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Nachrufe zum Totensonntag 2018

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Charles Aznavour 1. Oktober 2018
Der Altmeister des französischen Chansons, Charles Aznavour, verstarb mit 94 Jahren in seinem Haus in der Provence. Der Sänger mit armenischen Wurzeln wurde mit Liedern wie "La Boheme" und "Emmenez-moi" berühmt. Deutsche Fans begeisterte er auch mit Titeln wie "Du lässt dich geh'n" und "La Mamma". Noch in diesem Jahr war Aznavour auf Tournee gewesen. Nach einem Sturz im Mai musste er aber Konzerte unter anderem in Regensburg und Köln absagen. Er litt an den Folgen eines Oberarmbruchs und mied seitdem die Öffentlichkeit. Geboren wurde Aznavour am 22. Mai 1924 in Paris im Quartier Latin. Schon als Neunjähriger sang er im Restaurant seiner armenischen Eltern. Entscheidend für seine Karriere war die Begegnung mit Edith Piaf, die 1946 auf ihn aufmerksam wurde und ihn auf eine Tournee durch Frankreich und die USA mitnahm. Aznavour komponierte über 1300 Chansons und verkaufte mehr als 180 Mio. Platten. Der Durchbruch zum Schauspieler gelang ihm 1960 mit "Schießen Sie auf den Pianisten" von Truffaut. In Schlöndorffs Verfilmung von "Die Blechtrommel" spielte er den Spielzeugwarenhändler.

Audrey Wells 4. Oktober 2018
Die 58-Jährige US-amerikanische Drehbuchautorin und Regisseurin Audrey Wells ("Unter der Sonne der Toskana") verlor ihren fünf Jahre langen Kampf gegen den Krebs. Wells schrieb unter anderem die Drehbücher für "Lügen haben lange Beine" mit Uma Thurman und den Liebesfilm "Darf ich bitten?" mit Jennifer Lopez und Richard Gere. Wells letzter Einfluss auf die Filmwelt wird im Januar 2019 in den deutschen Kinos zu sehen sein, wenn das Drama "The Hate U Give" gezeigt wird.

Montserrat Caballé 6. Oktober 2018
Die weltberühmte Opernsängerin Montserrat Caballé verstarb im Alter von 85 Jahren im Hospital de la Santa Creu i Sant Pau in Barcelona. Bereits seit Mitte September soll die füllige Operndiva laut der international bekannten spanischen Tageszeitung "El Pais" in der Klinik gewesen sein. Nach einem Sturz vor einigen Jahren konnte die zweifache Mutter und Großmutter kaum noch gehen. Dennoch trat sie noch einmal am 14. April 2018, zwei Tage nach ihrem 85. Geburtstag, im Rollstuhl sitzend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ihrer Tochter Montserrat Martí (45) auf. Montserrat Caballé zählt zu den bedeutendsten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Bewundert wurde sie für ihre Vokaltechnik und ihre Interpretationen des Belcanto-Repertoires (Opern von Bellini, Donizetti und Rossini). Bekannt war sie auch für den Song "Barcelona" zu den Olympischen Spielen 1992. Er stammt aus dem gleichnamigen Album, das sie zusammen mit Freddie Mercury (1946-1991) aufgenommen hatte, der ein großer Bewunderer von Caballé war. Ein beeindruckendes Biopic von Regisseur Bryan Singer über den ehemaligen Leadsänger der Rockgruppe "Queen" kam am 31. Oktober 2018 unter dem Titel "Bohemian Rhapsody" in die Kinos.

Scott Wilson 6. Oktober 2018
Der US-amerikanischer Schauspieler Scott Wilson verstarb im Alter von 76 Jahren nach Komplikationen bei einer Leukämie-Erkrankung. Seit 1967 spielte der Schauspieler in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit. So hatte er Rollen in Filmen wie "Der große Gatsby" und im Horrorstreifen "Behind the Mask". Der kanadische Filmregisseur und Filmproduzent Norman Jewison entdeckte und besetzte ihn als Mordverdächtigen in seinem bekannten Film "In der Hitze der Nacht". Einem jüngeren und breiteren Publikum wurde er als Farmer Hershel Greene in der TV-Serie "The Walking Dead" bekannt.

