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Nachrufe zum Totensonntag 2020

An diesem beweglichen Feiertag der evangelischen Kirchen gedenken wir immer am letzten Sonntag vor Advent der Verstorbenen.



Seit 14 Jahren existiert nun unser BAF-Filmtagebuch und seit 11 Jahren erinnern wir immer am Totensonntag an jene Personen aus der Schauspiel-, Film-, Fernseh- und Medienbranche, die von uns gegangen sind. Diese Tradition wollen wir auch 2020 fortsetzen. Die zahlreichen Nachrufe auf verstorbene Prominente erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wurden aber nach bestem Wissen erstellt. Wegen der Corona-Pandemie gab es in diesem Jahr eine besonders große Anzahl an Daten und Informationen, sodass wir den diesjährigen Eintrag wieder zum Umblättern auf mehrere Seiten aufgeteilt haben.

Ältere Einträge finden Sie unter dem 21. November 2010, unter dem 20. November 2011, unter dem 25. November 2012, unter dem 24. November 2013, unter dem 23. November 2014 unter dem 22. November 2015, unter dem 20. November 2016, unter dem 26. November 2017, unter dem 25. November 2018 und zuletzt unter dem 24. November 2019.

Am Ende der nachfolgenden Auflistung sind in der erweiterten Ansicht detaillierte Nachrufe zu den Verstorbenen vermerkt.

