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Die Gewiner von Mo&Friese und des Kurzfilm Festivals Hamburg 2019

Hamburger Kurzfilmpreis an Jorge Jacome für "Past Perfect".

Der portugiesische Regisseur Jorge Jacome hat zum zweiten Mal den Hamburger Kurzfilmpreis gewonnen. Die fünfköpfige Jury zeichnete seinen Film "Past Perfect" mit dem Hauptpreis des Kurzfilm Festivals Hamburg aus.

Hier der Trailer:

Synopsis:

Das neue, 23-minütige Werk, das ebenfalls auf der 69. Berlinale 2019 im Wettbewerb stand, nehme die Zuschauer mit auf eine hypnotische Reise durch ihre eigenen, persönlichen Vorstellungen. Past Perfect ist ein Film, der Gedanken entlehnt, weiterträgt, neu komponiert: eine Assoziationskette von Bildern und ein imaginärer Dialog über die Jahrhunderte hinweg bis heute. Wo gibt es Orte, an denen traurig sein erlaubt ist, die Traurigkeit ihren Platz hat? Der Filmemacher Jorge Jácome entwirft eine Geografie der Melancholie.

Bereits im Vorjahr hatte Jacome für seinen Kurzfilm "Flores" die Auszeichnung erhalten.

Bei dem 35. Kurzfilm Festival Hamburg, das am Pfingst-Sonntagabend, den 10. Juni 2019, mit der Preisverleihung zu Ende ging, liefen an sieben Tagen in 80 Veranstaltungen rund 300 Filme aus 40 Ländern. Mit rund 16.000 Besucher*innen ist unter der neuen künstlerischen Leitung von Maike Mia Höhne, die zuvor die Berlinale Kurzfilmsektion verantwortete, wieder eine Steigerung zum Vorjahr zu verzeichnen.

Angesichts der verringerten Anzahl von Screenings konnte die durchschnittliche Besucher*innenzahl pro Veranstaltung gesteigert werden.

Weitere Preisträger und Jurybegründungen:

Deframed-Preis (Jurypreis des Internationalen Wettbewerbs, 2000 Euro)

Für einen Film, der auf poetische, formale, analytische und unkonventionelle Art und Weise mit der Wirklichkeit umgeht und dabei zukunftsweisend alle Regeln ignoriert.

"The Eddies"

Madsen Minax, USA 2018, 16:00 min

Begründung: ›The Eddies‹ widmet sich einer spezifischen Art der Männlichkeit auf wohlüberlegte und präzise Art und Weise. Der Film wechselt vom Rohen zum Lyrischen, während er unterschiedliche persönliche und kulturelle Perspektiven zu Sex, Gewalt, Intimität, Infrastruktur und Freddie Mercury darstellt. Der Film hat scharfe Kanten und bekämpft Vorurteile mit tiefgreifender Empathie.

Kandidat für die European Film Awards (European Short Film)

Nominiert von der Jury des Internationalen Wettbewerbs

"Cavalcade"

Johann Lurf, Österreich 2019, 5:00 min

Begründung: Was sehe ich, wenn ein sich bewegendes Rad plötzlich die Geschwindigkeit und die Richtung wechselt? Eine grundlegende Frage der Physik und Wahrnehmung wird den Zuschauer*innen auf scheinbar einfache und poetische Art und Weise verdeutlicht. Diese großartig konstruierte visuelle Erfahrung erstaunt das Publikum: Was ist der Trick? Können wir unseren Augen trauen? Dank Johann Lurf lebt die Magie des Kinos weiter.

