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Starke Partner und höheres Preisgeld bei den 61. Nordischen Filmtagen Lübeck

Das Preisgeld für den Dokumentarfilmpreis in Lübeck wurde verdoppelt.



Heute beginnen die 61. Nordischen Filmtage Lübeck, die an sechs Tagen vom 29.10.-3.11.2019 insgesamt 196 Filme in 283 Vorstellungen und 9 Sektionen präsentieren. Sie sind das größte Festival auf dem europäischen Kontinent für aktuelles Filmschaffen aus den nordischen und baltischen Ländern sowie aus Norddeutschland.

In Bezug auf Finnland bekommt das Filmfestival in Lübeck diesmal allerdings Konkurrenz vom Filmfestival Cottbus, das sich direkt im Anschluss vom 5.-10 November 2019 dem osteuropäischen Film widmet und erstmals seinen Blick nicht nur nach Osten richtet, sondern diesmal auch Filme aus Finnland zeigt, das kulturell immer noch als Schnittstelle zwischen Russland und Europa wahrgenommen wird.

Doch Konkurrenz belebt das Geschäft und somit ist es nur gut wenn verstärkt Filme in Deutschland aus Ländern gezeigt werden, die man ansonsten kaum bei uns regulär im Kino zu sehen bekommt.

Zu den offiziellen Austragungsorten der 61. Nordischen Filmtagen Lübeck gehört die CineStar-Gruppe, die mit dem CineStar Filmpalast Stadthalle und dem CineStar Lübeck – Das Filmhaus sogar gleich zwei Vorführorte bereit stellt. Daneben sind das Kolosseum, das Kommunale Kino Lübeck und der Schuppen 6 offizielle Festival-Kinos der Nordischen Filmtage Lübeck.

Eröffnet wird das diesjährige Festival am 29. Oktober 2019 um 19.00 Uhr mit dem schwedischen Spielfilm „Feuer und Flamme“ (Eld och Lågor/Swoon), zu dessen Deutschlandpremiere das Regie-Duo Måns Mårlind und Björn Stein, Hauptdarsteller Albin Grenholm und die Produzentin Kristina Åberg (Atmo AB) erwartet werden.

Hier der Trailer von "Eld & Lågor":



Synopsis:
Stockholm 1940. Im Vergnügungspark Gröna Lund konkurrieren die Fahrgeschäfte Lindgren und Nilsson um Kunden. Dabei geht es auch mit unfairen Mitteln zu; die Familien sind seit langem verfeindet. Um die Pläne der Nilssons auszuspionieren, schleicht sich eines Nachts der junge John Lindgren in deren Büro. Dort ertappt ihn die frisch aus dem Ausland heimgekehrte Tochter Ninni. Sie selber merken es nicht, doch ihre Körper reagieren prompt: Die beiden sind füreinander bestimmt … Vor der Kulisse des historischen Rummelplatzes entrollen die schwedischen Blockbuster-Regisseure Mårlind & Stein ein farbenprächtiges Panorama. In ihrer „Romeo und Julia“-Geschichte bieten sie alles auf, was zu einem Kinospektakel gehört: eine rasante Handlung, mitreißende Songs, außerordentliche Spezialeffekte – ohne das sie darüber die ernsten Konflikte der Zeitgeschichte aus den Augen verlieren.


Über 36.000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchen jedes Jahr die Nordischen Filmtage Lübeck, die zu den ältesten Filmfestivals in Deutschland und Europa zählen, denn schon im Jahre 1956 fanden sie erstmals statt. Lübeck ist auch die Stadt von Thomas Manns nobelpreisgekröntem Roman „Die Buddenbrooks“, der 2008 von Heinrich Breloer verfilmt wurde.

Noch bekannter ist allerdings der deutsche Stummfilm "Nosferatu - Symphonie des Grauens" von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahre 1922, der auf den Roman "Dracula" von Bram Stoker basiert, und zur damaligen Zeit ungewöhnlich viele Außenaufnahmen von Lübeck zeigt, die noch heute besichtigt werden können.

Das jährlich Anfang November stattfindende Filmfestival wird von der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit den Filminstituten und Filmstiftungen Skandinaviens sowie den Filminstitutionen der baltischen Länder ausgerichtet. Die Schirmherrschaft haben die Botschafter der nordischen Länder in Deutschland.

