36. Deutscher Kamerapreis - Preisverleihung 2026
35 Kameraleute, Editorinnen und Editoren waren für Preisverleihung des Deutschen Kamerapreis am 8. Mai 2026 beim WDR in Köln nominiert.

In diesem Jahr hat die unabhängige Fachjury insgesamt 414 hochkarätige Produktionen gesichtet und nach einer intensiven Jurywoche zahlreiche Kreative für den Deutschen Kamerapreis nominiert: Insgesamt 35 Kameraleute, Filmeditorinnen und -editoren gingen ins Rennen um die renommierteste Auszeichnung für Bildgestaltung in Film und Fernsehen im deutschsprachigen Raum. Am 8. Mai 2026 wurden die Preisträgerinnen und Preisträger geehrt und nehmen ihre Deutschen Kamerapreise im WDR Funkhaus in Köln entgegen.
In der Kategorie Fiktion Kino bekam Kameramann Fabian Gamper – bereits 2018 Gewinner des Deutschen Kamerapreises – erneut auf eine Auszeichnung, für seine Bildgestaltung in der ZDF-Koproduktion „In die Sonne schauen“. Das bemerkenswerte Drama über vier Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten am selben Ort gelebt haben, war die deutsche Hoffnung im Oscar-Rennen und hatte in Cannes den Preis der Jury gewonnen.
Für den Schnitt des Thrillers „Die Nichte des Polizisten“ konnte sich Editorin Anna Nekarda auf einen Preis freuen.
Für Aufsehen und hitzige Debatten über Rap, Armut und Verantwortung sorgte im vergangenen Jahr die Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“, für die der deutsch-türkische Rapper Aykut Anhan über zwei Jahre mit der Kamera begleitet wurde. Die Filmemacher erhielten bereits den Sonderpreis der 1LIVE-Krone für ein Werk, das zu einem der prägendsten Popkultur-Momente des Jahres wurde.
Nun wurden auch die drei Editoren Marco Rottig, Philipp Schnabel sowie David Gesslbauer mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Das Trio habe für die Bilder des Films einen "derart exzellenten Schnittrhythmus" gefunden, dass die Jury von einem "Gesamtkunstwerk" spreche, hieß es zur Begründung.
Der Film über den Rapper spannt einen Bogen vom kometenhaften Aufstieg Haftbefehls, bürgerlich Aykut Anhan, bis hin zu psychischen Problemen und Drogenkonsum, die fast in den Tod führten.
In der Kategorie Doku Screen durfte sich Kameramann Sven Wettengel für seine Bildgestaltung in der Dokumentation „Goodbye Germany – Warum Deutschlands Top-Leichtathleten in die USA auswandern“ freuen.
Auch in der Kategorie Kurzfilm wurde der Deutsche Kamerapreis 2026 vergeben. Diesen gewann Kamerafrau Birgit Bebe Dierken für „The Secret Assistants“, während Kamerafrau Simone Friedel für die Bildgestaltung der Produktion „Money Maker: Walter Temmer – Vom schlechten Schüler zum Selfmade-Millionär“ in der Kategorie Information und Kultur ausgezeichnet wurde.
Mit zwei Nachwuchspreisen fördert der Deutschen Kamerapreis e.V. junge Filmschaffende in der Ausbildung und am Anfang ihrer Karriere. Nominiert waren die Kameraleute Sophia Fenn („Tabir“), Luca Hain („Inkubus“) und Yunus Çağ Köylü („Lonig und Havendel“), der ausgezeichnet wurde.
Der Nachwuchspreis im Schnitt ging an die Editorin Catharina Lott und den Editor Jonas Riedinger für „Run Me Wild“. Die Mitbewerber Lukas Schönenberg („Phönix“) und Wolfgang Purkhauser sowie Emma Holzapfel („Babystar“) hatten leider das Nachsehen.
Das Kuratorium des Deutschen Kamerapreis vergab auch in diesem Jahr einen Ehrenpreis. Diesen erhielt der 1954 auf Norderney geborene Kameramann Torsten Breuer, der über Jahrzehnte hinweg die deutsche Film- und Fernsehlandschaft mit einer außergewöhnlichen visuellen Handschrift geprägt hat.