Sie ruhen in Frieden

Veronika Fitz 2. Januar 2020
John Baldessari 2. Januar 2020
Harry Hains 7. Januar 2020
Buck Henry 8. Januar 2020
Edd Byrnes 8. Januar 2020
Ivan Passer 9. Januar 2020
Wolfgang Dauner 10. Januar 2020
Stan Kirsch 11. Januar 2020
Norma Michaels 11. Januar 2020
Tony Garnett 12. Januar 2020
Ferdinand Schmidt-Modrow 15. Januar 2020
Derek Fowlds 17. Januar 2020
Urs Egger 18. Januar 2020
Ruth Haber 19. Januar 2019
Joseph Hannesschläger 20. Januar 2020
Terry Jones 21. Januar 2020
Gudrun Pausewang 23. Januar 2019
Tiziana Soudani 25. Januar 2019
Marj Dusay 30. Januar 2020
Jörn Donner 30. Januar 2020
Mary Higgins Clark 31. Januar 2020
Ivan Král 2. Februar 2020
Gene Reynolds 3. Februar 2020
José Luis Cuerda 4. Februar 2020
Kirk Douglas 5. Februar 2020
Raphaël Coleman 6. Februar 2020
Orson Bean 7. Februar 2020
Volker Spengler 8. Februar 2020
Robert Conrad 8. Februar 2020
Eckart Lottmann 9. Februar 2020
Joseph Vilsmaier 11. Februar 2020
Lynn Cohen 14. Februar 2020
A. E. Hotchner 15. Februar 2020
Sonja Ziemann 17. Februar 2020
Flavio Bucci 18. Februar 2020
Burkhard Driest 27. Februar 2020
Dieter Laser 29. Februar 2020
Max von Sydow 8. März 2020
Lorenzo Brino 9. März 2020
Tonie Marshall 12. März 2020
Hans Prescher 15. März 2020
Stuart Whitman 16. März 2020
Lyle Waggoner 17. März 2020
Nazzareno Zamperla 19. März 2020
Gabi Delgado 22. März 2020
Lucia Bosè 23. März 2020
Albert Uderzo 24. März 2020
Mark Blum 25. März 2020
Barbara Rütting 28. März 2020
Krzysztof Penderecki 29. März 2020
Hilary Heath 30. März 2020
Andrew Jack 31. März 2020
Adam Schlesinger 1. April 2020
Logan Williams 2. April 2020
Jay Benedict 4. April 2020
Shirley Douglas 5. April 2020
Lee Fierro 5. April 2020
Honor Blackman 6. April 2020
James Drury 6. April 2020
Hal Willner 7. April 2020
Florian Schneider-Esleben 7. April 2020
Allen Garfield 7. April 2020
Wolfram Guenther 8. April 2020
Ernst-Georg Schwill 9. April 2020
Nobuhiko Obayashi 10. April 2020
Tim Brooke-Taylor 12. April 2020
Ann Sullivan 13. April 2020
Lee Konitz 15. April 2020
Allen Daviau 15. April 2020
Brian Dennehy 15. April 2020
Gene Deitch 16. April 2020
Tom Lester 20. April 2020
Dimitri Diatchenko 20. April 2020
Leon Boden 21. April 2020
Heidi Hetzer 21. April 2020
Shirley Knight 22. April 2020
Otto Mellies 26. April 2020
Troy Sneed 27. April 2020
Irrfan Khan 29. April 2020
Sam Lloyd 30. April 2020
Rishi Kapoor 30. April 2020
Shady Habash 1. Mai 2020
Roy Horn 8. Mai 2020
Little Richard 9. Mai 2020
Jerry Stiller 11. Mai 2020
Astrid Kirchherr 12. Mai 2020
Michel Piccoli 12. Mai 2020
Rolf Hochhuth 13. Mai 2020
Gregory Tyree Boyce 13. Mai 2020
Fred Willard 15. Mai 2020
Peter Thomas 17. Mai 2020
Peter Braun 24. Mai 2020
Renate Krößner 25. Mai 2020
Richard Herd 26. Mai 2020
Irm Hermann 26. Mai 2020
Peggy Pope 27. Mai 2020
Lennie Niehaus 28. Mai 2020
Christo Jawaschew 31. Mai 2020
Christiane Oehlmann 4. Juni 2020
Igor Luther 7. Juni 2020
Marion Hänsel 8. Juni 2020
Sushant Singh Rajput 14. Juni 2020
Vera Lynn 18. Juni 2020
Carlos Ruiz Zafón 19. Juni 2020
Ian Holm 19. Juni 2020
Claus Biederstaedt 21. Juni 2020
Jürgen Holtz 21. Juni 2020
Steve Bing 22. Juni 2020
Joel Schumacher 22. Juni 2020
Linda Cristal 27. Juni 2020
Carl Reiner 29. Juni 2020
Gernot Endemann 29. Juni 2020
Tilo Prückner 2. Juli 2020
Earl Cameron 3. Juli 2020
Nick Cordero 5. Juli 2020
Ennio Morricone 6. Juli 2020
Pavel Fieber 6. Juli 2020
Naya Rivera 8. Juli 2020
Kelly Preston 12. Juli 2020
Haruma Miura 18. Juli 2020
John Saxon 25. Juli 2020
Olivia de Havilland 26. Juli 2020
Alan Parker 31. Juli 2020
Reni Santoni 1. August 2020
Ruth Gassmann 7. August 2020
Lorenzo Soria 7. August 2020
Trini Lopez 11. August 2020
Ben Cross 18. August 2020
Horst Urbschat 20. August 2020
Allan Rich 22. August 2020
Joe Ruby 26. August 2020
Chadwick Boseman 28. August 2020
Birol Ünel 3. September 2020
Jiří Menzel 5. September 2020
Diana Rigg 10. September 2020
Sabine Hahn 12. September 2020
Winston Groom 16. September 2020
Michael Lonsdale 21. September 2020
Michael Gwisdek 23. September 2020
Juliette Greco 23. September 2020
Goran Paskaljevic 25. September 2020
Frank Windsor 30. September 2020
Maud Hansson 1. Oktober 2020
Thomas Jefferson Byrd 3. Oktober 2020
Clark Middleton 4. Oktober 2020
Margaret Nolan 5. Oktober 2020
Johnny Nash 6. Oktober 2020
Herbert Feuerstein 6. Oktober 2020
Erich Gusko 10. Oktober 2020
Conchata Ferrell 12. Oktober 2020
Rhonda Fleming 14. Oktober 2020
David Slama 15. Oktober 2020
Anthony Chrisholm 16. Oktober 2020
James Redford 16. Oktober 2020
Sean Connery 31. Oktober 2020
Eddie Hassell 1. November 2020
Carol Arthur DeLuise 1. November 2020
Dietrich Adam 2. November 2020
Fernando Solanas 6. November 2020
Alex Trebek 8. November 2020
Sven Wollter 10. November 2020
Sebastian Lybeck 11. November 2020
Gernot Roll 12. November 2020
Fred Berndt 13. November 2020
Udo Walz 20. November 2020

Nachträge:
Karl Dall 23. November 2020
Jeff Thrasher ~ 24. November 2020

Im nachfolgenden Link der erweiterten Ansicht sind detaillierte Nachrufe zu den Verstorbenen vermerkt.

