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17. Gallery-Weekend Berlin 2021 findet dieses Wochenende hybrid statt

Alle Kinos und Museen sind geschlossen, aber einige Berliner Galerien haben seit Freitag Abend für angemeldete Besucher zum diesjährigen Gallery Weekend auch physisch geöffnet.



In einer hybriden Variante aus offenen Galerien und digitalen Präsentationen zeigt das Berliner Gallery Weekend vom 30. April bis 2. Mai 2021 - trotz Pandemie-Zeiten - als einzige größere Kulturveranstaltung Präsenz und öffnet nach Voranmeldung die Türen für einige Besucher, die natürlich einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

Direktorin Maike Cruse kündigte für die beteiligten Häuser die "wichtigsten und aufwendigsten Ausstellungen" des Jahres mit mehr als 80 Künstlern an.


Digitalen Live Touren ergänzen jedoch die Präsenz-Öffnungen, sodass das Gallery Weekend dadurch zu einer ganzjährigen Plattform avanciert, die via Instagram TV besucht werden kann. Das komplette Programm vom Wochenende gibt es hier!

Bei dieser 17. Ausgabe haben die Veranstalter am Wochenende zu festen Zeiten geführte Livetouren im Internet vorgesehen sehen, die per Zoom übertragen werden. Ein virtueller Zugang ist ohne vorherige Anmeldung zu jeder Zeit möglich.

Die bei Jarmuschek + Partner in der Postdamer Str. 81a in 10785 Berlin stattfindende Ausstellung »Paper Positions Berlin« neben der ehemaligen Druckerei des Tagesspiegels, wurde bereits am Donnerstag Abend virtuell eröffnet. Die Gruppenausstellung ist mit 32 ausgewählten Positionen eine Preview der Messe im August, die das große Spektrum von Papierarbeiten international renommierter und Nachwuchskünstler*innen in der Telekom Hauptstadtrepräsentanz am Gendarmenmarkt präsentieren wird. Wegen des großen Interesses hat man sich kurz entschlossen, die Ausstellung bis zum 12. Mai 2021 zu verlängern. Es gab bereits erste Verkäufe und mehrere Reservierungen.

Ab sofort kann die Ausstellung gegenüber von der ehemaligen Tagesspiegel Druckerei auch einzeln physisch besucht werden - sofern es die Vorschriften für den Einzelhandel pandemiebedingt weiterhin zulassen.

Die Slots können öffentlich über das Terminportal gebucht werden. Einen Überblick über die teilnehmenden Galerien und gezeigten Positionen finden Sie auf Dropbox.

Zudem ist der virtuelle Showroom über die gesamte Ausstellungsdauer öffentlich über diesen Link zugänglich sowie über Instagram und auf der Webseite von Paper-Positions abrufbar!

Als virtuelle Spielwiese gestaltet, eröffnet der interaktive Raum eine Möglichkeit der Zusammenkunft und des Austauschs mit- und untereinander. Erkunden Sie diesen neuen Erlebnisraum gleich mit Ihrem personalisierten Avatar, zum Beispiel erstellbar auf readyplayer.me


Pandemie-Notsignal von Bjørn Melhus

‎An den drei Abenden des Gallery Weekend Berlin – 30. April, 1. Mai und 2. Mai 2021 – wird im Nordturm des Frankfurter Tors zwischen 21 und 22 Uhr ein Notsignal gesendet. Das Notsignal SOS, das sonst in der Schifffahrt verwendet wird, wird in den Stadtraum geworfen.‎

Hier der Clip:



‎Die Initiative "Turm für das Volk", bestehend aus dem Video-Künstler Bjørn Melhus, der Galerie Ebensperger und der Kunstmarke LOQI, möchte alle zur gemeinsamen Aktion "Save Our Souls – Rettet unsere Seelen" einladen: ob in Form des Morse-Codes – dreimal kurz – dreimal lang – dreimal kurz – oder einfach einfach durch Ein- und Ausschalten des Raumlichts.‎