In seinem Elternhaus wurde er an Musik und Malerei herangeführt. Während des Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München lernte er Katja von Garnier kennen, mit der er „Abgeschminkt“ (1992), „Bandits“ (1997), „Ostwind“ (2013) und „Ostwind 2“ drehte sowie mit mit Caroline Link „Pünktchen und Anton“ (1998), um die wichtigsten Werke seiner Anfangsjahre aufzuzählen.
Zudem war er zu Beginn seiner Karriere auch als Komponist aktiv. So schrieb er den Soundtrack für Sönke Wortmanns Komödienhits „Allein unter Frauen“ (1991), „Kleine Haie“ (1992) und „Der bewegte Mann“ (1994).
Später schuf Torsten Breuer gemeinsam mit Dennis Gansel moderne Kinoklassiker wie die Jugenddramen „Napola – Elite für den Führer“ (2004) und „Die Welle“ (2007), den Vampirfilm „Wir sind die Nacht“ (2010) und die Michael-Ende-Romanverfilmung „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (2018).
Mit Michael Bully Herbig arbeitete er an den Komödien „Buddy“ (2013) und „Bullyparade – Der Film“ (2017), am Fluchtdrama „Ballon“ (2018) und an der Mediensatire „Tausend Zeilen“ (2022).
Für die Krimikomödie „Jerry Cotton“ (Regie: Cyrill Boss und Philipp Stennert) wurde Torsten Breuer im Jahr 2011 mit dem DEUTSCHEN KAMERAPREIS ausgezeichnet.
DEUTSCHER KAMERAPREIS 2026
Nominierungen & Gewinner*innen
Kamera
Fiktion Kino
Juan Sarmiento G. für „The Voice of Hind Rajab“
Fabian Gamper für „In die Sonne schauen“ *Winner
Vladislav Opelyants für „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Fiktion Screen
Andreas Köhler für „Schwarzes Gold (Folge 3)“
Tim Kuhn/Jieun Yi für „KRANK Berlin (Folge 1)“
Frank Griebe für „Delicious“ *Winner
Kurzfilm
Birgit Bebe Dierken für „The Secret Assistants“ *Winner
Antonia Schäfer für „They Made You Into A Weapon And Told You To Find Peace“
Fizzy für „Out of the Blue“
Doku Kino
Sophia Fenn für „Where The Waves Took Her“
Stefan Neuberger für „Mit Ästen bis zum Himmel“ *Winner
Julian Vogel für „Soldaten des Lichts“
Doku Screen
Sven Wettengel für „Goodbye Germany – Warum Deutschlands Top-Leichtathleten in die
USA auswandern“ *Winner
Marcel Mettelsiefen für „Drogenkrieg in Ecuador“
Wesley William Salamone für „BABO – Die Haftbefehl-Story“
Information und Kultur
Simone Friedel für „Money Maker: Walter Temmer – Vom schlechten Schüler zum
Selfmade-Millionär“ *Winner
Jan Mammey für „ARTE Re: Wenn Alkohol am Steuer das Auto kostet“
Johannes Pfau für „Bolivien – Ada und die Reise ihres Lebens“
Schnitt
Fiktion Kino
Hansjörg Weißbrich für „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Fiktion Screen
Anna Nekarda für „Die Nichte des Polizisten“ *Winner
Kurzfilm
Lukas Schoenenberg für „Anaïs“
Doku Kino
Jonas-Danilo Fehr für „Wohin mit mir?“
Doku Screen
David Gesslbauer, Marco Rottig und Philipp Schnabel für „BABO – Die Haftbefehl
Story“ *Winner
Information und Kultur
Michael Wolf für „Money Maker: Walter Temmer – Vom schlechten Schüler zum
Selfmade-Millionär“ *Winner
Nachwuchspreise
Lukas Schoenenberg für „Phönix“
Sophia Fenn für „Tabir“
Luca Hain, „Inkubus“
Catharina Lott und Jonas Riedinger für den Schnitt von „Run Me Wild“ *Winner
Yunus Çağ Köylü für seine Kamera in „Lonig und Havendel“ *Winner
Emma Holzapfel und Wolfgang Purkhauser für „Babystar“
Link: www.deutscher-kamerapreis.de

In diesem Jahr hat die unabhängige Fachjury insgesamt 414 hochkarätige Produktionen gesichtet und nach einer intensiven Jurywoche zahlreiche Kreative für den Deutschen Kamerapreis nominiert: Insgesamt 35 Kameraleute, Filmeditorinnen und -editoren gingen ins Rennen um die renommierteste Auszeichnung für Bildgestaltung in Film und Fernsehen im deutschsprachigen Raum. Am 8. Mai 2026 wurden die Preisträgerinnen und Preisträger geehrt und nehmen ihre Deutschen Kamerapreise im WDR Funkhaus in Köln entgegen.