Im Jahre 2020 verstorbene Prominente aus Film und Fernsehen.


Veronika Fitz 2. Januar 2020
Die Volksschauspielerin Veronika Fitz verstarb nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren im Kreis ihrer Familie. Große Bekanntheit erlangte die Darstellerin mit ihrer Hauptrolle in "Die Hausmeisterin". An der Seite von Helmut Fischer stand sie sechs Jahre lang vor der Kamera. Sie spielte ebenfalls Rollen in der Sitcom "Tierarzt Dr. Engel" und "Der Bulle von Tölz". In "Forsthaus Falkenau" mimte sie ihre letzte größere Serienrolle. Zudem war sie in den 1970er Jahren festes Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele. Sie stand außerdem auf der Bühne des Münchner Volkstheaters und trat im Bayerischen Schauspiel auf. Ihre letzten Jahre verbrachte sie zurückgezogen in Prien am Chiemsee.

John Baldessari 2. Januar 2020
Der US-amerikanischer Künstler und bedeutende Vertreter der gegenwärtigen Konzept- und Medienkunst, John Baldessari, verstarb im Alter von 88 Jahren in Venice, Kalifornien. Am Beginn seiner künstlerischen Laufbahn stand die Malerei, dann jedoch hatte Baldessari in den vergangenen Jahrzehnten mit Foto- und Videoarbeiten sowie mit Kollagen und Foto-Bild-Montagen die sogenannte Konzeptkunst wesentlich mitgeprägt und zahlreiche junge Künstler inspiriert. In Videoperformances, Bildern und Sprachen befasste er sich mit den verschiedenartigen (Wechsel-)Beziehungen zwischen diesen Ausdrucksformen. 2012 hat Baldessari den Kaiserring der Stadt Goslar erhalten. Der Ring gilt als einer der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst.

Harry Hains 7. Januar 2020
Harry Hains, der Serienliebhabern aus "American Horror Story", verstarb mit nur 27 Jahren in Hollywood, wie seine Mutter, die Schauspielerin Jane Badler ("In geheimer Mission", "Neighbours") bestätigte. Die Todesursache wurde zwar nicht bekannt, doch der langhaarige Jungstar, der auch als Musiker unter dem Namen Antiboy aktiv war und sich im letzten Jahr als geschlechtsneutral bezeichnete, kämpfte mit psychischen Problemen und seiner Suchtabhängigkeit. Harry Hains wuchs im australischen Melbourne auf und studierte dort Medizin, ehe er sich dazu entschied, nach London und später in die USA zu ziehen, um dort als Model und Schauspieler zu arbeiten. Seinen wohl größten Auftritt im TV-Geschäft hatte er im Jahr 2015 in der fünften Staffel von "American Horror Story".

Buck Henry 8. Januar 2020
Der 1930 in New York als Henry Zuckerman geborene amerikanische Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor war der Sohn der Schauspielerin Ruth Taylor. Er verstarb im Alter von 89 Jahren in L.A. an einem Herzinfarkt. Schon während Studiums am Dartmouth College begann er als Autor zu arbeiten. Zu Beginn der 1960er Jahre wirkte er als Komödiant in mehreren Shows im amerikanischen Fernsehen mit. Als Drehbuchautor schaffte er den Durchbruch mit der erfolgreichen Fernsehserie "Mini-Max" (Get Smart, 1965–1970), einer Parodie auf Agentenserien und -filme, die er zusammen mit Mel Brooks schuf. Der größte Drehbucherfolg gelang ihm 1967 mit dem einflussreichen Spielfilm "Die Reifeprüfung", für den Regisseur Mike Nichols den Oscar erhielt und er selbst in der Kategorie Bestes Drehbuch nominiert wurde. Weitere bekannte Filme, zu denen er das Drehbuch schrieb, waren die kriegskritische schwarze Komödie "Catch-22" (Der böse Trick, 1970 nach Joseph Hellers Roman) sowie Peter Bogdanovichs Screwball-Komödie "Is’ was, Doc?" (1972). Ende der 1970er-Jahre trat er als Ko-Regisseur von Warren Beattys Komödie "Der Himmel soll warten" in Erscheinung und erhielt dafür 1978 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Regie.