Sechs Tage lang werden die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden vorgestellt. Daneben gibt es ein umfangreiches Kinder- und Jugendfilmprogramm in der unter anderem mit dem Spielfilm "TAIKI" von Mirjam de With eine niederländisch-schwedische Koproduktion auf dem Programm steht.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Bruno, 9, ist ein begeisterter Video-Gamer, und Taiki, den er durch die digitale Wildnis lotst, ist sein liebster Avatar. Auch um Bruno von seiner Sucht zu entwöhnen, machen die Eltern mit ihm und der kleinen Schwester Ferien im fernen Schweden. Doch auf der Autofahrt gibt es Streit zwischen den Geschwistern, und aus der Drohung, Bruno auf der Landstraße auszusetzen, wird unversehens Ernst. Während die Eltern auf freundliche Schweden angewiesen sind, um ihre Fahrlässigkeit wieder gut zu machen, freundet sich der durch die Wälder irrende Bruno mit einem Wolfshund an, der in der wirklichen Wildnis sein Führer wird … Von der Bewährung eines kleinen Jungen, dem in der analogen Welt ein ganz persönlicher Einsatz abverlangt wird, erzählt „Taiki“ auf vergnügliche Weise. Wobei der Spaß für die ganze Familie auch darin besteht, dass hier die Eltern ordentlich dazulernen müssen.


Das Programm besteht in diesem Jahr aus insgesamt 37 Filmen, davon 18 Lang- und 19 Kurzfilme.

Darüber hinaus widmet sich eine Sektion den nordischen und baltischen Serien. Die Retrospektive präsentiert wichtige Epochen, bestimmte Genres oder bedeutenden Persönlichkeiten der Filmgeschichte ebenso wie die Reihe Immersive Medien/360° bzw. VR Filme.

Der Dokumentarfilmpreis der Nordischen Filmtage Lübeck.

Der Dokumentarfilmpreis der Nordischen Filmtage Lübeck wird in diesem Jahr nicht nur unter dem neuen Namen "Dokumentarfilmpreis des DGB Bezirk Nord" verliehen, sonder sein Preisgeld wird auch verdoppelt.

Dazu erklärte de Vorsitzende des DGB-Bezirks Nord, Uwe Polkaehn: "Seit 1991 sind die Gewerkschaften in unterschiedlichen Konstellationen mit der Stiftung des Dokumentarfilmpreises aktive Förderer der Nordischen Filmtage Lübeck. In diesem Jahr hat der DGB Bezirk Nord den Filmpreis übernommen, das Preisgeld auf 5.000 Euro verdoppelt und auf ein internationales Niveau angehoben. Wir wollen damit die Arbeit von Regisseurinnen und Regisseuren fördern, die sich innovativ mit Veränderungen in unserer Gesellschaft auseinandersetzen und sich sozialpolitisch besonders engagieren. Die lange Tradition des gewerkschaftlichen Engagements bei den nordischen Filmtagen wollen wir so fortsetzen."


Das Dokumentarfilmprogramm der 61. Nordischen Filmtage Lübeck beweist, dass die Filmschaffenden unterschiedliche Spuren verfolgen, besondere Blickwinkel und außergewöhnliche Gestaltungsmittel wählen müssen, um das Publikum für politische Zusammenhänge zu sensibilisieren, so die Festivalleiterin Linde Fröhlich.

Im Programm des „Filmforums“, der Plattform für den norddeutschen Film bei den Nordischen Filmtagen Lübeck, die seit über 30 Jahren existiert, werden neben 44 Spielfilmen ebenfalls außergewöhnliche Dokumentarfilme von jungen Nachwuchsfilmemacher*innen als auch Werke von renommierten Regisseur*innen gezeigt, die mit neuen Stoffen begeistern.

Dabei folgen viele Filme den Spuren des Vergangenen, widmen sich der Geschichtsaufarbeitung oder auch Familiengeschichten, bis hin zum heiteren Weihnachtsfilm für die ganze Familie.

Die »Specials« der 61. Nordischen Filmtage Lübeck sind geprägt von bildgewaltigen Naturfilmen und einem Fokus auf Künstlerpersönlichkeiten aus Norwegen, dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Die von Jörg Schöning kuratierte »Retrospektive« trägt in diesem Jahr den Titel "Undercover Nord/Nordost. Spione und Geheimagenten im skandinavischen Raum". Gezeigt werden sowohl Filme, die zwischen 1913 und 2012 in Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden sowie vor 1989 in den damaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen entstanden sind.

