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44. Toronto Film Festival eröffnet heute mit Musikdoku

Toronto Opening 2019: "Once Were Brothers: Robbie Robertson and The Band".



Während das Filmfest in Venedig noch im Gange ist, startet bereits am heutigen 5. September 2019 das 44. Toronto International Film Festival (TIFF) mit dem Dokumentar-Musikfilm "Once Were Brothers: Robbie Robertson and The Band".

Der Film über den in Toronto geborenen Rockmusiker, der Bekanntheit erlangte als Mitglied der Gruppe »The Band«, die Bob Dylan Mitte der Sechzigerjahre begleitete und ab 1968 acht Studioalben veröffentlichte, wurde von Daniel Roher inszeniert und von Martin Scorsese, Brian Grazer und Ron Howard ausführend produziert.

Zehn Tage lang werden vom 5. bis 15. September 2019 in der kanadischen Metropole 333 Filme gezeigt, darunter 133 Weltpremieren. Von den weiter unten angekündigten Gala-Filmen wurde die Hälfte von Frauen inszeniert. Der Deutsche Film ist mit 30 Produktionen und Koproduktionen dabei.

Katrin Gebbe präsentiert "Pelikanblut".

Die deutsche Regisseurin Katrin Gebbe präsentiert in Toronto, dem größten Filmfestivals auf amerikanischem Boden, ihr "Pelikanblut" mit Nina Hoss, der zuvor auf der Mostra in Venedig seine Weltpremiere feierte. Bekannt wurde Gebbe durch ihr Spielfilmdebüt "Tore tanzt" über einen Hamburger Jesus Freak. Der Film feierte 2013 seine Weltpremiere auf den 66. Filmfestspiele von Cannes in der Sektion »Un Certain Regard«. Sieben Jahre später nun ein neues Werk.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Wiebke lebt zusammen mit ihrer 9-jährigen Adoptivtochter Nicolina auf einem idyllischen Pferdehof. Die Pferdetrainerin unterhält eine heimliche Liebesaffäre zu Benedict. Nach Jahren des Wartens adoptiert Wiebke mit der 5-Jährigen Raya aus Bulgarien ein weiteres Mädchen, womit Nicolinas Wunsch nach einer Schwester in Erfüllung geht. In den ersten Wochen gewöhnen sich die Kinder aneinander und es herrscht Harmonie. Kurze Zeit später bemerkt Wiebke, dass sich die anfangs reizende und schüchterne Raya verändert. Sie hat Schwierigkeiten, zwischenmenschliche Regeln zu akzeptieren, und ist nicht fähig, emotionale Bindungen aufzubauen. Mit ihrem eskalierenden Verhalten bringt Raya sich und andere in Gefahr, darunter auch Nicolina.

Als ein Neurologe herausfindet, dass Raya vermutlich ihr Leben lang krank sein wird, ist es an Wiebke zu entscheiden, ob sie das Mädchen weiter bei sich behält. Wiebke beginnt eine fragwürdige Behandlung an Raya zu vollziehen, die ihr Umfeld als Grenzüberschreitung empfindet, darunter auch ihr Liebhaber Benedict. Besessen von dem Gedanken, Raya zu heilen, isoliert sich Wiebke immer mehr. Als einzige Lösung scheint sie ein ungewöhnliches Opfer erbringen zu müssen.


Angela Schanelec mit Berlinale Hit in der Sektion »Masters«.

In der »Masters« Reihe ist in Toronto als Amerikapremiere aus Deutschland Angela Schanelec mit ihrem Berlinale-Erfolg "Ich war zuhause, aber" vertreten sowie die deutsche Produktion "Ein verborgenes Leben - A Hidden Life" von Terrence Malick mit August Diehl.

Hier der Trailer des Kriegsdramas:



Vor einigen Jahren galten Amerikapremieren europäischer Regisseure in Toronto noch als Machtdemonstration. Der Hollywood Reporter stichelt sogar jetzt noch weiter, wie wir gestern anlässlich des Telluride Film Festivals schrieben. Heute hat Venedig aber dank der Arbeit von Alberto Barbera wieder Oberwasser. Zum Erfolg von Venedig hat im letzten Jahr u.a. auch die Netflix-Produktion "Roma" beigetragen, trotz der Buhrufe gegen den Streaming-Giganten.

Bei Filmen, die in Toronto als Weltpremiere geführt werden, heißt dies, dass der Film weder in Venedig noch bei der Konkurrenz in Telluride läuft. Ist es eine nordamerikanische Premiere wird der Film wohl in Venedig vertreten sein, aber nicht in Telluride (sofern er nicht schon in Cannes oder Berlin zu sehen gewesen war). Eine kanadische Premiere bedeutet, dass er schon in Telluride und vielleicht auch in Venedig zu sehen war.

Das TIFF vergibt nur Publikumspreise.

Im Gegensatz zu anderen großen Filmfestivals verfügt das TIFF über keine offizielle Wettbewerbsjury. Wichtigster Preis von Toronto ist der »People’s Choice Award«, ein Publikumspreis, der von den Festivalbesuchern an den besten Spielfilm und Dokumentarfilm vergeben wird.