Peggy McCay 7. Oktober 2018
33 Jahre alt war Peggy McCay als ihre Karriere in der amerikanischen Seifenoper „Days of our Lives“ (in Deutschland bekannt als „Zeit der Sehnsucht“) begann. Über Jahrzehnte übte sie die Rolle der Caroline Brady in der US-Serie aus. Zwei Jahre nach ihrem Ausstieg aus der Seifenoper verstarb sie nun mit 90 Jahren. Neben „Zeit der Sehnsucht“ war Peggy McCay auch in weiteren US-amerikanischen Fernsehserien zu sehen, wie zum Beispiel in „Cagney & Lacey“ und in „Die Fälle der Rosie O'Neill“. Für ihre Performance in letzterer gewann sie 1990 einen Emmy.

Arnold Kopelson 8. Oktober 2018
Arnold Kopelson, Produzent von Oscarprämierten Filmen wie "Platoon" und "Auf der Flucht", verstarb laut Angabe seiner langjährigen Ehefrau und Geschäftspartnerin Anne Kopelson im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills. Oliver Stones Vietnam-Film "Platoon", den Kopelson mit europäischer Hilfe finanzierte, holte 1987 vier Oscars, darunter auch die Trophäe als bester Film für den Produzenten. Danach realisierte er "Triumph des Geistes".

Paul Allen 15. Oktober 2018
Der 65-jährige US-Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen starb an den Folgen einer Lymphdrüsenkrebserkrankung. Der Technologie-Pionier hatte den Software-Konzern 1975 zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates gegründet. Allen war maßgeblich daran beteiligt, dem Computerriesen IBM für den ersten Personal-Computer ein Betriebssystem zu beschaffen, das als MS-DOS die Basis für den Erfolg von Microsoft legte. Schon acht Jahre später verließ er Microsoft im Jahre 1983 wieder. Erst 1985 wurde mit Windows 1.0 eine grafische Benutzeroberfläche, englisch Graphical User Interface (GUI) eingeführt und von Xerox lizenziert. Sie ist die Basis für viele heutige, modernisierte Computeranwendungen auch im Film- und TV-Bereich geblieben.

James Karen 23. Oktober 2018
Der für Charakterrollen in Filmen wie "Poltergeist" und "Wall Street" bekannte US-Schauspieler James Karen verstarb im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Los Angeles, teilte sein Freund Bruce Goldstein mit. Der ganz große Durchbruch blieb ihm verwehrt, doch konnte Karen auf eine lange und vielfältige Karriere mit Auftritten in Hunderten Filmen und TV-Produktionen zurückblicken. In seiner bekanntesten Rolle verkörperte er im Jahre 1982 den berüchtigten Immobilienmakler Mr. Teague in dem Horrorklassiker "Poltergeist". Zuletzt wirkte er 2012 in "The Butterfly Room" mit. Bekannter war jedoch sein Auftritt in David Lynchs "Mulholland Drive" als Wally Brown im Jahre 2001.

Ingo Insterburg 27. Oktober 2018
Der Schauspieler und Liedermacher Ingo Insterburg, Namensgeber der Band Insterburg & Co., die er Ende der Sechziger gemeinsam mit dem Comedian Karl Dall, dem Schauspieler Jürgen Barz und dem Autor Peter Ehlebracht gegründet hatte, verstarb mit 84 Jahren an Darmkrebs in einem Berliner Hospiz. Damals, als es den Begriff "Stand-up-Comedy" in Deutschland noch nicht gab, erlangte die Band Kultstatus mit einem neuen Typ von Unterhaltung: Blödelmusik und Parodien für den einfachen Humor. Damit war sie Vorbild für Künstler wie Otto Waalkes und Mike Krüger. Bekanntestes Lied der Band war das von Insterburg vorgetragene "Ich liebte ein Mädchen aus...", das er in einem Endlosreim vortrug. Doch nicht nur musikalisch war er bekannt, auch in vier Spielfilmen wirkte er mit, darunter waren mit "Quartett im Bett" und "Chapeau Claque" zwei Werke von Ulrich Schamoni. Zudem wohnte er seinerzeit in West-Berlin in einer WG in der Uhlandstraße Zimmer an Zimmer mit dem inzwischen verstorbenen Schauspieler Klaus Kinski. Auch dessen Brecht-Balladen begleitete er musikalisch.