Publikumspreis (1500 Euro)

"D’un château l’autre"

Emmanuel Marre, Belgien/Frankreich 2018, 39:59 min

Deutscher Wettbewerb Jurypreis (2000 Euro)

"The Magical Dimension"

Gudrun Krebitz, Deutschland 2018, 7:08 min

Begründung: Für einen zutiefst persönlichen und kraftvollen Film. Der in Bild und Ton reich texturierte Kurzfilm, ein kleines Prisma, reflektiert und öffnet sich für vielfältige Facetten menschlicher Erfahrung. Seine Empfindsamkeit schließt in scheinbar vorläufigen Schichten ein vollständiges und vollendetes Kunstwerk ab. Mit der souveränen Handhabung ihrer fein ausgewogenen Ausdrucksmittel überträgt die Filmemacherin innere und äußere Räume und versichert uns mit Haltung und Zuversicht, dass ein Zufluchtsort stets zu finden ist. Der Preis für den Deutschen Wettbewerb geht an ›The Magical Dimension‹.

Flotter-Dreier-Wettbewerb: Thema ›Lost in Translation‹

Publikumspreis

"Die Navigatour"

Carsten Knoop, Dorit Kiesewetter, Deutschland 2019, 2:57 min

ARTE-Kurzfilmpreis

"A Million Years"

Danech San, Kambodscha 2018, 20:46 min

Begründung: Die Vorstellung trifft auf die Wirklichkeit und nichts ist, wie es scheint. Dieser schon fast pathetisch anmutende Gedanke stimmt in ›A Million Years‹. In dem ersten Film der jungen Regisseurin Danech San aus Kambodscha lässt sie in einem Hotel mitten in einer ursprünglichen Landschaft eine junge Frau und ihren Freund einen Nachmittag verbringen. Intelligent verquickt sie tiefgreifende Fragen, die bereits aus der Zukunft in das Heute hineinragen, mit der Hitze des Nachmittags. Der Fluss windet sich und immer tiefer wird die Kluft zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Zeitgenössisches Kino aus Kambodscha.

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Das 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg.

Fast zeitgleich mit dem Kinder-Medien-Festival "Goldener Spatz" in Erfurt fand in Hamburg im Rahmen des neuen Kurzfilm Festivals Hamburg die 21. Ausgabe des Kinderkurzfilmfestivals Mo&Friese vom 2. - 9. Juni 2019 statt.

82 Filme aus 33 Ländern wurden vorgeführt und konnten mit 40 toll besuchten Veranstaltungen mehr als 4200 kleine und große Zuschauer*innen in die Kinos locken.

In den Kitavorstellungen leuchteten rund dreihundert Kinderaugenpaare zum ersten Mal im Kino – unvergessliche Erlebnisse für die Vier- und Fünfjährigen, die toll mitgegangen sind: Der ganze Balkon im Zeise 1 hat gebebt! Und die Kinder fragten: „Warum ist der Film so kurz?“ oder „Warum ist der Film jetzt schon vorbei? Beim Film ›Regentanz‹ (ab neun Jahren) haben zuerst einige und am Ende fast alle Kinder mitgesungen und mitgetanzt. Auch das Jugendprogramm FreiStil war überdurchschnittlich besucht.

Die Mo&Friese Preise wurden Kinderjurys vergeben.

Friese-Preis (Jurypreis 1250 Euro, 4 bis 8 Jahre)

"Le premier pas" (Der erste Schritt)

David Noblet, Belgien 2018, 2:56 min

Hier der Clip:

Begründung: Der Friese-Preis geht an: ›Le premier pas‹ (Der erste Schritt) von David Noblet. Für einen so kurzen Film steckt viel Geschichte darin. Es passiert unheimlich viel, ohne dass dabei gesprochen wird. Die Geschichte wird über Gesten, Gesichtsausdrücke und Geräusche erzählt, das hat uns gut gefallen. Die beiden können sich ohne Worte verständigen und einander näher kommen – und das auf einem langweiligen Parkplatz, und ohne dass Erwachsene sie dabei stören. Zuerst ist Bambi schüchtern und schämt sich dafür, dass Anais ihn gesehen hat, aber dann spielen sie miteinander – das ist wie so manche Geschichte aus dem richtigen Leben.

