Skip to content

Nachrufe zum Totensonntag 2018

An diesem beweglichen Feiertag der evangelischen Kirchen gedenken wir immer am letzten Sonntag vor Advent der Verstorbenen.



Seit 12 Jahren existiert nun unser BAF-Filmtagebuch und seit neun Jahren erinnern wir immer am Totensonntag an jene Personen aus der Schauspiel-, Film-, Fernseh- und Medienbranche, die von uns gegangen sind. Diese Tradition wollen wir auch 2018 fortsetzen. Die zahlreichen Nachrufe auf verstorbene Prominente erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wurde aber nach bestem Wissen erstellt. Wegen der großen Anzahl an Daten und Informationen, haben wir den diesjährigen Eintrag wieder zum Umblättern auf mehreren Seiten aufgeteilt.

Ältere Einträge finden Sie unter dem 21. November 2010, unter dem 20. November 2011, unter dem 25. November 2012, unter dem 24. November 2013, unter dem 23. November 2014 unter dem 22. November 2015, unter dem 20. November 2016 und zuletzt unter dem 26. November 2017.

Am Ende der nachfolgenden Auflistung sind in der erweiterten Ansicht detaillierte Nachrufe zu den Verstorbenen vermerkt.

Sie ruhen in Frieden

Helmut Stange 1. Januar 2018
Jon Paul Steuer 1. Januar 2018
Wolfgang Treu 1. Januar 2018
Aharon Appelfeld 4. Januar 2018
Johannes Brost 4. Januar 2018
Marián Labuda 5. Januar 2018
Hans Werner Kettenbach 5. Januar 2018
Münir Özkul 5. Januar 2018
France Gall 7. Januar 2018
Leopold Ahlsen 10. Januar 2018
Angelika Meissner 10. Januar 2018
Peter Wyngarde 15. Januar 2018
Dorothy Malone 19. Januar 2018
Olivia Cole 19. Januar 2018
Connie Sawyer 21. Januar 2018
Coco Schumann 28. Januar 2018
Mark Salling 30. Januar 2018
Rolf Zacher 3. Februar 2018
Gregor Dorfmeister 4. Februar 2018
John Mahoney 4. Februar 2018
Marie Gruber 8. Februar 2018
Jóhann Jóhannsson 9. Februar 2018
John Gavin 9. Februar 2018
Reg Cathey 9. Februar 2018
Nebojsa Glogovac 9. Februar 2018
Vic Damone 11. Februar 2018
László Melis 12. Februar 2018
Wilfried Minks 13. Februar 2018
Nazif Mujić 18. Februar 2018
Idrissa Ouédraogo 18. Februar 2018
Ulrich Pleitgen 21. Februar 2018
Emma Chambers 21. Februar 2018
Lewis Gilbert 23. Februar 2018
Adea Shabani ~ 23. Februar 2018
Sridevi Kapoor 24. Februar 2018
Elfriede Irrall 26. Februar 2018
Frank Doubleday 3. März 2018
Theo Hinz 4. März 2018
Lissy Bellaiche 5. März 2018
Hubert de Givenchy 10. März 2018
Siegfried Rauch 11. März 2018
Stephen Hawking 14. März 2018
Erwin C. Dietrich 15. März 2018
Jochen Senf 17. März 2018
DuShon Monique Brown 23. März 2018
Philip Kerr 23. März 2018
Lys Assia 24. März 2018
Stéphane Audran 27. März 2018
Steven Bochco 1. April 2018
Carl Weiss ~ 2. April 2018
Isao Takahata 5. April 2018
Rolf Budde 13. April 2018
Thomas Petruo 13. April 2018
Miloš Forman 13. April 2018
Vittorio Taviani 15. April 2018
Ronald Lee Ermey 15. April 2018
Pamela Gidley 16. April 2018
Verne Troyer 21. April 2018
Nelson Pereira dos Santos 21. April 2018
Michael Anderson 25. April 2018
Wolfgang Völz 2. Mai 2018
Ermanno Olmi 7. Mai 2018
Anne V. Coates 8. Mai 2018
Margot Kidder 13. Mai 2018
Maria Körber 14. Mai 2018
Lucian Pintilie 16. Mai 2018
Clint Walker 21. Mai 2018
Philip Roth 22. Mai 2018
Jerry Maren 24. Mai 2018
Alan O'Neill 6. Juni 2018
Kira Muratowa 6. Juni 2018
Eunice Gayson 8. Juni 2018
Jackson Odell 8. Juni 2018
Christine Nöstlinger 28. Juni 2018
Steve Ditko 29. Juni 2018
Derrick O’Connor 29. Juni 2018
Robby Müller 3. Juli 2018
Claude Lanzmann 5. Juli 2018
Tab Hunter 8. Juli 2018
Petr Weigl 14. Juli 2018
Yvonne Blake 17. Juli 2018
Wolfgang Kaus 18. Juli 2018
Shinobu Hashimoto 19. Juli 2018
Uwe Brandner 30. Juli 2018
Rick Genest 1. August 2018
Charlotte Rae 5. August 2018
Enno Patalas 7. August 2018
Klaus Wildenhahn 9. August 2018
Kazimierz Karabasz 10. August 2018
Aretha Franklin 16. August 2018
Gunther Witte 16. August 2018
Egon Werdin 18. August 2018
Dieter Thomas Heck 23. August 2018
Neil Simon 26. August 2018
Vanessa Marquez 30. August 2018
Doris Gallart 1. September 2018
Jacqueline Pearce 3. September 2018
Helmut Merker 3. September 2018
Bill Daily 4. September 2018
Burt Reynolds 6. September 2018
Daniel Küblböck 9. September 2018
Rachid Taha 12. September 2018
Horst Bosetzky 16. September 2018
Ottokar Runze 22. September 2018
Gary Kurtz 23. September 2018
Ignaz Kirchner 26. September 2018
Joe Masteroff 28. September 2018
Charles Aznavour 1. Oktober 2018
Audrey Wells 4. Oktober 2018
Montserrat Caballé 6. Oktober 2018
Scott Wilson 6. Oktober 2018
Peggy McCay 7. Oktober 2018
Arnold Kopelson 8. Oktober 2018
Paul Allen 15. Oktober 2018
James Karen 23. Oktober 2018
Ingo Insterburg 27. Oktober 2018
Sondra Locke 3. November 2018
Francis Lai 7. November 2018
Stan Lee 12. November 2018
Rolf Hoppe 14. November 2018
Morten Grunwald 14. November 2018
William Goldman 16. November 2018
Pablo Ferro 16. November 2018
Witold Sobociński 19. November 2018
Eimuntas Nekrošius 20. November 2018
Nicolas Roeg 24. November 2018
Ricky Jay 24. November 2018

Nachträge:
Bernardo Bertolucci 26. November 2018
Stephen Hillenburg 26. November 2018
Geoff Murphy 3. Dezember 2018
Werner Dütsch 4. Dezember 2018
Penny Marshall 17. Dezember 2018
Galt MacDermot 17. Dezember 2018
Norman Gimbel 19. Dezember 2018
Angelika Gruber 24. Dezember 2018
Amos Oz 28. Dezember 2018
June Whitfield 28. Dezember 2018

Im nachfolgenden Link der erweiterten Ansicht sind detaillierte Nachrufe zu den Verstorbenen vermerkt.


Im Jahre 2018 verstorbene Prominente aus Film und Fernsehen.



Helmut Stange 1. Januar 2018
Der in Bremen geborene Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Helmut Stange verstarb am Neujahrstag im Alter von 88 Jahren in München, wo er seit den 1970er Jahren lebte. Ab 1973 war er an den Kammerspielen engagiert. 2001 wechselte er an das Münchner Residenztheater. Dort war er bis 2011 zu erleben. Stange war auch in Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, unter anderem in "Kleine Haie" (1992) und "Der Kommissar" (1975). Er "konnte in seinen vielen Rollen dem jeweiligen Stück eine ganz eigene Prägung geben", teilte das Residenztheater mit. "Es war ihm möglich, in Komödien wie in Tragödien dem Zuschauer eine zutiefst menschliche Seite der jeweiligen Rolle zu zeigen."

Jon Paul Steuer 1. Januar 2018
Der ehemalige Kinderstar Jon Paul Steuer und spätere Sänger der Punkband P.R.O.B.L.E.M.S. verstarb am 1. Januar im Alter von nur 33 Jahren. Im Kindesalter wurde Steuer unter anderem als der erste Darsteller von Worfs Sohn in "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" (im Original "Star Trek: The Next Generation") und in der 90er-Jahre-Comedyserie "Grace" bekannt. Nach dieser legte er das Schauspielhandwerk nieder, spielte in mehreren Bands und eröffnete im amerikanischen Portland ein veganes Restaurant. Über die Todesursache Steuers wurde nichts bekannt.

Wolfgang Treu 1. Januar 2018
Der Kameramann Wolfgang Treu ist am Neujahrstag im Alter von 87 Jahren verstorben wie der BVK mitteilte. Der erfahrene Kameramann leitete von 1990 bis 2000 den Berufsverband Kinematografie und war ab 2000 Ehrenpräsident des Verbandes. Nach einer Fotografenlehre kam er 1958 zum Film und arbeitete zunächst als Kameraassistent. Ab 1962 folgten zahlreiche Engagements für Fernseh- und Kinofilme als Chefkameramann wie “Das Schloss” (1968) von Rudolf Noelte, für das er mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet wurde, oder “Nordsee ist Mordsee” (1977) und “Moritz, lieber Moritz” (1978), beide von Hark Bohm.

Aharon Appelfeld 4. Januar 2018
Der israelische Schriftsteller, der 1932 im Königreich Rumänien geboren wurde, und im heutigen Czernowitz in der Westukraine aufwuchs, verstarb im Alter von 85 Jahren in Jerusalem. Mit seinen Eltern sprach er Deutsch, mit seinen Großeltern Jiddisch, mit anderen Menschen oft Ukrainisch. Als Überlebender des Ghettos von Czernowitz kam er mit 14 Jahren nach Palästina. Seit den 50er Jahren beschreibt er in seinen zahlreiche erschienenen Büchern Probleme der Überlebenden der Judenverfolgung. Seine Romane, die meist aus der Ich-Perspektive eines älteren Jungen erzählt wurden, wurden zwar zum Bestseller, sind bisher aber leider noch nicht verfilmt worden. In ihnen beschreibt er das kollektive Gedächtnis des europäischen Judentums.

Johannes Brost 4. Januar 2018
Der 1946 in Stockholm (Schweden) geborene Schauspieler verstarb im Alter von 71 Jahren in Lund (Schweden) an Krebs. Johannes Brost wurde bekannt durch Filme wie "Kommissar Beck: Familienbande", "Cabin of the Dead", "The Visitors - Besucher im Haus" und "Avalon" sowie durch Serien wie "Jordskott - Die Rache des Waldes" und "Der vierte Mann".

Marián Labuda 5. Januar 2018
Der slowakische Schauspieler Marián Labuda verstarb im Alter von 73 Jahren in Bratislava (Slowakei). Er wurde in den 1980er Jahren vor allem durch tragisch-komische Charaktere in tschechoslowakischen Produktionen auch in Westeuropa einem breiten Publikum bekannt. Darunter seine Rolle des korpulenten Lkw-Fahrers Pavek in dem Komödien-Klassiker "Heimat, süße Heimat". Der Streifen des Regisseurs Jiří Menzel aus dem Jahr 1985 wurde als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert. In der ARD-Kinderserie "Der kleine Vampir - neue Abenteuer" von 1993 spielte Labuda den Erzfeind der Vampire, Johann Geiermeier. Neben seiner Filmtätigkeit begeisterte Labuda am Slowakischen Nationaltheater.

Hans Werner Kettenbach 5. Januar 2018
Der Journalist und Schriftsteller Hans Werner Kettenbach verstarb im Alter von 89 Jahren in einem Kölner Krankenhaus. Kettenbach war von 1964 bis 1992 unter anderem als Chefreporter, Leiter des Bonner Büros, Korrespondent in New York
und zuletzt als stellvertretender Chefredakteur für den "Kölner Stadt-Anzeiger" tätig. Außerdem verfasste er Kriminalromane und Drehbücher für die ARD-Fernsehserie "Kommissar Klefisch" mit Willy Millowitsch, wofür er wurde mehrfach ausgezeichnet wurde.

Münir Özkul 5. Januar 2018
Der türkische Schauspieler Münir Özkul verstarb im Alter von 92 Jahren in Istanbul. Besondere Bekanntheit erlangte er 1975 durch seine Rolle als Mahmut Hoca in der Filmreihe Hababam Sınıfı. Von 1950-1996 spielte in mehr als 400 Filmen mit. Im Jahr 1998 wurde Özkul vom damaligen Staatspräsidenten der Türkei, sowie dem Kulturministerium für seine besonderen Leistungen ausgezeichnet. Seit 2003 litt er unter Demenz.

France Gall 7. Januar 2018
Die französische Sängerin France Gall erlag im Alter von 70 Jahren in Paris einem Krebsleiden. Die Sängerin hatte 1965 ihren internationalen Durchbruch gefeiert, als sie mit dem Titel "Poupée de cire, poupée de son" des französischen Chansonnier, Filmschauspieler, Komponist und Schriftsteller Serge Gainsbourg für Luxemburg den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewann. France Gall verließ 1966 Frankreich, ging nach Deutschland und nahm dort bis 1972 auf Deutsch gesungene Platten auf. Sie interpretierte unter anderem Stücke von Horst Buchholz und Giorgio Moroder. 1987 landete sie mit dem Lied "Ella, elle l'a" auch in Deutschland einen Nummer-Eins-Hit. Nach dem Tod ihres Mannes Michael Berger (1992), einem französischen Sänger und Komponisten, gab sie kaum noch Konzerte. Erst 2015 meldete sie sich mit dem Comédie Musicale "Résiste" zurück.

Leopold Ahlsen 10. Januar 2018
Der Theaterregisseur sowie Fernseh- und Hörspielautor Leopold Ahlsen, der auch einige Folgen für die ZDF-Krimireihe "Der Alte" schrieb, verstarb zwei Tage vor seinem 91.Geburtstag, in seinem Haus in München. Mit mehr als 100 Drehbüchern galt Ahlsen, der mit bürgerlichem Namen Helmut Alzmann hieß, zu den renommiertesten deutschen Fernsehautoren. Seine künstlerische Laufbahn begann Ahlsen als Schauspieler und Regisseur, bevor er als Lektor der Hörspielabteilung über viele Jahre beim Bayerischen Rundfunk (BR) wirkte.

Angelika Meissner 10. Januar 2018
Angelika Meissner verstarb im Alter von 77 Jahren in einem Berliner Pflegeheim. Einst war sie eines der berühmten "Mädels vom Immenhof" und spielte in der Ponyhof-Saga die Rolle der Dick, während Heidi Brühl in den Filmen ihre Schwester Dalli mimte. Gedreht wurden die Kinofilme in den 50er Jahren an Orten wie Malente und Eutin; viele Zuschauer kennen sie aus den Wiederholungen im TV. Meissner drehte noch weitere Filme, darunter "Witwer mit fünf Töchtern" und "Hubertusjagd". In den 60er Jahren zog sie sich zurück und arbeitete als Architektin.