Sondra Locke 3. November 2018
Die US-Schauspielerin Sondra Locke, häufige Filmpartnerin und frühere Freundin von Clint Eastwood, verstarb im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Gleich für ihren ersten Film ("Das Herz ist ein einsamer Jäger") erhielt Locke 1969 eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. In "Der Texaner" spielte sie erstmals an der Seite von Clint Eastwood. Die beiden wurden ein Paar und drehten bis Mitte der 1980er-Jahre zahlreiche Filme zusammen.

Francis Lai 7. November 2018
Der in Nizza geborene französische Filmkomponist Francis Lai ist im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt verstorben. Für die weltberühmte Melodie zum Film "Love Story" (1970) erhielt er einen Oscar. Insgesamt hat er zu mehr als 100 Filmen Soundtracks komponiert. In den 1950er Jahren wurde er bekannt als kongenialer Akkordeon-Begleitmusiker von Édith Piaf. Für sie, wie auch für Juliette Gréco, Petula Clark, Ella Fitzgerald, Johnny Hallyday, Tom Jones, Nana Mouskouri, Mireille Mathieu und Frank Sinatra schrieb er zahlreiche Chansons.

Stan Lee 12. November 2018
Der Schöpfer der Marvel-Comics, Stan Lee, ist im Alter von 95 Jahren in Los Angeles verstorben. Der US-amerikanischer Comicautor und -Redakteur, der zusammen mit Zeichnern wie Jack Kirby und Steve Ditko für Marvel Comics eine Reihe von Superhelden schuf, wurde 1922 als Stanley Martin Lieber in New York geboren. Der Sohn aus Rumänien stammender Juden wurde im Alter von 17 Jahren der jüngste Redakteur im Comicbereich und schuf neben den bekannten Comic-Helden "Spiderman", "Captain America", Hulk, "X-Men" und "Black Panther" noch viele mehr. In den letzten Jahren wurden seine Figuren vor allem im Kino erfolgreich wiederbelebt.

Rolf Hoppe 14. November 2018
Im Alter von 87 Jahren verstarb der DEFA-Star Rolf Hoppe im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Dresden. Seinen Durchbruch hatte der DDR-Star mit dem 1982 oscarprämierten Spielfilm „Mephisto“ von Istvan Szabo. Hoppe, der lange als „Bösewicht vom Dienst“ galt, stellte dort Hermann Göring dar. Auch im ARD-„Tatort“ war er mehrmals zu sehen. Bekannt war Hoppe auch aus Václav Vorlíčeks Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973), eine DEFA-Produktion in Kooperation mit der damaligen ČSSR entstanden war. Zu den geschätzten 200 Filmrollen kamen noch um die 200 Bühnenrollen hinzu, denen er seine charakteristische leise, gemütvolle und zugleich gefährlich wirkende Stimme geliehen hat. Für sein Lebenswerk wurde er 2015 mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet.

Morten Grunwald 14. November 2018
Der im Dezember 1934 geborene dänische Schauspieler und Regisseur Morten Grunwald, Sohn eines deutschen Holzschnitzers, wurde vor allem als Benny ab 1968 in den 14 Filmen der Olsenbande international bekannt. In den 70er Jahren inszenierte er in Kopenhagen Stücke von Samuel Beckett. Von November 2017 bis Juni 2018 war er ebenfalls mit einem Beckett-Programm mit insgesamt 16 Aufführungen an der Volksbühne Berlin zu sehen. Im Oktober 2018 gab er bekannt unheilbar an Lungenkrebs erkrankt zu sein. Einen Monat später verstarb er mit 83 Jahren in einem dänischen Hospiz.

Richard Lormand 14. November 2018
Der Filmliebhaber, US-Publizist und Produzent verstarb in Paris an Krebs im Alter von 56 Jahren. Er war für den Art-House-Bereich seit mehr als 25 Jahren tätig. Die Liste der vielen Filme, die er produzierte oder über seine Agentur FilmPressPlus förderte, würde hier den Rahmen sprengen.