Mo-Preis (Jurypreis 1250 Euro, 9 bis 13 Jahre)

"La Gita"

Salvatore Allocca, Italien 2018, 14:35 min

Begründung: Der Film ist sehr schön und auch sehr emotional und berührend, weil wir die Geschichte dahinter sehr traurig finden. Denn die Protagonistin wird nur wegen ihrer „Hautfarbe“ gemobbt. Außerdem fanden wir den Jungen süß‚ der Junge war dermaßen cute … Weil er sich um sie gekümmert hat, als es ihr nicht gut ging. Wir fanden den Film sehr gut, sehr schön gemacht und echt gut geschauspielert.

7. Jugendprogramm FreiStil

›Freischwimmer‹ (Jugendjurypreis 1000 Euro, ab 14 Jahren)

"Sisters"

Daphne Lucker, Niederlande 2018, 15:00 min

Begründung: In diesem Kurzspielfilm geht es um drei Schwestern, die sich in ihrem düsteren Zuhause gemeinsam zurechtfinden und durch Tanz ein starkes Bündnis miteinander aufbauen. Der Film ist technisch gesehen auf einem sehr hohen Level, die düstere Beleuchtung, die schöne Kameraführung, die unglaublich gute Maske oder die herausstechenden Soundeffekte sind sehr gut gelungen. Aber was diesen Film so besonders macht, ist das Bündnis der Geschwister, das durch den wirklich gut choreografierten Tanz zum Ausdruck kommt. Dieser Film kommt mit wenigen Worten aus und vermittelt so gut wie alles, was er sagen will, über den Tanz. Ein großer Applaus für ›Sisters‹.

GIB MIR FÜNF!-Wettbewerb - Thema 2019: Große Töne.

Filme mit maximal 5 Minuten Lauflänge bis einschließlich 13 Jahren.

1. Preis (300 Euro): "Fortissimo"

Lilith Jörg, Deutschland 2019, 2:28 min

Begründung: Der erste Preis geht an ›Fortissimo‹ von Lilith Jörg. Dieser Film hat uns überzeugt, weil er das Thema des Wettbewerbs genau getroffen hat! Wir haben viele verschiedene Geräusche und Töne gehört, die manchmal schön und manchmal störend waren. Die Filmemacherin hat immer wieder neue und originelle Einfälle gehabt, um den Cellisten bei seinem Auftritt zu stören. Die Knetanimation ist gut gelungen, man kann sogar die Fingerbewegungen sehen – und zum Schluss gibt es ein rundes Ende mit schöner Musik.

2. Preis (200 Euro): "4161"

Ecoli Helifi, Deutschland 2019, 5:00 min

Begründung: Auf dem zweiten Platz ist ›4161‹ von der Filmgruppe Ecoli Helifi. Wir haben gesehen, dass die Kinder sich viele Gedanken über die Zukunft gemacht haben und dass sie einen kreativen Weg gefunden haben, das Thema des Wettbewerbs zu bearbeiten. Der Film hat uns zum Nachdenken darüber gebracht, was für Geräusche um uns herum sind und welche davon wir gern für die Zukunft aufheben möchten.

3. Preis (100 Euro): "The Greedy Fox"

BIBIANA/Art for Children, Slowakei 2018, 5:00 min

Begründung: Der dritte Preis geht an ›Der gierige Fuchs‹ von BIBIANA/Art for Children. Der Film ist fast schon professionell gemacht, man kann sehen wie viel Arbeit in die Animation gesteckt wurde. Große Töne hört man in dem Film nicht, aber dafür kann man an dem Fuchs sehen was passiert, wenn jemand den Mund zu voll nimmt.

Kurzfilm Festival Hamburg: 2019

35. Kurzfilm Festival Hamburg, 4. - 10. Juni 2019

21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg, 2. - 9. Juni 2019

Links: festival.shortfilm.com | moundfriese.shortfilm.com

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