In der großen Publikumsreihe, den »Gala Presentations« wurden als Weltpremieren Schwergewichte bekanntgegeben wie das Mister-Rogers-Biopic "A Beautiful Day in the Neighborhood" von Marielle Heller mit Tom Hanks, der DreamWorks-Animationsfilm "Everest - Ein Yeti will hoch hinaus", "Blackbird" von Roger Michell mit Kate Winslet, die Adaption des Pulitzerpreisgewinners "Der Distelfink" von John Crowley mit Ansel Elgort, "Harriet" von Kasi Lemmons und "True History of the Kelly Gang" von Justin Kurzel.

Als Nachtrag für die »Gala Presentations« gab Toronto in seinem Line-up den Neo-Noir-Thriller "The Burnt Orange Heresy" von Giuseppe Capotondi bekannt, der von einem Kunstraub handelt und als Abschlussfilm der Internationalen Filmfestspiele von Venedig seine Premiere am Lido feiert sowie "The Aeronauts" von Tom Harper mit Eddie Redmayne und Felicity Jones der in Toronto als kanadische Premiere läuft.

Hier der Trailer:



Auch die mit Spannung erwarteten Großproduktionen "Joker" von Todd Phillips mit Joaquin Phoenix sowie "Le Mans 66 - Gegen jede Chance" von James Mangold mit Christian Bale und Matt Damon werden in Toronto zu sehen sein, allerdings nicht als Weltpremieren, denn sie liefen zuerst in Venedig oder in Telluride wie der letztgenannte Film.

Weltpremieren in der Sektion »Special Presentations«.

Bei den »Special Presentations« finden sich als Weltpremieren Highlights wie "Bad Education" mit Hugh Jackman, "Dolemite Is My Name" von Craig Brewer mit Eddie Murphy, "Endings, Beginnings" von Drake Doremus, "Greed" von Michael Winterbottom mit Steve Coogan, "Jojo Rabbit" von Taika Waititi, das mit großer Spannung erwartete "Knives Out" von Rian Johnson mit Daniel Craig und "The Personal History of David Copperfield" von Armando Iannucci mit Dev Patel.

Nicht als Weltpremieren gelistet sind "Ema" von Pablo Larraín, "Guest of Honor" von Atom Egoyan, "Judy" mit Renee Zellweger als Judy Garland, "The Laundromat" von Steven Soderbergh, "Marriage Story" von Noah Baumbach, "Motherless Brooklyn" von und mit Edward Norton, "Saturday Fiction" von Lou Ye und "Uncut Gems" von den Safdie Brüdern.

Nachgereicht wurden 16 weitere Titel für die Reihe »Special Presentations«, von denen viele bereits in Venedig laufen oder bereits in Cannes gezeigt wurden wie "Deerskin" und "Sibyl". Auch Torontos Eröffnungsfilm "La verité" von Hirokazu Kore-eda sowie "Mosul", das Biopic über "Jean Seberg" und "Wasp Network" liefen gerade in Venedig.

Als Weltpremieren werden gezeigt "American Son" von Kenny Leon, "Dirt Music" von Gregor Jordan, "Human Capital" von Marc Meyers, "Jungleland" von Max Winkler und "Synchronic" von Aaron Moorhead. Besonders hochkarätig ist "Lucy in the Sky" von Noah Hawley mit Natalie Portman. Außerdem ist die deutsch-neuseeländische Koproduktion "Guns Akimbo" von Jason Lei Howden mit dabei, in dem Daniel Radcliffe die Hauptrolle spielt.

In der »Masters« Reihe kommen als Nachtrag hinzu die neuen Arbeiten von Meistern wie Marco Bellocchio, Corneliu Porumboiu und Elia Suleiman (alles deutsche Koproduktionen) sowie Roy Andersson, Ken Loach, Kiyoshi Kurosawa und Bertrand Bonello. Als Weltpremiere wird der neue Film von Arturo Ripstein gezeigt.

In der Reihe »Contemporary World Cinema« wird Karl Markovics mit seinem neuen Film "Nobadi" Weltpremiere feiern. Mit von der Partie sind auch die deutschen Koproduktionen "The County" von Grímur Hákonarson, "Flatland" von Jenna Bass, "The Invisible Life of Eurídice Gusmão" von Karim Aïnouz, der bereits in Cannes und München überzeugte, "The Perfect Candidate" von Haifaa Al-Mansour, der im Wettbewerb in Venedig Weltpremiere feiert, "Red Fields" von Keren Yedaya und "You Will Die at Twenty" von Amjad Abu Alal sowie der französische Berlinale-Gewinner "Synonymes". Außerdem werden hier Cannes-Hits wie "Atlantiques" von Mati Diop oder "Les misérables" von Ladj Ly aufgeführt.

Link: www.tiff.net
Quellen: ARD-Text | Blickpunkt:Film | Dailymotion | TIFF



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