Eröffnet wird die Sektion mit dem deutsch-norwegischen Agentendrama "Zwei Leben" mit Juliane Köhler und Liv Ullmann in den Hauptrollen.

"Wasser" ist der diesjährige Themenschwerpunkt der Sektion "Immersive Medien", in der 360°- und VR-Filme gezeigt werden. Sie werden im Fulldome-Kino, dessen Kapazität in diesem Jahr auf 120 Plätze aufgestockt wurde, sowie im Infinity Dome am Klingenberg in Lübeck präsentiert. Als erste Filmtitel nannten Festivalleiterin Linde Fröhlich und Managing Director Florian Vollmers den 360°-Film "The Embrace of the Ocean" der Finnen Hannes Vartiainen und Pekka Veikkolainen sowie "Kalouka'hina - Das Zauberriff" von Peter Popp.

Hier der Trailer, der sich allerdings erst im Kuppeldome-Kino zur voller Geltung entfalten kann.



Synopsis:
Eines der wertvollsten Geheimnisse der Ozeane ist das Zauberriff Kaluoka’hina. Durch Magie ist es vor Entdeckung durch Menschen geschützt – bis ein Vulkan ausbricht. Jetzt liegt es am jungen Sägefisch Jake und seinem verrückten Kumpel Shorty, die Magie wiederherzustellen … Der 360°-Klassiker in einer neuen Fassung mit noch brillanteren Bildern.


Einen großen Stellenwert hat die Nachwuchsförderung bei den Nordischen Filmtagen, wie die Kuratorin der Kinder- und Jugenfilme, Franziska Kremser-Klinkertz, anlässlich der Pressekonferenz betonte.

So realisieren im Rahmen des Jugendfilmprojekts "Young Nordic Filmmakers" 20 junge Erwachsene aus Deutschland, Finnland, Norwegen und Dänemarkt in Workshops außerhalb des Festivalzeitraums Kurzdokumentar- und -spielfilme mit der Unterstützung nationaler und internationaler Partner wie dem Bundesverband Jugend und Film oder - erstmals in diesem Jahr - dem EU-Programm Erasmus+ Jugend in Aktion.

Themenschwerpunt ist in diesem Jahr "Europa". Ein weiteres Jugendprojekt starten die Nordischen Filmtage Lübeck in diesem Jahr mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks zusammen mit der Musik- und Kunsthochschule Lübeck sowie dem Festival International du Film in Lübecks Partnerstadt La Rochelle, wo sich acht musikbegeisterte Jugendliche aus Deutschland und fünf aus Frankreich bereits im Juli getroffen haben, um für zwei nordische Kurzfilme die Musik zu komponieren. Die entstandenen Werke werden nun bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck aufgeführt.

Zudem betonte Florian Vollmers, dass man mithilfe der Hauptsponsoren und Partner in diesem Jahr eine solide Finanzierung der Nordischen Filmtage hinbekommen habe. Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck, die seit 2008 den Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm stiftet, habe ihre Unterstützung deutlich erhöht und gehöre nun zu den Hauptförderern des Festivals.

Frank Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, erklärte: "Der Film spielt als Kunstform eine zentrale Rolle im Alltag vieler Menschen. Die Nordischen Filmtage schaffen Jahr für Jahr ein Programm, das uns überrascht, zuweilen herausfordert und gleichzeitig in die Welt der Filmemacher einführt - und setzen sich so gekonnt von den Angeboten der heutigen Streaming-Plattformen ab. Ausländische Filme werden im O-Ton erfahrbar und wir staunen, wie viel wir trotzdem verstehen. Gespannt warten wir im Vorfeld auf die Programmübersicht in den 'Lübecker Nachrichten' und fiebern bereits am Ticketschalter auf das Filmereignis hin. Keine Frage - die Nordischen Filmtage Lübeck sind ein Kleinod, das wir gemeinsam erhalten müssen."


Der Norddeutsche Rundfunk (NDR), langjähriger Medienpartner der Nordischen Filmtage Lübeck, zeigt übrigens anlässlich der diesjährigen 61. Festivalausgabe aktuelle Filme aus Nordeuropa in seinem TV-Programm. In zwei skandinavischen Nächten (Sa., 26.10. und Sa., 02.11.2019) werden insgesamt fünf Filme gezeigt, von denen vier zuvor auf den Nordischen Filmtagen Lübeck liefen.

Link: www.nordische-filmtage.de.
Quellen: Stadt Lübeck | Nordische Filmtage | Blickpunkt:Film

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