Edd Byrnes 8. Januar 2020
Der in New York City 1932 als Edward Byrne Breitenberger geborene US-amerikanische Schauspieler und Sänger verstarb im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Santa Monica. Die Rolle des Gerald „Kookie“ Kookson in der Serie "77 Sunset Strip" machte ihn ab 1958 zu einem der ersten Teenager-Idole der Fernsehgeschichte. Die an einen Beatnik erinnernde Figur traf den damaligen Zeitgeist des jugendlichen Publikums auch in Deutschland, das ihn mit vier Bravo Ottos zwischen 1963 und 1966 ausgezeichnete. Gastauftritte in den Fernsehserien "Eine schrecklich nette Familie", "Quincy", "Drei Engel für Charlie" sowie mehrere Auftritte in der Serie "Mord ist ihr Hobby".

Ivan Passer 9. Januar 2020
Der 1933 als Sohn jüdisch-katholischer Eltern in Prag geborene tschechische Regisseur und Drehbuchautor verstarb im Alter von 86 Jahren in Reno, Nevada (USA). Bevor er von 1955 bis 1958 an der Prager Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste studieren konnte, übte er mehrere Jobs als Arbeiter in Fabriken und auf Baustellen aus. Nach seinem Studium fand er relativ schnell bei dem Regisseur Miloš Forman als Regieassistent eine Stelle und drehte mit ihm gemeinsam mehrere Filme, die später zur Tschechischen Neuen Welle zählten. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings emigrierte Passer 1969 in die USA und drehte in New York City Filme wie "Law and Disorder" und "Silver Bears". Seinen größten Erfolg hatte er im Jahre 1992 mit der Filmbiographie "Stalin", die an Originalschauplätzen gedreht werden durfte und seinem Hauptdarsteller Robert Duvall einen vierten Golden Globe als bester Hauptdarsteller bescherte.

Wolfgang Dauner 10. Januar 2020
Der Jazzmusiker Wolfgang Dauner verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt Stuttgart. Dauner zählte zu den "Urvätern des Jazz" in Deutschland: Der Keyboarder, Komponist und Produzent war Begründer des Free Jazz. Er wurde am 30. Dezember 1935 in Stuttgart geboren und gründete 1963 mit Eberhard Weber und Fred Braceful das "Wolfgang Dauner Trio". Daraus ging die Jazz-Rock-Band "Et Cetera" hervor. Ab 1969 war Dauner 15 Jahre Leiter der "Radio Jazz Group Stuttgart". Im Jahr 1976 war er Mitbegründer des "United Jazz + Rock Ensemble". 1978 komponierte er die Musik zu dem mit 4,1 Millionen DM zur damaligen Zeit recht teuren Liebesdrama "Grandison" von Achim Kurz mit Marlène Jobert, Jean Rochefort und Helmut Qualtinger. Dauner ist selbst am Klavier, am Synthesizer und als Percussionist im Film zu hören, begleitet von einem großen Sinfonieorchester. Darüber hinaus komponierte er bis 2006 die Musik zu zahlreichen TV-Filmen und Serien, darunter auch für den ARD "Tatort". Besonders gern arbeitete er jedoch an musikalischen Kompositionen für Kinder, wie an den zentralen Melodien für die berühmte "Sendung mit der Maus" (WDR). Zu seinen langjährigen Weggefährten in der Jazzszene gehörten Albert Mangelsdorff, Volker Kriegel und Charlie Mariano, die alle bereits vor ihm gestorben sind.

Stan Kirsch 11. Januar 2020
Der Schauspieler Stan Kirsch, der bis zur fünften Staffel von 1992-1997 die Rolle des Richie Ryan in der TV-Serie "Highlander" spielte, nahm sich mit 51 Jahren durch Erhängen im Badezimmer das Leben. Seit 2008 betrieb er mit Ehefrau Kristyn Green eine Schauspielschule in Los Angeles. Im gleichen Jahr kehrte er auch zurück zum Fernsehen, um als Roboter in der Serie "Invincible" aufzutreten. Bereits im Alter von vier Jahren trat er in Werbespots für ein Suppensortiment auf. Nach seinem Schulabschluss begann er jedoch zunächst ein Studium der Politikwissenschaft, bevor er Anfang der 90er Jahre in Hollywood als Schauspieler zu arbeiten. Auftritte in Kinofilmen erwiesen sich nicht als erfolgreich, stattdessen spielte Kirsch hauptberuflich am Theater.