William Goldman 16. November 2018
Der US-amerikanischer Drehbuchautor und Schriftsteller und zweifache Oscar-Preisträger, William Goldman, verstarb im Alter von 87 Jahren in Manhattan. Goldman wuchs in einer jüdischen Familie im Umland von Chicago auf und absolvierte den Master of Arts (M.A.) 1956 an der Columbia University in New York. Zeit seines Lebens schrieb er mehr Kinoklassiker als jeder andere. Er erfand die postmoderne Fantasy. Mit Werken wie "Butch Cassidy", "Marathon-Mann" oder dem Watergate-Politthrille "Die Unbestechlichen" galt William Goldman als einer der wichtigsten Drehbuchautoren des New Hollywood.

Pablo Ferro 16. November 2018
Der kubanische Filmemacher Pablo Ferro, der vor allem durch seine Film-Intros bekannt wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren, wie seine Familie mitteilte. "Wir sind zutiefst betrübt darüber, dass die Titeldesignlegende Pablo Ferro gestorben ist", schrieben seine Angehörigen beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Witold Sobociński 19. November 2018
Der 1929 geborene Kameramann Witold Sobociński, verstarb kurz nach dem diesjährigen Besuch des Camerimage Filmfestivals in Bydgoszcz, auf dem er 1994 für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden war. Sobociński beendete 1955 sein Studium an der renommierten Filmhochschule Łódź, an der er selbst ab 1980 Kameraleute ausbildete. Berühmt wurden vor allem seine Arbeiten für Andrzej Wajda und Roman Polański. Darunter waren Werke wie: "Hände hoch!" (Ręce do góry - 1967) – Regie: Jerzy Skolimowski, "Frantic" (1988) – Regie: Roman Polański und "Das letzte U-Boot" (1990) – Regie: Frank Beyer.

Eimuntas Nekrošius 20. November 2018
Der litauische Opern- & Theaterregisseur sowie Schauspieler verstarb im Alter von 65 Jahren in Vilnius. Nach einer Reise habe er über Unwohlsein geklagt. 1978 absolvierte Nekrošius das Studium am Institut für Theaterkunst in Moskau. Für Aufsehen sorgte er mit Inszenierungen von Tschechow-Stücken mit denen er auch im Westen gastierte. In Berlin war er 1997 mit "Hamlet" im Hebbeltheater.

Nicolas Roeg 24. November 2018
Nicolas Roeg, der britischer Filmregisseur und Kameramann verstarb im Alter von 90 Jahren. Er hatte sich zunächst als Kameramann einen Ruf erworben. Bei seinem Regiedebüt 1970 war Roeg bereits 23 Jahre im Filmgeschäft tätig. Roegs bekanntestes Werk ist der Film "Wenn die Gondeln Trauer tragen" aus dem Jahr 1973. Seine Arbeiten fanden bei Filmkritikern Beifall, unter anderem für seinen Gebrauch der visionären, fast zufälligen, Cut-up-Montage-Technik im Drama "Walkabout" (1971). Weitere bekannte Werke von ihm waren "Der Mann der vom Himmel fiel" und "The Witches".

Ricky Jay 24. November 2018
Der amerikanische Zauberkünstler, Schauspieler und Autor, der als Richard Jay Potash in New York zur Welt kam, ist in Los Angeles im Alter von 70 Jahren gestorben. Der viel gefragte Experte für die Geschichte der Zauberkunst, ist Kinogängern u.a. als Terrorist Henry Gupta aus dem James-Bond-Film "Der Morgen stirbt nie" bekannt. Auch in den Dramen "Boogie Nights", "Magnolia" und der Fernsehserie "Akte X" hatte er Auftritte. Jay begann früh mit Zaubertricks und trat damit bereits in den 1960er Jahren in New York auf. Seine Spezialität waren Kartentricks.