In der Kategorie Fiktion Kino bekam Kameramann Fabian Gamper – bereits 2018 Gewinner des Deutschen Kamerapreises – erneut auf eine Auszeichnung, für seine Bildgestaltung in der ZDF-Koproduktion „In die Sonne schauen“. Das bemerkenswerte Drama über vier Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten am selben Ort gelebt haben, war die deutsche Hoffnung im Oscar-Rennen und hatte in Cannes den Preis der Jury gewonnen.
Für den Schnitt des Thrillers „Die Nichte des Polizisten“ konnte sich Editorin Anna Nekarda auf einen Preis freuen.
Für Aufsehen und hitzige Debatten über Rap, Armut und Verantwortung sorgte im vergangenen Jahr die Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“, für die der deutsch-türkische Rapper Aykut Anhan über zwei Jahre mit der Kamera begleitet wurde. Die Filmemacher erhielten bereits den Sonderpreis der 1LIVE-Krone für ein Werk, das zu einem der prägendsten Popkultur-Momente des Jahres wurde.
Nun wurden auch die drei Editoren Marco Rottig, Philipp Schnabel sowie David Gesslbauer mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Das Trio habe für die Bilder des Films einen "derart exzellenten Schnittrhythmus" gefunden, dass die Jury von einem "Gesamtkunstwerk" spreche, hieß es zur Begründung.
Der Film über den Rapper spannt einen Bogen vom kometenhaften Aufstieg Haftbefehls, bürgerlich Aykut Anhan, bis hin zu psychischen Problemen und Drogenkonsum, die fast in den Tod führten.
In der Kategorie Doku Screen durfte sich Kameramann Sven Wettengel für seine Bildgestaltung in der Dokumentation „Goodbye Germany – Warum Deutschlands Top-Leichtathleten in die USA auswandern“ freuen.
Auch in der Kategorie Kurzfilm wurde der Deutsche Kamerapreis 2026 vergeben. Diesen gewann Kamerafrau Birgit Bebe Dierken für „The Secret Assistants“, während Kamerafrau Simone Friedel für die Bildgestaltung der Produktion „Money Maker: Walter Temmer – Vom schlechten Schüler zum Selfmade-Millionär“ in der Kategorie Information und Kultur ausgezeichnet wurde.
Mit zwei Nachwuchspreisen fördert der Deutschen Kamerapreis e.V. junge Filmschaffende in der Ausbildung und am Anfang ihrer Karriere. Nominiert waren die Kameraleute Sophia Fenn („Tabir“), Luca Hain („Inkubus“) und Yunus Çağ Köylü („Lonig und Havendel“), der ausgezeichnet wurde.
Der Nachwuchspreis im Schnitt ging an die Editorin Catharina Lott und den Editor Jonas Riedinger für „Run Me Wild“. Die Mitbewerber Lukas Schönenberg („Phönix“) und Wolfgang Purkhauser sowie Emma Holzapfel („Babystar“) hatten leider das Nachsehen.
Das Kuratorium des Deutschen Kamerapreis vergab auch in diesem Jahr einen Ehrenpreis. Diesen erhielt der 1954 auf Norderney geborene Kameramann Torsten Breuer, der über Jahrzehnte hinweg die deutsche Film- und Fernsehlandschaft mit einer außergewöhnlichen visuellen Handschrift geprägt hat.