Norma Michaels 11. Januar 2020
Im Alter von 95 Jahren verstarb die Schauspielerin Norma Michaels. Sie wurde vor allem berühmt durch ihre Rollen in den US-amerikanischen Sitcoms "King of Queens" und "Modern Family". Die in Los Angeles geborene Schauspielerin trat auch in Serien auf, wie "Ein Engel auf Erden", "2 Broke Girls", "Alle lieben Raymond", "Buffy - Im Bann der Dämonen", "Gilmore Girls", "Malcolm mittendrin", "Ally McBeal" oder zuletzt in der Serie "Brooklyn Nine-Nine". Darüber hinaus war Norma Michaels dank Rollen in Filmen wie "Leg dich nicht mit Zohan an" oder "Die Hochzeits-Crasher" auch auf der Kinoleinwand präsent.

Tony Garnett 12. Januar 2020
Der 1936 geborene englische Schauspieler, Film- und Fernsehproduzent sowie Autor verstarb nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren. In den 1950er-Jahren studierte er in London, wo er bald darauf als Schauspieler in Theater- und Fernsehproduktionen zu arbeiten begann. Mitte der 1960er-Jahre wechselte er von der Schauspielerei hinter die Kamera und arbeitete unter anderem für den Fernsehkanal BBC. Anschließend wurde er bis in die 2000er-Jahre eigenständiger Produzent von zahlreichen Kinofilmen und Fernsehserien sowie von sozialkritischen Dramen insbesondere der britischen Arbeiterklasse, die wegen ihrer provokanten und politisierten Natur in den 1960er- und 1970er-Jahren für öffentliche Kontroversen sorgten. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Ken Loach. Zuletzt arbeitete Garnett ausschließlich als Romanschriftsteller.

Ferdinand Schmidt-Modrow 15. Januar 2020
Der deutsche TV-Star Ferdinand Schmidt-Modrow verstarb überraschend im Alter von nur 34 Jahren an einem Riss in der Speiseröhre. Bekannt war der Schauspieler aus den Fernsehserien "Sturm der Liebe" und "Dahoam is Dahoam" worin er den weltoffenen und modernen Pfarrer Simon Brandl verkörperte. Außerdem war er in mehreren Kinofilmen zu sehen, unter anderem in "Die Welle" an der Seite von Jürgen Vogel und Frederick Lau. Für seine Rolle im Film "Beste Zeit" wurde er 2007 für den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Bester Nachwuchsschauspieler nominiert. Sein Filmdebüt hatte der in Aichbach geborene Schwabe im Film "Grenzverkehr" von Stefan Betz.

Derek Fowlds 17. Januar 2020
Der in London geborene britische Schauspieler Derek Fowlds verstarb im Alter von 82 Jahren in Bath in der west-englischen Grafschaft Somerset in der Nähe von Bristol. Von 1958 bis 1960 hatte er an der Royal Academy of Dramatic Art studiert und begann danach am Londoner West End Theater zu spielen. Zudem übernahm er Nebenrollen in Filmen wie "Doktor in Nöten" mit Dirk Bogarde, "Hotel Paradiso" mit Alec Guinness und Gina Lollobrigida sowie in dem Horrorstreifen "Frankenstein schuf ein Weib" mit Peter Cushing. Ab den 1960er-Jahren spielte Fowlds zudem regelmäßig in Fernsehserien. In der Fernsehserie "Heartbeat" spielte er insgesamt 18 Jahre die Figur des (im Verlaufe der Serie pensionierten) Polizisten Oscar Blaketon. Seine bekannteste Rolle war jedoch die des Ministerialreferenten Bernard Woolley in der satirischen Fernsehserie "Yes Minister" sowie der Fortsetzung "Yes Premierminister". Von 1969 bis 1973 arbeitete Fowlds bei der British Broadcasting Corporation als Showmaster für ein Kinderprogramm.