Peter Wyngarde 15. Januar 2018
Der britische Schauspieler Peter Wyngarde, der 1927 in Marseille als Cyril Goldbert geboren wurde, war der Sohn eines britischen Diplomaten und einer französischen Mutter. Seine Karriere begann er 1947 am Theater. Dann trat er in einigen von der BBC produzierten Fernsehfilmen auf. 1956 spielte er neben Frederic March und Richard Burton in dem Historienfilm "Alexander der Große", zwei Jahre später spielte er in einer TV-Miniserie den Piraten Long John Silver nach dem Roman "Die Schatzinsel". Im folgenden Jahrzehnt erhielt er verschiedene kleinere Filmrollen. Der Durchbruch gelang ihm Anfang der 70er Jahre als »Jason King« mit langem wallendem Haar und breitem Oberlippenbart in "Department S" sowie dem Spinn-off, das zu den erfolgreichsten britischen Serien dieser Zeit gehörte. Als er 1975 bei sexuellen Handlungen mit einem Mann erwischt wurde, war seine Kariere zu Ende. Er starb mit 91 Jahren in London.

Dorothy Malone 19. Januar 2018
Die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone, die vor allem in den 50er und 60er Jahren in Hollywood Erfolg hatte, verstarb mit 92 Jahren im texanischen Dallas. 1956 hatte Malone für ihre Nebenrolle in dem Melodrama "In den Wind geschrieben" an der Seite von Rock Hudson und Lauren Bacall den Oscar gewonnen. Mit Bacall und Humphrey Bogart stand sie zuvor schon für den Krimi "Tote schlafen fest" (1946) vor der Kamera. Sie drehte mehrere Western, darunter "Der Mann mit den goldenen Colts" mit Henry Fonda und Anthony Quinn und "El Perdido" mit Rock Hudson und Kirk Douglas. Vier Jahre lang spielte sie die Matriarchin in der TV-Familienserie "Peyton Place". Ihre letzte Filmrolle hatte sie 1992 an der Seite von Sharon Stone in Paul Verhoevens Thriller "Basic Instinct".

Olivia Cole 19. Januar 2018
Nur einen Monat nach dem Tod ihres Mannes verstarb die "Roots"-Darstellerin Olivia Cole im Alter von 75 Jahren im Mexikanischen San Miguel de Allende. Die US-amerikanische Schauspielerin spielte 1977 eine Nebenrolle in der Miniserie "Roots", für die sie als erste Afroamerikanerin den Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie erhielt. 1979 war sie in einer Hauptrolle in dem Fernseh-Vierteiler Weißes Haus, Hintereingang zu sehen, die ihr eine weitere Emmy-Nominierung einbrachte. 1986 spielte sie die Rolle der Maum Sally in Fackeln im Sturm, der Verfilmung des Romans Die Erben Kains von John Jakes. Von 1989 bis 1993 verkörperte sie die Richterin Julie McFarlane in der erfolgreichen Fernsehserie L.A. Law. 1995 zog sich Cole vorübergehend aus dem Film- und Fernsehgeschäft zurück. Ab 2007 übernahm Cole wieder einzelne Rollen.

Connie Sawyer 21. Januar 2018
Die US-amerikanische Schauspielerin Connie Sawyer, die eigentlich Rosie Cohen hieß verstarb im Alter von 105 Jahren in ihrem Haus in Kalifornien. Sawyer galt als noch aktive Schauspielerin der Welt und war bis zu ihrem Tod in der Filmbranche Hollywoods tätig. Sie hatte mehr als 140 Auftritte und war unter anderem in Filmen wie „Harry und Sally“ oder „Dumm und Dümmer“ zu sehen.

Coco Schumann 28. Januar 2018
Der jüdische Jazz-Gitarrist und Holocaust-Überlebende Heinz Jakob „Coco“ Schumann verstarb im Alter von 93 Jahren in Berlin, wie seine Plattenfirma Trikont mitgeteilt hatte. Als KZ-Häftling wirkte Coco Schumann im SS-Propagandafilm "Theresienstadt" mit - in Auschwitz musste er zur Unterhaltung der Nazi-Schergen "La Paloma" intonieren. Im Nachkriegsberlin spielte die Swing-Legende mit Helmut Zacharias Konzerte und Schallplattenaufnahmen ein. Später trat er mit Jazz und Tanzmusik viel auf Galas und Kreuzfahrtschiffen auf.

Mark Salling 30. Januar 2018
Im Alter von nur 35 Jahren nahm sich der US-amerikanische Schauspieler und Sänger Mark Wayne Salling das Leben. Die Leiche des "Glee"-Stars erst am nächsten Morgen nahe eines Flussbetts im kalifornischen Sunland gefunden. Das Besondere an diesem Fall: Salling wurde Ende letzten Jahres von einem US-Gericht für schuldig gesprochen, im Besitz von Kinderpornografie gewesen zu sein, die er sich über das Internet heruntergeladen haben soll. In fünf Wochen hätte er die Gefängnisstrafe antreten müssen, deren genaue Länge noch nicht abschließend fest stand. Salling nahm schon während seiner Highschoolzeit als Schauspieler an Schultalentshows teil. Nach seinem Schulabschluss besuchte er das Music Academy College of Music in Pasadena. Ab 2009 spielte er die Rolle des Noah „Puck“ Puckerman in der US-amerikanischen Fernsehserie Glee.

Rolf Zacher 3. Februar 2018
Der Schauspieler und Musiker Rolf Zacher ist im Alter von 76 Jahren in einem Hamburger Pflegeheim "friedlich eingeschlafen". Er machte sich vor allem einen Namen als Darsteller von gebrochenen, skurrilen Charakteren und sozialen Randfiguren u.a. in Fassbinders "Berlin Alexanderplatz". Für eine Gaunerrolle in Reinhard Hauffs "Endstation Freiheit" erhielt der gebürtige Berliner 1980 den Bundesfilmpreis in Gold. In den vergangenen Jahrzehnten spielte Zacher, der häufig mit Heroinsucht zu kämpfen hatte, in mehr als 250 Filmen und Fernsehproduktionen mit, war aber auch in vielen "Tatorten" zu sehen und in Serien wie "Liebling Kreuzberg" oder "Alarm für Kobra 11".

Gregor Dorfmeister 4. Februar 2018
Im Alter von 88 Jahren verstarb der Autor des Antikriegs-Romans "Die Brücke" in einem Krankenhaus in Bad Tölz. Gregor Dorfmeister hatte sein stark autobiografisch geprägtes Drama 1958 unter dem Pseudonym Manfred Gregor veröffentlicht. Berühmt, und in Millionenauflage in mehr als 20 Sprachen übersetzt, wurde der Roman vor allem durch die mehrfach ausgezeichnete Verfilmung unter der Regie von Bernhard Wicki im Jahr 1959.

John Mahoney 4. Februar 2018
Manchmal braucht es nur eine einzige Rolle, um sich in die Herzen von unzähligen Fans weltweit zu spielen: Bei John Mahoney war es die Rolle des Martin Crane, des Hunde-liebenden Vaters der Titelfigur aus der Fernsehserie "Frasier". Der Schauspieler verstarb in Chicago nach kurzer Krankheit. Er wurde 77 Jahre alt.

Marie Gruber 8. Februar 2018
Die Schauspielerin Marie Gruber verstarb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren, wie die Deutsche Filmakademie mitteilte, deren langjähriges Mitglied sie war. Bekanntheit erlangte die Schauspielerin an der Seite von Wolfgang Stumph in „Go Trabi Go“ (1991). Sie spielte in zahlreichen Fernsehserien mit, darunter in mehr als 40 Folgen der Kriminalserie „Polizeiruf 110“. In „Stubbe – Von Fall zu Fall“ war sie Stubbes Ehefrau Caroline und spielte erneut an der Seite von Wolfgang Stumph. Zuletzt war sie in der TV-Serie „Babylon Berlin“ zu sehen.

Jóhann Jóhannsson 9. Februar 2018
Der preisgekrönte isländische Filmkomponist Jóhann Jóhannsson wurde tot in seiner Wohnung in Berlin entdeckt. Er wurde 48 Jahre alt. Der in Reykjavik geborene Jóhannsson gewann 2015 den Golden Globe für seinen Soundtrack zum Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit" mit Eddie Redmayne, der darin den Physiker Stephen Hawking verkörpert. Die Filmmusik brachte ihm zudem Grammy- und Oscar-Nominierungen ein. Für den Oscar wurde er auch 2016 für die Musik von "Sicario" nominiert.

John Gavin 9. Februar 2018
Der US-Schauspieler John Gavin verstarb im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Beverly Hills, wie seine Ehefrau, die Schauspielerin Constance Towers bekannt gab. In den 1960er Jahren wurde Gavin berühmt durch Rollen in Alfred Hitchcocks Thriller "Psycho", David Millers "Mitternachtsspitzen" und Stanley Kubricks "Spartacus". Neben seiner Schauspielertätigkeit war Gavin in den 80er-Jahren unter anderem US-Botschafter in Mexiko unter der Regierung von Präsident Ronald Reagan.

Reg Cathey 9. Februar 2018
Der einzigartige "House of Cards"-Schauspieler Reg Cathey verstarb im Alter von nur 59 Jahren an Lungenkrebs. Cathey spielt in der Serie den Besitzer eines Barbecue-Lokals, in dem Politiker Frank Underwood jederzeit Ribs essen konnte. Neben "House of Cards" machte die Serie "The Wire" den 1958 im Bundesstaat Alabama geborene Cathey bekannt. Außerdem spielte er in "Oz" und "S.W.A.T." mit. Dreimal war Cathey für einen Emmy nominiert, einen bekam er.

Nebojsa Glogovac 9. Februar 2018
Der serbische Schauspieler Nebojsa Glogovac, der 1969 in Trebinje in der Republika Srpska am südöstlichen Zipfel von Bosnien und Herzegowina in der Nähe der Grenze zu Montenegro und Kroatien geboren war, verstarb im Alter von nur 48 Jahren in Belgrad, Serbien. In seinem letzten Film "The Constitution" von Rajko Grlić aus Kroatien mimte er einen kroatischen Professor, der nachts heimlich in Frauenkleidern um die Häuser zog und Opfer homophober Pöbeleien wurde. Der Film wurde in Berlin im Mai 2018 auf dem SEEFF Film Festival à Berlin mit dem Preis des besten Films und der besten schauspielerischen Leistung posthum ausgezeichnet. Insgesamt hat er in mehr als 30 TV- und Filmproduktionen mitgewirkt.

Vic Damone 11. Februar 2018
Der US-Sänger Vic Damone verstarb im Alter von 89 Jahren in Florida. Der Musiker mit der weichen Bariton-Stimme war einer der größten Stars des US-Showbusiness, bevor der Rock 'n' Roll die Bühnen eroberte. Selbst Frank Sinatra zollte ihm großen Respekt. Mit seinem Lied "Again" landete Damone 1949 seinen ersten Hit. Endgültig zum Star machte ihn der Song "On the Street Where You Live" aus der Musicalverfilmung "My Fair Lady" von 1956 mit Julie Andrews
als Eliza Doolittle, einem einfachen Blumenmädchen mit vulgärer Aussprache, und Rex Harrison als gebildeter Aristokrat Henry Higgins, der aufgrund einer Wette dem Mädchen die feine englische Sprache beibringt und sich am Ende in sie verliebt.

László Melis 12. Februar 2018
Der 1953 in Budapest geborene ungarische Geiger und Komponist studierte Violine an der Franz-Liszt-Musikakademie. 1978 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe 180, eines Ensembles zur Zeitgenössischen Musik, das sich auf Minimalistische Musik spezialisiert hatte. Daneben trat er auch mit Musikern wie Louis Andriessen, Steve Reich und Terry Riley auf. Nach der Auflösung der Gruppe 180 im Jahr 1990 wandte sich Melis verstärkt der Komposition zu. Zu seinen Werken zählen neben zwei Kammeropern, Kantaten, Orchesterliedern und Ballettmusiken auch zahlreiche Film-, Schauspiel- und Rundfunkmusiken. Unter anderem hat er die Musik zu dem preisgekrönten Filmdrama "Son of Saul" und zu "Sunset" gemacht, den Filmen des ungarisches Regisseurs und Autors László Nemes.

Wilfried Minks 13. Februar 2018
Wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag verstarb der Bühnenbildner und Theaterregisseur Wilfried Minks in seinem Zuhause in Berlin. Er ein wahrhaft Großer seines Fachs und galt als Erfinder des „modernen Bühnenbilds“. Aber Minks hat auch Kino gemacht mit Settings und optischen Effekten für Peter Zadeks TV-Film „Rotmord“ im rebellischen Jahr 1968. 1970 entwarf er den deutschen Pavillon bei der Expo im japanischen Osaka. Zehn Jahre später gestaltete er das BMW-Museum in München als szenisch und multimedial ausgreifende Motoren-Menschen-Weltausstellung. Eine optische Sensation dann auch das in den Kasten eingehängte riesige Foto der Schauspielerin Rita Tushingham aus Richard Lesters Film „The Knack“ als alleiniger Hintergrund für Zadeks Version von Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Oder Roy Lichtensteins Vietnamkriegs-Comic mit einem auf Akteure und Publikum zielenden MG-Schützen als Background für Zadeks Schiller-„Räuber“. Zudem hatte Minks mit Peter Zadek, Kurt Hübner, Rainer Werner Fassbinder, Peter Palitzsch und anderen am Theater Bremen beispielhafte Inszenierungsarbeit geleistet und den "Bremer Stil" mitbegründet.

Nazif Mujić 18. Februar 2018
Der bosnische Darsteller Nazif Mujić ist tot. Er spielte in Danis Tanovićs dokumentarischem Drama "Aus dem Leben eines Schrottsammlers" zusammen mit seiner Familie eine Episode aus seinem Leben als Schrottsammler in Bosnien-Herzegowina. Er erhielt dafür 2013 den Silbernen Bären als Bester Darsteller auf der Berlinale. Mujić spielte sich quasi selbst. Aus der Armut verhalf aber der Triumph weder ihm noch seiner Roma-Familie. Er starb mittellos in seinem Heimatdorf, 125 Kilometer südlich von Sarajevo.

Idrissa Ouédraogo 18. Februar 2018
Der Regisseur und Produzent Idrissa Ouédraogo aus Burkina Faso ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Verband der dortigen Filmemacher teilte mit, Ouédraogo sei in seinem Heimatland einer nicht näher genannten Krankheit erlegen. Ouédraogo produzierte mehr als 40 Filme, darunter "Tilai", der beim Filmfestival in Cannes 1990 den Großen Preis der Jury gewann. 1993 wurde sein Film "Samba Traoré" bei der Berlinale gezeigt und mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Beim panafrikanischen Filmfestival Fespaco saß er in der Jury.