Bernardo Bertolucci 26. November 2018
Die Italienische Regie-Legende Bernardo Bertolucci verstarb nach langem Krebsleiden im Alter von 77 Jahren in Rom. Zwischen 1962 und 2012 inszenierte der bekennende Marxist 16 Spielfilme. Sein dem Geheimnis verpflichteter Erzählstil ist oft opernhaft und melodramatisch und lässt Mehrdeutigkeiten viel Raum. Bertolucci inszeniert vielfach Bezugnahmen auf Musik, Malerei und Literatur. Zu seinen meistbeachteten Werken gehören der Skandalfilm "Der letzte Tango in Paris", "Der große Irrtum/Der Konformist", "1900" sowie "Der letzte Kaiser". Letzterer war ein Monumental-Film aus dem Jahre 1987 und wurde zum Welterfolg sowie mit neun Oscars ausgezeichnet. Auch die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes und der Goldene Löwe der Filmfestspiele in Venedig zählen zu Bertoluccis Trophäen. Sein aller letzter Film, „Ich und Du“ (2012), erzählt von einem Teenager und seiner älteren Halbschwester, die sich im Keller eines Mietshauses verstecken und dort erst richtig kennenlernen. Das nach dem Roman von Niccolò Ammaniti gedrehte Werk schaffte es kaum mehr in deutsche Kinos. Die große Zeit europäischer Kino-Revolutionäre war vorbei.

Stephen Hillenburg 26. November 2018
Stephen Hillenburg, der Erfinder der beliebten Zeichentrickserie "SpongeBob Schwammkopf" verstarb im Alter von 57 Jahren an der Nervenkrankheit ALS, wie der der Sender Nickelodeon mitteilte. In seinem Studium und als Lehrer für Meeresbiologie beschäftigte Hillenburg sich mit der Tier- und Pflanzenwelt der Ozeane, 1992 machte er in Kalifornien einen Abschluss in Animation. "SpongeBob Schwammkopf" ging in den USA erstmals 1999 auf Sendung. Die Serie spielt in der am Meeresgrund gelegenen Stadt Bikini Bottom.

Geoff Murphy 3. Dezember 2018
Der neuseeländische Filmregisseur und Drehbuchschreiber Geoff Murphy verstarb im Alter von 80 Jahren. Der frühere Lehrer hatte unter anderem als zweiter Regisseur an der Trilogie "Herr der Ringe" von Peter Jackson mitgearbeitet, die zu großen Teilen in Neuseeland entstand. Murphy, der aus der Theaterszene kam, hatte sich mit Filmen Anfang der 1980er Jahre über seine Heimat hinaus einen Namen gemacht. Das Roadmovie "Mach's gut, Pork Pie" (1981) hat in dem Pazifikstaat heute Kultstatus. International bekannt wurde er erst 1992 durch seinen SciFi-Thriller "Freejack – Geisel der Zukunft".

Werner Dütsch 4. Dezember 2018
Wie die Duisburger Filmwoche mitteilte, verstarb der ehemalige WDR Redakteur Werner Dütsch - Förderer, Produzent und Koproduzent vieler Filme etwa von Hartmut Bitomsky und James Benning, von Volker Koepp und Harun Farocki. Von 2004 bis 2010 war er zudem Mitglied der Auswahlkommission des deutschsprachigen Dokumentarfilm-Festivals. Dütsch war Dozent an der Kunsthochschule für Medien Köln und an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie Autor mehrerer Filmbücher.

Penny Marshall 17. Dezember 2018
Die US-amerikanische Filmregisseurin, Filmproduzentin und Schauspielerin Penny Marshall verstarb im Alter von 75 Jahren in L.A. an den Folgen ihrer schweren Diabetes Erkrankung. Die Regisseurin, die einen Instinkt für Situationskomik hatte, wurde in der New Yorker Bronx als Tochter des Produzenten Tony Marshall geboren. Ihr Bruder war der Regisseur Garry Marshall, der unter anderem die Erfolgsromanze “Pretty Woman„ mit Julia Roberts und Richard Gere drehte. Erfolgreich war Penny Marshall zunächst als Schauspielerin in der TV-Sitcom “Laverne and Shirley„ (1976-1983), bevor sie 1986 mit “Jumpin’ Jack Flash„ mit Whoopi Goldberg ihr Regie-Debüt gab. Ihr wohl bekanntester Film ist “Big„ aus dem Jahr 1988. Die Komödie verhalf Tom Hanks zum Durchbruch in Hollywood und spielte als erster von einer Frau gedrehter Film in den USA mehr als 100 Millionen Dollar ein. Später drehte sie das Drama “Zeit des Erwachens„ mit Robert De Niro und Robin Williams und “Eine Klasse für sich„ mit Hanks, Geena Davis und Madonna.

