Goldene Palme von Cannes für "Fjord" von Cristian Mungiu
Der rumänische Regisseur Cristian Mungiu wurde am gestrigen Samstagabend mit der Golden Palme für seinen Film "Fjord" geehrt.

Die Filmfestspiele von Cannes endeten am Samstagabend, den 23. Mai 2025 mit der Verleihung der Goldenen Palme und weiterer Preise.
Der Film "Fjord" des rumänische Regisseurs Cristian Mungiu setzte sich gegen 21 andere Wettbewerbsfilme durch und gewann die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Cristian Mungiu gewinnt die Goldene Palme bereits zum zweiten Mal. Im Jahr 2007 hatte sein Film "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" ebenfalls den Hauptpreis erhalten.
Unter Vorsitz des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook zeichnete die Jury erneut Cristian Mungiu mit dem Hauptpreis für sein norwegisch-rumänisches Drama „Fjord“ aus. Darin ziehen Renate Reinsve und Marvel-Star Sebastian Stan als Mitglieder einer strengen christlichen Sekte in eine abgelegene norwegische Gemeinde und geraten mit ihren Methoden der Kindererziehung - wegen Verdacht auf Gewalttätigkeit - ins Visier der Behörden.
Hier der Trailer:
Der Große Preis der Jury ging an "Minotaur" des in Russland geborenen und mittlerweile in Frankreich lebenden Regisseur Andrei Swjaginzew. Der Film erzählt den Zerfall einer Familie vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine.
Der Preis der Jury ging an die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach für ihren Film "Das geträumte Abenteuer", der in ruhigen Bildern einer sich zuspitzenden Kriminalhandlung die Geschichte einer selbstbewussten Archäologin erzählt, die in ihre Heimat im Grenzgebiet zwischen Bulgarien und der Türkei zurückkehrt.
Den Preis für die beste Regie konnten Javier Ambrossi und Javier Calvo für den Film "The Black Ball" (ein Drama über den Geliebten des Dichters Federico Garcia Lorca im spanischen Bürgerkrieg) zu gleichen Teilen mit dem polnischen Regisseur Pawel Pawlikowski für "Vaterland" gewinnen (in dem Sandra Hüller und Hanns Zischler als Erika und Thomas Mann ins Nachkriegsdeutschland zurückkehren).
Das beste Drehbuch stammt in diesem Jahr von dem Franzosen Emmanuel Marre für sein historisches Kriegsthema "A Man of His Time", das Bezüge zur Gegenwart aufwirft. Aus dem Briefwechsel seiner Großeltern erarbeitete er das Porträt eines Opportunisten im Vichy-Regime, der mit den Nazis kollaboriert und – ganz im Sinne Hannah Arendts – keine Verantwortung für seine Taten bei der Verfolgung seiner Mitbürger übernehmen will.
Als beste weibliche Darstellerinnen wurden Tao Okamoto und Virginie Efira für den Film "All of a Sudden" mit Preisen bedacht. In dem lose vom Briefwechsel zwischen einer Philosophin und einer Anthropologin inspirierten Film, spielen die beiden zwei Frauen, die sich unverhofft treffen und sofort in einen tiefen intellektuellen Austausch treten über den Zustand der Welt, den Niedergang des Kapitalismus und was sich daraus fürs eigene Handeln ableiten lässt.
Als beste männliche Schauspieler wurden der Belgier Emmanuel Macchia und der Franzose Valentin Campagne für ihre Darstellung in "Coward" von Lukas Dhont ausgezeichnet, in dem sie ein Liebespaar in den Gräben des Ersten Weltkriegs spielen.
Eine Überraschungsehrenpalme gab es für John Travolta während "Der Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson sowie die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand jeweils mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet wurden. Wegen Knieproblemen konnte letztere den Preis leider nicht persönlich entgegen nehmen. Die 84-Jährige veröffentlichte 37 Alben, spielte in 19 Kinofilmen mit, führte dreimal selbst Regie und gewann zwei Oscars.
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Die wichtigsten Auszeichnungen des 79. Festivals im Überblick:
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Link zum Festival de Cannes: www.festival-cannes.com

Die Filmfestspiele von Cannes endeten am Samstagabend, den 23. Mai 2025 mit der Verleihung der Goldenen Palme und weiterer Preise.
Der Film "Fjord" des rumänische Regisseurs Cristian Mungiu setzte sich gegen 21 andere Wettbewerbsfilme durch und gewann die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Cristian Mungiu gewinnt die Goldene Palme bereits zum zweiten Mal. Im Jahr 2007 hatte sein Film "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" ebenfalls den Hauptpreis erhalten.