Ulrich Pleitgen 21. Februar 2018
Der Schauspieler Ulrich Pleitgen verstarb im Alter von 71 Jahren in Hamburg an Herzversagen. Der gebürtige Hannoveraner galt als ausgesprochen vielseitiger Schauspieler. Bekannt war er insbesondere vom Hamburger Thalia Theater ebenso wie aus dem Kino und vor allem aus dem Fernsehen. Bekannt wurde Ulrich Pleitgen als überforderter Richter im preisgekrönten RAF-Drama "Stammheim", es folgten TV-Serien wie "Nicht von schlechten Eltern" und "K3 - Kripo Hamburg". Zuletzt war er 2016 als Großvater und Ökoaktivist in "Immer Ärger mit Opa Charly" im Ersten zu sehen. Daneben arbeitete er auch als Sprecher für Hörbücher und Hörspiele.

Emma Chambers 21. Februar 2018
Die britische Schauspielerin Emma Chambers verstarb im Alter von 53 Jahren in London eines natürlichen Todes. Chambers wurde vor allem mit ihrem Auftritt in dem Liebes-Drama Notting Hill aus dem Jahr 1999 bekannt. Sie spielte Honey, die Schwester von Hauptdarsteller Hugh Grant. Der 57-Jährige würdigte Chambers per Twitter als "lustige und warme Person und natürlich brillante Schauspielerin". "Sie brachte viele zum Lachen und spendete Freude und wird schmerzlich vermisst werden".

Lewis Gilbert 23. Februar 2018
Der in London geborene britische Filmregisseur, -produzent und Drehbuchautor Lewis Gilbert verstarb im Alter von 97 Jahren in Monaco. Gilbert begann während seiner Zeit bei der Royal Air Force Dokumentarfilme zu drehen. Nach dem Krieg führte dies ihn zum Spielfilm und zur Regie von drei Bond-Filmen. 1967 war dies "Man lebt nur zweimal" mit Sean Connery als 007. Zehn Jahre später folgten 1977 und 1979 "Der Spion, der mich liebte" und "Moonraker - Streng geheim" mit Bond-Nachfolger Roger Moore. Großen Erfolg feierte er auch 1966 mit "Alfie - Der Verführer lässt schön Grüßen", der den jungen Michael Caine zum Durchbruch verhalf und dafür viermal für den Oscar nominiert wurde. Sein letzter Film von über 30 Werken war die Filmkomödie "Before you go" aus dem Jahre 2002.

Adea Shabani ~ 23. Februar 2018
Am 23. Februar verschwand die angehende Hollywood Schauspielerin spurlos. Gut vier Wochen später wurde die 25-Jährige in einem Naturschutzgebiet ermordet aufgefunden. Wie die Obduktion bestätigte starb sie an "stumpfer Gewalteinwirkung gegen ihren Kopf". Ihr letztes gesichertes Lebenszeichen wurde von Überwachungskameras in Nevada aufzeichnet: Auf der Aufnahme ist die Schauspielerin mit einen Koffer zu sehen und wurde von ihrem Freund Christopher S. begleitet. Die Ermittler gehen davon aus, dass Shabanis Freund etwas mit dem Verschwinden der jungen Frau zu tun hat. Daraufhin begann die Polizei zu ermitteln und spürte S. in Santa Monica auf. Nach einer langen Verfolgungsjagd schoss sich Christopher S. unweit von L.A. selbst in den Kopf und starb. Adea Shabani kommt aus Mazedonien und zog vor zwei Jahren nach Los Angeles, um Schauspielerin zu werden. Sie spielte eine kleine Rolle in dem Independent-Film "All or Nothing".

Sridevi Kapoor 24. Februar 2018
Der Bollywood-Star ist nach einer Hochzeitsfeier in Dubai durch einen Ohnmachtsanfall in der Badewanne ihres Hotelzimmers ertrunken und nicht an einem Herzversagen verstorben, wie es zuvor irrtümlich hieß. Sridevi Kapoor wurde 54 Jahre alt und war eine der erfolgreichsten indischen Schauspielerinnen des kommerziellen Films der 1980 und 1990er Jahre in Kassenschlagern wie "Mr.India", "Nagina" (Schlangenfrau) und "Chandni" (Mondlicht). Mit ihrer mitreißenden Leinwandpräsenz stellte sie oft genug ihre männlichen Filmpartner in den Schatten und verzauberte jahrzehntelang ein Millionenpublikum. Sie begann ihre Schauspielkarriere bereits im Alter von vier Jahren und spielte in rund 300 Filmen in den indischen Regionalsprachen Tamil, Telugu, Malayalam und Kannada mit. Die Aktrice war zuletzt 2017 in dem Film "Mom" zu sehen.

Elfriede Irrall 26. Februar 2018
Die österreichische Film-, TV- und Theaterschauspielerin, die auch der Berliner Hochschule der Künste unterrichtete, verstarb in Wien im Alter von 80 Jahren. In Berlin spielte sie am Renaissance-Theater, an der Freien Volksbühne und an Peter Steins Schaubühne. Unvergessen ist sie in der Brecht-Verfilmung "Herr Puntila und sein Knecht Matti" aus dem Jahre 1955. Später trat sie auch in zahlreichen Tatort-Krimis auf. Nach ihrer Ehe mit dem 1980 verstobenen österreichischen Schauspieler Walter Kohut lebte sie mit dem in Berlin tätigen Regisseur und Schauspieler Olaf Scheuring zusammen, der 2009 verstarb.

++++++++++++++

Weiter geht's auf Seite zwei
mit Frank Doubleday, der am 3. März 2018 verstarb.

Frank Doubleday 3. März 2018
Mit seiner Rolle als Bösewicht in der Action-Dystopie "Die Klapperschlange" wurde er 1981 bekannt. Frank Doubleday war für Schurken-Rollen prädestiniert: Schon 1976 spielte er für John Carpenter im Film "Assault" den Anti-Helden. Der US-Schauspieler, der mit seiner Berufskollegin Christina Hart verheiratet war, starb im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit in Los Angeles.

Theo Hinz 4. März 2018
Der Verleiher, Produzent und Filmwirtschaftler Theo Hinz ist im Alter von 86 Jahren in München verstorben. der aus Ostpommern stammende Hinz war nach einer kaufmännischen Lehre von 1953 bis 1976 bei der Constantin Film als Abteilungsleiter für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt. Er half im Jahr 1956 dem Filmhändler Leo Kirch, den ersten Geschäftsabschluss in Deutschland zu tätigen. Nachdem Rudolf Augstein 1977 die Mehrheitsanteile des Filmverlags der Autoren übernommen hatte, fungierte er dort bis 1982 gemeinsam mit Matthias Ginsberg als Geschäftsführer. 1983 gründete er die Verleihfirma Futura Film, die 1986 die Anteile von Augstein am Filmverlag der Autoren übernahm. Hinz führte das Unternehmen, bis es 1996 von der Kinowelt AG (heute: Studiocanal) übernommen wurde. Zuletzt war er als Rechtehändler mit der Max Film aktiv. Während seiner beruflichen Karriere war er über lange Zeit in der Werbekommission der FFA tätig, im Vorstand des VdF und bei der Verwertungsgesellschaft an der Nutzung von Filmwerken (VGF). Seit 2002 war er Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Lissy Bellaiche 5. März 2018
Lissy Bellaiche, eine wichtige Figur des dänischen Filmschaffens, ist im Alter von 77 Jahren verstorben. In ihren 20 Jahren als Managerin für International Relations des Danish Film Institute in Kopenhagen prägte Lissy Bellaiche die Wahrnehmung des dänischen Kinos im Ausland. Zudem trieb sie während dieser Zeit die Zusammenarbeit der skandinavischen Filminstitute maßgeblich voran und stärkte das nordische Filmschaffen international. Mit den Internationalen Filmfestspielen in Berlin pflegte sie eine jahrzehntelange gute Zusammenarbeit. Im Jahre 2000 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale. Auch in San Sebastian, Istanbul und Karlovy Vary wurde sie in die Jury berufen.

Hubert de Givenchy 10. März 2018
Audrey Hepburn war seine Muse: 40 Jahre lang stattete Hubert de Givenchy die amerikanische Filmschönheit mit individuell entworfenen Kostümen aus - wie jenem im stilprägenden Klassiker "Frühstück bei Tiffany". Der französische Couturier und Designer gehörte seit den frühen 50-ern zu den Großen seines Geschäfts. Er starb mit 91 Jahren.

Siegfried Rauch 11. März 2018
Der Schauspieler Siegfried Rauch verstarb bei einem Treppensturz in seinem Wohnort Untersöchering südlich von München. Er wurde 85 Jahre alt. Rauch war von 1999 bis 2013 durch die ZDF-Serie "Das Traumschiff" in der Rolle des Kapitäns Jakob Paulsen einem großen Fernsehpublikum bekannt geworden. Der schauspielerische Durchbruch gelang ihm Anfang der 1970er-Jahre im Kultfilm "Le Mans". 1977 spielte er die Rolle des „Thomas Lieven“ in der Fernsehserie "Es muß nicht immer Kaviar sein" nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Mario Simmel. Zudem spielte er 1980 in der 14-teiligen Karl-May-Fernsehserie "Mein Freund Winnetou" an der Seite von Pierre Brice den Old Shatterhand. Rauch stand bis ins hohe Alter als Dr. Roman Melchinger in "Der Bergdoktor" vor der Kamera.

Stephen Hawking 14. März 2018
Der Brite Stephen William Hawking, war nach Albert Einstein der bedeutendste theoretische Physiker und Astrophysiker der Neuzeit. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge. Stephen Hawking lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, zur allgemeinen Relativitätstheorie und zu Schwarzen Löchern. Unter seinem Namen und mit seiner Hilfe wurden mehrere Dokumentationen über die "Geheimnisse des Universums" erstellt. Aber auch Spielfilme wie "Die Entdeckung der Unendlichkeit" (2014) mit Eddie Redmayne, oder "Hawking - Die Suche nach dem Anfang der Zeit" (2004) mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle wurden gedreht. Hawking war frühzeitig an ALS erkrankt und später völlig bewegungsunfähig an einen Rollstuhl gefesselt. Er verstarb mit 76 Jahren.

Erwin C. Dietrich 15. März 2018
Der Schweizer Kinopionier Erwin C. Dietrich verstarb im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit. Nach dem erfolglosen Versuch eine Laufbahn als Theologe oder Buchhalter einzuschlagen, absolvierte er eine Schauspielerausbildung. Doch er fand so recht keine Rollen, weshalb er die Seiten wechselte und 1955 erstmals bei "Das Mädchen vom Pfarrhof" als Produzent fungierte. Ab 1956 produzierte Heimat- und Schlagerfilme wie "Die Hazy-Osterwald-Story" und Komödien wie "Der Herr mit der Schwarzen Melone". 1966 startete er mit einem eigenen Verleih und dem Erotikthriller "Schwarzer Markt der Liebe" die nächste Phase seines Schaffens. Anerkennung in der Branche holte er sich aber erst 1978 mit dem Kriegsfilm "Die Wildgänse kommen" mit Roger Moore in der Hauptrolle. Fortan setzte Dietrich vor allem auf den aufkommenden Heimkino-Markt und vertrieb Actionfilme wie "Kommando Leopard" mit Klaus Kinski in der Hauptrolle. In den 1970er Jahren gründete Dietrich u.a. auch die Ascot Film GmbH und erwarb den 1928 gegründeten Filmverleih Elite Film AG; beide Unternehmen werden heute von seinen Kindern Karin und Ralph Dietrich geleitet. Zudem betrieb er in der Schweiz bis 2005 mit dem Cinemaxx und dem Capitol die ersten Multiplex-Kinos in Zürich.

Jochen Senf 17. März 2018
Jochen Senf, geboren in Frankfurt/Main, ging 17 Jahre lang als "Tatort"-Kommissar Max Palu im Saarland auf Verbrecherjagd. 18 Folgen drehte er von 1988-2005 in dem kleinen Bundesland an der Grenze zu Frankreich, wo er seit dem 10. Lebensjahr auch aufgewachsen war. Immer auf dem Fahrrad unterwegs gab er seiner Rolle als unkonventioneller und etwas kauziger Kommissar einen besonderen Charakter, womit er eine Art Gegenfigur zu Schimanski etablierte, den Götz George als polternder Macho im "Tatort" spielte. Nun verstarb der zuletzt in Berlin lebende Schauspieler im Alter von 76 Jahren in der Nacht vom 17. zum 18. März 2018 in einem Pflegeheim. Senf studierte nach dem Abitur im Internat Salem am Bodensee Germanistik und Romanistik. Danach war er als Hörspieldramaturg und Krimiautor tätig, gründete ein Kinder- und Jugendtheater und führte Regie.

DuShon Monique Brown 23. März 2018
Die in Chicago geborene US-Schauspielerin DuShon Monique Brown verstarb mit nur 49 Jahren. Der Star aus Serien wie "Prison Break", "Chicago Fire" oder Filmen wie "Unexpected" ist nach tagelangen Schmerzen in der Brust wohl an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Bei einer zuvor erfolgten Untersuchung im Krankenhaus konnten die Ärzte nichts genaues feststellen. Brown hinterlässt eine Tochter.

Philip Kerr 23. März 2018
Seine berühmteste Figur ermittelte in Berlin: Philip Kerr schickte seinen Detektiv Bernie Gunther in die finstersten Ecken des Dritten Reichs. Kerr, 1956 in Edinburgh geboren, schrieb auch Jugend- und Fantasy-Romane. In Deutschland waren vor allem seine Krimis beliebt. Für "Das Wittgensteinprogramm" und "Game Over" erhielt der Bestsellerautor den Deutschen Krimipreis. Kerr lebte mit seiner Frau und drei Kindern in London. Er erlag im Alter von 62 Jahren einem Krebsleiden.

Lys Assia 24. März 2018
Die Siegerin des allerersten Eurovision Song Contests im Jahr 1956, die Schweizer Sängerin Lys Assia, verstarb im Alter von 94 Jahren. Die einstige Schlagerdiva des ESC, der 1965 noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß, ist dem Wettbewerb Jahrzehnte treugeblieben und überreichte vor ein paar Jahren noch die Siegertrophäe bei den Fernsehübertragungen. Sie trat allerdings auch in einigen Filmen auf. Der bekannteste Titel von 11 Kinofilmen und einer TV-Serie in denen sie mitwirkte, dürfte wohl 1957 mit "Die Beine von Dolores" gewesen sein. Gleich nach dem 2. Weltkrieg unternahm sie ihre ersten Auslandstourneen und bekam in Paris die Gelegenheit, für die erkrankte Josephine Baker einzuspringen. Den deutschen Plattenmarkt eroberte Lys Assia 1950 mit dem Titel "O mein Papa" aus der Operette "Das Feuerwerk" von Paul Burkhard.

