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Start des 34. DOK.fest München - sowie die Gewinner von Oberhausen, Schwerin, Stuttgart und New York

DOK.fest München eröffnet mit Doku-Weltpremiere über zwei Wahlforscher mit dem Statement: Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch.

Mit einer Weltpremiere des Films „The Whale and the Raven“ wird die 34. Ausgabe des diesjährigen DOK.fest München am heutigen 8. Mai 2019 im Deutschen Theater eröffnet. Es ist gleichzeitig der Auftakt für fünf Abende in dem Saal mit 1.400 Plätzen.

Hier der Trailer:

Die Regisseurin Mirjam Leuze begleitet in „The Whale and the Raven“ die Walforscherin Janie Wray und den Walforscher Hermann Meuter an den Fjorden der Westküste Kanadas. Wie auch die verbliebenen Ureinwohner der First Nation haben sie eine intensive, spirituelle Verbindung zu den Walen sowie der Natur und kämpfen gemeinsam gegen die angekündigte Invasion der Supertanker, die Flüssiggas nach China transportieren sollen. Eine Geschichte von David gegen Goliath – und ein faszinierender Blick nach British Columbia, wo jahrhundertelanges Leben im Einklang mit der Natur auf dem Spiel steht.

Sind Wale Individuen mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Intelligenz? Janie Wray und Hermann Meuter sind fest davon überzeugt. Seit 15 Jahren dokumentieren die Walforscherin und der Walforscher das Verhalten von Orcas, Buckel- und Finnwalen an der Westküste Kanadas. 70 Meilen von ihren Forschungsstationen entfernt liegt die kleine Küstenstadt Kitimat. Hier wird eine gigantische Exportanlage für Flüssiggas (LNG) geplant. Auf Supertankern soll das Gas nach Asien exportiert werden. Was die Tankerroute für die Wale bedeuten wird, ist nicht absehbar.

In ihrem Film wirft Regisseurin Mirjam Leuze die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen. Was wäre, wenn Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Denken nicht ausschließlich menschliche Fähigkeiten wären?

Dokumentarfilmpreis für niederländischen Regisseur.

Bevor das DOK-Festival richtig begonnen hat, stehen bereits erste Preisträger fest. Der niederländische Regisseur und Foto-

graf Joost Vandebrug erhält am 18. Mai 2019 für seinen Debütfilm "Bruce Lee & The Outlaw" über einen Straßenjungen in Bukarest den mit 3000 Euro dotierten Dokumentarfilmpreis der Hilfsorganisation »SOS-Kinderdörfer weltweit«.

Hier der Trailer:

Das Werk über einen Elfjährigen, der bei einem Kriminellen ein Zuhause findet, gewähre einen Einblick in den Abgrund der Hölle, begründete die Jury die Ehrung.

Daneben erhält Jana Irmert für ihre Arbeit an Florian Barons 83 Minuten langen Dokumentarfilm Film "STRESS" über traumatisierte amerikanische Veteranen den 7. Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt Kompositionen, die sich auf besondere Art und Weise mit der dokumentarischen Erzählung verbinden. Er versteht sich als Plattform für die Arbeit der Komponist.innen und den Wert der Musik als erzählerische Ebene im Dokumentarfilm.

Hier der Trailer:

Aus der Begründung der Jury:

"Die besondere Weise, in der Jana Irmert Komposition und Film verbindet, spiegelt nicht nur die zerstörerische Spannung und den permanenten psychischen Alarmzustand der Protagonisten als schwer traumatisierte junge Kriegsveteranen wider, sondern schafft für den inhaltlich prägenden Klang ihrer gesprochenen Worte wichtigen Platz und lässt damit beim Publikum einen Echoraum für Gedanken und Gefühle entstehen. In ihrem Soundtrack zu "STRESS" löst die Komponistin in virtuoser und gleichzeitig selbstverständlicher Art und Weise die Grenzen von Sounddesign und Musikkomposition auf und schafft so einen Klangkosmos, der durch kompromisslose Reduktion im Nachhall schonungslose Klarheit und brutale Erkenntnis erzeugt."

Das 34. Internationale Dokumentarfilmfestival "DOK.fest" München läuft vom 8. - 19. Mai 2019 und präsentiert 159 Filme aus 51 Ländern an 20 Spielorten in der bayerischen Stadt.

Link: www.dokfest-muenchen.de

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Vom 30. April - 5. Mai 2019 fand zum 29. Mal in der Landeshauptstadt Schwerin das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern statt.

