars-Nachfolger, "Die letzten Jedi", nur noch als Berater für den finnischen Schauspieler Joonas Suotamo mit. Im letzten Jahr musste sich der sanfte Riese nach der Erneuerung von Kniegelenken auch einem Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen, von der er sich wohl nicht mehr richtig erholen konnte.

Anémone Bourguignon 30. April 2019
Anémone, geboren 1950 als Anne Bourguignon in Paris war eine französische Schauspielerin. Sie starb am 30. April 2019 in Poitiers, im Alter von 68 Jahren nach langer Krankheit. In circa 40 Berufsjahren spielte Anémone ungefähr 80 Rollen vor der Kamera, zum Beispiel in der Verwechslungskomödie "C’est pas moi... c’est l’autre!" (2004) von Alain Zaloum. 1988 gewann sie den César in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für die Familiengeschichte "Am großen Weg".

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mit Alvin Sargent , der am 9. Mai 2019 verstarb.
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