Stéphane Audran 27. März 2018
An den Folgen einer schweren Krankheit verstarb die französische Schauspielerin Stéphane Audran im Alter von 85 Jahren, wie ihr Sohn Thomas Chabrol mitteilte. Geboren wurde sie als Colette Suzanne Jeannine Dacheville in Versailles bei Paris. Sie debütiert als gelernte Bühnenschauspielerin in den Fünfzigerjahren am Theater und war von 1954 bis 1956 mit dem
Schauspieler Jean-Louis Trintignant liiert. Dann wurde sie vom französischen Nouvelle-Vague-Starregisseur Claude Chabrol entdeckt, mit dem sie von 1964 bis 1980 verheiratet war und mit ihm um die 20 Filme drehte. 1968 wurde sie in Berlin für ihre Darstellung der bisexuellen Frédérique seinem Thriller "Zwei Freundinnen" mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Ihren großen Durchbruch feierte Audran 1972, als ihr der spanisch-mexikanische Filmemacher Luis Buñuel eine Hauptrolle in seiner surreal anmutenden Horrorkomödie "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" gab, wofür sie mit dem British Academy Award ausgezeichnet wurde. In den Achtzigerjahren brillierte sie unter anderem in Samuel Fullers Kriegsdrama "The Big Red One" und in "Babettes Fest" des dänischen Regisseurs Gabriel Axel, der dafür 1988 einen Oscars für den besten fremdsprachigen Film erhielt. Privat war sie eng mit Karl Lagerfeld befreundet, dessen Entwürfe sie mit Vorliebe trug. Ihre letzte Rolle hatte sie 2008 in "Das Mädchen aus Monaco" von Anne Fontaine.

Steven Bochco 1. April 2018
Der amerikanische Fernsehproduzent und Drehbuchschreiber Steven Bochco, ein enger Freund von Steven Spielberg, ist im Alter von 74 Jahren in Los Angeles im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Er erlag seiner Leukämieerkrankung. Der zehnfache Emmy-Gewinner war vor allem in den 80er und frühen 90er Jahren für seine Polizei-Fernsehserien wie "NYPD Blue", "Polizeirevier Hill Street" und "Doogie Howser, M.D." bekannt. Sie gelten als stilbildend für spätere Krimiformate wie "The Wire". Seine Karriere begann Bochco in den 1970ern als Drehbuchautor für Serien wie "Columbo" und "Der Chef".

Carl Weiss ~ 2. April 2018
Er gab den Startschuss für eine regelrechte TV-Ära: Am 1. April 1963 moderierte Journalist Carl Weiss im Rahmen des ZDF-Sendestarts die allererste "heute"-Sendung, die je über die Fernsehbildschirme flimmerte und wurde neben Gründungsintendant Karl Holzamer zum bekanntesten Gesicht des Senders. Wie das ZDF bekannt gab, verstarb Weiss fast auf den Tag genau 54 Jahre später im Alter von 92 Jahren. Der politische Journalist und langjährige ZDF-Auslandskorrespondent gehört zu den TV-Legenden. Seine TV-Berichte und Analysen Ende der 60er Jahre, u.a. über den Vietnam-Krieg und Indochina, haben Fernsehgeschichte geschrieben. 1978 wechselt Carl Weiss zur ARD, kehrte aber im Ruhestand noch einmal zurück zum ZDF, um von 1992 bis 1997 die Sendung "damals - vor 40 Jahren" zu moderieren.

Isao Takahata 5. April 2018
Der japanische Filmregisseur Isao Takahata, einer der Altmeister des Anime und Schöpfer der "Heidi"-Zeichentrickserie aus den 1970er Jahren, ist im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Tokio an Lungenkrebs gestorben, wie das Animationsstudio Ghibli, das er 1985 mitgegründet hatte, verkündete. Ziel des Studio war es, ein japanisches Disney zu schaffen. Zu den Erfolgen des Studios zählen unter anderem "Das Schloss im Himmel", "Prinzessin Mononoke" und "Der Mohnblumenberg". Takahatas international bekanntes und preisgekröntes Werk "Die letzten Glühwürmchen" war autobiografisch geprägt: Der Zeichentrickfilm thematisierte schonungslos die Schrecken des Krieges durch die Augen von Kindern. Während des Zweiten Weltkriegs hatte Takahata als Neunjähriger nur knapp einen Bombenangriff der US-Amerikaner überlebt. Sein letzter Film, "Die Legende der Prinzessin Kaguya", war 2015 als bester Animationsfilm für einen Oscar nominiert worden.

Rolf Budde 13. April 2018
Der Musikverleger Rolf Budde, dessen Verlag mit Hits von der Berliner Sängerin und späteren Schauspielerin Cornelia Froboess wie "Pack die Badehose ein" und "Kalkutta liegt am Ganges" von dem Schweizer Sänger und Schauspieler Vico Torriani bekannt wurde, verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren in Berlin, wie die Max-Liebermann-Gesellschaft mitteilte, bei der Budde erster Vorsitzender war. Mit seinem Sohn Benjamin leitete Budde den Verlag Budde Music, zu dessen Autoren Weltstars wie Leonard Cohen, Bob Dylan und die Beatles gehören. In den vergangenen Jahren kamen Lena Meyer-Landrut sowie der deutsche deutscher Techno Musikproduzent Fritz Kalkbrenner dazu, dessen jüngerer Bruder Paul 2008 auf dem Filmfestival von Locarno in dem Film "Berlin Calling" sowohl als DJ, als auch als Schauspieler für Aufsehen sorgte.

Thomas Petruo 13. April 2018
Der Synchronsprecher und Schauspieler Thomas Petruo, die deutsche Stimme vieler Hollywood-Stars, verstarb in einem Krankenhaus in Berlin-Neukölln im Alter von 61 Jahren. Bereits mit 14 Jahren war Thomas Petruo, dessen Vater Heinz ebenfalls Sprecher und Schauspieler war, zum ersten Mal in einem Synchronstudio. Später moderierte er die Radiosendung RIAS 2-Treffpunkt – und kam insgesamt auf satte 1157 Sprechrollen in Filmen und Serien. Er arbeitete bis kurz vor seinem Tod, war 2018 noch in der deutschen Fassung des Oscar-Hits „Shape of Water“ als Brewster Fuller zu hören, dem Ehemann von Zelda (Octavia Spencer). Er sprach auch den fiesen Biff Tannen (Thomas F. Wilson) in allen drei „Zurück in die Zukunft“-Filmen. Der vielbeschäftigte Petruo war außerdem die deutsche Stimme von Perry King (Cody Allen) in „Trio mit vier Fäusten“, die des Kadetten Kyle Blankes (Brant von Hoffman) in „Police Academy“ und die von Mykelti „Bubby Blue“ Williamson in „Forrest Gump”. Er lieh Gary Oldman in „Léon – Der Profi“ die Stimme, Steve Buscemi in „Fargo“, Samuel L. Jackson in „Jackie Brown”, Woody Harrelson in „Natural Born Killers“ und Javier Bardem in „No Country for Old Men“.

Miloš Forman 13. April 2018
Der erfolgreiche Filmregisseur und zweifache Oscar-Preisträger Miloš Forman verstarb nach kurzer Krankheit im Alter von 86 Jahren in Danbury, Connecticut. Der gebürtige Tscheche erlangte Weltruhm mit dem Film "Einer flog über das Kuckucksnest". Das Psychodrama gewann fünf Oscars, darunter den für Regie und für den Hauptdarsteller Jack Nicholson. Mit der Mozart-Biografie "Amadeus" (1984) besiegelt Forman seinen Erfolg in Hollywood. Der Film erhielt acht Oscars, auch für die beste Regie. Forman wurde 1932 in Mittelböhmen als jüngster Sohn eines Lehrers geboren. Er war acht Jahre alt, als seine Eltern von der Gestapo verhaftet wurden, beide kamen in Konzentrationslagern ums Leben. Später studierte an der Filmhochschule in Prag und war dort in den 1960er-Jahren einer der Köpfe von Filmemachern der sogenannten "Neuen Welle", die mit ihren experimentierfreudigen Werken auch Kritik an der kommunistischen Herrschaft übten. Für die Filme "Der schwarze Peter" und "Liebe einer Blondine" feierte er erste Erfolge. Kurz vor dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes im August 1968 ging Forman ins Exil, zunächst nach Frankreich, dann wanderte er in die USA aus.

Vittorio Taviani 15. April 2018
Der preisgekrönte italienische Regisseur Vittorio Taviani verstarb nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren in Rom. Taviani arbeitete als Filmemacher stets mit seinem jüngeren Bruder Paolo zusammen. Bis ins hohe Alter produzierten die beiden Filme. Mit dem Film "I Fratelli" ("Die Brüder") gewann das Bruderpaar 1977 die Goldene Palme von Cannes. Das Doku-Drama "Cäsar muss sterben" von 2012 bekam auf der Berlinale den Goldenen Bären. Häufig drehte das Brüderpaar Filme über historische Stoffe, so zum Beispiel "Die Nacht von San Lorenzo" (1981) über den Widerstand gegen das faschistische Regime im Italien der Vierzigerjahre. Beide waren Mitglieder der italienischen KP und thematisierten ihr politisches Milieu in frühen Filmen wie "Die Subversiven" (1967) oder "Allonsanfan" (1974). Später drehten die Taviani-Brüder dann auch Literaturverfilmungen wie Goethes "Wahlverwandtschaften" (1996). 2007 thematisierten sie in "Das Haus der Lerchen" den türkischen Genozid an den Armeniern - mit dem Deutschen Moritz Bleibtreu in einer Hauptrolle.

Ronald Lee Ermey 15. April 2018
Der frühere Militärausbilder Ronald Lee Ermey wurde 1987 bekannt durch die Rolle des Drill-Instructors Gunnery Sergeant Hartman in Stanley Kubricks Kriegsfilm "Full Metal Jacket". Der Amerikaner, der den Rekruten im Vietnamkrieg das Leben zur Hölle machte und dessen gnadenlose Rolle in den Köpfen der Zuschauer verankert blieb, verstarb mit 74 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. 1979 hatte Regisseur Francis Ford Coppola ihn als Berater für seinen Kriegsfilm "Apocalypse Now" angeheuert und ihm zudem eine Rolle als Hubschrauberpilot gegeben. Auch Jahre später brillierte der US-Schauspieler nicht nur in den Horror-Streifen "Sieben" und Michael Bay's "The Texas Chainsas Massacre" oder in "Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses", sondern begeisterte das Kinopublikum auch als Synchronsprecher. In der Pixar-Animation "Toy Story" gab er dem Anführer der Spielzeugsoldaten seine Stimme.

Pamela Gidley 16. April 2018
Sie begann ihre Laufbahn als Model und fasste in Produktionen wie "Trashin' - Krieg der Kids" (1986) und "Twin Peaks - Der Film" (1992) auch im Filmgeschäft Fuß. Pamela Gidley, Ex-Lebensgefährtin von Schauspielkollege Josh Brolin, schlief mit 52 Jahren friedlich in ihrem Zuhause in Seabrook ein, wie ihre Familie in einer Traueranzeige bekannt machte. Der Ort liegt nicht weit entfernt von ihrem Geburtsort Salem, im US-Bundesstaat New Hampshire.

Verne Troyer 21. April 2018
Der kleinwüchsige Schauspieler Verne Troyer, der vor allem für seine Rolle als Mini-Me in den "Austin Powers"-Filmen bekannt wurde, verstarb im Alter von 49 Jahren. Ein halbes Jahr nach Vernes Ableben bestätigt der Abschlussbericht des Los Angeles County Department die Gerüchte um seinen frühzeitigen Tod, der nun offiziell als Suizid angesehen wird. Es war kein Geheimnis, dass der US-Amerikaner mit Depressionen und Alkoholproblemen zu kämpfen hatte. Bereits am 3. April wurde Troyer stark alkoholisiert ins Krankenhaus eingeliefert und starb drei Wochen später an den Folgen der Alkoholvergiftung. Troyer war mit einer Körpergröße von 81 Zentimetern einer der kleinsten Menschen der Welt. 2001 spielte er den Kobold Griphook in "Harry Potter und der Stein der Weisen". Zudem war er in Filmen wie „Der Grinch“ oder „Men in Black“ zu sehen.

Nelson Pereira dos Santos 21. April 2018
Der in São Paulo geborene brasilianische Regisseur Nelson Pereira dos Santos verstarb im Alter von 89 Jahren an Lungenkrebs in Rio de Janeiro. Er war der Wegbereiter des Cinema Novo in Brasilien, jener Filmbewegung der 50er und 60er Jahre, die ähnlich dem italienischen Neorealismus die Wirklichkeit des Landes ungeschönt in den Blick nahm. In seinem wichtigsten Werk, "Nach Eden ist es weit" von 1963, zeigte der gelernte Jurist und Journalist das erschütternde Schicksal einer Viehtreiberfamilie auf der Flucht vor der großen Dürre von 1941 in gleißenden überbelichteten Schwarzweißbildern. Einige seiner Dokumentarfilme, aber auch für nicht Brasilianer oft schwer verständlichen symbolischen Bildsprache seiner grotesken Filmerzählungen liefen auf Festivals in Cannes und Berlin. Erst 2017 nahm die Oscar-Academy den Altmeister in ihren Reihen auf.

Michael Anderson 25. April 2018
Der in London geborene britische Regisseur Michael Joseph Anderson verstarb im Alter von 98 Jahren im kanadischen Vancouver. Bekannt wurde Anderson vor allem mit dem Abenteuerfilm "In 80 Tagen um die Welt" und dem Science-Fiction-Klassiker "Flucht ins 23.Jahrhundert". Der Film "In 80 Tagen um die Welt" gewann fünf Oscars und setzte laut Branchenmagazin "Hollywood-Reporter" im Erscheinungsjahr 1956 etliche Rekorde. So habe Anderson darin über 2000 Kamera-Einstellungen genutzt. Neben vielen anderen Streifen drehte Anderson auch den Spionagefilm „Das Quiller-Memorandum - Gefahr aus dem Dunkel“ (1966) mit der österreichischen Schauspielerin Senta Berger (76). Dafür war Anderson 1967 in den drei Kategorien für den BAFTA Award nominiert. Eine weitere Nominierung erhielt die Produktion für den Edgar Allan Poe Award. 10 Jahre später machte sein Film "Orca – Der Killerwal" (1977) Aufsehen. Nach "20.000 Meilen unter dem Meer" (1997) war sein letztes Werk der Kinderfilm "Die neuen Abenteuer des Pinocchio" (1999), der in Koproduktion mit Deutschland, Luxemburg und Großbritannien entstand.

++++++++++++++

Weiter geht's auf Seite drei
mit Wolfgang Völz, der am 2. Mai 2018 verstarb.

Wolfgang Völz 2. Mai 2018
Der beliebte in Ostpreußen geborene Schauspieler und Synchronsprecher, Wolfgang Völz, ist im Alter von 87 Jahren in seiner Wahlheimat Berlin verstorben. Völz wurde durch eine Reihe von Rollen als Film-, TV- & Theaterschauspieler berühmt und gehörte auch zu den bekanntesten Stimmen des deutschen Kinos und Fernsehens. Bundesweit bekannt wurde er in Fernsehserien wie "Stahlnetz" oder "Raumpatrouille Orion". Für Kinder war er "Käpt'n Blaubär" mit einer unverwechselbaren, sonoren Stimme. Das Multitalent war auch in deutschen Edgar-Wallace-Filmen zu sehen, er sang Lieder bei Peter Frankenfeld und mit Harald Juhnke. Außerdem lieh er als Synchronsprecher Hollywood-Stars wie Mel Brooks, Peter Ustinov, Peter Falk oder Walter Matthau seine Stimme. Völz, der 1930 in Danzig zur Welt kam, nahm nach einer Bäckerlehre Schauspielunterricht und begann seine Karriere am Theater, unter anderem bei den Berliner "Stachelschweinen". Zu einem der bekanntesten deutschen Film- und Fernsehgesichter wurde er ab den 60er Jahren.