In seinem Elternhaus wurde er an Musik und Malerei herangeführt. Während des Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München lernte er Katja von Garnier kennen, mit der er „Abgeschminkt“ (1992), „Bandits“ (1997), „Ostwind“ (2013) und „Ostwind 2“ drehte sowie mit mit Caroline Link „Pünktchen und Anton“ (1998), um die wichtigsten Werke seiner Anfangsjahre aufzuzählen.
Zudem war er zu Beginn seiner Karriere auch als Komponist aktiv. So schrieb er den Soundtrack für Sönke Wortmanns Komödienhits „Allein unter Frauen“ (1991), „Kleine Haie“ (1992) und „Der bewegte Mann“ (1994).
Später schuf Torsten Breuer gemeinsam mit Dennis Gansel moderne Kinoklassiker wie die Jugenddramen „Napola – Elite für den Führer“ (2004) und „Die Welle“ (2007), den Vampirfilm „Wir sind die Nacht“ (2010) und die Michael-Ende-Romanverfilmung „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (2018).
Mit Michael Bully Herbig arbeitete er an den Komödien „Buddy“ (2013) und „Bullyparade – Der Film“ (2017), am Fluchtdrama „Ballon“ (2018) und an der Mediensatire „Tausend Zeilen“ (2022).
Für die Krimikomödie „Jerry Cotton“ (Regie: Cyrill Boss und Philipp Stennert) wurde Torsten Breuer im Jahr 2011 mit dem DEUTSCHEN KAMERAPREIS ausgezeichnet.
DEUTSCHER KAMERAPREIS 2026
Nominierungen & Gewinner*innen
Kamera
Fiktion Kino
Juan Sarmiento G. für „The Voice of Hind Rajab“
Fabian Gamper für „In die Sonne schauen“ *Winner
Vladislav Opelyants für „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Fiktion Screen
Andreas Köhler für „Schwarzes Gold (Folge 3)“
Tim Kuhn/Jieun Yi für „KRANK Berlin (Folge 1)“
Frank Griebe für „Delicious“ *Winner
Kurzfilm
Birgit Bebe Dierken für „The Secret Assistants“ *Winner
Antonia Schäfer für „They Made You Into A Weapon And Told You To Find Peace“
Fizzy für „Out of the Blue“
Doku Kino
Sophia Fenn für „Where The Waves Took Her“
Stefan Neuberger für „Mit Ästen bis zum Himmel“ *Winner
Julian Vogel für „Soldaten des Lichts“
Doku Screen
Sven Wettengel für „Goodbye Germany – Warum Deutschlands Top-Leichtathleten in die
USA auswandern“ *Winner
Marcel Mettelsiefen für „Drogenkrieg in Ecuador“
Wesley William Salamone für „BABO – Die Haftbefehl-Story“
Information und Kultur
Simone Friedel für „Money Maker: Walter Temmer – Vom schlechten Schüler zum
Selfmade-Millionär“ *Winner
Jan Mammey für „ARTE Re: Wenn Alkohol am Steuer das Auto kostet“
Johannes Pfau für „Bolivien – Ada und die Reise ihres Lebens“
Schnitt
Fiktion Kino
Hansjörg Weißbrich für „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Fiktion Screen
Anna Nekarda für „Die Nichte des Polizisten“ *Winner
Kurzfilm
Lukas Schoenenberg für „Anaïs“
Doku Kino
Jonas-Danilo Fehr für „Wohin mit mir?“
Doku Screen
David Gesslbauer, Marco Rottig und Philipp Schnabel für „BABO – Die Haftbefehl
Story“ *Winner
Information und Kultur
Michael Wolf für „Money Maker: Walter Temmer – Vom schlechten Schüler zum
Selfmade-Millionär“ *Winner
Nachwuchspreise
Lukas Schoenenberg für „Phönix“
Sophia Fenn für „Tabir“
Luca Hain, „Inkubus“
Catharina Lott und Jonas Riedinger für den Schnitt von „Run Me Wild“ *Winner
Yunus Çağ Köylü für seine Kamera in „Lonig und Havendel“ *Winner
Emma Holzapfel und Wolfgang Purkhauser für „Babystar“
Link: www.deutscher-kamerapreis.de
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