Galt MacDermot 17. Dezember 2018
Einen Tag vor seinem 90. Geburtstag verstarb der kanadische Komponist Galt MacDermot, Schöpfer des Hippie-Musicals "Hair", das im April 1968 Premiere am Broadway in New York Premiere feierte. 1979 verfilmte aufwendig der in die Vereinigten Staaten emigrierte tschechoslowakische Regisseur Miloš Forman das Stück, dessen Songs "Age of Aquarius" und "Let the Sunshine in" zu Hymnen der Flower-Power-Generation wurden. Beeinflusst vom Rock’n’Roll der Zeit, propagierten damals junge Menschen auf der Bühne freie Liebe, Drogenkonsum und im Angesicht des Vietnamkrieges auch Kriegsdienstverweigerung. "Hair" ist eines der erfolgreichsten, und immer wieder gespielten Musicals überhaupt und gilt als Meilenstein der Popkultur der späten 1960er Jahre.

Norman Gimbel 19. Dezember 2018
Der US-amerikanische Songschreiber Norman Gimbel, der die Texte zu Klassikern wie "The Girl from Ipanema" oder "Killing Me Softly with His Song" verfasste, verstarb im Alter von 91 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Kalifornien. Der 1927 in New York im Stadtteil Brooklyn geborene Gimbel gewann zusammen mit dem Komponisten David Shire einen Oscar der Academy Awards für den besten Originalsong für "It Goes Like It Goes" von Jennifer Warnes im Film "Norma Rae" von 1979. Schon 1973 hatte er zusammen mit seinem langjährigen Komponisten-Mitarbeiter Charles Fox für "Killing Me Softly" von Roberta Flack den Grammy für den besten Song des Jahres gewonnen. Auch für seine Songs "I Got a Name" und "Happy Days" wurde er mit Grammys ausgezeichnet. 1984 wurde Gimbel als Mitglied in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Angelika Gruber 24. Dezember 2018
Die Schittmeisterin Angelika Gruber, die zweite Frau von Regisseur Volker Schlöndorff, verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Schlöndorff hatte die sie bei der Arbeit an dem Film "Die Fälschung" 1981 kennengelernt, seit 1991 waren sie ein Paar und haben gemeinsam auch eine Tochter. Von 1971 bis 1991 war Schlöndorff mit Margarethe von Trotta verheiratet.

Amos Oz 28. Dezember 2018
Der israelische Autor und Friedensaktivist Amos Oz verstarb im Alter von 79 Jahren in Jerusalem an einem Krebsleiden. "Er war einer der größten Schriftsteller Israels und bekanntesten Stimmen des Landes", twitterte die israelische Botschaft in Berlin. Amos Oz veröffentlichte insgesamt mehr als 30 Bücher, darunter 15 Romane wie "Der dritte Zustand", "Mein Michael", "Black Box" und "Allein das Meer" sowie Erzählbände und Essays. Seine Erinnerungen "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" wurde 2002 mit Natalie Portman verfilmt, sein Werk in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

June Whitfield 28. Dezember 2018
Die britische Schauspielerin June Rosemary Whitfield, die besonders in Großbritannien für ihre Arbeit im Radio und in Sitcoms bekannt war, verstarb in London im Alter von 93 Jahren. Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Radiosendung "Take It From Here" im Jahr 1953. Von 1992 bis 2011 war Whitfield in der TV-Sitcom "Absolutely Fabulous" als Mutter von Edina Monsoon, genannt Grandma oder auch Granny, zu sehen, womit sie auch beim deutschen Publikum bekannt wurde. "June Whitfield war der Polarstern der britischen Comedy. Ihre spektakuläre Karriere ist einmalig in ihrer Dauerhaftigkeit", hieß es bei der BBC. Mit 92 Jahren war ihr der Titel "Dame" verliehen worden.

Quellen: Filmecho | Tagesspiegel | 3sat | Blickpunkt:Film | dpa | N24 | Wikipedia | SZ | RP Online | Focus | Spiegel | Die Zeit | Passauer Neue Presse | Berliner Zeitung | Stuttgarter Nachrichten | u.a.

Eine umfassende Übersicht von weiteren verstorbenen Persönlichkeiten listet Wikipedia unter dem Eintrag Nekrolog 2018 auf.



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