Ermanno Olmi 7. Mai 2018
Der italienische Regisseur Ermanno Olmi erlag im Alter von 86 Jahren einer langen Krankheit. Olmi brachte es in den 70er Jahren zu internationalem Ruhm, vor allem mit Filmen über die Probleme der Arbeitswelt. Für den Film "Der Holzschuhbaum" erhielt er 1978 auf den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme. Der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni erklärte, sein "bezaubernder Blick hat uns die Wurzeln unseres Landes" erklärt.

Anne V. Coates 8. Mai 2018
Die britische Filmeditorin Anne Voase Coates verstarb im Alter von 92 Jahren. Vor ihrer Karriere im Filmgeschäft arbeitete Coates als Krankenschwester. Ab 1947 war sie als Schnittassistentin im Bereich Filmschnitt tätig. Ihre erste eigenständige Arbeit als Editorin legte sie 1952 vor. 1962 wurde sie mit dem Oscar für den Besten Filmschnitt bei "Lawrence von Arabien" ausgezeichnet. In ihrer weiterführenden Karriere erhielt sie weitere vier Oscar-Nominierungen. Coates arbeitete als Cutterin bei berühmten Filmen wie "Mord im Orient-Expreß", "Der Elefantenmensch" und "Erin Brockovich". Für den Film "Der Schrecken der Medusa" erhielt sie 1978 den einzigen Produzenten-Credit ihrer Karriere. Sie war noch bis in das hohe Alter als Cutterin tätig, zuletzt 2015 bei dem Erotikfilm "Fifty Shades of Grey".

Margot Kidder 13. Mai 2018
Sie war die Reporterin, die dem Superhelden die Augen verdrehte: In den "Superman"-Filmen der 70er- und 80er-Jahre wurde Margott Kidder als Lois Lane an der Seite von Christopher Reeve zum Star. Die politisch engagierte Schauspielerin, die an einer Bipolaren Störung litt, wurde 69 Jahre alt.

Maria Körber 14. Mai 2018
Die Schauspielerin Maria Körber verstarb einen Monat vor ihrem 88. Geburtstag in Berlin. Die Tochter von "Jud Süß"-Regisseur Veit Harlan und der vielbeschäftigten Nebendarstellerin Hilde Körber legte auf Anraten ihrer Agentin den Familiennamen des Vaters ab und begann ihre Bühnenlaufbahn 1948 in Sartres "Fliegen". Lange war sie Ensemblemitglied der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Bis zu ihrem Rückzug vor zehn Jahren spielte sie außerdem rund 70 Kino- und Fernsehrollen, darunter in Filmen wie "Durchbruch Lok 234", der Serie "Unser Charly" sowie in "Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung" und "Gegenüber". Zudem war sie die Synchronstimme von Leslie Caron, Joan Collins, Julie Andrews und Debbie Reynolds. In Berlin betrieb sie ein Schauspielstudio, an dem unter anderem Gesine Cukrowski und Antje Schmidt studierten.

Lucian Pintilie 16. Mai 2018
Das rumänische Autorenkino wird auf allen Festivals gefeiert. Ohne Lucian Pintilie hätte es das so nie gegeben. Der Regisseur des schwarzen Humors mit seinen bitteren, quälenden, tragikomischen Geschichten verstarb mit 84 Jahren in Bukarest. Sein 1968 gedrehtes Regiedebüt "Reconstituirea" (deutsch: Die Rekonstruktion), welches das kommende Grauen in Rumänien vorwegnahm, habe Nicolae Ceaușescu höchstpersönlich verboten, denn er sah darin eine Anstiftung zum Widerstand gegen den Staat. Nur 11 Werke umfasst sein filmischer Lebenslauf, darunter mit "Balanţa" (deutsch: Baum der Hoffnung) aus dem Jahre 1992 ein rasender, surrealer Film über die Liebe zweier Außenseiter in der desolaten Leere nachrevolutionärer Zeiten. Ende Mai 2018 sollte Pintilie auf dem SEEFF Film Festival à Berlin den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhalten. Wenige Tage zuvor - noch im Wissen um die Auszeichnung - verstarb er.

Clint Walker 21. Mai 2018
Mit Gardemaß und markantem Kinn war er prädestiniert für die Rolle des Retters in der Not. Sieben Staffeln lang, ab 1955, sorgte Clint Walker in der TV-Serie "Cheyenne" für Recht und Ordnung im Wilden Westen. Der einstige Fabrik- und Öl-Arbeiter, der auch im Kriegsfilm "Das dreckige Dutzend" (1967) spielte, starb mit 90 Jahren an Herzversagen.

Philip Roth 22. Mai 2018
Der 1933 in Newark geborene US-Schriftsteller Philip Roth verstarb im Alter von 85 Jahren in New Jersey. Zu den bekanntesten Werken des Pulitzer-Preisträgers gehören unter anderem die Roman-Trilogie "Der Ghostwriter", "Amerikanisches Idyll" (verfilmt 2016 von Ewan McGregor), "Die Anatomiestunde" und „Portnoy's Complaint” sowie die Zuckerman-Trilogien. Er galt als einer der größten englisch-sprachigen Romanciers und als einer der wichtigsten Schriftsteller der Gegenwart. Insgesamt schrieb er mehr als 25 Romane.

Jerry Maren 24. Mai 2018
Er war einer der letzten Darsteller, die noch Anekdoten von ihren Dreharbeiten zu "Der Zauberer von Oz" (1939) erzählen konnten. Jerry Maren, der in dem Filmklassiker einen der Munchkins spielte, starb im Alter von 98 Jahren in einem Pflegeheim in San Diego. Der 1,37 Meter kleine Schauspieler, der sich für die Rechte Kleinwüchsiger einsetzte, soll in seinen letzten Jahren an Demenz gelitten haben.

Alan O'Neill 6. Juni 2018
Der Schauspielerin Alan O'Neill, der in der TV-Serie "Sons of Anarchy" mitspielte, wurde von seiner Freundin auf den Treppenstufen vor ihrem Appartement leblos aufgefunden. Der 45-jährige Darsteller war Alkoholiker und starker Raucher. Zudem soll der gebürtige Ire an Herzproblemen gelitten haben. Seine nächste Rolle war in einem Horrorfilm vorgesehen. Daneben war er als Pferdetrainer bekannt. O'Neill stand seit den 1990er-Jahren vor der Kamera. Er spielte auch in der Dramaserie "Fair City" und in Filmen wie "Shadow Dancer" und "Urge - Rausch ohne Limit" mit.

Kira Muratowa 6. Juni 2018
Die ukrainische Regisseurin Kira Muratowa, die zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten Filmschaffenden des sowjetisch-russischen Films gehörte, verstarb nach lager Krankheit im Alter von 83 Jahren in der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. In ihren Filmen spiegelte sich die Realität der ehemaligen Sowjetunion wider. 1990 gewann sie für ihre collagenhafte Gesellschaftsstudie "Das asthenische Syndrom" auf der Berlinale den Großen Preis der Jury. Sie war zuvor oft mit Drehverboten belegt worden, deren Erfahrungen in dem Film einflossen.

Eunice Gayson 8. Juni 2018
Die britische Darstellerin des ersten "Bond"-Girls, Eunice Gayson, verstarb im Alter von 90 Jahren in Croydon, südlich von London. Gayson spielte die Bond-Geliebte Sylvia Trench neben Sean Connery (87) in der Hauptrolle des Geheimagenten in "James Bond - 007 jagt Dr. No" (1962) und in "Liebesgrüße aus Moskau" (1963). Sie war das einzige "Bond"-Girl, das in zwei Filmen auftrat. Ursprünglich war sie für die Rolle der Miss Moneypenny vorgesehen, die dann jedoch von Lois Maxwell verkörpert wurde.

Jackson Odell 8. Juni 2018
Der Musiker und Jungschauspieler Jackson Odell aus Colorado verstarb mit gerade einmal 20 Jahren in Los Angeles. Der US-Hollywood-Star, bekannt durch die TV-Serie "Modern Family" und die Show "Die Goldbergs" wurde leblos in seiner Wohnung in Tarzana im San Fernando Valley aufgefunden. Ein Fremdverschulden lag wohl nicht vor, allerdings konnte die Gerichtsmedizin die Ursache seines Todes nicht sofort klären. Jackson Odell hatte kleinere Rollen auch in "Private Practice", "iCarly" und "Arrested Development". Für den Soundtrack zum Film "Forever My Girl" steuerte der Singer-Songwriter zudem einige Songs bei.

Christine Nöstlinger 28. Juni 2018
Die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger verstarb im Alter von 81 Jahren in ihrer Heimatstadt Wien. Im Laufe ihrer Karriere hat sie über 150 Bücher geschrieben. Darunter waren Titel wie "Maikäfer flieg!", "Die feuerrote Friederike", "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig", "Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse" oder die "Geschichten vom Franz". Ihr Werk wurde in 30 Sprachen übersetzt und zum Teil auch verfilmt. Nöstlinger bekam zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Astrid-Lindgren-Preis.

Steve Ditko 29. Juni 2018
Steve Ditko, der Mitschöpfer der Comic-Charaktere Spider-Man und Doctor Strange, wurde Ende Juni in seiner Wohnung in Manhattan tot aufgefunden wie die New Yorker Polizei bestätigte. Er wurde 90 Jahre alt. Ditko erschuf in den 1960er Jahren an
der Seite von Comic-Legende Stan Lee die Welt des Peter Parker und dessen Alter Egos Spider-Man. Kurz darauf folgten die Geschichten um den Chirurgen und übersinnlichen Superhelden Doctor Strange. Einem jüngeren Publikum sind beide Charaktere der Marvel Comics durch Blockbuster-Filme bekannt.

Derrick O’Connor 29. Juni 2018
Der Schauspieler Derrick O’Connor verstarb im Alter von 77 Jahren in Santa Barbara. Er hinterlässt seine Frau Mimi und den gemeinsamen Sohn Max. Der Hollywoodstar des Blockbusters "Fluch der Karibik" spielte vor allem die Rolle von Bösewichtern und Anti-Helden. So stand er unter anderem für "Lethal Weapon 2" als mordender Sicherheitsbeamte vor der Kamera. Daneben war er auch in "Daredevil", "Fluch der Karibik 2" sowie in "Monk" und "Alias" zu sehen. Neben seiner Tätigkeit als Darsteller arbeitete Derrick O'Connor außerdem als Regisseur und Produzent am Theater.

Robby Müller 3. Juli 2018
Er galt als Meister des Lichts und arbeitete mit Wim Wenders, Lars von Trier und Jim Jarmusch: Im Alter von 78 Jahren verstarb in Amsterdam der niederländische Kameramann Robby Müller. 1974 hatte der auf der Karibikinsel Curacao geborene Müller mit Wim Wenders „Alice in den Städten“ gedreht. 13 weitere Filme mit Wenders sollten folgten, darunter „Paris, Texas“ von 1984. Mit Jim Jarmusch entstanden „Down by Law“ (1986) und „Dead Man“ (1995), mit Lars von Trier „Breaking the Waves“ (1996) und „Dancer in the Dark“ (2000). Robby Müller machte ausschließlich bei Projekten mit, die ihn künstlerisch interessierten, Regisseure schätzten ihn weil er vor allem natürliches Licht nutzte, sowohl in Schwarz-Weiß-Produktionen wie in Farbe. Noch zu Lebzeiten wurde er mit zahlreiche Auszeichnungen geehrt wie den Deutschen Kamerapreis, den Deutschen Filmpreis, den Bayerischen Filmpreis sowie den Camerimage Preis für sein Lebenswerk.

Claude Lanzmann 5. Juli 2018
Der französische Filmemacher und Schriftsteller Claude Lanzmann verstarb im Alter von 92 Jahren in Paris. Mit seiner fast zehnstündigen Holocaust-Dokumentation "Shoah" über den Völkermord an europäischen Juden hat Lanzmann Geschichte geschrieben. In seiner Darstellung von Unmenschlichkeit und Gewalt, von Antisemitismus und seinen Folgen hat er eine neue filmische wie ethische Auseinandersetzung geschaffen. Er ließ in seinem Zeitzeugen-Film sowohl Opfer als auch Täter des Holocaust zu Wort kommen. Als Jugendlicher engagierte sich der Enkel jüdischer Immigranten aus Osteuropa in der kommunistischen Bewegung Frankreichs und der französischen Widerstandsbewegung, er studierte Philosophie und war Lektor an der FU Berlin.

Tab Hunter 8. Juli 2018
Der US-Schauspieler Tab Hunter, der in den 50er-Jahren seine größten Erfolge feierte, verstarb mit 86 Jahren im kalifornischen
Santa Barbara. 1952 spielte der Sohn deutscher Einwanderer in dem Film "Insel der Verheißung" seine erste Hauptrolle. Sein gutes Aussehen machte ihn zum Teenager-Idol. Mit John Wayne drehte er das Kriegsdrama "Der Seefuchs", mit Sophia Loren die Komödie "So etwas von Frau". Nach seinem Outing wurde er zur Schwulen-Ikone.

Petr Weigl 14. Juli 2018
Der tschechische Film- und Fernsehregisseur Petr Weigl verstarb im Alter von 79 Jahren in Prag. Weigl machte sich einen Namen mit Opern- und Musikverfilmungen wie "Rusalka" nach Dvorak von 1977 und der "Winterreise" nach Schubert von 1994 mit der deutschen Sängerin Brigitte Fassbaender. Für das "Labyrinth der Macht" (1969) sowie die Filmadaption des Prokofjew-Balletts "Romeo & Julia" (1972) gewann er den Prix Italia. 2016 erhielt er für sein Lebenswerk den theaterpreis »Thalie« des tschechischen Schauspielerverbandes. Für seine Filme arbeitete Weigl mit weiteren namhaften Künstlern wie dem Dirigenten Mstislaw Rostropowitsch und dem Tenor Luciano Pavarotti zusammen.

Yvonne Blake 17. Juli 2018
Sie schaffte es, einen Mann in Strumpfhosen zum Sexsymbol zu machen: Yvonne Blake entwarf das Kostüm für "Superman", in das Christopher Reeve 1978 erstmals schlüpfte. Der Oscar war der verdiente Lohn. Die britische Designerin starb mit 72 Jahren in Madrid.

Wolfgang Kaus 18. Juli 2018
Seine Sprache war die Frankfurter Mundart, kein Klassiker war vor ihm sicher: Im Alter von 82 Jahren ist der Regisseur und Schauspieler Wolfgang Kaus verstorben. Hessens Kulturminister Boris Rhein (CDU) würdigte den Theatermacher als "kreatives Genie". Kaus war mehr als 30 Jahre lang Künstlerischer Leiter des Frankfurter Volkstheaters. Bekannt wurde er durch seine Übertragungen der großen Klassiker ins Hessische. Er hatte auch Auftritte in rund 60 Fernsehproduktionen, unter anderem
in der Krimi-Serie "Tatort".