Unter Vorsitz des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook zeichnete die Jury erneut Cristian Mungiu mit dem Hauptpreis für sein norwegisch-rumänisches Drama „Fjord“ aus. Darin ziehen Renate Reinsve und Marvel-Star Sebastian Stan als Mitglieder einer strengen christlichen Sekte in eine abgelegene norwegische Gemeinde und geraten mit ihren Methoden der Kindererziehung - wegen Verdacht auf Gewalttätigkeit - ins Visier der Behörden.
Hier der Trailer:
Mungiu lässt lange offen, wessen Aussage man trauen kann, zeichnet jede Partei in diesem Konflikt mit helleren und dunkleren Seiten und wirft so Fragen nach den Grenzen von Religionsfreiheit und rechtsstaatlichen Grundsätzen auf. Wo hört Toleranz auf? Wo fängt Erziehung an? Und wer ist für das körperliche Wohl von Kindern verantwortlich? Ein kontroverser Film, den man bis zum letzten Bild sehen muss, um zu wissen, wessen Seite die Sympathien des Filmemachers gelten, schreibt die FAZ.
Der Große Preis der Jury ging an "Minotaur" des in Russland geborenen und mittlerweile in Frankreich lebenden Regisseur Andrei Swjaginzew. Der Film erzählt den Zerfall einer Familie vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine.
Der Preis der Jury ging an die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach für ihren Film "Das geträumte Abenteuer", der in ruhigen Bildern einer sich zuspitzenden Kriminalhandlung die Geschichte einer selbstbewussten Archäologin erzählt, die in ihre Heimat im Grenzgebiet zwischen Bulgarien und der Türkei zurückkehrt.
Den Preis für die beste Regie konnten Javier Ambrossi und Javier Calvo für den Film "The Black Ball" (ein Drama über den Geliebten des Dichters Federico Garcia Lorca im spanischen Bürgerkrieg) zu gleichen Teilen mit dem polnischen Regisseur Pawel Pawlikowski für "Vaterland" gewinnen (in dem Sandra Hüller und Hanns Zischler als Erika und Thomas Mann ins Nachkriegsdeutschland zurückkehren).
Das beste Drehbuch stammt in diesem Jahr von dem Franzosen Emmanuel Marre für sein historisches Kriegsthema "A Man of His Time", das Bezüge zur Gegenwart aufwirft. Aus dem Briefwechsel seiner Großeltern erarbeitete er das Porträt eines Opportunisten im Vichy-Regime, der mit den Nazis kollaboriert und – ganz im Sinne Hannah Arendts – keine Verantwortung für seine Taten bei der Verfolgung seiner Mitbürger übernehmen will.
Als beste weibliche Darstellerinnen wurden Tao Okamoto und Virginie Efira für den Film "All of a Sudden" mit Preisen bedacht. In dem lose vom Briefwechsel zwischen einer Philosophin und einer Anthropologin inspirierten Film, spielen die beiden zwei Frauen, die sich unverhofft treffen und sofort in einen tiefen intellektuellen Austausch treten über den Zustand der Welt, den Niedergang des Kapitalismus und was sich daraus fürs eigene Handeln ableiten lässt.
Als beste männliche Schauspieler wurden der Belgier Emmanuel Macchia und der Franzose Valentin Campagne für ihre Darstellung in "Coward" von Lukas Dhont ausgezeichnet, in dem sie ein Liebespaar in den Gräben des Ersten Weltkriegs spielen.
Eine Überraschungsehrenpalme gab es für John Travolta während "Der Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson sowie die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand jeweils mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet wurden. Wegen Knieproblemen konnte letztere den Preis leider nicht persönlich entgegen nehmen. Die 84-Jährige veröffentlichte 37 Alben, spielte in 19 Kinofilmen mit, führte dreimal selbst Regie und gewann zwei Oscars.
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Die wichtigsten Auszeichnungen des 79. Festivals im Überblick:
- Goldene Palme: Cristian Mungiu für "Fjord"
- Großer Preis der Jury: Andrej Swjaginzew für "Minotaur"
- Preis der Jury: Valeska Grisebach für "Das geträumte Abenteuer"
- Beste Regie (ex aequo): Javier Calvo und Javier Ambrossi für "The Black Ball" ("La bola negra") sowie Pawel Pawlikowski für "Vaterland"
- Beste Schauspielerinnen: Virginie Efira und Tao Okamoto für "All of a Sudden" ("Soudain") von Ryūsuke Hamaguchi
- Beste Schauspieler: Emmanuel Macchia und Valentin Campagne für "Coward" von Lukas Dhont
- Bestes Drehbuch: Emmanuel Marre für "A Man of His Time" ("Notre Salut")
- Goldene Kamera (Bester Debüt-Film): "Ben'Imana" von Marie-Clémentine Dusabejambound
- Ehrenpalmen für Barbra Streisand und Peter Jackson
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Link zum Festival de Cannes: www.festival-cannes.com
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