Urs Egger 18. Januar 2020
Urs Egger war ein Schweizer Film- und Fernsehregisseur, der auf der Höhe seines Schaffens im Alter von 66 Jahren an einer heimtückischen, schweren Krankheit verstarb. Seit 1993 lebte er überwiegend in Berlin. Eine seiner letzten Regiearbeiten, der Historienfilm "Das Wunder von Wörgl" wurde posthum noch ins Rennen um den Grimme Preis 2020 geschickt. In Österreich bescherte ihm der Film den Fernsehpreis der österreichischen Erwachsenenbildung. Unzählige weitere Preise zeugen von Eggers erfolgreicher Karriere, die in Deutschland in den späteren 90ern Fahrt aufnahm. Egger war vor allem beim Fernsehen viel beschäftigt. Mit Hannelore Elsner arbeitete er bei der Krimiserie "Die Kommissarin" zusammen, mit dem noch sehr jungen Christoph Waltz beim Thriller "Der Tourist", ehe ihn der 2011 verstorbene Produzent Bernd Eichinger für die Neuverfilmung von "Die Halbstarken" (mit dem blutjungen Til Schweiger) und dem Aufsehen erregenden TV-Mehrteiler "Der Opernball" (1998) nach Josef Haslinger engagierte. Genauso galt er als Thriller-Spezialist u.a. bei "Die Rückkehr des Tanzlehrers" (2003) nach Henning Mankell oder in "Wolfsfährte" nach Craig Russell. Auch das ZDF verdankt ihm zahlreiche erfolgreiche und renommierte Fernsehfilme und Mehrteiler wie die historische Epen "Die Seelen im Feuer" und der Zweiteiler "Gotthard" (2016) über den Bau des Gotthardtunnels. Ein gutes Händchen bewies er auch bei aufwühlenden Dramen wie "Der Fall Bruckner", "Der Sohn" und "Ein Kind wird gesucht". Seine letzte Arbeit war das im vergangenen Jahr gedrehte ZDF-Drama "Kranke Geschäfte", das auf dem Filmfest Hamburg Premiere feierte.

Ruth Haber 19. Januar 2019
Ruth Haber war eine West-Berliner Modelegende, schrieb der Tagesspiegel in seinem Nachruf. Unsere Mutter, die Modejournalisten und langjährige Beraterin in Modetrends der ehemaligen Farbwerke Hoechst in Frankfurt/Main, verstarb 10 Tage nach ihrem 96. Geburtstag im trauten Heim der Familie. Ihre berufliche Laufbahn begann sie zunächst als Volontärin später als verantwortliche Redakteurin im W. Matthes Verlag. Anschließend arbeitete sie als freiberufliche Modejournalistin. Sie galt auf diesem Gebiet als führende Spezialistin für nationale und internationale Mode und hat die Fachpresse über Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit u.a. für den Tagesspiegel und das Fachmagazin Klartext organisierte Ruth Haber seit 1976 den Kritikerpreis „Goldene Nase“, der bis 2018 alljährlich von ihr an Persönlichkeiten verliehen wurde, die den besten „Riecher“ in Sachen Mode zeigten. Besonders stolz war sie über die Verleihung der Goldenen Nase an die britische Designerin Vivienne Westwood und den spanisch-französischen Designer Paco Rabanne. Darüber hinaus wirkte sie auf Verbandsebene bei zahlreichen kreativ-beratenden Tätigkeiten mit und stärkte Berlins Ansehen als Modestandort durch ihre Mitarbeit bei der Durchführung internationaler Designer- und Coutureschauen. Für ihre Verdienste für die Mode- und Medienstadt Berlin wurde ihr mit 80 Jahren im Jahre 2004 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ruth Haber hinterlässt zwei Kinder, darunter ihren Sohn Wolf Friedel aus erster Ehe, den sie stets bei seiner Ausbildung zum Fotografen und beruflichen Werdegang als Dokumentarfilmer bis zuletzt unterstützte. Mit Freuden sah sie sein ehrenamtliches Engagement bei Berliner Arbeitskreis Film e.V. und konnte zu Lebzeiten noch zahlreiche Kontakte zur Medienbranche herstellen. Sie selbst hatte sich nicht nur bei der Beratung von Wirtschaftsfilmen der Hoechst AG eingebracht, wo zeitweilig auch ihr Sohn als Volontär beschäftigt war, sondern war auch engagiert beim Aufbau des Berliner Stadtschlosses. Ihr größter Wunsch, die Eröffnung des Humboldtforums zu erleben, blieb ihr leider verwehrt.