Shinobu Hashimoto 19. Juli 2018
Shinobu Hashimoto, der prägende Drehbuchautor von Japans verstorbenem Meister-Regisseur Akira Kurosawa erlag im Alter von 100 Jahren einer Lungenentzündung in seinem Haus in Tokio. Hashimoto trug mit seiner Arbeit maßgeblich zum goldenen Zeitalter des japanischen Films in den 1950er Jahren bei. Internationale Bekanntheit erlangte er als Co-Autor von Kurosawa für das Drehbuch zum Film "Rashomon", der mit dem Oscar und dem Goldenen Löwen von Venedig ausgezeichnet wurde.

Uwe Brandner 30. Juli 2018
Der deutsche Filmemacher und Schriftsteller Uwe Brandner verstarb im Alter von 77 Jahren an einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Freising bei München. Der im nordböhmischen Reichenberg, im heutigen Liberec in Tschechien, geborene Brandner hatte vor vielen Jahren u.a. die Hofer Filmtage gemeinsam mit ihrem 2016 verstorbenen langjährigen Direktor Heinz Badewitz initiiert. 1971 gründete er zusammen mit Hark Bohm, Wim Wenders, Hans W. Geißendörfer und anderen den Filmverleih und Filmverlag der Autoren. Sein erster Film war 1971 "Ich liebe dich, ich töte dich" mit dem heute 83-jährigen Rolf Becker in der Hauptrolle.

++++++++++++++

Weiter geht's auf Seite vier
mit Rick Genest, der am 1. August 2018 verstarb.

Rick Genest 1. August 2018
Für Lady Gaga stand er im Musikvideo zu "Born This Way" vor der Kamera, mit Keanu Reeves spielte er im Hollywood-Film "47 Ronin" - bekannt wurde der Performance-Künstler Rick Genest für seine aufwendigen Ganzkörper-Tattoos. Der Kanadier, der unter dem Namen Zombie Boy Berühmtheit erlangte, wurde am 1. August tot in seiner Wohnung aufgefunden - die Polizei geht davon aus, dass er sich selbst das Leben nahm. Genest wurde 32 Jahre alt.

Charlotte Rae 5. August 2018
Die Sitcom Schauspielerin Charlotte Rae verstarb an einem Sonntag im Alter von 92 Jahren in Los Angeles wie ihre Familie bestätigte. Die US-Amerikanerin litt seit einem Jahr an Knochenkrebs. Rae spielte zwischen 1978 und 1980 die Rolle der liebenswürdigen Haushälterin Edna Garrett in der Serie "Diff'rent Strokes". In der Ablegerserie "The Facts of Life" übernahm sie erneut diese Rolle, diesmal arbeitete sie an einer Eliteschule für Mädchen.

Enno Patalas 7. August 2018
Mit Enno Patalas verstarb der wohl bekannteste deutsche Filmhistoriker im Alter von 88 Jahren in München. Von 1957 bis 1970 war Enno Patalas Redakteur der Zeitschrift "Filmkritik", die er mit gegründet hatte. Zusammen mit Ulrich Gregor, dem Mitbegründer der Freunde der Deutschen Kinemathek und ehemaligen Leiter der Berlinale Sektion »Forum des jungen Films«, publizierte er 1962 eine "Geschichte des Films". Ab 1973 bis 1994 leitete er als Direktor das Filmmuseum München, für das er bedeutende Retrospektiven zu Regisseuren und weiteren Filmthemen organisierte. Pionierarbeit leistete Patalas bei der Restaurierung und Rekonstruktion deutscher Stummfilme; insbesondere zu den beiden bekannten Werken Fritz Lang: "Metropolis" und "Die Nibelungen".

Klaus Wildenhahn 9. August 2018
Der Dokumentarfilmregisseur Klaus Wildenhahn verstarb im Alter von 88 Jahren in Hamburg. Der in Bonn geborene Filmemacher gilt als Mitbegründer des "Direct Cinema" in Deutschland und ist bis heute für viele Filmschaffende stilbildend. Er prägte den deutschen Dokumentarfilm seit den 1960er-Jahren als Regisseur, Lehrer, Fernsehredakteur. Wildenhahn beobachtete mit einer kleinen, tragbaren 16-Millimeter-Kamera den Alltag von Menschen. Wildenhahns Protagonisten waren meist alltägliche Menschen wie z.B. die Beobachtung eines Bauern bei der Arbeit in "Die Liebe zum Land", der den alltäglichen Existenzkampf eines Landwirtes zeigt. Er arbeitete u.a. als Autor für das Magazin "Panorama" beim NDR. Unter seiner Regie entstanden mehr als 60 Dokumentarfilme. Zudem gehörte mehrfach der Programmkommission der Duisburger Filmwoche an, einem Festival für Dokumentarfilme im Ruhrgebiet.

Kazimierz Karabasz 10. August 2018
Der 1930 in Bydgoszcz geborene polnische Dokumentarfilmer Kazimierz Karabasz gilt als Klassiker des polnischen Nachkriegs-Dokumentarfilms. Er war Mitglied der Akademie der Künste Berlin und Lehrer des jungen Krzysztof Kieślowski, mit dem er auch nach Ende dessen Ausbildung zusammenarbeitete und dessen Arbeit er maßgeblich beeinflusste.

Aretha Franklin 16. August 2018
Die US-Soul-Diva Aretha Franklin starb nach langer Krebserkrankung im Alter von 76 Jahren in Detroit. Ihr Nummer-eins-Hit "Respect" (1967), die Cover-Version eines Otis-Redding-Songs, wurde zur Hymne der afroamerikanischen Befreiungs- und der Frauenbewegung. Sie zählte neben Ray Charles und James Brown zu den wichtigsten Interpreten des amerikanischen Soul und führte 2008 die vom "Rolling Stone" veröffentlichte Liste der "100 besten Sänger aller Zeiten" an. In ihrer langen Karriere gewann sie 18 Grammys, den wichtigsten amerikanischen Musikpreis. Ihr musikalisches Spektrum schließt neben R&B auch Gospel, Jazz, Pop und Dance ein.1987 wurde Franklin als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Dem deutschen Publikum wurde sie vor allem durch den Film "Blues Brothers" (1980) und seinem Sequel "Blues Brothers 2000" (1998) bekannt. Der letzte öffentliche Auftritt der "Queen of Soul" war im August 2017 in Philadelphia.

Egon Werdin 18. August 2018
Der im November 1954 in Dinkelsbühl geborene Kameramann verstarb überraschend mit nur 63 Jahren. Werdin hatte nach einer Ausbildung an der HFF München in der Abteilung Dokumentarfilm/Regie 1982 begonnen, als Kameramann zu arbeiten. 1986 wurde er für "Versteckte Liebe" mit dem Förderpreis des Deutschen Kamerapreises ausgezeichnet, vier Jahre später erhielt er den Deutschen Kamerapreis für "Verfolgte Wege"; für seine Arbeit an "Feuerreiter" und "Ein Leben lang kurze Hosen tragen" war er jeweils für den Deutschen Kamerapreis nominiert gewesen. "Die Kamera war stets sein Werkzeug, um große Bilder zu schaffen. Es war das Licht, das ihn stets in seiner Vielfalt faszinierte und seine Imagination der Pinsel, um filmische Erzählungen zu gestalten, die sich tief ins Gedächtnis einprägen", heißt es in einem Nachruf der Familie. Werdin führte außerdem bei Publikumserfolgen wie "Otto - Der Außerfriesische" und "Werner - Beinhart" die Kamera. Fürs Fernsehen stand er u.a. für die "Tatort"-Folgen "Der doppelte Lott", "Ruhe sanft" und "Satisfaktion" hinter der Kamera.

Gunther Witte 16. August 2018
Der im lettischen Riga geborene ehemalige WDR-Fernsehspielchef verstarb unerwartet im Alter von 82 Jahren in Berlin. Gunther Witte galt als eine der herausragenden Persönlichkeiten des Fernsehspiels. Mit seiner einzigartigen Erfindung der Tatort-Reihe hat er das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer: Sonntag, 20:15 Uhr ist nach wie vor Tatort-Zeit im Ersten und wird die Zuschauer auch weiterhin bereichern. Das Konzept für den regional geprägten „Tatort im Ersten“ entwickelte Witte 1969. Ein Jahr später ging mit „Taxi nach Leipzig“ der erste Tatort auf Sendung. Witte war in den Folgejahren auch an vielen weiteren wichtigen Fernsehfilmproduktionen des WDR beteiligt, als Produzent etwa an Volker Schlöndorffs "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und an Rainer Werner Fassbinders "Berlin Alexanderplatz". Er arbeitete mit Regisseuren wie Wolfgang Petersen, Peter Beauvais und Bernhard Wicki zusammen. Verdient machte er sich zudem als Förderer des Doku-Dramas "Lindenstraße". Seit 2007 war Witte Mitglied der Deutschen Filmakademie und ist 2013 mit dem Ehren-Bambi ausgezeichnet worden.

Dieter Thomas Heck 23. August 2018
Dieter Thomas, der Showmaster und langjährige Moderator der "ZDF-Hitparade" verstarb im Alter von 80 Jahren in Berlin. Einen seiner letzten großen öffentlichen Auftritte hatte Heck im Februar 2017 bei der Verleihung der Goldenen Kamera für
sein Lebenswerk. 2007 hatte Heck nach einem halben Jahrhundert im Showgeschäft seine letzten Sendungen moderiert. Nur ab und an trat er noch als Gast in TV-Shows auf und sang dabei auch auf der Bühne. Immerhin war er eines der letzten Showmaster-Urgesteine im deutschen Fernsehen. Mit seinen Sendungen unterhielt er ein Millionenpublikum und erreichte selbst Kultstatus. Insgesamt war Heck mehr als 50 Jahre im Fernsehen und Radio unterwegs.

Neil Simon 26. August 2018
Der als »König des Broadway« gefeierte US-Dramatiker verstarb im Alter von 91 Jahren in einem Krankenhaus in New York. Neil Simon gehörte zu den erfolgreichsten Dramatikern der Welt. Er schrieb Stücke wie "Ein seltsames Paar" und "Lost in Yonkers" vornehmlich fürs Theater, wurde aber auch mit dem 1967 verfilmten Stück „Barfuß im Park“ sowie 1968 mit dem von Gene Sacks verfilmten Stück „Ein seltsames Paar“ weltberühmt. Darin verhalf er dem Komikerduo Jack Lemmon und Walter Matthau, die als Gegenpole wie Ehemann und Ehefrau agieren, zum Welterfolg. Kritiker belächelten seine Komödien oft als zu leicht und trivial, seine Fans liebten sie. In seiner Karriere bekam er Golden Globes, Emmys, Tonys und einen Pulitzer Preis und sammelte dazu mehr Nominierungen ein als jeder andere Dramatiker.

Vanessa Marquez 30. August 2018
Die 49-jährige Schauspielerin Vanessa Marquez, die von 1994 bis 1997 in der US-Serie „Emergency Room“ die Krankenschwester Wendy an der Seite von John Stamos (55) und George Clooney (57) spielte, wurde an ihrem Wohnort in South Pasadena von der Polizei niedergeschossen. Die Vermieterin hatte die Polizei gerufen, um deren Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Marquez jedoch zeigte sich jedoch unkooperativ und griff zu einem Gegenstand, der, wie sich später herausstellte, nur eine Spielzeugpistole war. Ein Jahr zuvor gelangte Marquez ebenfalls in die Schlagzeilen, weil sie öffentlich über Belästigung am Set sprach und anprangerte, dass sie während ihrer Drehzeit Opfer von Sexismus und Rassismus wurde.

Doris Gallart 1. September 2018
Die deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin Doris Gallart verstarb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren in München. Nach ihrer Ausbildung in Ballett und Pantomime an der Folkwangschule in Essen studierte sie Schauspiel, Gesang und Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg. 1957 spielte sie in ihrem ersten Kinofilm "Herz ohne Gnade" und war zuletzt 2017 in einer Episode der TV-Krimiserie "Soko Wismar" zu sehen. Außerdem stand sie in verschiedenen Theatern bundesweit auf der Bühne und war mehrfach auch in der ARD-TV-Vorabend-Reihe "Hubert und Staller" zu sehen gewesen.

Jacqueline Pearce 3. September 2018
Die 1943 geborene britische Schauspielerin Jacqueline Pearce erlag einem Krebsleiden. Sie studierte Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art in London und am Actors Studio in New York. Ihre Schauspielkarriere begann sie 1964 mit Auftritten in der Fernsehserie "Danger Man". Ihre bekannteste Rolle war die der „Supreme Commander Servalan“ in der britischen Science-Fiction-Fernsehserie "Blake’s 7", die sie von 1978 bis 1981 in 28 Folgen verkörperte. Anschließend wirkte sie in Filmen wie "Ein erfolgreicher Mann", "Prinzessin Caraboo" und "Die unerwarteten Talente der Mrs. Pollifax" mit, bevor sie 2006 ihre Schauspielkarriere beendete.

Helmut Merker 3. September 2018
Der langjährige WDR-Redakteur und Filmpublizist Helmut Merker, der stets das Kino abseits des Mainstreams verteidigte, verstarb im Alter von 76 Jahren in Berlin. Der Cineast hatte eigentlich beim Filmfest in Venedig sein wollen. Autorenfilm hat er geliebt, das Kino abseits des Mainstreams verteidigt und gefördert hat, über Jahrzehnte. Seine Sprache als Autor evozierte die Bilder, präzise, knapp und gerne auf Zeile. "Wir wollen keine Filme in Rosa – wir wollen sie in der Farbe des Bluts“, waren einer seiner letzten Worte.

Bill Daily 4. September 2018
Als Major Roger Healey wurde er an der Seite von Barbara Eden und Larry Hagman in der erfolgreichen US-Serie "Bezaubernde Jeannie" (1965-1970) bekannt. Im Alter von 91 Jahren verstarb der US-Schauspieler Bill Daily in Santa Fe, New Mexico. Bill Daily war dreimal verheiratet. Er hinterließ zwei adoptierte und ein leibliches Kind. Zuletzt stand er 2010 für "Horrorween" vor der Kamera.

Burt Reynolds 6. September 2018
Der in Michigan geborene US-Schauspieler Burt Reynolds verstarb nach einem Herzstillstand mit 82 Jahren in einem Krankenhaus in Florida. Vor allem in den 70er- und 80er-Jahren galt Reynolds in Hollywood als Kassenmagnet. Thriller wie "Beim Sterben ist jeder der Erste" und "Ein ausgekochtes Schlitzohr" wurden zu Hits. Einen Oscar gewann er nie, für seine Rolle als Pornofilm-Produzent in "Boogie Nights" 1998 aber einen Golden Globe als bester Nebendarsteller. Mit seinem markanten Schnauzbart avancierte er damals zum Sexsymbol. Ein hüllenloser Auftritt auf einem Bärenfell im "Cosmopolitan" machte ihn 1972 als erster Mann nackter Mann in einer Zeitschrift weltweit zum Gespräch. Neben Millionen-Gagen gehörten aber zum Wechselbad in seinem Leben auch Bankrotterklärungen und eine Schlammschlacht-Scheidung von Kollegin Loni Anderson. Später betrieb er eine Schauspielschule in Florida, wo er sich niedergelassen hatte. Zuletzt sollte Reynolds neben Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Al Pacino in Quentin Tarantinos Film "Once Upon A Time in Hollywood" über den Sektenanführer Charles Manson mitwirken, dessen Dreharbeiten im vollen Gange sind und der Mitte 2019 erscheinen soll.