Mit 19.200 Zuschauern hat das Filmkunstfest MV einen neuen Rekord gefeiert. Großer Gewinner war der deutsche Spielfilm „Systemsprenger“ ('System Crasher') von Nora Fingscheidt.

Das bei der Berlinale mit dem Alfred Bauer Preis ausgezeichnete Jugenddrama gewann in Schwerin den Hauptpreis des Festivals, den mit 10.000 Euro dotierten »Fliegenden Ochsen«, den FIPRESCI-Preis, den Förderpreis der DEFA-Stiftung sowie den Preis für die beste Musik- und Tongestaltung. „Systemsprenger“ wird über Port au Prince am 19. September 2019 in die Kinos gebracht.

Hier ein Ausschnitt:

Synopsis:

Die 9-jährige Bernadette, genannt „Benni“, gilt als aggressiv und unberechenbar. Aufgrund traumatischer Erfahrungen in frühester Kindheit darf niemand ihr Gesicht berühren. Von der Sonderschule wird sie dauerhaft suspendiert und auch in keiner Pflegefamilie oder Wohngruppe hält sie es lange aus. Als sogenannter „Systemsprenger“ droht sie durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe zu fallen. Dabei sehnt sich Benni nur danach, wieder mit ihrer Mutter zusammen zu leben.

Regisseurin und Drehbuchautorin Nora Flingscheidt lässt sich in Systemsprenger ganz auf ihre Hauptfigur ein: Wenn Benni austickt, dann überlagern sich Bildfetzen, wird die gesamte nicht zu bändigende Energie deutlich, die sie überkommt.

Weitere Auszeichnungen gingen u.a. an den österreichischen Spielfilm „Der Boden unter den Füßen“ (NDR-Regiepreis und Nachwuchs-Darstellerpreis für Valerie Pachner) sowie an Sherry Hormanns Drama „Nur eine Frau“ (Publikumspreis). Mit dem Ehrenpreis wurde Katharina Thalbach ausgezeichnet.

Insgesamt wurden Preise im Wert von 42.000 Euro vergeben. In vier Wettbewerben konkurrierten 47 Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Link: www.filmland-mv.de/praesentation/das-filmfestival

Quellen: Filmland MV | Filmecho | Blickpunkt:Film

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Tribeca: Publikumspreise in New York verliehen.

Eine US-Romanze hat den Publikumspreis als bester Spielfilm beim Tribeca-Filmfest in New York gewonnen. Die Komödie "Plus One" von Jeff Chan und Andrew Rhymer wurde von den Zuschauern ausgewählt. Es geht um zwei Freunde, die vereinbaren, bei allen Hochzeitsveranstaltungen gemeinsam zu erscheinen und sich als Paar auszugeben.

Der Publikumspreis für die beste Dokumentation ging an "Gay Chorus Deep South". Der Film erzählt über die Reise von schwulen Sängern aus San Francsico, die im konservativen Süden auftreten wollen, um Vorurteile abzubauen. Hier der Trailer:

Auf dem Tribeca Film Festival wurden zudem mehr als 30 XR-Erfahrungen gezeigt, darunter viele Weltpremieren. Der von Oculus geförderte VR-Film “The Key” von Alia Shawkat gewann den Jurypreis für das beste immersive Geschichtenerzählen.

Hier der Opener:

Synopsis:

In der VR-Erfahrung trifft man auf Anna, eine Frau, die Mühe hat, sich an ihre Vergangenheit zu erinnern. Ein mysteriöser Schlüssel ist das Einzige, was sie mit ihrem früheren Dasein verbindet. An Annas Seite erlebt man eine Reihe abstrakt gestalteter Szenen und wird dabei vor schwierige Entscheidungen gestellt. Am Ende entpuppt sich der VR-Film als Metapher auf das Schicksal von Flüchtlingen.

Das durch Robert De Niro ins Leben gerufene Tribeca Film Festival wurde am 24. April mit einer Gala eröffnet und endete am 5. Mai 2019 mit der Preisverleihung.

Im Wettbewerb lief auch Sherry Hormanns Drama „Nur eine Frau“, das - wie weiter oben erwähnt - beim Filmkunstfest MV den Publikumspreis gewann. Mehr zum Film, der den Ehrenmord an einer jungen kurdischen Frau in Berlin im Jahre 2005 erzählt, hatten wir in unserem Vorbericht am 24. April 2019 geschrieben.

Link: www.tribecafilm.com

Quelle: ARD Text | Mixed Reality

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Preise der 65. Kurzfilmtage in Oberhausen vergeben.