‎Zwei Wochen nach der Aktion "Lichterfenster", bei der der Pandemieopfer und ihren Angehörigen gedacht wurde, soll Save Our Souls zu einem kollektiven Schrei der Not für psychische Gesundheit und zum Ausdruck gegenseitigen Mitgefühls werden. In einer Zeit, in der Depressionen und andere psychische Erkrankungen massiv zugenommen haben und der Mangel an Kunst und Kultur unsere Seele austrocknet, soll das SOS-Signal allen Betroffenen ein gemeinsames, friedliches und vor allem sicheres Zeichen der Hoffnung setzen.‎

Gerwald Rockenschaub bei Mehdi Chouakri

Die Galerie Mehdi Chouakri in der Fasanenstr. 61 in 10719 Berlin, präsentiert den österreichischen Künstler Gerwald Rockenschaub, der seit den frühen 1980er-Jahren sich nie von den starren Regeln der klassischen Minimal Art hat einengen lassen, sondern von Anfang an ein Cross-over aus Kunst, Design, Medien und Alltagswelt suchte.

Rockenschaubs Meisterschaft zeigt sich vor allem in der enormen Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten, sowie im Umgang mit räumlichen Situationen und im dramaturgisch-pointierten Einsatz einer breiten Farbpalette. Sein Repertoire reicht von der Malerei über Wandobjekte, Skulpturen, raumspezifische Installationen bis hin zu filmischen Animationen, die sein künstlerisches Formenrepertoire spielerisch aufgreifen und in Bewegung versetzen. Inspirationsquellen findet er sowohl bei den Positionen der Moderne, abstrakten Konzepten, der Pop-Art, der Minimal Art, in der Alltagskultur und nicht zuletzt in der Techno- und Elektroszene. Alle diese Einflüsse sampelt er immer wieder zu einem neuen Ganzen.

MESSE in der St. Agnes Kirche.

Die Johann König Galerie wird auch diesmal zeitglich zum Berliner Gallery-Weekend eine "Messe" in der entweihten Kirche St. Agnes veranstalten. Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine kirchliche Messe, sondern um ein Wortspiel, dass auf eine Auktion oder Verkaufsmesse von Bildern hinweist. Diese war in den letzten beiden Jahren bereits erfolgreich durchgeführt worden.

Geleitet wird die Messe von der neuen Direktorin Lena Winter, die nach ihrem Studium in Köln und Zürich für Auktionshäuser wie Lempertz in Köln und Griesebach in Berlin gearbeitet hat. Dort war sie als Expertin für Gegenwartskunst und als Auktionatorin tätig. Zuletzt hatte die junge Kunsthistorikerin ihre Erfahrung und Expertise beim Auktionshaus Ketterer in München eingebracht.

Wim Wenders bei Capitain Petzel.

Der Filmemacher Wim Wenders ist mit einem Art-Video in der Galerie Capitain Petzel, Karl-Marx-Allee 45 in 10178 Berlin, als Teil der Gruppenausstellung "Infinite Games… 2" vertreten. Einen virtuellen Rundgang gibt es hier auf Vimeo:



Die Show zeigt Arbeiten von Jadé Fadojutimi, Ximena Garrido-Lecca, Stefanie Heinze, Jacqueline Humphries, Rodney McMillian, Sarah Morris, Seth Price, Pieter Schoolwerth, Amy Sillman, Monika Sosnowska und Wim Wenders.


Gallery Weekend Berlin
30. April - 2 May 2021 mit ca. 50 beteiligten Galerien.


Man ist optimistisch, dass die Galerien während der mindestens 6-wöchigen Ausstellungslaufzeit irgendwann auch wieder für ein breiteres Publikum öffnen können. Die derzeit stattfindenden virtuellen Führungen sind überwiegend in deutscher Sprache, bieten aber nur einen schwachen Ersatz für das unmittelbare Erleben von Kunst und Kultur.

Alle Ausstellungen werden auf Instagram filmisch begleitet und sind dort ab dem 1. Mai 2021 zu sehen.

Link: www.gallery-weekend-berlin.de

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