Daniel Küblböck 9. September 2018
Der ehemalige DSDS-Star sprang vermutlich in Selbstmordabsicht von Bord eines Kreuzfahrtschiffes und ist wahrscheinlich, trotz umgehender Suche, die erst am nächsten Tag ergebnislos abgebrochen wurde, schon nach kurzer Zeit in dem nur 10°C kalten Meer, in dem auch die Titanic versank, ertrunken. Eigentlich sollte der 33-jährige Niederbayer, der vor über 15 Jahren schlagartig in den Medien bekannt wurde, wenige Tage später in Berlin bei einem Konzert auftreten. Als schriller Paradiesvogel, mit verrückter Kleidung und extravaganten Frisuren, brachte es der damals 17-Jährige in der ersten Staffel der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" zu deutschlandweiter Bekanntheit. In dem an der Kinokasse gefloppten, halbdokumentarischen Film "Daniel, der Zauberer" spielte sich Daniel Küblböck 2004 selbst. Nachdem der Castingshow-Ruhm verblasst war, machte er als Unternehmer von sich reden und wurde im Solarbusiness mit seiner Firma "Positive Energie GmbH" nach eigenen Angaben zum Millionär.

Rachid Taha 12. September 2018
Der 1958 geborene Rachid Taha war ein algerisch-französischer Sänger und Musiker, der den Großteil seines Lebens in Frankreich ansässig war. Stilistisch integrierte er arabische Einflüsse mit House, Techno, Rock, Punk und Raï. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen eine Neufassung des maghrebinischen 1970er-Schlagers Ya Rayah sowie das Lied Barra, Barra, das unter anderem in dem Film Black Hawk Down und dem Computerspiel Far Cry 2 verwendet wurde.

Horst Bosetzky 16. September 2018
Der 1946 in Berlin geborene und gestorbene Horst Otto Oskar Bosetzky war deutscher Soziologe und Schriftsteller. Er wurde einer breiteren Öffentlichkeit vor allem durch seine Kriminalromane bekannt, von denen "Einer von uns beiden" (1972), Regie: Wolfgang Petersen und "Kein Reihenhaus für Robin Hood" (1979) verfilmt wurden. In den 1980er-Jahren verfasste er auch Drehbücher für das Fernsehen, unter anderem für Serien.

Ottokar Runze 22. September 2018
Der Film- und Theaterregisseur Ottokar Runze ist tot. Der mehrfach preisgekrönte Filmproduzent und langjähriges Mitglied unseres Filmverbandes verstarb im Kreis seiner Familie in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Der 93-Jährige hatte mit Filmen wie "Im Namen des Volkes" und "Der Lord von Barmbeck" (1974) unter anderem zwei Deutsche Filmpreise und einen Silbernen Bären gewonnen. Der gebürtige Berliner trat vor wenigen Jahren noch im Steglitzer Schlossparktheater auf und hatte bis zuletzt noch Lesungen in Neustrelitz bestritten.

Gary Kurtz 23. September 2018
Der in Los Angeles, Kalifornien geborene US-Filmproduzent verstarb im Alter von 78 Jahren in London an Krebs. Bekannt wurde Gary Kurtz durch seine Zusammenarbeit mit Regisseur George Lucas. Mit „American Graffiti“ schafften die beiden 1973 ihren Durchbruch. Seine größten Erfolge hatte Kurtz als Produzent der ersten beiden Star-Wars-Filme „Krieg der Sterne“ (1977) und „Das Imperium schlägt zurück“ (1980). Nachdem er sich mit Lucas überworfen hatte, trennten sich ihre Wege. Kurtz produzierte jedoch weitere Filme wie „Der dunkle Kristall“, „Slipstream“ und „Ein ehrenwerter Diebstahl“.

Ignaz Kirchner 26. September 2018
Der in Wuppertal geborene Theater- und Filmschauspieler Ignaz Kirchner verstarb nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren, wie das Wiener Burgtheater bekannt gab, dessen Ensemblemitglied Kirchner erstmals ab 1978 unter der Leitung von Claus Peymann war und zum zweiten Mal ab 1997. Kirchner spielte in fast allen großen Inszenierungen des Hauses. Zudem war er in den Filmen "Sonnenallee" und "NVA" von Detlef Buck (Drehbuch) und Leander Haußmann (Regie) zu sehen.

Joe Masteroff 28. September 2018
Der in Philadelphia, Pennsylvania geborene amerikanische Dramatiker, verstarb im Alter von 98 Jahren in Englewood, New Jersey. Zuletzt lebte der Autor des Erfolgsmusicals "Cabaret" in einem Altersheim für Kunstschaffende in der Nähe von New York. Masteroff hatte 1966 das Buch zu "Cabaret" geschrieben, John Kander und Fred Ebb waren für die Musik verantwortlich. Die Verfilmung mit Liza Minelli in der Hauptrolle wurde ein Welterfolg und gewann acht Oscars. Die Handlung mit Themen wie Bisexualität und Antisemitismus war damals revolutionär.

++++++++++++++

Weiter geht's auf Seite fünf
mit Charles Aznavour, der am 1. Oktober 2018 verstarb.

Charles Aznavour 1. Oktober 2018
Der Altmeister des französischen Chansons, Charles Aznavour, verstarb mit 94 Jahren in seinem Haus in der Provence. Der Sänger mit armenischen Wurzeln wurde mit Liedern wie "La Boheme" und "Emmenez-moi" berühmt. Deutsche Fans begeisterte er auch mit Titeln wie "Du lässt dich geh'n" und "La Mamma". Noch in diesem Jahr war Aznavour auf Tournee gewesen. Nach einem Sturz im Mai musste er aber Konzerte unter anderem in Regensburg und Köln absagen. Er litt an den Folgen eines Oberarmbruchs und mied seitdem die Öffentlichkeit. Geboren wurde Aznavour am 22. Mai 1924 in Paris im Quartier Latin. Schon als Neunjähriger sang er im Restaurant seiner armenischen Eltern. Entscheidend für seine Karriere war die Begegnung mit Edith Piaf, die 1946 auf ihn aufmerksam wurde und ihn auf eine Tournee durch Frankreich und die USA mitnahm. Aznavour komponierte über 1300 Chansons und verkaufte mehr als 180 Mio. Platten. Der Durchbruch zum Schauspieler gelang ihm 1960 mit "Schießen Sie auf den Pianisten" von Truffaut. In Schlöndorffs Verfilmung von "Die Blechtrommel" spielte er den Spielzeugwarenhändler.

Audrey Wells 4. Oktober 2018
Die 58-Jährige US-amerikanische Drehbuchautorin und Regisseurin Audrey Wells ("Unter der Sonne der Toskana") verlor ihren fünf Jahre langen Kampf gegen den Krebs. Wells schrieb unter anderem die Drehbücher für "Lügen haben lange Beine" mit Uma Thurman und den Liebesfilm "Darf ich bitten?" mit Jennifer Lopez und Richard Gere. Wells letzter Einfluss auf die Filmwelt wird im Januar 2019 in den deutschen Kinos zu sehen sein, wenn das Drama "The Hate U Give" gezeigt wird.

Montserrat Caballé 6. Oktober 2018
Die weltberühmte Opernsängerin Montserrat Caballé verstarb im Alter von 85 Jahren im Hospital de la Santa Creu i Sant Pau in Barcelona. Bereits seit Mitte September soll die füllige Operndiva laut der international bekannten spanischen Tageszeitung "El Pais" in der Klinik gewesen sein. Nach einem Sturz vor einigen Jahren konnte die zweifache Mutter und Großmutter kaum noch gehen. Dennoch trat sie noch einmal am 14. April 2018, zwei Tage nach ihrem 85. Geburtstag, im Rollstuhl sitzend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ihrer Tochter Montserrat Martí (45) auf. Montserrat Caballé zählt zu den bedeutendsten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Bewundert wurde sie für ihre Vokaltechnik und ihre Interpretationen des Belcanto-Repertoires (Opern von Bellini, Donizetti und Rossini). Bekannt war sie auch für den Song "Barcelona" zu den Olympischen Spielen 1992. Er stammt aus dem gleichnamigen Album, das sie zusammen mit Freddie Mercury (1946-1991) aufgenommen hatte, der ein großer Bewunderer von Caballé war. Ein beeindruckendes Biopic von Regisseur Bryan Singer über den ehemaligen Leadsänger der Rockgruppe "Queen" kam am 31. Oktober 2018 unter dem Titel "Bohemian Rhapsody" in die Kinos.

Scott Wilson 6. Oktober 2018
Der US-amerikanischer Schauspieler Scott Wilson verstarb im Alter von 76 Jahren nach Komplikationen bei einer Leukämie-Erkrankung. Seit 1967 spielte der Schauspieler in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit. So hatte er Rollen in Filmen wie "Der große Gatsby" und im Horrorstreifen "Behind the Mask". Der kanadische Filmregisseur und Filmproduzent Norman Jewison entdeckte und besetzte ihn als Mordverdächtigen in seinem bekannten Film "In der Hitze der Nacht". Einem jüngeren und breiteren Publikum wurde er als Farmer Hershel Greene in der TV-Serie "The Walking Dead" bekannt.

Peggy McCay 7. Oktober 2018
33 Jahre alt war Peggy McCay als ihre Karriere in der amerikanischen Seifenoper „Days of our Lives“ (in Deutschland bekannt als „Zeit der Sehnsucht“) begann. Über Jahrzehnte übte sie die Rolle der Caroline Brady in der US-Serie aus. Zwei Jahre nach ihrem Ausstieg aus der Seifenoper verstarb sie nun mit 90 Jahren. Neben „Zeit der Sehnsucht“ war Peggy McCay auch in weiteren US-amerikanischen Fernsehserien zu sehen, wie zum Beispiel in „Cagney & Lacey“ und in „Die Fälle der Rosie O'Neill“. Für ihre Performance in letzterer gewann sie 1990 einen Emmy.

Arnold Kopelson 8. Oktober 2018
Arnold Kopelson, Produzent von Oscarprämierten Filmen wie "Platoon" und "Auf der Flucht", verstarb laut Angabe seiner langjährigen Ehefrau und Geschäftspartnerin Anne Kopelson im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills. Oliver Stones Vietnam-Film "Platoon", den Kopelson mit europäischer Hilfe finanzierte, holte 1987 vier Oscars, darunter auch die Trophäe als bester Film für den Produzenten. Danach realisierte er "Triumph des Geistes".

Paul Allen 15. Oktober 2018
Der 65-jährige US-Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen starb an den Folgen einer Lymphdrüsenkrebserkrankung. Der Technologie-Pionier hatte den Software-Konzern 1975 zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates gegründet. Allen war maßgeblich daran beteiligt, dem Computerriesen IBM für den ersten Personal-Computer ein Betriebssystem zu beschaffen, das als MS-DOS die Basis für den Erfolg von Microsoft legte. Schon acht Jahre später verließ er Microsoft im Jahre 1983 wieder. Erst 1985 wurde mit Windows 1.0 eine grafische Benutzeroberfläche, englisch Graphical User Interface (GUI) eingeführt und von Xerox lizenziert. Sie ist die Basis für viele heutige, modernisierte Computeranwendungen auch im Film- und TV-Bereich geblieben.

James Karen 23. Oktober 2018
Der für Charakterrollen in Filmen wie "Poltergeist" und "Wall Street" bekannte US-Schauspieler James Karen verstarb im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Los Angeles, teilte sein Freund Bruce Goldstein mit. Der ganz große Durchbruch blieb ihm verwehrt, doch konnte Karen auf eine lange und vielfältige Karriere mit Auftritten in Hunderten Filmen und TV-Produktionen zurückblicken. In seiner bekanntesten Rolle verkörperte er im Jahre 1982 den berüchtigten Immobilienmakler Mr. Teague in dem Horrorklassiker "Poltergeist". Zuletzt wirkte er 2012 in "The Butterfly Room" mit. Bekannter war jedoch sein Auftritt in David Lynchs "Mulholland Drive" als Wally Brown im Jahre 2001.

Ingo Insterburg 27. Oktober 2018
Der Schauspieler und Liedermacher Ingo Insterburg, Namensgeber der Band Insterburg & Co., die er Ende der Sechziger gemeinsam mit dem Comedian Karl Dall, dem Schauspieler Jürgen Barz und dem Autor Peter Ehlebracht gegründet hatte, verstarb mit 84 Jahren an Darmkrebs in einem Berliner Hospiz. Damals, als es den Begriff "Stand-up-Comedy" in Deutschland noch nicht gab, erlangte die Band Kultstatus mit einem neuen Typ von Unterhaltung: Blödelmusik und Parodien für den einfachen Humor. Damit war sie Vorbild für Künstler wie Otto Waalkes und Mike Krüger. Bekanntestes Lied der Band war das von Insterburg vorgetragene "Ich liebte ein Mädchen aus...", das er in einem Endlosreim vortrug. Doch nicht nur musikalisch war er bekannt, auch in vier Spielfilmen wirkte er mit, darunter waren mit "Quartett im Bett" und "Chapeau Claque" zwei Werke von Ulrich Schamoni. Zudem wohnte er seinerzeit in West-Berlin in einer WG in der Uhlandstraße Zimmer an Zimmer mit dem inzwischen verstorbenen Schauspieler Klaus Kinski. Auch dessen Brecht-Balladen begleitete er musikalisch.

Sondra Locke 3. November 2018
Die US-Schauspielerin Sondra Locke, häufige Filmpartnerin und frühere Freundin von Clint Eastwood, verstarb im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Gleich für ihren ersten Film ("Das Herz ist ein einsamer Jäger") erhielt Locke 1969 eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. In "Der Texaner" spielte sie erstmals an der Seite von Clint Eastwood. Die beiden wurden ein Paar und drehten bis Mitte der 1980er-Jahre zahlreiche Filme zusammen.

Francis Lai 7. November 2018
Der in Nizza geborene französische Filmkomponist Francis Lai ist im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt verstorben. Für die weltberühmte Melodie zum Film "Love Story" (1970) erhielt er einen Oscar. Insgesamt hat er zu mehr als 100 Filmen Soundtracks komponiert. In den 1950er Jahren wurde er bekannt als kongenialer Akkordeon-Begleitmusiker von Édith Piaf. Für sie, wie auch für Juliette Gréco, Petula Clark, Ella Fitzgerald, Johnny Hallyday, Tom Jones, Nana Mouskouri, Mireille Mathieu und Frank Sinatra schrieb er zahlreiche Chansons.

