Geplanter Rekordetat für Kultur und Medien 2026
AG Kino – Gilde zur massiven Erhöhung der Filmproduktionsförderung:
„Wichtiges Signal – aber ohne Kinos verpufft die Wirkung!“
In Kultur und Medien soll nach dem Willen der Bundesregierung aus dem Bundeshaushalt 2026 so viel Geld fließen wie noch nie. Rund 2,5 Mrd.Euro sieht der vom schwarz-roten Kabinett beschlossene Haushaltsentwurf für den Etat von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) vor, teilte dieser mit. Gegenüber dem Entwurf '25 wären es 10% mehr.
Finanziert werden sollen aus dem größeren Kultur- und Medientopf etwa eine annähernde Verdoppelung der Filmfördermittel auf 250 Mio. Euro. Über den endgültigen Bundeshaushalt 2026 entscheidet der Bundestag wohl im Herbst.
Das Geld soll den beiden Förderorganisationen DFFF und GMPF zustehen. Außerdem sollen weitere Mittel für die jurybasierte kulturelle Filmförderung freigemacht werden. In der Summe sind das 310 Millionen Euro plus nicht näher genannte Förderungen für die einzelnen Bundesländer.
Für Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der das Geld freigegeben hat, sei dies eine gute Investition "in die Kultur in Deutschland". Mit der Erhöhung des Budgets ist allerdings noch nicht klar, wie stark sich Streamingdienste wie Netflix am Standort Deutschland beteiligen sollen.
Ende 2024 verlangte die Bundesregierung die Ausarbeitung einer Investitionsverpflichtung für Sender und Streamingdienste. Aktuell profitieren große US-Unternehmen oft stark von der Filmförderung, obwohl das Budget laut einigen Kritikern bei unabhängigen Filmstudios besser investiert wäre. Die Bundesregierung arbeite allerdings bereits an einem Gesetzesentwurf für eine Investitionspflicht. Diese solle zeitnah nachgereicht werden.
Mehr Geld für die Filmförderung ist laut Weimer aber ein guter erster Schritt: "Wir brauchen mehr Blockbuster und Serienhits made in Germany", erklärt Medienstaatsminister. "Die Filmbranche kann nun verlässlich planen und mehr in Deutschland produzieren."
„Die massive Erhöhung der Produktionsförderung zeigt, dass die Politik die strategische Bedeutung der Filmwirtschaft ernst nimmt“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde.
„Doch selbst die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen. Gerade für künstlerisch-kreative und europäische Produktionen sind die Arthousekinos mit ihrer Programmgestaltung, Publikumsbildung und lokalen Kommunikationsarbeit der Schlüssel zur Sichtbarkeit und Erfolg. Ohne eine starke und vielfältige Kinolandschaft verpufft die Wirkung der Produktionsförderung und die Filmreform wird scheitern.“
Fortführung des Zukunftsprogramm Kino ist elementar
Neben der Kinoprogrammprämie zur Stärkung kultureller Programm- und Publikumsarbeit benötigen die Kinos dringend das Zukunftsprogramm Kino als essenzielle Investitionsförderung.
„Es geht um nicht weniger als den Erhalt der Kinoinfrastruktur,“ so Christian Bräuer. Der Investitionsbedarf der Kinos in digitale, technologische und ökologische Modernisierung ist weiterhin hoch, doch insbesondere die Erlösstruktur von Land- und Arthousekinos erlaubt keine substanzielle Rücklagenbildung. Wie verheerend ein Ausbleiben einer hinreichenden Investitions- und Programmförderung ist, konnte in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts mit einem großen und irreversiblen Kinosterben beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund appelliert die AG Kino an den Haushaltsgesetzgeber, das Zukunftsprogramm Kino im Bundeshaushalt 2025 fortzusetzen und darüber hinaus zu verstetigen, um wie in anderen Bereichen auch die dringend benötigten Wachstumsimpulse freizusetzen.
Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für Kultur öffnen!
Die AG Kino setzt sich nachdrücklich für eine Öffnung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität für die Kultur auch auf Bundesebene ein.
Christian Bräuer betont: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Kultur zwar auf Länderebene, nicht aber im Bund als Teil der essenziellen Infrastruktur verstanden und im Sondervermögen berücksichtigt werden kann. Die Kultur und die Kulturorte leisten nicht zuletzt angesichts wachsender Polarisierung und Vereinsamung einen unverzichtbaren Beitrag. Dies stärkt unsere demokratischen Strukturen und bewahrt die kulturelle Souveränität. Beides ist unverzichtbar – auch für unsere Sicherheit und ökonomische Unabhängigkeit!“
Link: www.agkino.de
Quelle: SteinbrennerMüller Kommunikation
„Wichtiges Signal – aber ohne Kinos verpufft die Wirkung!“
In Kultur und Medien soll nach dem Willen der Bundesregierung aus dem Bundeshaushalt 2026 so viel Geld fließen wie noch nie. Rund 2,5 Mrd.Euro sieht der vom schwarz-roten Kabinett beschlossene Haushaltsentwurf für den Etat von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) vor, teilte dieser mit. Gegenüber dem Entwurf '25 wären es 10% mehr.