Joseph Hannesschläger 20. Januar 2020
Joseph Hannesschläger, der beliebte Schauspieler und Fernseh-Star aus der ZDF-Fernsehserie „Rosenheim Cops“, in der er den Kriminalhauptkommissar Korbinian Hofer spielte, hat den Kampf gegen sein Krebsleiden verloren und verstarb in einem Münchner Hospiz. Nur drei Monate zuvor verriet der 57-Jährige, dass sein Tumor nur noch palliativ zu behandeln sei. Eigentlich wollte er seinen Fans noch ein persönliches Buch hinterlassen, wozu es leider nicht mehr kam. Der ursprünglich ausgebildete Koch erlernte anschließend von der Pike auf noch das Schauspielhandwerk und spielte am Prinzregententheater in München Theaterstücke wie "Warten auf Godot", "Ein Sommernachtstraum", "Caligula", "Die Physiker" und "West Side Story". Zusammen mit Susanne Brantl eröffnete er die Studiobühne des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München („Zerwirkgewölbe“) wo er auch als Theater-Regisseur Liederabende von Wilfried Hiller und Michael Ende aufführte und mehrere Kabarettprogramme inszenierte. Seine letzte Ruhestätte wird er auf dem Ostfriedhof in München finden.

Terry Jones 21. Januar 2020
Der britische Schauspieler, Regisseur und Autor Terry Jones, der zusammen mit John Cleese, Michael Palin, Graham Chapman, Eric Idle und dem Amerikaner Terry Gilliam die Comictruppe Monty Python gegründet hatte, verstarb im Alter von 77 Jahren in London. Bereits 2015 wurde bei ihm Demenz diagnostiziert. Der 1942 in Wales als Sohn eines Bankiers geborene Jones wollte ursprünglich Englisch studieren, doch das "Revue-Fieber" an der Oxford Universität, wo er stetiger Gast des Experimental Theatre Club war, packte ihn, sodass er lieber Sketche für die BBC und Marty Feldman schrieb und bald auch Regie führte für zahlreiche TV-Folgen von "Monty Python's Flying Circus". Beim Spielfilm "Die Ritter der Kokosnuss", einer Veralberung der Mittelalter-Sage um König Artus, war er Ko-Regisseur, die alleinige Regieverantwortung trug er für den Bibelfilm-Parodie "Das Leben des Brian" und für den letzten Python-Film "Der Sinn des Lebens". Nach der Auflösung der Gruppe 1983 schrieb er das Drehbuch für Jim Hensons "Labyrinth" (mit Jennifer Connelly und David Bowie in einer von "Alice im Wunderland" inspirierten Märchenwelt) und inszenierte nach einem Drehbuch von David Leland die schräge Komödie "Personal Service", in der Julie Walters als Hausfrau ihre Zimmer an Prostituierte vermietet, selbst zur Bordellchefin aufsteigt und vor Gericht alte Bekannte wiedersieht. Nach einer Regiepause von acht Jahren versammelte er als Autor und Regisseur 1996 ein letztes Mal die Python-Kollegen zu einer kleinen Reunion für die Verfilmung des skurrilen Märchens "Der Sturm in den Weiden" (nach Kenneth Grahames in England sehr populärem Kinderbuch).

Gudrun Pausewang 23. Januar 2019
Die Schriftstellerin Gudrun Pausewang verstarb im Alter von 91 Jahren in der Nähe von Bamberg. Bekannt war sie vor allem für ihre Kinder- und Jugendbücher. So schrieb sie etwa "Die letzten Kinder von Schewenborn" oder den Roman "Die Wolke" über die Gefahren der Atomenergie, der 2006 verfilmt wurde, und schon in den 80er-Jahren den Nerv der Zeit traf. Die Schriftstellerin, die 1928 im böhmischen Dorf Mladkov (Wichstadt) geboren wurde und nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit ihrer Familie nach Deutschland flüchtete, machte in Wiesbaden ihr Abitur und wurde Lehrerin. 1972 ließ sie sich im osthessischen in Schlitz nieder wo sie mehr als drei Jahrzehnte lebte, Grundschüler unterrichtete sowie einen Großteil ihrer Bücher verfasste. Nach eigenen Angaben schrieb sie mehr als 100 Bücher, knapp fünf Millionen Exemplare wurden verkauft. In ihrem letzten Buch ("So war es, als ich klein war", 2016) hielt sie ihre Kindheitserinnerungen fest. Für ihr Schaffen erhielt sie zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk. Vier Hauptthemen waren für sie prägend: "Krieg und Frieden", "die Armut in Südamerika", "Schutz der Umwelt" und "Nie mehr Nationalsozialismus".

