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Berlin Art Week 2019

Achte Berlin Art Week 2019 wieder im ehemaligen Flughafen Tempelhof.



Die achte Ausgabe der Berlin Art Week ist ein Höhepunkt für die zeitgenössische Kunst in der Hauptstadt. Die Vielfalt des Programms im Herbst wird durch das gemeinsame Engagement von Kunstmessen, Institutionen der Gegenwartskunst, Galerien, Künstlern, Privatsammlern und Projekträumen ermöglicht. Sie findet vom 11. - 15. September 2019 statt.

Neben den beiden großen Messen, der POSITIONS mit 70 Galerien aus 12 Ländern und der ART BERLIN mit über 110 nationalen und internationalen Galerien in den historischen Hangars des Flughafen Tempelhof, gibt es wieder zahlreiche, in der Stadt verstreute Projekträume sowie mehr oder weniger bekannte Institutionen wie die Berlinische Galerie, die KW—Kunstwerke - Institut für Contempory Art in der Auguststraße sowie mit dem Projekt >STATISTA< im Haus der Statistik, Karl-Marx-Allee 1, das Haus der Kulturen der Welt (HKW) und viele andere Galerien, die sich zum Teil mit interessanten Positionen zu 30 Jahren Mauerfall beteiligen.

So z.B. die Berlinische Galerie - Museum für moderne und zeitgenössische Kunst , in der die in Mainz geborene, aber inzwischen in Berlin lebende Künstlerin Bettina Pousttchi, mit Aufnahmen von 24 Weltzeituhren, deren Aufnahmen sie selbst auf Reisen zwischen 2008 und 2016 gemacht hat, ausdrücken will, was Reisefreiheit nach dem Fall der Berliner Mauer bedeutet. Vor mehr als 30 Jahren konnte ein Teil der Berliner nur in Länder des Ostblocks fahren, während den Westberliner meist nur die westliche Welt offenstand.

Weltzeituhren von Bettina Pousttchi - Foto: © BAF


Durch Mauern gehen‹ ist auch das Thema einer Gruppenausstellung im Martin-Gropius-Bau in der ersten Etage, von dem wir uns gestern bei einer Pressevorbesichtigung einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Viele Räume aber waren noch im Aufbau, sodass uns der Rohzustand der Kunstwerke noch nicht zu einem abschließenden Meinungsbild durchringen konnte.

Interessant ist auch die Installation des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in der Chausseestrasse 128/129, der nicht nur die explosionsartig gestiegenen Mieten aufs Korn nimmt, sondern vor allem den Senat anprangert, Filetgrundstücke nach dem Mauerfall viel zu preiswert an Investoren abgeben zu haben. Die Verkaufte Menge an Grundstücken entspricht der Fläche des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Ein Rückkauf zu heutigen Preisen wäre durch Preissteigerungen unbezahlbar geworden. Begleitend zur Ausstellung gibt es zahlreiche Diskussionsrunden zur Zukunft der Weltstadt.

Text: n.b.k. | Foto: © BAF


Allein die schiere Menge an Ausstellungen, die mit aktuellen Themen der Gegenwartskunst auch Berlins kulturelle Vielfalt zeigt, kann einen nur verwundern. Zwei Kunstmessen mit rund 200 nationalen und internationalen Galerien, 17 Museen und Ausstellungshäuser, 15 Privatsammlungen, 20 Projekträume und ein Sonderprojekt im Herzen der Stadt veranstalten ein gemeinsames Programm - mit Ausstellungen, Eröffnungen, Preisverleihungen, Talks und urbanen Interventionen.

Auch zahlreiche Video-Installationen sind wieder zu sehen.

Eine Meldung von uns, dem Berliner Arbeitskreis Film, ohne Hinweis auf Film oder Video wäre ungewöhnlich. Bereits am 24. Juli 2019 hatten wir in einem Artikel auf Audiovisuelle Medien in Berliner Museen hingewiesen. Dabei wurde schon vor zwei Monaten u.a. auf die Film- und Videoinstallationen von Bjørn Melhus im Neuköllner KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst während der Art Week 2019 hingewiesen.

Weitere Themen zu Video und Bewegtbild sind natürlich auch an vielen anderen Orten vertreten. Die JULIA STOSCHEK COLLECTION in der Leipziger Straße präsentiert mit WangShuis erster Einzelausstellung in Europa drei Bewegtbild-Installationen des in den USA geborenen chinesischen Künstlers und seinem in New York ansässigem multifunktionalen Studio, das sich mit queeren, halluzinatorische Räumen in der Welt beschäftigt und diese in Bezug setzt zu den politischen Verhältnissen, die dort herrschen.

In seiner rechts unten im Bild stehenden Dreikanal-Videoinstallation, einer Skulptur aus gewebten, lichtdurchlässigen LED-Systeme, wie sie für großflächige Werbungen auf Häuserfassaden zum Einsatz kommen, suggeriert diese neue Arbeit einen Ort, der sowohl Ankunft als auch Verschwinden, Präsenz und zugleich Abwesenheit symbolisiert.

Skulpturen: Bettina Pousttchi (links) - WangShui (rechts) | Foto: © BAF


Links daneben eine weitere Arbeit von der bereits oben erwähnten Künstlerin Bettina Pousttchi, deren verformte und verfremdete Auto-Leitplanken eine nahezu undurchdringbare Begrenzung symbolisieren.

Auch in diesem Jahr wird die Berlin Art Week mit Mitteln des Festivalfonds der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ermöglicht und von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt.

Partner der diesjährigen Berlin Art Week sind art berlin, Positions Berlin Art Fair, Akademie der Künste, Berliner Festspiele/Immersion, Berlinische Galerie, C/O Berlin, daadgalerie, Gropius Bau, Haus am Lützowplatz, Haus der Kulturen der Welt, Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst, KW Institute for Contemporary Art, me Collectors Room, Nationalgalerie—Staatliche Museen zu Berlin mit Hamburger Bahnhof—Museum für Gegenwart—Berlin und Museum Berggruen, Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.), neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), Schering Stiftung und Schinkel Pavillon sowie das Projekt Statista, eine Kooperation zwischen dem ZK/U—Zentrum für Kunst und Urbanistik und den KW Institute for Contemporary Art.

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ART WEEK Berlin 2019

Links: www.artberlinfair.com | www.berlinartweek.de | positions.de | www.artberlin.de | www.artatberlin.com | www.indexberlin.de

Flughafen Tempelhof
Hangar 5+6, Tempelhofer Damm 45, 12101 Berlin
U6 Paradestraße
Hangar 4, Columbiadamm 10
10965 Berlin

Quelle: Kulturprojekte Berlin GmbH



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