Finanziert werden sollen aus dem größeren Kultur- und Medientopf etwa eine annähernde Verdoppelung der Filmfördermittel auf 250 Mio. Euro. Über den endgültigen Bundeshaushalt 2026 entscheidet der Bundestag wohl im Herbst.
Das Geld soll den beiden Förderorganisationen DFFF und GMPF zustehen. Außerdem sollen weitere Mittel für die jurybasierte kulturelle Filmförderung freigemacht werden. In der Summe sind das 310 Millionen Euro plus nicht näher genannte Förderungen für die einzelnen Bundesländer.
Für Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der das Geld freigegeben hat, sei dies eine gute Investition "in die Kultur in Deutschland". Mit der Erhöhung des Budgets ist allerdings noch nicht klar, wie stark sich Streamingdienste wie Netflix am Standort Deutschland beteiligen sollen.
Ende 2024 verlangte die Bundesregierung die Ausarbeitung einer Investitionsverpflichtung für Sender und Streamingdienste. Aktuell profitieren große US-Unternehmen oft stark von der Filmförderung, obwohl das Budget laut einigen Kritikern bei unabhängigen Filmstudios besser investiert wäre. Die Bundesregierung arbeite allerdings bereits an einem Gesetzesentwurf für eine Investitionspflicht. Diese solle zeitnah nachgereicht werden.
Mehr Geld für die Filmförderung ist laut Weimer aber ein guter erster Schritt: "Wir brauchen mehr Blockbuster und Serienhits made in Germany", erklärt Medienstaatsminister. "Die Filmbranche kann nun verlässlich planen und mehr in Deutschland produzieren."
• Die AG Kino begrüßt die angekündigte deutliche Erhöhung der Filmproduktionsförderung als wichtiges Signal für die deutsche Filmwirtschaft.
• Die AG Kino weist darauf hin, dass die Filmreform nur dann erfolgreich sein kann, wenn zugleich auch die Kinos in ihrer Programmarbeit und Investitionsfähigkeit gestärkt und neben der Kinoprogrammprämie auch das Zukunftsprogramm Kino fortgesetzt wird.
• Die AG Kino setzt sich für die Aufnahme der Kultur in das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität auch auf Bundesebene ein.
„Die massive Erhöhung der Produktionsförderung zeigt, dass die Politik die strategische Bedeutung der Filmwirtschaft ernst nimmt“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde.
„Doch selbst die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen. Gerade für künstlerisch-kreative und europäische Produktionen sind die Arthousekinos mit ihrer Programmgestaltung, Publikumsbildung und lokalen Kommunikationsarbeit der Schlüssel zur Sichtbarkeit und Erfolg. Ohne eine starke und vielfältige Kinolandschaft verpufft die Wirkung der Produktionsförderung und die Filmreform wird scheitern.“
Fortführung des Zukunftsprogramm Kino ist elementar
Neben der Kinoprogrammprämie zur Stärkung kultureller Programm- und Publikumsarbeit benötigen die Kinos dringend das Zukunftsprogramm Kino als essenzielle Investitionsförderung.
„Es geht um nicht weniger als den Erhalt der Kinoinfrastruktur,“ so Christian Bräuer. Der Investitionsbedarf der Kinos in digitale, technologische und ökologische Modernisierung ist weiterhin hoch, doch insbesondere die Erlösstruktur von Land- und Arthousekinos erlaubt keine substanzielle Rücklagenbildung. Wie verheerend ein Ausbleiben einer hinreichenden Investitions- und Programmförderung ist, konnte in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts mit einem großen und irreversiblen Kinosterben beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund appelliert die AG Kino an den Haushaltsgesetzgeber, das Zukunftsprogramm Kino im Bundeshaushalt 2025 fortzusetzen und darüber hinaus zu verstetigen, um wie in anderen Bereichen auch die dringend benötigten Wachstumsimpulse freizusetzen.
Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für Kultur öffnen!
Die AG Kino setzt sich nachdrücklich für eine Öffnung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität für die Kultur auch auf Bundesebene ein.
Christian Bräuer betont: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Kultur zwar auf Länderebene, nicht aber im Bund als Teil der essenziellen Infrastruktur verstanden und im Sondervermögen berücksichtigt werden kann. Die Kultur und die Kulturorte leisten nicht zuletzt angesichts wachsender Polarisierung und Vereinsamung einen unverzichtbaren Beitrag. Dies stärkt unsere demokratischen Strukturen und bewahrt die kulturelle Souveränität. Beides ist unverzichtbar – auch für unsere Sicherheit und ökonomische Unabhängigkeit!“
Link: www.agkino.de
Quelle: SteinbrennerMüller Kommunikation
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