Der große Preis der Stadt Oberhausen im Wettbewerb der Internationalen Kurzfilmtage ging in diesem Jahr an den ruandischen Filmemacher Philbert Aime Mbabazi Sharangabo. Der 1990 geborene Künstler erhält den mit 8000 Euro dotierten Großen Preis der Stadt Oberhausen für die ruandisch-schweizerische Produktion "I Got My Things and Left".

Hier der Trailer:

Ausgezeichnet wurde damit ein Film "von beeindruckender konzeptioneller und emotionaler Freiheit und Kraft", so die Jury.

Der Hauptpreis der Internationalen Jury ging an "ZOMBIES" von Baloji (Belgien/DR Kongo). Ein 14-minütiger Musik-Thriller über die digitale Zombifizierung in Kinshasa, Kongo, der sich mit den emotionalen und sozialen Kosten von Social Media beschäftigt.

Hier der komplette Clip:

Inhalt:

In prachtvollen Bildern zeigt er Gegensätze der pulsierende Subkultur mit Tanzmusik und extravaganten, surrealen Kostümen, aber auch den mit Plastik zugemüllten Fluss.

Der Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs, dotiert mit 5.000 Euro, ging an die 22 Minuten langen Doku "ma nouvelle vie européenne" von Abou Bakar Sidibé & Moritz Siebert, welche die Kamera zum Medium der Reflexion über die Notsituation von Flüchtlingen nutzten.

Den mit 2.500 Euro dotierten 3sat Förderpreis erhielt der Kurzfilm "Which Way to the West" von Kristina Kilian (Deutschland 2019, 37 Min.). Der FIPRESCI-Preis der Filmkritiker ging nach Singapur an "Student Bodies" (Regie: Ho Rui An).

Bei dem Festival wurden vom 1. - 6. Mai 2019 über 600 Filme gezeigt - mehr denn je.

Link: www.kurzfilmtage.de

Quellen: ARD Text | Indielisboa | Afropunk | 3sat

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Vom 30. April - 5. Mai 2019 fand das 26. Internationale Trickfilmfestival in Stuttgart statt. Rund 80.000 Filmfans zog es bei winterlichen Außentemperaturen in die Kinos oder in die GameZone. Schon am ersten Festivaltag wurden rund doppelt so viele Zuschauer gezählt, als vergangenes Jahr.

Mit knapp 60 Langfilmen im Wettbewerb »AniMovie« war die Auswahl der Beiträge in dieser Sektion so groß wie nie zuvor. Dementsprechend fiel es der Jury vielleicht umso schwerer, sich für einen Gewinner besonders zu begeistern.

AniMovie

Der Preis für den besten Animations-Langfilm ging an „Mirai No Mirai“ (Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft) von Mamoru Hosoda (Japan).

Hier der Trailer:

Grand Prix

Der große Animationsfilmpreis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart für den besten animierten Kurzfilm ging an „Bloeistraat 11“ von Nienke Deutz (Belgien, Niederlande).

Hier der Trailer:

Lotte Reiniger Förderpreis

Der Preis für den besten Abschlussfilm in Animation ging an den nicht jugendfreien Film „Animals” von Tue Sanggaard (Dänemark).

Hier der komplette Clip:

Young Animation

Der Preis für den besten Studentenfilm ging an „Sounds good“ von Sander Joon (Estland).

Tricks For Kids

Der Preis für den besten animierten Kurzfilm für Kinder ging an „The Kite“ (Sarkan) von Martin Smatana (Tschechien, Slowakei).

Germany’s Next Animation Talent

Der Preis für ein kreatives und innovatives Projekt mit Nominierten- und Preisgeldern in Höhe von insgesamt 35.000 € ging an „Juli auf dem Zauberberg“ von Elisabeth Jakobi (Deutschland).

Animated Games Award Germany

Der Preis für das beste und innovativste animationsbasierte Computerspiel aus Deutschland ging an „Trüberbrook“ (Entwickler: btf GmbH, Florian Köhne, Publisher: Headup GmbH).

Deutscher Animationsdrehbuchpreis

Der Preis für das beste deutschsprachige Drehbuch für einen Animationskinofilm in Höhe von 2.500 € ging an „Aisha’s Light“ von Xavier Romero und Llorenç Español.

Deutscher Animationssprecherpreis

Der Preis für den/die beste/n Sprecher/in in einem Animations-Langfilm ging an Otto Waalkes in “Der Grinch”.

SWR Publikumspreis

Ging an „Mind my mind“ von Floor Adams (Niederlande).

Link: www.itfs.de

Quelle: Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart

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