Tiziana Soudani 25. Januar 2019
Die in Locarno geborene Schweizer Filmproduzentin Tiziana Soudani, deren Dokumentar- und Spielfilme vielfach preisgekrönt wurden, darunter "Pane e tulipane" ist tot. Von den 52. Solothurner Filmtagen wurde sie 2017 als erste Filmproduzentin überhaupt mit dem «Prix d’honneur» geehrt. Sie hatte sich mit großem Feingespür und mit Konsequenz für die künstlerischen Visionen ihrer Autorinnen und Autoren, Regisseurinnen und Regisseure eingesetzt. Sie setzte ein tiefes Vertrauen insbesondere in die Debütfilme ihrer Talentschmiede bei Amka Films. Für "Le meraviglie" von Alice Rohrwacher erhielt sie 2014 den Grossen Preis der Jury in Cannes. Ihre drei jüngsten Filme "Love me Tender", "Amazonian Cosmos" und "Monsieur Pigeon" standen im Januar 2020 auf dem Programm der 55. Solothurner Filmtage. Mit ihrem Tod verliert das Tessiner Filmschaffen, der Schweizer Film und das europäische Kino eine mutige Pionierin und eine strahlende, inspirierende Persönlichkeit.

Marj Dusay 30. Januar 2020
Die US-amerikanische Kult-Darstellerin Marj Dusay verstarb überraschen im Alter von 83 Jahren. Die beliebte Schauspielerin spielte schon an der Seite von Elvis Presley und Gregory Peck. Sie gab 1967 ihr Fernsehdebüt. Es folgten zahlreiche Auftritte in Fernsehserien wie z. B. Hawaii Five-O, aber nur in wenigen Filmen. Unvergessen sind dennoch ihre Kinorollen in Filmen wie „Clambake“ neben Elvis Presley (1967) oder in „Sweet November“ (1968). Außerdem war Dusay in Serien wie „The Facts of Life“, „The Odd Couple“, „Days of Our Lives“, „All my Children“ und „MacArthur“ in größeren Rollen zu sehen. Dazu kamen kleinere Auftritte in Shows wie „Pyllis“, „Barnaby Jones“ und „Der Prinz von Bel Air“.

Jörn Donner 30. Januar 2020
Der Schriftsteller, Filmregisseur, Schauspieler, Filmproduzent und einziger finnische Oscar-Preisträger Jörn Johan Donner verstarb im Alter von 86 Jahren in Helsinki. Er war ein Abkömmling der bekannten Donner-Familie, die in Finnland schon viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht hat. Als Produzent von Ingmar Bergmans "Fanny & Alexander" hatte er 1984 einen von insgesamt vier Oscars entgegennehmen können. Bekannt wurde Donner auch als Politiker durch seine Mitgliedschaft im finnischen Parlament und Europäischen Parlament.

Mary Higgins Clark 31. Januar 2020
Die US-Bestsellerautorin Mary Higgins Clark verstarb im Alter von 92 Jahren im Kreise ihrer Familie. Bekannt war sie für ihre Thriller. Insgesamt verfasste sie über 50 Werke, darunter sind 38 Kriminalromane, ein historischer Roman und zwei Kinderbücher. Zu ihren bekanntesten Werken zählen unter anderem "Gnadenfrist" und "Where are the children?" (dt. Wintersturm, 1975). Einige ihrer Romane wurden verfilmt. Mary Higgins Clark wurde 1928 in New York als Tocher irischer Einwanderer geboren. Schon als Schülerin schrieb sie kleine Geschichten. Dies wurde ihr schon durch ihre irischen Wurzeln in die Wiege gelegt, denn die Iren sind alte Geschichtenerzähler. Oft saßen sie bei Familienzusammenkünften alle beisammen und die Geschichten flossen. Mary saß am Tisch und hörte nur zu. Der frühe Tod ihres Vaters machte ihr schlagartig die Zerbrechlichkeit des Lebens bewusst. Dies floss auch in ihre Krimis ein, deren Charaktere als Clanmitglieder in ihren Büchern erschienen. Sogar das ZDF hat sich die Filmrechte an zwei Erzählungen und vier Romanen gesichert. Dazu gehören "Haben wir uns nicht schon mal gesehen", "Nimm dich in acht", "Schwesterlein komm tanz mit mir", "Sieh dich nicht um", "Dass du ewig denkst an mich", "Glückstag" und der Thriller "Schwesterlein, komm tanz mit mir".

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mit Ivan Král, der am 2. Februar 2020 verstarb.
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