Stan Lee 12. November 2018
Der Schöpfer der Marvel-Comics, Stan Lee, ist im Alter von 95 Jahren in Los Angeles verstorben. Der US-amerikanischer Comicautor und -Redakteur, der zusammen mit Zeichnern wie Jack Kirby und Steve Ditko für Marvel Comics eine Reihe von Superhelden schuf, wurde 1922 als Stanley Martin Lieber in New York geboren. Der Sohn aus Rumänien stammender Juden wurde im Alter von 17 Jahren der jüngste Redakteur im Comicbereich und schuf neben den bekannten Comic-Helden "Spiderman", "Captain America", Hulk, "X-Men" und "Black Panther" noch viele mehr. In den letzten Jahren wurden seine Figuren vor allem im Kino erfolgreich wiederbelebt.

Rolf Hoppe 14. November 2018
Im Alter von 87 Jahren verstarb der DEFA-Star Rolf Hoppe im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Dresden. Seinen Durchbruch hatte der DDR-Star mit dem 1982 oscarprämierten Spielfilm „Mephisto“ von Istvan Szabo. Hoppe, der lange als „Bösewicht vom Dienst“ galt, stellte dort Hermann Göring dar. Auch im ARD-„Tatort“ war er mehrmals zu sehen. Bekannt war Hoppe auch aus Václav Vorlíčeks Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973), eine DEFA-Produktion in Kooperation mit der damaligen ČSSR entstanden war. Zu den geschätzten 200 Filmrollen kamen noch um die 200 Bühnenrollen hinzu, denen er seine charakteristische leise, gemütvolle und zugleich gefährlich wirkende Stimme geliehen hat. Für sein Lebenswerk wurde er 2015 mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet.

Morten Grunwald 14. November 2018
Der im Dezember 1934 geborene dänische Schauspieler und Regisseur Morten Grunwald, Sohn eines deutschen Holzschnitzers, wurde vor allem als Benny ab 1968 in den 14 Filmen der Olsenbande international bekannt. In den 70er Jahren inszenierte er in Kopenhagen Stücke von Samuel Beckett. Von November 2017 bis Juni 2018 war er ebenfalls mit einem Beckett-Programm mit insgesamt 16 Aufführungen an der Volksbühne Berlin zu sehen. Im Oktober 2018 gab er bekannt unheilbar an Lungenkrebs erkrankt zu sein. Einen Monat später verstarb er mit 83 Jahren in einem dänischen Hospiz.

Richard Lormand 14. November 2018
Der Filmliebhaber, US-Publizist und Produzent verstarb in Paris an Krebs im Alter von 56 Jahren. Er war für den Art-House-Bereich seit mehr als 25 Jahren tätig. Die Liste der vielen Filme, die er produzierte oder über seine Agentur FilmPressPlus förderte, würde hier den Rahmen sprengen.

William Goldman 16. November 2018
Der US-amerikanischer Drehbuchautor und Schriftsteller und zweifache Oscar-Preisträger, William Goldman, verstarb im Alter von 87 Jahren in Manhattan. Goldman wuchs in einer jüdischen Familie im Umland von Chicago auf und absolvierte den Master of Arts (M.A.) 1956 an der Columbia University in New York. Zeit seines Lebens schrieb er mehr Kinoklassiker als jeder andere. Er erfand die postmoderne Fantasy. Mit Werken wie "Butch Cassidy", "Marathon-Mann" oder dem Watergate-Politthrille "Die Unbestechlichen" galt William Goldman als einer der wichtigsten Drehbuchautoren des New Hollywood.

Pablo Ferro 16. November 2018
Der kubanische Filmemacher Pablo Ferro, der vor allem durch seine Film-Intros bekannt wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren, wie seine Familie mitteilte. "Wir sind zutiefst betrübt darüber, dass die Titeldesignlegende Pablo Ferro gestorben ist", schrieben seine Angehörigen beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Witold Sobociński 19. November 2018
Der 1929 geborene Kameramann Witold Sobociński, verstarb kurz nach dem diesjährigen Besuch des Camerimage Filmfestivals in Bydgoszcz, auf dem er 1994 für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden war. Sobociński beendete 1955 sein Studium an der renommierten Filmhochschule Łódź, an der er selbst ab 1980 Kameraleute ausbildete. Berühmt wurden vor allem seine Arbeiten für Andrzej Wajda und Roman Polański. Darunter waren Werke wie: "Hände hoch!" (Ręce do góry - 1967) – Regie: Jerzy Skolimowski, "Frantic" (1988) – Regie: Roman Polański und "Das letzte U-Boot" (1990) – Regie: Frank Beyer.

Eimuntas Nekrošius 20. November 2018
Der litauische Opern- & Theaterregisseur sowie Schauspieler verstarb im Alter von 65 Jahren in Vilnius. Nach einer Reise habe er über Unwohlsein geklagt. 1978 absolvierte Nekrošius das Studium am Institut für Theaterkunst in Moskau. Für Aufsehen sorgte er mit Inszenierungen von Tschechow-Stücken mit denen er auch im Westen gastierte. In Berlin war er 1997 mit "Hamlet" im Hebbeltheater.

Nicolas Roeg 24. November 2018
Nicolas Roeg, der britischer Filmregisseur und Kameramann verstarb im Alter von 90 Jahren. Er hatte sich zunächst als Kameramann einen Ruf erworben. Bei seinem Regiedebüt 1970 war Roeg bereits 23 Jahre im Filmgeschäft tätig. Roegs bekanntestes Werk ist der Film "Wenn die Gondeln Trauer tragen" aus dem Jahr 1973. Seine Arbeiten fanden bei Filmkritikern Beifall, unter anderem für seinen Gebrauch der visionären, fast zufälligen, Cut-up-Montage-Technik im Drama "Walkabout" (1971). Weitere bekannte Werke von ihm waren "Der Mann der vom Himmel fiel" und "The Witches".

Ricky Jay 24. November 2018
Der amerikanische Zauberkünstler, Schauspieler und Autor, der als Richard Jay Potash in New York zur Welt kam, ist in Los Angeles im Alter von 70 Jahren gestorben. Der viel gefragte Experte für die Geschichte der Zauberkunst, ist Kinogängern u.a. als Terrorist Henry Gupta aus dem James-Bond-Film "Der Morgen stirbt nie" bekannt. Auch in den Dramen "Boogie Nights", "Magnolia" und der Fernsehserie "Akte X" hatte er Auftritte. Jay begann früh mit Zaubertricks und trat damit bereits in den 1960er Jahren in New York auf. Seine Spezialität waren Kartentricks.

Bernardo Bertolucci 26. November 2018
Die Italienische Regie-Legende Bernardo Bertolucci verstarb nach langem Krebsleiden im Alter von 77 Jahren in Rom. Zwischen 1962 und 2012 inszenierte der bekennende Marxist 16 Spielfilme. Sein dem Geheimnis verpflichteter Erzählstil ist oft opernhaft und melodramatisch und lässt Mehrdeutigkeiten viel Raum. Bertolucci inszeniert vielfach Bezugnahmen auf Musik, Malerei und Literatur. Zu seinen meistbeachteten Werken gehören der Skandalfilm "Der letzte Tango in Paris", "Der große Irrtum/Der Konformist", "1900" sowie "Der letzte Kaiser". Letzterer war ein Monumental-Film aus dem Jahre 1987 und wurde zum Welterfolg sowie mit neun Oscars ausgezeichnet. Auch die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes und der Goldene Löwe der Filmfestspiele in Venedig zählen zu Bertoluccis Trophäen. Sein aller letzter Film, „Ich und Du“ (2012), erzählt von einem Teenager und seiner älteren Halbschwester, die sich im Keller eines Mietshauses verstecken und dort erst richtig kennenlernen. Das nach dem Roman von Niccolò Ammaniti gedrehte Werk schaffte es kaum mehr in deutsche Kinos. Die große Zeit europäischer Kino-Revolutionäre war vorbei.

Stephen Hillenburg 26. November 2018
Stephen Hillenburg, der Erfinder der beliebten Zeichentrickserie "SpongeBob Schwammkopf" verstarb im Alter von 57 Jahren an der Nervenkrankheit ALS, wie der der Sender Nickelodeon mitteilte. In seinem Studium und als Lehrer für Meeresbiologie beschäftigte Hillenburg sich mit der Tier- und Pflanzenwelt der Ozeane, 1992 machte er in Kalifornien einen Abschluss in Animation. "SpongeBob Schwammkopf" ging in den USA erstmals 1999 auf Sendung. Die Serie spielt in der am Meeresgrund gelegenen Stadt Bikini Bottom.

Geoff Murphy 3. Dezember 2018
Der neuseeländische Filmregisseur und Drehbuchschreiber Geoff Murphy verstarb im Alter von 80 Jahren. Der frühere Lehrer hatte unter anderem als zweiter Regisseur an der Trilogie "Herr der Ringe" von Peter Jackson mitgearbeitet, die zu großen Teilen in Neuseeland entstand. Murphy, der aus der Theaterszene kam, hatte sich mit Filmen Anfang der 1980er Jahre über seine Heimat hinaus einen Namen gemacht. Das Roadmovie "Mach's gut, Pork Pie" (1981) hat in dem Pazifikstaat heute Kultstatus. International bekannt wurde er erst 1992 durch seinen SciFi-Thriller "Freejack – Geisel der Zukunft".

Werner Dütsch 4. Dezember 2018
Wie die Duisburger Filmwoche mitteilte, verstarb der ehemalige WDR Redakteur Werner Dütsch - Förderer, Produzent und Koproduzent vieler Filme etwa von Hartmut Bitomsky und James Benning, von Volker Koepp und Harun Farocki. Von 2004 bis 2010 war er zudem Mitglied der Auswahlkommission des deutschsprachigen Dokumentarfilm-Festivals. Dütsch war Dozent an der Kunsthochschule für Medien Köln und an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie Autor mehrerer Filmbücher.

Penny Marshall 17. Dezember 2018
Die US-amerikanische Filmregisseurin, Filmproduzentin und Schauspielerin Penny Marshall verstarb im Alter von 75 Jahren in L.A. an den Folgen ihrer schweren Diabetes Erkrankung. Die Regisseurin, die einen Instinkt für Situationskomik hatte, wurde in der New Yorker Bronx als Tochter des Produzenten Tony Marshall geboren. Ihr Bruder war der Regisseur Garry Marshall, der unter anderem die Erfolgsromanze “Pretty Woman„ mit Julia Roberts und Richard Gere drehte. Erfolgreich war Penny Marshall zunächst als Schauspielerin in der TV-Sitcom “Laverne and Shirley„ (1976-1983), bevor sie 1986 mit “Jumpin’ Jack Flash„ mit Whoopi Goldberg ihr Regie-Debüt gab. Ihr wohl bekanntester Film ist “Big„ aus dem Jahr 1988. Die Komödie verhalf Tom Hanks zum Durchbruch in Hollywood und spielte als erster von einer Frau gedrehter Film in den USA mehr als 100 Millionen Dollar ein. Später drehte sie das Drama “Zeit des Erwachens„ mit Robert De Niro und Robin Williams und “Eine Klasse für sich„ mit Hanks, Geena Davis und Madonna.

Galt MacDermot 17. Dezember 2018
Einen Tag vor seinem 90. Geburtstag verstarb der kanadische Komponist Galt MacDermot, Schöpfer des Hippie-Musicals "Hair", das im April 1968 Premiere am Broadway in New York Premiere feierte. 1979 verfilmte aufwendig der in die Vereinigten Staaten emigrierte tschechoslowakische Regisseur Miloš Forman das Stück, dessen Songs "Age of Aquarius" und "Let the Sunshine in" zu Hymnen der Flower-Power-Generation wurden. Beeinflusst vom Rock’n’Roll der Zeit, propagierten damals junge Menschen auf der Bühne freie Liebe, Drogenkonsum und im Angesicht des Vietnamkrieges auch Kriegsdienstverweigerung. "Hair" ist eines der erfolgreichsten, und immer wieder gespielten Musicals überhaupt und gilt als Meilenstein der Popkultur der späten 1960er Jahre.

Norman Gimbel 19. Dezember 2018
Der US-amerikanische Songschreiber Norman Gimbel, der die Texte zu Klassikern wie "The Girl from Ipanema" oder "Killing Me Softly with His Song" verfasste, verstarb im Alter von 91 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Kalifornien. Der 1927 in New York im Stadtteil Brooklyn geborene Gimbel gewann zusammen mit dem Komponisten David Shire einen Oscar der Academy Awards für den besten Originalsong für "It Goes Like It Goes" von Jennifer Warnes im Film "Norma Rae" von 1979. Schon 1973 hatte er zusammen mit seinem langjährigen Komponisten-Mitarbeiter Charles Fox für "Killing Me Softly" von Roberta Flack den Grammy für den besten Song des Jahres gewonnen. Auch für seine Songs "I Got a Name" und "Happy Days" wurde er mit Grammys ausgezeichnet. 1984 wurde Gimbel als Mitglied in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Angelika Gruber 24. Dezember 2018
Die Schittmeisterin Angelika Gruber, die zweite Frau von Regisseur Volker Schlöndorff, verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Schlöndorff hatte die sie bei der Arbeit an dem Film "Die Fälschung" 1981 kennengelernt, seit 1991 waren sie ein Paar und haben gemeinsam auch eine Tochter. Von 1971 bis 1991 war Schlöndorff mit Margarethe von Trotta verheiratet.

Amos Oz 28. Dezember 2018
Der israelische Autor und Friedensaktivist Amos Oz verstarb im Alter von 79 Jahren in Jerusalem an einem Krebsleiden. "Er war einer der größten Schriftsteller Israels und bekanntesten Stimmen des Landes", twitterte die israelische Botschaft in Berlin. Amos Oz veröffentlichte insgesamt mehr als 30 Bücher, darunter 15 Romane wie "Der dritte Zustand", "Mein Michael", "Black Box" und "Allein das Meer" sowie Erzählbände und Essays. Seine Erinnerungen "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" wurde 2002 mit Natalie Portman verfilmt, sein Werk in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

June Whitfield 28. Dezember 2018
Die britische Schauspielerin June Rosemary Whitfield, die besonders in Großbritannien für ihre Arbeit im Radio und in Sitcoms bekannt war, verstarb in London im Alter von 93 Jahren. Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Radiosendung "Take It From Here" im Jahr 1953. Von 1992 bis 2011 war Whitfield in der TV-Sitcom "Absolutely Fabulous" als Mutter von Edina Monsoon, genannt Grandma oder auch Granny, zu sehen, womit sie auch beim deutschen Publikum bekannt wurde. "June Whitfield war der Polarstern der britischen Comedy. Ihre spektakuläre Karriere ist einmalig in ihrer Dauerhaftigkeit", hieß es bei der BBC. Mit 92 Jahren war ihr der Titel "Dame" verliehen worden.

Quellen: Filmecho | Tagesspiegel | 3sat | Blickpunkt:Film | dpa | N24 | Wikipedia | SZ | RP Online | Focus | Spiegel | Die Zeit | Passauer Neue Presse | Berliner Zeitung | Stuttgarter Nachrichten | u.a.

Eine umfassende Übersicht von weiteren verstorbenen Persönlichkeiten listet Wikipedia unter dem Eintrag Nekrolog 2018 auf.



Seiten: Vorige Seite | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | Nächste Seite | Alle

Anzeige

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!